Noch ein Handy, ‘ne Fiets, ein Laptop und ein bisschen Konfitüre

rd | 07. Mai 2009, 14:28 | 19 Kommentare

Kleve liegt weitab vom Schuss. Wie überzeugen Sie junge Leute? Es ist die Antwort auf diese Frage aus einem Interview der NRZ mit der Gründungsbeauftragten der Fachhochschule Rhein-Waal, Marie-Luise Klotz, die in mir den Drang erweckte, mich auch mal ebkes einzuschreiben (man ist halt so jung, wie man sich fühlt). Meine Studienrichtung: Bachelor of Bio-Wellness-Engineering. Mein Lohn: vielleicht ein Abschluss, aber vor allem, wir zitieren an dieser Stelle Frau Klotz:

Weiterhin soll jeder Student ein Handy, ein Laptop und ein Fahrrad bekommen, damit er sich hier bewegen kann.

Obwohl viele Fachleute sagen, um in Kleve leben zu können, sei ein Auto nötig. So oder so, humanistisch gebildete Naturen (nicht ich!) sagen manchmal Alma mater (=nährende Mutter), wenn sie von Universitäten sprechen. Hier dürfte dann wohl eher Alma material angebracht sein. (Dass das sprachlich nicht ganz sauber ist, ist mir klar. Der Kalauer war’s mir wert.)

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19 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 19. herzog

    @ V-max und MB 300. Das sind nur Gerüchte, die aus bestimmen Kreisen mal wieder in die Kellener Welt gesetzt wurden. 4 Anmeldungen hätten wohl einige ewig Gestrigen gern.

     
  2. 18. De Brabantse Leeuw

    Aber hallo! Sogar die ehrwürdige Süddeutsche Zeitung erwähnt die Aktion:

    http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/467/486878/text/

    Theo, haste noch ein bisschen Begrüßungsgeld für die armen Studis?

    Vom Osten lernen, heißt siegen lernen!

     
  3. 17. Messerjocke

    @Killerplautze: G36 ? Passen zu der Warengruppe habe ich nur das:

    http://farm4.static.flickr.com/3265/2497730238_eba4bdc3b8_o.jpg

    Wenn Du doch was anderes meinst, dann ist das so ein Ding aus Rumänien.

     
  4. 16. killerplautze

    @Gruschler

    Frau Klotz kann doch mal den grossen Gönner, Förderer des Sports und Wohltäter mit dem Schweizer Wohnsitz fragen. Als Haupt-Nutzniesser des Unternehmens Theo-Brauer-Fachhochschule (der Begriff Rhein-Waal ist nur bis zum 30.08. gültig) kann der ja mal seine Schatulle öffnen.
    Die Kröten der Stadt an den FC sind ja in der Pipeline.

    @Messerjocke
    G36?

     
  5. 15. Messerjocke

    @Gruschler: Gibste ein Notebook ab ? Aber die wollen ja nur die Kohle einsammeln. Was für Dinger wollen die den anschaffen ? Wie viel wurde pro Notebook veranschlagt ?

    Ich hab noch ein Siemens C40 zu verschenken, nachdem ich mir so ein neues Ding kaufen mußte. Aber keine Sorge, das neue Händi ist kein i-Phone !

     
  6. 14. Gruschler

    Angeblich liegen 200 Anmeldungen zum Studium für das Wintersemester vor. Die Präsidentin sucht unter den Klever Unternehmen nach Spendern, welche die 150 Laptop`s finanzieren. “Die Beschaffung der Fahrräder scheint gelöst zu sein”
    Na dann mal in die Pedalen getreten….

     
  7. 13. V-Max

    Es geht das Gerücht um dass sich lediglich 4 -vier- Studenten eingeschrieben haben sollen. Hat schon jemand genaue Informatonen??

     
  8. 12. speedy

    “Weiterhin soll jeder Student ein Handy, ein Laptop und ein Fahrrad bekommen, damit er sich hier bewegen kann.”

    Bin mal gespannt, wie viele davon ausgegeben werden.
    Da wird wohl weder das Daten- noch das Fahrradnetz zusammenbrechen.

    Bis neulich.
    😉

     
  9. 11. Der Laie

    @ Auch EinKlever,
    die Einführung einer neuen Hochschule am Niederrhein wurde vom Land NRW beschlossen, wenn Kleve nein Danke sagt, hat Bauunternehmer Hellmes in Kamp-Lintfort schon die Bagger in Betrieb. Also hier darf doch wohl auch ein wenig Kirchturm denken oder Eigennutz für die Region unterer Niederrhein erlaubt sein.
    Im Bezug auf die Nutzung, von in Kürze leerstehenden Schul- Räumen stimme ich zu.
    Aber dass dürfte wieder im Hick – Hack der unterschiedlichen Kostenträger nicht im Sinne einer betriebswirtschaftlichen Lösung ausgehen.
    Habe selbst einige Zeit als Pendler im Ruhrgebiet gearbeitet,
    3 Stunden Fahrzeit pro Tag sind verlorene Stunden.
    Als Hauer Bürger kann ich nur sagen, Änderungen in der Kommunalpolitik kommen nicht von alleine.

     
  10. 10. AuchEinKlever

    @rainer

    Mag ja sein, ändert aber nichts an der Richtigkeit meiner Antwort. 🙂

     
  11. 9. rainer

    hallo. “Der Meistertitel ist eine zusätziche “freiwillige” Leistungserbringung, der eine erste -in aller Regel kostenlose- berufsqualifizierende Ausbildung vorangegangen sein muss.
    Der Meistertitel führt in der Regel zu einem beruflichen AUFstieg, fianziell und bzgl. des Ansehens, nicht zu einem EINstieg.” Das ist Blödsinn, “rent a handwerksmeister” und mach deinen Betrieb zu einem Meisterbetrieb, die nummer hat einen bart. länger als handwerksmeister für gesellenlohn arbeiten

     
  12. 8. AuchEinKlever

    @ Der Laie:

    Die Diskussion droht jetzt ein bischen abzugleiten in Allgemeinplätze.. 🙂 Ich will eigentlich nicht vom ursprüglichen Thema abwichen, und Diskussionen um Studiengebühren können abendfüllend werden. Doch sei zu dem Thema noch eine kleine Erwiderung gestattet:

    Frage:
    “warum kostete der Besuch einer Meisterschule schon immer Geld, ein
    Studium erst seit kurzem?”

    Antwort:
    Das Studium führt zu einem ersten berufsqualifizierendem Abschluss.
    Der Meistertitel ist eine zusätziche “freiwillige” Leistungserbringung, der eine erste -in aller Regel kostenlose- berufsqualifizierende Ausbildung vorangegangen sein muss.
    Der Meistertitel führt in der Regel zu einem beruflichen AUFstieg, fianziell und bzgl. des Ansehens, nicht zu einem EINstieg.
    Alternativ könnte man aber mal darüber nachdenken, Promotionsstudien (also Doktorabschluss) kostenpflichtig zu machen. Interessanterweise sind aber gerade die(!) von den Studiengebühren befreit (variiert von Uni zu Uni).

    Das Studium war im übrigen nicht immer kostenfrei. Studiengebühren waren in vielen Bundesländern bis in die 60er Jahre zu zahlen und wurden erst unter Bildungskanzler Brandt weitgehend abgeschafft.
    Davon unberührt bleibt die Tatsache, dass Studenten an fast allen Hochschulen immer schon einen allgemeinen Pflicht-Sozialbeitrag für Studentenwerk und AStA entrichten mussten. Dieser Beitrag beträgt zur Zeit ca. 80 Euro und muss zusätzzlich zu den nun erhobenen Studiengebühren pro Semester gezahlt werden. Die Erhebung dieser Beiträge gleicht der Steuererhebung, d.h. sie müssen nicht mit direkten zweckgebundenen Gegenleistungen abgegolten werden.

    Nochmal zum Thema FH Kleve:

    1.) Du ahst als Vorteil erwähnt, dass es nun auch “ärmeren” Kindern aus Kleve möglich sei, zu studieren.
    D.h. im Umkehrschluss, dass es Kindern aus Kleve Jahre und Jahrzehnte zuvor nicht möglich war zu studieren, weil die Politik keine FH zur Verfügung gestellt hat? Hat die Politik geschlafen? War es eine Politik sozialer Kälte? Warum hat niemand aus der Klever Kommunalpolitik schon viel früher nach dieser so wichtigen Bildungseinrichtung gerufen?

    2.) In Medien wie der RP wird bei Berichten über die neue FH (und deren gigantischen Flächenverbrauch) von “Zuzug von Studenten” gesprochen (ich nehme mal an, damit sind nicht Schüler aus Keeken, Millingen oder Niel gemeint). Dies würde Deiner Standort-Argumentation widersprechen.

    3.) Eine eher allgemeine Frage: Das JSG wird doch frei, mit genug Platz zur Erweiterung und schon teilweise für eine FH passend ausgestatten Räumen.

    Warum muss man am Spoykanal einen neuen Moloch hochziehen (der auch wieder Unterhaltskosten verursacht), wo man für bereits bestehende Gebäude noch überhaupt keine neue Verwendung gefunden hat? (Das gilt nicht nur fürs JSG.)

    Kleve hat einfach zuviel Geld. Die dümmsten Bauern haben eben die dicksten Kartoffeln.

     
  13. 7. DerLaie

    @Auch ein Klever
    zum Thema Studium ausserhalb von Kleve möchte ich nur noch so viel sagen ,Berlin ist nicht nur eine Reise wert.
    In dieser Republik liegt doch einiges im Argen,warum kostete der Besuch einer Meisterschule schon immer Geld, ein Studium erst seit kurzem. Wenn Bildung doch so wichtig ist,dann doch unter gleichen Chancen,nicht umsonst aber ohne Gebühren für alle.
    Die Klientel der CDU j ammert in derPresse doch gerade aktuell schon wieder und ruft nach Vater Staat, Marktwirtschaft gilt nur
    für den eigenen Einkauf, ansonsten hätten die freien Unternehmer gerne feste Preise und Absatzgarantien für ihre Waren.
    Bei den Schulen klaffen die Sonntagsreden und das handeln ob
    Hobby -Politiker oder Berufspolitiker ( das sind die die vor einem
    ordentlichen Beruf Angst haben wie der Historiker Herr Missfelder oder der Abiturient mit Führerschein Herr Annen), doch meilenweit aus einander.
    In kleinen Klassen haben die Lehrer die Chancen auf Schwächen und Stärken der Schüler näher einzugehen und die Kinder zu fördern, weil der statistische Durchschnitt nicht stimmt, werden lieber Grundschulen und Gymnasien geschlossen.
    Mir ist schon klar, dass man Geld nur einmal ausgeben kann, die Frage ist wofür, für Export Subventionen zuviel hergestellter Lebensmittel, für die Renovierung alter Gemäuer oder die Unterbringung und Ausstellung von Privat Sammlungen.
    Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen.

     
  14. 6. AuchEinKlever

    @DerLaie

    Die Argumentation verstehe ich jetzt überhaupt nicht.
    Beide Hochschulen kosten 500 Euro Gebühren (+ Sozialbeitrag). Da gibt es wahrscheinlich keinen Unterschied.

    Bleibt als einziger “Vorteil”, den Du möglicherweise meinst, dass Klever Kinder beim Studium an der FH Kleve zu Hause wohnen bleiben können.

    Das können sie aber auch, wenn sie in Kleve wohnen und in Duisburg studieren und täglich mit dem Semesterticket zur Uni fahren – entsprechende Freunde hatte ich auch in meinem Umfeld-, oder sie können in Nijmegen studieren.

    Dies ist also kein Argument für eine neue FH in Kleve. Beosnders, wenn man bedenkt, dass die FH nach Deiner Argumentation für Klever Schüler wäre und die Anzahl selbiger (Schleissung JSG) rapide sinkt.

    Im Übrigen ist für 99% aller jungen Leute eine Uni nah am Elternhaus kein Argument für eine Hoschule, sondern dagegen!

    Und einem hellen Abiturientenkopf wird man kaum mit dem Argument kommen können, Aachen sei zwar besser, aber Kleve billiger. Er wird sich allemal für Aachen entscheiden.

    Bytheway: Ich hatte genau Nullkommanix Geldsack, sei es von Eltern oder sonstwem, in den ich reingreifen konnte. Ich hab mir mein Studium zusammengearbeitet. Was mir aber endgültig den Genickschuss gegeben hätte, wäre nicht die Entfernung vom Heimatstandort Kleve und damit verbundene Miete am Studienstandort, sondern die von Strahlemann Herrn Dr. “selberkostenlosstudiert” Rüttgers eingeführte Campusmaut, die bei der Klever CDU-Landwirteklientel (“Scheiss-Studenten, die sollen arbeiten!”) natürlich prima ankommt.

     
  15. 5. DerLaie

    @Auch ein Klever
    schön wenn Mamma und Papa einen großen Geldsack neben sich stehen haben,in den der Nachwuchs nur reingreifen muß.
    Die RWTH in Aachen hat unbestreitbar einen tollen Ruf, die
    Chancen der Abgänger auf einen lukrativen Job sind sicher besser als für einen Abgänger aus Greifswald oder Nordhausen.
    Nur was machen alle anderen, die zwar nicht doof sind aber wo zu Hause das Geld für monatliche Zuschüsse fehlt. Bafög ist nicht das Allheilmittel.
    Ob die vorgesehenen Studienfächer in Kleve nun der Brüller sind,
    lass ich mal dahin gestellt sein , aber jeder fängt mal an.
    Eine Chance zu vertretbaren Kosten eine Fachhochschule besuchen zu können, ist es jedenfalls für unsereRegion.

     
  16. 4. Nochmal AuchEinKlever

    “Weiterhin soll jeder Student ein Handy, ein Laptop und ein Fahrrad bekommen, damit er sich hier bewegen kann.”

    Ich wusste noch gar nicht, dass Handys und Laptops Fortbewegungsmittel sind….

    Aber mal im Ernst: Den Sinn der FH Kleve verstehe ich überhaupt nicht. Die Demographie sagt zwar für die nächsten 5 Jahre noch eine relative Studentenwelle voraus, aber danach werden langfristig die Schüler- und Studentenzahlen sinken!

    Was macht die FH da für einen Sinn? Das passt doch nicht zusammen, in Kleve das Johanna-Sebus-Gymnasium mit Hinweis auf sinkende Schülerzaheln zu schliessen und gleichzeitig eine neue FH (die natürlich gleich “Hochschule” heisst, nicht “Fachhochschule”) aufzumachen. Die Studentenzahlen leiten sich doch aus den Schülerzahlen direkt ab! Das ist doch ein reines Wahlkampfgeschenk der Rüttgers-Linssen-Connection an seine Kungelfreunde aus der Flachland-CDU.

    Und glaubt man denn ernsthaft, diejenigen einigermassen aufgeweckten und talentierten Schüler aus Kleve und Umgebung für Ingenieurwissenschaften am Spoykanal begeistern zu können, wenn eine deutsche Eliteuni, die beim aktuellen Personalchef-Ranking mal eben erste Plätze in 5(!!) von 8 Studienrichtungen abräumen konnte (was noch nie einer deutschen Uni gelang!), gerade mal 120 km entfernt liegt ?

    Da ja heute eh jeder Klever Jugendliche schon mit vulkanisierten Füssen zur Welt kommt und den Führerschein spätestens mit Abschluss der 4. Klasse (anstatt der Fahrradprüfung wie wir früher…) macht, ist diese Entfernung sicher kein Problem, – wie sie es auch in den 80ern und 90ern und 2000ern weder war noch ist…

     
  17. 3. AuchEinKlever

    *schmunzel* Ich muss schon sagen, auch wenn die Kommentare von Herrn Daute zu den Themen die Kleve grad bewegen, machmal doch einen Hauch journalistischer Gehässigkeit aufweisen…ein wenig legt er immer einen Finger in die richtige Wunde.

    An sich halte ich die Motivation, Fahrrad zu fahren für sehr erstrebenswert, aber lieber wäre den zukünftigen Studis vielleicht doch ein NRW-Semesterticket wie an anderen Unis, oder zumindest ein VGN-Ticket (gibts die VGN noch? Die soll doch in den VRR integriert werden).

    Alternativ könnte man aber über eine Kombi-Semesterkarte für City-Train und Draisine nachdenken, …schliesslich will man ja als Student auch mal was von der Welt sehen und in Kranenburg und Groesbeek shoppen…leider reicht die Draisine ja noch nicht bis Nijmegen,

    P.S.: Man sollte den Draisinen mal Namen geben. Die grossen 8er (oder 12er)-Draisinen könnte man z.B. “Austria-Express” nennen….

     
  18. 2. L.Seerden

    @KHU

    Macht doch nichts. Wenn schon ein 18km weiter westlich gelegene Ort Groesbekistan und Nijmegen auch Havanna an der Waal genannt wird, dann darf Alma-Ata so geschrieben werden.

    Persönlich finde ich übrigens Alamo (Variante 1) besser!

     
  19. 1. KHU

    Bleibt nur zu hoffen, dass die zugezogenen Studenten die Stadt Kleve bald nicht als “Alma-Ata” (Schreibweise auch nicht mehr ganz korrekt, aber der Kalauer war’s mir ebenfalls wert) bezeichnen.