Mehrgenerationenplatz Backermatt: Eine Lehrstunde in Sachen Angst

rd | 26. Oktober 2017, 02:14 | 39 Kommentare
Platz für ein Basketballfeld – oder doch lieber seniorengerechtes Boule?

Platz für ein Basketballfeld – oder doch lieber seniorengerechtes Boule?

Engagierte Diskussion: Bürger planen Platz – und in dieser Gruppe weitgehend ohne Angst

Engagierte Diskussion: Bürger planen Platz, in dieser Runde übrigens ohne Angst

Bürgermeisterin Sonja Northing: „Wir wohnen in einer Stadt, das sollten wir nicht vergessen“

Bürgermeisterin Sonja Northing: „Wir wohnen in einer Stadt, das sollten wir nicht vergessen“

Die Stadt hatte eingeladen zur „Informationsveranstaltung Mehrgenerationenplatz Backermatt“, und, das sei vorweg gesagt, es handelte sich um ein gut vorbereitetes Treffen, bei dem Anregungen und Einwände der Bürger offen zur Sprache kamen und alle Teilnehmer, rund 40 Frauen und Männer waren in die Volkshochschule gekommen, das Gefühl hatten, dass ihre Worte auch gehört wurden. „Eine richtige kleine Werkstatt“, freute sich der Technische Beigeordnete Jürgen Rauer.

Allerdings: Wer die Diskussion verfolgte, konnte auch eine Ahnung davon bekommen, was die Probleme sein werden, die Deutschland in den kommenden Jahren plagen werden. Die Menschen werden immer älter, und je älter sie werden, um so mehr Ängste türmen sich auf. Der Klever – zumindest einige Vertreter dieses Stammes – hat Angst vor „zwielichtigen Gestalten“, hat Angst vor Hundekot, hat Angst vor zu viel Lärm vor der eigenen Haustür, womöglich vor dem Schlafzimmer, und er hat ganz viel Angst, keinen Parkplatz zu bekommen. Also keinen Parkplatz genau dort, wo er parken möchte.

Und so war die von der Stadt angeregte Bürgerdiskussion auch ein Lehrstück über den demographischen Wandel. Die Verwaltung hatte einen Plan ausgearbeitet, der für jede Zielgruppe ein Bonbon bereit hielt. Überspitzt gesagt, eine bunte Rutsche für die Kleinen und rollatortaugliche Bänke für die Generation der Großeltern. Es waren Gartenbeete vorgesehen, Spiel- und Fitnessgeräte und Liegebänke sowie zur Arntzstraße hin eine kleine Tribüne. Vielleicht ein bisschen überfrachtet, wie eine der Planerinnen später selbstkritisch anmerkte, aber warum nicht erst einmal groß denken?

Dann kam die erste Wortmeldung eines Bürgers. Er wohnt an der Weberstraße, seine Frau saß neben ihm und soufflierte ein wenig. In seinen Ausführungen fiel dreimal das Wort Hundekot, ansonsten ging es um die Verkehrssituation, deretwegen die Planung rundweg abgelehnt wurde. Souverän wurde der Bogen zu der Situation vor der eigenen Haustür gespannt: Man müsse sich einmal vorstellen, so die Folgerung des Beitrags, an der Weberstraße gebe es keinen richtigen Bürgersteig, sondern nur eine Fahrbahnmarkierung. Lieber solle das Geld für einen ordentlichen Bürgersteig ausgegeben werden.

In der Seniorenwohnanlage der Caritas, die direkt an das 800 Quadratmeter große Areal angrenzt, wohnen 34 Mieterparteien. 17 davon haben ihr Schlafzimmer zum Platz hin. Eine Bewohnerin merkte an, der Platz sei früher ein Sammelbecken für Drogensüchtige und Alkoholiker gewesen. „Ich habe Angst, dass das wieder so wird.“ Die Reaktion der Stadt auf die ersten Beschwerden war übrigens, dass die Bänke auf dem Platz abmontiert wurden. Auch Drogensüchtige und Alkoholiker sitzen lieber, und so zog die Karawane des Zwielichts weiter in andere Gefilde, wo wahrscheinlich schon bald ebenfalls die Bänke abmontiert werden.

Es gab auch andere Stimmen, zum Beispiel die von Detlev Koken: „Ich würde mir mehr soziale Plätze wünschen, wir können nicht immer nur in Parkplätzen denken.“ Und Bürgermeisterin Sonja Northing sagte: „Wir wohnen in einer Stadt, das sollten wir nicht vergessen.“ Dann aber wurde wieder eine Kameraüberwachung angeregt, und es fiel sogar das Wort von der „Bürgerpolizei“ – damit war allerdings keine Bürgerwehr gemeint, sondern das Personal des städtischen Ordnungsamtes.

Als Anwohner (der ich bin) äußerte ich wenig überraschend den Wunsch, dort einen Basketballkorb zu montieren. Da hatte ich aber was gesagt! Denn es gibt eine Generation, in der nicht alle (das sage ich ausdrücklich!), aber doch zahlreiche Vertreter befinden, die der Ansicht sind: Ein Mehrgenerationenplatz ist OK, aber nur nach unseren Spielregeln. Und diese Spielregeln werden bestimmt von:

Angst.

In diesem Fall Angst vor Lärm. Das ewige Titschen der Bälle! Nach der Einführungsrunde gab es drei Workshops, und nach dem zu urteilen, was Dirk Posdena, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, aus seiner Gruppe vortrug, führte auch dort die Angst bei einigen Teilnehmern ein eisernes Regiment – Angst um den Verkehr und die Parkplätze. Fast schon triumphierend wurde zudem ins Feld geführt, dass im Umfeld des Platzes kaum noch junge Menschen wohnen. Dass die Anlage womöglich neue anzieht – lieber nicht, wo wir es gerade doch so schön behaglich haben!

Natürlich wurde auch konstruktiv diskutiert, und insbesondere die in den Planungen vorgesehene Tribüne sowie Aspekte des Gartenbaus fanden viel Anklang. Ebenso die Anregung von Jürgen Ramisch vom Verein Essbares Kleverland, dass die Bürger sich selbst um die Anlage kümmern sollten. Viele gute Ideen, viel Engagement. Doch der Eindruck, der sich festsetzte, war der einer diffusen, alle Lebensbereiche erfassenden Angst, die viele Bürger ergriffen zu haben scheint und die sie nicht mehr ruhig schlafen lässt. Das aber macht einem:

Angst.

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39 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 39. Beobachter

    @38 Chewgum

    Da hat es jemand wieder nicht verstanden …

    Ich hatte vergessen den “Ironie”button zu drücken …

    Bin selber Mitte 50, scheinbar grob so wie sie auch, wie ich irgendwo mal entnehmen konnte und geschätzt habe.

    Ich finde es trotzdem ein “Unding”, wie “die Alten” die offenbar vor Ort waren, alles kaputtreden wollen, was ihnen allein nicht entgegenkommt …

     
  2. 38. Chewgum

    „habe ich ANGST vor alten Leuten“

    Diese Verallgemeinerung macht MIR Angst.

    Bevor man die Gesellschaft in „die Jungen“ und „die Alten“ aufspaltet, sollte man sich klar machen, dass sich jeder auf einem Kontinuum zwischen ganz jung und sehr alt bewegt. Kein Status quo, sondern ein Prozess.

    Wenn jemand sagt, er hat Angst vor alten Menschen, dann spricht er auch über meine Eltern etc. Dazu kann ich nur sagen, wenn Sie hilflos auf der Straße lägen und meine Eltern (79 und 80) kämen zufällig als erste dorthin, hätten Sie Glück.

     
  3. 37. Beobachter

    Wenn ich das manchmal so lese und höre, habe ich ANGST vor alten Leuten, vor deren Wünsche und Vorstellungen, die fast schon als “Gesetz für andere” aufzufassen sind …

    WIR sind ALLE – ob jung oder alt, ob reich oder von Sozialhilfe lebend …

    … und wir müssen ALLE miteinander auskommen und zwar am besten ohne ANGST.

    Auch die Alten könnten nicht ohne die Jungen und deswegen sollten auch die Wünsche der jüngeren Generationen berücksichtigt und nicht verteufelt werden – auch nicht vor einer Seniorenresidenz! Waren die Damen und Herren selber nie jung? Waren sie da immer nur brav, angepasst und ruhig?!!!

     
  4. 36. Martin Fingerhut

    @ 34. pd :
    ### Die nehmen die Sache dort schon sehr sehr genau. ###
    Das bezweifle ich keinesWegs;
    Lediglich wollte ich darauf hinweisen;
    daß die Gleichnung
    “ StellPlätze  =  1,5 × Wohnungen “
    zu simpel ist.

    Die tatsächlichen Kriterien sind derMaßen verwickelt,
    daß ich höchstens ahnen kann, wie sie gemeint sein sollen.
    Wie es scheint, können sie ergeben,
    daß jemand, der alle normal notwendigen StellPlätze nachweisen kann,
    – quasi zur Belohnung – gar nicht so viele nachzuweisen braucht.

     
  5. 35. Chewgum

    Eigentlich sind Befürchtungen und Widerstand die normale Anfangsphase wie man sie aus Changemanagement-Prozessen in Organisationen kennt.

     
  6. 34. pd

    @32

    Ja, es gibt Abmilderungsfaktoren, Nähe zum öffentlichen Nahverkehr bspw.

    Es ist aber in der Regel nicht so, dass die Verwaltung durchwinkt und man nur 3 Strichmännchen zu Papier bringen muss. Um jeden Stellplatz wird gekämpft, es gibt Rückfragen, Bedenken…

    So zu tun als wenn das Bauamt eine Unzahl von BauvorhaBen passieren lässt ohne Stellplatznachweis zeugt einfach nur von purer Ahnungslosigkeit. Die nehmen die Sache dort schon sehr sehr genau.

     
  7. 33. ???

    @30. Chewgum

    ….deshalb die bewusste Aussage in 26. ….”die Menschen”

     
  8. 32. Martin Fingerhut

    @ 31. pd :
    ### Der aktuelle Schlüssel liegt irgendwo um 1,5 d. h. für ein 10 Familienhaus müssen 15 Stellplätze nachgewiesen werden. ###

    Ganz so einfach ist das nicht.
    Zusätzlich zur StellPlatzSatzung, welche der Rat beschlossen hat,
    gibt es eine  “ RichtLinie zur Ermittlung des Bedarfs an StellPlätzen [ . . . ] „,
    welche der Rat geruhte, lediglichlich zur Kenntnis zu nehmen.
    Durch diese  „RichtLinien“  blicke ich – ehrlich gesagt – nicht durch.

    Darin  “ wird vorgeschlagen “ ,  “ kann ausgegangen werden “ ,  “ sollte angesetzt werden „.
    Nach  “ näherer Betrachtung “  dort definierter FrageStellungen  “ sind Abschläge zulässig “ ..
    AndererSeits wird im KernBereich der InnenStadt mit 10% Besuchern gerechnet,
    sonst überall mit 20%.
    Welche Folgen die Besucher haben sollen,
    kann ich gar nicht entdecken.

    Das einzige, was mir eindeutig zu sein scheint :
    Außer für Senioren ist pro Wohnung 1 StellPlatz für eine fiets Pflicht
    – “ in der Regel überdacht und gesichert “ .

     
  9. 31. pd

    @ 25 Alexander

    “Einerseits werden eine Unzahl von Mehrfamilienhäusern ohne Stellplätze/Garagen genehmigt”

    Völliger Quatsch. Wo denn bitte? Der aktuelle Schlüssel liegt irgendwo um 1,5 d. h. für ein 10 Familienhaus müssen 15 Stellplätze nachgewiesen werden.

    @ 29 Nasenbär
    Es ist (Steuer)geld in Massen vorhanden. Die Staatsquote liegt doch schon irgendwo jenseits der 50% also von jedem Euro landen schon mehr als 50ct in den öffentlichen Kassen und nen Heckenschnitt oder Spielplatz soll dann nicht mehr drin sitzen?!

    So lange wir uns bei einer klitzekleinen staatlichen Bank, 7 und mehr Vorstände leisten, mit Gehältern und Pensionsverpflichtungen die in den hohen 2-stelligen Millionenbereich gehen, so lange kann man vom Normalbürger nicht verlangen für seine (Staats)bediensteten noch tiefer in die Tasche zu greifen!

    Rationalisieren! Und zwar da wo es nur wenigen weh tut, sprich oben. Nicht bei der Putzfrau und auch nicht flächendeckend bei den Geldautomaten um beim Beispiel Sparkasse zu bleiben.

     
  10. 30. Chewgum

    @??? Gute Idee, für alle Beteiligten. Dann wird vielleicht klarer, was so ein Platz wirklich bedeutet.

     
  11. 29. Nasenbär

    @ 27. Benno @24. Alexander

    Sie sprechen USK und Ordnungsamt an, um die Aufgaben zu erledigen müsste dort jeweils genug Personal vorhanden sein. – Ist es aber sicher nicht, denn wir Bürger wollen ja keine höheren Steuern und Abgaben zahlen und die Betriebe nicht mehr Gewerbesteuern also kann nicht signifikant mehr Personal bezahlt werden. Die Dinge hängen miteinander zusammen: Wenn ich viel öffentliche Dienstleistung auf hohem Niveau haben will, dann wird es teuer. Wenn ich das nicht bezahlen will, dann muss ich eben darauf verzichten. – Was natürlich nicht heißt, dass bei den Dingen die gemacht werden können, das Geld zum Fenster raus geschmissen werden soll/kann/darf. Sicher – ich bin da nicht so drin – gibt es auch andere (öffentliche) Bereiche wo das der Fall ist Kitas, Schulen, Polizei, Kultur usw. Nebenbei bemerkt: Der Rat hat sich eben aus Kostengründen gegen einen vierten Dezernenten (für Bildung und Soziales?) entschieden, kann man so machen, ist ein guter Grund, heißt aber auch, dass die anderen mehr arbeiten müssen oder wenn es zu viel wird, die Dinge einfach liegenbleiben oder nicht gemacht werden. “Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass” – das hat noch nie fuktioniert. Vermutlich bringt nur direkte Demokratie was: “Wollen Sie, dass der Mehrgenerationenplatz Backermatt gebaut wird und sind Sie bereit die Mehrkosten für Reinigung, Instandhaltung und öffentliche Sicherheit mit Ihren Steuern und Abgaben zu bezahlen?” Klare Frage und sowas bitte mit Wahlpflicht, damit sich keiner mehr drücken kann und sich hinterher beschwert nichts zu sagen zu haben. (Bevor jetzt hier eine Debatte über Volksabstimmungen über die Todesstrafe losbricht: Das meine ich nicht, ich meine nur diese ganz praktischen Vor-Ort-Fragen, die Wertschätzung der Bürgerinnen und Bürger als wahre Alternative.)

     
  12. 28. Benno

    Schade, dass anscheinend eine in meinen Augen gute Idee direkt so geblockt wird. Es ist ja wie mit dem Ausstieg aus der Atomkraft. Von sehr vielen befürwortet, nur die Windkraftanlage, Biogasanlage etc. bitte nicht in meiner Nachbarschaft…. Es gibt doch schon Mehrgenerationen WG’s. Fremde Menschen unterschiedlichen Alters gründen eine WG. Henning Voscherau, ehemaliger 1. Bürgermeister von Hamburg, ist einer der bekannten WG’ler. Warum also auch nicht einen Mehrgenerationen-Spielplatz? Eine gute Idee auch mit dem Nutzgarten. Dann haben Kinder die Möglichkeit, endlich zu erfahren, wie Bonduelle an das Gemüse kommt, wird Lebenserfahrung ausgetauscht etc. Von den “Alten” lernen, ja das kann man. Sofern Sie natürlich auch bereit sind, Ihr Wissen weiterzugeben.

    Bezüglich der Angst: das Ordnungsamt würde nun öfters die Gegend kontrollieren und rigeros gegen “Hundekotverbrecher”, Ruhestörer in der Mittagszeit und gegen die Karawane des Zwielichts vorgehen. Es gibt für alles eine sinnvolle Lösung.

    Benno

     
  13. 27. Martin Fingerhut

    Trifft der Begriff “Angst” wirklich das, um das es geht ?
    Oder macht “Angst” in fetten Lettern einfach nur mehr her ?
    Haben wir uns zu sehr an das 4LetterPaper gewöhnt ?

    Wäre es nicht reißerisch genug,
    wenn jemand statt “Angst” nur Bedenken oder Sorge hätte ?

    Wurden die Bürger nicht gerade deshalb eingeladen,
    um von ihnen zu erfahren, was sie von den Plänen denken ?
    Was bedacht und wofür gesorgt werden sollte ?

    Wie wäre es, wenn hier Ideen vorgeschlagen würden,
    was auf dem Platz aufgestellt werden könnte ?

    Wenn hier über Strategien diskutuert würde,
    wie angesprochene Probleme gelöst werden könnten ?

    Wenn hier die Gespräche aus der vhs fortgesetzt würden ?

    Wenn hier Teilnehmer von neulich erläuterten,
    – worum es ihnen geht ?
    – wie sie die Veranstaltung in der vhs fanden ?
    – was aus ihr für künftige Veranstaltungen gelernt werden kann ?

    Wenn hier auch Menschen, die neulich nicht in der vhs waren,
    mit in die Diskussion über den Platz einstiegen ?

    Wenn vielleicht sogar Menschen aus der Verwaltung
    gelegentlich z.B. über gesetzliche Beschränkungen und Auflagen informieren würden,
    ehe das brainStorming hier sich vegaloppiert ?

     
  14. 26. ???

    @23. Chewgum

    Vielleicht benötigen die Menschen Zeit, um nachzudenken?

    Vielleicht haben die Menschen noch nicht zu Ende gedacht?

     
  15. 25. Alexander

    Nach dem Platzkonzept Innenstadt Kleve sind für die Maßnahme “Skaterplatz-Backermatt” lt. städtl. Entwicklungsplan 290.000,00 EUR vorgesehen. Davon sind ca. 87.000,00 EUR von der Stadt Kleve zu tragen. Das Konzept umfasst insgesamt 18 Maßnahmen mit einer Investionssumme von 4.216.000,00 EUR. Kleve stemmt davon 1.423.800,00 EUR.

    Die USK Kleve kommen heute schon n i c h t mit den notwendigen Arbeiten nach. Man denke nur an die völlig ungepflegte Koekkoekstege im Herzen der Stadt Kleve. Die Aufzählung kann beliebig fortgeführt werden.

    Wortbeiträge in diesem Blog, die berechtigte Bedenken gegen die Planungen mit dem Begriff “Angst” diffamieren sind völlig d a n e b e n.

    Für Freizeitgestaltung und Wohnumfgeldverbesserung ist Geld vorhanden und für die Sicherheit auf Gehwegen nicht? Zumal die Erstellung eines Gehwegs von den Anliegern, zumindest teilweise zu tragen ist.

    Die Ausgewogenheit im Handeln stimmt nicht.

    Einerseits werden eine Unzahl von Mehrfamilienhäusern ohne Stellplätze/Garagen genehmigt, Kfz-Werkstätten in Wohngebieten, Pflegedienstzentralen mit 10-12- Kfz, genehmigt, plus der Kfz der jeweils Beschäftigten, und andererseits wundert man sich dann, dass Probleme mit dem Verkehr und parkenden Kfz enstehen.

    Zurück zum Skaterplatz.
    Grundsätzlich sind die vorgestellten Planungen positiv zu sehen. M. E. waren die Pläne der verschiedenen Varianten etwas überfrachtet.
    Die auf der Stirnseite angedachte treppenförmige Tribüne, ähnlich der Welle in Goch, mit davor liegender Freifläche evtl. für Boule und/oder einem Schachfeld, einfach gut.
    Stadtgärtnern im hinteren Teil des Platzes mit Hochbeeten finde ich auf Grund des großen Wasserbedarfs im Sommer sehr problematisch. Das Hochbeete unterschiedliche Bodenschichten und stabile Konstruktionen (nicht aus Holz, Fäulnis- und Schimmelgefahr) benötigen und daher eine größerer finanzieller Aufwand betrieben werden muß, ist bekannt.
    Bänke und Betätigungsgeräte unterschiedlicher Bedürfnisse auf dem hinteren Teil des Skaterplatzes vervollständigen die Gesamtheit.

    Sicherheit:
    Der umgestaltete Skaterplatz sollte nicht mit zu hohem Bewuchs abgeschirmt werden. Der Zugang aus Richtung Rahmstraße ist ein Knackpunkt zu dem ich momentan keinen Lösungsvorschlag habe. Nach Aufhebung der Einbahnstraßenregelung wird wieder eine größere Verkehrsbelastung eintreten. Das Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Überquerung der Rahmstraße gefährdet sind ist unstrittig.

    .

     
  16. 24. Chewgum

    @??? Was schlagen Sie vor für den Umgang mit den Leuten, die oben im Beitrag beschrieben werden?

     
  17. 23. ???

    In anderen Städten der Welt ist die Zeit nach Kriegen und Not nicht stehen geblieben.

    Andere Städte wurden im Krieg auch dem Erdboden gleichgemacht……….die Menschen sind auch unter anderen Bedingungen aufgewachsen und sind vielleicht gerade deshalb weltoffen und neugierig auf alles Neue und auf andere Menschen.

    Die Menschen in Kleve hatten, nach dem fürchterlichen Krieg, die Stadt neu aufgebaut und haben gelebt und gelacht…..es gab Diskotheken in Kleve, auch Alkoholkonsum usw.

    Nur, die Menschen haben sich nicht vor dem Fernseher verkrochen…….sie sind vor die Tür gegangen.

     
  18. 22. Chewgum

    Selber gehöre ich zur Babyboomer-Generation. Die Generation meiner Eltern, Großeltern und auch die Nachkriegsgenerationen sind unter anderen Bedingungen aufgewachsen. Das kann man nicht vergleichen mit den Möglichkeiten der Babyboomer und nachfolgenden Generationen. Menschen haben nicht einfach Ängste etc., sind nicht so flexibel, weil sie es so toll finden und anderen auf die Nerven gehen wollen. Vieles hängt mit Lebenserfahrungen zusammen, anderes mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten. “Offenheit für Neues” ist eine der großen Persönlichkeitseigenschaften, der Big Five in der Psychologie. Diese Eigenschaft ist bei jedem Menschen anders ausgeprägt.

    Hier kann, wer will, mal testen, wie es bei einem selber damit aussieht: https://www.123test.de/das-personlichkeitsmodell-der-big-five/

     
  19. 21. Chewgum

    Wer entscheidet, wie viele Befürchtungen jemand haben darf? Wer entscheidet, wie flexibel, neugierig, offen, tolerant jemand sein muss? Wer entscheidet, wie jemand sein muss?

    Wenn Leute Angst haben vor Veränderungen, weil sie negative Auswirkungen auf sich zukommen sehen, muss man sie genau dort abholen. Akzeptieren, dass sie diese Befürchtungen haben. Aufzeigen, dass sie ggf. unbegründet sind und vielleicht auch einsehen, dass manche auch berechtigt sein könnten. Aushalten, dass die Leute am Ende immer noch nicht so sind wie man sie gerne hätte. Weil sie andere Persönlichkeiten mit anderen Lebenserfahrungen, mit unterschiedlichen Bedürfnissen sind. Da fängt Miteinander an.

    Dann gibt es am Ende vielleicht auch einen Basketballkorb.

    P.S.: Ich habe den Eindruck, dass ältere Menschen mit ihren Bedürfnissen immer schnell den Schwarzen Peter in der Hand haben.

     
  20. 20. Alter Ziegenbock

    Empört Euch! Ein Aufruf, den ich hier im Blog nur wiederholt an die jungen Menschen in dieser Stadt richten kann.

    Aber gut, mit den Jugendorganisationen der Parteien, um nur eine jugendliche Gruppe zu benennen, ist es längst wie mit den Gewerkschaften. Sie werden den Mindestanforderungen längst nicht mehr gerecht und laufen nur noch mit.

    Wer Basketball spielt, macht Lärm. Wer die Türen der PKW laut schließt etc., der produziert Sound. Dummerweise fehlt, Herr Daute, den neueren Batteriekarren der Sound, weshalb er selbstverständlich künstlich erzeugt wird. An der Stelle wird deutlich das wir noch sehr weit von der “digitalen Transformation”, ich will auch mal kurz mit dieser dämlichen Bezeichnung “ätzen”, entfernt sind. Nennenswerte Veränderung findet doch gar nicht statt. Schon mein Urgroßvater hat den Hype “digitale Transformation” miterlebt. Damals schenkte er mir eine Casio Uhr, so eine ganz ohne Zeiger. Die alte Timex, ich Idiot, tauschte ich wenig später gegen eine Schachtel Zigaretten – war auch Hype.

    Welche Entwicklung kann also auf dem langweiligen Platz stattfinden? Mit Spiel- und Sportgerät, das noch wenige Straßenecken Pekings belustigt an denen jener Kram noch nicht abmontiert wurde? Das klingt nicht nach einem guten Plan. Ich behaupte, dass es auch nie ein guter Plan sein wird, denn unsere alternde Jugend ist aus Zucker.

    Vielleicht, mein Vorschlag an Max Knippert, findet einfach ein Umdenken statt. Vielleicht setzt man besser auf die Demokratie, und die kann nie alleine für relativ wenige Bürger an einem relativ kleinen Platz stehen. Die wenigen Betroffenen alias oftmals Uneinsichtigen einzubinden, hält wirklich nur auf. Man kennt das zum Beispiel in Utrecht.

    Utrecht wurde massiv erneuert. Mehr Raum für Fahrräder, weniger Wege für PKWs und gewaltig viele Anwohner bzw. Hausbesitzer, die natürlich erst dann klagten, wenn der Bagger vor die eigene Haustüre rollte. Dann war der mit Pflastersteinen ausgestattete Weg, den sie zuvor über Jahre beklagt hatten weil man doch so schlecht darauf laufen oder mit dem Rollator – dieser Weg wurde dann heilig gesprochen. Und? Wen sollte das offenbar dämliche Verhalten mancher Leute denn noch aufhalten? Warum hält man sich in Kleve, im Land und Bund ständig mit dem Offensichtlichen, dem GEGEN ALLES VOR DER EIGENEN HAUSTÜRE, auf? So wird eine Stadt nicht “liebenswerter”.

    In Utrecht lieben die Bürger ihre Stadt wieder. Mit den Fahrrädern kam mehr Flexibilität, mehr Kommunikation, viel mehr Einzelhandel und mehr Sauberkeit in die Stadt. In Kleve aber liebt man den Sound, geht anderen Menschen lieber aus dem Weg und wünscht sich irgendwie 20 Parkplätze vor jedes Geschäft damit man mit Sicherheit schnell bzw. hektisch einkaufen kann. Was dabei schon alles verloren gegangen ist, bemerken viele Klever gar nicht mehr. Der Ersatz ist gefunden, heisst Sissi, Bello, Benny oder Strolch. Manche finden Autowaschanlagen auch sehr schön.

    Freiheit heißt im geschlossen Raum mit Klimaanlage den nervigen Sound durch Schlagermusik zu ersetzen und dabei, wer cool ist wählt aber Mozart, über die Land-, Bundes- und Autobahnen zu rasen. Hauptsache es erwischt nicht den eigenen Köter oder die eigene Katze. Hase, egal! Andere Menschen, eigentlich auch egal, wenn es nicht in den Knast führen würde, Reh, oh je, das schöne Auto, aber wenigstens so mancher Baum belächelt die Raser?!

    Empört Euch! Nehmt dem Egoismus die Luft, denn er nimmt euch längst, oder seit ihr es selbst, die saubere Luft.

    So, nun übergebe ich an die im Blog grasende Kuh. Soll die sich doch weiter aufregen – bis die Milch sauer wird.

     
  21. 19. rd

    http://m.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/spielplatz-fuer-kleine-und-grosse-buerger-aid-1.7169274

     
  22. 18. rd

    @Chewgum Die Möglichkeit, Basketball zu spielen, ist womöglich für mich persönlich nicht mehr entscheidend. Wichtiger wäre, welche Aussage dahinter steht: Wir wollen an dieser Stelle junge Menschen sich austoben lassen. Auf der anderen Seite ist die „Angst“. Mit Angst beraubt man sich der Möglichkeit, sein eigenes Leben zu gestalten. Man ist immer geduckt, sucht Schuldige und fängt am Ende an, Kennzeichen von Falschparkern zu notieren. Kürzlich habe ich hier einen Beitrag über die versteinerten Vorgärten veröffentlicht. Ist im Grunde – psychologisch – dasselbe: Das, was ist, soll unverändert bleiben, wachsen, sich entwickeln, sich verändern soll sich gar nicht mehr. Stört nur.

     
  23. 17. Max Knippert

    @Chewgum

    Du schreibst sehr verständnisvoll, und eine Stadt besteht in der Tat aus unterschiedlichsten Bedürfnissen und Interessen – aber machmal sollte man auch offen ansprechen, wenn Leute über die Strenge schlagen. Wenn einige wenige Ältere über Sorgen und Angst, da hat Ralf völlig recht, sprechen und den Rest einer Stadt vergessen – ist das egozentrisch und nicht akzeptabel. Ich wünsche mir in der Römerstrasse auch Meeresblick, aber alles geht nun mal nicht. Aber ich möchte auch der Stadtverwaltung einen ernst gemeinten Rat für die nächste Veranstaltung dieser Art geben. Versucht bitte aktiv einen Bevölkerungsquerschnitt an einen Tisch zu bekommen.

    Wenn eine Gruppe Jugendlicher sowie junger Erwachsener anwesend gewesen wären, hätten diese vermutlich zurecht angemerkt, das nicht jeder Biertrinkende 20iger ein Junkie ist. Und wenn dann jemand in die Büsche pinkelt ist das auch noch keine Menschenrechtsverletzung. Und sie hätten eben auch städtischen Raum für Junge angemannt und eingefordert.

    Wo soll man denn in Kleve hin, wenn man zwischen 15 und 25 ist und nicht die Taschen voller Geld hat?

    Aber im Grunde hast du recht. Es geht um Miteinander und wenn das nicht geht, dann eben um ein Nebeneinander. Aber das war leider nicht Thema dieses Nachmittags.

     
  24. 16. H.Matthias

    Als allererstes möchte ich hier mal ein großes Lob an die Damen und Herren der Stadt Kleve aussprechen, die sich mit der Planung der Modelle für den Mehrgenerationenplatz sehr viel Mühe gemacht hatten.
    Leider wurde, die nach der Präsentation angeregte Diskussion von einigen Teilnehmern dazu missbraucht, um irgendwelch Verkehrs-, Park- und Verschmutzungsprobleme als Contraargumente aufzuführen.
    Auch wurden irgendwelche Ängste vor Vandalismuss und Drogenkonsum zu Bedenken gegeben.
    Dabei ging es an diesem Abend doch eigentlich, um die Möglichkeit einen kleinen Platz dieser erwachenden Stadt mit Leben zufüllen. Denn dafür sind Städte eigentlich da „zum Leben“ und nicht nur als Abstellplatz für Pkw.
    Es bleibt zuhoffen, dass die vielen guten Ideen und Anregungen, die es ja auch gab in die weitere Planung mit einfliessen werden und das es so zu einem wirklich schönen Mehrgenerationenplatz mit viel „Leben“kommt.

     
  25. 15. Chewgum

    @rd Die Leute hatten Einwände und Befürchtungen, von mir aus nenn es Angst – und was ist daran so schlimm? Wird es erst durch die Bewertung. Die Angst der „Wohlstandsbürger“, die sich mal lieber vorstellen sollen, sie wären Flüchtlinge. Da braucht natürlich niemand mehr was gegen irgendwas zu haben. K.o.-Argument.
    Angst ist eine subjektive Sache und hat etwas damit zu tun, ob Menschen ihre subjektiven Grenzen gefährdet sehen. Wo diese Grenzen liegen, hat mit vielen Dingen zu tun.
    Bist du denn auf ein Basketballfeld vor deiner Wohnung/Haus angewiesen? Also, auf einem Flüchtlingsboot wäre dafür auch kein Platz mehr 😉

     
  26. 14. rd

    … und hier die offizielle Pressemitteilung der Stadt Kleve zur Veranstaltung:

    Ein Platz, der Generationen verbinden soll
    Kleve. Bürgermeisterin Sonja Northing sprach von einem „Ort mit Aufenthaltsqualität und Begegnung“, der Technische Beigeordnete Jürgen Rauer von einem „spannenden Platz in Kleve“. Bei der Informationsveranstaltung zur Umgestaltung des ehemaligen Skaterplatzes an der Straße Backermatt zu einem Mehrgenerationenplatz machten beide deutlich, wie wichtig das zentral gelegene Areal für die Stadt Kleve ist. Anschließend präsentierten Hannah Janßen und Ines Lehbrink vom Fachbereich Planen und Bauen den Anwohnern und interessierten Bürgern in den Räumen der benachbarten Volkshochschule zwei Planungsalternativen, die sie entwickelt haben. In Workshops konnten die Teilnehmer Ideen und Anregungen diskutieren, die anschließend dem Plenum vorgestellt wurden. Die Maßnahme wird im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt Kleve gefördert.
    Beide Varianten der Planung sehen im nördlichen Bereich des Platzes, unterhalb der Arntzstraße, eine Art Amphitheater vor, dessen Stufen in den vorhandenen Hang eingebettet werden. Eine Multifunktionsfläche für Sport, Spiel und Veranstaltungen sowie eine Bühne runden den Bereich ab. „Wir planen zudem Ruhebereiche mit Sitzmöbeln, die auch Menschen gerecht werden, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind“, führt Hannah Janßen aus. „Zudem könnten wir uns einen Picknickplatz und in den Hang integrierte Liegemöglichkeiten vorstellen.“

    Spiel- und Fitnessgeräte für Jung und Alt

    Ein Ziel der Stadt Kleve ist es zudem, möglichst viele vorhandene Grünstrukturen zu erhalten. „Dennoch möchten wir weitere Bereiche schaffen – beispielsweise einen Gemeinschaftsgarten, in dem Nutzpflanzen angebaut werden können“, so Janßen, die gleichzeitig zu bedenken gibt, dass es hierfür einer regelmäßigen Pflege über Patenschaften bedarf. Auf dem südlichen Teil des Areals sollen nach den Vorstellungen der Stadt Kleve zudem Spiel- und Fitnessgeräte für Jung und Alt nstalliert werden. Die Ideen reichen von Trampolin und Tischtennisplatte über Kicker und Kletterwand bis hin zu Schachspiel und Schultertrainer.
    Dass viele dieser Anregungen auf Zustimmung der Anwohner und Klever Bürger stoßen, zeigte sich in den anschließenden Workshops. In kleinen Gruppen diskutierten sie die vorgestellten Planungen, die größtenteils positiv aufgenommen wurden. Insbesondere vom Amphitheater waren viele Teilnehmer begeistert. Als Ergänzungen wurden eine öffentliche Toilette, ein Basketballkorb, Insektenhotels und Vogelkästen vorgeschlagen. Einige Teilnehmer sahen die Planungen kritisch. Sie würden sich an dieser Stelle einen Parkplatz für Anwohner wünschen.
    Planungsprozess nicht abgeschlossen
    Hannah Janßen machte zum Schluss deutlich, dass der Planungsprozess auch jetzt noch nicht abgeschlossen ist: „Wer Ideen oder Kritik äußern möchte, kann sich gerne an uns wenden. Parallel werden wir die Anregungen aus der Informationsveranstaltung bereits in unsere Planungen integrieren.“ Danach werden die politischen Gremien über die geänderten Planungen informiert und der Förderantrag für die Maßnahme gestellt. Die Umsetzung der Maßnahme ist für das Jahr 2019 anvisiert.
    Die vorgestellten Planungen können auf der Seite http://www.innenstadt-kleve.de eingesehen werden.
    Kontaktdaten für Ideen und Anregungen zu den Planungen:
    Hannah Janßen
    Tel.: 02821/84 268
    Mail: Hannah.Janssen@kleve.de
    Ines Lehbrink
    Tel.: 02821/84 342
    Mail: Ines.Lehbrink@kleve.de

     
  27. 13. rd

    @Chewgum Aber es war doch die Angst, die da zum Ausdruck kam! Vielleicht täte es Wohlstandsbürgern, die vor lauter Angst vor Veränderung nicht mehr ruhig schlafen können, ganz gut, einmal mit einem Flüchtling, der nachts mit 250 anderen Menschen auf einem Schlauchboot zusammengepfercht das Mittelmeer überquert hat, über das Thema Angst zu sprechen.

     
  28. 12. Chewgum

    Also, erstmal finde ich es wenig konstruktiv, hauptsächlich von Angst zu sprechen, wenn Menschen etwas nicht gut finden, mit der Absicht, das auf diese Weise als unverständlich und nicht nachvollziehbar hinzustellen. Angst bekommt damit eine negative Konnotation, die diesem Gefühl nicht gerecht wird. Vielleicht wäre es besser, von unterschiedlichen Bedürfnislagen zu sprechen. Im Grunde hat jeder Mensch etwas andere Grundbedürfnisse, was das alltägliche Leben angeht. Und wenn jemand glaubt, diesen würde nicht gerecht durch die Stadtplanung oder andere könnten darüber hinweggehen und sich ihren Bedürfnissen entsprechend durchsetzen, können Missstimmungen und Befürchtungen auftreten. Ein völlig normaler Vorgang.
    Ältere Menschen haben auch andere Bedürfnisse als jüngere. Mein Neffe wohnt mit seiner Freundin in Nütterden in einem Mehrparteienhaus, das der Eigentümer eher für jüngere Menschen gebaut hat. Die Nachbarn sind auch alle unter 30, es wird zusammen gekocht und gefeiert. Daneben hat er eins eher für ältere Leute gebaut, die sich da auch sehr wohl fühlen. Beides sehr angenehme Häuser. Anliegen war, unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Alle sind super zufrieden.

    Damit will ich nicht sagen, dass das die Lösung aller Probleme ist. Aber es veranschaulicht meiner Meinung nach, dass alle Bedürfnissen als gleichberechtigt behandelt wurden. Wenn man Menschen ihre Befürchtungen nehmen will, dass ihre Bedürfnisse zu kurz kommen, muss man sie erstmal akzeptieren. Von beiden Seiten her. Wie die Lösung dann aussieht, ist eine andere Sache.

     
  29. 11. Klaus

    @4. schnurz
    Korrekt, deswegen auch mein Vorschlag einer “Anwohner-Parkgarage” in Verbindung mit einer deutlichen, entsprechend hohen, Reduzierung von Parkplätzen auf den umliegenden Straßen. Das wäre dann keine öffentliche Parkgarage, die bewirtschaftet werden muss, sondern ein reiner Ersatz von entfallenen Parkplätzen auf der Staße. Zufahrt natürlich nur mit Anwohner-Parkausweis.
    Damit wäre vielleicht auch das Problem der Dauerparker vor “El Greco” gelöst. Wenn man sich manche Autos dort anschaut, hat man den Eindruck, dass es sich um die Dauer-Stellplätze eines Online-Autohändlers handelt. So kann öffentlicher Parkraum zum Nachteil der Anwohner auch mißbraucht werden.

     
  30. 10. Husky

    @7

    Erinnert dann Fatal an die Sanierung des Kanals in der Spyckstraße .. oh nein die Parkplätze!

     
  31. 9. ???

    @7. Verwundert

    ich denke, selbst die Tagesschau wäre noch zu aufregend, wenn man sich den ganzen Tag nicht mit der Umwelt vor der Haustür beschäftigt.

    Ich selber geniesse es sehr, dass so viele junge Menschen aus allen Teilen der Welt nach Kleve gekommen sind, um ausgerechnet hier, ihr Wissen zu erweitern!

    Es ist bereichernd, erfrischend und man kann den eigenen Horizont auf den aktuellen Stand bringen und über den Tellerrand blicken. Das sollte man einfach nutzen….

     
  32. 8. Max Knippert

    Ralf Guter Artikel.

    Zum alten Skaterplatz mache ich mir schon länger Gedanken, hätte aber nicht gedacht, das es zu diesen Reaktionen kommen würde.

    Die Ängste und Bedenken kommen von Menschen, die vermutlich die letzten Kriegsjahre miterlebt haben. Ein Land in Schutt und Asche und heute haben sie Angst vor Basketbällen, biertrinkenden Jugendlichen oder fragwürdigen Gestalten… Warum lassen sich einige (ältere) Menschen die Lebensfreude durch diffuse Zukunftsängste nehmen? Es scheint fast so, als litten alte Menschen unter einer ständigen sozial Phobie. Angst vor Jerome Boateng als Nachbar oder eine Wohngemeinschaften von Studenten die bis mittags schlafen oder knoblauchessenden AndersDenkenden.

    Aber drehen wir den Spie einmal rum. Will man neben alten Menschen leben, die den ganzen Tag rum jammern und nur über Parkplätze und Hundescheisse quatschen?

    Übrigens hört doch bitte auf, auch hier im blog, über Parkplätze zu reden. Dieses scheinbare glücksversprechende Allheilmittel ist nichts anderes als Ideenlosigkeit!

    Wenn am Bakkermatt ein Basketballkorb stünde sowie Rosensträucher und Kräuter, Schmetterlinge umherflögen und Senioren Kindern niederrheinische Obst und Gemüsesorten näher brächten und wirklich Interessantes von früher erzählen würden – wären Bierdosen vom Vorabend kein Problem.

    Irgendwann, früher oder später sind wir alle alt, und wenn ich dann nur über Parkplätze und Hundescheisse spreche, kann man mich im Spoykanal ertränken.

     
  33. 7. Verwundert

    http://kommunalwiki.boell.de/index.php/Sankt-Florian-Prinzip

    So sind die Hudekot/Lärm/Basketballkorb/Zwielichtsgestalten – Hasser am Niederrhein nunmal. Kleve droht eh der demografische Kollaps. Vll. wird es ja in Zukunft “Rentnerstadt Kleve” heißen. Der Slogan könnte lauten : Hier werden die ruheliebenden in Ruhe gelassen bis zum Erlangen der ewigen Ruhe…..

    Ach ja.. vll. sollte man die Bürgersteige altenkonform schon um 20:15 nach der Tagesschau hochklappen und nicht erst nach dem Tatort. Dieser schürt ja wieder weitere Ängste von nicht unerheblichen Außmaß.

     
  34. 6. otto

    Für eventuellen Kinderlärm empfehle ich Ohropax, preiswert und wirkungsvoll. Nur, sollte eingebrochen werden
    und der Täumende merkt nichts, ja was dann, also schon wieder Angst.

     
  35. 5. ???

    Nein, die Einstellung mancher Menschen in Kleve, hat nichts mit “Angst” zu tun.

    Es ist einfach die negative Grundstimmung………Hauptsache erstmal “gegen alles”.

    Auch prinzipiell gegen neutrale Meinungen von Menschen, die man nicht kennt………eben weil man diese Menschen und ihre Einstellungen nicht kennt……… gut, jeder Mensch in Deutschland hat zu unserem Glück das Recht auf Meinungsfreiheit………und manche Menschen in Kleve haben eben eine negative Neigung, vielleicht liegt es am Klima?

     
  36. 4. schnurz

    @1 Klaus
    Hundert Meter neben dem Platz Backermatt gibt es doch bereits eine Tiefgarage, 6 Etagen tief und meines Wissens nie ausgelastet!

     
  37. 3. Husky

    Ja die “Angst”

    Die Angst vor allem fremden, jeder Änderung, anderen Hautfarben, anderen Lebenseinstellungen, anderen Religionen, vor kleinen Leuten, vor großen Leuten, vor Leuten mit Glatze, vor Leuten mit langen Haaren. Vor Hunden, Katzen, Mäusen, Füchsen, Wildschweinen etc…

    So kam auch eine Partei wie die AfD in den Bundestag, mit abstrakter Angst stimmen fangen …

     
  38. 2. Klaus

    Die Anmerkungen über Mißstände in naheliegenden Straßen sind sicher berechtigt, haben aber mit diesem Platz nichts zu tun. Den Anwohnern sollte deutlich gemacht werden, dass der Platz bebaut wird, wenn dort keine nachbarschaftliche Verwendung gefunden werden kann.

    Vielleicht ein dreigeschossiges “Anwohner-Parkhaus”. Der Platz hat ca. 1.200qm. Bei drei Parkdecks könnten dort ca. 120-140 Stellplätze geschaffen werden. Baukosten ca. 5.000,- € je Stellplatz. Bei Mietkosten von zB 20,- € im Monat je Stellplatz und einer 90%-Auslastung würde die Stadt dort, im Gegensatz zu einem Mehrgenerationenplatz, einen netten Betrag im Jahr einnehmen.

    In der Konsequenz müßte natürlich der Parkraum auf den umliegenden Straßen deutlich eingeschränkt werden. Mal schauen wie schnell die Anwohner auf einmal kooperativ werden.

    Ist natürlich doof Angst mit Angst vor etwas anderem zu bekämpfen, aber ich bin ja auch kein Psychologe.

     
  39. 1. ???

    In Kleve wird immer nur „geplant“……….und dann Jahre später?

    Welche Förderungsmittel gibt es diesmal?