Klaus ist raus! 1. FC Kleve mit „Modell Magath“

Wenn es denn mal so weit kommen sollte, dass ich zum Empfänger einer fatalen Diagnose werde, möchte ich, dass sie mir von Uwe Dönisch-Seidel mitgeteilt wird. Egal, was er sagt, es glimmt immer noch ein Funken Hoffnung mit.

Am Montag hatte der neu gewählte Vorstand des 1. FC Kleve bis ein Uhr nachts getagt, achteinhalb Stunden später hatten die Verantwortlichen schon zur Pressekonferenz in den Raum Moyland des Hotels Cleve geladen. Und dazwischen musste Dönisch-Seidel noch ein schwieriges Gespräch führen.

Am Ende dieser Unterredung zeigte ein Mann „keine Freude, aber Verständnis“. Es handelte sich um Klaus Hilpert, den Manager des Vereins, und in den vergangenen Monaten für viele der letzte Garant für Professionalität in dem Klub. Doch dessen Vertrag, der zum 15. Juli ausläuft, wird nicht verlängert. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, sehen aber aus finanziellen Gründen keine Alternative“, so Dönisch-Seidel.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft: Uwe Dönisch-Seidel
Zuversichtlicher Blick in die Zukunft: Uwe Dönisch-Seidel

Und nun? Der Verein will es in der kommenden Spielzeit, wo auch immer, mit einem „Modell Magath“ versuchen. Das heißt: Trainer Georg Kress – die Ironie des Schicksals will es, dass er von Hilpert ins Boot geholt wurde – wird Trainer und Manager in Personalunion. Dazu wird Werner Buttgereit, der ehemalige Bundesligaprofi und zurzeit beurlaubter Co-Trainer, wieder reaktiviert.

Weitere personelle Einschnitte werden in der Geschäftsstelle gemacht und natürlich beim Kader. Dönisch-Seidel: „Die Mannschaft soll ein regionaleres Profil bekommen. Das heißt nicht, dass alle Spieler aus Kleve kommen müssen, aber wer hier spielt, soll auch in Kleve wohnen.“ Das soll dazu beitragen, die Zahl der (kostspieligen) Autobahnkilometer der Kicker zu reduzieren. Zum neuen Profil gehört auch, dass das Trainergespann intensiver mit der zweiten Mannschaft und der Jugend zusammenarbeitet. „Wir denken sehr langfristig“, so der Vereinschef.

Das soll dem Verein gerade auch bei der Sponsorensuche neue Freunde und Förderer zuführen. Wie, das führte Frank Wöbbeking, das für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Vorstandsmitglied, aus (mehr Kooperationen, auch grenzüberschreitend sowie eine bessere Außendarstellung der Sponsoren im Klub und in den Medien des Klubs (Stadionzeitung, Internet). „Insgesamt will sich der Verein als Plattform positionieren“, heißt es in der Pressemitteilung des Klubs.

Auf dieser Plattform macht sich ein Sponsor zukünftig etwas rarer: Diebels. Die zur Inbev-Gruppe gehörende Brauerei, deren Hymne „Ein schöner Tag“ nach jedem Torerfolg zu hören ist, macht als Trikotsponsor Schluss. Im schönen PR-Deutsch der Pressemitteilungen erklärt das Tina Welbers („Sponsoring Manager Inbev Deutschland“) so: „Mit unserer Entscheidung geben wir den begehrten Werbeplatz auf der Trikotfront frei und haben damit dem Verein die Aufnahme von Gesprächen für die neue Saison ermöglicht.“ Erste Termine gibt es offenbar schon.

Deine Meinung zählt:

46 Kommentare

  1. 44

    @ Eric Jansen

    Lassen Sie sich Ihren Einsatz und Ihre Einstellung zum Sport und zum Verein nicht runterreden, machen Sie weiter.

     
  2. 43

    Das nenne ich einen positiven Bericht! Danke. Ich werde heute Abend mit 3 Freunden zum Sky schauen vorbeikommen.

    Ist echt eine tolle Sportsbar geworden, mit einem super Wirt.

    Bis heute Abend.

     
  3. 40

    Herr Jansen,

    die Geister, die Sie riefen….

    Harter Tobak, ich lese da zwischen den Zeilen Mauseleien raus!

     
  4. 35

    @eric jansen
    ihre wortmeldung hier ist so inhaltsreich wie alles andere, was seit einiger zeit von offizieller seite vom stapel gelassen wird.
    seit

     
  5. 31

    Nun ja, eigentlich wollte ich mich nie an diesen „Kommentaren“ beteiligen, da aber nun erneut das Thema FC Kleve auf den Plan kommt und ich die bisher getroffenen Äu

     
  6. 30

    @NRW-Liga Klingt ja spannend und deckt sich teilweise mit meinen Informationen. Den zweiten Kommentar habe ich jedoch nicht ver

     
  7. 18

    Ich hatte beruflich und privat mit dem FC zu tun und kann nur sagen, dass es kein Wunder ist, dass der Club den Bach herunter geht. Hier paart sich Unf

     
  8. 16

    Tja Regionalliga hat sich ja jetzt wohl erledigt ( schade ), kann aber ein wirklicher Neuanfang sein. Auch wird es in der NRW Liga einfacher sein auf heimische Talente zu setzen. Ich glaube, die vom FC sind auf einem sehr guten Weg. Wenn das mit der F

     
  9. 12

    @ Maiyer mit ai:

    Verteidige die Leute ruhig. Bei den Fehlern, die dort gemacht worden sind, h

     
  10. 11

    @meiner einer.
    Du scheinst ja wirklich ahnung zu haben. Eins sollte man sich aber merken. keiner der verantwortlichen beim fc hat einen posten

     
  11. 10

    @ theo Waigel:

    das mit der Paranoia wegens dem Stadion sehe ich auch so. Unabh

     
  12. 6

    Gehts hier ums Stadion oder um die Personalie Hilpert bzw. allgemeine Kostenreduzierung beim FCK ?
    Vom Stadion ist hier doch gar nicht die Rede !

     
  13. 3

    Herr Daute hat es in einem anderen Artikel vorgerechnet, was das Stadion pro Platz angeblich gekostet hat. Da es sich hier nicht um eine