Die neue Website der Hochschule Rhein-Waal

rd | 03. März 2015, 15:31 | 17 Kommentare
Contente?

Contente?

In perfektem Schüleraufsatz-Deutsch gab die Hochschule Rhein-Waal ihren 8241 Facebook-Freunden bekannt, dass der Internet-Auftritt der Einrichtung renoviert worden sei: „Endlich ist es soweit! Wir freuen uns sehr, euch heute unsere neue Internetseite präsentieren zu können. Mit neuer Struktur und einem optischen Make-Over erscheint unsere Seite nun in einem frischen und benutzerfreundlichen Design. Schaut doch mal vorbei und besucht die neue Webseite der Hochschule Rhein-Waal.“

Wow, echt cool! Dann schauen wir doch mal vorbei:

Als Zentralorgan zur Beurteilung der internationalen Aktivitäten klicken wir natürlich sofort auf die Seite „International Office“ – und, siehe da!, Mister Saha, der Statthalter der Hochschule für den Großraum Asien, wird mit keinem Wort mehr erwähnt, ebenso scheint das Büro in Peking in der Versenkung verschwunden. Eine interessante Entwicklung!

Man sollte allerdings nicht auf die Idee kommen, in der Presseabteilung der Hochschule nachzufragen, was es mit dieser Veränderung auf sich hat. Der Klick auf den Link führt zu einer Seite, auf der einzig das Wort „Presse“ zu finden ist. Vermutlich ist die Seite nicht rechtzeitig fertig geworden.

So locker-flockig die Seite optisch daherkommt, so schludrig scheint der Umgang mit den Inhalten auch an anderer Seite. Auswärtigen Studieninteressierten wird geduldig die Lage auf den hiesigen Immobilienmärkten erläutert: „Grade [sic!] am Anfang des Semesters sind mehrere Hunderte Studierende (deutsche und internationale) bemüht, ein [sic!] Bleibe zu finden. Aus diesem Grund sollten Sie bereit sein, auch eine Wohnung zu akzeptieren, die sich nicht in direkter Nähe zur Hochschule befindet.“ Am Ende des Textes heißt es freundlich: „Wir haben für Sie eine Liste über die aktuellen lokale [sic!] Wohnungsanzeigen zusammengestellt.“ Der darin verborgenen Link führt allerdings nur zu folgender Mitteilung: „Die angeforderte Seite „/de/node/417“ wurde nicht gefunden.“

Der Liste der angebotenen Studiengänge ist zu entnehmen, dass junge Menschen in Kleve und Kamp-Lintfort mittlerweile 36 verschiedene Fächer studieren können, vom „Angewandten Patientenorientierten Gesundheitsmanagement“ bis zum „Usability Engineering“. Irgendwo anders findet sich eine noch imposantere Liste – die der Unterstützer der Hochschule. Sie umfasst, wenn mir kein Zählfehler unterlaufen ist, 84 Einträge, darunter zweimal NIAG, zweimal Provinzial und viermal Sparkasse. Die SPD ist nicht dabei, wohl aber der Klever Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen. Auch der Flughafen Niederrhein gehört zu den Unterstützern der HRW.

Dass auf der Seite Service/Studienberatung/Wissenswertes unter Presse/Rundfunk nur die beiden hiesigen Tageszeitungen sowie Antenne Niederrhein genannt werden – geschenkt.

Fazit: Eine interessante Seite. Man lernt dazu. Hier der Link: Hochschule Rhein-Waal

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17 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 17. Konfuzius a D.

    @ Elvira Rohra

    Danke für den Hinweis. Das scheint mir eine tolle Sache zu sein. Es ärgert mich nicht, wenn ich mehr von solcher Gestaltung in der Presse und dafür vielleicht etwas weniger an Sensationsmeldungen aus der Politik finden würde.

    Mit Sicherheit eine größere Werbung für Kleve als jene € 2500 für eine Reise des Bürgermeisters nach China, oder?

     
  2. 16. Elvira Rohra

    @15. Konfuzius a. D.

    Im Seniorenzentrum Herz-Jesu-Kloster findet u.a. auch in Zusammenarbeit mit der VHS-Kleve, das „Sprachencafe“ statt.
    Man lernt sehr nette Menschen aus der ganzen Welt kennen. Es sind dort auch oft Studenten der HSRW, soweit ihre Zeit es zulässt, anzutreffen.

     
  3. 15. Konfuzius a. D.

    Wenn man an der Hochschule statt mit dem Aufbau der eigenen Webseiten mit dem Folgenden beschäftigt war, dann ist doch „alles wieder gut“. Endlich mal wieder gute Nachrichten aus der Provinzstand am Kanal: OK, hier war ganz offensichtlich auch keine Politik gefragt.

    http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/senioren-experimentieren-mit-dem-tablet-id10445735.html

     
  4. 14. jean baptiste

    Betr: Partneruniversitäten
    die HRW listet auf ihrer neuen Website 72 (vergeben Sie mir, wenn ich mich verzählt haben sollte, aber mehr als 70 sind es auf jeden Fall) Universitäten als ihre „PartnerUni`s .
    Klar, Polygamie fängt hier nicht schon bei 2 an, aber 72 ??
    Bringt man da nicht was durcheinander? Kommt die Liste der 72 etwa von Facebook, und sind das einfach die „Likes“, die die HRW von anderen Uni`s bekommen hat ?

    Der Größenwahn scheint sich breit zu machen.
    Aber es sei mal die generelle Frage erlaubt, was soll dieser blinde Aktionismus ?

    Ist man bestrebt, sämtliche Budgeds für 2015 zu leeren, um Frau Dr. Naderer zumindest für dieses Jahr schachmatt zusetzen?

    Ich kann Frau Naderer jedenfalls nur raten, machen Sie sich schon mal schlau, welche Wirtschaftprüfungsgesellschaft infrage kommt, um die Bücher der HRW möglichst sofort nach Übernahme der Amtsgeschäfte prüfen zu lassen, ich jedenfalls würde an ihrer Stelle mögliche Haushaltsverstösse der Vorgängerin nicht in die eigene Verantwortung übernehmen wollen, und so wie es aussieht, gibt es mehr Baustellen, als daß es unverdächtige Positionen gibt.
    Und dann würde ich Frau Naderer noch einen Rat geben wollen, reservieren Sie schon jetzt genügend Zeit in Ihrem Terminplan für Gespräche mit Staatsanwälten.
    Neben Schwerpunktstaatsanwaltschaften, z.B. für Wirtschaftskriminalität , gibt es auch noch die „normale“ Staatsanwaltschaft in Kleve, die ist für mehr allgemeine Sachen zuständig, und es scheint mir, für Alle lässt sich genügend Material zur Begründung eines Anfangsverdachts finden.

     
  5. 13. jean baptiste

    Was die Reise von MLK nach China betrifft, die kann ich nach Inaugenscheinnahme der neuen Liste der Partneruni`s in China jetzt doch gutheissen, nein, sogar dringend empfehlen.
    Von den 6 Uni`s in China , die als Partneruniversitäten gelistet sind, funktioniert der Link der ersten zwei, DHU und NBUT , und das sogar in Englisch.
    Von den Tianjin Uni`s funktioniert der erste Link überhaupt nicht, der zweite führt zur Wikipediaseite über das Lehrinstitut, und der Dritte zur TCU führt zur chinesischen Version, obwohl es eine englische gibt, zum Schluss, der FAFU -Link resultiert in einem schlichten „Not Found“ .
    Das muss vor Ort geklärt werden. Frau MLK – bitte übernehmen Sie !

     
  6. 12. jean baptiste

    @8 neue_medien , oder sollte man Sie gleich mit „Frau Klotz“ oder „Herr Brauer“ ansprechen?
    Es ist immer interessant zu sehen, was das Adrenalin so alles im Menschen bewirkt, wenn es alleine herrscht, während die Gehirnregion “ Argumente “ tot ist.

    Übrigens, nicht nur interessant, daß die Abteilung Pinyin zhongwénzì (=Chinesisch) im neuen Internetauftritt fehlt, was ich noch interessanter finde, ist die neue Definition von „International“, was das Studium an der HRW betrifft.
    Zitat von der Website:
    „Studium International“
    „Studierende der Hochschule Rhein-Waal haben viele Optionen für einen Auslandsaufenthalt.“

    Ja, ist es jetzt nicht mehr das Ziel, den chinesischen Staatshaushalt mit der Ausbildung seiner Untertanen aus hiesigen Steuermitteln zu entlasten?
    Dann sollte man doch über Finanzhilfen für die betroffenen chinesischen (ehemaligen) Partner-Uni`s nachdenken, damit diese den Lobgesang auf die beitragsfreien Studienmöglichkeiten an der HRW aus ihrem Internetauftritt wieder entfernen.
    Dass hiesige (europäische) Studenten einen Studienaufenthalt an einer chinesischen Uni buchen, kann man getrost abhaken, die sind dort durchweg als Analphabeten zu betrachten.

     
  7. 11. kleinendonk

    erst denken, dann schreiben und das immer unter seinem richtigen Namen – ich versteh das nicht

     
  8. 10. rd

    @neue_medien Danke der Nachfrage, ich kann nicht klagen. Läuft.

     
  9. 9. Konfuzius a. D.

    Die chinesischen Webseiten http://www.hochschule-rhein-waal.de/cn.html wurden wohl ausradiert. Das könnte, finde ich, die Stimmung beim künftigen Staatsbesuch des Bürgermeisters ernsthaft belasten. Die entsprechende Sprachauswahl ist nicht mehr vorhanden. Chinesisch hat sich nicht durchgesetzt.

    Darf man aber nicht überbewerten. Vor Ort werben macht sicher mehr Sinn. Dazu gab oder gibt es eine chinesischsprachige Website der Fa. Pride Education unter http://www.rhein-waal.com Link stimmt! Archive.org

    FH auch im “chinesischen Facebook” Weibo. Letzter Eintrag dort stammt aus September 2014, was ich bei den Inhalten dort als Gewinn bezeichnen möchte. Da sollte man sich nicht weiter blamieren. Bevor ich es vergessen: Jene Pride Education ist oder war also das sogenannte International Office der FH, wobei ich ja glaube das es die Einrichtung weder in Bangladesh, noch in China, mehr geben darf.

    Der FH an der Spoy kann man nur wünschen das die Nachfolgerin mehr Instinkt für gute Partner hat. Vielleicht reist man dafür zunächst nur bis ins Sauerland oder von mir aus ins tiefste Bayern. Es kann nur besser werden.

     
  10. 8. neue_medien

    Helfen könnte dieser Berater und Stratege:

    http://www.daute-kommunikation.de/

    Hier stimmt alles: der Amateurcharme wärmt auf den ersten Blick das Herz, das hohe Selbstbild wird auf den Punkt gebracht („erst denken, dann schreiben“) und die Texte sind aus Sicht alter Leute konsequent barrierefrei (das Internet heißt hier noch „neue Medien“). Vor allem besticht die Ehrlichkeit: der bloß angedeutete Referenzbereich versucht gar nicht erst zu verschleiern, dass beruflich nie viel gelaufen ist. Und wie hätte die berufliche Ebbe besser illustriert werden können als durch ein Bild von zwei Leuten, die auf einer Bank am Strand vor sich hin dösen? Das ist der Mut, den moderne Kommunikation braucht.

     
  11. 7. rd

    Kann ja auch sein, dass es nach der Veröffentlicht schnell korrigiert wurde, nur normalerweise kontrolliert man das vorher. Der größte Skandal ist es natürlich nicht. Ich fand es allerdings interessant, dass Herr Saha so mir nichts dir nichts getilgt wurde.

     
  12. 6. Fisch

    Ich habe mir die Original-Website angeschaut.

    Nur die erste Wohnungsanzeige war aufgehoben, alle anderen Wohnungsangebote wurden zur Ansicht geöffnet!

    Na ja……..es gibt „schrecklichere“ Seiten……….

     
  13. 5. B.R.

    @ rd )

    Warst du das ?

    bei zwei Webseiten der Hochschule zeigt google mir an:

    „Diese Webseite wurde möglicherweise gehackt “

    Und zwar wenn man nach Prof.Jochen Mau, Kleve sucht,
    und bei Pressemitteilungen Hochschule Kleve.

    Seltsamerweise erfährt man über die einzelnen Professoren an der Hochschule wenig bis gar nichts;
    nur bei Prof. Klapdor finde ich eine eigene Webseite mit Hintergründen zur Person;
    so dass man schon googeln muss, um einiges mehr zu erfahren.

     
  14. 4. B.R.

    Das wäre doch was für rd und kleinendonk:

    „Sie sitzen in Hörsälen und können echten Professoren Löcher in den Bauch fragen. “

    Vorlesungsverzeichnis
    Kinder-Uni Hochschule Rhein-Waal SS 2015

    http://www.hochschule-rhein-waal.de/de/hochschule/einrichtungen/kinder-uni/vorlesungsverzeichnis

     
  15. 3. Rainer Hermanns

    Hallo, folgt hier die Hochschule Rhein Waal nicht einem allgemeinen Trend? Überall überbesorgte Häuslebauer-Muttis + Papis. Ihr wolltet das so, also haltet die Klappe.

     
  16. 2. kissi

    Wirklich schrecklich.

     
  17. 1. Markus van Appeldorn

    The againstpart of good is good meant.