Gegenwind in Düsseldorf

rd | 14. Juni 2016, 11:37 | 6 Kommentare

Im Rahmen der Beratungen zum neuen Regionalplan Düsseldorf, der im kommenden Jahr in Kraft treten soll, tagt am Donnerstag, 16. Juni, der Planungsausschuss des Regierungsbezirks. Die zweite Fassung des Entwurfes weist Flächen mit einem Umfang von rund 560 Hektar für die Ansiedlung von Windkraftindustrie im Reichswald aus. Daher nimmt eine Abordnung der Bürgerinitiative „Gegenwind im Reichswald e.V.“ an der öffentlichen Sitzung teil. Die Initiative hat Gelegenheit, in einem Kurzvortrag ihre Bedenken gegen die im Reichswald vorgesehenen Windenergiebereiche darzustellen.

Alle Bürger, die sich ebenfalls für den Erhalt des Reichswalds und eine gesicherte Trinkwasserversorgung engagieren möchten, sind aufgerufen, durch ihre Teilnahme diese Ziele ebenfalls zu bekräftigen. Ort: Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf, Plenarsaal der Bezirksregierung. Beginn: 10.00 Uhr. Es empfiehlt sich, eine halbe Stunde früher vor Ort zu sein. Selbiges gilt für die ebenfalls öffentliche Sitzung des Regionalrates am 23. Juni. Für diesen Tag wird der Beschluss der zweiten Offenlage des Entwurfes erwartet wird. (Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Gegenwind im Reichswald e.V.)



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  1. 6. laloba

    @5 Nur damit kein Missverständnis aufkommt: Die Windräder, die da abgebrochen und verkauft werden, sind nicht zu vergleichen mit den industriellen Windkraftanlagen, die im Reichswald geplant sind.

    Die Anlagen, die nach Meinung immer weniger Leute im Reichswald stehen sollen, werden allein durch die Fundamentlegung irreversible Schäden hervorrufen.

    Wie solche Anlagen montiert werden und wie die Fundamentlegung bewerkstelligt wird, kann man sich hier angucken http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=16222

     
  2. 5. jean baptiste

    ineressante Meldungen aus den Niederlanden.
    WKA werden nach Auslaufen der Sperrfrist , sprich Subventionsfrist , in grosser Anzahl demontiert und zum halben Neupreis ins Ausland verkauft.
    http://www.trouw.nl/tr/nl/4492/Nederland/article/detail/4366779/2016/08/30/Windmolens-afgebroken-en-verkocht.dhtml
    http://windenergiecourant.nl/onshore/oude-windmolens-wieringerwerf-krijgen-tweede-leven-in-polen/

    Anschliessend werden unter neuer Förderung wieder neue Anlage beantragt und gebaut.

    Da läuft doch was entschieden schief und wird das Steuergeld des Konsumenten sinnlos verschleudert.

     
  3. 4. Thomas Velten

    @2 Es werden im Reichswald keine Volkswindräder gebaut. Die finanziellen Dimensionen der 12 Windkraftanlagen sind nur noch von großen Konzernen oder Fonds zu stemmen.

    Im übrigen: Warum baut man Windkraftanlagen nicht in den Mondlandschaften des Braunkohletagebaus? Muss man stattdessen Natur und wertvolle Erholunhsgebiete zerstören??

     
  4. 3. laloba

    @2 Auf der Website http://www.gegenwindreichswald.eu/ können Sie sich über die Argumente derjenigen informieren, die keine industriellen Windkraftanlagen im Reichswald möchten.

    Die Initiative um Hubert Zillig und Jeroen Boot besteht übrigens aus besonnenen Leuten, die Windkraft nicht grundsätzlich ablehnen, somit auch nicht als Windkraftgegner bezeichnet werden können.

    Die Medien, u.a. die RP, berichten über den Fortgang der Dinge, der einen geregelten Ablauf hat. Der Stand der Dinge kann auf der o.g. Website verfolgt werden.

    Es scheint ein Phänomen dieser Zeit zu sein, dass wenn der Standpunkt der anderen Seite oder eine Berichterstattung nicht gefällt, davon zu sprechen, dass irgendjemand gegen jemanden hetzt oder jemanden aufhetzt („aufeinander gehetzte Bevölkerung“).

     
  5. 2. Stanta Maria

    Der Windkraft gehört ein großer Teil der Zukunft, was die Energieversorgung anbelangt. Was wir momentan sehen, ist ein Verteilungskampf, ein breit von Politik und Medien unterstützter Versuch, es den auf falsche Geschäftsmodelle festsitzenden Konzernen irgendwie zu ermöglichen, wieder ins längst verlorene Rennen zu kommen.

    Die Windkraft im Wald, oder ausgerechnet dort am Reichswald, wird ohnehin kommen, spätestens in vl. 10 Jahren, weil sich bis dort hin z.B. keine Braunkohleverstromung mehr rechnet. Dann allerdings werden diese Windkratanlagen von den RWE oder einem anderen, der Politik sehr nahe stehenden Konzern (welcher ist das nicht?) errichtet, unterstützt plötzlich mit den Fanfaren der Rheinischen Post und so manch besorgten Politiker, der sich heute als Schützer eines Waldes vorgibt.

    Es gibt keine Alternative, sondern nur die Frage, wer die lukrative Energieversorgung kontrolliert, wir, demokratisch hier vor Ort, oder ist es irgend ein anonymer Konzern, der die Politik, Medien und letztendlich die öffentliche Meinung in ihrem Interesse bisher geschickt zu lenken weiß?

    Meine Bitte an alle engagierten Windkraftgegner: Versucht einmal einen Meter Abstand vom Reichswald zu gewinnen und bedenkt, dass euer lobenswertes Engagement in so mancher Konzern- und willfähringen Parteizentrale wohlwollend verfolgt wird. Wie man die von RP & Co. unnötig gespaltene und aufeinander gehetzte Bevölkerung wieder zusammen bringt, kümmert dort niemanden. Hauptsache, die Bürger kommen nicht auf die Idee, etwas selbst in die Hand zu nehmen.

     
  6. 1. Josef Johann

    Nach neuerer Gesetzeslage wird Windkraft erheblich an Wirtschaftskraft verlieren. Darum eiert Frau Hendricks in ihren Aussagen auch herum. Herr Franken im Rat Kranenburg hat sich in der entsprechenden Sitzung, trotz fehlenden Sachverstandes, weit aus dem Fenster gelehnt. Es fehlen eigentlich Einsätze sach- und fachkundiger Politiker von CDU, SPD und FDP, die für den Reichswald sprechen. Deren Kollegen sind doch im Regionalrat vertreten und müssten mobilisiert werden. Aber was hiesige Politiker im Land zu sagen haben, hat Herr Bergmann bei der Vorstandswahl erfahren. Die Hippeländer sind nicht angesehen und erreichen für uns nichts. Ich bin gespannt, wie das fortgesetzt wird.