EZB-Zinspolitik beflügelt Klever Schulpläne! CDU plädiert für zügigen Neubau des Konrad-Adenauer-Gymnasiums an der Riswicker Straße

rd | 16. Dezember 2016, 13:37 | 5 Kommentare
Kann sich noch jemand daran erinnern? Die Anfänge des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ca. 1969/70 in Pavillons (Foto: Website KAG/Frau Klett)

Kann sich noch jemand daran erinnern? Die Anfänge des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ca. 1969/70 in Pavillons (Foto: Website KAG/Frau Klett)

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt sich bis in die bildungsnahen Landschaften des Niederrheins aus: Die CDU-Ratsfraktion im Klever Stadtrat hat jetzt den Antrag gestellt, das Konrad-Adenauer-Gymnasium „wegen der augenblicklich günstigen Zinsen“ an der Riswicker Straße neuzubauen. Und zwar, für Klever Verhältnisse, ruckzuck! In vier Jahren soll die Fertigstellung erfolgt sein. Gut möglich also, dass der Direktor eher sein Amtszimmer bezieht als die Bürgermeisterin – Zwinkersmiley! Der bsiherige Standort des Adenauer-Gymnasiums am Köstersweg soll aufgegeben werden, die Idee des Kämmerers Willibrord Haas, die neue Schule in verkehrsgünstiger Lage am Bahnhof zu errichten, ist damit ebenfalls vom Tisch (allerdings weit entfernt davon ist der Standort nicht, er liegt dort, wo bisher das Oktoberfest stattfand. Das wird sich dann eine neue Heimat suchen müssen). Für den Vorschlag zeichnet sich eine breite Mehrheit ab.

Hier der Antrag der CDU im Wortlaut:

Die CDU-Fraktion beantragt den Neubau des Schulgebäudes für das Konrad- Adenauer-Gymnasium (KAG) an der Riswicker Straße. Verfahrenstechnisch sollen Einzelvergaben (Vergabe nach Teil- bzw. Fachlosen) gewählt werden. Ein zügiger Planungsbeginn ist wegen der augenblicklich günstigen Zinsen geboten. Der Neubau einer erforderlichen Dreifachturnhalle soll zeitlich vorgezogen werden.

Begründung:

Das vor etwa 50 Jahren errichtete Schulgebäude des KAG hat schon seit Jahren einen hohen Sanierungsbedarf. Die zu erwartenden extrem hohen Sanierungskosten mit dem Risiko noch unbekannter Zusatzkosten, wie sie bei Bausanierungen dieser Art leider üblich sind, sprechen eindeutig für einen Neubau. Auch aus pädagogischer Sicht spricht eine 4,5-jährige Bau- bzw. Sanierungszeit während des laufendenden Schulbetriebs klar gegen eine Sanierung und eindeutig für den Neubau eines Schulgebäudes an dem neuen Standort an der Riswicker Straße. Dieser Schulstandort liegt sehr verkehrsgünstig, man denke alleine schon an die Bahn- und Busanschlüsse.

Das KAG kann bis zum Umzug am gegenwärtigen Standort Köstersweg bleiben. Von der Planung bis zur Fertigstellung sollten 4 Jahre angemessen sein. Der Neubau ermöglicht eine kompakte, transparente und offene Schule, die den modernsten pädagogischen Ansprüchen gerecht wird. Die höheren kalkulierten Neubaukosten werden bereits nach wenigen Jahren durch geringere jährliche Betriebs- und Bewirtschaftungskosten eines energetisch optimierten Schulgebäudes ausgeglichen.

Der Bau der notwendigen Dreifachturnhalle sollte getrennt betrachtet und unverzüglich am neuen Standort realisiert werden, da sich hier Partnerschaften zum Beispiel mit der Hochschule Rhein-Waal entwickeln lassen.

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5 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 5. Nasenbär

    Warum baut man denn dann nicht gleich daneben bzw. in einem Aufwasch die VHS, welche ja auch vom Typ her ein „Schulgebäude“ ist ggf. mit Bücherei neu? Eine Baustelle, eine Planung, ein zentraler Ort? – Alles Bildungseinrichtungen.
    (Und zukünftig nur ein Gebäudekomplex, ein Hausmeisterteam usw.)
    Kennt jemand die Pläne genauer? Ist das wieder so ein klassischer, quadratischer Schulbau, optimiert auf geringe Reinigungskosten oder endlich mal ein Gebäude bei dessen Planung verstanden und dann umgesetzt worden ist, dass Schulen, gerade Ganztagsschulen, Lebensraum für hier Jugendliche sind, in denen diese erhebliche Lebenszeit verbringen und geprägt werden. Und eine positive bauliche Atmosphäre wirkt sich immer gut auf Lernen und Arbeiten aus, ist so meine Erfahrung.

     
  2. 4. Andre Gerritzen

    @3
    Siehe hier – Lageplan steht unten
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/architekt-schlaegt-kag-neubau-vor-aid-1.6435582

    Also im Knick da wo in den letzten Jahren immer das Oktoberfest stattfand.

     
  3. 3. Niederrheinstier

    @rd
    Wo genau bitte – die Riswicker Str. reicht vom Knick der van-den-Bergh-Str. in Höhe Bahnhof bis kurz hinter das Fahrradhaus Daute? Also doch da, wo das KAG schon Ende September als Atrappe aufgebaut war?

     
  4. 2. otto

    @1, Dr.Grützner,

    mit fremden Geld bzw. Zuschüssen war und ist in Kleve alles möglich.

     
  5. 1. Dr. Richard Grützner

    Unvorstellbar, dass so ein Projekt in Kleve ruckzuck realisiert werden kann.