Altrhein für Genießer: Weidengeäst, zerzaust, verwässert

rd | 04. Januar 2018, 21:05 | 5 Kommentare
View from a dike: Jürgen Budde

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  1. 5. Wolfgang Look

    „Ein Künstler muss die Landschaft, über die er schreibt, durchleiden. Er muss innerlich die Geschichte jedes seiner Täler, jedes seiner Hügel und jeder seiner Buchten durchleben. Die Erfahrung des Herzens, das in seinen Dämmerungen voll Sehnsucht kreuz und quer durch jeden Winkel gegangen ist, und die Erfahrung seiner Füsse, die jeden seiner Pfade berührt haben, inspirieren ihn nicht weniger als die Eindrücke seiner Augen“. Dies sagte der russ. Dichter M. Woloschin über die Krim und das gilt m.E. auch in Bezug auf den Niederrhein

     
  2. 4. Wilhelm Michels

    An Wolfgang Loock, Jürgen Budde, und die Redaktion von Kleveblog.

    Gerade habe ich mir die gedichteten Zeilen von WL noch einmal duch gelesen. Diese gefallen mir sehr gut. Zumal wir gerade von einem ausgedehnten Spaziergang, durch das überall zusehende Hochwasser wieder gekommen sind.

    Rd. Diese Zeilen von W. LOOK würden prima in den Post zu den Bild von Herrn Budde passen.

    Diese zusammen, geben ziehmlich genau den Niederrhein im Januar, um Kleve wieder.

    W. LOOK, hoffentlich können wir noch mehr von Ihnen lesen….

     
  3. 3. Wolfgang Look

    ja, meine, Entschuldigung, laue Luft, ein Schreibfehler

     
  4. 2. Wilhelm Michels

    @ WL

    Schöne Zeilen… sind dies Ihre? Dann male ich ein Bild hierzu…

    Den Schluss verstehe ich nicht. Was ist ….laufe Luft?

     
  5. 1. Wolfgang Look

    In Worten kann dieses Bild vielleicht so ausgedrückt werden

    Niederrhein im Winter

    Wasser säuselt im kalten Winter…
    Weiden spiegeln sich in der tiefen Seele vom Altrhein…
    Bäume lauschen in der Ferne dem Flüstern der Stille
    Und träumend ruhen einsame Vögel auf grauen Ästen…

    Holzpflöcke wandern in den Fluß der Lethe,
    vergessen ihr irdisches Dasein und lesen
    In den gespiegelten Bäumen das Bild des Buchs vom Leben.
    Weinen… Schlafen… Schauen…

    Aus der Unendlichkeit der Wassertiefen steigen die Seelen
    Singen…erzählen…bezeugen…
    Oh, du rötlich-braunes Geäst alter Weiden,
    Lebenskraft strömt in der matten Kälte aus deinen Augen!

    Der Unterwelt ewige Ordnung wandelt sich zu Wirbel,
    Die neues Leben schenken, Hoffnung, Schaffenskraft!
    Und aus dem schweigenden Grab des schlummernden Kolkes
    Steigen verstorbene Seelen auf…und küssen die laufe Luft.