Reinhold Kolsberger (1959-2010)

rd | 12. Juli 2010, 14:31 | 9 Kommentare

“Schön wär’s gewesen, aber der Sommer geht ohne Märchen weiter”, begann Reinhold Kolsberger seine Kolumne “Anmerkungen” in der vergangenen Ausgabe des Kurier am Sonntag. Er schrieb darüber, dass sich das deutsch-niederländische Verhältnis gewandelt habe (zum Positiven) und beendete seinen Kommentar, passend zur WM diesmal leicht abgewandelt, mit der üblichen Formel: “In diesem Sinne noch einen schönen Final-Sonntag”.

Reinhold Kolsberger selbst hat ihn leider nicht mehr erleben dürfen – er war schon tot, als seine Sätze erschienen. Der Journalist starb am vergangenen Freitag bei einem Vekehrsunfall, als er mit seinem Motorrad auf der L460 in der Nähe von Sonsbeck einen Pkw mit Anhänger überholte, dessen Fahrer in diesem Moment links abbog. Beim Zusammenprall verletzte Kolsberger sich so schwer, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Mit seinen wöchentlichen “Anmerkungen” hatte sich der Journalist in den vergangenen Jahren im Kreis einen Ruf als realistischer und kritischer Zeitgenosse erarbeitet (desöfteren wurden seine Kommentare auch hier im kleveblog zitiert), wobei es ihm stets darum ging, zu konstruktiven Lösungen zu gelangen. Dazu passt auch, dass Kolsberger in Rees selbst in der Politik aktiv war – als Ratsherr und Fraktionsgeschäftsführer für die SPD. Er hinterlässt Frau, eine Tochter und zwei Söhne. Seine Stimme wird der Presse am Niederrhein fehlen.

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  1. 9. clavinius

    An Allen,
    die um Reinhold Kolsberger trauern.

    Vor der Messe wurde in der Kirche ein Lied von den “Toten Hosen” in einer Endlosschleife gespielt:

    http://www.youtube.com/watch?v=sOzMWu0awMY

    Der Text des Liedes “ist Reinhold Kolsberger” life!

    Diese Musik war mir bis heute zuwider! Am Tag seiner Beerdigung wurde ich durch Reinhold eines besseren belehrt!

    Clavinius!

     
  2. 8. Astrid Stollner

    BETROFFEN habe ich heute von dem Unfalltod von Reinhold Kolsberger gehört.
    Vor ca. 10 J. habe ich ihn bei dem Verkauf der Tischtennisplatte meines Sohnes für seine Kinder als einen sehr freundlichen und bescheiden auftretenden Herrn kennengelernt. Erst da, bzw. danach habe ich ihn als den Herausgeber des Kurier am Sonntag wahr genommen und seitdem seine Kommentare geschätzt.
    Es tut mir so Leid, so ein tragischer Tod, meine Gedanken und mein Mitgefühl ist bei seiner Frau und seinen Kindern.
    Daß sie es MITeinANDER schaffen mögen, mit dem Verlust klarzukommen und für sich DA zu sein – das wünsche und erhoffe ich mir für sie!
    Astrid Stollner

     
  3. 7. Exilant

    Ein herber Verlust für Kleve! Man wird den Mann mit seinen sehr treffenden Kommentaren sehr vermissen! Danke für den Nachruf, Ralf Daute!

    Alles Gute seiner Familie und Freunden!

     
  4. 6. ralf.daute

    @Herbert I. Sorry, aber diese Diskussion möchte ich hier nicht geführt haben

     
  5. 5. Jens-Uwe Habedank

    Der Klever Presse-Szene wird was fehlen…

     
  6. 4. clavinius

    Mir fehlten die Worte, nachdem ich von den tödlichem Unfall von Reinhold Kolsberger hörte. Reinhold Kolsberger zünde ich symbolisch hier im Kleveblog eine Kerze an.

    Clavinius

     
  7. 3. Klaus Sattler

    Mit Bestürzung habe ich heute Mittag vom Tode Reinhold Kolsbergers erfahren. Ich hatte beruflich häufig Kontakt zu ihm und habe ihn als einen äußerst sachlichen, kompetenten und fairen Journalisten erleben dürfen.

    Es ist tragisch, dass Reinhold Kolsberger nun so früh gehen musste. Mein Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Die Presselandschaft im Kreis Kleve verliert einen geschätzten Kollegen.

     
  8. 2. Beobachter

    ————————–

     
  9. 1. KlePeter

    Danke für diesen Nachruf.

    Mit Entsetzen habe ich heute morgen die Traueranzeige gesehen. Wieder geht ein Mensch viel zu früh auf so tragische Art und Weise. Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.
    Reinhold Kolsberger traf mit seinen Kommentaren meist den Nagel auf den Kopf- ohne verletzend zu wirken. Sachlich und sehr fundiert setzte er sich mit dem Zeitgeschehen auseinander. Mich hat er oft zum Nachdenken und fast immer zum zustimmenden Nicken animiert.
    Schade, dass wir nun nichts mehr aus seiner Feder lesen werden.