Wie sehen 3 Tonnen Marihuana eigentlich so aus? So:

rd | 23. Januar 2015, 12:11 | 15 Kommentare
Paletten voller Drogen

Paletten voller Drogen

Stapelweise Rauschmittel

Stapelweise Rauschmittel

Das Versteck: Pakete in Palmkernschalensäcken

Das Versteck: Pakete in Palmkernschalensäcken

Säcke mit illegalem Inhalt im Container aus Ghana

Säcke mit illegalem Inhalt im Container aus Ghana

Drogentransport mit Förderband im Hafen von Antwerpen

Drogentransport mit Förderband im Hafen von Antwerpen

So, und das schreiben die Ermittlungsbehörden (in diesem Fall das Zollfahndungsamt Essen) zu dem Fall:

Zollfahndung Essen beschlagnahmt über 3 TONNEN MARIHUANA und sprengt international agierende Drogenlogistik — Straßenverkaufswert der Drogen rund 30 Mio. Euro

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hagen ermittelte das Zollfahndungsamt Essen gegen eine deutsch-niederländischen Tätergruppierung wegen des Verdachts der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln und Grundstoffen und der Herstellung synthetischer Drogen.

Bereits am 5. Dezember 2014 wurde durch Beamte des Zollfahndungsamtes Essen in Zusammenarbeit mit belgischen Zollbehörden im Hafen von Antwerpen ein Schiffscontainer sichergestellt, in dem sich mehr als 3 Tonnen Marihuana befanden. Das Rauschgift war in einer Tarnladung Palmkernschalen aus Ghana versteckt. Palmkernschalen sind ein Nebenprodukt, das bei der Herstellung von Palmöl entsteht und z.B. als Biomasse zum Heizen verwendet wird.

Das Marihuana, das sich in Folie, vakuum-eingeschweißt in 450 Säcken mit losen Palmkernschalen befand, verkörpert in Deutschland einen Straßenverkaufswert von über 30 Mio. Euro.

Die Sicherstellung war der vorläufige Schlusspunkt eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Hagen und des Zollfahndungsamtes Essen gegen eine Bande von international agierenden Drogenschmugglern, der unter anderem zwei 49 und 51 Jahre alte Deutsche und zwei 46 bzw. 66 Jahre alte niederländische Staatsbürger angehören. Gegen diese Personen ergingen Haftbefehle. Einer der niederländischen Beschuldigten befindet sich aufgrund Europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Hagen in den Niederlanden in Auslieferungshaft; die übrigen Beschuldigten befinden sich in Deutschland in Untersuchungshaft.

Ein Hinweis aus Großbritannien führte die Essener Zollfahnder auf die Fährte der deutsch-niederländischen Tätergruppierung, die vor der Einfuhr der großen Menge Marihuana bereits ohne Erlaubnis nach dem Grundstoffüberwachungsgesetz Grundstoffe zur Herstellung synthetischer Drogen (Amphetamin, Ecstasy) aus Asien eingeführt hatte.

Justiz– und Zollbehörden der Niederlande und Belgiens unterstützten die Arbeit der deutschen Staatsanwaltschaft und der Zollfahnder.

Die arbeitsteilig agierende Bande bediente sich bei der Ausführung ihrer illegalen Geschäfte bestehender Legalfirmen oder gründete Tarnfirmen, welche den Einfuhren einen legalen Anstrich verleihen sollten. Auf diese Weise wurden als Legalladung getarnte Drogen und Grundstoffe insbesondere auf dem Seeweg aus Afrika und Asien nach Europa eingeführt, wobei auch Verbindungen nach Süd- und Mittelamerika bestanden.

Den Tätern drohen langjährige Haftstrafen. Bei den Durchsuchungen der Wohn- und Geschäftshäuser konnten 6-stellige Bargeldbeträge und hohe Sachwerte gesichert werden.

Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hagen dauern an.

Die Leiterin der Staatsanwaltschaft Hagen, Leitende Oberstaatsanwältin Heike Becher und der Leiter des Zollfahndungsamtes Essen, Regierungsdirektor Hans-Joachim Brandl stellen gemeinsam fest, „dass eine effektive Bekämpfung organisierter, grenzüberschreitender Kriminalität nur möglich ist, wenn sich die Justiz- und Polizeibehörden der betroffenen Staaten optimal abstimmen und die beteiligten Zollfahnderinnen und Zollfahnder Hand in Hand vertrauensvoll zusammenarbeiten.“

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15 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 15. Bernd Derksen

    @14
    Diese Partei verfolgt die Legalisierung von Marihuana als wichtigen Programmpunkt.

    (Dies ist innerhalb der Grünen völlig unstrittig, wie mir scheint. Viele entsprechende Zitate aller Führungsleute belegen dies.)

    Man fordert und fördert auch die Einrichtung von Marihuana-Abgabestellen.
    (Entsprechende Beschlüsse hat man in Berlin, Köln, Hamburg, … auf den Weg gebracht. Wenn diese Pilotprojekte „erfolgreich“ laufen, erwarte ich auch Anträge auf dem Lande, z.B. in Kleve.)

    Natürlich staatlich kontrolliert, auch um das Marketing-Argument der „höheren Steuereinnahmen“ realisieren zu können.

    Okay, in der Hinsicht waren die Festgenommen wohl eher für die private „Konkurrenz“ aktiv, deren Geschäft von den „Guten“ („Grünen-Sympathisanten“?) übernommen werden soll. 😉
    Und die Solidarität mit den Inhaftierten wird sich in Grenzen halten…
    ______
    Die kleine Provokation musste einfach sein. 😉
    ________
    [Nebenbei: Dass es auch gute Gründe für die Position der Grünen gibt, will ich gar nicht bestreiten.]

     
  2. 14. jean baptiste

    @ 11, 12 was soll das denn werden? Nebenschauplätze kreìeren ?
    @9 wenn Du beim Zoll war`st hättest Du vielleicht kurz gerechnet:
    –Was kostet der Transport für einen Container ?
    –Was kann der ökonomisch Nutzen geldlich wert sein, den man aus der Ladung (ohne Beifang) ziehen könnte? Höchstens Null eher aber ein dickes Minus.
    Fazit, der Transportunternehmer hat zu viel Geld und möchte der Umwelt zuliebe ………
    …. ähm … nicht mal klimaschonend, also:
    Wir schauen uns den Container einmal genauer an.

    Übrigens eine ernst gemeinte Frage:(na ja, so ernst auch nicht) Besagter Unternehmer hat Grundstoffe für XTC eingeführt, als das noch legal war.
    Wann hätten die Zoll-Verwaltungen UK , NL, D, B … diese Info denn nach Datenschutzregeln spätestens löschen müssen ? Die Welt ist so ungerecht ….

    @6 Was Besseres als die Freigabe kann uns in Europa nicht passieren.
    Schau dir doch die Geschichte der Prohibition in den USA an, das deutsche Zündholzmonopol, die feste Bindung EUR – CHF …… , nach der Aufhebung derselben hat es immer einen riesigen Rumms gegeben und ist der Preis dramatisch gefallen.
    – Wenn der Kram freigegeben wird, macht Lindchen auch keine Kartoffeln und keinen Grünkohl mehr.
    Ich hör`schon auf Antenne Niederrhein :
    Der Bauer ist total bekifft, h e u t e , Grass , soviel ihr rauchen könnt , nur 1 Euro.
    – Wenn der Kram freigegeben wird gibt es auch keinen Stromklau in dem Ausmass mehr geben.
    – Frau Dr. Hendricks ruft zu mehr Stromverbrauch auf, weil die Kraftwerke ihren Strom ob des niedrigen Stromverbrauchs nicht mehr regeln können, und Sie gibt mangels AKW`s ihr Teilressort Reaktorsicherheit auf.
    -BM Th.B. bekommt einen Nervenzusammenbruch weil jetzt jeder aus allen Zeitungen immer grinsend herausschaut.
    -Die bisherigen Händler in TCH-Stoff sitzen entweder im Bau, weil sie mangels Verdienst auf harte Sachen umgesattelt sind, oder haben Harz 4 beantragt.
    -Der Shisha-Laden in der Wasserstrasse hat die ganze Unterstadt gekauft und seinen Verkauf auf die umliegenden Geschäfte ausgedehnt.
    -Das neue Park-Leitsystem bricht regelmäßig ab 09.00Uhr zusammen, weil der Rückstau aus den Niederlanden bis an die Ortsgrenzen von Donsbrüggen und Kessel, sowie bis an die Rheinbrücke reicht.

    @ 3 wieso KLE-Kartell. ein Kartell besteht hier nicht.
    Kleve ist schon lange das Lecce am Kermisdahl, eine gewisse Partei hat sich (Geheimprotokolle und deshalb nicht spruchreif) in CSU umbenannt,das Parteistimmvieh hatte Bayern im Sinn, die Antragsteller lachen sich eins ab, denn, Antrag natürlich angenommen (@10 So geht D E M O K R A T I E) ,aber natürlich steht das neue Chapter der CSU für Corona Sacra Unita (Wem`s nichts sagt , bitte kurz googlen, die Begriffe SCU und Lecce (bitte zusammen in 1 Zeile!) bringen Klarheit ) .
    Aber gut, das sind unsere Sachen… für Italiener wie auch Nicht Italiener unter uns : questo è la Cosa Nostra

     
  3. 13. otto

    @10.klever,

    ganz einfach, der Herr gibt’s den seinen im Schlaf.

     
  4. 12. Hermanns

    Hallo,
    @11, so wie es scheint muss Ödzdemir „der Türke“, das leisten. Viel Glück Cem efendi

     
  5. 11. Bernd Derksen

    Und wo bleiben die Solidaritätsdemos der Grünen?
    😉

     
  6. 10. Klever

    @otto
    Woher nur diese Weisheit????

     
  7. 9. R K H

    Hallo, “ Palmkernschalen , auf so was wär ich in den 70ern an der Grenze nie gekommen

     
  8. 8. Heiner Peters

    Na ja, die nächsten Jahre ist für die Herrn gesorgt…

     
  9. 7. otto

    @ 5. rd,

    das schreibst du so mit deinem jugendlichen Verständnis, schließlich muss ich dann das meiste Geschriebene
    zum zweiten Mal lesen.

     
  10. 6. Günter Hoffmann

    Hallo Markus…KLE- Kartell ?… Kapitalanlage ?? mit Hilfe unserer glorreichen grünen Volks Beglücker wird der Dreck bald frei gegeben…. der Euro geht so wie so in den ….. ,also wer ein paar Moppen über hat …. der Herr “ Investor“ hat offensichtlich nur zu früh agiert.

     
  11. 5. rd

    @otto Was aber in diesem Fall nicht schlimm wäre.

     
  12. 4. otto

    Irgendeine Klever Lokalredaktion wird gewiss in den nächsten Monaten noch mit einem persönlichen
    Interview der Palmölhändler aufwarten, so dass wir dann“ noch mehr Neues“ erfahren können.

     
  13. 3. Markus van Appeldorn

    Das KLE-Kartell

     
  14. 2. Jürgen Böll

    kleveblog ist einfach um Wochen schneller.
    WDR2 hat es heute im Radio gemeldet.

     
  15. 1. Rollmops

    Schon ein dickes Ding. Aber da hier in unserem Ort momentan eine Art Goldgräberstimmung aufgekommen ist, wundert es mich nicht wirklich …