Trockenheit: 82 Bäume im Stadtgebiet schon tot oder „abgängig“, Fällungen im August

rd | 26. Juli 2019, 11:45 | 4 Kommentare
Abgängiger Baum (l.), Neupflanzung an der Stechbahn

Das lässt Schlimmes befürchten: Die enorme Trockenheit des vergangenen Jahres (!!) hat im Stadtgebiet Verheerungen im Baumbestand angerichtet –und es ist davon auszugehen, dass diese Entwicklung sich auch in diesem Jahr, nicht minder trocken als 2018, fortsetzt. Wie die Stadt jetzt mitteilte, ist bei einer Kontrolle festgestellt worden, dass 82 Bäume entweder schon abgestorben oder bereits so kaputt sind, dass nichts anderes übrig bleiben wird als sie abzusägen. Die Fällungen sollen in den nächsten vier Wochen erfolgen (wenn also USK-Mitarbeiter im August zur Tat schreiten, geht es  um abgestorbene oder dem Tode geweihte Bäume). Künftig sollen als Ersatz für die Verluste vor allem Bäume gepflanzt werden, die nur wenig Wasser benötigen (auch eine Möglichkeit, mit der zunehmenden Hitze fertig zu werden). Insgesamt gibt es 16.500 Straßenbäume im Stadtgebiet.

Stadtsprecher Jörg Boltersdorf: „Im Zuge der turnusmäßigen Baumkontrollen durch die Umweltbetriebe der Stadt Kleve wurde festgestellt, dass aufgrund der anhaltenden Trockenheit des vergangenen Jahres 82 Bäume im Klever Stadtgebiet abgängig oder abgestorben sind. Aus Gründen der Verkehrssicherung werden die Bäume bis Ende August 2019 gefällt. Betroffen sind Bäume in unterschiedlichen Straßenzügen und Grünanlagen in der Ober- sowie Unterstadt. Ziel der Baumpflegemaßnahmen und Fällungen ist es, den Baumbestand gesund und verkehrssicher zu halten. In den kommenden Jahren wird die Nachpflanzung sukzessive vorgenommen. Vorrangig werden derzeit bekannte trockenheitsresistente Baumarten verwendet. In der Zukunft ist aufgrund der Trockenheit mit weiteren Ausfällen im Straßenbaumbestand zu rechnen.“

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  1. 1. jean baptiste

    ja, das fällt ja anscheinend auch keinem auf, wenn noch was zu retten wäre, oder wie sonst muss man die Aussage “ In der Zukunft ist aufgrund der Trockenheit mit weiteren Ausfällen im Straßenbaumbestand zu rechnen“ werten?
    Eine simpele Website oder App um Meldung zu erstatten, wenn man drohendes Vertrocknen von Gehölzen im öffentlichen Raum melden möchte?
    Passt doch perfekt in die Zielsetzung von Verein Essbare Stadt , wenn die USK so etwas schon nicht macht.
    Übrigens, um einen Baum zu ersetzten und Pflegen, kostet schon schnell 1.000 Euro.
    Dafür kann man viele Wassergaben finanzieren.

     
  2. 2. Elvira Rohra

    Es ist sehr schade um unsere Bäume, die uns so Vieles geben.

    Leider werden die Straßenbäume vor den Häusern, von den Menschen, die in ihrem Umfeld leben, wenig oder gar nicht beachtet, nicht gepflegt und bei Niederschlagsausfall und Trockenheit, nicht mit Wasser versorgt. Anstatt die Bäume, in den vorgesehenen Baumscheiben, mit Wasser zu gießen, mit Erde und abgefallenem Laub zu bedecken, wird noch alles mitsamt der wichtigen Erde zur Wurzelbedeckung, weggefegt. Wie soll da ein Baum langfristig überleben?

    Als Mensch kann man bei sich selber, gut überlegt, Wasser sparen, um dem Straßenbaum und zugleich Schutzgeber vor der Haustür, etwas Wasser abzugeben. Er dankt es auf vielfältige Weise!

    Und noch eine große Bitte an die „Besitzer“ ihrer vierbeinigen Freunde: es ist nicht angenehm, wenn man einen
    Straßenbaum versorgt, dann immer wieder Hundefäkalien vorzufinden.

    Haben Sie bitte ein Herz für die dort lebenden Menschen, die Straßenbäume vor den Wohnhäusern und auch die Vorgärten. Die lieben Tiere sind absolut unschuldig, wenn sie dorthin ausgeführt werden.

     
  3. 3. Nasenbär

    Also irgendwann sterben auch (Straßen-)Bäume mal, mitten im Wald fällt das außer Fachleuten nur keinem so direkt auf..
    Die Straßenbäume haben ein weiteres Problem, das der Versiegelung, sprich die Versickerungsflächen sind um den Baum herum in der Regel zu klein.
    Könnte man ändern! Nur, wenn man das ändert hat man sofort verärgerte Fußgänger und sonstige Verkehrsteilnehmer auf den Barrikaden, berechtigte Beschwerden von Behindertenverbänden inklusive. Man stelle sich einmal alle Bürgersteige aus Rasengittersteinen vor. Und dann die USK und die Hausbesitzer – Rasengittersteine bzw. die Befplanzung derselben machen viel mehr Arbeit, was Kosten sind und da ist dann spätestens bei jedem noch so Wohlmeinenden Schluss, wenn dann auch noch die werte Gattin wegen entsprechendem Schuhwerks umknickt, ist die Klage vor Gericht sicher.
    Also: Es liegt nicht an den Bäumen oder so, es liegt immer am Menschen und dessen Unwillen.
    Übrigens würde sich mehr Versickerung in der Oberstadt auch auf ein anderes beliebtes Dauerthema in diesem Blog auswirken – Die Kaskade, dort käme einfach viel weniger Wasser an……
    Aber – Achtung Sarkasmus – wer will den Lösungen? Wenn etwas gelöst ist, dann kann man ja niemanden anders mehr die Schuld in die Schuhe schieben.

     
  4. 4. Niederrheinstier

    Mmuuuh, mmuuuh, wie wär es denn mit ein paar pflegeleichten Plastikpalmen an den ganz trockenen Stellen in der Stadt, mmuuuh? Natürlich aus nachwachsenden (erfordert vermmuuuuuhtlich auch Wasser???) Biorohstoffen von Biotec (1xBranding = 1xExtraportion Kraftfutter bitte), mmuuuh. Dann bliebe vielleicht auch noch etwas Wasser übrig, damit ich die zur Zeit orangen (oder gar abgeflämmten) Wiesen in der Niederungen als meine grüne Wiesen wiedererkennen kann, mmuuuuh!