Vengalisches Feuer

rd | 12. Oktober 2014, 17:44 | 23 Kommentare
Flatscreenfeuer, Feuerwasser: Szene aus dem neuenVenga

Flatscreenfeuer, Feuerwasser: Szene aus dem neuen Venga (Foto: C. Philipp)

Talk of the town war am Wochenende die Eröffnung des neuen Lokals Venga (im Erdgeschoss des Hotels Rilano), zu der allein am Freitag geschätzt zweihundert bis dreihundert Klever jeden Alters gingen, darunter Bernd Zevens (der in einer Ecke sitzend seinen neuesten Immobiliencoup still in sich hineinfeierte), Kurzzeit-Bürgermeisterkandidat André Budde, Arno Tromp (DJK/BV Kellen), Artur Kerenker (Point Guard VfL Merkur Kleve), Detmar Walraven, Valentina Vlasic (Museum Kurhaus), Stefan Siebert (Anwalt). Am Eingang gab’s Presocco, die Atmosphäre wirkt ambitioniert lässig, die Küche war am ersten Tag vom Andrang überwältigt (die Gäste waren verständig), die Karte liest sich gut und hat für viele Geschmäcker und Geldbeutel etwas, ab Spagetthi aglio e olio für 7,50 Euro geht’s los. Zweifelsohne eine Belebung für die Klever Gastronomie, wenngleich die imposante Zahl an Plätzen (150 drinnen, 100 draußen) auch erst einmal gefüllt werden will.

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23 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 23. Peter Wanders

    @HPL Kleve hatte immer schon eine gesunde DNA. Bewiesen durch 150 Prozent Umsatz bezogen auf die Kaufkraft. Die muss man nicht neu erfinden. Man kann wohl mit Retortentheorien viel kaputt machen. Wenn die Kennziffer < 100 % wäre, muss man über ein Konzept nachdenken.

    @Tobias G.
    Richtig: Die Großen fressen die Kleinen.
    Wir waren gestern Abend im Venga. Kompliment. Alle (!!!) Tische besetzt. Gutes Design. Großstadtflair. Eine Bereicherung.
    Aber: Zu wenig Personal, 14 Minuten, bis die Getränkebestellung aufgenommen wird.
    Die Getränke kommen nicht zusammen, sondern einzeln.
    Immer wieder stehen Bedienungen mit Getränken an falschen Tischen, immer wieder rennen sie mit nur einem Getränk in der Hand die langen Wege. Kennen die keine Tabletts? Wissen die nicht, wie diese Hektik auf Kunden wirkt?
    Die Fehler seien verziehen in der ersten Einarbeitungsphase. Vielleicht ist man überrollt vom eigenen Erfolg.

    Die Karte bietet überraschende Vielfalt.
    Das Essen war lecker, der Preis angemessen.

    Danach spazierten wir über den Opschlag entlang der anderen gastronomischen Betriebe.
    Auch das Tijuana war wie das Venga rappelvoll. Dieser Mexikaner ist auch neu.
    Dann die Überraschung: 4 Gaststätten / Restaurants hatten überhaupt keinen Gast!!! In einem gab es 3 Gäste.
    Und das zu einem Zeitpunkt wo die beiden neuen an einem Donnerstagabend voll besetzt sind.

    Naturgesetze live in Kleve: Die Großen fressen die Kleinen.
    Viele finden das schlimm. Aber alle gehen dahin, wo was los ist. Wir auch.
    Künftig wohl nur selten ins Venga.
    Zu hektisch, zu laut, zu unorganisiert.

    Aber wohl eine Attraktion vor allem für das junge Publikum.
    Und besser als Leerstand.

     
  2. 22. otto

    @ 17 P.W.,

    du weist genau was ich gemeint habe.

    Besuchst du das Eine, klar dann fehlst du in dem Anderen und
    bleibst du zu Hause, schädigst entweder den Einen o. den Anderen.

    Angenehme Restaurants gehören nun mal zum Flair einer Stadt, die Stadt touristisch anzupreisen bzw. zu
    vermarkten, dazu gehört mehr als rote Kirmesbälle aufzuhängen und Gordion zu empfehlen.

    Kleve als >upper beauty< darzustellen, ist eine Marketing Glanzleistung und man hat damit
    den Gipfel der Vermarktungskunst erreicht, mehr ist nicht möglich.

     
  3. 21. Tobias G.

    @17 – Lieber Herr Wanders! Meine Oma hatte eine Drogerie. Die finden Sie heute auch nur noch ganz selten. Ansonsten stehen Sie vor dm, vor Rossmann oder Müller. So ist das Leben. Große fressen Kleine. Das sehe ich allerdings gar nicht so dramatisch bei dem Venga. Betrachten wir es einmal von der anderen Seite: Die Zielgruppe die das Venga anspricht, ist „hochmobil“. Ich sehe durch das Venga eher den einen oder anderen Euro in Kleve bleiben, als in die Ferne zu wandern. Und das ist gut! Außerdem haben sie mit dem brandneuen Casa Cleve (hier sind es ausgewiesene 290 Sitzplätze im Restaurant) einen noch viel größeren Verdrängungswettbewerber. Auch sehr schön gemacht, aber in diesem Objekt wird wirklich auf die Masse gezielt – das ganze Konzept ist danach ausgerichtet. Gut erkennbar an Bistro-Bereichen, einer enormen Betriebsgröße, den Buffet-Angeboten, Premix-Getränke-Ausgaben und Cocktail-Automaten. Hier wären Ihre Bedenken sicher eher zutreffend. Mit diesem Konzept will (und wahrscheinlich muss man auch damit es sich rechnet) eine Masse akquirieren. Das Ganze dann noch schön dezentralisiert in einem Industriegebiet gelegen. Dafür können Sie natürlich beruhigt einschlafen, das Casa besteht praktisch aus 2/3 Parkplatz. Aber ist das für Kleve dann ein Vorteil? Andere Städte profitieren durch solche „Gastromeilen“ wie sie – Gott sei Dank für Kleve – endlich einmal am Opschlag entsteht. Und das wird sich an dieser Stelle noch weiter entwickeln, Tijuana, Venga, Café Déjà Vu sind ein guter Start!
    Ich gehe davon aus, dass der Fachbereich Recht, Sicherheit und Ordnung bei der Stadt Kleve sehr genau die Spielregeln kennt und auch anwendet. Also wird die Parkplatzfläche in Ordnung sein, es ist auch ein enormer Parkplatz eine einzige Gehminute hinter dem Objekt vorhanden. Wenn Sie aber lieber weiter in den Rohbau geschaut hätten und dazu im Glauben sind, dass Ihre Kunden von „hinter Rotterdam und Amsterdam“ das an Kleve schöner gefunden hätten, so teile ich diese Ansicht nicht. Ich nehme eher an, dass sie es begrüßen, eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen genießen zu können. Die Welt dreht sich nunmal. Und unsere niederländischen Nachbarn, gerade auch die aus der Region Rotterdam, die sind „Bebauung“ wirklich gewöhnt.

     
  4. 20. Fisch

    Die „DNA“ eines Dorfes, eines Ortes, einer Stadt, einer Weltstadt…… kann und sollte man nicht künstlich „kreieren“……. diese Kreation würde unweigerlich irgendwann wie ein „Kartenhaus“ zusammenfallen.

    H.P.lecker, ganz richtig, wie schon immer zuvor auch betont, alle Menschen, die in Kleve leben (auch nur kurzweilig als Student oder wie auch immer) oder die Kleve besuchen……. sind die Stadt, in unserem Fall eben KLEVE.

    @17. Peter Wanders
    Es muss nicht die Schlußfolgerung gezogen werden, dass in einem anderen Restaurant deswegen der Umsatz fehlt.
    Man könnte auch davon ausgehen, dass eventuell auch mehr Menschen einfach für einen Besuch im Venga rausgegangen sind, um sich zu treffen und Etwas zu konsumieren. Vielleicht wäre ein Teil dieser Menschen sonst zu Hause geblieben.
    Und wie heißt es doch immer noch….“Konkurrenz belebt das Geschäft“…….und das ist speziell für Kleve ganz wichtig.

     
  5. 19. HP.Lecker

    @17 Peter Wanders

    “ Kleve hat eine Anziehungskraft auf Niederländer bis mehr als 150 km in die Niederlande hinein.“

    Das scheint in der Tat zu stimmen.

    Und genau das sollte sich andern. Was muss aus Kleve werden, wie muss sich Kleve entwickeln, was muss Kleve sein, damit die Anziehungskraft auf weitere Teile der Niederlande pp. strahlt?

    Holen wir die Menschen doch da ab, wo sie stehen bzw. wo sie stehen werden. Wofür sind die Menschen denn bereit, 2 Stunden Anreise in Kauf zu nehmen? Etwa wegen einer guten Shoppingmeile? Nope! Etwa wegen eines guten Restaurants? Nope! Etwa wegen einer gut gemachten kleingliedrigen Bebauung des Minoritenplatzes? Nope! Etwa wegen eines Ereignis Platzes auf dem Minoritenplatz? Nope!!!!

    Das Gesamtpaket Kleve muss strahlen und etwas bieten, wofür die Menschen bereit sind, von weiter her anzureisen und länger in Kleve zu verweilen. Hans Hoorn sprach von einer DNA für Kleve. Dafür braucht es Verständnis für diese Menschen – diese pot. Besucher. Es ist nichts neues (mehr), wenn ich sage, dass die Sehnsüchte nach Entschleunigung, Selbstverbesserung und Natur die Menschen um treibt. Wenn es gelingt, Kleve so zu entwickeln (und damit meine ich nicht nur städtebaulich bzw. baulich), dass es auf diese Sehnsüchte eingeht – spürbar, sichtbar und mit allen sinnen erlebbar – dann würden die Menschen kommen, sich wohl fühlen, hier in Kleve konsumieren und vor Allem wieder kommen und immer eine Zeit verweilen. Ist es nicht das, was nicht nur der lokalen Wirtschaft gut tun würde?

     
  6. 18. Fisch

    @15.otto

    #ist das nicht „die“ Aufgabe des Klever-marketing?#

    ……..gut erkannt! 😉

     
  7. 17. Peter Wanders

    @13-15
    Kleve hat eine Anziehungskraft auf Niederländer bis mehr als 150 km in die Niederlande hinein.
    Das stelle ich immer wieder erstaunt fest, wenn ich selbst hinter Rotterdam und Amsterdam Kunden begegne, welche Kleve regelmäßig besuchen. Die kommen nach Kleve, weil sie es so kennen, wie es war.
    Die Umsatzkennziffern bescheinigen Kleve den 1,5-fachen Umsatz bezogen auf die Kaufkraft der Bürger.
    Dies lag und liegt an der Attraktivität von Kleve, wie es war.
    Ob man dies mit dem jetzt stattfindenden Bauwahn weiter steigern kann ist fraglich.
    Gespräche mit Geschäftsinhabern deuten eher darauf hin, dass die Krise in Kleve angekommen ist.
    Und das trotz der vielen Neubauten …. oder wegen der Neubauten (?).
    Einige Besucher haben Probleme mit der Orientierung, wenn sich so vieles ändert.

    Es stehen weitere schwerwiegende und große Veränderungen vor uns.
    Bahnhofsplatz, Minoritenplatz, Clever-Stolz-Gelände….

    Da muss man gut aufpassen, dass es nicht nur zu weiteren Verlagerungen von Umsätzen kommt.

    Was Venga angeht.
    Diese Fläche wurde beantragt als Geschäftfläche. Diese hat einen erheblich geringeren Bedarf an Parkplätzen als ein Restaurant.
    Damit passt die beim Bauantrag vorgelegte Parkplatzbedarfsrechnung nicht mehr.
    In der Tiefgarage wurden schon weniger Parkplätze als beim Bauantrag vorgelegt eingerichtet.
    Dafür wurden Ersatzparkplätze hinterm Bahnhof ausgewiesen.
    Rechnet jetzt nochmal jemand nach? Wo entstehen die Parkplätze, welche die Restaurantbesucher braucht?

    Oder nutzen diese Parkplätze, die dann der Innenstadt fehlen und die Umsätze dort nicht nur in den Restaurants, sondern auch in den Geschäften mindern?

    @rd Es ist nicht meine Aufgabe für eine Alternative zu sorgen.
    Es ist (@Otto) auch nicht die Aufgabe vom Stadtmarketing die Gäste für ein Restaurant nach Kleve zu werben.

    Fakt ist, dass diese zentrale Geschäftslage sehr lange leer stand und keinen Nutzer gefunden hat, der diese mehr als 500 qm mieten wollte.
    Die Behauptungen der Stadtspitze und Politik, dass solche großen Flächen in Kleve fehlten, sind damit nachhaltig widerlegt.
    Dies widerlegt damit auch klar die Aussagen im Einzelhandelsgutachten.

    Weitere Planungen z.B. auf dem Minoritenplatz sind folglich kleinteilig auszuführen.

    Und jetzt gehen wir aus essen.
    Und ja, dieser Umsatz fehlt heute abend den anderen Restaurants.

     
  8. 16. HP.lecker

    @15 otto

    Auch, ja… Aber diese Aufgabe sehe ich nicht alleine und schon gar nicht vorwiegend beim Klever Marketing.

    Das Klever Marketing hätte vielmehr die Aufgabe, die DNA (sofern sie denn tatsächlich irgendwann man kreiert würde!!!) zu kommunizieren und zu bewerben.

    Wir alle sind Stadt!!!

     
  9. 15. otto

    @ 13-@14,

    ist das nicht „die“ Aufgabe des Klever-Marketing?

     
  10. 14. HP.Lecker

    @13 Fisch

    Das ist es genau, was ich schon seit einigen Monaten sage: Neue Quellmärkte erschließen und zwar mit einer DNA (Wortwahl Hans Hoorn), die so einzigartig interessant für Menschen ist, damit sie gerne auch weitere Anfahrtzeiten nach Kleve in Kauf nehmen und zudem länger in Kleve verweilen.

    Ein Gast, der nur zwei Nächte in Kleve verweilt, könnte zweimal „aus essen“ gehen. Ein Gast, der sieben Nächte in Kleve verweilt…
    Ein Gast, der aus einer Ecke kommt, in der Kleve bisher nicht bekannt war, ist ein pot. Kunde. Ein Gast, der erst gar nicht kommt, weil er von Kleve nichts weiss…

     
  11. 13. Fisch

    @10. Peter Wanders

    Zum Glück gibt es auf der Welt nicht nur „wir Klever“……….. ich wünsche und hoffe doch sehr, dass viele Menschen aus anderen Gebieten, Kleve entdecken und die vielen Stühle der gesamten Gastronomie besetzen…….. 🙂

     
  12. 12. rd

    @Peter Wanders Die Alternative wäre?

     
  13. 11. G.M.

    @7 rd… gibt es nicht ein paar Meter weiter bereits einen Nudelpalast mit „schmackhaften“ Nudelgerichten für „kleines“ Geld?
    Lokalität Venga schön ausgebaut… allein ein bisschen „Seele“ fehlt noch. Vieleicht einen tick zu düster.

     
  14. 10. Peter Wanders

    Natürlich gönne ich auch Mom seine Mieter. Und es ist gut wenn Leerstand verschwindet.
    Aber insgesamt 250 Stühle, welche besetzt werden wollen kosten woanders Gäste.
    Das kostet so manches kleinere Restaurant Umsatz und eventuell die Existenz.
    Oder gehen wir Klever jetzt öfter aus essen?

     
  15. 9. otto

    @ 8 G H,

    wie du urteilst!!

    Sitzt du vor dem Venga in der Sonne, siehst das Proletariat vorbei schlurfen, trinkst dein
    Wässerchen, liest Karl Marx und denkst über das fehlende Kapital des neuen Bankhauses nach, was
    fehlt dir denn noch?

    Das Leben kann auch in Kleve schön sein

     
  16. 8. Günter Hoffmann

    Toll…da hat die Klever Schmalspur Bourgeoisie ja scheinbar endlich einen passenden Tempel der sie von den,absoluten,Niederungen der Klever Red Neck Gastronomie trennt …prost.

     
  17. 7. rd

    Empfehlenswert ist übrigens auf jeden Fall auch der Mittagstisch! Für relativ kleines Geld sehr schmackhafte (Nudel-)Gerichte.

     
  18. 6. Charly Stoffels

    Ich war zur Eröffnung hin – siehe: http://www.kle-point.de/aktuell/neuigkeiten/eintrag.php?eintrag_id=120225

     
  19. 5. Jürgen Böll

    Sehr geehrter, sehr geehrtes „k“,
    Sie glauben doch nicht, dass man das von Ihnen aufgeführte „Route 66“ mit irgend einem der bisher im obrigen Bericht genannten Lokalitäten auch nur annähernd irgendwie vergleichen könnte.

    Das „Route 66“ liegt doch wohl etwas weit neben dieser hier zuvor benannten Gastronomenschiene und dürfte generell eine ganz andere Besucherklientel als Kundschaft ansprechen, als die Besucher die letzlich im Route 66 einkehren.

    Siehe Threat http://www.kleveblog.de/2014/08/route-66-neue-tuerpolitik/

     
  20. 4. k

    zu kalt – zu glatt – Route 66

     
  21. 3. Klever

    Ich habe mir das Venga am gestrigen Abend angeschaut. Nettes Personal, schöne ausgestaltung der Lokalität. Eine Bereicherung für die Klever Gastronomiescene.

     
  22. 2. Konfuzius a. D.

    Als Gast würde ich mich in Kleve vermutlich für dieses Lokal entscheiden! Ambiete und vermutlich die Qualität.

    In einer beratenden Funktion härre ich nur abgeraten. Es gibt einfach Grenzen in dieser Stadt, die nicht nur bezogen auf die große Fläche/Platzangebote, sondern auch bezogen auf die Erwartungen (Studenten, Bank, Laufkundschaft Stadt), so sehe ich das, deutlich überschritten wurden. Hoffentlich passen die vertragl. Bedingungen dort langfristig?

    Umso mehr hoffe ich, dass viele Gäste kommen. Ehrlich Venga: Viel Erfolg!!!

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-gastroszene-am-opschlag-waechst-mit-venga-aid-1.4586609

     
  23. 1. otto

    ……auch nicht gefüllt am nächsten Tag sehr angenehm. Könnte einige aktuelle, überregionale Tageszeitungen vertragen (ich habe keine gesehen) und wie im alten NT aktuelle Nachrichten etc.