Steh’n die Trecker in der Stadt, haben Bauern Barbara satt!

Trecker-Protest gegen Ministeriums-Kampagne: die Wiesenstrae heute vormittag (Foto: Thomas Tewoort)
Trecker-Protest gegen Ministeriums-Kampagne: die Wiesenstrae heute vormittag (Foto: Thomas Tewoort)

„Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“: Mit flapsigen Sprchen dieser Art, stilistisch an die volkstmlichen Bauernregeln angelehnt, mchte die Bundesministerin fr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit auf kologische Problemfelder in der Landwirtschaft hinweisen. Die Landwirtschaft habe nur eine Zukunft, so die Auffassung von Barbara Hendricks, „wenn sie naturvertrglich ist und Artenvielfalt, Klimaschutz und die Gesundheit der Menschen mit bercksichtigt“. Nun aber sehen sich die Landwirte in Deutschland durch die gerade erst gestartete Plakat-Kampagne pauschal diffamiert, und, wenig berraschend, Unionspolitiker polterten gleich mit, allen voran Horst Seehofer, der die Sprche als „nicht nur eine Verunglimpfung, sondern eine Beleidigung“ bezeichnete. In der Heimatstadt von Hendricks, hier bei uns in Kleve, brachten die Landwirte ihre Verrgerung mit einem spektakulren Protest zum Ausdruck: mit ihren Treckern zogen sie vor die Wiesenstrae, wo sich das Wahlkreisbro von Hendricks befindet, und legten bis zum Mittag den Verkehr weit gehend lahm. Merke: Steh’n die Trecker in der Stadt, haben Bauern Barbara satt!

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49 Kommentare

  1. 49

    Tja, da begehrten die Landwirte noch vor Wochen aufgebracht laut im ganzen Land und im besonderen in Kleve auf, Sie tnten lautstark protestierend in die niederrheinische Landschaft und griffen verbal mittels Demo und Ausrufen Ministerin Barbara Hendricks fr ihre gestartete Plakat-Kampagne an. Die Vertreter des Deutschen Bauernverbands reagierten erwartungsgem auf den plaktiven Vorsto der Ministerin mit Diffamierung ihrer Person und lautstarken Rcktrittsforderungen!

    Die Plakataktion zur Aufklrung der deutschen Bevlkerung und der Verbraucher zog Ministerin Hendricks darauf hin leider wieder zurck! Allerdings nur um gleich darauf zu verknden, in ihrem Ministerium werde Gsten knftig kein Fleisch mehr serviert bekommenm, denn man wolle im Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen. „Veggie-Day durch die Hintertr“, schimpfte daraufhin damals sofort der Agrarminister Christian Schmidt.
    Der darauf nun einsetzende Schlagabtausch zwischen der SPD-Ministerin und dem CSU-Minister zeigte allerdings nur eine der groen Herausforderungen fr die Landwirtschaft zuknftig.
    Denn die Probleme wachsen aktuell keineswegs nur im Stall, sondern fr die Landwirte auch zunehmend auf dem Äckern.
    Und der nun anstehende Vorwahlkampflrm bertnt einen Streit, der zwar nicht ganz so laut ausgetragen wird, aber tatschlich den Weg fr eine Wende in der Landwirtschaft nun bahnen knnte.
    Den immer grere Ernten, immer mehr Dnger und Pestizide – daran wollte zunchst niemand, erst recht nicht die Bauernvertreter doch rtteln.

    Jetzt aber das erstaunliche, ja fast eine Revolution gleich, da gestehen Landwirte Land Auf und Land Ab erstmals, nach Druck seitens Politik, der Verbraucher und Bevlkerung doch tatschlich ber ihren groen Bauernverband nun etwas „kleinlaut“ ein, hier doch bis dato wohl doch „Fehler“ gemacht zu haben.

    Der Auslser fr diese pltzlichen Sinneswandel seitens der Bauernverbandes und seiner Mitglieder ist wohl ein Papier, das die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) schon Ende Januar lancierte.
    Darin gestand die Fachorganisation der Agrarwirtschaft zum ersten Mal ffentlich „Fehler“ ein, denn Landwirte brchten zu viel Kunstdnger und Pestizide auf den Acker und setzten zu oft auf Monokulturen.
    Diese Aussage knnte man nun als kleine Revolution bezeichnen.
    Fr den Bauernverband, der die Landwirte ja in Deutschland politisch und interessenshalber vertritt, ist diese „kleine Revolution“ schon zu gro.
    Dieser reagierte nun sehr suerlich auf den Vorsto der DLG, den dazu muss man wissen, passt normalerweise ja bekanntlich kein Blatt Papier zwischen diese beiden Vereinigungen, gerade wenn es darum geht, die industrialisierte Landwirtschaft nach auen hin gegen alle Widrigkeiten und Anfeindungen zu verteidigen.
    Doch mit seinen „Zehn Thesen zur Landwirtschaft 2030“ verlsst nun der DLG-Prsident Carl-Albrecht Bartmer die Wagenburggemeinschaft. „Nur wer zur Selbstkritik fhig ist, ist auch zukunftsfhig“, sagte Bartmer in einem nun verffentlichten Video auf der Internetseite der DLG. Der Grobauer aus Sachsen-Anhalt nimmt den Druck ernst, den die Landwirtschaft aus der Gesellschaft nun auf einmal erfhrt.

    Das zhnenknirschende Eingestndniss dieses groen Bauernverbandes ist da schon mal ein Anfang!
    Allerdings auch das sollte man Bedenken, bis unsere Felder und unser Trinkwasser hier zum Beispiel im Klever Raum, durch die Fehler der jahrzehnten langer Übergllung, auch mit den Glletransporten aus den Niederlanden, wieder besser werden wird und sich das Nitrat in den Bden und Grundwasserreservor abgebaut hat, werden nach heutigem Kenntnisstand noch um die 20-30 Jahre ins Land gehen.
    U
    Das heit unsere Kinder und Enkelkinder werden also bis dahin ein Grund- bzw. Trinkwasser (einem Grundnahrungsmittel) vorfinden, dass je nach Wohngebiet teilweise mit hohen grenzwertigen Nitratwerten belastet ist und dieses belastete Trinkwasser auch weiterhin dann tglich konsumieren.

    Man wird sehen wie es weiter geht und kann nur Hoffen das der nun einsetzende Druck zum Umdenken bei der Landwirtschaft seitens der Verbraucher weiterhin hoch, zum Wohle Aller, dann bleibt.

     
  2. 47

    Muuuhhuuhu Barbara,
    hier ist noch so eine Bauernregel fr die Plakataktion:
    „Steht das Schwein noch auf einem Bein, war der Haxenabsatz auf dem Oktoberfest wohl zu klein“

     
  3. 46

    Das ist ein interessanter, konstruktiver Beitrag zu den Problemen der Landwirtschaft, eine „Gemeinwohlprmie“ zur Entlohnung der Landwirte fr Umweltleistungen.

    Landwirtschaft und Naturschutz knnen auch ganz einfach aufeinander zu gehen. Ein neues Bndnis von Landwirten, Naturschtzern und lokalen Politikern will in den lndlichen Regionen Europas die Umweltleistungen der Bauern besser honorieren, die biologische Vielfalt stabilisieren und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt strken.

    Lasst uns lieber ber so etwas reden, als billigen Wahlkampf zu betreiben, der keine Lsungsanstze anbietet.

    https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Gemeinwohlpraemie-soll-Landwirte-fuer-Umweltleistungen-entlohnen-7523189.html

     
  4. 45

    Muuuuhhh! Jetzt muuuht der Stier! Kann bei so einem Thema einfach nicht zurckhalten. Muuuh!
    Alos, Blogger, streitet Euch mehr und reizt den Bauer weiter zum protestieren!
    War supergeil letzte Woche, als der Bauer zum protestieren unterwegs war.
    Endlich mal sturmfreier Hof. Muuuhhh! Zeit fr die schnen Momente im Stierleben,
    zum Beispiel zum trumen und fr mehr Reime wie den hier:

    Verwirrt der Stier die Kuh mit seinen Finten, nimmt er sie gleich von hi …
    Zu dumm, da hab ich doch glatt den restlichen Text vergessen.
    Muuuhh, also noch einmal
    (von mir als musikalisch begabter Stier, der in die Tasten hauen kann):

    Erst betre ich die Kuh durch mein Geklimpere, bevor ich sie dann pim …
    Muuuhh, rd, das mit der Zensur mache ich lieber selbst und halte hier erst einmal mit dem Reimen inne.
    Sonst wird mein Beitrag noch unterdrckt. Muuuh!

    Hey, Ihr Blogger, streitet ruhig weiter!
    Verget aber nicht, mal selbst auf dem WC nachzumessen, wieviel Nitrat Ihr denn so am Tag ausscheidet –
    vor allem nach einer durchzechten Nacht, in der es kein nitratfreies Bier gab wie in der Zentrale.
    Und dann multipliziert das mal mit 7500000000 (soviel seid ihr schon) oder 9000000000 (so viele wollt Ihr bald sein) – also, wo genau liegt das Problem nun??? Muuuuhhhh!

    Noch ein Reim aus der Landwirtschaft?
    Krht und stuhlgangt der Hahn auf dem Mist, steigt die Nitratmenge und bleibt nicht wie sie ist.
    Da kann der Hahn nix fr. Das ist halt so. Entweder jemand murkst den krhenden Hahn ab oder …
    Zicke, zacke, H…! Muuuuhhuhuhuh!

     
  5. 44

    @39. Andre Gerritzen
    „nur „temporr“ und in 30-40 Jahren vorbei.“
    Na ja, derzeit wird ja munter weiter ausgefahren und importiert.

    Ja, erinnert mich an den schnen Kinderreim“ heile heile Gnschen … in hundert Jahren ist Alles weg“.

     
  6. 42

    Aus Situationsbericht 2016/17 des Deutschen Bauernverbandes:

    „Mehr Agrarprodukte auerhalb ihrer Grenzen vermarkteten 2015 nur die USA und die Niederlande“

    „Nach Angaben fr den Zeitraum Januar bis September 2016 sind die Exporte von Agrar- und Ernhrungsgtern
    um fast 4 Prozent angestiegen. Die Agrarimporte haben um gut 3 Prozent zugenommen. Schtzungen zufolge drften die deutschen Agrarexporte in 2016 auf den neuen Rekordwert von fast 71 Milliarden Euro ansteigen.“

    Bedeutet noch mehr Glle (in Deutschland).

     
  7. 41

    @38 Jetzt haben Sie aber die Agrarexporte vergessen, die mitverantwortlich fr ein Zuviel an (nicht exportierbarer) Glle sind.

     
  8. 39

    Vielleicht etwas OffTopic aber diese Probleme mit der Überdngung/Nitrat im Grundwasser sind nur „temporr“ und in 30-40 Jahren vorbei.

    Die Glle die hinten aus den Tieren raus kommt, wird ja vorne durch das Futter nachgefllt. Dieses pflanzliche Futter wird meist irgendwo auf der Welt durch den massiven Einsatz von Kunstdnger hergestellt.
    Fr die Herstellung des Dngers ist Wasserstoff zwingend notwendig, aber wo kommt der Wasserstoff dafr her?
    Jetzt denken alle an ihre Schulzeit und den Chemie/Physik-Unterricht und die Elektrolyse. Aber leider falsch!
    Wasserstoff wird Industriell durch chemische Reaktion von Wasser mit Fossilien Brennstoffen erzeugt. Nebenbei fllt auch noch Kohlendioxid an, aber das macht ja keine Probleme. 😉

    Bei den Brennstoffen ist ja bekannt das sie endlich sind und sobald die knapp werden, wird auch der Kunstdnger knapp und damit das Kraftfutter fr die Tiere. Der Transport um den halben Planeten knnte dann auch teuer werden.
    Ohne ausreichend Futter auf dem Markt geht auch die Zahl der Glle produzierenden Tiere zurck.

    Wahrscheinlich entwickeln sich in der Landwirtschaft dann regional begrenzte Nhrstoff/Dngekreislufe und Fleisch wird wie vor 80 Jahren wieder ein teures Lebensmittel und es gibt nur Sonntags Fleisch.

    Dann drfte aber auch die aktuell sehr beliebte Biogas-Verstromung Geschichte sein. Die Biomasse fr die Gasproduktion wird ja ebenfalls mit Kunstdnger erzeugt.

    Nur mal so am Rande, was da noch so auf uns zukommt.

     
  9. 38

    Die Ministerin hat 1,6 Millionen Steuergelder veruntreut, um Landwirte zu diffamiern.
    Sie erhebt pauschake Vorwrfe. Was sie kritisiert teilt Sie nicht mit.
    Fr einen wirklichen Dialog fehlt ihr und ihrem NABU Staatsekrtr das Fachwissen.
    Die Bauern in Deuschtland wirtschaften am nachhaltigsten von allen Landwirten weltweit.
    Ihre Aufgabe ist es, fr 80 Millionen Menschen tglich gesunde, auch fr arme Leute bezahlbaren Lebensmittel zu erzeugen
    Dagegen hetzt die Ministerin ohne Fachwissen.

     
  10. 37

    Unser Grundwasser und damit unsere lebenswichtigen Trinkwasserresourcen zur Trinkwassergewinnung sind durch jahrelange Überdngung leider auch immer strker mit Nitrat nun belastet, zum Beispiel durch Glle-Ausbringung auf den Feldern.

    Stand: September 2016
    Der Bericht hat das Ziel, die Auswirkung des Aktionsprogramms auf die Gewsser zu bewerten. Um eine fr ganz Deutschland reprsentative Auswertung der Grundwassersituation zu ermglichen, erfolgt nun erstmalig die Beschreibung des Grundwasserzustands auf Grundlage des berarbeiteten neuen EU-Nitratmessnetzes. Im Gegensatz zu frheren Berichten knnen dadurch nunmehr bundesweit reprsentative Aussagen ber die Belastung des Grundwassers durch den Nitrateintrag aus landwirtschaftlichen Quellen gemacht werden. Nach Nitratrichtlinie ist auch die Eutrophierungsbelastung der Oberflchengewsser im Bericht zu betrachten. Daher wurde der Bericht erstmalig um Auswertungen zur Gesamtphosphor-Belastung von Oberflchengewssern ergnzt, die mageblich den trophischen Zustand der Gewsser beeinflusst.

    Den gesamten Bericht gibt es zum download als PDF, eine Nitratbelastungskarte mit den Nitratbelastungen auch fr Kleve und Umgebung gibt es ab Seite 42:

    http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Binnengewaesser/nitratbericht_2016_bf.pdf

     
  11. 36

    Von dieser Kampagne ist mir noch kein Schnipsel in der Öffentlichkeit unter die Augen gekommen; abgesehen von den Presseartikeln rund um die Proteste und die Rge vom Bund der Steuerzahler fr die dazu verblasenen 1,6 Mio. Euro.
    An wen richtet sie sich also berhaupt? „Appelle an ein Umdenken in der Landwirtschaft“ sollen die Sprche sein… Welche Berufsgruppe kann man in ihrem Handeln beeinflussen, indem man sie veralbert (vorsichtig ausgedrckt)? Thema verfehlt, Umsetzung induskutabel… nee, Frau Hendricks! Sie bewegen sich eindeutig in den falschen Kreisen, wenn Sie meinen, dass solche Anwrfe etwas Fruchtbares hervorbringen knnten! Reden Sie einmal mit den konventionell wirtschaftenden Bauern – dann wrden Sie ganz schnell merken, dass die ganz andere Probleme haben, denen mit ein bisschen Gequatsche nicht beizukommen ist.

     
  12. 35

    Übrigens sind auch hier wieder interessante Mechanismen zu beobachten, hinsichtlich Äste absgen, auf denen man selbst sitzt.

    Ich denke, wir knnen uns einig sein, dass hinter dem organisierten Protest, passend zum wichtigen Wahljahr, die eine oder andere politische Organisation steckt, die in der Landwirtschaft ihr Whlerpotential vermutet. Die treuen Basismitglieder oder Sympathisanten waren auch prompt auf der Stelle, weil sie ihr Ansehen und ihre Existenz auf dem Spiel sehen.

    Vielleicht sehr kurzsichtig gedacht, denn gerade die politischen Organisationen, die von Handelsabkommen wie TTIP schwrmen, die Bildung von Oligopolen in der Wirtschaft, in der Lebensmittelindustrie befeuern, sind fr die kleineren und mittleren Betriebe mittelfristig die wohl grte Bedrohung. Statt den einzig richtigen Weg zu gehen, den auch die Gesellschaft mittragen wrde, tritt man nun im bertragenen Sinne auch noch kostenlos im Werbespot derer auf, die den Galgen lngst geknotet haben.

    Das ist kein Einzelfall! Es gibt eine interessante Studie zur US-Wahl, dass der Whler bei solchen Gelegenheiten die Rolle des Ökonomen, desjenigen, der normalerweise auf seinen Vorteil bedacht ist, pltzlich abstreift und rein ideologische Wahlentscheidungen trifft, auch wenn es absehbar zu persnlichen Nachteilen fhrt.

     
  13. 34

    ……..es kommt auch darauf an, aus welchen „Bestandteilen“ die aufgebrachte „Glle“ fr den Kreislauf unserer Ernhrungskette, zusammengesetzt ist…….

     
  14. 33

    @21 jb … und deshalb ist es so wichtig, dieses Thema mal grundlegend anzupacken. Die Rge von der EU gab’s ja schon.

    In der Landwirtschaft sind immer noch Reste von feudalistischem Denken anzutreffen. Wer Land und Hof besitzt (und nicht gerade am Existenzminimum rumkraucht, was natrlich auch vorkommen kann), hat fter mal eine Art Standesdnkel und Besitzstandsdenken, die mich schon immer sehr gewundert haben. Aus nchster Nhe habe ich miterlebt, was da alles schwarz gehandelt wird, wie nicht nur Landmaschinen mit Billigdiesel betankt wurden, wie auskmmlich die Milchrente war (ist?), welche Agrarsubventionen es gibt, wie oft polnische Arbeiter eingesetzt werden … Landwirte sind wichtig, ja (Krankenpflegepersonal auch), die Arbeitszeiten sind schwierig, ja (aber woanders auch), die Arbeit ist hart, ja (die manch anderer auch) … aber wenn Landwirte sich nicht als Teil des Ganzen begreifen, wird Natur- und Umweltschutz fr sie zweitrangig bleiben (erhebe keinen Anspruch auf Übersicht ber die Situation aller Landwirte, ist aber mein persnlicher Eindruck) …

     
  15. 32

    @Dietmar Shields… Die Regeln sind aber nicht fr den Bauern sondern fr den Verbraucher ansonsten wrden Sie bei mir vor der Tr hngen und nicht wie geplant in Grostdten … Ich kann aber nicht eine Ackerbauliche Dngung auf Einen Satz begrenzen und mit dieser Bildlichen Sprache wird suggeriert das Dnger schlecht ist. Dnger ist aber Absolut notwendig ( egal aus welcher Quelle ) damit Pflanzen und damit auch unsere Nahrung berhaupt wachsen knnen. Ich halte mich mit Sicherheit an die Gestze aber erlebe es immer Öfter das beim ersten Gllefass auf dem Acker das Ordnungsamt alarmiert wird weil zuviel Gedngt wird. Diese Plakate ndern nur die Einstellung der Bevlkerung zur Landwirtschaft ( demnchst gilt dadurch jedes Gllefass als Bedrohung ) und nichts an der Nitratbelastung im allgemeinen ( das tuen in der Tat nur Gesetze und Verordnungen )…

     
  16. 31

    Hat die Veganerin Angst um den Fuchs, macht das Rahausglockenspiel keinen Mucks.

    Hat der Brger die Taschen leer, wurde die Steuerlast mal wieder mehr.

    Irgendwie wird man in der letzten Zeit das Gefhl nicht mehr los, von Vollpfosten regiert zu werden, denen es anscheinend nicht mehr um Lsungen und Zukunftsorientierung geht, sondern ausschlielich um Mediengeilheit, Machterhalt und persnliche (finanzielle) Sicherheit.

    Da ist es natrlich leicht, die Landwirte als Umweltverpester, Tierquler usw. unter Generalverdacht zu stellen. Sind ja in der Regel auch alteingesessene CDU-Whler.

    „Liebe Frau Hendricks, bitte wettern Sie auch gegen die Chemieindustrie, die verlogene Automobilindustrie, gegen die geldgeilen Banken. Am besten fordern Sie deren Abschaffung, damit die Welt wieder besser wird. Aber das werden Sie natrlich nicht tun, denn das wren ja traditionell SPD-Whlerstimmen.“

     
  17. 30

    @JUH #23

    Da ist er wieder…der alte Verschwrungstheoretiker Habedank… Es wre auch zu schn gewesen, wenn ihr Kommentar ohne persnliche Anfeindungen und schwachsinnige Behauptungen auskommen knnte..

     
  18. 29

    Dem Inhalt der Plakate kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich sehe das nicht so, dass sich diese nun gegen die Landwirte/Landwirtschaft richten und mit Sicherheit wird kein Bauer „an die Wand gestellt“. Gut sind sie geworden, die Plakate. Die Sorgen und Probleme der Landwirte kann ich verstehen, aber sich jetzt diesen Schuh anzuziehen ist vllig berzogen …

     
  19. 28

    @27
    Ich drcke es mal so aus nachdem ich mir diese Regeln mal durchgelesen habe.
    Das sind alles bekannte Mngel in der Vieh- und Landwirtschaft die schon seit Jahren auch seitens der Umweltverbnde immer wieder angeprangert werden.
    Nur diesmal wurden sie von Frau Hendricks Ministerium in witziger Form (als Bauernregel) geballt auf 10 Stck zusammengefasst!
    Natrlich werden alle Bauern ber einen Kamm gescheert und es gibt auch Bauern die inzwischen umgedacht und umgestellt haben.
    Aber es zieht sich immer der den Schuh umgehend an der ihm auch passt.
    Also geh ich mal davon aus das alle die dort gestern in Kleve demonstriert haben, immer noch gegen die ein oder andere Regel dann auch wiederhin verstoen.

    Aber positiv, durch den Aufreger der Bauern, bekommen das viel mehr Verbraucher durch Rundfunk, Fernsehen, Printmedien, SozialMedia nun mit, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden.

     
  20. 27

    Hier kann man brigens eine PDF mit allen Regeln downloaden. Vl. kann mir irgend jemand, der sich betroffen fhlt, an wenigstens zwei dieser Regeln erklren, warum er darber emprt ist. Ich mchte das gerne verstehen!

    http://www.bmub.bund.de/service/publikationen/downloads/details/artikel/neue-bauernregeln/

    Das ist der direkte Link:

    http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Umweltinformation/bmub_neue-bauernregeln_2017.pdf

    @HerRmann, in der Tat! Bis vor wenigen Stunden waren mir diese Regeln unbekannt. Erst durch die landesweite Emprung bin ich berhaupt darauf aufmerksam geworden. Vl. hilft dieses Eigentor zumindest insofern, dass nun endlich ber die Probleme der Lebensmittelindustrie diskutiert wird. So geht es jedenfalls nicht weiter.

     
  21. 26

    Ich kann keinem jugendlichen oder jungen Erwachsenen empfehlen seine Zukunft in der Landwirtschaft zu suchen. Schei Arbeitszeiten schei Bezahlung und das Image wird seit geraumer Zeit von Medien mit Halbwahrheiten und Unwissen zerstrt. Das sich jetzt noch die Politik in Anfhrungszeichen Frau Hendriks auf diesen Niveau begibt setzt dem Ganzen Die Krone auf ( Damit begibt Sie sich im Übrigen auf die selbe Stufe mit Pegida und AFD ).

     
  22. 25

    @18. agrarindustriemitarbeiter
    das hat nichts mit Abfahren und Ernten zu tun, das Zeug wird aktiv in die Landschaft gefahren.
    Dass es im Wald noch hher auftritt, hat wie rd schon gemeldet hat, mit Fliessrichtung zu tun, und der Tatsache, da wegen der Beschattung im Wald die Aufnahme durch die (wenige)Vegetation so gering ist.

    Aber wenn ich sehe, da z.B. das Leitungswasser in Bocholt nur 10mg Nitrat /l hat, sind die niederrheinischen Landwirte wohl (zumindest in der Vergangenheit) besonders aktiv gewesen.

     
  23. 24

    @19 rd Ich schtze Frau Hendricks als verstndige Frau, und das nicht erst seit heute. Um so unverstndlicher find ich die zur Debatte stehende Kampagne, und die Tatsache, dass Frau Hendricks, der nicht entgangen sein kann, dass die (neuen, teuren) Bauernregeln das intellektuelle Niveau der Dekrete und Tweets eines gewissen befreundeten Staatsoberhauptes noch unterschreiten. Diesen Schwachsinn dann auch noch zu verteidigen, kann ich berhaupt nicht verstehen. Dass an der Problematik dringendst gearbeitet werden muss, ist klar.

    Jeder ist fr Umweltschutz, nur muss es hier leider immer nach dem St. Florians-Prinzip gehen. Allerdings kann man da besser einmal nach Wageningen WUR schauen, dort arbeitet man mit Hochdruck an der Aufbereitung und umweltvertrglichen Verarbeitung von Glle und macht erhebliche Fortschritte. Vergleicht man die Auflagen, die den Bauern hier, und dort, jenseits der Grenze, gemacht werden, steht uns hier noch einiges bevor. Das ist der Grund, weshalb unsere Bauernschaft bereits jetzt so massiv auf die Strasse geht.

     
  24. 23

    Ich mag Frau Hendricks nicht besonders, gerade wg. dem Klever-Klngel, der Nitsch-Connection und dem vermeintlichem „Vertreiben“ von Frau E. Peters aus „ihrer“ Partei – aber in der Sache hat sie recht und ihr Statement unter #19 ist echt souvern!

     
  25. 22

    Eigentor fr die Landwirte!
    Durch die Treckeraktion wurden die „neuen Bauernregeln“ erst richtig bekannt. Das Umweltbundesamt darf sich ber diese Aktion bestimmt freuen. Auch wird mal wieder – wie man u. a. hier sieht – ber die Landwirtschaft diskutiert. Vielen Dank.

     
  26. 21

    @12 laloba (stellvertretend fr viele Posts ber Glle)
    Das Thema ist unendlich komplex.
    Glle ist nicht gleich Glle, und 10l sagt nicht so viel, es kommt auf Konzentration (je nach Tierart) und Inhaltsstoffe, vor Allem Nitrat , an.
    Daneben spielt Vegetation und Ausbringungstechnik sowie Zeitpunkt eine Rolle.
    Solange Bauern sich noch bezahlen lassen drfen, um zu dulden, das das Zeug auf ihrem Akker ausgefahren werden darf, sind wir auf einem vllig falschen Weg.

     
  27. 20

    @agrarindustriemitarbeiter Da muss ich eine Korrektur abbringen. Entscheidend ist die Flierichtung des Grundwassers. Die Entnahme sagt nur bedingt etwas ber die Herkunft aus.

     
  28. 19

    Hier das aktuelle Statement von Barbara Hendricks in dieser Sache:

    In den letzten Tagen hat sich eine berwltigende Anzahl von Menschen bei mir zur Kampagne „Gut zur Umwelt. Gesund fr alle.“ gemeldet. Ich will mich zunchst bei Ihnen allen sehr bedanken, die mich darin bestrkt haben, dass ich das so wichtige Thema „Umwelt und Landwirtschaft“ anspreche.

    Aber ich mchte an dieser Stelle vor allem zu Ihnen, den Landwirtinnen und Landwirten, sprechen, die vielfach mit Ablehnung und mit Emprung auf die Kampagne reagiert haben. Dass sich viele von Ihnen durch die Aufmachung der Kampagne persnlich angegriffen oder sich in ihrer Berufsehre verletzt sehen, tut mir leid – auch ganz persnlich! – denn das war selbstverstndlich niemals meine Absicht.

    Ich bin der Meinung, dass wir letztendlich alle die gleichen Interessen haben: Sie als Landwirte wollen als freie und selbstbewusste Unternehmerinnen und Unternehmer im Einklang mit der Natur gute Produkte herstellen und damit ein gutes Einkommen erzielen. Das ist absolut auch im Interesse aller Verbraucherinnen und Verbraucher und auch im Interesse von Umwelt-, Natur- und Artenschutz. Wenn wir uns darauf als gemeinsame Grundlage einigen knnen, dann lassen Sie uns in den Dialog treten! Gerne mit offenem Visier, deutlich in der Sache, gleichwohl mit Offenheit und mit gegenseitigem Respekt. Ich freue mich darauf!

     
  29. 18

    Die nitratwerte sind vor allem im Wald hoch wo nichts abgefahren /geerntet wird. Und in alten Siedlungen wo abwasserkanale morsch sind. Und wer regt sich auf wenn baywe und basf die luft verpesten fr Kunststoff der in die USA exportiert wird? Wie ist der wachsende Markt fr Suv’s und vans zu erklren? Erst vor der eigenen Tr kehren-aber nicht mit dem benzingetriebenen Laubsauger!

     
  30. 17

    Ich habe von der wenig nachhaltigen Landwirtschaft, weltweit, die Nase gestrichen voll und freue mich darber, dass endlich jemand diesen Gllekeller der hoch subventionierten und uerst fragwrdigen Agrarindustrie trocken legt! Frau Hendricks reicht hierzu sogar allen die Hand, und es ist ihr m.E. tatschlich gelungen, einen fr alle Seiten gangbaren Weg aufzuzeigen. Und dann kommt darauf solch eine Reaktion?

    Tuscht mich der Eindruck, oder hat hier eine bestimmte politische Organisation zum organisierten Wahlkampf geblasen?

    Frau Hendricks, ich finde ihre Partei zwar aus anderen Grnden doof, aber bitte hier standhaft bleiben!

     
  31. 16

    Ich denke, dass jeder Landwirt gerne auf Subventionen verzichten wrde, aber da der LEH fast nichts fr landwirtschaftliche Produkte zahlt, kann ohne kaum ein Landwirt berleben.

     
  32. 15

    Die gesamte Deutsche Wirtschaft exportiert ihr Erzeugnisse und niemanden strt es, wenn ein Landwirt seine Erzeugnisse exportiert wird gefragt ob das wirklich ntig ist. Warum ist das so? Nicht jeder Landwirt beutet den Boden und die Natur aus…

     
  33. 14

    @ 10 rd: Sagen die Stadtwerke…Die Stadwerke sagten auch, dass die Fhre Schanz weg muss, dass die Saturn Parkgarage in Stadtwerke-Hand sinnvoll ist, dass Kleve den gnstigsten Strom hat usw. …

    Der (ehemalige) Grenzbergang Elten z.B. ist ein „Glle-Hafen“; was da aus NL in D an Glle reinkommt, pat auf keine Kuhhaut mehr. Wenn denn so „sorgvoll“ mit der Glle-Aufbringung im Kreis Kleve umgegangen wird – wieso dann noch der Import von Glle in den Kreis???
    Als Bewohner der Dffelt, aber auch Vielfahrer in der Hetter (Emmerich), Uedem, Kevelaer und Staelen sind es zumindest gefhlt ungeheure Mengen und Zeitpunkte wo Glle auf die Felder kommt. Das Thema, mal mit Ausnahme der Stadtwerke-Eigenwerbung, wird und darf in „bauernland“ offenbar nicht diskutiert werden…

     
  34. 13

    Ist die protestierende Bauernschaft heute eigentlich mit subventionierten Agrardiesel angerollt oder gibt es den nicht mehr? Wer sich ber solche Plakate, die lediglich einen sensiblen Umgang mit Ressourcen fordern, aufregt sollte mal berlegen, warum er sich den Schuh anzieht.

     
  35. 11

    @9 Viele Landwirte sehen rot, wenn sie sich mit solchen Begriffen konfrontiert sehen … fragen Sie mal die NABU in Kranenburg oder fahren Sie ber die Drfer in der Dffelt, da hngen schon mal ganz ‚interessante‘ Plakate vor Bauernhfen, in Niel zum Beispiel

     
  36. 10

    @JUH Die hohen Nitratwerte aktuell sind der (Glle-)Dngung von vor Jahrzehnten zu verdanken. Zumindest nach dem, was die Stadtwerke sagen, wird aktuell nur soviel Glle ausgebracht, wie auch wieder verwertet werden kann.

     
  37. 9

    Kann mir mal jemand erklren, warum dieser Satz zu einer Demonstration fhrt: „[Landwirtschaft hat nur eine Zukunft,] wenn sie naturvertrglich ist und Artenvielfalt, Klimaschutz und die Gesundheit der Menschen mit bercksichtigt“.

    Ist daran was falsch???

     
  38. 8

    Somit war dann ja wenigstens heute ein, oder mindestens ein halber, Glle-freier-Tag in hiesigen Gefilden!
    Woher kommen denn die erbrmlich schlechten Grundwasserwerte im Kreis Kleve – wohl kaum vom Polit-Geslze..?

    @ 1: Fr ein paar Eier und ein bichen Schinken sind ganze Wohnungseinrichtungen, Teppiche, Omas Goldschmuck etc. ber die Hoftheke gegangen!

     
  39. 6

    Diese Plakataktion des Bundesministeriums verdeutlicht wieder einmal, was passiert, wenn verantwortliche Politiker den Kontakt zur (Partei)Basis, dem Whler und der Heimat verlieren.
    Die SPD hatte einen Hoffnungsschimmer und erstaunlichen Zulauf nach der Bekanntgabe des Kanzlerkandidaten Martin Schulz.
    Man hatte das Gefhl, es geht ein Ruck durchs Volk und Whlerschaft, auf dem Land aber auch in der gesamten Republik.
    Dann kommen einige Ungereimtheiten (doppelte Bezge des Herrn Schulz) ans Tageslicht, und Frau Hendricks startet diese Kampagne, zum Preis von 1,5 Mio. €.
    Msste das aus ihrem eigenen Portemonnaie bezahlen, statt aus Steuergeldern!
    Stumpfe Konfrontation anstatt das Gesprch mit den Landwirten zu suchen.
    Frau Hendricks tritt im Kreis Kleve fr die SPD an, ihr Direktmandat zu gewinnen.
    Ich denke mal, da werden ein paar Stimmen nicht auf ihrem Konto landen. Eigentor!
    Wie sagt man hier auf dem Land:
    „Was der eine mit Hnden aufbaut, schmeisst ein anderer mit dem Hintern wieder um.“

     
  40. 5

    @3 … vor allem die von Kindern und Jugendlichen, die in der Nachkriegszeit bei der Ernte halfen um fr die Familie etwas dazuzuverdienen … die wurden oft nicht gut behandelt, von der Bezahlung ganz zu schweigen … mein Vater erzhlte mal, dass sie, wenn der Bauer sie mal wieder schlecht behandelte, alles stehen und liegen lieen und wegrannten … beim nchsten Mal ging es dann wieder besser und die Brote fr die Pause waren dann auch nicht so knapp bemessen

     
  41. 4

    Zustnde fast wie in Frankreich … da gelten solche Proteste ja als normal

    Aber z.B. ber die Sache mit der Glle sollten die Landwirte mal nachdenken! Barbara Hendricks, bleiben Sie standhaft …

     
  42. 3

    1@…und das viele Bauern die Not der Leute massiv ausgenutzt haben sollten Sie vielleicht auch nicht vergessen.

     
  43. 2

    Haben die Landwirte nichts zu tun? Irgendwo gibt es doch bestimmt noch Glle, welche man aufs Feld kippen knnte.

     
  44. 1

    Da wettern Leute gegen die Landwirtschaft, die nach dem Krieg froh waren, wenn sie bei den Landwirten etwas essbares bekamen.
    Frau Hendricks betreibt seit vielen Wochen Wahlkampf in dieser Region. Nun geht die Sache nach hinten los. Richtig.