Kommentar eines Sparkassen-Kunden

rd | 09. Oktober 2009, 19:05 | 28 Kommentare

Der nachfolgende Kommentar verblüffte mich, und deshalb habe ich ihn einfach mal aus dem Bereich rechts herausgezogen und hier eingestellt. Los geht’s:

Ein Sparkassen-Kunde schreibt: “Zitat aus dem Bilanzbericht der Sparkasse Kleve für 2008 (eingestellt in www.unternehmensregister.de):

‘Den Mitgliedern des Verwaltungsrates wurden im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von 83.036,51 Euro gewährt.’

Bei aufgeführten 15 Mitgliedern sind das 5.535,76 Euronen im Jahr je Mitglied. Für dieses Einkommen geht mancher Kunde der Sparkasse einige Monate arbeiten.
Bei den bisher hier im Blog diskutierten 500 Euro je Sitzung sind das 11 Sitzungen im Jahr – Respekt für soviel Sitzfleisch.”

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28 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 28. V-Max

    Kann es nicht sein, dass die Sparkasse mit dem ihr anvertrauten Geld nur gewissenhafter arbeitet als die Volksbank Kleverland. Schließlich will die Sparkasse nicht, so wie vor kurzer Zeit die Volksbank, am Tropf hängen!!!!
    Leider werden diese Fehlleistungen der Volksbankleitung zu schnell unter den Teppich gekehrt und vergessen.
    @Rolf
    …alles in einer Hand – das stimmt leider – aber vielleicht lernt vZ das ja noch – als Exrevisor anderen zu vertrauen ist natürlich schwierig

     
  2. 27. Rolf

    Ja Herr Weltenbummler, die Zusagen werden noch weiter zurückgehen. Warum? Weil alle Angst vor einer Entscheidung haben. Jede Kleinigkeit muß OBEN abgesegnet werden. Das Beste wäre, wenn alles in einer Hand wäre. In der Hand des großen Meisters.

     
  3. 26. Weltenbummler

    @gucky

    § 2 SpkG NRW
    Unternehmenszweck, öffentlicher Auftrag
    (1) Die Sparkassen haben die Aufgabe, der geld- und kreditwirtschaftlichen Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft insbesondere des Geschäftsgebietes und ihres Trägers zu dienen.
    (2) Die Sparkassen stärken den Wettbewerb im Kreditgewerbe….

    —————————————————————

    Bezeichnet für diesen Passus des Gesetzes ist die Entwicklung der Bilanz 2008 der Sparkasse Kleve.
    In diesem Punkt hat der Verwaltungsrat sicherlich auch seine Aufsichtspflicht im vollem Umfang wahrgenommen.
    Die Kreditzusagen gingen um 3,2 % = 33 MILLIONEN EURO (“auf Grund der verhaltenen Nachfrage”) zurück, während die Kundeneinlagen um 68 Millionen Euro stiegen. Dieser Einlagenzuwachs wurde bei anderen Banken und in sicheren Wertpapiere angelegt.
    SEHR FÖRDERLICH FÜR DEN KLEVER MITTELSTAND!!!

    PS: Die im gleichen Marktumfeld tätige Volksbank Kleverland gab im gleichen Berichtszeitraum 6,6 % MEHR Kredite an die Klever Bürgerinnen und Bürger heraus. Warum haben die mehr Nachfrage??????
    Oder vertrauen sie den Klevern mehr???

     
  4. 25. Tako Kakuta

    @MZ: Mom Michael, klasse ! Dann wünsche ich viel Glück und gutes Gelingen !

     
  5. 24. MichaelZ

    @tako kakuta:
    Meine Initialen sind tatsächlich MZ, während der große Meister ja Bernd mit Vornamen heißt…..ich habe mit dem Herrn nichts zu tun und schüttele angesichts seiner Unternehmenspolitik auch nur den Kopf…

    Die Klever SPD hat sich in diesem Wahlkampf schon aus der Asche erhoben, das wird Theo B in den nächsten Jahren schon noch merken. Der BM-Kandidat hat mit seiner Art zumindest dafür gesorgt, das dort ein Team von engagierten Leuten zusammen ist….

     
  6. 23. Sarrazin-Fan

    @ Tako Kakuta

    Im Grunde ist (oder war) die Politik ein Spiegel der Gesellschaft. Aber die Abschottungsmechanismen der etablierten Parteienpolitik sind schon massiv geworden. (Ernsthafte zukunftsorientierte Programmarbeit leistet aus meiner Sicht kaum noch eine Partei. Die Realitätsverdrängung ist aus meiner Sicht Kennzeichen der meisten Parteien geworden.)

    Die “Spielwiese” der Kommunalpolitik ist anders zu betrachten. Da ist bei ausreichend aktiven, quantitaiv und qualitativ guten Mitstreitern einiges drin. Aber die politischen Aktionsfelder auf dieser Ebene sind sehr eingegrenzt. Dadurch ist die Motivation zur jahrelangen Aufbauarbeit meist gering.

     
  7. 22. Tako Kakuta

    @MichaelZ: (war in Versuchung Deinen Nicknamen bis auf zwei Buchstaben abzukürzen, habe es dann aber nicht getan… 🙂 ) Sehr schön ! Wohin ging die Reise, wenn man fragen darf ?

    Ich habe ähnliches vor etwas längerer Zeit getan, allerdings weiter Außerhalb von Kleve, weil ich dort “gemeldet” bin. Bis jetzt war es ein interessanter Weg.

    @Capslock: Grundsätzlich nicht schlecht. Das Problem bei der Gründung eines Ortsverbandes ist aber der Start. Du musst zur Kommunalwahl für jeden Wahlbezirk (22 in Kleve) irgend jemanden finden, der sich dort auch zur Wahl stellt, sonst fallen die Stimmen in dem Bezirk schon mal weg (schxxxx Wahlrecht). Das dürfte schon schwer werden und wie gesagt, auf Dauer bringen diese Exoten nichts, obwohl es sexy ist. Ich wette darauf, dass man von den Piraten demnächst nicht mehr spricht.

    Und selbst wenn Du mit einem Sitz in den Rat von Kleve einziehst, was bringt Dir das ? Du kannst keinerlei Einfluss auf die Politik nehmen. Die nun mal auf ewig in Kleve herrschende CDU-Fraktion wird sich Dich, als “Piraten”, niemals mit ins Boot holen.

    Was neues, frisches, kann man auch in den etablierten, verstaubten Parteien anzetteln. Da musst Du hin gehen. Für Kleve kommt da m.e. die CDU (aber zu groß, zu schwerfällig, uninteressant, langweilig), Grüne oder FDP in Frage. Mit der SPD habe ich so meine Probleme. Die müssen erst noch den überfälligen und bisher nur eingeleiteten “Phönix-Prozess” durchleben (das mit der Asche und so… und die sind m.e. erst beim Brennen angekommen).

    Da kann ich mich aber auch irren, wenn der “MZ” (weiter oben der, der Michael, nicht der Dings…) dort schon aktiv geworden ist (reine Spekulation aber ich habe recht, “MichaelZ” ?). Dann geh doch da hin, zur SPD. Der “MZ” scheint doch ok zu sein und den kennt man dann schon aus diesem Blog hier.

    @MichaelZ: Ich gehe davon aus, dass Du immer ein Päckchen Mitgliedsanträge in der Tasche hast !

     
  8. 21. MichaelZ

    @Tako Kakuta

    Ich werde niemals bei den Klever Grünen eintreten!!! Ich habe allerdings noch am Abend der Kommunalwahl meine Konsequenz gezogen und habe genau das getan, was Tako Kakuta fordert….

     
  9. 20. Capslock

    @Tako Kakuta

    Wenn sowieso so viele Leute dabei zusammenkommen dann können wir gleich die Klever Piratenpartei gründen. Letztlich werden viele Menschen bei der Wahl nur aufgrund des bekannten Parteinamens schon ihre Vorurteile der letzten Jahre/Jahrzehnte im Kopf haben und selbst einer Partei mit völlig anderen Köpfen an der Spitze auch ihre Stimme verweigern – oder sie wie immer Wählen (das wäre natürlich ein Startvorteil 🙂 )

     
  10. 19. Tako Kakuta

    @MichaelZ: Das ist leider kein Einzelfall. Ähnliches, allerdings mit anderen Parteien, hört man auch aus Nachbargemeinden.

    Aber das ist doch ein Grund mehr, sich bei den Grünen zu engagieren, oder ? Wie viele Mitglieder kommen denn in Kleve bei den Parteitagen der Grünen zusammen ? Vier, acht… sechzehn ? Da wäre es doch ein leichtes, Einfluss zu nehmen, wenn man kurz mit dem ganzen Kegelverein dort vorstellig wird. Genau das ist auch der Grund, warum sich viele Parteien vor Neueintritten regelrecht abschirmen. Immer schön unter sich bleiben, damit das Geschmeiß nicht Einfluss nehmen kann. Aber genau da muss man ansetzen.

    M.e. ist die Abgabe einer Stimme für die OK oder das Engagement dort verschwendete Energie. Was bewirkt man damit ? Nichts ! Es gibt Studien, die (leider) belegen, dass sich langfristig nur etablierte Parteien durchsetzten (siehe Heuvens-Projekt in BH). Als besondere Ausnahme sei die Geschichte der Grünen erlaubt. Ich nehme aber jetzt schon Wetten für die Entwicklung der freien Wähler für die nächsten 12 Jahre in Bayern an.

    Wie dem auch sei, ich stelle mir vor, dass z.B. MichaelZ, Killerplautze, Wäscheklammer, Bernos, Peter, Paul & Mary den Grünen beitreten, jeweils noch 2 Freunde überzeugen und dort dann mit 21 Mann (Frau) plötzlich zu einem Parteitag aufschlagen. “Wenn” man sich einig wäre, dann könnte man mit dieser Zahl von Stimmen nicht nur bei den Grünen den Laden regelrecht auf den Kopf stellen. Bei dem Gedanken bekäme sogar die CDU feuchte Hände.

    Das würde doch Spaß machen, oder ?

     
  11. 18. MichaelZ

    @Tako Kakuta

    Die Grünen in Kleve sollten geschlossen der CDU beitreten, das spart uns eine Fraktion im Rat und die damit verbundenen Kosten. Eigenes Profil? Fehlanzeige
    Ich hab die vor fünf Jahren gewählt, aber sicher nicht, um Theo Brauer und den seinen zur Mehrheit zu verhelfen.

    Die echten Grünen sind heute in der OK

     
  12. 17. Tako Kakuta

    @Wäscheklammerer: Ja, genau, Du interessierst Dich für Politik und Dir geht das alles auf die Nerven ? Bis hier hin grandios und nun spinne den Gedanken bitte weiter. Bitte verstehe aber, dass es mir weniger um die große Politik in Berlin oder Peking geht. Im Kleinen fängt es an.

    Es gibt ja noch eine Partei des bürgerlichen Lagers, die in Kleve aktuell sogar eine größere Rolle spielt als die FDP. Die Grünen ! Wie wäre das denn ?

    Einfach hingehen und mitmachen !

    Es liegt in Deiner Hand und es ist Deine Entscheidung ob Du was gegen die Verhältnisse in und um Kleve tun willst oder nicht. Ich würde das nicht anderen überlassen.

     
  13. 16. Wäscheklammerer

    >Oder man unterstützt eine bürgerliche Partei, um die die CDU bei der Bildung von Mehrheiten nicht herum kommt.

    EFFDEPEE? Dieser Lobbyistenhaufen, der jahrelang Marktliberalismus predigte, der uns in die Schei… geführt hat und es jetzt mal wieder nicht gewesen sein will?

    http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/217/490591/text/

    Die “Wir sind die Partei der Bürgerrechte”, welche sich in NRW einen Innenminister erlauben, dem höchstrichterlich bescheinigt wurde, dass ein von ihm entworfenes und zu verantwortendes Schnüffelgesetz verfassungswidrig ist?

    http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs20080227_1bvr037007.html

    Nee danke.

     
  14. 15. Tako Kakuta

    @Bernd Derksen: Wenn ich Sie richtig interpretiere, dann kann man nur etwas effektiv verändern, wenn man direkt in das Geschehen eingreift.

    Für einen Kritiker der niederrheinischen Verhältnisse wäre z.B. der Eintritt in die CDU in Erwägung zu ziehen- ernsthaft ! Oder man unterstützt eine bürgerliche Partei, um die die CDU bei der Bildung von Mehrheiten nicht herum kommt.

    Wenn man dann noch bedenkt, dass sich i.d.R. nur wenige Parteimitglieder zu Abstimmungen einfinden und mit einer Hand voll Stimmen schon das Geschehen bestimmt werden kann, dann wäre so ein Engagement zumindest für die, die ernsthaft an einer Veränderung der hiesigen Politik interessiert sind eine interessante Option (Pflicht wollte ich jetzt nicht sagen).

    M.e. muss man sich darüber klar sein, dass das Gesamtbild der Politik nichts als ein Spiegel der Gesellschaft ist. Viele kritische Kommentare hier erinnern mich an meine Kinder, die sich gerne mal vor den Spiegel setzen und laut schimpfen oder Grimassen schneiden.

    Da wir das Glück haben in einer Demokratie zu leben, steht das Werkzeug “aktives politisches Engagement” jedem zur Verfügung. Jeder der es nicht nutzt oder eine ähnlich brauchbare Alternative anwendet, der bekommt eben genau das zurück, was er gibt…

     
  15. 14. afrika

    Moin moin!

    zuerst einmal finde ich die Kommunikationspolitik der Sparkasse auch mangelhaft, aber ein zwei Sachen möchte ich gerne mal klarstellen.

    @Klaus: Die Sparkasse ist wie jede Bank verpflichtet Organkredite zu melden und gesondert auszuweisen. Hört sich für mich nach einer normalen Höhe an, inbesondere wenn man bedenkt was ein Haus kostet.

    @gucky: Swap Geschäfte sind nichts anderes als Tauschgeschäfte. Bank A und Bank B tauschen fixe Zinszahlungen für einen bestimmten Zeitraum gegen variable Zahlungen für diesen bestimmten Zeitraum. Banken verdienen ihr Geschäft in der Regel durch die Fristentransformation. Das bedeutet, dass sie langfristige Zahlungsströme (z.Zt. eher die Kreditgeschäfte) gegen kurzfristige Zahlungsströme (z.Zt. binden sich die Kunden nicht langfristig aufgrund der niedrigen Zinsen) dies ist das Tagesgeschäft. Wenn jetzt die Zinsen steigen werden weniger langfristige Kredite abgeschlossen und längerfristige Anlagen nehmen zu. Dies bedeutet ein Risiko für die Bank, da es so passieren kann, dass die Bank niedrige Zinsen einnimmt und hohe Zinsen zahlen muss. Also ist der tausch von Zinszahlungen die (Payer- und Receiver-) SWAPs das beste was die Bank machen kann. So zahlt sie im Moment zwar zusätzliche Gebühren, aber steuert so der Gefahr entgegen dass die Zinsspanne (der Gewinn der Bank) zu stark sinkt. 176.000.000 klingen dabei eigentlich recht normal. Das wird dieses Jahr wahrscheinlich eher noch mehr werden.

    @all: Experten sollten heutzutage wirklich auch im Verwaltungsrat sitzen. Man sollte einfach mal einen Wissenstest zum Thema Risikomanagement und allgemeinem Bankwissen im Verwaltungsrat machen. Danach wüsste man, ob die z.B. wissen was ein SWAP ist.

     
  16. 13. Bernd Derksen

    @Gucky

    Mal abgesehen davon, dass ich den Staat als Unternehmer generell eher kritisch sehe:

    Auch die höchsten Richter dieses Landes werden von Politikern ausgewählt. Dennoch sitzt kein Abgeordneter im Bundesverfassungsgericht. Natürlich gibt es dort Anforderungen an die in Frage kommenden Personen. Ebenso könnte man es bei Aufsichtsgremien öffentlicher Unternehmen halten. Oder Höchstquoten, usw. Ist eine Frage des politischen Willens das Sparkassengesetz hier sinnvoll zu verändern. Aber einträgliche Pöstchen nicht mehr nach politischem Proporzdenken verteilen zu können, dürfte nicht die Absicht der meisten Politiker sein, auch programmatisch fordert es keine der etablierten Parteien, weil man ja selbst zu sehr davon profitiert. (Daher erwarte ich zumindest für die nächsten 10 Jahre nichts derartiges.)

    Glauben Sie ernsthaft, dass die Kompetenz zur fachkundigen Beurteilung ökonomischer und unternehmerischer Prozesse und Entscheidungen automatisch mit der Übernahme eines politischen Mandats entsteht? Natürlich schließt das eine das andere nicht aus, aber an einen zwingenden Zusammenhang glaube ich nicht… (Ich halte wenig von Politikern in Aufsichtsräten, etc.. Die teilweise sinnvolle politische Einflussnahme hat anders zu erfolgen. In wirtschaftliche Gremien gehören Fachleute.)

     
  17. 12. Bernd Derksen

    @Tako Kakuta

    Das Internet wird (noch) als recht offener Diskussionsraum “zugelassen”, auch da es relativ geringen Einfluss auf die reale Welt und die dortigen Machtverhältnisse hat.

    Die Diskussionsforen und Blogs des Internets können von Mächtigen als gute Möglichkeit angesehen werden, Frust, Unzufriedenheiten etc. gut beobachten und relativ wirkungslos abbauen und verpuffen zu lassen.

    Der Großteil der im Internet aktiven Vielschreiber ist nicht willig oder fähig, das gleiche Engagement in der wirklichen Welt der politischen Einflussnahme zu zeigen. Allein schon, weil man sich dort nicht hinter seiner Anonymität verstecken kann. [Bsp.: Wer außer Willi Heuvens schreibt Leserbriefe zu den im Kleveblog behandelten Themen? Da hat er, auch in meine Richtung fragend, völlig recht. ] Aber auch weil Kompromisse zu finden sind, usw.

    [Erinnert mich an eine “Mahnwache” in Düsseldorf, wo neben mir noch eine handvoll andere waren. Aber der Staatsschutz hatte dennoch Beobachter geschickt, weil er befürchtete, dass sich aufgrund der vielen im Internet sich dazu damals Äußernden mehr Leute einfinden und man eine Bewegung in der realen Welt befürchtete, deren Ausrichtung noch nicht klar schien … ]

     
  18. 11. gucky

    @ v-max

    fachleute sind durchaus dabei. wie sollte denn eine solche selektion eines verwaltungsrates deiner meinung nach aussehen. preisausschreiben in der RP ?
    ich denke die demokratisch gewählten volksvertreter ( für die es immerhin eine teil belastbare mehrheit gab) , mit dem posten zu betrauen macht doch sinn. die sparkasse geht doch mit nem öffentlichen auftrag zu werke. ( nachzulesen im § 2 Sparkassengesezt )

    ” ……. Mit ihrer Aufgabenerfüllung dienen die Sparkassen dem Gemeinwohl.”

    @klaus
    der blick in die bilanz 2008 ist wirkich ganz spannen !
    … 176 millionen euro SWAP geschäfte !!!!!!!!!!!!!! mit solchen oder ähnlichen zinszwaps hat sich ja schon die ein oder andere kommune auf den popo gesetzt. hedge-fonds im roten sparkassen mäntelchen ???

     
  19. 10. Tako Kakuta

    Zitat: “Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.”

    Und jetzt ? Was machen wir mit der hier geballten Energie, genährt aus Empörung und Entsetzen ?

    Die gleiche Frage stellt sich übrigens hier: https://www.kleveblog.de/?p=3098 oder hier https://www.kleveblog.de/?p=3113 usw., etc., etc…

    Immer das gleiche Bild. Bernd hier, Roland da, Theo kaspert oben drüber oder drunter und dann die obligatorischen Empörungen und weiter geht’s, immer weiter und weiter und weiter. Weiter so ?

     
  20. 9. klaus

    500 Euro Sitzungsgeld; das ist ja noch harmlos bzw. noch unterhalb der Schwelle die man als geschmacklos bezeichnen könnte.
    Viel interessanter ist doch der Hinweis in der Bilanz 2008, das im Geschäftsjahr 1.738.783,29 € an Darlehn an die Mitglieder des Verwaltungsrates ausgereicht wurden. Die aus diesen sicherlich sehr billigen Darlehn resultierenden Zinsvorteile dürften um ein vielfaches Höher sein als die Einnahmen aus Sitzungsgeldern.

     
  21. 8. KlePeter

    Nana, warum regt Ihr Euch darüber auf, dass keine Fachleute im Verwaltungsrat sind? Hat sich der Verwaltungsrat nicht unlängst für “nicht zuständig” erklärt?
    Dann stellt sich aber wirklich die Frage, ob die VE und sonstige Incentivies nicht auch als Schweigegeld betrachtet werden können. Dafür hält man Kritik in der Öffentlichkeit – so es der gemeine Bürger den merkt – auch aus.

     
  22. 7. V-Max

    @gucky
    mir kommen die Tränen – das sind a l l e absolute Nichtfachleute. Sie kommen ausschließlich wegen ihres Parteibuches auf diese Position (egal ob Schwarz oder Rot oder Grün oder…). Seht euch doch im Jahresbericht der Sparkasse doch einmal die Namen der Mitglieder an. Die kassieren jahrelang diese Sitzungsgelder. Lohnend war es bei der anstehenden Frage: gibt es eine Fusion der Niederrhein-Sparkassen oder nicht. Es gab wöchentlich mehrere Sitzungen und alle brachten Sitzungsgeld.
    Bleibt es bei diesen Sitzungsgeldern? Der werden auch noch Seminare oder Betriebsbesichtigungen (natürlich mit Übernachtungen in Top-Hotels) veranstaltet.
    In diesem Punkt hat W. Heuvens Recht – nur Abnicker, keine Fachleute – s. auch H. Geurts als Aufsichtsratvorsitzender der VB Kleveland (ehem. Polizist und Bürgermeister!!- aber CDU Parteibuch)
    Haftungsfrage: lachhaft

     
  23. 6. L.Seerden

    @Bernos

    “Unsere” lokalen Polit-Größen haben halt immer noch das System Bundesbahn im Hinterkopf.

    Man kann ihnen ihre zögernde Haltung auch nicht vorwerfen, hatte doch die damalige BD Köln unter dem “Streckenkiller” Beck alles daran gesetzt, den hiesigen Betrieb so unwirtschaftlich wie möglich zu gestalten.

    Es geht auch anders, wie ein Beispiel aus der direkten Nachbarschaft beweist. Zwischen Nijmegen und Venlo/Roermond führen die Provinz Limburg und die Stadsregio den defizitären Personenverkehr in Eigenregie durch.

    Nach Anlaufschwierigkeiten bietet sich folgendes Bild.

    Es wird zum Teil ein 15 Minuten Takt gefahren. Die Züge sind derart überfüllt, dass die Fahrgäste zum Teil auf den nächsten Zug warten müssen. Man verlängert nun die Bahnsteige und setzt in Kürze längere Züge ein, um dem Ansturm Herr zu werden.

    Auch wird die Strecke ausgebaut, um die Verspätungen auf ein Minimum zu beschränken.

    In Molenhoek bei Mook hat man einen Haltepunkt eröffnet, damit neben den Einwohnern endlich auch die Groesbeeker mit der Bahn zur Arbeit fahren können. 🙂

     
  24. 5. Bernd Derksen

    Wenn die Verwaltungsratssitze aufgrund von Kompetenzen und Eignung besetzt würden, könnte man sicher auch Argumente für die Höhe des Sitzungsgeldes finden. Allerdings werden die Posten primär aufgrund von Parteizugehörigkeit und -verdiensten zugeteilt.

    Die zu vergebenden Posten dienen somit auch der Disziplinierung der aktiven Parteimitglieder. Opportunismus und Angepasstheit müssen sich irgendwann auch finanziell lohnen. Auch der Parteinachwuchs braucht doch eine lohnende Zukunftsaussicht…

    Und nebenbei sorgt die Höhe des Sitzungsgeldes wohl auch für eine eher wohlwollende Betrachtung der Unternehmensaktivitäten. Ich bezweifele, dass so eine bestmögliche Erfüllung der Aufsichtsfunktion möglich ist. “Bestechung” wirkt halt …

    Ich sprach vor der Kommunalwahl ja mal mit dem stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden der Sparkasse Kleve, Janssen, über die Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit der veruntreuten Kundengelder. Er sagte, dass sämtliche Verwaltungsratsmitglieder die Stellungnahme Spreens (vor Erscheinen) unterstützt haben. Ich verstehe unter den Aufgaben des Verwaltungsrats aber mehr Unterstützung als Abnicken…

     
  25. 4. Tako Kakuta

    Es gibt wirklich schlimmeres. Ich frage mich, ob nur die Höhe des Betrags Anlass zur Diskussion geben sollte. Da muss ich Gucky zustimmen.

    Viel interessanter wäre höchstens, darüber zu diskutieren, wer unter welchen Umständen mit welcher Qualifikation und subjektiver Legitimation in den Verwaltungsrat einzieht und ob der Verwaltungsrat diese Größe haben muss und -zuallerletzt- wer die Höhe der Vergütung eigentlich bestimmt.

    Also zusammengefasst: Wie funktioniert das System und ist das System zweckmäßig ?

     
  26. 3. Bernos

    Mein Gott. Es gibt echt Schlimmeres.

    z.B. dass auf ner Bahnstrecke Draisinen fahren oder MZ die Union ausgeschlachtet hat.

     
  27. 2. Johannes

    Ja Herr Daute, es stimmt!! Die Verwaltungsratsmitglieder (Politiker)bekommen von der Sparkasse Kleve pro Sitzung 500 Euro. Egal, ob eine Stunde oder 3 Stunden Sitzfleisch. Ist das nicht unglaublich? Die Verwaltungsratsmitglieder (Politiker) bei der Sparkasse Goch bekommen zusätzlich noch vor Weihnachten fürstliche Geschenke wie Kameras usw. Jetzt wissen Sie auch, warum diese Posten bei den Sparkassen und bei den Stadtwerken so begehrt sind.

     
  28. 1. gucky

    ich denke hier sollte man die kirche im dorf lassen.
    5,5 TEUR geht sicher in ordnung. zumal sich das wohl nicht linear verteilt. der vorsitzende wird wohl ein zwei euro mehr abschnappen. für die zu investierende zeit und das vorzuhaltende fachwissen kommt man sicher nicht mit viel weniger zurecht.
    einpreisen sollte man, das die herren im falle eines falles, bei grober verletztung ihrer aufsichtspflicht, mit in der haftung sind.
    für das durchschnittseinkommen eines sparkassenkunden kann der verwaltungsrat schließlich auch nichts ! 🙂

    ich denke bei der spardose kleve gibts größere aufreger……..