Aus der Geschäftswelt: Erst Weltbild, dann Wegbild, Intersport mit Würfel – und Heino erfährt eine Aufladung

rd | 30. März 2017, 12:33 | 2 Kommentare
Ich bin dann mal Wegbild

Ich bin dann mal Wegbild

Auch an Heino nagt der Zahn der Zeit, aber Sebastian und Wolfgang Scheerer konnten helfen

Auch an Heino nagt der Zahn der Zeit, aber Sebastian und Wolfgang Scheerer konnten helfen

Arena-Atmosphäre im neuen Intersport-Markt

Arena-Atmosphäre im neuen Intersport-Markt

Hatte die Weltbild-Filiale in der Großen Straße nicht gerade erst eröffnet? Nun denn, die Eröffnungsangebote (eine Mischung aus herabgepreisten Büchern und praktischen Aufbewahrungsboxen im Sonderangebot) waren noch nicht ganz weggeräumt, da war auch schon das restliche Sortiment verschwunden. Dann die Regale. Dann das Ladenschild. Wegbild! Und das, um Platz zu schaffen für das Höllensegment des Einzelhandels, den Ein-Euro-Laden. Manche Artikel kosten allerdings sechs Euro + + + Anders als der nach dem Umbau exakt wiederzuerkennende dm-Markt am EOC präsentiert sich ab heute der Intersport-Markt Dammers auf dem gleichen Gelände komplett auf links gedreht. Blickfang ist ein zweihundert Kilogramm schwerer Videowürfel, der von der Decke hängt und der dem Sportausrüster die Aura einer großen Arena verleiht. Der fühlt sich der Freizeitsportler doch gleich wie Christiano Ronaldo, unter Marketingsgesichtspunkten also sicherlich eine gute Investition. Da zugleich auch eine kleine Kaffeebar mit einem Angebot von Sportzeitschriften eingerichtet wurde, wäre es nicht verwunderlich, wenn die altbekannte „Loge“ um Werner Drießen sich künftig dort niederließe + + + Die schönsten PR-Geschichten schreibt manchmal das Leben selbst: Da sind Wolfgang und Sebastian Scheerer vom gleichnamigen Hörakustik-Geschäft (Hagschen Straße, Kavarinerstraße) im Hotel Adlon in Berlin, um die Auszeichnung „Top 100 Akustiker“ aus den Händen von Heino entgegenzunehmen, und was passiert? Dem Schlagerkünstler geht doch glatt während der Zeremonie der Saft aus seiner Hörgerätebatterie zur Neige! Quel Malheur! Und wer aus der Riege der Besten des Faches hatte natürlich sofort eine Ersatzbatterie parat? Du, lieber Leser, ahnst es: Wolfgang Scheerer. Nun bin ich ja seit einigen Jahren nicht mehr auf dem großstädtischen Boulevard unterwegs, sondern (nur noch) in der Klever Fußgängerzone, aber die bessere Überschrift zu diesem Artikel wäre zweifelsohne:

Klever Hörgeräteakustiker rettet Heinos Gehör!

Eine interessante Form des Auf-sich-aufmerksam-Machens hat auch der Wettbewerber Pohland entwickelt: Frei nach dem IT-Motto „It’s not a bug, it’s a feature“ macht er aus einem Schadensfall eine Werbung. Auf Seite 1 der aktuellen Ausgabe des Klever Wochenblattes wird über den versuchten nächtlichen Einbruch in ein Geschäft an der Hagschen Straße berichtet. Auf der letzten Seite der gleichen Ausgabe findet sich dazu in einer großformatigen Anzeige das Foto einer eingeschlagenen Ladentür – in einer Anzeige von Pohland unter der Überschrift: „Rund um die Uhr attraktive Angebote“. Sachen gibt’s!

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  1. 2. kleinendonk

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/reichsbuerger-in-kleve-festgenommen-aid-1.6597068

     
  2. 1. Günter Hoffmann

    Macht Heino mit dem Trump Puschel für den Public Relations oder hatte er den schon länger ?