Wer baut die Öfen für Mitsubishi?

rd | 26. Juni 2009, 11:25 | keine Kommentare

Kein schönes Arbeiten bei Ipsen zurzeit. 140 Leute müssen gehen, aber wen es treffen wird, das steht noch nicht fest. So müssen sich die Mitarbeiter fragen: Liegt ein Umschlag für mich auf der Werkbank, wenn ich morgens zur Schicht erscheine? Oder hat der Chef mich schräg oder mitleidig angeguckt?

Paradoxerweise kann sich das Unternehmen aktuell vor Arbeit kaum retten – denn zwei größe Industrieöfen für Mitsubishi müssen unbedingt fertiggestellt werden. Das ist natürlich schwierig, wenn nahezu die komplette Belegschaft Überstunden abfeiert oder kurzarbeitet. Vor einigen Wochen habe ich auch die ebenso verrückte Geschichte gehört, dass wegen des reduzierten Betriebs (weil man ja Geld einsparen will) die Aufträge später abgeschlossen werden. Um dann aber (teure) Konventionalstrafen wegen verspäteter Auslieferung zu vermeiden, seien die Öfen per (ebenfalls sehr teurer) Luftfracht zu den Kunden geschickt worden. Yeah, it’s a strange world.

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