Flughafen Niederrhein: Bussiness links und Bussiness rechts

rd | 15. Februar 2011, 15:33 | 13 Kommentare

Wer den Neujahrsempfang von Antenne Niederrhein am Flughafen Weeze besuchte, konnte Augenzeuge einer herzlichen Begegnung werden: Ulrike Ulrich, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kreistag, begrüßte Ludger van Bebber, Geschäftsführer der trudelnden Flughafen Niederrhein GmbH, mit Bussi links und Bussi rechts. Es ist davon auszugehen, dass Privates und Geschäftliches Business hier sauber getrennt bleiben, sind schließlich alles Profis. Nun aber gibt es sozusagen als Dessert noch ein geschäftliches Bussi links und Bussi rechts… Die CDU-Kreistagsfraktion wird der vom Airport erbettelten Zinsstundung für den Flughafen Niederrhein zustimmen und auch die Option, zum Jahresende ausstehende Gelder gegen Anteile zu tauschen mittragen, berichtet die Rheinische Post.

Die mildtätige Geste erspart der maroden Gesellschaft am Rande des Zusammenbruchs jährliche Zahlungen in Höhe von 1,37 Millionen Euro (die dem Kreis vorenthalten werden, der diese fehlenden Einnahmen sicherlich am anderen Ende der Skala sehr einfallsreich als alternativlose Kürzungen verkaufen wird).

In Gewinnquoten umgerechnet

Zur vergleichenden Information, welche Art von Geschäftsmodell hier gefördert wird: 1,37 Millionen Euro, das sind

  • dreimal sechs Richtige
  • viermal fünf Richtige plus Zusatzzahl
  • achtmal fünf Richtige
  • elfmal vier Richtige plus Zusatzzahl
  • und jeweils einmal vier Richtige, drei Richtige plus Zusatzzahl sowie drei Richtige

– und dann blieben noch 2,60 Euro übrig (Ziehung vom 12.02.2011).

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  1. 13. Andreas

    Kunst gibts schon ne Menge am Verkehrslandeplatz, Action auch und mindestens ein Film wurde in Teilen auch auf Laarbruch gedreht.
    Hat zwar alles nix mit der Fliegerei zu tun, aber darum gehts ja auch nicht 😉

     
  2. 12. Dickschaedel

    vielleicht klappts ja als Kunstflugplatz
    http://www.bilderhoster.net/img.php?id=sytctxfk.jpg
    RedBull

     
  3. 11. Der Laie

    @ Querdenker
    das traurige ist ja, der Flughafen Hahn macht es vor, mit Hessen und Rheinland-Pfalz als Betreiber, nachdem Fraport mit hohen Verlusten ausgestiegen ist,schreibt seit Jahren nur rote Zahlen.
    Mit einer Billig Airline,die Geld fürs starten und landen bekommt,anstelle den Aufwand zur Nutzung der Infrastruktur zu bezahlen,kann über den Verkauf von Getränken und Park- Tickets kein noch so durchorganisierter Flughafenbetreiber kostendeckend arbeiten, von Gewinnen bzw. Überschüssen für Investitionen ganz zu schweigen.

    Wie Politiker ticken,äußert doch gerade Herr van Meegen von den Grünen aus B-H,weniger Schlüsselzuweisungen aus Düsseldorf, also Hebesätze der Gewerbesteuer rauf.

    Der Kreis schreibt in 6 Monaten Millionen auf Konto Erfahrung mit niederländischen Kaufleuten ab,also werden die Beträge der Umlagen erhöht,somit werden Grundsteuern und
    Abgaben in den Kommunen erhöht.
    Vermieter legen brav die höheren Kosten auf die Miete um.

    Der Hauseigentümer kann auch kein Geld drucken, also kauft er Strom, Gas und sonstiges im Internet, der Einzelhandel vor Ort schaut in die Röhre. Weniger Umsatz,weniger Gewinn, weniger Steuerpflichtige Gewerbesteuern, weniger Arbeitsplätze, weniger Anteile an der Lohnsteuer für die Kommunen.
    Aber Hauptsache unsere fähigen Politiker erkennen sich noch, wenn sie morgens in den Spiegel schauen.

     
  4. 10. substitue

    * Dickschaedl
    Sollte der Flughafen pleite gehen bzw. ja schon sein, wird es deren Verantwortliche sowieso nich besonders tangieren. Die haben ihre Schaefchen im trocknen-ganz bestimmt. Sicher wie das Amen in der Kirche wird der Bürger/ die Allgemeinheit diesen Unsinn Finanziel zu tragen haben und dafür sind wir, zumindest einige, billig von hier nach da geflogen, da hast du recht. Da dies aber schon vor 10 – 15 Jahren bekannt war und die Verantwortlichen trotzdem auf Flughäfen gesetzt haben, na was solls, die sind deswegen und trozdem mehrheitlich gewählt, von uns, naja einigen halt.

     
  5. 9. Querdenker

    Nun…hier wird sehr viel geschrieben…gute und schlechte Kritik…immer wieder interessant reinzuschauen…

    nur es wird sich nichts ändern auf Grund dieser Einträge hier.

    Es war abzusehen das die Kreistags CDU abnickt..was bleibt denn anderes übrig…soll man sich eingestehen das es ne Totgeburt ist und bleibt?

    Und die anderen Parteien…sie schweigen…denn innerlich wissen auch sie das man nichts ändern wird und kann.

    Was bleibt ist allenfalls die Möglichkeit, den Verantwortlichen einen Denkzettel bei der nächsten Wahl zu verpassen..nur wer soll es besser machen bzw. wer wird es wirklich besser machen?

    Die Frage ist, wie lange das Volk tatsächlich noch ruhig bleibt…anscheinend ist die Belastung immer noch nicht hoch genug…mal abwarten wie die ganzen Gelder demnächst umgelegt/geschultert werden…

     
  6. 8. Andreas

    Die Billigfliegerei, Dichschaedel, ist die einzige Existenzberechtigung für Laarbruch, eine andere gibt es nicht.
    Bestünde ein Bedarf, dann würde eine seriöse Airline sicher nicht nein sagen – bei den Konditionen dort 😉
    Lufthansa hatte 2004/2005 mal Intersse und wollte Trainingsflüge durchführen (also viele Flugschüler in einer Mühle die dann landen und sofort wieder durchstarten), ist aber auf Laarbruch nicht erlaubt.
    Die Infrastruktur auf Laarbruch mag ja für denjenigen, der einen echten Flughafen nicht kennt total super sein … aber echte Airlines setzen da andere Standards voraus.

     
  7. 7. Dickschaedel

    Da ich dort aufgewachsen bin und meine Eltern auch da leben frag ich mich was soll daraus werden
    Man hätte das nach dem Abziehen der Engländer zumachen – Planieren sollen, Ist aber nicht!
    Das Teil steht – und
    kommt doch mal hier auch konstrucktive Kritik?
    das da einiges schief läuft hat andere Ursachen
    jeder will fürn Apple und nen Ei fast umsonst fliegen
    für Lau mal eben zu den Kanaren.
    ganz einfach nehmt Flüge wo man weiss das die Arbeiter dort zu vernünftige Tarifen bezahlt werden.
    Die Welt ist ein Kreislauf und alles kommt irgendwann zurück als Müll. Ich dokumentier seit 3 Jahren den Himmel über Kleve, streifenfrei? – außer wenn in Island was brennt.
    jeder will alles Sehen im Internet – fliegt! – kostet Sprit – grad flog wieder ein Hubschrauber über die FH Kleve – das alles mehrmals in der Woche
    um zu zeigen das hier Leute für 7€ arbeiten von morgens 7 – 21

     
  8. 6. obi

    Dass der Kredit vermutlich nie zurückgezahlt wird, ist als Anschub-Subventionierung ja noch nachvollziehbar. Auch der Verlust der Zinsen kann als Folge der Anschub-Subventionierung noch akzeptiert werden.

    Falls der Kreis aber tatsächlich Anteile am Flughafen erwirbt, muss er auch noch dauerhaft operative Verluste tragen. Jahr für Jahr. Das ist nicht Aufgabe des Kreises.

    Vielleicht sollte der Kreistag eine Obergrenze der Unterstützung formulieren zB 50 Mio insgesamt und max 2 Mio pro Jahr. Direkt verbunden mit der zwingenden Vorgabe, danach alle Zahlungen einzustellen. Unwiderruflich! Ansonsten wird uns dieser Hick-Hack noch Jahre begleiten.

     
  9. 5. Konfuzius a.D.

    Ein kleines Detail wurde leider übersehen. Von “tauschen” ist in dem Bericht der RP absolut keine Rede. Dort steht:

    “Zudem wurde die Option formuliert, mehr Anteile am Flughafen zu ERWERBEN!”

    Ich gehe bei einem Erwerb weniger von einem Tausch aus. Man wird noch viel mehr Geld in den Airport stecken, indem man dem Bürger diese “neue” Form der tollen Beteiligung verkauft.

     
  10. 4. Der Laie

    Na bei dieser guten Nachricht, dürfte doch sicher der
    Sponsor der nächsten Studienreise der Kreistagsmitglieder
    zur Erforschung der europäischen Zusammenarbeit im Zukunftsmarkt Touristik feststehen.

    Bleibt dann nur noch zu hoffen, dass die Fluglotsen an den einzelnen Studienorten lange genug streiken, damit diese
    Typen am Niederrhein nicht noch mehr Schaden anrichten können.

     
  11. 3. rainer

    hallo, wieso ist dieser blöde bis zur halskrause subventionierte privatpakplatz von ryanair die ihre mitarbeiter wie dreck behandeln überhaupt thema

     
  12. 2. ralf.daute

    @HeinzS Danke, ist korrigiert!

     
  13. 1. HeinzS

    Nun aber gibt es als sozusagen als Dessert noch ein geschäftliches Bussi………..
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    Ich glaub hier ist ein “als” zuviel,oder bei den Germanisten ist es
    eben so. 🙂