„Die nächsten Jahre sind für die Hochschule entscheidend“

rd | 13. August 2015, 10:37 | 37 Kommentare
Vor mittlerweile fast schon klassicher Klever Kulisse: Dr. Heide Naderer im Gespräch mit Ralf Daute

Vor mittlerweile fast schon klassicher Klever Kulisse: Dr. Heide Naderer im Gespräch mit Ralf Daute

Schon die Wahl des Fortbewegungsmittels dokumentiert, dass an der Hochschule Rhein-Waal eine neue Ära angebrochen ist: Dr. Heide Naderer, seit dem 1. Mai Präsidentin der HRW, legt die knapp zehn Kilometer von ihrem Wohnsitz in Emmerich bis zu ihrem Arbeitsplatz am Campus am liebsten mit dem Fahrrad zurück. Ganz und gar nicht abgehoben, so präsentierte sich die neue Führungskraft der Hochschule auch im Interview mit kleveblog – eine Bilanz der ersten 100 Tage. (Das Gespräch ist auch — leicht gekürzt — in der NRZ erschienen.)

Frau Dr. Naderer, vor 100 Tagen begann ihre Dienstzeit als Präsidentin einer Hochschule. Ihr erster Eindruck?
Dr. Naderer: Alle, die hier arbeiten, insbesondere die Professorinnen und Professoren, sind jung und motiviert, und sie sind sehr ehrlich, engagiert und sehr dynamisch. Das hat mich auf Anhieb am meisten beeindruckt, weil es das nicht an jeder Hochschule gibt.

Worauf führen Sie das zurück?
Naderer: Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass fast alle hier selbst eine internationale Erfahrung gemacht haben. Diese Offenheit, die man haben muss, um international unterwegs zu sein, bringen ganz viele mit ihrer eigenen Biografie mit. Das ist wirklich ein Pfund.

Ihre Wahl zur Präsidentin hat offenbart, dass die innere Entwicklung der Hochschule nicht mit dem stürmischen Wachstum Schritt gehalten hat…
Dr. Naderer: Gleichzeitig schnell zu wachsen und alle mitzunehmen, das ist fast ausgeschlossen. Es gab eine bewusste Entscheidung für Wachstum, aber viele sind damit nicht zufrieden gewesen. Mir begegnen nun viele mit Fragen, die noch nicht beantwortet wurden.

Auch die örtlichen Honoratioren haben Sie nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Wie sind Sie damit umgegangen?
Dr. Naderer: Bei den ersten Begegnungen bin ich sehr wohl mit offenen Armen empfangen worden. Warum auch nicht? Das sind Profis, die wissen, dass es keinen Sinn hat, mit mir nicht kooperativ umzugehen. Dass der Landrat und der Bürgermeister am Anfang etwas skeptisch waren, ist natürlich verständlich, aber es geht um die Hochschule und nicht um mich als Person.

Wie wird Ihrer Einschätzung nach die Hochschule in den Städten Kleve und Kamp-Lintfort angenommen?
Dr. Naderer: Dieser Campus hier gehört zur Stadt Kleve, und in Kamp-Lintfort ist es nicht anders. Die Menschen identifizieren sich damit. Sie sind stolz darauf und haben den Willen, das alles zu unterstützen. Eine der Herausforderungen für mich ist, dass Kleve und Kamp-Lintfort als eine Einheit, als eine Hochschule wahrgenommen werden.

Und wie wird die Hochschule im akademischen Umfeld gesehen?
Dr. Naderer: Ich bin beeindruckt, wie viele Forschungsprojekte die Hochschule schon durchführt oder gerade erhalten hat. Dass ein Millionenprojekt, gefördert aus dem Europäischen Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“, beantragt und koordiniert durch Professor Gerber nach Kleve kommt, so etwas ist absolut ungewöhnlich. Und es nicht nach Gutdünken vergeben worden, sondern hat einen Gutachterprozess durchlaufen – so etwas drückt besser als alles andere aus, welche Qualität die HRW bietet.

Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?
Dr. Naderer: Jeder, der meint, man kann eine Hochschule top-down, also autoritär führen, wird scheitern. Macht man es andersherum, wird die Sache natürlich nicht einfacher – es geht darum, die Hochschulangehörigen mitzunehmen, sich mit ihnen abzustimmen und trotzdem eine Linie zu halten. Das ist mit Sicherheit für die Hochschule ein kultureller Wandel.

Gelingt der?
Dr. Naderer: Ich bin da optimistisch, weil die Professorinnen und Professoren das meiner Meinung nach so möchten.

Ein erster Eindruck Ihrer persönlichen Amtsführung ist, dass Sie nicht ganz so im Rampenlicht stehen wie ihre Vorgängerin…
Dr. Naderer: Vielleicht bin ich im Moment etwas zurückhaltender, aber derzeit gibt es innen einfach zu viel zu tun. Wichtig für mich ist, dass die Hochschule gut arbeitet und sich gut präsentiert – nicht in erster Linie ich als Person.

Intern haben Sie als einen der ersten Schritte einen Strategieprozess angestoßen…
Dr. Naderer: Wir möchten mit möglichst vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam schauen, welchen Weg die Hochschule in den nächsten Jahren geht. Am Ende gibt es den vom Land eingeforderten Hochschulentwicklungsplan. Das gibt uns die tolle Chance, sich noch einmal neu zu definieren.

Zu den Aufgaben, die vor Ihnen liegen, zählt die Prüfung der Internationalisierungsstrategie. Wollen Sie die Hochschule jenseits der Grenze attraktiver machen?
Dr. Naderer: Wenn jemand die Motivation und die Qualität mitbringt, hier zu studieren, ist mir gleich, woher er oder sie kommt. Man muss aber wissen, siebzig bis hundert Kilometer sind für fast jede Hochschule der Welt der natürliche Einzugskreis, zumindest bei Bachelor-Studiengängen. Insofern kann ich nicht verstehen, warum die niederländische Seite komplett ausgeklammert wurde. Man hätte es ja zumindest versuchen können. Wir gehen das jetzt an, aber es wird nicht einfach werden.

Ist die Tatsache, dass der Vertrag mit Herrn Saha, dem Asienbeauftragten für die Anwerbung von Studenten, gekündigt worden ist, ebenfalls im Zusammenhang mit der Überprüfung der Internationalisierungsstrategie zu sehen?
Dr. Naderer: Der Vertrag ist gekündigt worden, und ich werde ihn auch nicht verlängern. Es ist mir immer noch nicht ganz klar, was Herr Saha genau gemacht hat. Für uns muss die Frage sein, was die Hochschule in den nächsten fünf Jahren qualitativ voranbringt. Dies wird mit der Art von Anwerbung, die Herr Saha betrieben hat, wahrscheinlich nicht der Fall sein. Man muss für Transparenz sorgen und klar machen, dass ein Studium in Europa auch finanziert werden muss, selbst, wenn – wie in Deutschland – nicht einmal Studiengebühren erhoben werden.

Es gibt Berichte über soziale Probleme, die einige Studenten aus dem asiatischen Raum haben. So sollen vermehrt Studenten bei der „Klever Tafel“ auftauchen, um sich dort benötigte Lebensmittel zu bekommen…
Dr. Naderer: Ich habe das auch mitbekommen, und wir werden diesen Dingen nachgehen. Ich weiß nicht, wie groß die Bedürftigkeit wirklich ist. Möglicherweise ist es vielen Studierenden nicht klar, wie teuer das Leben in Deutschland tatsächlich ist. Vielleicht sind manche es auch nicht gewohnt, außerhalb des Familienverbundes zu leben. Unser Einfluss hat aber auch Grenzen: Bekanntlich muss jeder Student, der nach Deutschland kommt, nachweisen, dass 8000 Euro auf einem Konto vorhanden sind. Wenn die Botschaft das geprüft und das Visum erteilt hat, können wir als Hochschule natürlich auch nichts mehr machen.

Es gab auch Fragen zur Qualität der Studierenden, hohe Abbruchquoten bereiteten Sorge. Haben Sie auch dieses Thema auf der Agenda?
Dr. Naderer: Auf jeden Fall. Wer werten derzeit Studienverlauf, Studienabbrüche und Studienerfolg systematisch aus und versuchen zu klären, ob das fächerspezifisch ist, ob es an mangelnden Sprachkenntnissen liegt oder ob es inhaltliche Probleme gibt.

Für Außenstehende ist auch das überbordende Fächerangebot ein Phänomen. Ist das ein Trend der Zeit, muss das so sein?
Dr. Naderer: Die Studiengänge sind ja nachgefragt. Die aktuellen Zahlen zeigen das erneut. Für das neue Semester haben wir zurzeit – mit einem komplett neuen Bewerbungsverfahren über „uni-assist“, die zentrale Bewerbungsstelle für internationale Studienbewerberinnen und Studienbewerber – 432 Neueinschreibungen. Für mich ist ganz wichtig, dass eine stärkere Profilierung erfolgt, insbesondere mit den Masterstudiengängen. Wohin geht der Weg, warum habe ich einen Bachelor, welche Möglichkeiten habe ich auf dem Arbeitsmarkt – da müssen wir in den nächsten Monaten ran. Das gleiche gilt für Weiterbildung, dieser Bereich ist noch gar nicht systematisch angegangen worden. Die nächsten Jahre sind sicherlich entscheidend für das Profil der Hochschule.

Wenn ein Abiturient aus Kleve jetzt sein Studium an der Hochschule Rhein-Waal aufnimmt, welchen Ratschlag würden Sie ihm mit auf den Weg geben?
Dr. Naderer: Ich würde ihm empfehlen, das mitzunehmen, was die Hochschule auszeichnet – die Möglichkeit richtig viele internationale Kontakte zu machen. Da würde ich mir übrigens wünschen, dass die deutschen und internationalen Studenten noch mehr aufeinander zugehen. Wenn die Internationalität hier gelebt wird, hat er hier eine tolle Chance.

Wenn ihre erste Amtszeit im Jahr 2021 ausläuft, wo soll die Hochschule dann stehen?
Dr. Naderer: Es sollte eine Hochschule mit einem guten Miteinander sein, ein kreativer Ort mit Leuten, die sich einbringen und ihre Ideen umsetzen können. Ich wünsche mir, dass die jungen Professorinnen und Professoren auch nach sechs Jahren noch sagen: Ich bin noch mit Spaß und Engagement dabei! Einen Fokus lege ich auf die Personalentwicklung, denn eine Organisation kann nur leben, wenn die Leute zufrieden sind. Anfang September wird deshalb auch das Präsidium erweitert, mit einem weiteren Vizepräsidenten für Organisations- und Personalentwicklung.

Und was wird dann das Alleinstellungsmerkmal der Hochschule sein?
Dr. Naderer: Inhaltlich möchte das besondere Profil des Internationalen auch qualitativ untermauert wissen. Wir betreiben Internationalität ja nicht, weil sie schön bunt ist, sondern weil sie in der Forschung und im Studium einen Mehrwert bringt. Die HRW hat da ein Alleinstellungsmerkmal, da müssen andere Hochschulen in Deutschland sich erst noch hin entwickeln.

Frau Dr. Naderer, herzlichen Dank für das Gespräch!

Einen Kommentar schreiben





37 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 37. Günter Hoffmann

    Hallo r.d. mach mal wieder was für das Klever Fußvolk, alle Intellektuellen und die sich dafür halten haben sich zur Genüge zum Thema Hochschule und ganz wichtiger Politik..“ ausgelassen“….., danke für neue Themen…oder sehe ich das zu eng?…was bodenständiges … evtl.

     
  2. 36. R K H

    Hallo, wieviel Rhein-Waaler studieren eigentlich an der HRW. Schicken irgendwelche Klever Eltern ihre Kinder auf die HRW? Ich kenn die Zahlen nicht, würd mich ma interessieren

     
  3. 35. KlePeter

    @34. FS: Alleinstellungsmerkmal ist auch das Talent eines Lokalpolitikers, die Flöhe husten zu hören, dies als Tatsache zu verkünden und damit Personalentscheidungen zu beeinflussen.

    Werbung sollte man mit diesem Talent allerdings nicht machen. Und eine Entwicklungsperspektive ergibt sich da – zumindest für mich – sicher nicht.

     
  4. 34. Friederich Stoltze

    Sehr geehrter Herr Bay,
    wenn Ihre Frage in post21 gestellt sein sollte,

    ……..Die HRW hat da ein Alleinstellungsmerkmal, da müssen andere Hochschulen in Deutschland sich erst noch hin entwickeln.“ Was heißt das?

    dann müssten Sie als aktiver Politiker die Antwort doch kennen.
    Etwas mit Alleinstellungsmerkmal ist nun mal nicht zu schlagen, s. zum Thema Alleinstellung auch weiter unten im Blog unter Affäre Sontowski. In den meisten Fällen einfach drüberlesen, sonst einfach nur Akrobatik.

    Danke

     
  5. 33. Klever

    @Bay

    Auf ominöse SMS Nachrichten folgen auch selten Antworten!!!

     
  6. 32. Michael Bay

    Liebe Postergemeinde, das ist zwar alles gut und schön, was sie mir antworten; oder sich gegenseitig antworten. Aber so richtig hat auf meine Frage zu dem Interview bisher keiner geantwortet.
    Schöne Woche an Alle

     
  7. 31. Benno

    @ 28 KlePeter:

    und er hörte bestimmt auch, dass sich Frau Northing doch nicht als überparteiliche Bürgermeisterkandidatin aufstellen lassen wollte. Oder kann er ein wenig Licht in das Dunkel bringen bezüglich der ominösen SMS.

    Benno

     
  8. 30. jean baptiste

    @7Jürgen Böll
    „Saha…Fall für den Bundesrechnungshof oder … Schwarzbuch“

    Also, ich denke da eher an den Staatsanwalt.

    Herrn Saha habhaft zu werden wird wegen seines Wohnsitzes im Ausland schwierig werden.
    Aber irgend jemand aus dem Inland wird sich ja finden, der ihm den Vertrag angedient hat und auch genau wusste bzw. hätte wissen müssen, welche Gegenleistungen er dafür (nicht) erbracht hat.

     
  9. 29. jean baptiste

    @25. Mr. Heinrich (REN)
    „Mit der Abwahl der Vorgängerin und gleichzeitiger Abwahl der Klever Lokalhelden “

    Stimmt nicht so ganz.

    Nur um der Realität genüge zu tun , n i e m a n d wurde abgewählt .
    Es sind lediglich Amtszeiten ausgelaufen bzw. Verträge nicht verlängert oder gekündigt worden.

    Das Ergebnis ist allerdings das Selbe , neue Gesichter auf den Posten , und damit Hoffnungen auf neue Perspektiven.

     
  10. 28. KlePeter

    @23. Michael Bay: „Gestern hörte ich, dass … “

    Aus Deinem Mund kommt mir das irgendwie bekannt vor. 😉

     
  11. 27. otto

    @ 26 laloba,

    so wie von dir ge- und beschrieben ist die augenblickliche Situation zu sehen. Alles weitere sind subjektive Ansichten
    aus der Schublade = warme Luft um die Ecke schieben!

     
  12. 26. laloba

    Wenn Herr Saha nicht mehr für die Anwerbung von StudentInnen aus dem asiatischen Raum zuständig ist, heißt das ja nicht, dass da ein „Abbruch“ erfolgt. Zumal seine Tätigkeit ja eh umstritten war. Naderer: „Es ist mir immer noch nicht ganz klar, was Herr Saha genau gemacht hat“. Auf dieser Grundlage (und ich nehme an, dass Frau Dr. Naderer sich kaum mit so einem Satz raustraut, wenn sie es nicht genau so meint) kann kein Vertrag verlängert werden. Mein Eindruck ist, es kann nur besser werden …
    Und was heißt Regionalisierung? Dass man die Anwerbung von StudentInnen aus dem europäischen Nachbarland bisher offenbar vernachlässigt hat, ist nicht nachzuvollziehen, auch vor dem Hintergrund sonstiger deutsch-niederländischer Kooperationen nicht. Ich halte es für wichtig, dass die Hochschule sich in die politisch-geografisch-wirtschaftliche Landschaft, in der sie sich befindet, einfügt. Da ist noch Spielraum. Und das schließt andere, weitere (internationale) Ausrichtungen nicht aus. Die Hochschule ist eine Jahrhundertchance für die gesamte Region (und die endet für mich nicht an der Stelle, wo mal ein Schlagbaum stand), die genutzt werden muss.
    Und was hat es mit „Provinzialistin“ zu tun, wenn es tatsächlich versicherungsrechtliche Bedenken bezüglich der Fahrräder gibt, weil die Hochschule sich in der Haftung befindet – dazu müsste man mehr Informationen haben, um das beurteilen zu können. Aber das sind doch rein sachliche Fragen, die keinen Stoff für ein wie auch immer geartetes Gerücht bieten, das Frau Dr. Naderer am Ende wie eine „Provinzialistin“ dastehen lassen kann. Man könnte auch sagen, sie nimmt die Verantwortung, die ihre Aufgabe mit sich bringt, nüchtern-sachlich wahr. Und das kann nach der Klotz-Ära nicht schaden.

     
  13. 25. Mr. Heinrich (REN)

    ‚Think as a new Generation. Not thinking for them‘ – Neelie Kroes, NL.

    Frau Dr. Naderer formuliert sehr diplomatisch und intelligent. Sie verteilt, bewusst oder unbewusst, die Backpfeifen, die Kleve gebraucht hat. Top-down ist ja bekanntlich dort oftmals noch Standard.

    Das Team an der Hochschule wird mit Frau Dr. Naderer für deutlich mehr Qualität sorgen können. Das beschreibt die Vorgänge innerhalb der Hochschule. Außerhalb der Hochschule werden Module entstehen, die auch das Profil der HSRW stärken. Module, die auf der anderen Rheinseite wachsen.

    Was die Hochschule zukünftig braucht, wird sie erhalten. Mit der Abwahl der Vorgängerin und gleichzeitiger Abwahl der Klever Lokalhelden haben sich Ports geöffnet, die eine solche Hochschule ‚unter den alten Bedingungen‘ nie hätte nutzen können.

    Kleve hat eine neue Chance, sich gemeinsam mit bunter Internationalität ablichten zu lassen. Den Flüchtlingen in der Turnhalle des KAG wünsche ich, dass Kleve an der Stelle deutlich besser aktiv werden kann. Ein guter Anfang scheint mir in der Turnhalle bereits gemacht zu sein. Es geht doch, wenn man bei dem bleibt was man kann, richtig? Man kommt hoffentlich auf die Idee, die öffentlichen Gelder, die vielleicht auch über einen Förderverein in Richtung Hochschule fliessen, künftig zur Förderung derer einzusetzen, die, wenn sie dürfen und wollen, vermutlich mit großem Ansporn eine neue Zukunft in der Stadt Kleve aufbauen möchten.

    Christian Heinrich

     
  14. 24. pd

    Das ist schon ein tolles Interview. Besonders die teile über Mr saha und die watschen bezüglich des autoritären führungsstils der Vorgängerin sind interessant und gehen weit über das übliche phrasendreschen hinaus. Das ein Bay das nicht anerkennen will und lieber das Haar in der Suppe sucht lässt da schon wieder tief blicken. Psychologe kann ja jeder, meine fundierte meinung: die bürgermeister fellchen schwimmen langsam davon und das ärgert halt a wenig. .. 🙂

     
  15. 23. Michael Bay

    Lieber…Nr. 22… wer auch immer sich hinter dem Pseudonym versteckt: Das war nicht meine Frage. Ich möchte nur wissen, was Frau Naderer mit diesem Satz und den anderen Sätzen im Interview sagen will. Das ist doch nachvollziehbar, oder? Beispiel:
    „Dr. Naderer: Die Studiengänge sind ja nachgefragt. Die aktuellen Zahlen zeigen das erneut. Für das neue Semester haben wir zurzeit – mit einem komplett neuen Bewerbungsverfahren über „uni-assist“, die zentrale Bewerbungsstelle für internationale Studienbewerberinnen und Studienbewerber – 432 Neueinschreibungen. Für mich ist ganz wichtig, dass eine stärkere Profilierung erfolgt, insbesondere mit den Masterstudiengängen. Wohin geht der Weg, warum habe ich einen Bachelor, welche Möglichkeiten habe ich auf dem Arbeitsmarkt – da müssen wir in den nächsten Monaten ran. Das gleiche gilt für Weiterbildung, dieser Bereich ist noch gar nicht systematisch angegangen worden. Die nächsten Jahre sind sicherlich entscheidend für das Profil der Hochschule.“
    Wenn ich mich nicht irre, macht man diese Evaluations- und Qualitätssicherungsarbeit parallel zum laufenden Betrieb, wenn dieser Betrieb dann einmal am Markt ist.
    Und: warum nun die Regionalisierung der Hochschule mit Abbruch der Verbindung nach Asien? Warum gerade der Abbruch in diese Richtung?
    Gestern hörte ich, dass Frau Naderer die Leihfahrräder wieder abschaffen wolle wegen des hohen Risikos für die Hochschule.
    Das ist doch bestimmt nur ein bösartiges Gerücht, das die neue Präsidentin als Provinzialistin darstellen soll, oder?

     
  16. 22. Klever

    @ M Bay

    Phrasenbingo gepaart mit wirren Aussagen ohne fundiertes Hintergrundwissen würde Ihnen ja nie passieren *hust*

    Glashausalarm Mr.Bay!!!

     
  17. 21. Michael Bay

    „Inhaltlich möchte das besondere Profil des Internationalen auch qualitativ untermauert wissen. Wir betreiben Internationalität ja nicht, weil sie schön bunt ist, sondern weil sie in der Forschung und im Studium einen Mehrwert bringt. Die HRW hat da ein Alleinstellungsmerkmal, da müssen andere Hochschulen in Deutschland sich erst noch hin entwickeln.“
    Was heißt das? Zusammen mit den Antworten zuvor, ein wunderschönes Phrasen Bingo Spiel.

     
  18. 20. otto

    @ 12 Markus van Appeldorn,

    was er überhaupt gemacht hat, das ist schon klar, er hat Geld empfangen, nur genau wofür das will
    niemand wissen.

    Wenn es denn herauskommt wofür, dann werden Erklärungen gefunden bzw. erfunden, die du im Bd. II
    Grimms Märchen nachschlagen kannst.

     
  19. 19. otto

    @ 16 Benno,

    auch nicht unwichtig und bitte zu beachten, mit Frau Prof. Dr. Klotz wäre mit und ohne Google oder irgendeiner
    Technik solch ein Foto nicht gelungen, auch mit Udo’s Hilfe nicht!

     
  20. 18. Bernd Derksen

    #12
    Sehe ich ebenso.

     
  21. 17. rd

    @Benno Das Schöne ist, das Ganze erledigt Google Photos automatisch für einen…

     
  22. 16. Benno

    Danke für die Rückmeldung. Da durfte sich keiner während der Aufnahme bewegen, da die Aufnahmen „übereinandergelegt“ werden. HDR kenne ich eigentlich nur für Aufnahmen zur blauen Stunde oder später.

    Wieder eine Idee für das Fotografieren.

    Benno

     
  23. 15. rd

    @Benno HDR, also mehrere Belichtungen zu einem Bild verarbeitet. Daher der leicht „künstliche“ Eindruck.

     
  24. 14. Benno

    @ 6: Das Foto ist vermutlich digital nachbearbeitet, also Farbeinstellungen etc. Oder liege ich da falsch, Herr Daute?

     
  25. 13. Beobachter

    Man kann nicht nur in der Vergangenheit leben und in Erinnerungen schwelgen …

    Die Welt dreht sich weiter und wer nur träumt, dreht sich nicht mit …

    Ich finde das Interview von den Fragen und den Antworten her vollkommen ok. Das manches halt ein wenig „phrasenhaft“ wirkt, nun ja, ist das nicht bei fast jedem Interview so…

     
  26. 12. Markus van Appeldorn

    Sehr schönes Interview. Am besten gefällt mir der dezente Hinweis auf den Ruch einer Veruntreuung von Mitteln: „Es ist mir immer noch nicht ganz klar, was Herr Saha überhaupt gemacht hat.“

     
  27. 11. Lohengräm

    @3

    Besser nicht. Nur eben wie Kleve in meiner Jugend.
    In den eigenen Erinnungen ist es immer am schönsten. 🙂 Egal wie es jetzt aussieht.

    Aber es gibt ja auch viele Plätze wo sich eben nix ändert. Und die Orte der Jugend immer noch so aussehen wie früher.

    Kleve allerdings hat sich zu stark verändert für mich.

     
  28. 10. KlePeter

    Ähm, mir gefällt das Interview und die Äußerungen der Präsidentin. Hat Ralf gut gemacht.

     
  29. 9. Fisch

    Manche “ Niederrheinische Nörglerei“ und Negativbewertung nervt einfach……. 🙁

     
  30. 8. otto

    Was ist denn nun wirklich an dem Interview mit Frau Dr. Naderer zu kritisieren? NICHTS!

    Frau Dr. Naderer stellt sich offen und unprätentiös den Fragen des Interviewers, was keinesfalls
    dessen Charme anzulasten sein dürfte.

    Was wie, wo, wann funktioniert wird sie wohl ohne Nachhilfe-Unterricht selbst feststellen können,
    davon bin ich überzeugt.

     
  31. 7. Jürgen Böll

    Ist eigentlich der Fall des Mr.Saha, ein Fall für den Bundesrechnungshof oder dem Schwarzbuch zwecks Verschwendung von Steuergeldern?
    Den eine Gegenleistung ist ja wohl kaum erfolgt wenn man bis heute nicht weiß was er dafür geleistet hat.

     
  32. 6. Günter Hoffmann

    Spoy Kanal, Kran und die Allgemeine sind schon was klassisches für Kleve und der Rest passt auch, finde das Foto hat was, aber die Geschmäcker sind halt………..

     
  33. 5. laloba

    Wer viele englischsprachige Studiengänge anbietet, muss schon Internationalität betonen … Klappern gehört zum Handwerk.
    Dass die HRW nicht mit der RWTH konkurrieren kann, wird wohl auch Frau Dr. Naderer wissen. Das kann auch nicht das Ziel sein. Der Ansatz, mehr Werbung in den Niederlanden zu machen, ist überfällig. Ob niederländische StudentInnen kommen, wird auch davon abhängen, ob die etwas mit den Studienabschlüssen anfangen können. Das ist sowieso eine grundsätzliche Frage. Die Studiengänge sind teilweise zu abwegig, auch für vielen niederrheinische Abiturienten. Das passt nicht zu den Arbeitsmarktanforderungen. Da wird eher auf die klassischen Studienfächer gesetzt, weil man sich da etwas unter den Inhalten vorstellen kann. Ist ja auch ok, neue Wege zu gehen, aber nicht überwiegend.

     
  34. 4. Klever

    … Die Ausführung zu Mr. Saha ist göttlich!!!

     
  35. 3. kleinendonk

    @2 dann zeig mal wie es besser aussah

     
  36. 2. Lohengräm

    „.. die Möglichkeit richtig viele internationale Kontakte zu machen…“ ?
    “ das besondere Profil des Internationalen “ ?
    “ internationale Erfahrung ..ein Pfund“ ?

    Gegenüber welcher Uni will man sich da profilieren und absetzen?

    Gegen die RWTH ??

    (Gerade mal 100km entfernt)

    Jede Hochschule schreibt sich Internationalität auf die Fahnen. Ausser in Bayern vielleicht. Das ist doch kein Alleinstellungsmerkmal.

    Ein Pfund gegenüber z.B. der Uni Nijmegen wäre: Hier ist studieren kostenlos. Hey, Niederländer, kommt rüber.

    Damit muss man punkten.

    Dazu braucht man aber auch klassische Fächer und nicht nur trendy subjects light……

     
  37. 1. Lohengräm

    An der Kulisse ist für mich nichts klassisch.
    Mein Kleve sah anders aus….

    🙁
    🙂