Neue Phaceliaperspektive mit Mohnakzent, dazu heitere Betrachtungen zur Zahl 5

rd | 19. Juli 2020, 13:39 | 5 Kommentare
Kleve, 13 Uhr: Der Fotograf senkt die Kamera auf Kniehöhe (Foto: Joachim Schäfer)

Es sind mittlerweile so viele Phacelia-Fotos mit Schwanenburg erschienen, dass man den Überblick verloren hat, und dazu auch ca. 200.000 Bilder von Mohnblüten am Niederrhein. Aber hier haben wir einmal alles zusammen – drie halen, een betalen, wie unsere niederländischen Nachbarn sagen würden. Interessant ist übrigens, dass die krautigen Pflanzen über endständige, zymöse Blütenstände verfügen, deren zwittrige, radiärsymmetrischen Blüten fünfzählig sind.

Fünfzählig!

Wie kommt die Natur auf die Zahl 5? Schon mal drüber nachgedacht? 2, 4, 8 usw., das ergibt z. B. zellteilungstechnisch betrachtet Sinn. Schon die Zahl 3 jedoch ist in der Natur hochproblematisch, warum zum Beispiel entwickeln die zweiseitig symmetrischen Tiere drei Keimblätter: Entoderm, Mesoderm und Ektoderm? Und es gibt natürlich den Klee, dessen Gattungsname Trifolium das Phänomen der Dreiblättrigkeit beinhaltet. Uns gilt die vierblättrige Form als der glückbringende Sonderfall, aber sollte nicht der dreiblättrige viel außergewöhnlicher sein? Vielleicht ließe sich postulieren, dass 1 die Zahl Gottes ist (Einheit), 2 die der Natur (Zellteilung) und 3 die des Menschen (Dreieck). 4 ist zweimal zwei, und dann kommt 5. Es gibt sie als Menschenschöpfung (Pentagon, 5-Minuten-Terrine). (Lesen Sie dazu zur Vertiefung bitte auch: Das 16. Fünfeck – Anmerkungen zur Pflasterung des Bahnhofsvorplatzes!) Aber was will die Natur mit 5? Ich denke, mit dieser Frage dürften Jean-Baptiste, Niederrheinstier, Chewgum und … etc. erst einmal eine ganze Weile (5 Min.) beschäftigt sein…

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  1. 5. Jens

    Andererseits scheidet die 5 völlig aus, wie wir seit der heiligen Handgranate von Antiochia wissen…

     
  2. 4. Chewgum

    Fünf Finger, fünf Zehen. Ich mag ungerade Zahlen lieber als gerade, am liebsten die 3. Die 5 ist keine Zahl, die ich auf einem Lottoschein ankreuzen würde. Wenn ich aber irgendetwas zählen muss, notiere ich: Strich, Strich, Strich, Strich und ein Querstrich. Fünf Striche, ein Fünferblock. Der Fünf-Euro-Schein ist der kleinste – ein Vier-Euro-Schein würde keinen Sinn machen. Die 5 macht das Rechnen übersichtlicher. Mein Rechenschieber früher hatte fünf rote und fünf schwarze Holzkugeln in jeder Reihe. 5 und 5 ergibt 10. 10 Reihen davon sind 100. Das gefiel mir. Ich habe schnell Rechnen gelernt, eigentlich habe ich es gar nicht wirklich gelernt. Es funktionierte einfach und ich glaube, wegen der 5. Zweimal 5 Finger macht übrigens Sinn: So kann man auch ohne Rechenschieber rechnen lernen.

     
  3. 3. jean-baptiste

    @rd “drie halen, een betalen”
    nee nee, die niederländischen Nachbarn zijn wel goed, maar niet gek.
    Als echte Nassauer machen die maximal drie halen – twee betalen, und verdienen dan immer noch dran.

     
  4. 2. Schwarzer Kater

    Die 5 ist allein schon deshalb wichtig, weil es sonst eine Lücke zwischen der 4 und der 6 gäbe.

     
  5. 1. RKH

    geb: 1958.
    1+9+5+8=23.
    2+3=5.
    5-2=3. Exakt die Anzahl der Nägel mit denen Jesus ans Kreuz geschlagen wurde.
    58x 11,4827586~ = 666