Ein Wunder! Handwerker am Spoy-Center

rd | 27. November 2013, 15:53 | 26 Kommentare
Flatterbänder sichern die Wege, damit niemand versehentlich von Trümmern erschlagen wird (Foto © Kleinendonk)

Flatterbänder sichern die Wege, damit niemand versehentlich von Trümmern erschlagen wird (Foto © Kleinendonk)

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Am Spoy-Center, derzeit im Stadium des völligen Verfalls, sind nach dem Auszug des Gastronomen Stefan Crom („Stevens“) Handwerker zu sehen, und zwar gleich in Mannschaftsstärke! Offenbar ist der Eigentümer/Verwalter der Immobilie zu der Erkenntnis gelangt, dass ein weiterer Verfall des Gebäudes schwerwiegende Haftungsfolgen nach sich ziehen könnte – unter anderem war dem Wirt die Nutzung der Dachterrasse aus Sicherheitsgründen untersagt worden.

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26 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 26. Martin Fingerhut

    @ 23. pd :
    Danke für den link zu dem Artikel im NotizBlog.
    Wie unter #21 erwähnt, habe ich mich an ihn im Prinzip erinnert,
    konnte ihn jedoch nicht finden,
    weil ich nicht damit gerechnet hatte,
    daß dieser Artikel schon bald 2 Jahre alt ist.
    Danke, daß Sie ihn gefunden haben.

    @ pd,
    @ G.M.,
    @ Konfuzius a. D.,
    @ all :
    Weil die AusgleichsRücklage rein gar nichts mit der SpoyScheibe zu tun hat,
    die eigentlich GegenStand DIESER Seite ist,
    es aber mit

    http://www.kurier-am-sonntag.de/cms/notizblog/4327-abracadaba-das-geld-her-zauberwort-qausgleichsruecklageq-.html

    eine Stelle gibt, die genau zu diesem Tema angelegt wurde,
    schlage ich vor,
    diese Diskussion DORT fortZuSetzen.

     
  2. 25. G.M.

    @23 & 24 . vielen dank für unermüdliche Erklärungen . Lag ich mit meinem „einfachen“ Verständnis Dispokredit für die Stadt nicht so ganz daneben.
    Aber ihre Erklärung gibt Einsicht in die Kämmerer Denkweisen.

    Ach ja… ist da nicht eben erst ein Sparschwein von Mister Heinrich Pumpernickel Herrenlos geworden. Für den Notfall.

     
  3. 24. Konfuzius a. D.

    Ich habe es so vestanden:

    AUSGLEICHSRÜCKLAGE

    Wird errechnet aus einem Drittel der jährlichen Steuereinnahmen und sonstigen Finanzzuwendungen. Sie ist im Grunde wie ein Dispokreditrahmen zu verstehen an dem sich die Stadt X bedient. Natürlich ist die Inanspruchnahme wie für die Privatperson Y nicht kostenfrei und sollte zurückgeführt werden. Bei der Ausgleichsrücklage spielen sogenannte “Vermögen” wie städtische Bauten im Grunde keine Rolle.

    In Kleve stand Anfang 2009 eine Ausgangsrücklage von noch ca. 19 Mio Euro zur Verfügung. Diese wurde bis Ende 2012 stark in Anspruch genommen. Endbestand in 2012 ca. deshalb ca. 4.6 Mio Euro. Das ist so, als ob der Privatmann Y einen “Dispo” von 1900 Euro teils genutzt und Ende 2012 daraus nur noch 460 Euro bleiben bis sein Limit ereicht ist. Bis 2017 rechnet man in Kleve mit weiterer Nutzung der Ausgleichsrücklage die deshalb Ende 2017 bei ca. 1.2 Mio Euro liegen wird. Der Privantman Y in meinem Vergleich hat dann also nur noch Luft für weitere 120 Euro. Wie gleicht man den “Dispo” aus?

    ALLGEMEINE RÜCKLAGE

    Die Allgemeine Rücklage ist nicht mehr als ein Buchungsposten auf dem Papier. Der stellt das städt. Vermögen dar, also den Buchwert der Bauten wie Rathaus, Feuerwehr oder eine Klinkerwüste. Aber: Dieses städtische Vermögen darf NICHT beliehen oder verkauft werden. Da liegt der Unterschied zu dem, was als Betriebsvermögen in einer Gesellschaft gilt, in der eine Kauffrau oder der Kaufmann das Betriebsvermögen quasi in Geld verwandeln kann. Die Stadt X muss für tatsächlich benötigte Gelder zum Beispiel einen Kredit bei einer Bank aufnehmen. Diese Rücklage hier ist nur eine “Luftnummer”. Entsprechend meiner Aussage hielt sich die Allgemeine Rücklage der Stadt Kleve bei ca. 205 Mio Euro in den Jahren 2009 bis heute und wird vom Kämmerer mit gleichem Wert für das Jahr 2017 angegeben.

    Wenn zum Beispiel das Gebäudemanagement der Stadt Kleve einen Verlust erwirtschaftet, dann kann dieser mit der Allgemeinen Rücklage verrechnet werden. Zum Beispiel geschehen aus dem Ergebnis des Gebäudemanagement 2012 heraus in Höhe von ca. -288.000 Euro. Das Geld fehlt am Ende trotzdem.

    SONDERÜCKLAGEN

    Die Stadt Kleve führt eine Sonderrücklage in Höhe von ca. 3.7 Mio Euro und plant diese weiterhin ein.

    LIQUIDE MITTEL

    Die Stadt Kleve hatte Anfang 2009 noch “flüssige Mittel” in Höhe von ca. 15 Mio Euro. Diese sind in nur wenigen Jahren auf 0 Euro rückgeführt worden. Anders formuliert: Es gibt diese Mittel nicht mehr.

    Ob Bankkaufleute oder Politiker. Sie alle buchen legal viel “Luft”, doch es kommt trotzdem vor, dass sie noch zusätzliches Geld von Steuerzahlern benötigen. Bezogen auf die Bankkaufleute “erbärmlich”. Bezogen auf die Politik vielleicht etwas wie die Angst. Ein Detroit konnte die Luftballons nicht aufblasen. Wären die noch nicht pleite? Letztendlich haben sich in den letzten 4 Jahren enorme Schulden angehäuft. Soweit ich mich erinnern kann, liegt der sogenannte Schuldenstand bereits einige Millionen über dem in meiner alten Heimat. Daher kann man nur hoffen, dass Kleve veremmericht und nicht weiter vergocht, oder?

     
  4. 23. pd

    treffend erklärt aber trotzdem falsch.

    @ 21 Martin Fingerhut
    ###
    ### ganz ohne realen gegenwert in form von gebäuden, guthaben oder ähnlichem ###
    DAS ist m.E. die Frage.
    Ob die AusgleichsRücklage rein fiktiv auf das tatsächliche EigenKapital draufGesattelt wird
    oder ob aus diesem geschöpft wird.
    ###
    Ja, das und nur das ist die Frage.

    so, jetzt vergessen sie alles was sie als unternehmer der freien wirtschaft über bilanzieren und kaufmännisches gelernt haben. wir sprechen von „kommunalem Eigenkapital“ und nicht das eigenkapital das sie und ich kennen und das im prinzip gleichzusetzen mit tatsächlichen werten ist.

    der denkfehler ist hier:
    ###Demnach besteht das gesamte “Eigenkapital” in tatsächlichem Vermögen,
    also Gebäuden, GutHaben und ähnlichem.
    Dieses wird UNTERGLIEDERT = AUFGETEILT,
    ein Teil wird “AusgleichsRücklage” getauft.
    Folglich ist auch die AusgleichsRücklage mit REALEN Werten ( Gebäuden, GutHaben, … ) “hinterFüttert”.
    “FIKTIV” ist sie nur in dem Sinne, daß ihre OberGrenzen WILLKÜRLICH festGelegt wurden.###

    es wird nicht erst der ganze kuchen gebacken und dann aufgeteilt in Ausgleichsrücklage, allgemeine Rücklage, Sonderrücklage etc. sondern es werden zunächst die echten werte bilanziert und auf diesen echten kuchen darf man dann noch ein fiktives stück draufsatteln.

    das ist für den ehrlichen kaufmann kaum zu glauben, man hat da quasi eine denkblockade, mal eben sein eigenkapital um ein drittel erhöhen, quasi aus der luft… halleluja!

    Auf die schnelle ist es schwierig sich den tatsächlichen gesetzestext zu ergoogeln, gut zu finden ist aber der text von olaf plotke der das wunderbar erklärt:

    „…Was kaum einer weiß: Das Wort Ausgleichsrücklage ist ein Euphemismus, also eine Beschönigung, ein Hüllwort. Tatsächlich hat hier niemand Geld zurückgelegt (Haben Sie doch auch nicht wirklich geglaubt, oder?). Es gibt kein Polster oder Portemonnaie aus dem der Landrat die 10 Millionen Euro für den Sparkassen-Einstieg nimmt. Nein, die Ausgleichsrücklage ist eher eine Art Dispo-Kredit für die öffentliche Hand.

    Der Dispo ist für uns ja auch eine Art Ausgleichsrücklage. Wenn mal wieder am Ende des Geldes vom Monat noch so viel übrig ist, dann überzieht man sein Konto halt mal ein wenig (oder ein wenig mehr) und hofft darauf, es schon irgendwie wieder ausgleichen zu können. Solange man die Zinsen für den Überziehungskredit zahlt, ist ja auch alles in Ordnung. Wer ein strukturelles Defizit hat, rutscht natürlich immer weiter in den Dispo ab und aus der einmaligen Überziehung wird ein Dauerzustand. Solange bis man am Anschlag ist…In der Regel wird der Ausgleichsrücklagen-Dispo aber dazu benutzt, den Haushalt auszugleichen. Das hört sich dann so an, als würden die Städte mit ihrem Geld hinkommen, dabei hat man nur neue Schulden aufgenommen….“

    http://www.kurier-am-sonntag.de/cms/notizblog/4327-abracadaba-das-geld-her-zauberwort-qausgleichsruecklageq-.html

    und wie ich gerade sehe hat Martin Fingerhut selbst treffend kommentiert:

    „Statt „AusgleichsRückL age“ sollte es also ehrlicher Weise heißen :
    “ KreditReserve um den HausHalt ausgleichen zu können “ ?“

    SO isses!

     
  5. 22. G.M.

    @21 Martin Fingerhut , treffend erklärt. Der Argumentation kann man folgen. Werden da nur nicht die Obergrenzen – Nebelbomben dazwischen geworfen, vom Kämmerchen.
    Wenn man den Grundstücksverkäufen der Stadt folgt müsste sich doch auch irgendwann die „Obergrenze“ der Ausgleichsrücklage verschieben und der #Dispo# des Kämmerers sich anpassen, oder ?
    Würde zum Aufstocken des Dispos auch eine Wertberichtigung Städtischer Immobilien / Grundstücke und / oder neu ausgewiesenes Bauland zählen?
    Ein „Neu“ gebautes Rathaus dürfte die Ausgleichsrücklage demnach gut nach oben bringen.
    Für den „Normalbürger “ ist dieses Dickicht schwer zu durchschauen.— , nach dem Motto :traue keiner Aufstellung welche du nicht selbst hingebogen hast.

     
  6. 21. Martin Fingerhut

    @ 17. G.M. :
    Ja, an solches erinnere ich mich auch.
    Habe es damals nicht weiter „hinterFragt“.
    Inzwischen jedoch einer Erläuterung von Herrn Haas gelauscht
    und diese per google verifiziert :

    Daß die AusgleichsRücklage der Stadt SpielRaum zum Disponieren gibt,
    inSoFern einem „DispoKredit“ ähnelt,
    sehe auch ich so.
    Nur scheint sie mir eben nur ein DispoRAHMEN zu sein aber kein DispoKREDIT,
    weshalb sie nicht „zurückGezahlt“ werden MUSZ.
    Wenn sie aufgebraucht ist,
    hat die Stadt allerdings kaum noch SpielRaum,
    deshalb SOLLTE die AusgleichsRücklage in besseren Zeiten auch wieder aufgestockt werden.
    freiwillig !

    @ 18. pd :
    ### fiktiv in höhe eines drittels des eigenkapitals ###
    im Prinzip ja, wenn es auch zusätzliche OberGrenzen gibt.

    ### ganz ohne realen gegenwert in form von gebäuden, guthaben oder ähnlichem ###
    DAS ist m.E. die Frage.
    Ob die AusgleichsRücklage rein fiktiv auf das tatsächliche EigenKapital draufGesattelt wird
    oder ob aus diesem geschöpft wird.

    http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/k/kommunale_haushalte_begriffsbestimmungen/eigenkap_finanzplan/index.php
    ### Unter Eigenkapital versteht man die Differenz zwischen dem Vermögen und den Schulden sowie den Sonderposten. Nach § 41 Gemeindehaushaltsverordnung untergliedert sich das kommunale Eigenkapital in die allgemeine Rücklage, die Sonderrücklagen, die Ausgleichsrücklage sowie den Jahresüberschuss bzw. den Jahresfehlbetrag. ###
    Demnach besteht das gesamte „Eigenkapital“ in tatsächlichem Vermögen,
    also Gebäuden, GutHaben und ähnlichem.
    Dieses wird UNTERGLIEDERT = AUFGETEILT,
    ein Teil wird „AusgleichsRücklage“ getauft.
    Folglich ist auch die AusgleichsRücklage mit REALEN Werten ( Gebäuden, GutHaben, … ) „hinterFüttert“.
    „FIKTIV“ ist sie nur in dem Sinne, daß ihre OberGrenzen WILLKÜRLICH festGelegt wurden.

    ### wahrscheinlich gewollt verwirrendem namen ###
    In der Tat ist die „AusgleichsRücklage“ ein Teil der Rücklage,
    der zum Ausgleich von HaushaltsLöchern ge- bzw. verBraucht werden darf.
    Vermutlich wäre “ genehmigungsFreier DispositionsSpielRaum “ treffender.

    Schema :
    Verteile Dein Geld auf die beiden WestenTaschen.
    Das in der linken muß drinBleiben,
    nur an das in der rechten darfst Du ran.

    ### kein griff in die geldbörse (bzw das gesparte) der vergangenheit ###
    m.E. doch

    ### sondern ein griff in die zukunft ###
    Ja, weil auch eine WestenTasche nur einmal geleert werden kann.
    Solange sie nicht wieder neu gefüllt wird,
    bleibt sie danach für alle Zukunft leer.

     
  7. 20. pd

    Hier wirds ganz verständlich erklärt:
    ……………………
    …Das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) kennt zwei Rücklagen: die Ausgleichsrücklage sowie die Allgemeine Rücklage (Siehe Blick Aktuell 8/2012).
    Die Ausgleichsrücklage umfasst ein Drittel der beim ersten NKF-Haushalt errechneten Summe der Steuern und Zuweisungen des Landes. Diese Einnahmen der Stadt lagen 2009 bei gut 30 Mio. Euro in Geld, das zur Bezahlung der vielfältigen städtischen Ausgaben in vollem Umfange wieder ausgegeben wurde. Darüber hinaus durfte Meckenheim auf weitere, allerdings nur buchmäßig gestattete 10 Mio. Euro „zurückgreifen“, um einen fiktiven Haushaltsausgleich vorweisen zu können. Man stelle sich vor: Man hat ein Jahreseinkommen von 30.000 Euro, das man in Geld bekommt und dieses Geld auch für seinen Lebensunterhalt ausgibt, darf aber noch ein Drittel dieses Betrages – 10.000 Euro – in eine buchmäßige Rücklage überführen. Aus 100 % werden somit 133 % gemacht, wovon allerdings 33 % kein Geld sind. Will man dieses Nichtgeld für den Konsum einsetzen, braucht man einen Kredit.

    Genauso ergeht es den Kommunen. Die Ausgleichsrücklage ist ein reiner Buchungsposten ohne realen Wert…
    ————————-

    Hier der ganze Artikel:

    http://www.lokalkompass.de/duesseldorf/politik/haushalt-der-kommunen-was-ist-eigentlich-eine-ausgleichsruecklage-d144713.html

     
  8. 19. Heinz Goertz

    @all

    Sag ich doch, wir leben auf Pump. Auf Kosten der folgenden Generationen:

    Und zwar nicht nur im fiskalischen Bereich, sonder in allem. Die Ausbeutung der Erde lässt für folgende Generationen nichts mehr.
    Die Scheinheiligkeit mit der städtische Grundstücke verscherbelt werden, zeigt die Einstellung zu denen, die nach uns kommen. Wem soll diese elende Spoy- und Minoritenplatzverbauung irgend etwas bringen? Ich meine an nachhaltiger Stadt-und Steuereinnahmenentwicklung, an Lebensqualität. Haben die Bürger der Stadt oder deren Gäste dadurch irgend welche Vorteile?

     
  9. 18. pd

    Martin Fingerhut die Ausgleichsrücklage wird einfach fiktiv in höhe eines drittels des eigenkapitals gebildet, ganz ohne realen gegenwert in form von gebäuden, guthaben oder ähnlichem.

    Ein buchungstrick mit wahrscheinlich gewollt verwirrendem namen. Diese rücklage ist kein griff in die geldbörse (bzw das gesparte) der vergangenheit sondern ein griff in die zukunft. Dispokredit beschreibts ganz gut, viel besser als ausgleichsRÜCKLAGE

     
  10. 17. G.M.

    @16 Martin Fingerhut, Ich glaube mich erinnern zu können, das hier im Blog davon gesprochen wurde :Die Ausgleichsrücklage wäre zu sehen wie ein „Dispokredit“ der gewährt wird und zu gegebener Zeit wieder „Ausgeglichen “ werden Muss.

     
  11. 16. Martin Fingerhut

    @ 15. Laufbursche :
    Danke für den link,
    nur sehe ich den Unterschied noch nicht :

    ### Sie ist zusätzlich zur allgemeinen Rücklage Bestandteil des Eigenkapitals. ###

    Ich verstehe das so :
    EigenKapital zur Eröffnung wurde aufgeteilt in allgemeine und AusgleichsRücklage.
    Da beides zum EigenKapital gehört,
    halte ich die AusgleichsRücklage für genauso real wie die allgemeine Rücklage.
    Natürlich ist „EigenKapital“ in Form eines Gebäudes nicht „real“ im Sinne von GutHaben auf der Bank oder Münzen im SparSchwein, doch – sofern das Gebäude realistisch bewertet ist – „real“ in dem Sinne, daß das Haus zu etwa jenem Preis verkauft werden könnte falls nötig.

    Oder was meinen Sie mit „fiktiv“ ?

     
  12. 15. Laufbursche

    MF: so ganz stimmt das nicht.
    Sehen Sie bitte mal hier nach:
    http://www.haushaltssteuerung.de/lexikon-ausgleichsruecklage.html

    Kein echtes Kapital! Nur fiktiv!

     
  13. 14. Martin Fingerhut

    @ 11. Direx,
    @ 12. Heinz Goertz :
    Die ominöse „AusgleichsRücklage“ ist Teil des EigenKapitals der Stadt,
    genau wie die “ allgemeine Rücklage „.
    Von der Substanz her könnten beide eigentlich zusammenGefaßt werden,
    denn in beiden zusammen steckt das eigentliche Vermögen der Stadt ( zu BuchWerten ).
    Also ebenso z.B. GutHaben wie GrundBesitz oder GebäudeBestand.
    In wie weit (alte) Kredite, KreditZusagen oder ähnliches dazuZählen, weiß ich nicht.
    m.E. kann die AusgleichsRücklage nicht durch neue Kredite aufgestockt werden.

    Die „beiden“ Rücklagen wurden künstlich getrennt,
    als das neue kommunale FinanzManagement eingeführt wurde.
    Zweck der Trennung :
    Der Stadt wird auferlegt, die allgemeine Rücklage möglichst NICHT anzugreifen,
    während jener ( kleine ) Anteil des EigenKapitals,
    der als „AusgleichsRücklage“ definiert wurde,
    dazu gedacht ist, je nach WirtschaftsLage als NotGroschen geopfert werden zu dürfen.

    es stimmt :
    In den vorigen Jahren wurden Millionen aus der AusgleichsRücklage verbraucht.
    Ob sie sinnvoll eingesetzt wurden oder verbraten, sei dahinGestellt.
    Begründet wurde der Griff in diese NotGroschenKasse vor allem mit der WirtschaftsKrise und ihren Folgen.
    Dadurch ist von der AusgleichsRücklage kaum noch etwas übrig,
    für 14 soll aber auch nur wenig davon verbraucht werden : knapp 400.000€.

    Streng genommen ***IST*** der Haushalt nicht ausgeglichen, solange die AusgleichsRücklage angegriffen werden muß,
    jedoch ***GILT*** er als „ausgeglichen“ in dem Sinne,
    daß der FehlBetrag keine Folgen hat wie etwa eine HaushaltsSicherung o.ä..

    Die AusgleichsRücklage nach Bedarf dynamisch einzusetzen,
    ist nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich gewünscht.

    Allerdings sollte die Dynamik nicht immer nur bergAb führen.
    Ab und zu sollte aus einem HaushaltsÜberschuß auch wieder die AusgleichsRücklage aufgefüllt werden.

    Ein solcher ist aber wohl auch in den folgenden Jahren Utopie.

     
  14. 13. Der Laie

    @12 Heinz Goertz
    meine Gasrechnung stellen die Stadtwerke Pirna, meine Stromrechnung die Stadtwerke Krefeld aus.
    Wenn man dann noch bedenkt, das beide Stadtwerke lediglich als Händler auftreten und keine Anteile für Messeinrichtung und Netzentgelte erhalten und dennoch günstiger sind, dann dürfte klar sein, wer die Defizite der Parkhäuser, der Schwimmbäder, des Fährbetriebes und den Vorschuss für den Stadtsäckel bezahlt.
    Als Bedburg-Hauer bin ich dann mal Heimatverbunden und gehe in Schneppenbaum schwimmen, kaufe in Kalkar ein, weil dort meine Enkelkinder die Schule besuchen müssen, im Gegenzug dürfen Kalkarer Kinder das schwimmen
    in Schneppenbaum erlernen. Wie heißt es doch an anderer Stelle so schön, die Einkaufsstadt Kleve lebt zu 50 % vom Umland, wer als Konsument die Wahl hat, kauft da ein wo er willkommen ist und sich wohl fühlt.
    Noch mag der ein oder andere noch träge sein oder Bedenken haben den Energieanbieter zu wechseln, aber auch hier zählt Wettbewerb belebt das Geschäft.

     
  15. 12. Heinz Goertz

    @Direx 11.

    Ich habe immer geglaubt, dass Herr Haas alles im Griff hat, schade.
    Ist aber auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Stadt Kleve, sich z. B. zwei Gesellschaften leistet, die für Wirtschaftsförderung zuständig sind:
    Für den gewerblichen Bereich, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Kleve mbH.
    Für den Einzelhandel, Kleve Marketing GmbH&Co.KG.
    Dieser Luxus kostet den Steuerzahler ca 750.000,00 EUR, pro Jahr! In 15 Jahren wäre das etwa ein Rathaus!
    Die Gesellschaftsformen sind so gewählt, dass die Gesellschaften noch am Jüngsten Tag bestehen werden, also auch, wenn sie total überflüssig geworden sind. Äähhhh, da war doch auch noch was mit dem Technologiezentrum, oder? Überflüssig wie ein Kropf!
    Als Dukatenesel darf die Stadtwerke Kleve, mit einer Gewinnabführungspflicht, zum facelifting des Haushalts beitragen. Ca. 1.500.000,00 EUR werden dem Haushalt der Stadt Kleve zugeführt.
    Mit jedem Druck auf die Wasserspülung, wird dem Kämmerer Geld in die Kasse gespült. Der Einbau von Sparschaltungen für das Kleine, ist im Interesse des städtischen Haushalts zu unterlassen.
    Eine Frage an die Experten: heißt das, dass wir überhöhte Preise für Wasser, Gas, … und Strom bezahlen?

     
  16. 11. Direx

    @ H. Goertz: Der Haushalt der Stadt Kleve ist keineswegs ausgeglichen. In den letzten 4 oder 5 Jahren wurden mehr als 16 Mio. Miese gemacht. Ausgeglichen wurde das durch eine fiktive Ausgleichsrücklage. Das ist aber kein echtes Geld, sondern das Minus wurde über Kredite bzw. Darlehen finanziert. Auch der Haushalt 2014 ist nicht ausgeglichen. Er sieht einen 6stelligen Fehlbetrag vor. Aber sicherlich wird er von CDU und SPD abgenickt. So war es schon im letzten Jahr.

     
  17. 10. Kleinendonk

    dieses Gebäude sollte man unter Denkmal – Schutz stellen

     
  18. 9. Heinz Goertz

    Ich frage mich immer wieder: woher der Hass auf Kleve, dass diese Stadt so verunstaltet wird. Glaubt wirklich einer, das Hotel Rilano behält seinen schicki-micki Tatsch? Die ganze Spoybebauung wird in ein paar Jahren so wie auf dem Foto aussehen.
    Falsch eingesetzte Baustoffe, erhebliche Baumängel, grottenschlechte Architektur, fehlende Sensibilität für die Landschafts-und Stadtstruktur, kurz: mich graust. Kann sich jeder Möchtegern-Stadtgestalter hier in Kleve austoben, ohne das von Verwaltung und Rat Einhalt geboten wird?
    Warum werden städtische Grundstücke, die seit Generationen im Besitz der Stadt waren, bis auf wenige Reste verscherbelt? Soll mit dem Erlös der Größenwahn, einiger unserer Repräsentanten bezahlt werden?
    Was ist, wenn der städtische Haushalt ohne diese Einnahmen auskommen muss?
    Der bisher ausgeglichene Haushalt wird ins Minus rutschen, oder? Die nachfolgenden Generationen können nichts mehr verkaufen, es ist nichts mehr da!

     
  19. 8. Peter Wanders

    Ein Paradebeispiel niederrheinischer Klinkerarchitektur!
    Ausblühungen, Verfärbungen, Algen, Unkraut, Flechten, Moos, ausgewaschene Fugen…
    Erosion schneller als im antiken Rom oder Athen.
    Geschäftsaufgaben aufgrund unsicherer Balkone.
    Nicht abgehängte Werbung aus alten Zeiten.
    Darüber drei Satellitenverbindungen ins All.
    Frei schlingernde Kabel als Symbol gleichgültiger Verwaltung.
    Ergebnis einer für Kleve viel zu großen Planung, erworben durch einen Fond und verwaltet von der anderen Seite des Globus.
    Echtes down-under.
    Kleves vermeintlich heile Welt steht Kopf.
    Am Opschlag.
    Genau dort, wo die Klever Verwaltung Höhepunkte setzen will.

     
  20. 7. Wolfgang Look

    @otto_ Wenn es ein Kunstwerk ist könnte man zwei Anträge stellen, einen aus dem Strukturfond und – parallel aber heimlich – auch dem Kulturfond für Avantgardkunst (Kopie an Schloss Moyland)

     
  21. 6. flachlandbiker

    Weiträumig mit Flatterband abgesperrt.

    Sind das nicht vielmehr die Mitarbeiter, die eine Sprengung vorbereiten?

     
  22. 5. otto

    @4. W. Look,

    bedenke bitte, dass es sich um die passende Umrandung des gesellschaftlichen Mittelpunkt Kleve“s handelt. Die gelben Liegestühle boten vor Wochen eine unvergleichliche Aussicht auf dieses Ensemble.

    Das Gesamte ist als Kunstwerk zu betrachten.

     
  23. 4. Wolfgang Look

    Dieses Foto wäre geeignet, um aus den Strukturfonds der EU Mittel für unterentwickelte („strukturschwache“) Regionen anzufordern. Früher waren dies Gebiete in Ost-Deutschland, Irland, Südtialien etc, heute scheint Kleve diesbezüglich zu den Vorreitern zu gehören, die erstklassige Erfolgschancen bei einer Antragstellung hätten.

     
  24. 3. Genervter Fisch

    @1. Jeckes Moers

    Die Idee für eine besondere und respektgebende Art der Bebauung wäre an diesem Platz von Anfang an, aus tragischen, geschichtlichen Hintergründen gut gewesen. Gut, dass es wenigstens noch einen Hinweis in Form einer kleinen Tafel an der Mauer gibt, zu erfahren, wo viele Menschen aus Kleve, von dort aus, geblieben sind…..!!!

     
  25. 2. Genervter Fisch

    Um eine gründliche Sanierung durchführen zu können, sollten auch möglichst viele Räumlichkeiten leer sein. 🙂

    So wird es bei Wohnhäusern auch gemacht…….

    Nur die denkmalgeschützten Häuser aus ca. 1900, Stechbahn, gammeln vor sich hin.

    Vielleicht gibt es da auch mal ein Foto? 😉

     
  26. 1. Jeckes Moers

    Eins verspreche ich: Wenn sich meine finanzielle Lage derart verbessern sollte, dass ich mir schon überlegen muss, ob ich mir in die Garage für den Porsche einen weiß- oder creme-farbigen Langhaarteppich legen möchte, dann kaufe ich das ganze Ding und lass es irgend welchen Künsten lokaler Garten- und Landschaftsbauer weichen. Bei Auftragsvergabe an ein lokales Abrissunternehmen gibt es bestimmt Rabatte!?