Wie funktioniert so ein Flughafen eigentlich?

rd | 11. Oktober 2011, 23:16 | 8 Kommentare

»Visionen kennen keine Krise.« (L. van Bebber, Airphoristiker)

Vor Hunderten von Jahren habe ich mal über einen Besuch der Jobbörse in der Kleve Stadthalle berichtet. Inbesondere das Geschäftsmodell der Firma Avisec, die Personal für den damals noch scheinbar prosperierenden Flughafen Weeze auszubilden versprach, erregte meine Aufmerksamkeit, schien es doch so, dass dort Mitarbeiter für die nötigen Personenkontrollen »ausgebildet« werden würden (und in Wahrheit ein zu erbringender Service in einem »privatwirtschaftlichen« Unternehmen durch Übernahme der Ausbildungskosten von der Agentur für Arbeit bezahlt wird). (Hier der Link zum damaligen Artikel “Bachelor of Love: Abenteuer Jobbörse”).

Lange nichts mehr von gehört. Bis heute Abend der folgende, wie ich finde, sehr interessante Kommentar von »Sternchen« auflief:

Betreff die Jobbörse und die Firma Avisec….

Nach dem ich diesen Lehrgang Monate mitgemacht habe und wirklich dachte, man würde weiter kommen und sich endlich auf eine Stelle freuen können nach diesem Lehrgang, musste ich allerdings nach und nach feststellen, dass man nur verarscht wurde…

Was sich schnell bemerkbar machte, nachdem fast ganze Lehrgänge von 30 Leuten durchgefallen sind. Aber was will man erwarten, wenn man noch so jung ist, will man einen sicheren Arbeitsplatz haben und nimmt auch an solchen, scheinbar seriösen Seminaren teil, wo man das doch auch denken möge, da sie doch mit den Flughäfen zusammen arbeiten.

Allerdings hat man ja auch noch keine Erfahrungen mit solchen Firmen gemacht, wenn man so jung ist. Jetzt weiß ich es besser. Jedoch bin ich sehr von den Mitarbeitern dort enttäuscht, weil sie ein anderes Bild rüber gebracht haben. Ich weiß nicht, ob sich das alles mittlerweile dort verändert hat und nach den Seminaren mehr Teilnehmer durchkamen als zu meiner Zeit, wo wirklich viele motivierte Menschen durchfielen – aber ich wünsche denen, die es versuchen möchten, viel Glück!!!

Ich weiß es jetzt besser. In der Zeit hätte ich mich besser noch woanders bewerben können, als dort meine Zeit zu verschwenden und dort unnötig das Geld von der Arbeitsagentur hinfließen zu lassen!!!

Ende des Kommentars.

Und, lasst mich raten – wahrscheinlich ist diese vermaledeite Luftverkehrsabgabe wieder an allem schuld!

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8 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 8. Jens-Uwe Habedank

    Nicht nur SOS, auch TBH ist dabei. Arbeitslosigkeit ist eine Masche um “Freunden” Geld zu kommen zu lassen…
    Siehe auch hier:
    http://www.linkes-netzwerk-kreiskleve.de/aktuelles/berichte-aus-dem-jahre-2011/juli-2011/index.php
    Der Artikel “Wie Weihnachten…” – beruht auf wahren, belegbaren Ereignissen!

     
  2. 7. Gallus

    @Betroffene
    Diese Masche kann ich, wie mit aus Bekanntschaftskreisen bekannt ist, nur bestätigen.
    Die SOS Kinderdörfer sind auch sooooo arm.
    Dazu werden sie auch noch mit Geldern, die die Gerichte ihnen zusprechen, bedacht und streichen auch viele Erbmassen ein. Womit ich die Arbeit der SOS Kinderdörfer und deren Bedienstete, ausdrücklich loben möchte. Aber diese zusätzliche Abzocke……

     
  3. 6. Betroffene

    Das SOS-Kinderdorf ist dafür bekannt zunächst die Gelder vom Arbeitsamt zu kassieren, und dann die armen Menschen nicht zu übernehmen. Und das geht schon seit Jahren so weiter. Das Arbeitsamt wurde darüber informiert und gebessert hat sich nichts.

     
  4. 5. clavinius

    @ Andreas Bulkens
    Ich freue mich für Sie, dass Sie es geschafft haben. Ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute!

     
  5. 4. Hoshimaru

    Noch so ein Fass ohne Boden, welches keiner braucht:

    http://www.fr-online.de/rhein-main/baustelle-flughafen-teurer-sandkasten,1472796,10996178.html

    Hoch leben unsere Provinznasen!

     
  6. 3. Andreas Bulkens

    Das ist doch in dieser und ähnlicher Form leider normal geworden.
    Mitarbeiter werden bevorzugt eingestellt, weil die Bundesagentur für Arbeit aus dem Vollen schöpfend Maßnahmen zur (Re-)Integration in das Arbeitsleben finanziert.
    Der Lachende Dritte ist IMMER der “potentielle” Arbeitgeber.
    Ist man “Kunde” einer ALG-II (HIV) Stelle wie bspw. beim Fallmanagement der Gemeinde Bedburg-Hau (hier das SOS-Kinderdorf!), so schaut man in die Röhre.
    Verglichen mit der Kasse der Bundesagentur für Arbeit ist in Töpfen welche den Argen (der Name ist Programm 😉 ) zur Verfügung steht Ebbe.
    Selbst erlebt, Förderung zur Arbeitsaufnahme gibt es nicht, Danke!
    Persönlich habe ich zum Glück einen noch anders denkenden Arbeitgeber gefunden, welcher sich lieber auf sein Bauchgefühl verläßt (Papier ist geduldig, was man kann beweist man am besten, in dem man es tut).
    Hat der Herr van Bebber denn irgendwann einmal belastbare Angaben zur Jobmaschine gemacht?
    Die FN hat doch nur eine Hand voll Angestellter, alles andere ist heiße Luft.
    Ob der Verkehrslandeplatz nun über “hauseigene” Zeitarbeitsunternehmen Arbeitnehmer verdummbeutelt oder ob andere Firmen kostengünstig und staatlich subventioniert Arbeitskräfte feilbieten, ist dabei egal.
    Wie gesagt, die Jobmaschine Flughafen Niederrhein steht nicht alleine da, auch bspw. die Caritas stellt bevorzugt Menschen mit wie auch immer gearteter Förderung ein – am liebsten Behinderte. Diese Menschen erhalten ja gleichfalls Lohnkostenzuschuss (respektive eben die Caritas) und werden “normalen” Arbeitnehmern gegenüber bevorzugt eingestellt (und bei Ende der Förderung auch mal wieder vor die Türe gesetzt). Nicht umsonst baut auch die Caritas auf Zeitverträge, am liebsten gekoppelt an das Ende der Förderung.
    Solange Menschen mit nachweislich gleicher Qualifikation aus welchen Gründen auch immer keine Chancengleichheit bei der Einstellung haben – sondern manche Menschen durch staatliche Subvention “attraktiver” gemacht werden, solange werden viele Arbeitgeber diesen Zuschuss dankend an- und gerne mitnehmen.
    Förderung und Hilfe, schön und gut, aber warum dann für den Arbeitgeber und nicht für den Arbeitnehmer DIREKT?

    ***Kleiner Nachtrag in eigener Sache: Die Krönung meiner Jobsuche war dann, dass sich meine ehemalige Fallmanagerin letzthin schriftlich bei mir meldete und mich bat, einen Fragebogen zu statistischen Zwecken auszufüllen, mit Unterschrift? Da sollte wohl die Quote errechnet werden. Mein Arbeitgeber und ich haben aber auf einer anderen Ebene zueinander gefunden, fernab von diesem ganzen Geschachere. Meine Arbeitsaufnahme habe ich der Gemeinde u.a. mit dem Hinweis darauf gemeldet, dass ich diese Stelle absolut (und zum Glück) ohne Zutun des Fallmanagements in Eigenregie ergattert habe. ***

     
  7. 2. Carsten Otto

    Wenn das wirklich stimmen sollte, ist das schon ein starkes Stück! Der Flughafen soll die Kreis Klever Wirtschaft und die Sozialstruktur bei uns am unteren Niederrhein stärken. Wenn die Verantwortlichen so handeln wie Ihr Sternchen* berichtet tun sie allerdings genau das Gegenteil.

    Jungen Menschen Chancen nehmen und mit ihrer Zukunft spielen nur um daraus Profit zu ziehen finde ich ekelhaft und abstoßend.

    http://www.roter-beisser.com

     
  8. 1. Blablubb

    Wie ein flughafen funktioniert?? In weeze garnicht… Der investon war doch nur scharf auf die auskiesungsrechte…aber da hat das land nrw ja vorerst einen strich durch die rechnung gemacht..