Von der Haltung des Huhnes, oder: 10000 Liter Einsamkeit

rd | 26. März 2017, 14:32 | 3 Kommentare
Fotografie ist Malen mit Licht, sagen die Fachleute. Der Maler hier: Klaus Oberschilp

Fotografie ist Malen mit Licht, sagen die Fachleute. Der Maler hier: Klaus Oberschilp

Beim Schwimmen erkennt man die Blässhühner, die manchmal auch Blässrallen oder – in neuerer Rechtschreibung – Blesshühner bzw. Blessrallen genannt werden, daran, dass sie relativ hoch im Wasser liegen, ohne umzukippen. Praktisch also wie ein Post-Panamax-Containerschiff mit 15.000 und mehr TEUs an Bord, nur in Natur. Doch dieser Vogel ist nicht auf den wüsten Wassern eines Ozeans unterwegs, sondern auf irgendeinem niederrheinischen Kolk, vom Fotografen allerdings so in Szene gesetzt, als wäre er in den einsamen Weiten des Wassers verlassen und verloren, wobei in der Haltung des Huhns allerdings weder Hadern noch Zagen, sondern Hoffnung und Zuversicht mitschwingen, oder besser gesagt: mitschwimmen  – als wäre das rettende Ufer in Sicht. Also in aller Vielschichtigkeit mal wieder ein perfektes Sonntagsbild für kleveblog, und dann noch der Goldene Schnitt!

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  1. 3. Günter Hoffmann

    Was für eine beneidenswerte glückliche Ente. Sie schwimmt zu neuen Ufern und selbst ihr Kolk hat heute bessere Perspektiven wie der Kolk unsere Menschen Welt .

     
  2. 2. rd

    @Dr. Seltsam Kann natürlich auch sein…

     
  3. 1. Dr. Seltsam

    Na wenn das mal keine Reiherente ist 😉