RE 10: „Irgendwann kommt man irgendwo an“

Bahnhof Kevelaer: Menschen drängen in den Schienenersatzverkehr

Sobald die Dinge einen persönlich betreffen, gilt es als guter Rat, den Rauch erst einmal verziehen zu lassen, bevor man in die Tastatur greift, und so habe ich nunmehr schon zwei Nächte darüber geschlafen, was ich am Dienstagmorgen beim Versuch, mit der Bahn die in relativer Nähe gelegene Großstadt Köln zu erreichen, erlebt habe, mal abgesehen von einigen Kommentaren der Verwunderung.

Nun, zwei Tage später, stellt sich allerdings ein Gefühl großer Traurigkeit ein. Was ist passiert, dass wir es so weit haben kommen lassen? Und wo bitte sind die 60 Millionen Euro geblieben, die in die Modernisierung der Bahnstrecke Kleve-Krefeld gesteckt wurden?

Vorausschicken sollte ich vielleicht, dass dieser Dienstag der dritte Termin in drei Wochen war, den ich in Köln zu absolvieren hatte. Beim ersten Mal, ein wenig Vorsicht schleicht sich in das Verhalten von Bahnfahrern schnell ein, wählte ich den Zug um 12:21 Uhr ab Kleve, um einen mehr als dreieinhalb Stunden entfernten Termin pünktlich wahrzunehmen. Die Bahnfahrt endete in Weeze, ein Unfall hatte die Strecke blockiert, kann ja schon mal passieren.

Ein Schienenersatzverkehr konnte nicht eingerichtet werden, kann schon mal passieren. Mit einem anderen Fahrgast teilte ich mir ein Taxi, fuhr nach Kevelaer, nur um dort in Erfahrung zu bringen, dass die Züge erst ab Geldern wieder Richtung Krefeld fahren. Warum Kevelaer nicht möglich war, keine Ahnung. Es führte jedenfalls dazu, dass ich das an sich unspektakuläre Vorhaben einer Regionalbahnfahrt abgebrochen habe, als sich herausstellte, dass es beim besten Willen nicht mehr möglich war, das Ziel pünktlich zu erreichen.

In der Woche danach klappte alles wie am Schnürchen, hin und zurück. Vorgestern also, wieder ausgestattet mit dem mir eigenen Optimismus, beschloss ich erneut, die Reise nach Köln mit der Bahn anzutreten. Was ich nicht wusste, war, dass exakt ein Mitarbeiter der Bahn erkrankt war, sodass es offenbar nicht möglich war, das Stellwerk Geldern zu besetzen.

An dieser Stelle sei bereits angemerkt, dass, wer auch immer im Management des Konzerns für die Personalplanung verantwortlich ist, zwar nicht mehr die drakonischen Bestrafungsmaßnahmen zu befürchten hat, die ich noch vor zwei Tagen zu verhängen imstande war, ihm aber wohl rundheraus seine Befähigung für diesen Beruf abspreche.

Darüber hinaus wundert mich, dass angesichts der Millionen-Modernisierung in Geldern immer noch ein von Hand zu bedienendes Stellwerk nötig ist, um den Bahnbetrieb durchzuführen. Was genau muss in Geldern gestellt werden? Weiche links, Weiche rechts, so ca. alle 30 Minuten? Und wie genau kann es, dass offenbar eine Fernübernahme des Stellwerks durch eine andere Instanz nicht möglich ist, wo Menschen doch ansonsten in der Lage sind, Roboter auf dem Mars millimetergenau durch Schluchten zu steuern?

Dass der Mitarbeiter erkrankt war, erfuhr der Bahnkunde auch nicht auf dem Bahnsteig, wo er die Möglichkeit gehabt hätte, sich umzuentscheiden. Er erfuhr es, nachdem der Zug sich in Bewegung gesetzt hatte und er in seinem Schicksal gefangen war. „Leider habe ich schlechte Nachrichten für Sie“, teilte der Zugführer mit, „dieser Zug endet in Kevelaer.“ Es werde jedoch ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Dieser Schienenersatzverkehr konnte den ganzen Morgen schon geplant werden, der Mitarbeiter aus dem Stellwerk hatte sich schon früh krank gemeldet. Doch der Blick aus dem Zugfenster auf Dutzende von Menschen, die in Kevelaer wie bestellt und nicht abgeholt auf dem Bürgersteig standen, belehrte einen schnell eines Besseren. Das waren die Passagiere aus dem Vorgängerzug, die noch nicht abgeholt waren – und dann stiegen noch einmal ca. 150 Leute aus, die ebenfalls auf den Schienenersatzverkehr angewiesen waren.

Man muss es gesehen haben

Nach etwa einer Viertelstunde erschien der erste Bus, ein Gelenkbus mit einer Kapazität von 151 Passagieren, in den sich die Menschen hineindrängten, als gäbe es kein Morgen und Corona schon gar nicht. Noch einmal eine Viertelstunde später fuhr der zweite Bus vor, der ebenfalls zu hundert Prozent befüllt wurde, unter anderem mit Kriegsflüchtlingen und sehr vielen Kindern. Auch dieser Bus konnte nicht alle wartenden Menschen aufnehmen.

Am Bahnhof in Geldern einigte sich der Busfahrer des zweiten Busses mit dem eines weiteren dort bereitstehenden Busses, dass die Fahrgäste auf beide Fahrzeuge aufgeteilt werden sollten. Das wurde jedoch kaum kommuniziert, sodass der zweite Bus mit einer Handvoll Menschen darin dem ersten, immer noch voll besetzten hinterher fuhr.

Der Fahrer des zweiten Busses, der überhaupt keine Ahnung hatte, wo er hinfahren sollte, bat mich, den Namen des Zielortes (Nieukerk) in sein Handy zu schreiben, damit er es richtig ins Navi eingeben konnte. „Irgendwann kommt man irgendwo an“, sagt ein Fahrgast. Es klang weise und resigniert zugleich.

Die Fahrt endete allerdings nicht am Bahnhof in Nieukerk, sondern einen halben Kilometer davor auf der Kreuzung einer Bundesstraße. Wer ausstieg, musste aufpassen, dass er nicht auf der Rechtsabbiegerspur überfahren wurde. Ein Treck der Geknechteten setzte sich in Bewegung, unter anderem Mütter mit Kindern an der einen und Rollkoffern an der anderen Hand und Senioren mit Rollatoren, bis sie den Bahnhof in Nieukerk erreichten, wo exakt ein Triebwagen der Nordwestbahn auf die Gestrandeten wartete.

Manchmal haben diese Züge zwei Einheiten, manchmal sogar drei. Doch ausgerechnet dort, wo der Bedarf am größten ist, entsendete die Fahrdienstleistung exakt eine (1) Einheit. Und bei dieser Einheit war dann noch die vordere Tür defekt, sodass geschätzt 200, vielleicht auch 300 Fahrgäste sich durch einen verbliebenen Eingang in das Fahrzeug drängten.

Am Ende kam der Zugführer, der sich missgelaunt seinen Weg durch die Menschenmassen bis zum Führerstand bahnte. Er drohte den Fahrgästen, gar nicht erst los zu fahren, wenn sie denn nicht Platz machen. Allerdings gab es keinen Platz, den man hätte machen können.

Irgendwie klappte es dann doch, und der Zug setzte sich in Bewegung. Das war exakt 2 Stunden nach dem Fahrtantritt in Kleve. Die zurückgelegte Distanz betrug 51 km, sodass sich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h ergab. Mit anderen Worten: Mit einem E-Bike wäre man schneller unterwegs gewesen. Als der Zug um 12:20 Uhr anfährt, applaudieren die Fahrgäste. Es war der blanke Hohn.

Natürlich war der Anschlusszug in Krefeld nicht mehr zu erreichen, der erste schon gar nicht, aber auch der eine Stunde später folgende nicht. Der gewiefte Bahnfahrer fährt dann bis Düsseldorf, und springt in irgendeinen Zug, der von dort nach Köln fährt. In diesem Fall der gut eine halbe Stunde verspätete RE 5, dessen Zugführerin den eben zu gestiegenen Passagieren sagte, sie habe keine Lust zu erklären, warum sich diese Verspätung aufgetürmt habe und wolle lieber versuchen, auf dem Weg nach Köln ein paar Minuten aufzuholen. Das Vorhaben endete erwarteterweise recht schnell, als sie für einen bevorrechtigten Fernverkehrszug in Leverkusen halt machen musste.

Um 14:06 Uhr erreichte der Bahnfahrer schließlich Köln. Die Fahrzeit hatte sich verdoppelt, aber, man muss ja auch das Gute sehen, es waren immerhin noch knapp 2 Stunden bis zum Termin.

Die Frage allerdings sei gestattet, wie um alles in der Welt mit einer solchen Leistungsschau Menschen dazu bewegt werden sollen, das Auto stehen zu lassen und sich stattdessen anderen Verkehrsmitteln anzuvertrauen. Der Gedanke beschleicht einen, dass dies überhaupt nicht gewünscht ist. Wer immer in der Verantwortung ist, weiß, dass die, die in den Zügen sitzen, ohnehin keine andere Wahl haben, und dass die, die in den Autos sitzen, so etwas nicht einmal in ihren Albträumen erleben möchten.

Von Walter Benjamin gibt es das Bonmot: „Dass es so weitergeht, ist die Katastrophe.“ Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Übrigens erlebte der Landtagskandidat der Grünen, Dr. Volkhard Wille, das Fiasko in Gegenrichtung. Sein ebenfalls lesenswerter Bericht: Das Bahn-Desaster – im Kreis Kleve und anderswo: ein Erfahrungsbericht

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52 Kommentare

  1. 51

    Das steht symptomatisch für ProBahn.

    Anstatt sich um die Probleme vor Ort zu kümmern und da mal was dazu zu sagen, und die lobenswerte Initiative von SDP, Grüne und FDP(!!!) mal positiv zu begleiten, schmeissen die die Fahrgäste auch noch raus :

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/deutsche-bahn-fahrgastverband-fordert-wegen-9-euro-ticket-stopp-der-fahrradmitnahme-a-f3ed63b4-cb2f-4c7b-aff5-2ed358753d1b

    Mit ähnlichen Aktionen (spiegel-Pressemeldungen) haben sie es sich auch mit der GDL verscherzt, mit der sich doch eigentlich Seit‘ an Seit‘ für besseren Verkehr kämpfen sollten.

    ProBahn nimmt keiner mehr ernst. Am Niederrhein schon mal gar nicht.

     
  2. 50

    @ 46
    Ach, wie schön wärmt die Sonne doch wieder inzwischen. Endlich kann ich mich mal wieder strecken und brauche mich nicht nur zu kringeln. Und ich habe die Energie, um Mitleser etwas anzugiften.
    Also, Mitleser, entgegen ihres Posts Nr. 46 (und Drehscheibe?) wurden im Sommer 2021 48 lange und 15 kurze BEMUs bestellt – nicht 15 lange und 48 kurze BEMUs. Davon sind 58 jeweils für den planmäßigen Betrieb und 5 jeweils als Instandhaltungsreserve vorgesehen. Hintergund war die europaweite Ausschreibung, die keinen Bieter benachteiligen sollte. Denn manche Bieter hatten nur 70 m lange BEMUs im Angebot, von denen nur eine Doppeltraktion (= 140 m) an alle Bahnsteige entlang der RE 10-Strecke gepasst hätten. Gleichwertig konnten auch je 2 BEMUs á 55 m und je einer mit gut 40 m Länge angeboten werden. Nach der Auftragsvergabe (und dem Ablauf der wesentlichen Einspruchsfristen) gab es jedoch von einigen der Hirne hinter der ganzen Aktion mit den nur vermeintlich sündhaft teuren BEMUs (weil 30 Jahre garantierte Betriebsbereitschaft samt der dazu erforderlichen Instandhaltungsaufwendungen außer dem Batterierisiko in dem kolportierten Preis von EUR 355 Mio eingeschlossen sind) die folgenden Hinweise:
    Wenn zu den Stoßzeiten BEMU-Züge mit 2 * 55 m + 1 * 40 m unterwegs sind, dann wird es bei den kurzen BEMUs wegen der halben Türkapazität bei 75% Platzkapazität ständig zu Verzögerungen (und dadurch Verspätungen) beim Einsteigen kommen.
    Bei dem mit 63 BEMUs zwar bisher größten BEMU-Auftrag, aber dennoch recht geringen Stückzahl machen zwei verschiedene BEMU-Typen zudem nicht so richtig Sinn, so dass inzwischen auch der Betrieb von einer Dreifachtraktion 3 * 55 m oder gar eine Umstellung auf 63 BEMUs á 55 m überlegt wird. Weil dafür aber nicht alle Bahnsteige an der RE 10-Strecke geeignet sind, gibt es nun Planungen, die Bahnsteige im Zuge der sonstigen Anpassungen der Infrastruktur für die BEMU-Züge auf die neue Maximallänge anzupassen.
    So, jetzt verschlängele ich mich aber in mein warmes Nachtlager, ehe mir vom vieln Drehen auf der Drehscheibe noch übel wird.

     
  3. 49

    Und heute, Dienstag, 3. Mai ist das Stellwerk in Geldern wieder einmal nicht besetzt. Laut NWB- Seite fällt der Zug um10:38 Uhr ab Düsseldorf aus, der Zug um 10:08 Uhr ab Düsseldorf bietet nicht so viel Platz an, Fahrzeugstörung.
    Welch Glück, dass ich heute nicht mit dem ÖPNV unterwegs bin

    Benno

     
  4. 48

    @46 Mitleser: „Je länger der Laufweg im Nahverkehr, desto höher die Anfälligkeit von Verspätungen“. Diese Aussage wurde mir auch von eingefleischten Lokführern bestätigt.

    Benno

     
  5. 47

    @45 Kreuzotter: danke für Ihre Erklärung. Dann bin ich wohl schon lange in Rente, aber warum sollte die Planung auch nicht Wirklichkeit werden 😉
    Das schaue ich mir später mal alles in Ruhe an.

    Benno

     
  6. 46

    @ 41 und 45 Kreuzotter

    Frage vorab: wohnen Sie gemeinsam mit Aesculapnatter in der gleichen „Schlangengrube“?

    Bezüglich: „Schmieren“ haben Sie meinen Text nicht genau gelesen. Vorgeworfen habe ich keiner Person etwas. Wenn Ihnen das zu „hart“ war, formuliere ich das gerne etwas feiner, denn: Häufig gibt es Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft. Inwieweit dies eine Rolle bei der Auswahl des RE10 als Teststrecke gespielt hat, ist für den unbeteiligten Bürger nicht nachvollziehbar. Besser? Jedoch: Der Sage nach soll es in z.B. südamerikanischen Bananenrepubliken Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft geben, die man an deutschen Stammtischen als Korruption bezeichnen würde. Mhh – also ein rein geographisches Thema?

    Zum googlen weiterer Infos und Meinungen zum Thema Bahn empfehle ich http://www.drehscheibe-online.de. Unter „News“ wurde am 08.03.22 auch das RE10 Thema diskutiert. Auch werden hier Infos gegeben, die u.U. erst Tage später oder in dieser Form gar nicht in der „Allgemeinheit“ bekannt werden.

    Die als BEMU bezeichneten Fahrzeuge wurden in 2 Größen geordert. Fahrzeuge von 55 m Länge (wie von Ihnen beschrieben) und solche mit einer Länge von 45 m. Wobei deutlich mehr kleinere Fahrzeuge bestellt wurden.
    Für die RE10 Strecke gibt es bereits Einsatzpläne, die die Zugzusammenstellung zu den einzelnen Abfahrzeiten beinhalten. Die max. Zuglänge ist 55+55+45 m. Üblich ist Doppeltraktion mit 2 x 55m. Übrigens erst ab 2029!

    Kritisiert wird, nicht nur von mir, die Vielzahl der (zu/kleinen) Fahrzeuge, von denen man viele benötigt, um die Nachfrage nach Sitzplätzen je Zug (Mehrfachtraktion) zu decken. Drei kleine neue Fahrzeuge sind dann viel teurer, als ein größerer Zug mit mehr Kapazität. Auch geht hier die Nachhaltigkeit völlig den Bach herunter. Bei jedem Wechsel der politischen Vorgaben werden stets neue und technisch immer andere Züge bestellt und die Bahnsteige verkürzt (erst gerade wurden die letzten Umbauten an der Strecke fertig) um dann wieder verlängert zu werden. Was für ein „Millionenspiel“ auf Kosten des Steuerzahlers (und schon „fliege“ ich gerade wieder nach Südamerika).

    Wenn die Politik, die ja Ihrer Meinung nach so massiv am RE10 interessiert ist, es wirklich ernst meint, wäre die Strecke schon längst und bis Nimwegen ausgebaut und elektrifiziert. Und es könnten bereits vorhandene elektr. Fahrzeuge bis an den Niederrhein durchfahren. Weil in den letzten Jahren ein Wirrwar von unterschiedlichen Triebwagentypen ausgeschrieben wurden, stehen im sog. Stillstandsmanagement der Bahn
    hunderte ungenutzte, klimatisierte und laufruhige Doppelstockwagen herum. Millionen, die auf Verschrottung warten.

    Langläufer RB37/RE 9 bis potentiell ins Siegerland: Hilfe, bloß nicht. Je länger der Laufweg im Nahverkehr, desto höher die Anfälligkeit von Verspätungen. Die Langläufer hat die Bahn in den letzten 10 Jahren absolut nicht „auf die Kette“ gebracht. Gerade die Verbindungen nach Siegen – oder von Krefeld über Köln nach Münster/Rheine sind oder waren eine Heimstatt der berüchtigten „Pofalla-Wende“. Gerne ließe ich mich eines Besseren belehren, aber an eine Wende zum Guten glaube ich hier nicht.

    Gruß Mitleser

     
  7. 45

    @ 43
    Benno, folgen Sie mal bitte diesem Link hier:
    https://nahverkehr-nrw.de/allgemein/nrw-will-bahnland-nummer-eins-werden/
    und lesen Sie den dortigen Artikel sorgfältig durch.
    Dann laden Sie sich (von dem weiß auf rotem Feld mittendrin) den PDF NRW-Taktplan für 2023 & NRW-Takt-Zielnetz für 2040 herunter (heißt 2023, ist aber auf S. 1 für 2032 und auf S. 2 für 2040) herunter, zoomen den auf 200% und fahren mit der Maus an den linken, unteren Niederrhein.
    Da steht, dass im Jahr 2040 ab Geldern um jeweils 7 Minuten nach der vollen Stunde ein RE 9 abfahren soll, der – wenn Sie der blauen RE 9-Linie weiter folgen – erst in Erndtebrück nördlich von Siegen enden soll.
    Noch schöner ist aber, dass im Jahr 2040 jeweils 4 Minuten nach der vollen Stunden der RE 10 (endlich) bis nach Nijmegen weiterfahren soll. Das sind zwar alles noch (sehr) fromme Planungen, aber warum sollte es nicht so kommen?

    @ 40
    Mitleser, Sie haben Recht, alles nur gegoogelt, aber irgendwie wusste ich, wonach ich googeln musste.
    Geschickte Suchanfragen bringen mitunter bemerkenswerte Resultate.

     
  8. 44

    @ Spoy Boy: Hätten Sie es nicht in Ihrem Post erwähnt, wüsste ich nicht, dass es ProBahn Niederrhein überhaupt gibt. Daher gehe ich mal davon aus, dass, wie Sie es selbst geschrieben haben, ein Schattendasein im Hinterzimmer führt, leider…

    Benno

     
  9. 43

    @ Kreuzotter: „Hinzu kommt zukünftig bei sonst gleichem Fahrplan noch die RB 37, die 10 Minuten vor dem RE 10 von Geldern (mit längerem Stop in Krefeld) bis Neuss fahren (und langfristig sogar zum RE 9 von Geldern nach Siegen und weiter) aufgewertet soll.“

    Helfen Sie mir kurz auf die Sprünge 🙂 Wie ist das mit dem RE9 gemeint? Soll dieser von Geldern aus noch zusätzlich Richtung Siegen eingesetzt werden? die RB 37 steht wohl in Krefeld bereit.

    Bemerkenswert finde ich aber schon, dass die Firma Scheidt & Bachmann als „Neueinsteiger“ in den Bereich Signaltechnik solch eine Strecke zugewiesen bekommt. Nach dem 2. Weltkrieg hatte die Firma wohl nichts mehr mit Signaltechnik zutun. Sollte es auf der Scheidt & Bachmann Teststrecke zu Problemen kommen, ist der komplette unterer, linke Niederrhein bahntechnisch abgeschnitten. Wer sucht ausgerechnet solche Strecken dafür aus?
    https://www.scheidt-bachmann.de/de/unternehmen/geschichte/

    Benno

     
  10. 42

    Interessant : Keiner hier kommt offensichtlich auf den Gedanken, ProBahn Niederrhein diesbezüglich zu kontaktieren und um Hilfe zu btten. Man vertraut lieber auf den Blog und schreibt selbst ans Minsterium, obwohl natürlich ein Kontakt über eine Institution effektiver sein müsste.

    Keine Kritik, ich kanns verstehen, und frage daher mal andersrum: Wo ist ProBahn Niederrhein? Wo hört man die? Wo sind die? Wenigstens mal in der Presse? Oder Schattendasein in Hinterzimmern? Es gibt Menschen, die melden sich hier im Blog namentlich. Warum meldet sich PB als Institution hier nicht mal namentlich?

     
  11. 41

    @34 und 37
    Mitleser, nach Studium des Links von @ 38 kann ich nicht so ganz nachvollziehen, warum wegen der Digitalisierung der RE 10-Strecke (nach der die Mandatsträger aus der Region ja immer vehement gerufen haben) wer wen geschmiert haben sollte. Können Sie diesen sehr harten Vorwurf bitte mal genauer erläutern?
    Ebenso Ihre Behauptung aus @37, warum die neu georderten Züge schon wieder zu klein sein sollten. Wenn alle Fahrgäste mal vergrault sein werden, werden diese Züge doch eher zu groß als zu klein seiin. Aber auch bei (bei dem anhaltenden Chaos eher unwahrscheinlichen) Rückkehr der bis zu 25.000 Fahrgästen am Tag, die die RE 10-Strecke vor Ausbruch des Lokführer-, Fahrdienstleiter- und Infrastrukturmangels sowie Covid im südlichen Teil erreicht hatte, sollte mehr Platz sein als bisher:
    160 Plätze und 4 Türen je Seite pro Triebzug statt bisher 120 Plätze und 2 Türen je Seite.
    Bei Dreifachtraktion (deshalb ist jetzt ja von einer Verlängerung der Bahnsteige auf 180 m Länge in der Mache) also 480 Plätze statt 360 Plätze. Und bei 40 Fahrgästen (statt 60) sollte das EIn- und Aussteigen auch schneller vonstatten gehen können.
    Hinzu kommt zukünftig bei sonst gleichem Fahrplan noch die RB 37, die 10 Minuten vor dem RE 10 von Geldern (mit längerem Stop in Krefeld) bis Neuss fahren (und langfristig sogar zum RE 9 von Geldern nach Siegen und weiter) aufgewertet soll.
    Ich finde es nicht ganz richtig, auf die sehr sinnvolle Beschaffung dieser neuen Züge einzudreschen, weil die anhaltenden Probleme auf der RE 10-Strecke ja wohl kaum an diesen noch gar nicht gelieferten Zügen liegen können.

     
  12. 40

    @38 Aesculapnatter

    Fantastisch, ich ziehe den Hut, Sie können googlen. Da haben Sie es mir altem Sack aber mal richtig gezeigt. So´n Typ, nur rumzetern, aber nicht googlen können. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich selbstverständlich nicht stundenlang in den mir vorliegenden Zeitschriften nachgeblättert habe, sondern – Sie ahnen es schon.
    Selbstverständlich ist es Ihnen bei Ihren Suchaktionen nicht entgangen, dass die Schnellläufer-Projekte von 17 auf 14 auf 10 und jetzt 4 + 3 (Cluster 2) reduziert worden sind. So what.

    Was, ausser einer kleinen, versteckten und arroganten Belehrung, wollen Sie mit Ihrem Post ausdrücken? Haben Sie auch eine Meinung zu dem Thema? Oder sind Sie ein Mitglied der von mir kritisierten Gruppen Politik, Presse oder Nimby? Kommen Sie doch mal mit Ihrer Meinung zum Thema rüber. Meinungen sind für mich hochinteressant und weiterführend. Subtile Belehrungen nicht. Haben Sie eine Meinung zum RE10 oder müssen Sie die erst googlen?

    Offenbar sind Sie kein Nutzer der Bahn am Niederrhein – denn wenn Sie die „Leistungen“ der Bahn (NWB und DB), drei, vier oder vielmals derart zu spüren bekommen hätten, dass Ihnen Termine platzen, Sie Konzerte nicht erleben konnten oder Ihnen gleich das ganze Wochenende versaut wurde, würden Sie hier nicht mehr von meinem „Gezeter“ reden. Die bei diesen Erlebnissen freigesetzten Emotionen der Reisenden übertreffen den Begriff Gezeter bei weitem. Leute wie Sie sind es in der Regel, die am lautesten „schreien“, wenn es sie selbst mal erwischt.

    Bei diesen derart eklatanten und untragbaren Mißständen, kann man nicht laut und polemisch genug zetern!

    Einen schönen Abend noch.

    Gruß Mitleser

     
  13. 39

    @ Mitleser: gut, dass Sie das hier geschrieben haben, denn in meiner Nachricht an das Ministerium habe ich dieses Thema vom Kleveblog verlinkt. So erhoffe ich mir, dass vielleicht doch noch jemand merkt, was hier abgeht und wir uns nicht alles gefallen lassen.

    Benno

     
  14. 37

    @35 Benno und Interessierte

    JA! Natürlich eine Teststrecke – der RE10 Ärger wird uns noch jahrelang begleiten, bis auch der überzeugteste Bahnfahrer (wie meiner einer und z.B hier auch Lohengräm) den Zug nicht mehr nutzt – dann kann der endlich weg!
    Deshalb werden die wenigen Kilometer vermtl. auch nicht elektrifiziert, sondern man kauft für die verbleibende Zeit sündhaft teure (und wieder viel zu kleine!) Akku-Züge als Insellösung.

    Hier die 4 TESTSTRECKEN mit Streckenführung, Bundesland und Hersteller der Technik. Es geht um den knallharten Wettbewerb der Hersteller um den Großauftrag für weitere Strecken. Noch mal: Ziel Rationalisierung und Personaleinsparung bis zum geht nicht mehr.

    Kempen – Kleve, NRW, Scheidt & Bachmann GmbH
    Lethmathe – Welschen-Ennest, mit Schwerpunkt Finnentrop, NRW, Siemens AG
    Wörth – Germersheim – Speyer, RLP, Thales Deutschland GmbH
    Ansbach – Triesdorf, Bayern, InoSig GmbH

    Evtl. hat man die Strecken ja auch nach „Vergraulpotential“ gewählt. Die am Niederrhein sind z.B. eh doof und wehren sich nicht. Eines ist für mich sicher: Keiner der ganzen Politiker, deren Grinsegesichter uns z.Zt. wieder auf Plakaten entgegenstrahlen hat mit der Wahl der Strecken was positives „am Hut“. Die waren daran nicht beteiligt.

    Ganz schlimm auch die Lokalpresse. Was für ein Selbstverständnis der hiesigen Journalisten. Einfach Pressemitteilungen und anderen Unfug abschreiben OHNE mal den eigenen Kopf zu benutzen und Situationen zu hinterfragen. Was für eine miese Berufsauffassung! Wie ist das mit Themen, in denen man als Leser nicht zuhause ist?

    Noch einer, damit offenbare ich meine „Feindbilder“ (Politik und Presse hatte ich schon): Thema: Bahnverhinderer und Nimby`s

    Neulich bin ich mit meinem Ältesten, anlässlich seines 14. Geburtstages, nach Rotterdam gefahren. Auf der Autobahn immer entlang der kpl. fertiggestellten niederländischen Betuwe-Linie. Kürzer neulich las ich in der RP von der Initiative „Rettet den Eltener Berg“ (=eine Geröllhalde als Überbleibsel einer Eiszeit vor Jahrmillionen). Die diskutieren mit Bahn und Land über Streckenführung von Bahn und Straße. Sicherlich sind die technisch hochgeschult und kennen sich mit der Fahrdynamik, den erforderlichen Kurvenradien, Kurvenneigung etc. zur Erreichung einer bestimmten Geschwindigkeit bestens aus. Offenbar wissen Sie aber nicht, dass z.B. im Gebirge hunderte Kilometer Eisenbahn mit Galieren, Stützmauern usw.usw. seit Jahrzehnten funktionieren und der St. Gotthard noch nicht umgekippt ist. Aber hier den Bahnausbau verhindern – seit Jahren. Und der Grünen-Politiker, der hier auch über den RE10 wettert, hört sich das alles an und nickt wohlwollend.

    Ach ja NEULICH. Also die Fahrt zum 14. Geburtstag meines Sohnes hat tatsächlich stattgefunden. Nur, mein ältester Sohn wird im nächsten Jahr 39 Jahre alt. Noch Fragen?

    Gruß Mitleser

     
  15. 36

    Das Thema „Stellwerkermangel (bzw. Fahrdienstleitermangel)“ assoziere ich auch stets mit den sehr unguten Erinnerungen an dieses bundesweit bekannt gewordene (und diskutierte) Desaster von vor neun Jahren:
    https://www.derwesten.de/panorama/chaos-am-bahnhof-mainz-fahrdienstleiter-sollen-urlaub-abbrechen-id8301063.html
    Da ging im Mainer Hbf sogar wochenlang so gut wie nichts mehr.
    Ob das eine Form von Rache aus dem Alaafgebiet (Gebiet der früher so bezeichneten Bahndirektion Köln) gegen die Helaugebiete im Norden und Süden von Köln sein sollte?
    Vielleicht kann DB Netz Essen (oder wer für das Chaos verantwortlich ist) zumindest jetzt ganz schnell von der DB in Mainz lernen …

     
  16. 35

    @ 34 Mitleser: danke für die Info’s. Dann bekommt ja die Aussage der DB “ Kinderkrankheiten bei der Digitalisierung“ einen ganz andere Perspektive. Also doch, wie schon von mir geäußert, die Teststrecke?

    Benno

     
  17. 34

    Hallo Zusammen,

    bei dieser „Digitalisierung“ handelt es sich um alles Andere als eine Wohltat für den Niederrhein und den RE10. Es geht darum, Teststrecken für insgesamt 4 unterschiedlche Signal- und Steuerungssysteme zu erhalten und die Systeme, zwecks späterem Einsatz und Kauf in großem Umfang, bewerten zu können. Die Strecken und Hersteller wurden vor einiger Zeit in einer von mir abonnierten Fachzeitschrift aufgeführt, habe jetzt aber nicht die Muße, dies herauszusuchen und hier aufzulisten.

    Fakt ist, die RE10 Strecke wird von der Fa. Scheidt + Bachmann, Mönchengladbach, ausgestattet. Warum ausgerechnet der RE 10 und wer hier wo und wen geschmiert hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Vermutlich hat auch die Nähe zu Mönchengladbach eine Rolle gespielt. Es geht nur um wirtschaftliche Interessen, völlig wurscht, wer sich dies Errungenschaft an die Fahne heftet und sich damit brüstet. Die Beförderungsfälle am Niederrhein sind dabei sch… egal.

    Es geht um äusserste Personaleinsparung und Rationalisierung. Dabei wird die heute übliche „Bananenreife“ auf Kosten der niederrheinischen Fahrgäste praktiziert. Und alle springen auf die Propaganda an. Hauptsache der Begriff „Digitalisierung“ fällt. Digital ist toll, in und Zeitgeist. Analog ist alt, Museum usw.. Was wird denn beim RE10 digitalisiert? Was ist das? Lässt sich die Gefäßgröße der eingesetzten Plastikschrottfahrzeuge digital verändern? Werden nicht funktionierende Trittstufen, Türen oder Toiletten digital repariert? Wird der Schnee im Winter digital geschmolzen? Werden Bäume, die auf die Gleise fallen (wie auf wundersame Weise im Miniaturwunderland in Hamburg) digital wieder aufgerichtet? Was ist hier digital? Mit welchem Effekt?

    Ich bin seit einem Jahr Nutzer (Internet, TV und Festnetz) des Glasfasernetzes der „Zukunft“. Irgendwann hatten die blauen Klinkenputzer mit Ihrem massiven Vorgehen bei mir Erfolg. Seitdem gab es in einem Jahr soviele Stör- und Ausfälle wie in den gesamten 20 Jahren zuvor (bei anderen Anbietern) nicht. Ein absoluter Sch…, was einen Nachbarn bereits zur Neuinstallation einer „Schüssel“ bewogen hat. An alle aktuellen Interessenten: ÜBERLEGT ES EUCH GUT!

    Warum dieser Exkurs und zurück zum RE10. Wie beim „Netz der Zukunft“ ist der „digitalisierte“ Abschnitt Kleve – Geldern anfällig, wie nie zuvor. Kabelklau, Beschädigung von Kabeln und Signalen durch jedwede Deppen und Vandalen – dann steht der ganze Verkehr still – über Stunden- über Tage. Weit und breit kein Personal, um schnell zu reagieren. Bei der steinalten Stellwerkstechnik mit Drahtzügen, hätten die Vandalen und Vollhonks Kopf und Kragen riskiert, wenn sie die unter mechanischer Zugspannung stehenden Drähte zerschneiden wollten.

    Die Geschehnisse am besagten Dienstag sind der absolute Höhepunkt. Ob Geldern nun digitalisiert oder noch hundert Jahre alt ist, ist völlig, aber sowas von völlig, wurscht.

    Das Zauberwort heißt BEREITSCHAFTSDIENST und zwar für EINEN Stellwerker, EINEN Triebfahrzeugführer und EINEN Zugbegleiter PRO STRECKE. Offenbar ist auch das den BWLern zum Opfer gefallen. Unfassbar. WER zieht diese skrupellosen und oberdoofen Apparatschiks mal zur Verantwortung?

    Es ist also billiger: bei Ausfall von EINER Person (hier Stellwerker/Fahrdienstleiter) HUNDERTE Reisende sinnlos durch die Gegend irren zu lassen, zig ortsfremde Busse und Fahrer einzusetzen und hunderte KUNDEN zu vergraulen. Was kostet dieser Wahnsinn? Wer präsentiert diesen Leuten die „Rechnung“?

    Genauso bei Schnee, Sturm und Laub auf den Schienen – der Betrieb wird einfach eingestellt. Fazit: die Bahn will Keiner – wir sollen jetzt E-Autos und Lastenräder kaufen – danach vermtl. Wasserstoffautos usw.

    Die Verantwortung hierfür liegt GANZ OBEN. Das ganze Geschwafel von Verkehrswende usw.. entpuppt sich bei Betrachtung der zum Dienstag geschilderten Details als glatte Lüge. Das ist eine gigantische Abzocke der Bürger von einer Regierung (egal wer gerade die Darsteller stellt) die NICHTS (Corona, Energie, Verkehrswende, Ukraine usw.) auf die Kette bekommt. Wir versumpfen in unserer eigenen Dekadenz (Beispiele: Babylon, römisches Reich usw. usw. bis in die Neuzeit).

    Noch was zur Presse (negative Berichte über die Bahn bevorzugt, auch wenn völlig daneben). Stand doch neulich ein Bericht in der RP bezüglich Wohnbebauung in Bahnhofsnähe Kleve. Die böse Bahn hat dort doch tatsächlich
    ein Treibstofflager – in Wohnungsnähe – das geht doch nicht – und die Bahn will nicht darauf verzichten – dem muß man doch mal auf den Grund gehen.

    Leute, wie viele Tankstellen sind im Stadtgebiet Kleve in Wohnungs-,Krankenhaus,- und Altenheimnähe? Na, wie viele? Es sind einige! Lagern die Ihre Spritvorräte etwa DIGITAL in der Cloud? Nein? Wirklich nicht? Dann könnten die ja explodieren – oder nicht?

    Eine gute Nacht wünscht

    Mitleser

     
  18. 32

    @rd: In Geldern wurde noch gar nichts modernisiert, das passiert erst dieses Jahr. Deswegen geht’s nicht ohne Personal im Stellwerk.

     
  19. 31

    @ Mensch: meine Nachricht per Mail und Verlinkungen auf diesen Artikel hier im Kleveblog sowie Nordwestbahärgerprotokoll liegt schon auf dem Server des NRW-Verkehrsministerium.
    Ich erinnere mich noch an den Protest der Eltern, als die Züge ausfielen und Eltern Ihre Kinder doch dann wieder vom Bahnhof Weeze (?) zur Schule fahren mussten.

    Ich glaube, der WDR bekommt auch noch eine Nachricht…

    Benno

    PS: wer hätte Zeit und Muße den Verantwortlichen ein wenig an Ihren Job und die damit verbündende Aufgabe zu erinnern? Es kann ja nicht sein, daß eine Kreisstadt, die noch eine Hochschulstadt ist, solche miserable ÖPNV-Verbindung hat.

     
  20. 30

    Mmuuuh, ÖPNV-Werbewochen im Juni, Juli und August. Freie Fahrt für 9 Euro pro Monat, mmuuuh bundesweit.
    Versus (komplette) RE 10-Streckenstillegung im Juni (29), Juli und August (7) (und dann noch von August (7) bis Ende November von Geldern bis Krefeld), mmuuuh vermmuuuhtlich voll absichtlich so geplant. Damit halt nicht so viele linke Niederrheiner so erschütternde Erfahrungen mit dem NIEderRheinStier-Express machen müssen, mmuuuh fehlende Teilhabe (außer beim Aufbringen der für die 9 Euro-Tickets notwendigen Steuergelder natürlich).
    Schützt aber vor allzu beengten Verhältnissen in den Expresszügen, mmuuuh zumindest wenn nicht nur Einzeltriebwagen mit kaputten Türen unterwegs sind.

     
  21. 29

    @28. Benno

    Sehr gerne, im Endeffekt betrifft es uns alle, die eben hier „auf dem Land“ leben, und irgendwie wegkommen müssen.
    Auch ich werde mich bei der Frau Ministerin beschweren, dass man uns hier, schon seit langer Zeit „vergessen“ hat.
    Und das als vielgepriesene Hochschul- und Kreisstadt.

     
  22. 28

    @ 26 Mensch: danke für den Hinweis. Wenn jetzt noch alle Betroffenen, sei es die Berufspendler oder auch die Reisenden von Dienstag Frau Brandes einen Beschwerdebrief schreiben würde, könnten zumindest die Nutzer der Strecke (VRR & NWB) sowie der Eigentümer, die DB-Regio sich nicht herausreden, dass es einzelne Wahrnehmungen sind. Es sollte dann wohl klar werden, wie wichtig diese Strecke ist und auch noch der Bürgerwille da ist, diese zu nutzen.

    Benno

     
  23. 27

    Zusatz zu 26.:

    Ministerin Ina Brandes: „Wir müssen alles dafür tun, dass mehr Menschen verlässlich, bezahlbar und klimafreundlich mit Bus und Bahn fahren können. ………..“

    Man sollte die Ministerin an ihre Worte erinnern und sie zu diesen Worten zur Verantwortung ziehen!
    Deshalb sollte man an der „höchsten“ Verantwortungsstelle beginnen!!!

     
  24. 26

    Direkte Ansprech- und Beschwerdestelle wäre z. Zt., seit 28. Okt. 2021, Frau Ina Brandes, Ministerin für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen im Kabinett Wüst.

     
  25. 25

    Auch wir waren am Dienstag betroffen: 09:31 Uhr Bedburg-Hau, 14:08 Uhr Köln. Ein schöner Tag, Schienenersatzverkehr nach 60 Minuten Wartezeit in Kevelaer, planloser Busfahrer, überfüllter Bus nach Nieukerk, Geldern wurde erst gar nicht mehr angefahren, in Nieukerk Hinweis auf weitere Zugausfälle. Irgendwann ging es kleckerweise weiter und so wurde das gewünschte Ziel tatsächlich noch am gleichen Tag erreicht. Einfach lächerlich was sich DB und NWB erlauben.

     
  26. 24

    Mmuuuh, lange keinen Stall und kein Haus mehr besetzt. Vermmuuuhtlich sollte ich mal auf der Tenne nachsehen, ob ich da noch irgendwelche der zahlreichen Besetzer-Banner von früher finde, mmuuuh Stellwerks-Kraker, Steigervilla und so. Vermmuuuhtlich sind die Bahnmitarbeiter im linken Niederrheinstiergebiet angesichts der fortschreitenden Digitalisierungmaßnahmen so viel weniger geworden, dass sie jetzt nicht mehr so richtig Lust haben, alle Stellwerke ständig zu besetzen, mmuuuhOkkupationsvakuum. Vermmuuuhtlich sollte ich jedoch mit dem alten Stellwerk in Bedburg-Hau an der Saalstraße beginnen, mmuuuh, da gibt es vermmuuuhtlich den geringsten Ärger wegen (m)einer Stellwerksbesetzung.

    Postmmuuuhtum:
    Am nächsten Tag, also am Mittwoch, hatte die RB 31 „Der Niederrheiner“ die Seuche, mmuuuh kein Zugverkehr zwischen Xanten und Moers. Grund: Nicht besetztes Stellwerk, mmuuuh daher auch Schienen-Entwöhn-Verkehr. Vermmuuuhtlich war der dortige Mitarbeiter dort am Mittwoch nach Geldern dirigiert worden, mmuuuh damit der NIEderRheinStier-Express wieder leidlich fahren konnte, mmuuuh also „nur“ mit den gewöhnlichen Verspätungen.

     
  27. 23

    @22: Filzlaus: nicht nur Sie haben Träume. Normalerweise müssten alle Berufspendler sich absprechen und die Lastschrift für das Monatsticket zurückholen.
    Der Kunde ist machtlos.

    Wenn ich an den VRR schreiben würde, kommt als Antwort bla, bla, bla…. wir haben die Strecke von DB-Regio gemietet und haben keine Einfluss auf die Personalplanung…bla, bla, bla

    DB-Regio würde schreiben: bla, bla, bla… wir haben rechtzeitig die NWB informiert, daß ein SEV einzurichten sei, bla, bla, bla….

    Die NWB schreibt dann, bla, bla, bla…. die Besetzung des Stellwerkes in Geldern liegt nicht in unserem Verantwortungsbereich…. bla, bla, bla….

    Und wenn ich dann an den Landrat früher geschrieben habe:…. bla, bla, bla, es tut uns leid, bla bla, bla….

    Schade, daß wir nicht japanische Bahnverhältnisse haben…https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/bahn-in-japan-muss-lohnkuerzung-an-lokfuehrer-zurueckzahlen-17967464.html.

     
  28. 22

    Täglich grüsst das Murmeltier. Viele Beiträge wiederholen sich immer wieder, schon jahrelang. Der Kunde ist eigentlich machtlos. Daher gilt für mich der Grundsatz: Leistung nicht erbracht, Geld zurück. I have a dream.

     
  29. 21

    @8 SpoyBoy „„Unmöglich die Nordwestbahn wusste schon sehr früh….““Da bin ich nicht sicher, auch nicht ob wie von rd vermutet der Schienenersatzverkehr rechtzeitig geplant werden konnte.Die NWB trifft keine Schuld, der Stellwerksmitarbeiter gehört zu DB Netz“
    Mir ist das weshalb und wessen Schuld eigentlich einerlei.
    Wenn ich um uns herumschaue, ob Niederlande, (Gut, zugegeben, am 3. April 22 hat in den gesamten Niederlanden der Zugverkehr plattgelegen, Computersysteme lagen platt, woduch keine Sicherheit gewährleistet war) , in Frankreich war in 2019 grosser Streik, und von Dänemark ist mir nicht bekannt, ob dort jemand wegen Krankheit ausgefallen wäre, und dadurch die Arbeitsstunden von zig dienstbereitem Personal an Zugführern, Schaffnern etc. zwar bezahl, aber nicht genutzt werden könnte.
    Von dem Schaden in die mehrere 100T€€€ die die Fahrgäste erlitten haben, einmal gar nicht zu reden.
    Und Aussteigen während der Fahrt, auch wenn der Zug aus technischen Gründen irgendwo ausserhalb eines Bahnsteigs halten muss, ist normalerweise als Straftat (Eingriff in den Bahnverkehr) ein richtige streng zu ahnendes Fehlverhalten.
    Eigendlich komme ich nur zu einer Schlussfolgerung, und die wäre, die gesamte Bahn inklusive Streckennetz entgeldfrei für 100 Jahre an die Bahnbetreiber der umliegenden Länder zu übertragen, und sich von dem schwachsinnigen Idee der Privatisierung zu lösen.
    Die Bahn hat früher immer dem Staat , also den Bürgern gehört, und diese aus Profitgier jetzt einfach aus dem Bundesvermögen herauszulösen und gegen die Wand zu fahren ist ein politisches Verbrechen, an dem nur wenige (z.B. Pofalla) sich, moralisch gesehen verbrecherisch , bereichert haben.

     
  30. 20

    Nachtrag zu meinem Kommentar:
    Eigentlich ist es doch Ka..ckegal, wer dieses Dienstleistungschaos am Dienstag verursacht hat. Fakt ist: der Fahrgast hat die Suppe wieder ausbaden müssen. Ich kaufe eine Dienstleistung ein und bekomme nur Mist geliefert. Mich interessiert nicht, wer es verbockt hat, sondern möchte ich einfach nur ohne ein solch Odysseen von Kleve nach Düsseldorf fahren.

    Benno

     
  31. 19

    @ 18 Fynn Krause: ich Zweifel Ihre Aussage nicht an.
    Wem soll man noch glauben?
    Mir wurde seitens NWB-Lokführer berichtet, dass SEV seitens DB eingerichtet ist und er, der Lokführer erst zu Dienstbeginn über die Situation unterrichtet wurde.
    Wird die heiße Kartoffel einfach weitergereicht, solange bis diese kalt ist?

    Benno

     
  32. 18

    Ich habe am Selben Tag noch mit der Nordwestbahn telefoniert. Die Aussage der Frau am Telefon ist, dass die Nordwestbahn die volle Schuld an der Verspätung trägt. Nach Rücksprache am Infoschalter der DB wurde diese Aussage der Nordwestbahn bestätigt.

     
  33. 17

    „Der Gedanke beschleicht einen, dass dies überhaupt nicht gewünscht ist.“

    Das war schon immer meine These, die bisher nicht widerlegt werden konnte, welche Rolle die Bahn tatsächlich bei den Entscheidern spielt:

    Mit der Bahn fährt nur das Gesocks, das sich kein Auto leisten kann, oder irgendwelche esoterischen Spinner. Dafür reicht’s

     
  34. 16

    „Moderne Zeiten“! Kaputt gesparte Bundeswehr kaputt gespartes Gesundheitswesen, kaputt gesparte Infrastruktur usw.!
    Ich fahr Hybrid HEV versuche hierdurch zu sparen und etwas für die Umwelt zu tun. Ebenso fahre ich ein 7 Gang Nabenschaltung Fahrrad und überlege mir irgendwann ein E-Bike (falls das mal bei uns als Job-Bike kommt-machen auch zu wenig Arbeitgeber) zuzulegen.
    Ansonsten- Bahnfahrt scheint keine Alternative zu sein (mal gut das ich im Kreis arbeite und nicht darauf angewiesen bin).

     
  35. 15

    ich erinnere mich noch an meine Berufsschulzeit, Beginn 7:45 in MG…. Aufstehen um 5:00 um mit einem Puffer loszufahren, der praktisch nie gereicht hat. Der Kommentar der Lehrer sinngemäß: Stehen Sie doch früher auf! Irgendwann hatte ich dann genug und habe regelmäßig irgendein Gesetz zum Umweltschutz gebrochen, da mein Auto so dreckig war, dass es nicht mal eine rote Plakette bekommen hätte (in MG herrscht westlich des Bahnhofs Umweltzone).

    Es ist leider einfach nur Lachhaft, wie unfassbar schlecht die Infrastruktur der Dienstleistung Bahn ist. In Japan wird man für SEKUNDEN von Verspätung kompensiert, und hier?

     
  36. 14

    @ rd: „Der Gedanke beschleicht einen, dass dies überhaupt nicht gewünscht ist.“ Es ähnelt dem Fall des „Hoek van Holland“ Zuges. Früher gegen 19:00 Uhr kam er immer in Doppeltraktion an der Wasserburger Alle vorbei mit Kurswagen in alle Richtungen Europas. Die Streckenführung wurde immer soweit geändert, bis später das Argument “ zu wenig Fahrgäste“ passte und der Zug eingestellt werden konnte. Das Gleiche mit dem Jan Kiepura-Zug. Wie viele polnische Einwohner haben wir am Niederrhein. Nur der Zug, der früher mal über Emmerich Richtung Berlin-Posen und weiter fuhr hat nun auch eine andere Streckenführung.

    @ Chewgum: „Oder liegt es jetzt an (noch) nicht digitalisierten Stellwerken?“ Ja, es gibt ein analoges Stück zwischen Krefeld und Geldern, welches nun im Sommer digitalisiert werden soll, inklusive „Kinderkrankheiten“.

    @ Nasenbär: die Verbindung Kleve- Düsseldorf ist super, auf dem Papier. Aufgrund der Eingleisigkeit zwischen Kleve und Geldern wurde das Maximum herausgeholt. Wenn nun auch mal das umgesetzt würde, wie es auf dem Papier steht, wäre es wirklich die Alternative zum Auto.

    @ Eißing: was soll der GF sagen, wenn laut Auskunft des NWB-Lokführer, die DB den SEV organisiert hat?

    @ Spoy Boy: „Ob man den Personalplaner*in jetzt für die Probleme verantwortlich machen kann, ….das ist wirklich zu kurz gegriffen, die Ursachen sind ganz klar in der Politik zu suchen, der vergangenen wie aktuellen, und es ist leider absehbar dass sich kaum etwas ändern wird.“

    Diese Aussage mag vielleicht in teilen stimmen. Fakt ist: es gibt jemanden, der dafür verantwortlich ist und er macht seinen Job nicht richtig! Wo gibt es, dass eine Person eine Zugstrecke lahmlegt, dass nichts mehr im Takt bzw. nur vage gesagt werden kann, wann der Fahrgast am Zielort ankommt? Ich dachte, wir leben in einem G-7-Staat und nicht in irgendeiner Bananenrepublik!

    Wie viele Fahrgäste werden wohl die Strecke nutzen, wenn im Sommer für 6 Wochen (!) SEV zwischen Kleve und Krefeld stattfindet und dann bis Ende November zwischen Geldern und Krefeld?
    Weiter frage ich mich, wer diesen Schwachsinn geplant hat. Bis Krefeld ist alles digitalisiert. Statt von dort aus anzuknüpfen und zum Beispiel bis Geldern weiter zu digitalisieren, plante die DB, das von Kleve aus begonnen wird und nun ein analoges Stück zwischen Kevelaer und Krefeld ist. Welche Logik steckt dahinter? 60 Millionen € gibt ja nicht irgendein Hans Wurst frei, sondern da müssen wohl mehr Unterschriften drunter. Vielleicht sogar die Unterschrift vom Ex-Infrastrukturmeister Pofallaraff?

    Und noch etwas: die DB hatte, laut Aussage des NWB-Lokführer, den SEV am Dienstag eingerichtet. Das es nur eine Einheit gab, die zwischen Düsseldorf und Nieukerk pendelte kam daher, dass aus Kleve keine Züge nach Düsseldorf fahren konnten. In Kleve stehen die Züge, die auf der Strecke unterwegs sein sollten.

    Das die DB die NWB am langen Arm verhungern lässt, merke ich schon seit längerem. Die DB-Züge haben meistens in Krefeld Vorrang. Zudem ist am Chaos-Dienstag die Meldung am Nachmittag bei der NWB eingegangen, dass kein Zugverkehr zwischen Xanten und Moers am Mittwoch Vormittag möglich sei, weil… ja richtig, ein Stellwerk nicht besetzt werden kann. SEV? Fehlanzeige! Wäre da nicht die DB als Verursacher in der Pflicht, einen zu organisieren?

    Fazit: die Politik hat die Rahmenbedingungen mit ihrem Privatisierungsgedanken geschaffen, aber ist es eine Entschuldigung dafür, dass manche Mitarbeiter der DB einfach Ihren Job nicht richtig machen und den Telefonhörer in die Hand nehmen, um einen SEV auf die Beine zustellen? Oder einen „Stellwerker-Bereitschaftsdienst“ einrichten, der, falls es Ausfälle gibt, dort einspringen kann?

    Benno

    PS: die FDP bremst auch. Alle reden vom Klimawandel und nun Rohstoffe wie Öl einsparen, aber Tempolimit ist nicht seitens der FDP gewünscht…

     
  37. 13

    Komme öfter aus Berlin nach Kleve. Dank der vielen Zugausfälle nach Kleve habe ich bereits das ganze Umland auf vielen Sonderspazierfahrten ausgiebig in allen Varianten kennengelernt bei Fahrten über Emmerich, Xanten, per Bus,Zug, Taxi mit mehrfachem Umsteigen etc. Was man braucht ist,viel,viel Zeit, was man nicht braucht sind knappe Anschlusstermine und einen präzisen Zeitplan

     
  38. 12

    Zu dem Beitrag oben passt auch der Bericht, der diese Woche in der RP stand, mit dem Titel: „Wenn der Zug zur zweiten Heimat wird“ – über ein Ehepaar, das nach Uedem gezogen ist und mit dem Zug zu ihren Arbeitsstellen in Düsseldorf pendeln wollte … und letztlich immer wieder spontan auf das am Bahnhofsparkplatz in Weeze abgestellte Auto zurückgreifen muss, um noch rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.

    Mit Gleitzeit ist das vielleicht noch zu bewerkstelligen, aber sicher nicht in Fällen, wenn Kolleg/innen darauf warten, abgelöst zu werden, wenn es Übergaben geben muss.

    https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/berufspendler-berichtet-wenn-der-niers-express-zur-zweiten-heimat-wird_aid-68085135

    Die Erfahrungen von rd, von Benno, dem Ehepaar aus Uedem und anderer Menschen zeigen eines: Mit der Millioneninvestition in die Bahnstrecke scheint sich nichts zum Besseren verändert zu haben. Der RE10 ist keine verlässliche Bahnverbindung (was nicht an der Nordwestbahn liegt).

    DAS.GEHT.SO.NICHT.

    Es muss möglich werden, dass Pendler ihren Arbeitsplatz planbar erreichen können. Dass Leute ihre Termine in Köln, Düsseldorf etc. nicht verpassen.

    Wenn nichts besser wird, sollte man sich den zweiten Teil der Bauarbeiten sparen. Wenn es an der Stellwerkbesetzung liegt, ob ein Zug fährt oder nicht, dann sollte man von dem Geld lieber zusätzliches Personal beschaffen.

    Oder liegt es jetzt an (noch) nicht digitalisierten Stellwerken?

     
  39. 11

    Wenn Leute an Kreuzungen aus dem Bus steigen müssen, stellt sich auch die Frage, ob das rechtlich zulässig ist.

     
  40. 10

    Tja, die Bahn. Auch immer irgendwie das Gleiche. Wenn schon eine kleine Stellwerksmodernisierung so daneben geht, wie sollen dann solche Projekte laufen? https://gruenefraktion.ruhr/wp-content/uploads/2022/02/Magazin_Im-Takt-der-Metropole.pdf
    Gibt es so einen Plan eigentlich auch für den Niederrhein? Der – also die Niederrheinregion- fehlt in der Broschüre fast ganz, auch wenn ich über die S 31 von Duisburg über Moers nach Xanten und Kleve gestolpert bin – wäre ja schön….. also ein Plan und die S 31…

     
  41. 9

    @rd

    Ob man den Personalplaner*in jetzt für die Probleme verantwortlich machen kann, ….das ist wirklich zu kurz gegriffen, dieUrsachen sind ganz klar in der Politik zu suchen, der vergangenen wie aktuellen, und es ist leider absehbar dass sich kaum etwas ändern wird.

    Die jetzige Misere haben im wesentlichen Gerhard Schröder und sein Stammtischkumpel -nein nicht Putin- Hartmut Mehdorn zu verantworten, die den Grundstein für die Herunterwirschaftung des Eisenbahnnetzes gelegt haben.

    Angela Merkel war einfach gerne Kanzlerin und hat sich für gar nix interessiert, weder für Renten, das ungerechte Gesundheitssystem und für die Eisenbahn schonmal gar nicht. Einzig zugute halten kann man ihr dass sie wenigstens diesen unsinnigen von Schröder und Mehdorn vorangetriebenen Büörsengang abgeblasen hat, aber auch nur um sich unnötigen Ärger zu ersparen, nicht weil sie überzeugt davon war.

    Auch die jetzige SPD hat in den Koalitionsverhandlungen erfolgreich den Versuch der FDP blockiert, den Infrastrukturbereich aus dem DB-Konzern herauszulösen und unter staatliche Kontrolle zu stellen (der FDP-Gedanke war: ‚wenn schon Marktwirtschaft, dann wenigstens gerecht für alle und kein alles erdrückender Platzhirsch‘ ).

    Die SPD erweist sich inzwischen überall als Bremsklotz, nicht nur bei der Ukraine, auch mal wieder bei der Bahn. Warum ich die noch wählen sollte, fage ich mich als links der Mitte orientierter Mensch immer mehr.

    Also: Es gibt viele gerechtfertigte Gründe, auch auf die personalmanagenden Schlipsträger zu schimpfen, aber die Ursache liegt in der Politik.

    Und wenn man das Problem von Grundsatz her aufarbeitet: Schon die Bahnreform 1994 war ein vermurkstes pseudomarktwirtschaftliches Schmierentheater, hier wiederum massgeblich von CDU und FDP getragen.

     
  42. 8

    @7
    „Unmöglich die Nordwestbahn wusste schon sehr früh….“

    Da bin ich nicht sicher, auch nicht ob wie von rd vermutet der Schienenersatzverkehr rechtzeitig geplant werden konnte.
    Die NWB trifft keine Schuld, der Stellwerksmitarbeiter gehört zu DB Netz (oder vielleicht als Alt-Beamter zum Bundeseisenbahnvermögen, aber DB Netz betreibt das Stellwerk).
    Ob und wie schnell da die Kommunikationskette zum Verkehrsdienstleister NWB erfolgt weiss ich nicht. Wenn die WB erst zur Betriebsaufnahme vom Ausfall erfährt, wie soll sie da mal eben schnell einen Ersatzverkehr organisieren? Busse und insbesondere Fahrer stehen ja nicht auf der Strasse händeringend auf der Suche nach Arbeit, sondern sind Mangelware
    Wahrscheinlich kann man noch froh sein dass Osterferien sind und entsprechend freie Busse zeitnah organisiert werden konnten.

     
  43. 7

    Wir waren am Dienstag morgen auch nach Krefeld unterwegs, mit unseren beiden E-Bikes. Als wir in Kevelaer gestrandet sind und die Schlange von Menschen beim SEV gesehen haben, haben wir uns entschieden, nach Nieukerk zu radeln. Richtige Entscheidung😖.

     
  44. 6

    Unmöglich die Nordwestbahn wusste schon sehr früh , das ein Mitarbeiter krank ist. Was einfach passieren kann ! Aber so schlecht organisiert! Was sagt wohl der Geschäftsführer: Ulrich Ehrhardt dazu ?

     
  45. 5

    Der Gedanke beschleicht einen, dass dies überhaupt nicht gewünscht ist.

    Ich war seit 35 Jahren ProBahn’ler….und stehe kurz vor dem Kauf meines ersten Fahrzeugs mit Ottomotor!

     
  46. 4

    Vielleicht wollte man den Flüchtlingen das Gefühl geben in der vertrauten Heimat zu sein….

    Aber ich glaube, in der Ukraine fahren die Züge trotz Krieg pünktlicher und zuverlässiger.

    Dann ist es vielleicht eine bewusst inszenierte Motivation der Flüchtlinge unser Land so schnell wie möglich wieder zu verlassen…..AfD auf Schienen….. 😀

     
  47. 3

    Ehrlich gesagt, wär das n Argument für die Reaktivierung der Schleuse.

    Wenn die funktionsfähig wäre, ginge es per Boot wahrscheinlich schneller von und nach Kleve als per Bahn!

    😀

     
  48. 2

    „nd so habe ich nunmehr schon zwei Nächte darüber geschlafen“

    Ich hatte mich schon gewundert dass nix kommt….(und die RP schneller war)

     
  49. 1

    Ich habe mich am Dienstag Morgen auf dem nach Hamburg gegeben um dort Urlaub zu machen. Ich bin extra um 5:09 mit dem Re10 von Goch aus los gefahren damit ich 1,5 Stunden vor Abfahrt des nächsten Zuges in Düsseldorf bin. Da man mit der Pünktlichkeit ja nicht mehr rechnen kann. Tja der Puffer reichte nicht. Als man in Kevelaer ankam hieß es Endstation, der Schienenersatzverkehr ist eingerichtet und fährt bereits. Aber da fing das Abenteuer erst an, währenddessen wir am Morgen draußen lm Kalten 1,5 Stunden auf den Bus gewartet haben wurden wir noch von einem Besoffenen Fahrgast der auch mit dem Bus fahren musste beleidigt und angepöbelt. Zudem war der Bus kurz vorm Defekt, da die Türen nur mit viel Glück zu gingen und zu blieben. Laut Aussage des Busfahrers war der Bus zu „groß“ für den Bahnhof Nieukerk daher wurden wir an der Ampel an der B9 rausgelassen und liefen dann im Dunkeln von dort aus zum Bahnhof. Aber immerhin war der Zug dann da und die Fahrt ging weiter. Anschluss Zug natürlich verpasst und 2,5 Stunden später am Bahnhof Düsseldorf.

    Während der Wartezeit am Bahnhof Kevelaer war ein Mitarbeiter der Nordwestbahn dabei. Er hat oft Telefoniert und uns Bescheinigungen ausgestellt, dass es an der Nordwestbahn lag. Er war bemüht das Problem zu lösen.

    Die Weiterfahrt mussten wir Natürlich vorfinanzieren, ob wir das Geld wiederbekommen bleibt noch ungewiss.

    Fazit: Kannste besser Fahrradfahren dann weißt du zumindest wann du da bist.