Große Sorge um Kasa Algarve – schon seit 79 Tagen geschlossen

Pflanze hält sich, doch die gießende Person fehlt

Unter den Klever Cafés war das Kasa Algarve (manchmal auch Casa geschrieben) so etwas wie ein Geheimtipp – der stets in einem Mischmasch aus Deutsch, Niederländische und Portugiesisch sprechende n Chefin Christina Silva gelang es binnen weniger Monate, ein Lokal mit einer familiären Atmosphäre zu schaffen, in dem der Übergang von Kaffee zum Wein nahtlos bewältigt werden konnte. Im Kasa Algarve gab es seit Mai 2024 bodenständige portugiesische Küche und kreative Öffnungszeiten, nicht immer konnte man sicher sein, dass das Kasa Algarve überhaupt öffnete, an anderen Tagen sah man noch in den spätesten Abendstunden Gäste fröhlich zechen.

Doch seit dem 13. April, seit genau 79 Tagen also, hat das Café geschlossen – und mit jedem weiteren Tag erscheint es unwahrscheinlicher, dass es noch einmal öffnen wird. Was aber ist passiert? Nichts genaues weiß man.

Portugiesisches Idyll in der Kavarinerstraße

Ursprünglich hieß es, Christina Silva und ihr Mann, der kein Wort Deutsch verstand, aber sehr gut Kaffee kochen konnte, seien in ihre Heimat nach Portugal gereist, um dort einige finanzielle Dinge zu regeln. Von einem Immobilienverkauf war die Rede. Sobald die Angelegenheit erledigt sei, erfolge die Rückkehr nach Deutschland. Später kam dann noch die Nachricht, dass es an einem fehlenden Notartermin gescheitert sei, und seitdem herrscht Funkstille. Viele Gäste von früher sitzen nun nebenan im Belas.

Hinter der gläsernen Eingangstür des Kasa Algarve liegen mehrere Briefe auf dem Boden, seit Wochen von niemandem angerührt. Eine Sansevieria auf einem Tisch am Fenster hält sich wacker, obwohl auch sie seit April nicht mehr versorgt wird. Die Mietrückstände dürften mittlerweile ein beträchtliches Ausmaß angenommen haben – was das Ehepaar vermutlich auch davon abhält, wieder die Rückreise anzutreten. Die Silvas kamen aus Sines (südlich der Hauptstadt Lissabon). In der ohnehin gesättigt wirkenden Klever Cafészene steht also vermutlich ein Abgang bevor, was sehr zu bedauern wäre.

So berichtete kleveblog über die Eröffnung: Pastel de Nata und andere Leckereien: Jetzt hat Kleve sogar ein portugiesisches Bistro

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1 Kommentar

  1. 1

    Mein Gefühl sagt, sie kommen zurück… (vielleicht möchte ich es aber auch nur)

    Hoffentlich ist niemand krank geworden.