RE 10 ist, wenn der Zug um 3 Uhr nachts in Geldern endet und der Zugführer sagt, er weiß selbst nicht, wie er nach Hause kommen soll

Umfallen nicht mehr möglich: Fahrgastmassen nachts im RE 7

Jedesmal, wenn ich einen Artikel über die Regionalbahn geschrieben habe (zuletzt hier: RE 10: „Irgendwann kommt man irgendwo an“), denke ich, nun muss aber auch mal gut sein, schließlich wirken die Beiträge über das Scheitern selbst einfachster Bahnverbindungen so abschreckend, dass die Menschen vermutlich lieber wieder in ihre Blechkisten steigen, weil das immerhin das Gefühl vermittelt, das Schicksal selbst bestimmen zu können – und nicht schutzlos höheren Mächten des Wahnsinns ausgeliefert zu sein. Also halte ich, überzeugter und regelmäßiger Bahnfahrer, ein paar Wochen die Füße still und ertrage die alltäglichen Unzulänglichkeiten des Systems mit dem geübten Phlegma der Verzweifelten dieser Welt, bis mir dann aber nach einem neuerlichen Vorfall, der alles bisher Dagewesene nochmals um Längen übertrifft, nichts anderes übrig bleibt, als erneut zu schreiben, was in diesem Fall aber auch eine therapeutische Funktion hat, denn stünde mir nicht die Möglichkeit zu Gebote, das Geschehene in Worte zu fassen, wären andere Formen der Verarbeitung vorstellbar, an deren Ende ich längere Zeit von persönlichen Bewegungen aller Art ausgeschlossen wäre, außer Hofgang natürlich.

Wie so oft nahm das Unheil in Köln seinen Ausgang, wo von der U-Bahn-Station Neumarkt aus der Hauptbahnhof angesteuert werden sollte, jedoch aus einer kleinen Unachtsamkeit heraus stattdessen der Bahnhof Deutz zum Ziel der Fahrt wurde, was aber kein Problem darstellte, weil der Regionalexpress 7 (nach Hamm) über Düsseldorf fährt, sodass dann eben dort (und nicht in Krefeld ) der Umstieg in den Regionalexpress 10 erfolgen kann. Das weiß der geübte Bahnfahrer im Schlaf, und so löste diese kleine Unwucht beim Start keinerlei Besorgnis aus.

Allein, der RE 7 verspätete sich. 10 Minuten, Viertelstunde, ich weiß es nicht mehr, und es war am Ende auch egal. Vielleicht hätte mich stutzig machen müssen, dass der Zugführer nach der Einfahrt des Zuges mit seinem Smartphone die Situation auf dem Bahnsteig in Deutz filmte. Jedenfalls: Der Zug war so proppenvoll, dass erst beim sechsten oder siebten Einstieg überhaupt ein Platz zu finden war. Die meisten Türen brauchten mehrere Anläufe, um zu schließen, und, als sich der Zug am Ende in Bewegung setzte, standen die Menschen so dicht gedrängt, dass ein Umkippen nicht möglich war. Aber die, die im Zug waren, waren die Glücklichen, wie sich an den nächsten Bahnhöfen zeigen sollte. Denn jeweils wollten mehr rein als raus, und das ging natürlich nicht, bei jedem Halt blieben Menschen am Bahnsteig stehen, ohne jede Chance einzusteigen. Man hörte Rufe wie: „Das ist mein letzter Zug nach Hause, wie soll ich denn jetzt nach Hause kommen?“

Zug der Verweifelten

An jedem Bahnhof schichteten sich neue Minuten auf die Verspätung, der Anschluss in Düsseldorf war natürlich längst verpasst. Aber zum Glück gibt es ja noch den Lumpensammlerzug, Abfahrt Düsseldorf 1:38 Uhr, Ankunft in Kleve ca. 3 Uhr. Immerhin den konnte man noch erreichen, und so wähnte ich mich nach der Terrorstrecke Köln-Düsseldorf doch halbwegs glücklich, zwar später als gedacht, aber immerhin überhaupt noch nach Kleve zu gelangen. Ich Einfaltspinsel!

Der RE 10 traf schon mit einer Viertelstunde Verspätung aus Kleve kommend in Düsseldorf ein. Naja, eine Viertelstunde, was macht das um diese Uhrzeit schon?, denkt man sich. Doch irgendwann hielt der Zug auf offener Strecke, und der Zugführer teilte mit, er müsse nun vom einen Führerstand zum anderen laufen, um weiterfahren zu können. Wegen irgendeines Stellwerkfehlers war der RE 10 nämlich erst einmal in Richtung Neuss gefahren und hatte dann gewissermaßen gewendet (weshalb der Lokführer ans andere Ende des Zuges musste). Solche Aktionen dauern, und auch in den folgenden Minuten hielt der RE 10 wieder und wieder auf offener Strecke, weil irgendetwas nicht funktionierte. Auf die Uhr habe ich zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr geschaut, aber bis Krefeld hatte sich ca. eine Stunde Verspätung aufgetürmt.

Nach Krefeld, gegen halb 3 Uhr morgens, meldete sich der Zugführer. Er begann seinen Vortrag mit den Worten: „Sehr geehrte Fahrgäste, leider habe ich schlechte Nachrichten für Sie…“ Wer nun dachte, viel schlechter könnte es nicht mehr kommen, wurde eines besseren belehrt: „Dieser Zug fährt leider nur bis Geldern.“ Es folgte eine flehentliche Bitte: „Bitte schimpfen Sie nicht mit mir, ich weiß selbst auch nicht, wie ich nach Hause kommen soll.“ Die Erklärung des Zugabbruchs lieferte der Zugführer auch, samt einer Einordnung des Geschehens: „Das Stellwerkhäuschen in Kevelaer funktioniert nicht, ich weiß auch nicht warum, das ist doch gerade erst ganz neu gemacht worden, aber es ist immer kaputt.“

So hielt der RE in dieser Nacht noch in Kempen, Aldekerk und Nieukerk, um dann gegen 3:15 Uhr in Geldern mehrere Dutzend Fahrgäste in die Ungewissheit einer niederrheinischen Sommernacht zu entlassen. Mit einigen anderen Fahrgästen organisierten wir uns ein Taxi, das immerhin eine Siebener-Gruppe für 116,30 Euro nach Kleve brachte. Was aus den anderen Fahrgästen geworden ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht stehen sie immer noch in Geldern (unser Taxifahrer war zu diesem Zeitpunkt der einzige, der im Einsatz war, der zweite machte gerade Feierabend und durfte auch nicht länger fahren (Stundenlimit erreicht, Berufsgenossenschaft)).

Rettung Niers-Taxi

Immerhin weiß ich jetzt, dass der Taxifahrer Anhänger des Hamburger Sportvereins ist. Es gibt also auch andere Menschen, die ein schweres Los zu tragen haben. Aber was ist das schon, verglichen mit den Qualen, denen ein durchschnittlicher RE-10-Kunde ausgesetzt ist?

Die Verhältnisse sind für ein Land wie Deutschland (siehe: führende Industrienation, allerlei Bekenntnisse für den Bahnverkehr, gerade 60 Millionen in die Strecke Kleve-Geldern investiert) einfach nur peinlich.

Deine Meinung zählt:

126 Kommentare

  1. 125

    Hat rd ja noch Glück gehabt mit dem Taxi. Bin vor Jahren mal am Bahnhof in Biberach (Baden-Württemberg) gestrandet. Da war ohne Vorbestellung schon ab 20 Uhr kein Taxi mehr zu kriegen. Nach mehreren Anrufen hat sich dann jemand erbarmt und nach 2,5 Stunden doch noch einen Fahrer geschickt. Ob alle einschlägigen Vorschriften eingehalten wurden, wollte ich damals nicht wirklich wissen.

     
  2. 120

    Die blöden Idioten in der Bahn mögen bitte nächstes Mal die Masken aufsetzen so sieht die gar nicht einsteigen lassen das ist unmöglich was für Idioten in der Bahn

     
  3. 119

    @D.Weidner: klingt gut, die Mobilitätsgarantie. Diese ist aber bis zu einem bestimmten Betrag gedeckelt. Der Fahrgast kommt zwar seinem ursprünglichem Ziel näher, aber nicht unbedingt ans Ziel… bei dem geschilderten Fall wäre Herr Daute vermutlich bis Goch gekommen, denn der Höchtbetrag zwischen 20:00 Uhr und 5:00 Uhr ist 60,- €, sein Beleg war aber 116,-€.

    @ H.-U. Marquardt: die Strecke gehört der DB-Regio und hat diese an den VRR vermietet. Für den VRR fährt die Nord-West-Bahn.
    Wenn also Verspätungen aufgrund defekter Züge oder Zugausfälle weil Fahrzeuge nicht vorhanden oder defekt sind, keine Lokführer da sind, ist das der Verantwortungsbereich der NWB.
    Bei Signal-, Weichen- und Bahnübergangsstörungen oder unbesetzte Stellwerke liegt die Verantwortung bei der DB Regio.
    Die Nutzer des RE 10 sind aber Kunden des VRR.

    Benno

     
  4. 118

    Und deswegen habe ich den FVV (Frankfurter) und späteren RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) 38 lange Jahre ertragen müssen. In den 1980er Jahren haben wir manchmal bei -10°C eine Stunde auf ausfallende Züge warten dürfen, selbstredend keinerlei Durchsage, die Bahn hatte das Geld für das komplette Jahr schon eingestrichen, da muß man keinen Service mehr bieten. In Tokio gilt ein Zug schon mit wenigen Sekunden als verspätet. Wenn die angebliche Pünktlichkeit der Futschen Bahn berichtet wird, fällt – warum wohl! – der Nahverkehr immer komplett hinten runter. Mich sieht der hochgelobte ÖPNV nicht mehr.

     
  5. 117

    Ich fahre eigentlich sehr gerne mit der Bahn, aber leider habe ich meine Regionalbahnerfahrungen hier wiedergefunden. Ich pendle mit dem RE 16 von Iserlohn nach Hagen, das sind etwas über 20 km. Der Betreiber erst Abellio, jetzt DB.
    Auf dieser kurzen Strecke kann nicht viel schieflaufen, dachte ich anfänglich, wurde aber eines Besseren belehrt. Für 9 € im Monat tue ich mir das nochmal an, aber für die regulären 160 € im Monat, ohne die Möglichkeit, kostenfrei auf den Bus auszuweichen, nicht mehr.

    Ich habe einfach keine Lust, mehrmals in der Woche, nach Feierabend, mehrere Stunden bis nach Hause zu brauchen. Auf einer Strecke von etwas über 20 km, in diesem reichem Industrieländ, in dem die Bahn leider kaputtgespart wurde.

     
  6. 115

    Das Erlebnis im RE10 würde ich mal dem Verkehrsverbund VRR schildern. Das geht ja überhaupt nicht das die Fahrgäste nachts allein in Geldern stehengelassen werden, da hätten die wenigstens ein oder mehrere Taxen auf Kosten der Bahn bestellen müssen. Es gibt in NRW auch eine Mobilitätsgarantie, wo man sich teilweise Taxikosten erstatten lassen kann. https://www.mobil.nrw/service/mobigarantie.html

     
  7. 114

    @110 Benno und @109 Michaela

    Achtung Benno, den RE 10 gibt es mehrmals (in anderen Bundesländern und anderen Relationen) in Deutschland!

    @109 Michaela – berichten Sie wirklich vom RE10 Düsseldorf – Kleve in NRW, oder meinen Sie einen anderen RE10 (eine andere Verbindung)?

    Da fällt mir der Tom wieder ein, der ist ja offenbar auch nicht von „hier“.

    Gruß Mitleser

     
  8. 112

    Nach Aussagen des Bahnvorstands, will die DB ihre Fahrgastzahlen bis 2030 verdoppeln. Das sollte genug Ansporn sein, um mit der Bahn zu fahren. Also liebe Autofahrer, quetscht euch in volle Züge und lasst euer Auto in der Garage. Denkt an die Umwelt und fahrt mit der Bahn👍

     
  9. 111

    Natürlich kann sich jeder und jede aus der Diskussion ausklinken wann er oder sie es möchte. Aber auffällig ist, dass oft dann nicht mehr gepostet wird, wenn die Argumente ausgegangen sind bzw. sich Argumente als nicht oder nicht so stichhaltig erwiesen haben. Wenn ein Interesse an der Auseinandersetzung mit einem Thema wie hier z.B. Bahn, ÖPVN und Verkehrswende besteht, endet diese im Idealfall nicht mit der ersten Diskussionsphase in der der Gegenseite versucht wird klarzumachen, dass sie sich irrt.

     
  10. 109

    Ich finde den Shit Storm auf die DB nicht gerechtfertigt .

    Ich fahre regelmäßig RE 10
    Alles okay
    Voll klar, immer voll
    Aber es wäre gut wenn wir Deutschen auch mal loben könnten, anstatt nur zu motzen

     
  11. 108

    Es muss auch nicht um die Frage Auto oder ÖPNV gehen, sondern um sowohl als auch.

    Die Mobilität kann sich mehr zugunsten der ÖPNV-Nutzung verschieben, wenn das Angebot besser wird.

    Am Ende sitzen wir dann in (autonom fahrenden) E-Autos und/oder in E-Bussen und Zügen.

    Man muss nicht den Individualverkehr an sich verteufeln, sondern wenn schon, dann die Art des Antriebs.

    Viele Leute lieben die individuelle Mobilität und werden sich, was den Antrieb angeht, umgewöhnen (müssen).

     
  12. 107

    @Tom

    Sie gehen von folgendem aus:

    Die Bahn und der ÖPVN wären in ganz Deutschland sowohl vom Angebot d.h. bediente Strecken, Takt, Kapazität und Zuverlässigkeit so gut, dass (fast) niemand ein Auto benötigen würde um zur Ausbildung, zur Arbeit, zu Ärzten und privaten Zielen zu kommen.
    Hohe Anzahl von zugelassenen Autos (48,54 Millionen)
    Die Civey-Umfrage (veröffentlicht worden im Tagesspiegel) wonach die Mehrheit der im Januar 2022 befragten Autobesitzer auf die Frage, ob sie im Jahr 2022 ihr Auto abschaffen würden, mit nein antworteten.
    Geringe Investitionen in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten in die Bahn und den ÖPVN

    Daraus ziehen Sie den Schluss, dass die Mehrheit der Menschen, die einen Führerschein haben, die Bahn und den ÖPVN künftig nicht (oder nicht häufiger) nutzen würden, sondern wie bisher vor allem das Auto.

    Zu 1. Metropolen und auch deren Vorstädte haben i.R. ein flächendeckendes ÖPVN-Netz (im Kernbereich mit hoher Frequenz bedient und über ein weiten Bereich des Tages d.h. von früh morgens bis in die Nacht) so dass es für viele Menschen dort möglich und oft auch sinnvoller ist ÖPVN statt Auto zu nutzen.
    Das ist aber längst nicht in ganz Deutschland der Fall.
    Sie gehen von Ihren Möglichkeiten (guter ÖPVN in der Nähe einer Großstadt) aus und verallgemeinern sie für alle.

    Zu 2. Das ist Fakt.

    Zu 3. Wer vom Auto auf ÖPVN umsteigen möchte, kann dies relativ einfach tun, wenn sie oder er in einem Bereich lebt wo der ÖPVN gut ausgebaut ist. Hätte die Civey-Umfrage erfasst, ob der befragte Autobesitzer in einem Bereich mit gut ausgebautem ÖPVN lebt oder in einem Bereich mit spärlichem ÖPVN-Angebot, dann hätte die Umfrage Rückschlüsse auf die Einstellung zur Nutzung von Autos und ÖPVN liefern können. Wer die Möglichkeit hätte einfach und relativ zügig mit ÖPVN an seine Ziele zu kommen, aber grundsätzlich und auch in den kommenden Jahren das Auto statt des ÖPVN nutzen möchte, hat mit großer Wahrscheinlichkeit kein Interesse an der Verkehrswende oder ist zumindest nicht bereit selbst einen Teil dazu beizutragen. Den Nachweis, dass die befragten Autobesitzer, die ihr Auto im Jahr 2022 nicht abschaffen möchten, diese Einstellung haben, ist nicht erbracht worden.

    Zu 4. Das ist Fakt. Allerdings lässt das nicht den Schluss zu, dass dies ausdrücklich auf den Wunsch der Mehrheit der Wähler geschehen ist. Ein anderer triftiger Grund wurde bereits genannt.

     
  13. 106

    Typisch Deutsche Bahn AG , bei der Deutschen Bundesbahn früher gab es so etwas nie.

     
  14. 105

    Ich fahre schon mehrere Jahre mit dem R10, jeden Tag ist was anderes. Seit den 9€ ticket fährt teilweise auch nur ein Triebwagen und da müssen dann alle rein. Das ist herrlich.

     
  15. 104

    @101 Nadja Als Frau muss man sich ein paar Dinge überlegen, wenn man Bahn fährt. Nachts umsteigen besser vermeiden.

     
  16. 103

    @96.

    “ Nicht 83. ist persönlich beleidigend, sondern 53.”

    Sorry, nicht 53. sondern 55.
    53. ist eher ein allgemeines vors Schienbein treten.

     
  17. 102

    Das hast du sehr schön geschrieben!
    Nur die Tatsache, dass das geschrieben werden musste, ist traurig. Zudem kommen solche Geschichten immer wieder vor – egal ob bei Köln oder Frankfurt (am Main), wo ich häufiger unterwegs bin.

     
  18. 101

    Nachts in Deutschland mit den Zügen zu fahren ist auch eine riskante Sache. Ich fuhr mal von der Schweiz etwas früher als Ihre Uhrzeit nach Hause. Meine Bahn hatte zwanzig Minuten Verspätung und ich saß auch erstmal in einer Stadt, die ich nicht kannte, fest und suchte nach einer Bahn, die mich wenigstens irgendwie in mein Bundesland bringen konnte. Von dort aus hatte ich zwei Minuten, bis ich einen ICE nach Hause erwischte. Allerdings war ich da schon seit fast 24 Stunden auf den Beinen (weil den ganzen Tag lang wichtige Dinge anstanden) und total müde. Zum Glück erwischte ich diese Bahn noch, ansonsten hätte ich drei Stunden mitten im Nirgendwo alleine gewartet, was u.A. an sich schon gefährlich ist.

    Und das nur wegen zwanzig Minuten einer Bahn, allerdings mitten in der Nacht.

    Seitdrm fahre ich nur noch tagsüber, außer es geht nicht anders.

    @ P.Hausen:

    Es gibt auch viele Menschen, die kein Auto haben und generell auf die Öffis angewiesen sind. (Autos und Führerscheine sind an sich schon teuer und in großen Städten zählt man Unsummen für Parkplätze, sodass es oft automatisch viel günstiger ist, nur die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.) Was können diese Leute, die eh so gut wie jeden Tag in der Bahn sitzen, dafür, wenn diese überfüllt sind?

     
  19. 100

    Heute verabschiedete sich der RE10 „blitzSauber“ ( oder blitzGescheit-ert ? )
    in seine „SommerFerien“ bis zum Advent :
    Züge aus dDorf waren 15, 35 und 50 Minuten verspätet.
    Ob einer ganz ausfiel ?
    Grund :
    Weiche zwischen D bzw. NE und MeerBusch “ wurde repariert „.
    Sie war vom Blitz getroffen worden !

     
  20. 99

    @ P. Hausen:
    Sollte sich Ihr Kommentar auf den von mir verlinkten RP-Beitrag in meinem Post 97 beziehen, wäre Ihr Kommentar absolut deplatziert. Gründe der Ausfälle, soweit konnte ich lesen, Bahnübergangs- sowie Stellwerksstörungen.

    Benno

     
  21. 98

    Tja,das kommt davon wenn man billig fahren will.Das mit dem 9,00- Euro Ticket viele Züge überfüllt sind,war abzusehen.Ich sage nur selber schuld !

     
  22. 97

    @ Tom:

    Gestern liefe es mal wieder „super“ auf der Strecke des RE10: https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/der-niersexpress-fuhr-gestern-mit-verspaetungen-oder-gar-nicht_aid-71820777
    Die Deutsche Bahn hat wieder alle Register gezogen. Zur Info für Sie: auf dieser Strecke werden 60 Millionen verbaut, daß es besser laufen soll. Doch bisher kommt nichts davon beim Reisenden und Berufspendler an.

    Leider ist der Bericht hinter der „Bezahlschranke“. Aber anhand der ersten Sätze kann sich jeder ausmalen, was den Reisenden und Pendlern zugemutet wurde, vielleicht gibt es auch jemand der den Bericht hier als Kopie einstellen kann.
    Daher ist das Auto in unserer Region wichtig, um zuverlässig zur Arbeit zukommen oder wichtige Termine wahrzunehmen.

    Benno

     
  23. 96

    @55. Anmerkung

    “@53 Tom Haben Sie eine Umfrage gemacht, die für ganz Deutschland repräsentativ ist? Oder saugen Sie sich Ihre Thesen aus den Fingern?

    Sie sind also jemand, den die Verkehrswende nicht interessiert, wie Sie sagen.

    Ihnen geht die Bahn am Arsch vorbei.

    Aber dann nicht von sich auf alle anderen schließen und das in jedem Post ohne Grundlage wiederholen.”

    @89. Anmerkung

    “@83 Tom Ich kann nicht erkennen, wo in Post 82 es persönlich wird.

    Empfinden Sie schon eine Nachfrage oder einen Hinweis als persönlich?”

    Nicht 83. ist persönlich beleidigend, sondern 53.

     
  24. 94

    @91 Dann haben Sie den Unterschied ja nun verstanden.

    @90 Spoyboy. Siehe Post 61 von Mitleser.

     
  25. 93

    @58. Tom In der von Ihnen erwähnten Umfrage (Civey) im Tagesspiegelartikel, wo man leider nur den Kurztext lesen kann es sei denn man registriert sich, ist erwähnt, dass es um das Jahr 2022 geht. Die Frage war ob Autobesitzer das eigene Auto im Jahr 2022 (die Umfrage ist von Januar 2022) behalten wollen. Das sagt wenig bis nichts darüber aus ob die Befragten grundsätzlich und vor allem mittelfristig auf den ÖPVN umsteigen oder nicht umsteigen würden.

     
  26. 92

    Es bestehen große Unterschiede zwischen Stadt und Land d.h. wenig ÖPVN vs. viele ÖPVN-Ressourcen, niedrigem und hohem Einkommen, jüngeren und älteren Menschen (Auto ist eher nicht bzw. ist ein Statussymbol)

    Dazu zwei Artikel:

    Mobilität in Zeiten des Klimawandels:

    “Möglicherweise verstärken sich die bestehenden Unterschiede, etwa zwischen Kernstädten und ländlichen Regionen, zwischen Geringverdienern und Haushalten mit einem hohen Einkommen und innerhalb der Abfolge der Lebensphasen, zukünftig noch. Bei den Jüngeren mehren sich die Hinweise, dass die Informations- und Kommunikationstechnik die Bewegung im Raum grundlegend ändert und das Auto zugleich seinen Status als bevorzugtes Prestigeobjekt einbüßt. Ein Hinweis auf die sich öffnende Schere zwischen Stadt und Land sowie zwischen Jung und Alt könnte sich in der Entwicklung des Pkw-Besitzes von 2002 bis 2017 zeigen. In allen Regionstypen mit Ausnahme der Metropolen ist in diesem Zeitraum der Pkw-Besitz bezogen auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner gestiegen. Das Wachstum ist in den dörflichen und kleinstädtischen Räumen am stärksten. Ein wichtiger Grund dafür dürften fehlende digital unterstützte intermodale Verkehrsangebote sein. Wo es keine Bus- und Bahnanbindungen mehr gibt, werden beispielsweise auch keine Mietrad- oder E-Scooter-Angebote installiert, wie man sie in fast allen großen Städten kennt. Das bedeutet zugleich, dass die Abhängigkeit vom Auto weiter steigt.”

    https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/datenreport-2021/umwelt-energie-und-mobilitaet/330367/mobilitaet-in-zeiten-des-klimawandels/

    Pkw-Verfügbarkeit

    “ Was begünstigt nun den motorisierten Individualverkehr? Lassen sich Bedingungen identifizieren, die eine Autonutzung wahrscheinlich machen? Neben dem bereits angeführten Siedlungstyp korrelieren die Haushaltsgröße und vor allem das Haushaltseinkommen mit der Autonutzung. Die Anzahl der im Haushalt verfügbaren Pkw steigt mit dem Nettoeinkommen. Während 2017 in 53 % der Haushalte mit einem sehr niedrigen ökonomischen Status kein Pkw zur Verfügung stand, besaßen in den Gutverdienerhaushalten (sehr hoher ökonomischer Status) nur 8 % kein Auto. Die Abnahme der autolosen Haushalte in den dazwischenliegenden Einkommensklassen zeigt die Korrelation deutlich: Je höher das Haushaltseinkommen, desto umfänglicher die Pkw-Ausstattung; bei den Haushalten mit einem hohen und sehr hohen ökonomischen Status stieg zudem der Anteil der Zweit- und Drittwagen kräftig an. Bei den Haushalten mit einem sehr hohen ökonomischen Status machte der Anteil der Haushalte mit mehreren Pkw bereits mehr als 90 % aus.”

    https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/datenreport-2021/umwelt-energie-und-mobilitaet/330362/pkw-verfuegbarkeit/

    Es ist eine steile und bisher unbewiesene These das “die überwältigende Mehrheit ein Auto besitzt” UND nicht bereit wäre zukünftig auf das Auto zu verzichten. Der Beweis für die UND-Verknüpfung ist nicht erbracht worden und wird auch kaum zu erbringen sein.

    In dem Post von Justin ist ein Link zu einer Umfrage ob sich Autofahrer eine vermehrte Nutzung von ÖPVN und Fahrrad vorstellen können.
    https://www.kleveblog.de/re-10-ist-wenn-der-zug-um-3-uhr-nachts-in-geldern-endet-und-der-zugfuehrer-sagt-er-weiss-selbst-nicht-wie-er-nach-hause-kommen-soll/#comment-436198

    Darauf wird aber nicht eingegangen. Der Nachweis, dass der ÖPVN überall gut genug ist um praxistauglich zu sein wird ebenfalls nicht geliefert.

    Dafür ist das Versagen der Bundesregierung was Bus und Bahn angeht gut dokumentiert. Das schließt nicht aus, dass die Bevölkerung auch Verantwortung trägt und sich sicherlich nicht alle verantwortungsvoll verhalten. Aber deshalb kann nicht die ganze Einwohnerschaft Deutschlands in einen Topf geworfen werden. Die Bevölkerung ist nun mal sehr unterschiedlich zusammengesetzt.

     
  27. 91

    @89 ….und das kommt von jemandem, der mir vorwirft ohne mich zu kennen, dass mir die Bahn am A… vorbeigehen würde. Mir erst vorwerfen, dass ich keine Daten habe und dann, nachdem ich die Daten geliefert habe, ins ad hominem stürmen. Ein Paradebeispiel wenn man keine Argumente hat.

     
  28. 90

    @89
    Ich empfinde eher Ihren Stil als arrogant angreifend, nicht den von Tom.
    Ich glaube, Sie verstehen seine Aussagen nicht.

     
  29. 89

    @83 Tom Ich kann nicht erkennen, wo in Post 82 es persönlich wird.

    Empfinden Sie schon eine Nachfrage oder einen Hinweis als persönlich?

    Das hier können Sie gerne als „persönlich werden“ bezeichnen, damit der Unterschied mal klar wird:

    Ich halte Sie für jemanden, der in seiner Schwarz-Weiß-Welt lebt und dort das Szenario „ich hier – dort die anderen“ aufgemacht, sich eingerichtet hat und sich in teils arrogantem Tonfall über Leute mokiert, die nachvollziehbarer Weise Zustände kritisieren, die geändert werden müsse. In jedem zweiten oder dritten Satz schwingt eine Abwertung mit.

    Ich hoffe, damit ist der Unterschied jetzt klar geworden.

     
  30. 88

    @87 Das „Dorf“ eine kleine Stadt, „die alles hat“.

    Wenn jemand mit alle, jeder hantiert in Bezug auf eine heterogene Gruppe, die nicht vollständig überblickt werden kann, dann hat sich jemand in die Übertreibung gerettet.

    @Tom Ob Sie was akzeptieren oder nicht, ist völlig wurscht.

     
  31. 87

    @82

    Jeder, aber wirklich jeder hat ein Auto.

    Das hat Tom wenn ich richtig lese gar nicht als eigene Meinung gepostet, sondern er hat den Zustand im besagten Dorf beschrieben.
    Wie gesagt, das nehme ich ihm auch ab. Wahrscheinlich Münsterland, Emsland, Ostfriesland oder so.

    Ehrlich gesagt, das trifft doch sogar schon für Rindern oder Materborn zu. Auch das mit den SUV-Mamas vorm Fussballplatz. Das war sogar schon zu meiner Jugendzeit in den 80ern so. (Nur mit „normalen“ Autos.)

    Vor ca. 10 Jahren gabs dazu schon mal einen Artikel mit dem Titel „Problem Mama-Taxi“ vor der Grundschule in Reichswalde oder so.

    Man muss auch sehen: Wenn ich in der Unterstadt wohne, sind zum Bahnhof ein paar Meter. Wenn ich von Reichswalde nach Krefeld muss, kann ich verstehen dass man gleich das Auto nimmt. Von Reichswalde zum Bahnhof mit dem ÖPNV ist doch schon ne Weltreise.

     
  32. 86

    Zitat 81 Tom:

    Einwohner mit X Autos im Haushalt
    2021

    35,8 Mio. 1 Auto
    18,83 Mio. 2 Autos
    3,24 Mio. 3 Autos
    12,66 Mio. Kein Auto

    Hätten Sie vielleicht auch Zahlen von 1980? Denn da war die Bahn noch ein Staatsunternehmen und fuhr in GANZ Deutschland noch pünktlich.

    Was meinen Sie, wieviel Autos davon aus purer Verzweiflung gekauft wurden, weil es im ÖPNV nicht mehr zuverlässig läuft?

    Benno

     
  33. 85

    @81 Tom:

    Meinen Sie, daß ich sie nicht verstanden habe? Vielleicht möchten Sie mich nicht verstehen?
    Unsere Züge hier sind zu 50% pünktlich, Ihre zu 90%.

    Wer von uns beiden ist wohl glücklicher mit der Zugverbindung und muss sich nicht so oft ärgern?
    Wer von uns beiden hat wohl die zuverlässigere Zugverbindung?
    Die Strecke des RE 10 zwischen Kleve und Krefeld ist ein Paradebeispiel, wie Menschen die Begeisterung für den ÖPNV genommen werden kann. Damit die Menschen pünktlich zur Arbeit erscheinen, werden Sie gezwungen, mit dem Auto zu fahren. Es kann ja sein, daß zum Beispiel vormittags kein Stellwerk besetzt ist. Dann fahren wir mal eben 1,5 Stunden für eine Strecke länger.

    Ist doch toll, oder? Es lebe der ÖPNV am unteren Niederrhein.

    Verallgemeinern Sie doch nicht bitte Ihre Lebenssituation auf unsere Region. Hier tickt alles ein wenig anders.

    Benno

     
  34. 84

    @81. Tom Erwischt! Ich habe noch nachschauen wollen wie viele Menschen unter 18 Jahre (Führerschein zwar früher möglich aber Besitzen eines Autos nicht) in Deutschland leben und es dann vergessen. Das passiert, wenn man zwischen Tür und Angel postet. Aber schön abgelenkt von den von Ihnen behaupteten 60 Millionen Autos in D.

    Zitat aus 73.:
    “ wenn in Deutschland fast 60 Mio. Menschen angeben, dass sie mindestens ein Auto im Haushalt haben und nur 12 Mio. sagen, dass sie nicht fahren. “

    Haben Sie eine Quelle für diese Aufstellung?

    “ Einwohner mit X Autos im Haushalt
    2021

    35,8 Mio. 1 Auto
    18,83 Mio. 2 Autos
    3,24 Mio. 3 Autos
    12,66 Mio. Kein Auto”

    Sie schrieben in 81:
    “Ich habe dargelegt, dass das Argument ,,wenn doch nur die Rahmenbedingungen stimmen würden…“ nicht zutrifft, da bei uns alles stimmt und trotzdem jeder mit dem Auto fährt.”

    Wenn Sie das “darlegen” oder vielleicht sogar noch “belegen” nennen wollen, wird es abenteuerlich. Der ÖPVN ist sehr unterschiedlich. Sie können den ÖPVN in einer Großstadt und deren Peripherie nicht mit dem einer 50.000-Einwohner-Stadt auf dem platten Land und zudem noch in einem Grenzgebiet liegend vergleichen.

    “ Und bei mir wohnen alle Einkommensschichten. Selbst vor der Tafel ist Stau am Ausgabetag.”

    Dann nennen Sie doch die Stadt und den Stadtteil. In Köln und anderen Großstädten werden Sie in den sozial schwachen Stadtteilen sicherlich keine Staus vor der Tafel finden. Und in anderen Stadtteilen werden Sie kaum Hartz-4-Bezieher und Geringverdiener finden. Es sei denn welche, die früher mal gut verdient haben.

    Grundsätzlich stelle ich gar nicht in Frage, dass es viele Menschen gibt, die auf ein Auto nicht verzichten möchten, diese aber annähernd genau zu quantifizieren wird schwierig werden. Sie haben diese Gruppe von Menschen schon “quantifiziert” und sind zu dem Schluss gekommen, das das die große Mehrheit sein müsste. Die Beweisführung ist nicht wasserdicht. Selbst wenn die von Ihnen gemachte Aufstellung stimmen sollte, geht daraus nicht hervor wie viele von denen bei einem guten ÖPVN in ihrem Bereich doch auf das Auto verzichten oder es sehr viel seltener fahren würden.
    Ja, ich weiß, Sie gehen davon aus, dass überall der ÖPVN alltagstauglich ist. Das kann verneint werden.

     
  35. 83

    @82. Die 90 Prozent Pünktlichkeit ist meine persönliche Einschätzung. Meine Frau und ich fahren oft und haben selten Probleme. Das dies ein Einzelfall ist, ist mir klar. Ich will damit sagen, dass bei uns die Situation ideal ist und trotzdem jeder mit dem Auto fährt.

    Die Daten von statista belegen, dass die überwältigende Mehrheit ein Auto besitzt. Ihren Versuch mit Wortglauberei ein Argument zu bilden, akzeptiere ich nicht.

    Den Unterschied zu Pendlerzeiten habe ich dargelegt. Sie lesen entweder nicht sauber oder versuchen absichtlich meine Aussagen zu verdrehen, weil ihnen Argumente fehlen. Sie flüchten in argumentum ad hominem. Haben Sie noch sachliche Argumente und Fakten oder wird es jetzt persönlich, weil nicht sein darf was dem eigenen Weltbild nicht entspricht?

     
  36. 82

    @70 Tom

    „Wir haben einen Bahnhof von dem man in 15 Minuten in eine Großstadt fahren kann. Die Züge fahren mehrmals die Stunde und sind zu 90 Prozent pünktlich.“ (Hinweis: Mehrmals sind mindestens 3 Züge – und woher wissen Sie, dass alle Züge zu 90 Prozent pünktlich sind?)

    Jeder, aber wirklich jeder hat ein Auto.“ (Ist nirgendwo so)

    „Die Züge sind maximal zu 1/3 gefüllt – 15 Bahnminuten von einer Großstadt entfernt kaum vorstellbar. Jedenfalls nicht zu Pendlerzeiten.

    Dachte zuerst schon, es ist Goch. Aber das haut mit den 15 Minuten in die Großstadt nicht hin und mit dem RE10 sowieso nicht.

     
  37. 81

    @76 Sie wissen, dass Kinder nicht Auto fahren, oder? Menschen, die rechtlich gar kein Auto führen dürfen,.als ,, überzeugte Nichtfahrer“ zu verbuchen, ist ziemlich daneben.

    @Benno: Sie haben mein Argument nicht verstanden. Ich habe dargelegt, dass das Argument ,,wenn doch nur die Rahmenbedingungen stimmen würden…“ nicht zutrifft, da bei uns alles stimmt und trotzdem jeder mit dem Auto fährt. Und bei mir wohnen alle Einkommensschichten. Selbst vor der Tafel ist Stau am Ausgabetag. Nochmal: In Deutschland ist die Bereitschaft auf den ÖPNV oder das Rad umzusteigen kaum vorhanden. Das Auto ist einfach zu bequem. Ich sage nicht, dass es nicht Menschen gibt, die umsteigen würden, jedoch dieses Schwarze-Peter-Spiel allas ,,die da oben sind Schuld“ ist einfach falsch. Die große Masse der Deutschen fahren gerne Auto und würden auch dann nicht umsteigen, wenn die Situation so ist wie bei mir.

    Einwohner mit X Autos im Haushalt
    2021

    35,8 Mio. 1 Auto
    18,83 Mio. 2 Autos
    3,24 Mio. 3 Autos
    12,66 Mio. Kein Auto

    Mein Argument, dass die Mehrheit auf das Auto fokussiert ist, ist somit gedeckt. Ich könnte auch die Investitionssumme in die Bahn pro Person vs. den Straßenverkehr, das niedrige Preisniveau beim Parken, das Fehlen der Maut, die steuerlichen Vorteile, die Städteplanung usw. usw. aufzählen. Das wird doch nicht vom lieben Gott vorgegeben, sondern auf allen Ebenen der Mitbestimmung vom Volk entschieden.

    Deutschland ist ein Autoland und die überwältigende Mehrheit der Bürger wollen das so.

     
  38. 80

    @ Mitleser

    Ihr Frust ist verständlich und auch Ihre Aufforderung nicht auf einen Troll zu reagieren. Ich bin nicht der Ansicht, dass Tom ein Troll ist. Es gab schon diverse Trolle mit Verschwörungstheorien und wirklich kruden Kommentaren im Kleveblog. Mir ist die Meinung von Tom zu einseitig und denke, dass sie der gesellschaftlichen Vielfalt nicht gerecht wird. Allerdings ist es natürlich auch wahr, dass viele Autos auch für Kurzstrecken genutzt werden. Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren ist ein Klassiker, leider.
    Aber ich glaube es ist wichtig gerade wenn die Meinungen so unterschiedlich sind miteinander zu diskutieren. Dazu ist ein Stück weit die Bereitschaft sich auf andere Meinungen und Menschen einzulassen notwendig. Das bedeutet nicht unbedingt die eigene Meinung zu ändern, aber den anderen zuzugestehen, dass sie ebenfalls Informationen gesammelt und ausgewertet und sich eine Meinung auf der Grundlage von Argumenten gebildet haben. Ehrlich gesagt sehe ich diese Bereitschaft bei Tom bis jetzt noch nicht. Das könnte sich aber ändern.

     
  39. 79

    Ich kann den Bericht zum RE10 und der RE7 bestätigen. Ich fahre seit 11 Jahren von Aldekerk nach Neuss und es ist nicht zumutbar. Mittlerweile bin auch ich der Meinung, daß dieser Zustand gewollt ist. Anders ist das nicht mehr zu Erklären. So bekommt man niemanden dazu, vom Auto auf die Bahn umzusteigen, nur umgekehrt ! Armes Deutschland

     
  40. 78

    @Tom: nur weil Sie in der geschilderten Gegend wohnen, heißt es ja noch lange nicht, dass alle so ticken.
    Ich würde mich glücklich schätzen, wenn 90% vom RE 10 pünktlich wäre. Bei 6 Fahrten dieser Woche waren 50% nicht pünktlich (>10 Minuten). Trotzdem fahre ich noch Zug.
    Da, wo wir wohnen, fährt der letze Bus um 18:00 Uhr vom Bahnhof aus der Kreisstadt (!) in die umliegenden Ortschaften. Wer im Einzelhandel tätig ist, hat entweder die Möglichkeit mit Rad (wenn das Wetter es zulässt – man möchte ja ordentlich im Geschäft stehen) oder mit dem Bus zur Arbeit zu kommen. Aber wer nach 18:00 Uhr in eine umliegende Ortschaft mit dem ÖPNV möchte, muss mit 1,5 Stunden rechnen. Mit den Rad 20 Minuten, mit dem Auto 15 Min.
    Weiteres Beispiel: der letze Schulbus fuhr, als mein Sohn noch zur Schule ging, um 13:15 Uhr in die Dörfer. Danach war Schicht…. wie sollte er nach Hause kommen? Mit dem Rad, wenn es morgens in Strömen geregnet hat und er dann bis auf die Knochen nass war?

    Würden Sie dann mit dem ÖPNV fahren wollen? Das Angebot in unseren Gegend ist murks…

    Benno

     
  41. 76

    @73. Tom Sie beziehen sich vermutlich auf das hier
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12131/umfrage/pkw-bestand-in-deutschland/

    “ Rekord beim Bestand an Personenkraftwagen in Deutschland – die Anzahl der in der Bundesrepublik gemeldeten Pkw erreichte am 1. Januar des Jahres 2022 mit rund 48,54 Millionen Fahrzeugen den höchsten Wert aller Zeiten. ”

    Das bedeutet es gibt 48,54 Millionen zugelassene Autos. Das bedeutet nicht, dass 48,54 Millionen von 83 Millionen Einwohnern ein Auto geleast haben oder ihr Eigentum nennen können. Wie Sie selbst geschrieben haben, gibt nicht wenige es Autofahrer mit zwei oder mehr Autos. 48,54 Millionen Autos in Deutschland sind viel zu viel, keine Frage, aber ziehen Sie auch in Betracht, dass Niedrigverdiener wesentlich weniger Energie verbrauchen als Menschen mit höherem Einkommen und zwar weil sie viel weniger Auto fahren bzw. kein Auto haben.

     
  42. 75

    @70 Tom

    Lassen Sie mich raten: irgendwo im Münsterland oder Oldenburger- oder Emsland

     
  43. 74

    @70. und 73. Tom Sie leben in einer Kleinstadt in der Nähe einer Großstadt mit einer guten Verkehrsanbindung (ÖPVN) und offensichtlich leben Sie in einem gut situierten Umfeld. Überdurchschnittlich verdienende Mittelschicht überwiegend im Einfamilienhaus oder in einer Doppelhaushälfte lebend wo die Mütter und Väter die Kinder mit dem Auto zur Schule, zum Sportverein, zum Klavierunterricht oder zum Spielen zur Freundin oder zum Freund zu bringen. Das ist Ihre Realität und diese Realität ist nicht so selten. Um deren Anteil an der Bevölkerung genauer zu beziffern, müsste ich noch mal recherchieren.
    Es gibt aber auch diverse andere Realitäten. Gerne suche später noch Informationen über die Einkommensverteilung und andere entscheidende Merkmale der Bevölkerung heraus, die im Zusammenhang mit dem Nutzen oder nicht Nutzen eines Autos stehen. Dann können wir der Sache fundierter auf den Grund gehen. Denn mit Verlaub man kann sich auch Informationen, Studien und Statistiken so herauspicken, das es die eigene Meinung bestätigt. Unvoreingenommen Hinsehen ist notwendig.

     
  44. 73

    @69 Ihren Versuch die Thematik in die Grauzone zu verlegen akzeptiere ich nicht. ,,Es gibt solche und solche“ ist kein redliches Argument, wenn in Deutschland fast 60 Mio. Menschen angeben, dass sie mindestens ein Auto im Haushalt haben und nur 12 Mio. sagen, dass sie nicht fahren. (Quelle: statista). Ich rede von der Mehrheit und mein Argument ist durch Fakten gedeckt.

     
  45. 71

    @66 Tom. In Japan macht die Politik, was die Bürger wollen? Deshalb sind dort wahrscheinlich auch die Arbeitsbedingungen so toll…

    https://www.google.de/amp/s/de.statista.com/infografik/amp/21900/anteil-der-angestellten-die-zufrieden-mit-der-arbeit-sind/

    https://www.google.de/amp/s/www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/japan-lokfuehrer-bekommt-lohnkuerzung-wegen-einer-minute-verspaetung-ersetzt-a-243f8094-e8cf-4a82-806d-77ece6dce534-amp

    Ein Land, in dem man wegen so was vor Gericht ziehen muss, hat vielleicht ein gutes Bahnnetz und pünktliche Züge, aber ein paar andere, grundlegende Probleme…

     
  46. 70

    Ich wohne in einer kleinen Stadt, die alles hat. Alle Schulen, Vereine, Supermärkte, Drogerien, Ärzte, usw. Alles ist mit dem Fahrrad innerhalb von 10-15 Minuten zu erreichen. Alles! Und zwar ohne Berge. Selbst die, die am Stadtrand wohnen, erreichen alles innerhalb von 15 Minuten. Wir haben einen Bahnhof von dem man in 15 Minuten in eine Großstadt fahren kann. Die Züge fahren mehrmals die Stunde und sind zu 90 Prozent pünktlich. Ich nutze die Züge regelmäßig.

    Jeder, aber wirklich jeder hat ein Auto. Die Züge sind maximal zu 1/3 gefüllt. In Stoßzeiten bekommt man noch einen Sitzplatz..Wenn ich meine Tochter zum Sport mit dem Rad fahre, kommen 14 Mütter mit dem Auto. Es stehen ungelogen 14 Autos auf dem Parkplatz. Alle wohnen weniger als 2 km von der Sporthalle weg. Wer als Familie nur ein Auto hat, gilt als Außenseiter. Ohne Auto gilt man als verrückt. Fast alle haben zwei Autos. Einige sogar drei. Nochmal: Alles liegt innerhalb von 15 Minuten mit dem Rad. Alles. Ich schätzte über 90 Prozent der Autofahrten liegen unter 2 km einfach.

    Wer mit hier erzählt, dass der Deutsche nicht auf den ÖPNV und/oder das Rad umsteigt, weil die Anbindung schlecht wäre oder weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen würden, verkennt die Realität dieses Landes und seiner Bürger. Die Leute wollen das nicht. Und zwar zu einer überwältigenden Mehrheit.

     
  47. 69

    @66. Tom Es gibt nicht nur schwarz oder weiß. Die Realität setzt sich aus vielen Teilaspekten zusammen und die Bevölkerung ist heterogen. Vom Autofetischisten bis zur ohne Auto lebenden Familie ist alles vertreten. Was Sie beschreiben ist einen Part. Die anderen Parts lassen Sie außen vor.

     
  48. 68

    So bedauerlich das beschriebene Drama ist … es tut mir wirklich sehr leid für die Zugreiseden . Aber den Text zu lesen war echt ein Erlebnis. Sehr bildhaft geschildert. Man konnte alles real mitfühlen.
    Ist nur traurig, dass das Beschriebene eher die Regel als die Ausnahme ist.

     
  49. 67

    @64
    Es ist demütigend für die SPD (und auch für die Grünen) dass ausgerechnet ein FDP-Verkehrsminister die Bahn in den Fokus stellt.

    Habe ich bei seinen sozialdemokratischen Vorgängern nicht gesehen. Ausser vielleicht Boedewig, aber der wurde ja vom Schröder auch schnell abgesägt.

    Ein Wort noch zum Thema „Dann wählt doch richtig“ : Das Thema Verkehr ist nur ein politisches Thema unter vielen. Dass die Wählerinnen das in nicht direkt in ihren eigenen Fokus stellen sondern dass ihnen vielleicht Aussenpolitik etc. wichtiger ist wird man ihnen nicht verübeln können.

    Und BTW: Wen hätte man den wählen können? Selbst von den Grünen habe ich zur Privatisierung der Bahn nie Widerspruch gehört. Bei den Grünen rangiert das Thema Bahn nämlich auch eher unten.
    Da hätte man schon die zurzeit in Selbstauflösung befindlichen Linken wählen müssen.
    Aber das sind ja böse Kommunisten, die uns alles wegnehmen wollen!

    Das CDU und SPD uns alles wegnehmen und zu den Reichen verschieben fällt nicht auf. In Kleve schon mal gar nicht.

     
  50. 66

    Ihr habt mich überzeugt. Es liegt nicht an den Deutschen und ihrer Affinität zum Individualverkehr und der daraus resultierenden Unterfinanzierung, dass Bahn und Bus nicht funktionieren, sondern an der Politik, die über Jahrzehnte den Wählerwillen ignorierte und nichts investiert hat. Ihr (wir) seid nicht Schuld. Die da oben sind es.

    Die Menschen in München,. Hamburg, Berlin,… werden praktisch gezwungen mit dem eigenen PKW die Städte zu verstopfen, weil nichts fährt.

    Man zwingt sie auch überproportional große Autos zu fahren und die Autobesitzrate pro Person seit 60 Jahren kontinuierlich zu steigern. Das liegt alles an den bösen Politikern, die in Absprache mit der Wirtschaft uns Bürger quälen. In Japan ist das nicht so. Aber das liegt daran, dass dort die Politiker den Menschen zuhören und das machen was sie wollen. Deshalb läuft dort die Bahn.

    Wenn doch endlich Mal ein Politiker den Mumm hätte die Privilegien der Autofahrer zu beschneiden und das Geld in den ÖPNV zu stecken. Die Menschen würden ihm jubelnd zurufen und glücklich ihre Fantakisten mit dem Bus nach Hause und ihre Koffer mit dem Zug an den Gardasee fahren.

    Wenn doch nur die Anbindung besser wäre. Dann würde der Deutsche umsatteln. Er will, kann aber nicht. Auto, Urlaub, Fleischkonsum, Müll, Flugreisen, Kreuzfahrten, Plastik-Spielzeug…der Deutsche will, kann aber nicht. Und das liegt nicht an ihm, sondern der Machtelite.

     
  51. 65

    @60 Mitleser Troll… dachte ich auch schon.

    Sie schreiben: „Die Menschen haben nicht nach dem Auto „gerufen“, die hatten damals ganz andere Sorgen. Die Leute wurden schlichtweg zum Auto erzogen. Fahrzeuge wie Goggomobil, BMW Isetta, Heinkel Kabinenroller, Ente, Fiat 500 oder der Leukoplastbomber sind Zeugnis dafür, wie man mit allen Mitteln versucht hat, die Menschen ins Auto (waren das wirklich Autos?) zu bekommen.“

    Saubere Zähne sind gut und schön und wichtig. Aber das Auto der Nachkriegszeit stieß auf den zunehmenden Wohlstand der Menschen und auf das den meisten innewohnende Bedürfnis nach Mobilität. Mobilität, Autonomie, Statussymbol … das deckt einige menschliche Bedürfnisse ab. Das Auto wirkte sozusagen lebensverändernd.

    https://www.weser-kurier.de/bremen/politik/das-auto-hat-eine-emotionale-bedeutung-doc7e4d3ht6adgkypxb5bq

    „In Deutschland und Europa wurde das Auto als Ersatz für die Kutsche genutzt, also meist von adeligen und wohlhabenden Menschen. Das hat die Wahrnehmung des Autos von Anfang an geprägt. Es wurde ein Statussymbol. Durch den Ersten und den Zweiten Weltkrieg entstand außerdem ein Rückstand, was die Motorisierung der Bevölkerung betrifft. Die Menschen waren begierig darauf, sich ein Auto anzuschaffen. Diese Sehnsucht konnte für jedermann aber eigentlich erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfüllt werden. Das erklärt den Motorisierungsboom in den 50er-Jahren.“

     
  52. 63

    @58., Tom

    https://www.zeit.de/mobilitaet/2022-01/verkehrswende-umfrage-infrastruktur-oepnw-kfw-energiewendebarometer

    Ein Artikel in der Zeit-Online:
    “ Die Mehrheit der Menschen in Deutschland kann sich grundsätzlich vorstellen, häufiger vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel oder aufs Fahrrad umzusteigen – wenn denn die Infrastruktur stimmt. Dies ergab eine Umfrage der staatlichen Förderbank KfW, das sogenannte Energiewendebarometer 2021, für das rund 4.000 Haushalte befragt wurden.

    Demnach können sich rund 75 Prozent der Befragten, die aktuell mehrmals pro Woche das Auto nutzen, einen häufigeren Wechsel auf öffentliche Verkehrsmittel (ÖPNV) vorstellen. Fast 66 Prozent können sich hier mehr Fahrten mit dem Fahrrad vorstellen. Allerdings müssten dann erst einige Rahmenbedingungen geändert werden: Als wichtigste Voraussetzungen nannten alle eine bessere Anbindung (63 Prozent) gefolgt von geringeren Kosten (49 Prozent) und mehr Komfort (19 Prozent).“

     
  53. 61

    @Justin und Benno

    Tom ist ein Troll – lasst ihn – ist mir nach Durchsicht aller Posts gerade bewußt geworden. Er ist irgendwie wie ein Falschfahrer auf der Autobahn, der meint dass nur er richtig fährt und alle anderen falsch

     
  54. 60

    @53 Tom

    Wo stehen Sie? Was wollen Sie? Ihre Argumentation ist einfach nur abstrus.
    Mehrheiten: Millionen Wähler haben z.B. grün gewählt mit Tempo 100 und der Verkehrswende im Wahlprogramm. Die Menschen haben das gewählt und gewollt – nicht nur „Bahnler“ oder „Meckerer“. Nach der Wahl fallen die Grünen beim einfachsten und schnellsten CO2-Einsparpotential, nämlich Tempo 100, um und ignorieren den Willen ihrer Wähler. In diesem Fall wurde Tempo 100 ein Opfer des Postenpokers der POLITIK. Und da faseln Sie was vom Willen der Bürger!?

    In welcher Welt leben Sie? Haben Sie noch nie was von der Verflechtung von Politik und Wirtschaft gehört? Die Masse der Menschen wird in schöner Eintracht von beiden beeinflusst. Man wirft „Perlen vor die Säue“ oder man nimmt sie weg. Erdölindustrie (allen voran die Firma mit der Muschel), Autoindustrie und Politik haben (in den USA schon vorher) nach dem WK2 massiv durch viel zu billige Treibstoffpreise den Umstieg aufs Auto gepuscht. Gleichzeit hat man den öffentlichen Verkehr verteuert und immer weiter abgebaut. Die Menschen haben nicht nach dem Auto „gerufen“, die hatten damals ganz andere Sorgen. Die Leute wurden schlichtweg zum Auto erzogen. Fahrzeuge wie Goggomobil, BMW Isetta, Heinkel Kabinenroller, Ente, Fiat 500 oder der Leukoplastbomber sind Zeugnis dafür, wie man mit allen Mitteln versucht hat, die Menschen ins Auto (waren das wirklich Autos?) zu bekommen.

    So etwas funktioniert auch mit „Zahnpasta“ und so hat es Ralf Daute gemeint.

    Einmal daran gewöhnt und der Alternativen beraubt, konnte man nun dem Publikum immer größere und vor allen Dingen immer teurere Gefährte unterjubeln. Bis heute, wo man billigst produziert und die Karren zum maximal höchsten Preis verscherbelt. Alles also eine langjährige Erziehungsmaßnahme der o.g. Interessenvertreter.
    Das Auto wurde neben der eleganten Zigarette ein Statussymbol. Und natürlich freie Fahrt für freie Bürger.

    Wie toll waren doch mal Ölheizung, Stadtautobahn, autogerechte Städte usw.. Glauben Sie, die Stadtmenschen hätten den Smog der 1960/70 er Jahre gewollt?

    Dem von POLITIK und WIRTSCHAFT geförderten Autowahn wurden (TROTZ Protesten der Bürger vor Ort) sogar gut ausgelastete und touristisch wichtige Bahnlinien wie z.B.Goslar – Altenau oder die Königsseebahn geopfert. Schauen Sie sich heute den Blechstau am Königssee mal an – nur zum Ko…

    Nein Tom, nicht die Bürger haben gewollt, sondern deren Willen wurde und wird in die gewünschte Richtung manipuliert und ggf. (siehe Tempo 100) ignoriert. Heute versucht man das mit den E-Autos – nur will die Industrie gleich die viel zu teuren und noch viel billiger (siehe gerade Ford in Saarland) produzierten E-Autos ohne den Zwischenschritt „Goggomobil“ und ohne entsprechende Infrastruktur (Lademöglichkeiten für alle und überall?) verkaufen. Zum Glück beginnen immer mehr Menschen das Ganze kritisch zu sehen.

    Die Bürger haben auch kein 9 Euro Monatsticket gewollt. Die POLITIK hat diese „Perlen vor die Säue“ geworfen. Und siehe da, die Leute fahren. Völlig wurscht wie voll und welchen „Ruf“ die Bahn hat. Die fahren mit – Hauptsache billig (siehe Spritpreise in früheren Jahrzehnten). Und schon sind wir wieder bei RD´s Zahnpasta.

    Vor kurzem gab es den tragischen Bahnunfall mit leider 5 toten Menschen bei Garmisch. Mehrere Tage lang konnte man Reportagen und viele betroffene Politikerreden konsumieren. 5 Tote sind tragisch und sicher 5 Tote zuviel. Und dann die ganzen Kommentare der Internetuser ich fahre nie mehr Bahn usw. usw. Aber: JEDEN TAG sterben im Straßenverkehr mindestens 7 Menschen (Basis Zahlen aus 2021). 7 Menschen und zig Verletzte mit Folgekosten.
    Wo sind die tagelangen Presseberichte? wo sind die betroffenen Politiker? Wer möchte die Straßen abschaffen? Wer möchte nie mehr mit dem Auto fahren? und diese Fragen JEDEN Tag, 365 mal im Jahr. Da hat die jahrelange Gehirnwäsche pro Auto doch gut funktioniert – oder? Mal darüber nachdenken.

    Übrigens ist die Bahnstrecke bei Garmisch bis heute noch nicht repariert und wieder in Betrieb. Wäre das bei einer Straße auch so?

    Gruß Mitleser

     
  55. 59

    @36., Tom

    “ Und: Wie wurde die letzten 40 Jahre gewählt? Auf wen sind die Bahnfahrer eigentlich sauer? In einer Demokratie gestaltet das Verkehrssystem immer das Volk. Und das ist egoistisch und bequem.”

    @49., Tom

    “Mich faszinieren die Schuldzuweisungen. Wer soll denn in einer Demokratie Schuld sein, wenn nicht das Volk? Und wenn die Mehrheit dafür ist und nichts geschieht, seid ihr dann in der Politik und holt Mehrheiten? Wenn nein, warum?”

    Glauben Sie wirklich, dass die Parteien das machen, was die Mehrheit der Wähler möchte? Sogenannte Wahlversprechen sind nicht viel wert und Wahlprogramme leider auch oftmals nicht. Letztens habe ich ein altes Wahlprogramm der SPD gefunden. Da stand nichts von Einschnitten im Sozialen wie z.B. Hartz IV. Die SPD-Wähler haben Schröder gewählt und dachten die rot-grüne Regierung würde etwas für die weniger betuchten Leute tun. Das Gegenteil war der Fall. Das Volk wählt in relativ großen zeitlichen Abständen und hat zwischen den Wahlen kaum eine Möglichkeit die Regierung wissen zu lassen was es möchte und alle Mandatsträger sind nicht an den Wählerwillen gebunden.

     
  56. 58

    Ihre Argumente sind emotional und unsachlich. Bahn-Andekdoten und Ausreden warum man lieber meckert und nicht politisch aktiv ist, akzeptiere ich nicht, weil sie keine Relevanz bei dem Thema ,,die Mehrheit der Deutschen fühlt sich wohl mit der Fokussierung auf den Individualverkehr“ hat.

    Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Tagesspiegel sagten 63,9 Prozent der Autofahrer, dass sie sich „eher nicht“ (23 Prozent) oder „auf keinen Fall“ (40,9 Prozent) vorstellen können, aus Umweltschutzgründen „größtenteils“ auf das Auto zu verzichten. Bahnfahrer,.die Besserung erwarten und glauben, dass sie einer Mehrheit angehören, liegen falsch. Die Mehrheit der Deutschen fährt gerne Auto und kümmert sich nicht um den ÖPNV.

    Übrigens: Ihre Versuche mit einem argumentum ad hominem meine Intention anzugreifen können sie lassen. Ich besitze und fahre aus Überzeugung kein Auto. Ich habe jedoch die Intelligenz zu erkennen warum die Bahn in der BRD so schlecht läuft und unterlasse es zu bemängeln was die Mehrheit überhaupt nicht juckt. Sie leben in einer Traumwelt.

     
  57. 57

    Nachtrag: @ Tom „Ich glaube viele wollen nicht einsehen, dass die Mehrheit ihrer Mitmenschen die marode Bahn nicht die Bohne interessiert und noch nie interessiert hat und jegliche Einschnitte ins eigene Leben, die mit einer Verkehrswende zwangsläufig einhergeht, vehement bekämpft.“

    Ich kenne viele Pendler, die Ihr Monatsticket wegen den zum Teil chaotischen Zuständen des RE10 abgegeben haben und dann lieber auf Ihr Auto umgestiegen sind.
    Es liegt nicht an dem Bedarf und Wunsch, die Bahn zu nutzen, sondern an der Leistung die abgeliefert wird.

    Benno

     
  58. 56

    @ Tom: Sie nennen Japan als Beispiel. Dann wissen Sie bestimmt, wie dort Verspätungen gehandhabt werden.
    Dieser heute Abend beobachtete Fall würde dort definitiv NICHT vorkommen:

    Der RB 39 hat die Abfahrt um 17:54 Uhr ab Düsseldorf Hbf. Ankunft des RE 10 im Hbf um 17:53 Uhr. Beide genannten Züge müssen sich ein Stück Schiene „teilen“ (nur ein Zug kann dort auf dem Stück fahren).
    Ich komme um 17:50 Uhr an der Treppe zum Gleis 5 hoch. Super, keine Verspätung in der Ankunft des RE10. Aber was sehe ich? 4 Minuten vor Abfahrtzeit ist für die RB 39 schon die Ausfahrt gesetzt. Also kann nicht der RE10 pünktlich einfahren. Etwa doch verspätete Ankunft? Nö, nach Rücksprache mit der Zugbegleiterin war der RE10 überpünktlich und musste auf den RB39 in Friedrichstadt warten. Hätte der Fahrdienstleiter nicht schon 4 Minuten vorher Grün für den RB gesetzt, wäre der RE10 pünktlich gewesen. So wurde seitens der DB die Verspätung des RE10 erfolgreich provoziert. Muss so etwas sein? Bevor Sie nun schreiben, wir haben so gewählt etc. Wir wählen oder bestimmen nicht das Personal der DB.

    Apropos Wahlen/ Partei: wie schon in Post 50 beschrieben, kommt eigentlich nur die eigene Partei in Frage. Wenn Sie als Hauptsponsor meiner neu gegründeten Partei die ersten 500.000,-€ Spenden geben, würde ich es mir überlegen, dass ich meinen Beruf an den Nagel hänge und mich voll der Partei widmen.
    Die Alternative in eine Partei einzutreten, käme nicht in Frage, da ich als Neuzugang sowieso erstmal die ersten Jahre in der hinteren Bank sitzen würde.

    Und auf wen ich sauer bin? Auf das Gerede vom nötigen Klimawandel. Aber FDP verhindert Tempolimit, Ex-Minister Scheuer haut Millionen für das tote Pferd Maut raus plus Regresszahlungen, statt das Geld in den ÖPNV zu investieren, Subventionen für Plug-in Hybride (Schwachsinn). Aber was schreibe ich?
    Und auch hier: bevor Sie wieder schreiben: haben wir ja so gewählt.

    Sind nicht die Grünen mit an der Regierung? Und wo sind sind die grünen Ideale? Zum Beispiel das Tempolimit konnte die Grünen nicht durchsetzen, obwohl wie viele doch Grün gewählt haben, oder?

    Benno

     
  59. 55

    @53 Tom Haben Sie eine Umfrage gemacht, die für ganz Deutschland repräsentativ ist? Oder saugen Sie sich Ihre Thesen aus den Fingern?

    Sie sind also jemand, den die Verkehrswende nicht interessiert, wie Sie sagen.

    Ihnen geht die Bahn am Arsch vorbei.

    Aber dann nicht von sich auf alle anderen schließen und das in jedem Post ohne Grundlage wiederholen.

     
  60. 54

    @53. Tom Politik in Deutschland, das demokratische System und Menschen in Gruppen sind komplex.
    Es ist unklar, ob die Mehrheit der Bevölkerung für oder eher gegen Investitionen im ÖPNV ist.
    Nehmen wir an die Mehrheit wäre für die Verkehrswende und entsprechende Investitionen. Und dann kommt jemand wie Benno daher mit vollkommen vernünftigen und zukunftsweisenden Vorschläge wie die Verkehrswende gelingen könnte. Wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass die Mehrheit der Wahlberechtigten, die eine Verkehrswende wollen, Benno wählen? Ich würde schätzen, dass es etwa so viele sind wie bei den kleinen sozial und ökologisch orientierten Parteien, die immer an der 5%-Hürde scheitern. Es wäre schlicht und einfach nicht relevant, wenn Benno am meisten Ahnung von ÖPVN hätte.
    Deutschland ist ein Autoland. Das Wirtschaftswunder und der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands sind bis heute eng mit der Autoindustrie verknüpft. Da hängen viele Arbeitsplätze auch indirekt davon ab. Das ist auch ein nicht zu unterschätzender Einfluss dem die Wähler unterliegen. Die Schweiz kann man nicht mit Deutschland vergleichen. Die Schweizer bauen keine Autos. Ihr Wirtschaftssystem ist im Finanzsektor stark. Da kann man sich einen anderen Blick auf den ÖPVN leisten.

    Und “Meckern”, “sauer sein” und “auf … schimpfen” ist m.E. nicht das selbe wie die eigene Meinung zu äußern. Alle dürfen hier ihre Meinung schreiben und Kritik äußern auch wenn hier höchstwahrscheinlich niemand in die Politik gehen wird um die Verkehrswende voranzubringen. Für mich persönlich kommt ein politisches Engagement, das über das Ehrenamt sachkundiger Bürger in einem kommunalen Ausschuss hinausgeht, nicht in Frage. Ganz einfach deshalb weil ich dafür nicht gemacht bin.

     
  61. 53

    @50

    Ja was denn nun? Ist die Mehrheit der Deutschen nun für die Bahn und eine Verkehrswende mit all den Nachteilen für den Individualverkehr oder nicht? Wenn dem so ist, dann würde auch eine Einzelperson mit wehenden Fahnen in den Bundestag einziehen. Die Mehrheit steht ja hinter ihm oder ihr.

    Oder sind die Bahnler eine meckernde Minderheit und den Großteil der Bevölkerung juckt der ÖPNV nicht die Bohne? Wenn dem so ist, dann sind die momentanen Zustände durch Unterfinanzierung und Fokussierung auf den Individualverkehr gewollt. Was ist dann das Problem? Die Mehrheit der Deutschen ist zufrieden. Eine Minderheit meckert. Das ist Demokratie.

    Also nochmal: Auf was oder wen seid ihr sauer? Die Bahn, die unterfinanziert ist? Die Politik, die dem Wählerwillen folgt? Oder den irrationalen Mitmenschen, die die Verkehrswende nicht interessieren? Bei letzterem bin ich dabei. Was jedoch nicht geht, sind diese endlosen Triaden wie schlecht und unfähig die Bahn wäre. Das ist schlichtweg falsch. Sie macht genau das was ihr zugebilligt wird.

    Das ist in Japan und der Schweiz anders. Die Menschen stehen in der Mehrzahl hinter der Bahn. Deshalb wird mehr Geld investiert und es funktioniert. Ihr solltet euch also das Gemecker sparen. Solange eure PKW-fanatischen Mitbürger sich nicht ändern, wird sich nichts…aber auch gar nichts ändern….

     
  62. 52

    @51 Wenn man nicht mehr bis zur gebuchten Haltestelle kommen kann bis zum Morgen, ist aber klar, dass die Bahn zahlen muss. Die bezahlte Leistung wurde nicht erbracht. Das ist dann schon über das BGB abgedeckt und auch durch die normalen Reklamationsbedingungen der Bahn.

    Die Mobilitätsgarantie ist zusätzlich.

     
  63. 51

    @39. Chewgum: Die Mobilitätsgarantie ist ein Treppenwitz. Sie zitieren richtig: „„Wenn sich Bus oder Bahn um 20 Minuten oder mehr an der Abfahrtshaltestelle verspäten, ….“. Da steht Abfahrtshaltstelle. Wenn ich RD richtig verstanden habe war der Zug bei der Abfahrt in D’dorf einigermaßen pünktlich. Also weist die NWB die Forderung auf Kostenerstattung mit Hinweis auf die Mobilitätsgarantie zurück.

    Zumindest ist es mir so ergangen, als ich Abends wegen einer Streckensperrung in Kevelaer gestrandet bin. Der Zug war bei der Abfahrt pünktlich. Nach mehreren Telefonaten und Schriftwechseln hat mir die NWB mit Verweis auf Kulanz und Verneinung eines Rechtsanspruches die Kosten erstattet. Beschwerde beim VRR über diese Regelung war nicht zielführend.
    Außerdem verstecken sich die Beteiligten Unternehmen hinter Zuständigkeitsverweisen. Wäre bei Autohändlern gar nicht durchführbar, wenn diese ihre Kunden bei Reklamationen an die Zulieferer verwiesen.

     
  64. 50

    @49. Tom In die Politik gehen, etwas zum positiven verändern usw. Das ist eine schöne Idee. Wie würden Sie das denn an Bennos Stelle machen? In eine Partei eintreten und sich für die Bahn und den übrigen ÖPNV starkmachen? Wie erfolgreich wäre das vorausgesetzt Sie würden ein Bundestagsmandat bekommen? Es gibt in den Parteien wahrscheinlich schon einige wenn auch wenige Verkehrsexperten, die neutral sind und sich nicht vor den Karren der Autoindustrie spannen lassen und unvoreingenommen gucken was sinnvoll ist. Die setzen sich aber nicht durch. Zuviel Lobbyismus. Die Autoindustrie ist mächtig und versucht eine für die Autoindustrie günstige Politik zu forcieren.
    Und als Einzelbewerber müssen Sie erstmal das Kunststück hinkriegen in den Bundestag gewählt zu werden. Dazu müssen Sie Ihren Wahlkampf selbst finanzieren es sei denn Sie erhalten große Spenden. Alles nicht so einfach.
    Es gibt definitiv auch viele Menschen denen der ÖPVN am Allerwertesten vorbeigeht und für die ein niedriger Spritpreis und das Autofahren vergünstigende Politik das A und O ist, aber es gibt auch viele, die den ÖPVN wichtig finden und gerne bereit sind für Investitionen in dem Bereich zu zahlen.

     
  65. 49

    @Benno

    Wenn Sie sich nicht repräsentiert fühlen in der Politik und denken, dass die Mehrheit ihre Agenda unterstützt, warum gehen Sie dann nicht in die Politik?

    Es gibt doch nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Mehrheit der Deutschen ist für die Bahn und die Politik der letzten 40 Jahre wurde gegen ihren Willen durchgezogen oder sie Mehrheit interessiert sich nicht für sie Bahn und ist auf den Individualverkehr fokussiert. Sie propagieren Ersteres. Damit hätten Sie glänzende Chancen gewählt zu werden und könnten das System verändern.

    Mich faszinieren die Schuldzuweisungen. Wer soll denn in einer Demokratie Schuld sein, wenn nicht das Volk? Und wenn die Mehrheit dafür ist und nichts geschieht, seid ihr dann in der Politik und holt Mehrheiten? Wenn nein, warum?

    Ich glaube viele wollen nicht einsehen, dass die Mehrheit ihrer Mitmenschen die marode Bahn nicht die Bohne interessiert und noch nie interessiert hat und jegliche Einschnitte ins eigene Leben, die mit einer Verkehrswende zwangsläufig einhergeht, vehement bekämpft.

     
  66. 48

    @43., Benno

    Sie haben genauso recht wie Tom. Das ist kein Widerspruch. Es gibt Menschen wie Sie, die immer den ÖPNV genutzt haben. Habe ich früher als ich noch in einer Großstadt gelebt habe auch an fast jedem Tag gemacht. Es gibt aber nicht wenige in der Mittelschicht, die den ÖPNV alle paar Jahre einmal nutzen und die Bahnfahrten in ihrem Leben über längere Strecken an einer Hand abzählen können. Beides ist Realität. Und dazu kommt Factsheets Info die da heißt den Wohlstand haben wir der Automobilindustrie zu verdanken. Stimmt zumindest einen sehr großen Teil davon. Und deswegen gibt es möglicherweise von den Grünen abgesehen keine Partei, die sich in den letzten 40 Jahren für die Bahn ins Zeug gelegt hat. Nun ist die Technik marode, was sie vor 30 Jahren auch schon war, und Personal ist auch so lange eingespart worden bis immer weniger Menschen ihre berufliche Perspektive bei der Bahn gesehen haben. Und nun brauchen wir die Verkehrswende. Konnte ja niemand ahnen, das mit dem Klimawandel.

     
  67. 47

    Die Ursache für den hohen Umsatz in der Autoindustrie sind die Nachfrage und, damit verbunden, auch das Exportvolumen. Hohe Anzahl an Arbeitsplätzen, Beitrag zum Steueraufkommen… Wie soll das mit Grabflora oder Zahnpasta erreicht werden? Ein Auto ist nun mal was Anderes…

    Es ging mir darum festzuhalten, dass die Automobilindustrie nicht einfach mit der Deutschen Bahn bzw. dem ÖPNV zu vergleichen ist. Und wer die „heilige Kuh“ schlachten will, wissen muss, wie der Ersatz aussehen soll. Mit dem Verbrenner-Verbot ist die Richtung ja jetzt vorgegeben… Aber bis dahin ist der ÖPNV so gut, dass die Leute auf den Kauf eines E-Autos verzichten oder Carsharing machen, auch weil die Energiepreise dann so hoch sind, dass es nicht mehr bezahlbar ist. .

     
  68. 46

    Die Meckerer sind die, die hier über Leute meckern, die zu Recht nicht zufriedenstellende Zustände kritisieren.

    Die Leute wollen pünktlich zur Arbeit kommen. Für viele geht es von der Strecke her schon nicht so einfach mit ÖPNV. Andere können ihrem Arbeitgeber nicht jeden dritten Tag erzählen, dass der Zug Verspätung hatte oder ausfällt… Wer Gleitzeit hat, kann allerdings einiges ausgleichen. Lustig ist das allerdings nicht, wenn das öfter vorkommt.

    Und trotzdem: Die Züge sind in der Regel immer gut besetzt, vor allem zu Pendlerzeiten. Und wer öfter auf der Rheinschiene Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn unterwegs ist, der weiß, wie beliebt Bahnfahren trotz aller Probleme ist.

    Was soll diese komische Kritik an „den Deutschen“?

     
  69. 45

    @Factsheet Die Ursache dafür ist, dass viele Kosten des „Systems Auto“ auf die Allgemeinheit umgewälzt werden. Wenn man den gleichen Ehrgeiz auf ein beliebiges anderes System anwendete (z. B. Nähmaschinen, Zahnhygiene, Grabflora), ließe sich das Gleiche sagen.

     
  70. 43

    Bei manchen Kommentaren kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Das Dilemma fing mit dem Gedanken, die Bahn zu privatisieren, an. Wäre die Bahn ein Staatsunternehmen geblieben, wären wir nun nicht dort, wo wir sind.

    Und hier zu schreiben, wir haben es ja so gewählt…. Bitte welche Partei steht denn für die Schiene? Welcher der Politiker kommt aus dem richtigen Berufsleben? Ich meine nicht die Rechtsanwälte, Black-Rock- Mitarbeiter und Konsorten, sondern aus der Mittelschicht? Wer fährt von denen überhaupt regelmäßig Bahn? Ich meine Züge vom Nahverkehr.
    Wenn ich da noch an die Grünenabgeordnete Fester denke, die für 10.000,- € im Monat Ihre Jugend opfert (Ihre Aussage), frage ich mich, was opfern dann die Pfleger und andere Dienstleistungsberufe? Ich frage mich, wie viele denken so im Bundestag?

    Und wenn ich dann noch lese, wer von den Meckerern aktiv ist… das kann nur einer schreiben, der es noch nieder kaum probiert hat, eine vernünftige Antwort aus Politik oder Verkehrsverbund zu erhalten. Außer wische-waschi-Antworten, Textbausteinen in verschiedenen Schriftarten, falscher Anrede, habe ich noch nichts erhalten.
    Keiner will von den Verantwortungsträgern Verantwortung übernehmen, es sind immer die anderen.

    Benno

     
  71. 42

    @40., Tom

    Sie haben recht, aber den Hauptgrund für die heilige Kuh namens “Individualverkehr” ist die noch heiligere Kuh “Automobilindustrie”. Die Deutsche Wirtschaft war Jahrzehnte lang vollkommen auf die Automobilindustrie und sämtliche Industriezweige, die an der Automobilindustrie dranhängen, fixiert. Das hat seinen Preis. Wer least oder kauft Autos, wenn es einen gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehr und Bahnfernverkehr gibt? Irgendwann war ÖPNV nur noch etwas für Schüler, Studenten und Leute, die sich kein Auto leisten konnten. Logisch, dass die autofahrende Mittelschicht eher an der Pendlerpauschale, Abwrackprämie etc. interessiert war.

     
  72. 41

    Servicewüste Deutschland. Es muss erstmal eine Kommission gegründet werden die dann eine Entscheidung trifft ob eine erneute Kommission gegründet wir die prüüfen soll was mit dem neuen Stellwerkhäuschen nun geschiet.

     
  73. 40

    Es ist faszinierend wie der Deutsche auf der einen Seite meckert und kritisiert und auf der anderen Seite nichts unternimmt, um Änderung herbeizuführen. Ihr alle habt ein Wahlrecht. Ihr alle könnt euch politisch engagieren. Ihr alle könnt Überzeugungsarbeit leisten. Hand aufs Herz: Wer von den Kritikern macht dies? Wer meckert nicht nur, sondern ist aktiv?

    Die geringen Investitionen pro Kopf in die Bahn, der Streckenabbau und die Fokussierung auf den Individualverkehr kommen doch nicht vom lieben Gott oder von Politikern, die eine versteckte Agenda verflogen. Das kommt, weil die überwältigende Mehrheit der Deutschen lieber Auto fährt und diese Politik unterstützt. Warum sonst wählen sie über Jahrzehnte die immer selben Programme? Das ist in Japan und der Schweiz anders. Auf wen seid ihr also sauer?

    Wer morgen als Politiker beim Auto kürzt und in die Bahn investiert, ist weg vom Fenster. Versucht es doch Mal. Maut auf der Autobahn, hohe Parkgebühren und höhere Spritpreise. Dafür einen massiven Aussbau in die Bahn und Kostensenkungen. Wie lange wäre der Politiker um Amt? Die Deutschen wollen das nicht. Punkt.

     
  74. 39

    Vielleicht sollte man mal auf die freiwillige Mobilitätsgarantie NRW hinweisen:

    „Wenn sich Bus oder Bahn um 20 Minuten oder mehr an der Abfahrtshaltestelle verspäten, können Sie alternativ mit einem Fernverkehrszug (IC/EC oder ICE), einem Taxi, einem taxiähnlichen Fahrdienstleister oder einem Sharing-​System (Car-, Bike-, E-​Tretroller-Sharing, On-​Demand-Verkehr) fahren. Die Kosten dafür werden erstattet, beim Fernverkehrszug komplett, beim Taxi, beim Fahrdienst sowie beim Sharing-​Angebot tagsüber bis zu 30 Euro pro Person und in den Abend-​ und Nachtstunden (20 bis 5 Uhr) bis zu 60 Euro.

    Wer dann noch in Geldern stehen bleibt, könnte sich ein Hotelzimmer bis 80 Euro erstatten lassen? Wenn verfügbar…

    Findige 9-Euro-Ticket-Fahrer könnten so ggf. Mini-Urlaube machen… Immer auf den letzten Zug setzen und bei Zugausfall oder Überfüllung noch einen Tag an der Nordsee, Ostsee oder wo auch immer dranhängen… Bis der Sommer zu Ende ist…

     
  75. 37

    Ich fahre nur bis Bahn und Fahrrad. Ich muss schon sagen dass ohne das 9 Euro Ticket sich kaum jemand für die Bahn interessiert hat. Wenn ich mich Mal beschwert hab ein Taxi nehmen zu müssen hieß es „fahr halt Auto du idiot“. Jetzt auf einmal merken die Bürger wie es ist Bahn zu fahren, nämlich eigentlich ganz okay, aber HUPSI, die Bahnen sind ja so voll und die Bahn, die bisher NIEMAND nutzen wollte, kann das gar nicht auffangen? Die hätten sich einfach 1000 Menschen mehr einstellen sollen innerhalb von 1 Monat. Wir sind hier Nr Industrienation, da wollen doch alle bei der Bahn arbeiten.

    Sorry ,aber die Unfähigkeit der Menschheit wird genau in solchen Situationen klar. Denn eins habe ich in 36 Jahren Zug fahren gelernt: verlasse dich nicht auf Technik/Züge/Menschen. Nehme nie den letzten oder ersten Zug. Auch dann kann es immer noch zu Katastrophen kommen, aber man kann über einen Plan B nachdenken.

    Und zuletzt: das letzte Mal das ich eine größere Reise in einem Auto tat blieb eben genau das auf der Autobahn liegen…ich bin nicht weggekommen und musste 4 Stunden warten….tja, wär ich Mal lieber geflogen?!

    Bitte beim nächsten Schrieb darüber nachdenken wieso man in den Zug steigt und nicht aufs Rad, Auto oder Bus und wieso man gerade einen rant verfasst. 116:7 sind 16,50€. Ich zahle das doppelte wenn ich mit dem Zug oder Auto in die Heimat fahren „muss“…..

    Geht mir echt gegen den Strich das Genörgel.

     
  76. 36

    Das Problem sehe ich nicht bei der Bahn oder der Politik, sondern beim Bürger. Sind wir doch ehrlich. So gut wie niemand hat sich für die Bahn interessiert. Die gigantischen Investitionen in den Individualverkehr waren vom autofanatischen Volk gewollt. Selbst auf gut funktionierenden Strecken oder auf kurzen Wegen, fährt die große Mehrheit mit dem PKW. Und: Wie wurde die letzten 40 Jahre gewählt? Auf wen sind die Bahnfahrer eigentlich sauer? In einer Demokratie gestaltet das Verkehrssystem immer das Volk. Und das ist egoistisch und bequem.

     
  77. 35

    Bin das letzte mal mit der DB 1999 gefahren von Worms nach Ingolstadt. Das war eine 1/2 Tagesreise. Seit dem nicht wieder. Es scheint ja so dass es heute noch schlimmer ist

     
  78. 34

    @28

    Ich hab bekannte die bei der Bahn arbeiten, einer davon hatte ein Angebot einer anderen Firma in einem anderen Bereich. Als der Kündigen wollte bekam er plötzlich von der Bahn ein besseres Angebot.

    Die wissen das sie die Stellen nicht mehr besetzt kriegen…

     
  79. 33

    Super Artikel, und mir wie aus der Seele geschrieben (nur halt mit besserem Deutsch)

     
  80. 32

    Vorhin in einem Laden in Kleve. Gespräch zwischen Verkäuferin und Kundin, die sich offenbar kennen.

    Kundin: Wir fahren morgen nach Wesel.
    Verkäuferin: Nach Wesel? Wat macht ihr da?
    Kundin: Wissenwa auch noch nich. Dat Ticket muss sich ja lohnen…
    Verkäuferin: Aber wat willste in Wesel?
    Kundin: Goch is ja tot, da brauchste nicht hinzufahren.
    Verkäuferin: Ich hab keinen Bezug zu Wesel.
    Kundin: Ich auch nich. Wesel is nich schön. Aber wir fahren jetzt den ganzen Sommer rum…

     
  81. 31

    Es ist gewiss nur ein ganz bedauerlicher Einzelfall. Sparwahn? Aber da sind doch gerade erst 100 Milliarden Euro für die Aufrüstung beschafft worden – wenn auch auf Pump. Es ginge also, wenn „man“ wollte.

     
  82. 30

    @Martin Fingerhut:
    „Ihr Ziel in Kleve ist kein BahnHof mehr
    sondern nur noch ein HaltePunkt“

    Es hätte aber keine direkten Auswirkungen auf die bisherige, schludrige, abschreckende Dienstleistung der DB-Netz.
    Es geht, wie so oft um das Geld bzw. Tarifgehalt des Mitarbeiters auf dem Stellwerk. Vereinfacht gesagt: ein Haltepunkt verursacht nicht so „hohe“ Personalkosten.
    Da der Bahnhof Kleve Weichen (Abstellbahnhof etc.) hat, wird es beim Bahnhof bleiben.
    Ich lasse mich aber auch gerne aufklären. Es war anscheinend ja schon mal ein Bahn-Mitarbeiter in der Kreisverwaltung (Herr Martini von der DB-Netz) und fabulierte, dass ein Stellwerk mal für 1,5 Stunden aufgrund von Corona nicht besetzt sei (https://www.kleveblog.de/re-10-irgendwann-kommt-man-irgendwo-an/#comment-435950).
    Vielleicht weiß er noch nicht einmal, dass Kleve auch Weichen im Bahnhof liegen hat.

    Benno

     
  83. 29

    Das ist der Sparwahn immer wenn plötzlich ein Sonderfall auftritt gibt es das geplante Caos

     
  84. 28

    Mir fallen gerade 2 Artikel ein die ich irgendwann gelesen habe aber nicht mehr weiß wo so das ich sie leider nicht verlinken kann.

    1:
    Bei der Privatisierung der DB ist sie kaputt gespart worden um sie für den Börsengang attraktiv zu machen. Seit dem fährt die Bahn auf verschleiß und hat wenig Spielraum um dem Entgegen zu wirken.
    Allein bei der Bahn fehlen nach Expertenschätzungen bis zu 30.000 Stellen um die Bahn funktionsfähig zu halten, aber die verursachen Kosten und da die Bahn Gewinne erzielen muss kommt sowas dabei raus,
    Ob die externen Regionalbahnen, wie die auf der Strecke Kleve, da schon in die Schätzung mit eingerechnet sind kann ich leider nicht sagen oder der Personalmangel dort noch dazu gezählt werden muss.

    Der folgende Artikel war erst in den letzten Wochen und anscheinend werden in den nächsten Jahren in Deutschland ca 1 Mio Stellen im öffentlichen Dienst nicht besetzt werden können, da das Personal fehlt. Die Geburtenstarken Jahrgänge gehen jetzt in Rente und es fehlt Ersatz für die Ausscheidenden.
    Ob da die Bahn auch noch mit dazu gezählt wird kann ich nicht sagen aber ein mögliches Systemversagen in vielen Verwaltungsbereichen ist möglich.
    Die Lösung wäre Bürokratie-Abbau und Digitalisierung aber ob man damit einen fehlenden Stellwerks-Mitarbeiter ersetzen kann……

    Ich glaube mit einer privatisierten DB bekommen wir die Verkehrswende nicht hin und uns fallen die politischen Entscheidungen der letzten 30 Jahre vor die Füße und wir müssen jetzt irgendwie damit klar kommen.

     
  85. 27

    @ 25 Mitleser :

    die „Bundesbahn“ gibt es schon seit 1994 nicht mehr

    Für all jene, welche es ganz ungemein erleichtert,
    nicht von der BundesBahn sondern von DB-Netz
    regelmäßig im sprichWörtlichen Regen stehen gelassen zu werden,
    ein weiterer Trost :
    Ihr Ziel in Kleve ist kein BahnHof mehr
    sondern nur noch ein HaltePunkt.

     
  86. 26

    Ja, ja, ich höre noch die Stimmen von vor 25 Jahren:

    Die Privaten können alles besser!

     
  87. 25

    @18 wie in einer Gebetsmühle – die „Bundesbahn“ gibt es schon seit 1994 nicht mehr – haben Sie das immer noch nicht mitbekommen?

    @16 die schnellsten Verbindungen Kleve/Emmerich – Hamburg HBF liegen bei 4.54 bzw. 4.41 Stunden/Min. – und das, obwohl (mangels Querverbindungen) mit der Bahn immer erst Richtung Süden Duisburg/Düsseldorf und dann erst Richtung Norden gefahren wird.

    Und wie verbringen Sie denn die Fahrzeit im Auto? Sie stieren auf die Fahrbahn; schlagen sich mit LKW und notorischen Mittelspurfahrern, bzw. allen möglichen unkonditionierten Automobilisten rum, bei Regen fahren Sie im ständigen Sprühnebel, fürs Essen, pinkeln und tanken müssen Sie anhalten usw., usw. Vom Stau ganz zu schweigen. Das muss doch super erholsam sein – oder doch nicht? Noch gibt es keine Tempolimits. Sind Sie so naiv und glauben, dass alles so bleibt?

    Ich fahre auch häufiger nach Hamburg. Wenn ich mit dem ICE dort ankomme, habe ich i.d.R. gemütlich gefrühstückt, bzw. retour mir ein Feierabendbierchen gegönnt. Oder ich habe mich mit dem Laptop beschäftigt, News gelesen oder einfach nur geschlafen und auch ggf. das stille Örtchen besucht. Unter normalen Umständen ziehe ich am Beispiel Niederrhein – Hamburg die Bahn in jeder Hinsicht dem Auto vor.

    Wie gesagt – unter normalen Umständen. Seit 1994 und der „Bundesbahn“ wurde das System Bahn BEWUSST und in radikaler Weise zerstört. Trotz aller Lippenbekenntnisse der jeweils verantwortlichen Regierungen. Wäre das Bahnthema alleiniges Wahlkriterium – ich wüsste nicht, wem ich meine Stimme geben sollte.

    Nirgendwo gibt es mehr „Rückfallebenen“ sei es bei Fahrzeugen, der Technik, oder beim Personal. Alles bis zur absoluten Funktionsunfähigkeit wegrationalisiert. Und die vielgepriesene Digitalisierung – alles möglichst (sehr weit) ferngesteuert – ohne Personal in der Nähe bei Störungen. Jeder Vandale mit einem Feuerzeug oder einem Seitenschneider kann ganze Strecken und Regionen lahmlegen. Einfach nur noch zum ko….

    Populismus ein Schimpfwort für Rechtsradikale. Aber hätten unsere Regierungspopulisten das Geld für das 9Euro-Ticket erst einmal in ORTSNAHE Bereitschaftspersonale und mehr technische Service-Mitarbeiter gesteckt, wäre es viel sinnvoller für eine Verkehrswende gewesen.

    Aber das ist ja inzwischen überall so. Man kann anrufen wo man will: Wählen Sie 1, wenn Sie…, wählen Sie 2, wenn Sie…, hat man alle Optionen durch kommt „alle Mitarbeiter sind im Gespräch, haben Sie Geduld“ bla, bla, bla. Hat man dann nach 45 Min. jemand an der Strippe, weiß man i.dR. genau so viel, wie vorher. Schöne neue sch… Welt

     
  88. 24

    (Das ist jetzt natürlich keine Kritik an rds nächtlicher Bahnfahrt. Er fährt ja immer Bahn. Es ist auch keine Kritik an den Spaßfahrern. Es ist eine Kritik an verpeilter Politik.)

    Eine Pendlerin (Praktikantin in der Altenpflege) schafft es nicht mehr zur Arbeit. Sicher ein Extrembeispiel, aber die Tendenz kommt hin: https://www.youtube.com/watch?v=uVeuq-_v9ts

     
  89. 23

    Jetzt mal nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Natürlich brauchen wir den RE7, RE10…

    Das Problem muss man in die Einzelteile zerlegen. Es gibt das Stellwerk-Problem, das offensichtlich trotz der Erneuerungen der letzten Zeit nicht vollständig behoben ist bzw. auf anderen Teilstrecken erst in den nächsten Monaten behoben wird.

    Und es gibt Probleme, die durch das 9-Euro-Ticket entstanden sind. Das Ticket bedeutet fast kostenlosen Regionalverkehr. Nun fahren alle überallhin. Weil es möglich ist. Das ist erstmal schön. Aber darauf, dass die große Masse nun Busse und vor allem Bahnen stürmt, ist das System (noch) nicht ausgelegt. Das lässt sich auch nicht über Nacht herstellen.

    Die meisten fahren nicht, um Benzin zu sparen, sondern um die günstige Gelegenheit zu nutzen. Es sollten aber eigentlich vor allem die Pendler entlastet werden. Die flüchten nun ins Auto und können froh sein, dass die Spritpreise nicht noch höher sind.

    Das 9-Euro-Ticket ist Wahnsinn, so oder so.

    Für die Medien ist ein Sommerloch-Geschenk. Wenn es außer dem Krieg gerade keine Themen gibt, dann schicke man einen Reporter in den Regionalzug, am besten am Wochenende. Irgendeiner fährt immer.

    Und die Sommerferien kommen ja erst noch…

    Ich fahre die Strecke Kleve-Köln seit fast 40 Jahren. Früher war insofern vieles besser, als nicht so viele Leute wie heute Bahn gefahren sind.

    Klimaschutz bedeutet, den Bus oder die Bahn vorzuziehen. Aber dann muss das System auch entsprechend ausgelegt sein.

    Es bedeutet nicht, die Leute mit einem verlockenden Angebot dazu zu bringen, die Züge zu stürmen und sich dann im Zug zu überlegen, wo es hingehen soll .

     
  90. 21

    @ 1 Thomas: laut Google benötigt man von Kleve nach Köln zwischen 1:23 und 1:30 bei freier Autobahn. Also so maximal 1,5 Stunden laut Ihrer Aussage ist ziemlich mutig…

    Benno

     
  91. 20

    @ Thomas: doch es geht. Fahren Sie mal aus Düsseldorf ab 15:00 Uhr Richtung Kleve. In der Stadt schon Stau, Morsenbroicher Ei und weiter über den Rhein, oh nein. Richtung Flughafen bis zur Abfahrt zur A57 geht es, dann bis hinter Krefeld volle Autobahn, Höchstgeschwindigkeit ca. 80 km/h. Erst hinter Kamp-Linfort wird die Bahn frei. Meine Reisezeit mit dem Auto 1h:20Min.
    Wenn ich um 7:00 Uhr in Düsseldorf sein muss, muss ich vor 6:00 Uhr in Krefeld sein. Um das zu erreichen stehe ich 10 Minuten später als wie zum Bahnhof auf. Bin dann wohl 20 Minuten früher in Düsseldorf.

    Ich möchte hier keinen bekehren, bis auf ca. 20 Tage im Jahr fahre ich für knapp 160,-€ (Firmenticket) im Monat mit dem ÖPNV zur Arbeit. Während dieser Zeit kann ich schlafen oder lesen. Welches Auto bringt mich für 160,-€ im Monat nach Düsseldorf und zurück? Für meinen Diesel würde ich an der Tanke bei den jetzigen Preisen 480,- € im Monat liegen lassen. Kann ich im Auto entspannen, schlafen, lesen?

    Mit dem Auto habe ich am Tag vielleicht 30 Minuten Zeitersparnis, die ich aber wieder dadurch verliere, dass ich früher schlafen gehe, weil ich zu müde bin.
    Wer antizyklisch fährt, mag vielleicht mehr Glück haben. Aber ist es das Wert?

    Benno

     
  92. 19

    @16:
    Doch, es könnte. Es könnte sogar viel schneller sein für die meisten Menschen, nebenbei das Klima schonen und günstiger für alle sein.

    Das würde aber Investitionen erfordern, den Ausbau auf mindestens Zweigleisigkeit und einen guten Takt. Außerdem inklusive Bahnen und Bahnhöfe (also zB Alters-, Behindertengerecht), Sicherheit für alle Gruppen (zB BIPoC, Frauen) rund um die Uhr.
    Das dauert, wenn man sehr effizient arbeitet und sich viel Mühe gibt mal locker 10 Jahre in der Umsetzung.
    Aber man hat sich ja auch viel Zeit genommen, die Bahn kaputt zu machen. Da muss man sich nun eben Zeit nehmen, das System wieder aufzubauen.

    Das würde auch bedeuten, dass sich die Politiker aus Kleve mal wirklich für den Ausbau der Bahn einsetzen und nicht nur mit Klüngeln beschäftigen sollten. Das würde auch bedeuten, das Autofahrer wie du einen fairen Anteil ihrer Steuern für den Ausbau zahlen müssten. Die nicht-Autofahrer zahlen ja auch deinen tank- und dieselrabatt.

    Vorschlag: wir investieren im gleichen Verhältnis wir jetzt in den Ausbau von Bahn und Straße, nur umgekehrt. In 10 Jahren sehen wir dann, wer schnell und umweltfreundlich von a nach b kommt.

    Schau mal in die Schweiz, da klappt’s. Da werden aber pro Kopf auch über 300€ pro Jahr in die Schiene gesteckt. In Deutschland weniger als 90€. In der Schweiz ist man deswegen mit der Bahn und dem ÖPNV auch unschlagbar schnell und günstig von A nach B gekommen.

    In der Rush-Hour schaffst du 1,5h übrigens mit dem Auto auf keinen Fall.

     
  93. 18

    Du Ralf, da habe ich noch einen. Mein Freund Peter und meine Wenigkeit waren froh am 22. Mai 2022 nach einem langen Tag aus Heidelberg kommend in Düsseldorf gegen 23.00 Uhr noch einen Zug nach Emmerich zu erwischen. Die Freude darüber hielt allerdings nicht lange an. Am Bahnhof Wesel blieb der Zug stehen, eine Durchsage verkündete, dass es ab hier für die Passagiere nach Emmerich nicht weitergeht. Aus welchem Grund auch immer. Weichenproblem wurden als die Ursache des Fahrtabbruchs angegeben.
    Die Zugbegleiter hatten jedenfalls keine Ahnung und haben nur mit den Schultern gezuckt. So standen wir dann mitten in der Nacht vor dem Weseler Bahnhof. Wenn man da keine Freunde hat. Gegen 02.30 Uhr zu Hause gewesen. Bundesbahn ist immer wieder ein Erlebnis!

     
  94. 17

    @16. Thomas
    Von schneller mit der Bahn sein war auch nicht die Rede. Ich würde mit dem Zug fahren, wenn es kalkulierbar wäre wie lange ich von A nach B brauche und es garantiert ist, dass die Bahn dafür sorgt, dass ich dort auch ankomme bzw. ankommen kann. Ich bin über die Jahre schon so einige Male mitten in der Pampa oder in irgendeiner Stadt gestrandet, weil die Bahn technische, personelle oder sonstige Probleme hatte und wenn es ausnahmsweise mal nicht an der Bahn lag, war es ein Unwetter. Wenn man Zeit hat, kann man das auch sportlich sehen und sich darüber freuen außerplanmäßig eine andere z.B. landschaftlich interessante Strecke zu fahren. Meistens hat man die Zeit aber nicht.

     
  95. 16

    @10: Eisenbahner in der 3. Generation und irgendwann beruflich verbessert. Zum Bahnhof hin, an jeder Milchkanne halten, vom Bahnhof zur Straßenbahn, bis zum Arbeitsplatz…Das kann niemals so schnell bewältigt werden wie der direkte Weg mit dem Auto.
    @5: Ich habe kein Problem mit einer Fahrgemeinschaft, allerdings müssten die Mitfahrer ähnlich Arbeitszeiten haben und daran scheitert es bei Gleitzeit regelmäßig.
    @7: Die Strecke Kreis Kleve Hamburg wird niemals mit dem Zug schneller zu bewältigen sein, ich fahre diese ebenfalls regelmäßig aber über 5:15 (Haustür zu Haustür) habe ich schon lange nicht mehr gebraucht.

     
  96. 15

    @Stier Das war der Plan. Aber den habe ich verpasst, was aber kein Problem war, weil man ja eben auch nach Düsseldorf fahren kann.

     
  97. 14

    @rd
    Mmuuuh, rd, ich vermmuuuhte mal, dass Sie am Samstag-Abend so gegen 23 Uhr versehentlich am Köln-Deutzer Bahnhof abfahren mussten, mmuuuh statt um 22:42 Uhr ab Köln Hbf mit dem RE 7 (in Gegenrichtung) auf direktem Wegen die 55 km nach Krefeld zu fahren. OK, letzteres hat nicht geklappt, mmuuuh rd = Dösxxxxxx. Aber warum sind Sie dann nicht einfach um 23:35 Uhr ab Köln-Deutz mit dem RE 7 (in Gegenrichtung) die (von dort) 56 km auf direktem Wege nach Krefeld gefahren, mmuuuuh RE 7-Teilausfall ist aktuell nur an Sonn- und Feiertagen (jedoch ist ein Ersatzhohenzollernbrückensprung mit der RB 48 nach Bonn-Mmuuuhlem möglich – http://www.zuginfo.nrw)? Kann es vermmuuuhtlich sein, dass Sie einen gewissen Hang zum Chaos-Situationen-Suchen haben, mmuuuh Bahn- (und vor allem NIEderRheinStier-Express-) fahren will gelernt sein? Mmuuuh, reise bei (nicht Stoß-) Zeiten und erkunde entspannt und gemmüüühtlich die Weiten!

     
  98. 13

    “weil der Regionalexpress 7 (nach Hamm) über Düsseldorf fährt, sodass dann eben dort (und nicht in Krefeld ) der Umstieg in den Regionalexpress 10 erfolgen kann. “

    -> der RE 7 fährt NIE über Düsseldorf, der fährt hinten rum über, Dormagen, Neuss nach Krefeld und endet in
    Krefeld letztes Abstellgleis. Der RE7 ist von außen blau-weiß
    -> der RE 1 fährt nach K-Hbf, K-Ms/Dz über Leverkusen nach Düsseldorf. Ist Grau-weiß.

    Der RE 7 ist daher im D-Hbf NIE zu sehen, Ergo war es der RE 1, Gleis 15/16 D-Hbf.

    Sry für die Klugschei*erei 😉

     
  99. 12

    @ 8: die Aussage der Zugbegleiter war absolut nicht Fahrgastorientiert, zeigt aber, dass die Frustrationsgrenze mittlerweile deutlich überschritten ist. Da ich beruflich nach Düsseldorf mit dem RE 10 pendel, komme ich mit dem NWB-Personal auch mal ins Gespräch. Dort höre ich auch, dass während der Bauphase zwischen Kleve und Geldern die Zeit nur teilweise für die Einarbeitung der Mitarbeiter in das neue System kaum genuttz wurde.
    Zudem sind die Zugbegleiter, die sich alles anhören können, selbst aber weder für die nichtbesetzten noch für die technischen Probleme der Stellwerke verantwortlich sind.

    Warum fährt nicht einer des VRR und der DB mit und erklärt den Fahrgästen, warum schon wieder das Stellwerk nicht besetzt ist, es technische Probleme mit der Stellwerkstechnik gibt? Bequemer ist es ja, die NWB-ler vorzuschicken und im stillen Kämmerlein sich anerkenned auf die Schulter klopfen, wie gut sie doch alles planen.

    Benno

     
  100. 11

    @SpoyBoy
    In den 80-ger Jahren gab es übrigens im Anschluß an den letzten Zug nach Geldern einen zuverlässigen (roten) Bahnbus nach Kleve. Oft benutzt mit Freundin in Geldern und ohne eigenes Auto. Am Wochenende fuhr auch noch sehr spät ein Bahnbus nach Kleve. Damit war sogar ein Abend im E-Dry möglich und teuer war die Fahrt dank Junior-Pass auch nicht. Ja, früher.

     
  101. 10

    @ Thomas D. : Aus Ihrem Post heraus, kann ich nur vermuten, dass Sie, als die Bahn noch noch dem Spruch „pünktlich wie die Eisenbahn“ alle Ehre gemacht hat, maximal im Kinderwagen durch die Weltgeschichte gefahren wurde.

    @ Spoyboy_ Ihr Stammtischsatz entspricht diesmal der Wahrheit. Auch ich kannte es, dass der Zug seltens ausgefallen ist oder irgendwelche Stellwerke in der „Dauerreparatur“ waren. Aber was möchten wir erwarten, wenn diese Strecke als „Versuchsstrecke“ einer Firma genutzt wird, die außer in Ihren Anfängen vor über 100 Jahren nur Parkhausautomation und nichts mehr mit Bahnsignaltechnik am Hut hatte.
    Schaffen wir so den dringenden Klimawandel? Ich glaube eher nicht, denn so eine Leistung schreckt doch nur ab.

    Benno

     
  102. 8

    Das Bild ist falsch beschriftet. Der RE7 sieht vom Interieur deutlich anders aus.
    Wahrscheinlich war der RE7 derart verspätet, dass du entweder den RE1, RE5 oder aber den RE6 genommen hast!
    Das Bild zeigt das Still- bzw. Innenleben eines RRX-Siemens Desiro-Wagens 👌

    P.S am Freitag , 17.6 ging ab 22’00 vom Klever Bf und vom Krefelder Bf. In Gegenrichtung wegen eines nicht besetzten Stellwerks Nichts mehr, alle Züge fuhren nur bis Geldern. O-ton der Zugbegleiter, “ dann müssen sie zusehen, wie sie von dort nach Krefeld kommen. Da fahren die Züge ja wieder☑😉

     
  103. 7

    @1. Thomas D.
    “ Die Fahrt mit dem PKW Köln -> hätte maximal 1,5 Stunden gedauert, vollommen stressfrei ohne stinkende Mitfahrer.”

    Gute Idee! Ich muss öfter mal nach Hamburg fahren. Manchmal schaffe ich es trotz der zahlreichen Baustellen in weniger als vier Stunden. Es kann aber auch locker mehr als fünf Stunden dauern. Mein Negativrekord waren bisher sechseinhalb Stunden. Wie kommt das wohl? Richtig, außer mir sitzen tausende mit der gleichen Idee alleine in ihrem Fahrzeug und verstopfen die Autobahn. So viel können Sie gar nicht ausbauen um bei maximalem Verkehrsaufkommen stockenden Verkehr zu vermeiden. Früher bin ich immer mit der Bahn nach Hamburg gefahren, hat, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ungefähr sechseinhalb Stunden gedauert. Wenn alles planmäßig verlief. Dann häuften sich die Zugausfälle, Verspätungen und daraus resultierend die verpassten Anschlüsse, dass es immer öfter auch mal ein bis eineinhalb Stunden länger dauern konnte. Irgendwann war ein Umstieg auf Auto unvermeidlich. Ich wäre überglücklich in fünf bis zehn Jahren wieder im ICE nach Hamburg zu sitzen. Dazu müsste aber eine Verspätung um mehr als eine halbe Stunde die Ausnahme sein und nicht die Regel.

     
  104. 6

    @2

    Pofalla für das politische wie unternehmerische Versagen der Deutschen (Bundes)Bahn in Deutschland verantwortlich zu machen ist genauso medial wohlfeil wie Woelki für den von seinen Vorgängern jahrzehntelang vertuschten Missbrauchskandal zu kreuzigen.

     
  105. 5

    @1

    Es hat aber eben nicht jeder einen Führerschein geschweige denn ein Auto.

    Was man natürlich einführen könnte wäre eine Mitnahmepflicht. 🙂

     
  106. 4

    Dass es voll war/ist: Gut für die „normalen“ Bahnfahrer ärgerlich, aber für 9 Euro kann man natürlich auch keine Business-Class erwarten. War ja auch vorher bekannt.

    Zu Krefeld-Kleve: Keine Kommentar, dazu fehlt die Kraft.
    Aber trotzdem Frage: Man hat doch (meistens) Mobiltelefon, Taxis hätte man also schon aus dem Zug heraus organisieren können und die Kosten übernimmt die Bahn ja anstandslos.

    Ärgerlich dann wenn man der einzige wäre und Kosten von 120 Euro nicht vorschiessen kann.

    Stammtischsatz am Ende: So was gab es früher schlicht und einfach nicht.
    In meiner Jugend (70er/80er) funktionierten die Bahnhöfe (mit Blumen auf den Bahnsteigen!! Und ohne Grafitti) und die Stellwerke, an Verspätungen dieses Ausmasses kann ich mich nicht erinnern. Allerdings fuhr der letze Zug tatsächlich auch regulär nur bis Geldern. Dafür kam man morgens von Kleve sowohl nach Krefeld wie nach Duisburg und nach Amsterdam.

    Man wünschte wirklich, ein/e Politiker/in würde man auf einer solchen Fahrt mal treffen. Die sieht man aber nur auf Festen/Einweihungen für neue Bahnhöfe/Bahnsteige – die am Niederrhein aber nichts anderes sind als von DB Netz geschickt geschminkte Verkleinerungen/Abrisse/Aufgaben von Gebäuden, Gleisen, Flächen und Personal.

    Früher war vieles besser.

     
  107. 3

    Die Mitfahrer haben nicht gestunken und das Desaster mit bemerkenswertem Stoizismus und teilweise sogar mit Humor ertragen. Das ändert aber nichts daran, dass es ein Desaster ist, welches mit vernünftigen Investitionen in den Griff zu bekommen wäre (bekanntlich verschlingt die Gewinnsubventionierung der Mineralölindustrie das Dreifache der Investitionen in den Schienenverkehr in diesem Jahr).

     
  108. 2

    Und hier, meine Damen und Herren (bitte nur umgangssprachlich sehen, ich denke natürlich auch an alle anderen Geschlechter) sehen wir das Ergebnis von 16 Jahren CDU/CSU

    Namentlich:

    Peter Rammsauer
    Alexander Dobrindt
    Christian Schmidt
    Andreas Scheuer

    Natürlich müssen wir auch an die Umfallerpartei SPD denken, namentlich

    Wolfgang Tiefensee,
    Manfred Stolpe
    Kurt Bodeweig
    Reinhard Klimmt
    Franz Müntefering

    Die es geschaft haben die Bahn so kaputt zu wirtschaften das dies das Ergebnis ist.

    Aber etwas positives gibt es zu vermelden, denn Ronald „Pofallawende“ Pofalla wechselt in die Immobilienbranche. Gut das ist jetzt für Immobilienbesitzer sicher keine gute nachricht. Der kriegt ja bekanntlich alles kaputt…

     
  109. 1

    Seit mehreren Jahren sag ich es immer wieder, schließt die Srecke, dünnt den ÖPNV auf das Nötigste aus. Jeder hat individuelle Bedürfnisse beim Ortswechsel, das funktioniert nicht mit Fahrplänen die in Korsetts gepresst werden, erst Recht nicht wenn dann noch technische und menschliche Unwägbarkeiten dazu kommen. In eine gut ausgebaute A57 ist das Steuergeld besser eingesetzt. Die Fahrt mit dem PKW Köln -> hätte maximal 1,5 Stunden gedauert, vollommen stressfrei ohne stinkende Mitfahrer.