Volksbank Post: Es gibt sie noch, die schönen Geschichten

rd | 24. August 2013, 15:35 | 24 Kommentare

Die Volksbank Kleverland hat sich mit griechischen Staatsanleihen verspekuliert – kein Thema. Der Chef der Volksbank Kleverland beleidigt Kleinkunden – kein Thema. Die Volksbank Kleverland hat die höchsten Dispozinsen im ganzen Land – im Lokalteil kein Thema. Dann kommt der Samstag, und die Welt ist wieder im Lot. Denn da gibt es plötzlich doch ein Thema, das die Volksbank Kleverland auf die Titelseite befördert:

Was ist schon eine Million, wenn man 1500 Euro zum Tiergehege tut?

Was ist schon eine Million, wenn man 1500 Euro zum Tiergehege tut?

Wahrscheinlich bezahlt mit den Einnahmen der überhöhten Dispozinsen… Süßer kann Realitätsverleugnung kaum sein! Sehr schön übrigens auch das Detail, dass Kampfsportler Ralf Seeger sich ebenfalls an der Rettung des Geheges beteiligt – bahnt sich da womöglich eine Kooperation mit der Bank in Sachen Inkasso an?

Es bleibt nicht das einzige Mal, dass der samstägliche RP-Leser mit dem Geldhaus konfrontiert wird – eine Seite weiter die berühmte Serie (ca. Folge 82), in der Volksbank-Mitarbeiter ihr Hobby vorstellen dürfen:

Was einer alleine nicht schafft, schafft Frank Ruffing: Omnipräsenz im Blatt

Was einer alleine nicht schafft, schafft Frank Ruffing: Omnipräsenz im Blatt

Das reicht der Redaktion allerdings immer noch nicht… Ein Seitenaufmacher war wohl noch frei – gerade richtig für die Zukunftswerkstatt von Rheinischer Post und Volksbank Kleverland, in der Kulturamtsleiterin Annette Wier mal eben erläutert wird, dass ihre Dienste nicht nötig sind:

Lächelnd unterm Logo vereint

Lächelnd unterm Logo vereint

Vorschlag: Warum die Zeitung am Samstag nicht gleich Volksbank Post nennen?

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24 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 24. Meine Meinung

    Stille Nacht

    http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/emmerich/nachrichten/aufgepasst-bis-16-september-anmelden-fuer-weihnachts-cd-1.3634410

     
  2. 23. Sommermärchenerzähler

    Wenn die Gutmenschen der Volksbank ihren Geschäftskunden Gebühren für nicht genommenen Dispo abluchsen und sich dann für arme (Wild-) Schweine engagieren und sich dies obendrein im Klever Reichswald abspielt, dann wird die Legende der Robin Hood Sage wohl Wahrheit.
    Freue mich bereits auf den medienwirksamen PR-Auftritt, wenn Herr Ruffing als Held in Strumpfhose posiert.

     
  3. 22. Klever3

    @ Klever @ Guilleaume Heuvens

    Mein Lieber Freund,

    hatten wir uns nicht darauf geeinigt, dass Lobhudeleien auf die Voba erst ab 1. Oktober erfolgen sollten? Das gibt erste Minuspunkte beim Meisterbürgermeister.

     
  4. 21. Eat the Rich

    blablabla…zuviel Geschwätz!
    Die RP habe ich seit langen gekündigt…mir zu Black das ganze…und zu Vermerkelt!
    Das Tiergehege…okay,finde ich gut, wenn man dort was tut obwohl einige Menschen mit Sicherheit auch Hilfe benötigen…Menschen!

    Ich lese mittlerweile nur noch die Welt Kompakt…für Klever Themen habe ich diesen schönen Blog von Ralf!

     
  5. 20. Rainer Hermanns

    Hallo, das mit der Tiergehegeretterei geht ja noch irgendwie, in einem Atemzug mit „The German Powerman“ genannt zu werden halte ich persönlich für bedenklich. Gerade im Bezug auf ein Geldinstitut… Der powerman hat mal ein Best of Böhsen onkeltz Konzert in griethausen organisiert. Wie kann man sich sowas freiwillig ins Haus holen?????

     
  6. 19. Kle-Master

    Es ist schon dem demokratisch legitimierten Kulturausschuss der Stadt Kleve gegenüber eine Frechheit, so eine Gegenveranstaltung unter Trägerschaft der Redakteure einer Zeitung und des Herrn Raffing einer Bank zu organisieren. Der Vorsitzende sollte den teilnehmenden Bürgermeister verklagen und den Job vor die Füsse schmeissen.
    Haben die Mitwirkenden den Verstand verloren? Kleve ist doch kein beliebiges Affentheater.

     
  7. 18. Kleinendonk

    gegrasst – geloost – geeverst – ist bei der Nrz genauso – 🙂

    geht doch mal in Rente

     
  8. 17. Martin Fingerhut

    @ 16. knecht :
    Ja, das kenne ich auch.
    Jemand erklärte mir, daß er jeden Morgen als erstes die TodesAnzeigen lese,
    denn “ Wenn ich jemandem auf der Straße begegne, dann muß ich doch wissen . . . “
    “ . . ., wie ich mich verhalten sollte “ wollte er wohl sagen,
    doch nutzte ich sein Stocken und ergänzte :
    “ . . . , dann muß ich doch wissen, ob derJenige noch lebt oder ein Geist ist. “
    😉

     
  9. 16. knecht

    So verrückt es auch klingen mag, für viele Abonnenten ist der Teil mit den Geburts- Hochzeits- und Sterbeanzeigen das Wichtigste an der ganzen Zeitung. 🙂

     
  10. 15. EK

    Genau aus diesem Grund haben wir vor einige Wochen auch gekündigt!

    Von der VB aus gesehen ist es richtig klug, wie #8 G.M. das auch schon gesagt hat: „Eigentlich eine günstige Werbung. Für 1500,- Euro auf die erste Seite im Sonnenglanz.“ Die große Anzeige von Intersport (unter der Artikel) kostet fast genau soviel, etwa 1200 €, aber hat sicherlich viel weniger Wirkung. Eine tolle Marketingidee, da können andere Organisationen daraus lernen! Gibt es noch Tiere oder Kinder, die Unterstützung brauchen? Meldet euch!

     
  11. 14. Joerg Terpoorten

    Auch ich werde mein seit Jahren bestehendes Abo kündigen. Diese Art der Hofberichterstattung möchte ich mit meinem sauer verdientem Geld nicht weiter Unterstützen. Eigentlich schade, der überregionale Teil ist durchaus lesenswert.

     
  12. 13. Jeckes Moers

    Wovon keiner spricht: Was ist das eigentlich für eine Botschaft, die uns die RP mit dem Brausen und Knistern des Artikels „Kulturelle Angebote im Überfluss“ aufdrängen möchte?

    Zuerst fällt mir der Lokal-RP typische Schreibstil auf. Mir kommt es so vor, dass da jemand nieder gerungen auf dem Boden liegt und ein anderer daneben steht, seinen Stiefel auf dessen Brust presst und kurz in einem Monolog, bestehend aus nicht nachvollziehbaren Kausalketten, dem auf dem Boden liegenden die Welt erklärt… Wahrscheinlich frei nach Ezechiel 25,17 endend: Der Pfad der Gerechten ist auf beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit…

    Nun gut, davon abgesehen, was ist eigentlich hinter den Kulissen wieder los? Habe ich wieder etwas verpasst, was die haute société in Kleve aktuell umtreibt? Scheinbar rief irgend jemand nach einem Kulturmanager (die Diskussion gab es m.W. an dieser Stelle schon einmal!?) und den galt es ohne weitere Diskussionen in die Schranken zu weisen? Weiterhin verstehe ich den Artikel auch als einen Schuss vor den Bug der Museen. Siehe den merkwürdigen Satz: Ins Museum geht doch keiner. Mit dem Geld, das die Förderung eines Museum eine Stadt kostet, kann man die Leute in die größten Museen der Welt fahren. So? Mit dem Geld, was ein Kindergarten jährlich kostet, können wir die Kinder ein mal im Jahr nach Paris zum Disney Land verschicken!?

    Dann wird über fehlendes Geld gejammert und ich finde auf dem Foto oben nur Personen, die ihre Finanzen nicht im Griff haben, in den letzten Jahren mit unserem Geld, dem Geld der Bürger völlig nutzlose Projekte finanzierten, die sich allesamt als eine Katastrophe entpuppten (Radwegkonzept, Museum Kurhaus, Unterstadtverfahren etc., usw.).

    Eins steht jedenfalls fest: Diese Damen und Herren sind als Lautsprecher für den Kulturbetrieb vollkommen inkompetent. Macht bitte irgend etwas anderes!

     
  13. 12. Genervter Fisch

    @5.

    Das ist ja genau das „Traurige“, dass sich die Menschen einfach beqem vor den Fernseher setzen und sich „verdummen“ lassen, bis sie einschlafen.

    Leider gibt es nur noch ein paar Ausnahmen der täglichen Printmedien, die wirklich lesenswert sind.

    Da ich als Kind ohne Fernseher aufgewachsen bin, wurde ich schon seit jeher zum freidenkenden und kreativen Leben angehalten und erzogen.

    Später gab es mal einen Fernseher, um Nachrichten zu schauen, das war’s. Ich hatte in meinem Leben nie wirklich Zeit zum Fernsehen……….d.h. meine endliche Lebenszeit war und ist mir zu kostbar und wertvoll, sie ungenützt verstreichen zu lassen. So habe ich konsequenter Weise seit vielen Jahren keinen Fernseher und kein Zeitungsabo. Aber ich bin auch nicht bei Facebook oder Twitter oder….oder….oder!

    Ich liebe immer noch die persönlichen, realen, sozialen Kontakte………Augen in Augen, Stimmen zu Stimmen
    (dabei sieht und hört man genau, wie es dem anderen Menschen tatsächlich geht)

     
  14. 11. otto

    Diese Art der -RP-Berichterstattung verursacht immer starken Widerwillen. (…)

     
  15. 10. G.M.

    Eigentlich bezeichnend das G.Heuvens als @1 und Klever als @ 2 so schnell bei der Hand sind . Vor lauter Angst es könnte ihnen beim Lobhudeln einer zuvorkommen.
    Keine Angst. Ihr seid und bleibt die einzigen. Einzigartig . Vor allen Dingen artig.

     
  16. 9. G.M.

    Diese Zukunftswerkstatt ist nur noch zum kotzen. Schade das Brno Schmitz sich dafür hergibt. Er ist doch sonst ein wacher ,kritischer Geist.
    Bei den anderen Politkaspern mag das noch verständlich sein . Mal wieder auf,s Foto.

     
  17. 8. G.M.

    @2Klever
    die Volksbank versucht Rettungsanker auszuwerfen. Diese Summen sind Peanuts für die Volksbank gegenüber der Verschwendung welche diese Bank mit dem Bau des Volksbankprotzpalastes vorhat. (zahlen die Genossen , ääh.. ,Anteilseigner ja gerne.
    Das nicht Herr Ruffing die Spendenidee hatte ist wohl aus Marketingstrategischer Absicht so gewählt worden.
    Eigentlich eine günstige Werbung. Für 1500,- Euro auf die erste Seite im Sonnenglanz.
    Mensch „Klever “ sie fallen auch auf jeden Mist herein.
    Edel wäre es wohl gewesen zu helfen –ohne viel Worte– aber so?
    Grundsätzlich ist jede Hilfe in solchen Fällen Willkommen, ist auch lobenswert,bitte aber mit etwas weniger Volksbank Eigenwerbung. Das stinkt dann schon wieder nach purer Berechnung.
    Bekommt die RP eigentlich sonst ihre Zeitung nicht voll.? Ich habe das Gefühl die Hauptredakteure in Düsseldorf schlafen tief und fest. Die Lokalredakteure machen mit denen „de Männekes“

     
  18. 7. Heinz Goertz

    Das sind Ablenkungsmanöver, für die sich der Bürgermeister Theo Brauer gerne her gibt. Aus welchen Gründen auch immer. Widerlich, wie sich die Rheinische Post für diese Verquickung von Bank, Politik und Presse hergibt.

    Das die Volksbank-Kleverland mit dafür verantwortlich ist, dass etliche Bankkunden hier im Kleverland ihr Geld verloren haben und durch ein katastrophales Missmanagment ca. 50 Milionen verspeckuliert worden sind, das ist etwas was in der RP stehen sollte. Ich bin überzeugt, dass die Auflagen dann wieder steigen werden.

    @Klever 2. „Bodenständig“: Die ca. 50 Millionen sind mit Anleihen für ein Luxus-Golfresort in Mecklenburg-Vorpommern und mit Griechischen Staatsanleihen verpulvert worden!

     
  19. 6. Gallus

    Die Bezieher der Rheinischen Pest werden weniger. In meinem Bekanntenkreis haben bereits 7 Personen ihr Abo gekündigt. Ich meines bereits vor 1 Jahr. Das, was da zwichen VB Kleverland, CDU und Verwaltung abläuft, ist typsich für den Filz in Kleve.

     
  20. 5. Jeckes Moers

    Ein glaubwürdiger Journalist oder ein glaubwürdiges Medium ist nur dann glaubwürdig, wenn die, die die Inhalte erstellen, vollkommen unabhängig sind. Dies zu erreichen ist so gut wie unmöglich.

    Vielleicht als Folge dessen, oder m.E. genau deshalb sind die ganzen Informationen aus Zeitungen, Magazinen oder diversen TV-Sendungen zu 99% überflüssiges, ja sogar schädliches Getöse oder zumindest lästiges, einlullendes rosa Rauschen, ein Rauschen, das entweder zu einer Verdummung führt oder den Ausweg aus dieser versperrt. Darauf hat mich jemand aufmerksam gemacht, dem ich dafür inzwischen sehr sehr dankbar bin. Alleine wäre ich aus dieser Tretmühle wohl nicht heraus gekommen, der Tretmühle „jeden Morgen Zeitung, gut informiert sein“, „TV-Magazin oder Diskussionsendung ansehen“, usw…

    Experimentierfreudig wie ich bin, habe ich schon vor längerer Zeit jedenfalls jegliche Medien dieser Art abbestellt!

    Ich kann das nach nun fast 2 Jahren nur jedem empfehlen, einmal, für ein halbes oder sogar ganzes Jahr auszuprobieren. Die Abo-Verkäufer gehen einem zwar permanent derart auf die Nerven, dass die Lebensqualität vorübergehend erheblich leidet, aber das Spiel mach irgendwann sogar richtig Spaß. Davon abgesehen spürt man irgendwann, wovon ich rede. Das Leben wird ruhiger, man hat plötzlich einen viel freieren Zugang zu neuen Gedanken oder Ideen und sieht vor allem alles wesentlich klarer.

    Also, bitte testen, denn man spart damit nicht nur sehr viel Geld, sondern beschleunigt vor allem den Abgang dieser nutzlosen Meinungslautsprecher.

    Diese Entwicklung, der Untergang der klassischen Medien, hat schon längst begonnen, wie wir wissen. Fragt einen 18-jährigen, wie er sich informiert. Youtube, Facebook, Twitter, Informationen von Freunden und Bekannten, das ist es und ich denke, diese Entwicklung gilt es in jeglicher Form zu unterstützen. Für die etablierten Medien ist die Entwicklung ein Problem, natürlich hausgemacht, für uns m.E. ein Segen, dass der Untergang naht.

     
  21. 4. Kle-Master

    Es ist Woche für Woche beschämend, wie sich gestandene Bürger und Personen der Öffentlichkeit bis hin zum Bürgermeister dem Werbeträger Rheinische Post mit deren Redakteuren und der Volksbank Kleverland hingeben und so offensichtlich ihre Neutralität wegwerfen. Wie kann man da noch so frei in die Kamera grinsen. Wegen Geld?
    Wer kauft noch diese Rathaus-Post?

     
  22. 3. so isses

    Habe ich das letztens eigentlich richtig gesehen: Es fährt ein VIP-Taxi von der Voba Kleverland durch die Stadt? Ich fasse es nicht. Und zu sozialen Taten der Volksbank: Fragen Sie doch mal Mitarbeiter, die seit 10 Jahren und mehr dabei sind, sofern sie nicht vor einigen Jahren von der Kündigungswelle betroffen waren, wie sozial der Vorstand und die Bereichsleiter mit den Mitarbeitern umgehen?

     
  23. 2. Klever

    Hier sieht man mal wieder wie bürgernah und bodenständig die Volksbank ist. Bravo, absolut lobenswert.

    @ rd

    Die Volksbank bewegt etwas in Kleve. Darüber berichtet die Presse. Das ist doch nciht verboten? Es ist halt geschickt platziertes Marketing.

     
  24. 1. Guilleaume Heuvens

    Ganz ausgezeichnet und sozial finde ich, dass die Volksbank das Wildgehege im Bestand sichert. Eine sehr hoch anzurechnende Tat dieses Kreditinstitutes.