Ehemalige NRZ-Redakteurin Dr. Claudia Gronewald verstärkt Presseteam des Kreises

rd | 06. April 2020, 15:29 | 1 Kommentar
Claudia Gronewald (hier mit Matthias Grass (RP) 2018 bei einem Termin in Düsseldorf) hat die Seiten gewechselt und arbeitet nun an der Nassauerallee

Mitten in der Corona-Krise vermeldet die Pressestelle des Kreises Kleve einen überraschenden Neuzugang: Dr. Claudia Gronewald, im NRZ-Lokalteil eine Institution im Bereich der Kultur, kommuniziert ab sofort für die Kreisverwaltung. 28 Jahre lang betreute die Journalistin, die 1997 mit einer Studie über „Die Weltsicht Romain Garys im Spiegel seines Romanwerkes“ die Doktorwürde erlangte, in Kleve alles, was mit Kunst zu tun hatte. Als sie Ende Februar in ihrer Redaktion an der Hagschen Straße mit einem Blumenstrauß verabschiedet wurde, waren die Kollegen voll des Lobes über ihr großes Fachwissen und ihre verständliche Art des Schreibens. Sie war gewissermaßen der Gegenentwurf zur meist etwas verschwurbelt formulierenden Konkurrenz. Claudia Gronewald berichtete in ihrer Zeit bei der NRZ über nahezu alle Ausstellungen der Museen Kurhaus, Moyland, Goch und Katharinenhof und führte unzählige Gespräche mit namhaften Künstlern.

„Die Kollegen begleiten ihren Weggang mit Wehmut und wünschen ihr alles Gute für die berufliche Zukunft“, hieß es in dem Artikel. Sie werde, so schrieb ihr Kollege, zum 1. April „eine neue Stelle“ antreten, was damals schon als ungewöhnlich vage (für einen Journalisten) auffiel. Schon kurze Zeit meldeten sich die ersten Informanten, die auf die Kreisverwaltung wiesen – wohin Gronewald dann auch tatsächlich gewechselt ist. Zugleich schießen in der Kreisverwaltung die Gerüchte ins Kraut, ob diese Personalie nicht womöglich in Zusammenhang mit einem größeren Revirement steht, das noch vor den Kommunalwahlen festgezurrt werden soll. Dabei ist auch von der Kreis-Wirtschaftsförderung die Rede. Bekanntlich ist die Grünkohlzeit gerade vorbei.

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  1. 1. jean-baptiste

    Weise Entscheidung von Frau Gronewold.
    Mit textlich aufgepimpten Presseberichten und https://www.nrz.de/staedte/kleve-und-umland/bundespolizei-kleve-die-grenze-ist-noch-nicht-geschlossen-id228855395.html woanders gratis verfügbaren Filmchen https://video.tagesspiegel.de/coronavirus-blumenproduktion-in-den-niederlanden-landet-auf-dem-mull.html
    als Verdienmodell in Zusammenhang gebracht zu werden, wird auf die Dauer nicht echt das Selbstwertgefühl eines Journalisten stärken.
    Liebe NRZ , lieber Herr Gebbing, wenn Sie meinen, damit ihren Anspruch auf Qualitätsjournalismus zu stärken und Abonnenten anzulocken, sindSie auf dem Holzweg.
    Abbonenten, ob für Papier- oder Online stossn Sie damit eher ab. Wenn Sie Geld verdienen wollen(was ja legitim ist, und auch notwendig) können Sie ja einmal versuchen, selbst Recherchiertes anzubieten, anstatt umformulierte Presseberichte und andere Verhübschungen als Exklusivbeiträge zu präsentieren.