Triester Trestertristesse

rd | 28. Mai 2010, 13:50 | 15 Kommentare
Sündenfall im Caffé Tommaseo

Sündenfall im Caffé Tommaseo

Italo Svevo lebte hier, James Joyce soff hier, Rainer Maria Rilke dichtete in dem Landstrich seine Duineser Elegien – passe ich da nicht auch irgendwie rein? Jedenfalls erkunde ich derzeit zweieinhalb Tage mit einigen anderen Kollegen das schöne Städtchen Triest, als Mitglied des Presseclubs Kleve und auf Einladung der Agenzia Turismo Friuli Venezia Giulia (Friaul Julisch Venetien), gesponsert vom Flughafen Weeze (!) und der ihm verbundenen Fluglinie Ryanair. (Deshalb bitte nicht vergrätzt sein, wenn Kommentare nicht sofort genehmigt werden.)

Der Preis für die beste Überschrift geht mit diesem Artikel an mich. Doch selbst bei einem besinnlichen Grappa fern der Liebsten im Caffé Tommaseo an der Piazza Tommaseo dringen dräuende Klever Themen an mein wachsames Ohr: der Ausstieg von Dr. Guido de Werd beim Museum Kurhaus (was halten wir davon?), der Umzug der Rechtsanwaltskanzlei Baumann in das ehemalige Gebäude der Landeszentralbank an der Nassauer Allee (Kaufpreis angeblich 600.000 Euro, ursprünglich hatte Theo Brauer das Gebäude der umzugswilligen Kreishandwerkerschaft andienen wollen, aber die wollte nicht) und der überraschende Tod des langjährigen (zuletzt aber nicht mehr) NRZ-Gerichtsreporters Achim Zacharias.

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  1. 15. Meiner Einer

    @ der Spieler

    Dann haben die ja jetzt Geld, um die Neue Mitte schön zu machen….

    Meinst Du mit Ruine das Bergmann-Gebäude (“Kirchberg-Galerie”) oder die Baulücke nebst schlechtbewirtschaftetem Leerstand oberhalb des Parkhauses Stechbahn (einem der besseren Parkhäuser in Deutschland..)

     
  2. 14. Der Spieler

    @Meiner Einer:
    die genannten Objekte gehörten zuletzt einer niederländischen Investorengruppe, die gleiche übrigens, die auch für die Neue Mitte und für die Ruine gegenüber “zuständig” ist.

     
  3. 13. Meiner Einer

    @ rd
    “Hätten sich als kleveblog-Redaktionsräume auch ganz gut gemacht…”

    Besonders die Tresoranlagen, da hätte man Schutz vor dem ein oder anderen über diesen Blog erzornten Mitbürger.

    Quasi aus sicherer Deckung heraus weiter Brandpfeile verschießen…

    @ Der Spieler

    Ich meine, das ganze Objekt wäre von der Bundesimmobilienverwaltung angeboten worden für etwas mehr als 2 Mio. Da kann ich mir 450T € nicht wirklich vorstellen…

     
  4. 12. Der Spieler

    ich hab gehört 450.000 inkl. der 3 dahinter stehenden Häuser

     
  5. 11. ralf.daute

    @stopsi1900 Deutlich weniger als 600.000 Euro für den ganzen Kasten?? Dann war’s ja wohl ein Schnäppchen! (Hätten sich als kleveblog-Redaktionsräume auch ganz gut gemacht…)

     
  6. 10. stopsi1900

    So ist das mit den “verlässlichen” Informanten, die sich gfs. etwas wichtig zu tun wollen. Bei Weitem nicht!!!

     
  7. 9. ralf.daute

    @stopsi1900 Hat “man” mir so zugetragen. Ein verlässlicher Informant. Ist trotzdem ohne Gewähr. Ein Banner des Anwalts, zu dessen Fachgebiet offenbar auch die lukrative Hartz-IV-Vertretung gehört, ziert schon weithin sichtbar das Gebäude

     
  8. 8. stopsi1900

    Woher soll denn die Info stammen, dass das Gebäude der ehemaligen LZB für 650.000 € verkauft sein soll?

     
  9. 7. Der Spieler

    “Der Meister” ist tot? Die Guten müssen immer zuerst gehen…. traurig

     
  10. 6. Müller

    Herr Daute, Sie brauchen sich doch nicht zu rechtfertigen.

    So läuft doch wohl das Geschäft: “Ich geb Dir einen Freiflug usw., und Du schreibst über meine Region”.

    Die gleichen Reporter mokieren sich anschließend über Arzneimittelvertreter (Pharmareferenten), die den Ärzten etwas “Gutes” zukommen lassen.

     
  11. 5. ralf.daute

    @Killerplautze Die Einladung stammte von der Tourismusagentur Friaul Julisch Venetien, die angesichts der Aufnahme der Flugverbindung Weeze-Triest die Region hier etwas promoten wollte und auf einer Tourismusmesse mit dem Flughafenmarketingchef Holger Terhorst in Kontakt gekommen war. Der wiederum wählte als schnellsten Weg, eine Handvoll Journalisten zusammenzutrommeln, den Presseclub. Von der NRZ waren der Klever Redakteur Wolfgang Remy dabei sowie der Emmericher Fotograf Dirk Schuster. Als Gegenleistung sind natürlich nette Berichte erwünscht (aber so funktionieren ca. 98 Prozent des Journalismus im Bereich Reise/Auto), allerdings muss ich sagen, dass diese Region auch nette Berichte verdient hat…

     
  12. 4. Killerplautze

    Nachtrag:

    Findet der Presseclub eigentlich nichts dabei, sich eine Reise von van Bebber und Leary und dieser Touristenveranstaltung sponsorn zu lassen? Die Herrschaften erwarten doch wohl eine Gegenleistung für soviel Gutmenschentum oder etwa nicht?
    Ist mein Freund Markus Peters auch mit von der Partie oder braucht man den nicht zu sponsorn….

     
  13. 3. Killerplautze

    Ja,ja, die Roaming-Gebühren…Wärste an den Garda-See gefahren, dann hättest Du Willis Comp….ach nee, das ist wohl keine gute Idee.

     
  14. 2. Henk

    @ureinwohner

    Was bringt einem der Berg Zucker wenn der Kaffee zu klein ist?

    Bzw. der häufige Cafégänger zusätzlich gutes “Kranenburger” trinken muss, nur um seinen täglichen Flüssigkeitsberdarf einigermaßen im Griff zu haben.

     
  15. 1. ureinwohner

    ach so hab mich schon gewundert das es hier auf meiner neuen liebligssite so still wurde.

    p.s es scheint so als gäbe es wenigstens in italien immer genug zucker zum kaffee und nich nur so zwei tütchen wie hier bei uns.

    p.p.s über eine intensive diskussion zu der landrat die stadt und das fallmanagement würd ich mich sehr freuen