Geheimnisvolle Morgenstunde

rd | 29. September 2015, 09:03 | 8 Kommentare
Sanftes weißes Band… (Am Deich fotografiert von: Klaus Viethen)

Sanftes weißes Band… (Am Deich fotografiert von: Klaus Viethen)

Geheimnisvolle Morgenstunde

Sanfter Nebel umschließt mit seiner gütigen Hand
Die stille Einsamkeit vom flachen, erwachenden Land…
Drei alte Sträucherbäume flüstern verbrüdert in der morgendlichen Jungfräulichkeit,

Und schwache Schattenbilder spiegeln sich wie ein Engelstraum!
Oh, du mattes, müdes Abbild scheidender Nachtzeit!
Oh, du ewige Träne der Unsterblichkeit in magischem Raum!

Ein gelblich-ockerner Himmel schlimmert in den süß-sanften Waben des jungen Seins;
Doch Schlaf hält die Seelen noch in der ewigen Kindheit des Sternweins,
Bis perlet ein xylophonisches Piano durch die kargen Felder des Rheinwiesengartens.

Oh, ihr endlichen Seelen, ihr harret in den Deichgärten des unendlichen Wartens,
Bis selig ihr strömet im Quell der werdenden Welt!
Oh, lauschet, hoffet: grüne, füllige Blüte nahet bald…bald… bald…

(Autor: Wolfgang Look)

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8 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 8. Müller-Intveen

    @Klaus Viethen
    Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: das Foto finde ich sehr schön!

     
  2. 7. Müller-Intveen

    @4 laloba
    …das Gedicht aber noch viel mehr!!!! au!

     
  3. 6. laloba

    @5 … wow 🙂

     
  4. 5. wolfgang Look

    Geheimnisvolle Morgenstunde

    Sanfter Nebel umschließt mit seiner gütigen Hand
    Die stille Einsamkeit vom flachen, erwachenden Land…
    Drei alte Sträucherbäume flüstern verbrüdert in der morgendlichen Jungfräulichkeit,

    Und schwache Schattenbilder spiegeln sich wie ein Engelstraum!
    Oh, du mattes, müdes Abbild scheidender Nachtzeit!
    Oh, du ewige Träne der Unsterblichkeit in magischem Raum!

    Ein gelblich-ockerner Himmel schlimmert in den süß-sanften Waben des jungen Seins;
    Doch Schlaf hält die Seelen noch in der ewigen Kindheit des Sternweins,
    Bis perlet ein xylophonisches Piano durch die kargen Felder des Rheinwiesengartens.

    Oh, ihr endlichen Seelen, ihr harret in den Deichgärten des unendlichen Wartens,
    Bis selig ihr strömet im Quell der werdenden Welt!
    Oh, lauschet, hoffet: grüne, füllige Blüte nahet bald…bald… bald…

     
  5. 4. laloba

    … der Niederrhein wird ja gerne unterschätzt (was auch irgendwie gut ist) … aber hier ist seine unspektakuläre Schönheit erfasst … eine Seelenlandschaft

     
  6. 3. laloba

    … das Foto treibt einem geradezu Tränen in die Augen … große Gefühle auf kleveblog 😉

     
  7. 2. otto

    @ 1 G.H,

    ………..und dann kommt noch das Heimweh hinzu!

     
  8. 1. Günter Hoffmann

    So oder so ähnlich versuchte ich in der Fremde die Schönheit meiner Heimat zu erklären, leichte Melancholie von Schönheit übertroffen……tolles Foto.