KKiKK-Kritik: Eine Pressemitteilung und ihre Bedeutung

rd | 15. Januar 2012, 13:19 | 24 Kommentare

Lange hat er geschwiegen, selbst Nachrichten, dass Beschäftigte des Krankenhauses in Kalkar bereit sind, unbezahlten Urlaub zu nehmen, um ihre Einrichtung zu retten, ließ er erst einmal unkommentiert durch die Landschaft wabern, doch Ende der Woche schlug Dr. Peter Enders, Hauptgeschäftsführer der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve (KKiKK), mit einer »Stellungnahme« zurück. Die erinnert ein bisschen an das »Neue Deutschland« und ist es wert, eingehend analysiert zu werden:

Originaltext Versuch einer Interpretation
Viele Gerüchte gibt es derzeit um die Situation des Verbundes der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve Trägergesellschaft mbH. Hoffentlich liest keiner weiter.
Von Stellenabbau ist die Rede und von Krisensitzungen der Geschäftsführung. Wenn ich diese Pressbengel zu fasse kriege, na warte!
Doch was ist Fakt? Soll ich das wirklich sagen?
Unbestritten gilt, dass die derzeitigen ordnungspolitischen Rahmenbedingungen für alle Krankenhäuser der Bundesrepublik Deutschland schwieriger sind als in den Vorjahren. Hierüber wurde in der Vergangenheit mehrfach in allen Medien berichtet. In Grammatik gegossenes Valium.
Das Hauptproblem – nicht nur für die Häuser unseres Verbundes – liegt darin, dass auf der einen Seite politische Vorgaben bestehen, die nur eingeschränkte Erlösentwicklungen in den Kliniken ermöglichen. Auf der anderen Seite sind deutliche Kostensteigerungen zu erwarten. Dieser Schereneffekt geht unter sonst gleichen Bedingungen zu Lasten der Betriebsergebnisse der Krankenhäuser. Noch wach? Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad.
Der Verbund der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve kann und wird sich dieser schwierigen Situation stellen, … … denn wir leben ja nicht in einem Paralleluniversum, …
… da er über ausreichend Synergiepotenziale verfügt. Augen zu und durch! Hoffentlich merkt niemand die etwas kurzatmige Kausalität (man müsste sich auch ohne ausreichende Synergiepotenziale der Situation stellen) und die wahre Bedeutung dieser Aussage (wir haben in der Vergangenheit das Geschäft so nachlässig betrieben, dass wir diese Synergiepotenziale aufhäufen konnten).
Dazu sind zum einen strukturelle Änderungen erforderlich, die kurz- bis mittelfristig realisiert werden können. Wie sage ich Kalkar, Emmerich Goch, Kevelaer, ohne Kalkar, Emmerich Goch, Kevelaer zu sagen?
Zum anderen setzen wir auf sinnvolle und überlegte Sparmaßnahmen. Unbezahlter Urlaub.
Dies alles dient der Stabilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse, die in den letzten Jahren sehr gut waren und weiterhin sehr bleiben sollen. Vater unser im Himmel…
Hierzu wurden von der Belegschaft bereits konstruktive Lösungsvorschläge unterbreitet, die wir derzeit prüfen und zu gegebener Zeit umsetzen werden. Also werden sie so oder so umgesetzt. Aber vielleicht kommt ja noch mehr…
Grund zur Panik besteht nicht! Frauen und Kinder zuerst!
Die Ausgangssituation für die KKiKK kann als komfortabel beschrieben werden, denn kaum eine Trägergesellschaft hat so viele Gestaltungsmöglichkeiten wie unsere. Holbein hat Anna von Cleve ja auch schön gemalt.
Wir dürfen daher sehr zuversichtlich sein, dass die verantwortlichen handelnden Personen, Gremien und Partner der KKiKK die richtigen Entscheidungen treffen werden. Lobet den Herrn, zumindest aber Dr. Peter Enders!

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24 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 24. Jens-Uwe Habedank

    Wo fehlt denn das Geld – und geht wohin?
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/mehr-als-3-milliarden-ueberschuss-krankenkassen-strotzen-vor-finanzkraft-11551001.html

    Unter anderem auch Krankenhäuer werden gekürzt, müssen schliessen – und da werden gleichzeitig Mrd. an Überschüssen bei den Krankenkassen eingefahren. DAS paßt doch irgendwie nicht!

     
  2. 23. Realist

    Generell hat Tom Recht, das problem, was dabei in Kauf gnommen werden muss ist dei Unterhaltung der Einzelhäuser. Die hierfür aufzuwendenden Mittel könnten auch in die Ausrüstung der Häuser fliessen. Wenn man den die Landkarte des Kreises mal genauer betrachtet, gäb es eine Lösung (die sich vermutlich UNTERNEHMENSpolitisch aber nicht durchsetzen lässt) Aufgabe der Häuser Kevelaer und Goch. Grund- versorgungsaufgaben in Kleve (und Geldern sowie Emmerich, die ja nicht im Verbund sind und auch kein Interesse an einem Anschluss haben) und ein zentraler Klinikneubau für die komplette Spezialversorgung des unteren Niederrheins in Weeze. Warum Weeze??? Weil Weeze die geografische Mitte des Kreises bietet (einfach mal zwei Linien durch den Kreis ziehen (Nord-Westen bis Süd-Osten / Nord-Osten bis Süd-Westen)und im Gegensatz zum ebenfalls sehr zentralen Uedem eine Bahnanbindung (ÖPNV) besitzt. Ein Ausbau des Gocher KH als “Zentralklinik” wäre eine zweite Alternative, das Kevelaerer KH kommt auf grund seiner ansonten recht positiven innerstädtischen Lage aufgrund der sehr begrenzten Erweiterbarkeit wohl eher nicht infrage.

     
  3. 22. Günter

    Da hat Dr. Zeitzeuge vollkommen recht! Vor allem an den Wochenenden kann man viele Ärzte nicht verstehen.

     
  4. 21. Zeitzeuge

    Wenn ich im RP-Artikel die Äußerung von Herrn Enders “Das Geschäftsjahr 2011 werde die Trägergesellschaft mit einer schwarzen Null abschließen. Dazu hätten vor allem erfolgreiche Sparmaßnahmen beigetragen.” lese, dann demaskiert das seine Haltung.

    Vor allem zum Geschäftsergebnis beigetragen haben diejenigen, die die Patienten versorgt haben (inkl. der Funktionsdienste). Sparmaßnahmen haben allenfalls einen kleinen Beitrag dazu geleistet.

    Und auf wessen Rücken diese Maßnahmen ausgetragen werden bleibt auch in diesem Artikel weitgehend unerwähnt. Da ist nur von von “kein Grund, hysterisch zu werden” und Einsparungen mit “Augenmaß und Verstand” die Rede. Der Personalbedarf wird seit Jahren trotz kontinuierlich steigender Arbeitsleistung kleingerechnet. Da ist dann auch eine Aussage über angeblich voll besetzten Planstellen im medizinischen Bereich fast zynisch.

    n.b.: Die Einsparungen bei den Honorarärzten zeigen noch weiteres. Die Arbeitsbedingungen und die gebotenen Perspektiven waren/sind wohl so schlecht, dass auf dem normalen Weg kaum qualifizierten Ärztinnen und Ärzte zu gewinnen waren. Das hat sich auch dadurch etwas geändert, dass man begonnen hat, Ärzte aus aller Welt nach Kleve zu karren. Eine nicht wirklich profunde Lösungsstrategie. Die Klagen von Patienten, dass sie vom ärztlichen Personal nicht verstanden würden, nehmen jedenfalls seit geraumer Zeit zu.

    siehe auch: http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/kleve/nachrichten/personalnot-chinesen-helfen-den-kliniken-1.1090373

     
  5. 20. Jens-Uwe Habedank

    @Günter: Zu der Sache mit dem Reinigungspersonal (ist auch in öffentlichen Gebäuden, Stadt, Schulen usw. übertragbar) – Da genau ist er doch, der Zeitdruck unter kostendämpfenden Aspekten. Entweder werden die Flächen/h verdoppelt oder die Anzahl der Reinigungskräfte halbiert (was auf’s gleiche hinaus läuft). Dafür dann aber “Hauptgeschäftsführer” usw. einstellen; vielleicht noch ‘n Controller, Putz-Objekt-Task-Force-Manager…

     
  6. 19. hört!hört!

    zum Artikel heute in der RP:http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/kleve/nachrichten/enders-klinik-standorte-sicher-1.2678941

    “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten”…

     
  7. 18. Günter

    Dr. Zeitzeuge, da habe Sie vollkommen Recht mit Ihren sehr guten Darstellungen! Ich lag fast 5 Wochen im Klever Krankenhaus. Das Pflegepersonal war teilweise völlig überfordert. Vor allem auch die Nachtschwestern taten mir leid. Sie rasten von einer Station zur anderen und konnten die Patienten kaum betreuen.Das Pflegepersonal war auch tagsüber nicht gut besetzt und bekommt auch nur einen geringen Lohn! In Holland hat das Pflegepersonal von der Leitung her ein sehr, sehr großes Ansehen und wird auch gut bezahlt. Schlimm wird es für die Patienten, wenn am Wochende gesundheitliche Probleme auftauchen! Ein Arzt ist für mehrere Stationen zuständig und der arme Patient muß teilweise einige Stunden warten, bis er ärztlich versorgt wird. Ich habe großen Respekt vor den Pfleger und Pflegerinnen. Was sie leisten ist schon bemerkenswert. Hut ab auch vor den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf der Intensivstaion. Auch hier wird hervorragend gearbeitet und betreut!Zum Schluß noch etwas zum Reinigungdienst: Als eigene Mitarbeiter noch zuständig waren, war es erheblich sauberer.

     
  8. 17. Zeitzeuge

    Leider ist bei dieser Effizienssteigerungsorgie auch im Bereich der stationären Krankenversorgung eine ganze Menge auf der Strecke geblieben, das im Sinne einer patientengerchten Versorgung unabdingbar ist. Dazu braucht es nämlich unter anderem ein Umfeld in dem sich ärztliches und pflegerisches Personal die Zeit nehmen kann, die der jeweilige Patient braucht.

    Heute wird das Geld mit möglichst kurzen Liegezeiten und mit möglichst lückenloser Codierung (Stichworte: Fallpauschalen, abrechungsrelevante Nebendiagnosen und Prozeduren) verdient. Außerdem ist aus forensischen Gründen ein abstruser Dokumentationswahn eingeführt worden, der erhebliche Zeit kostet, die in der Patientenversorgung fehlt. Das führt letztlich dazu, dass ein enormer Leistungs- und Rechtfertigungsdruck entstanden ist, der es manchmal unmöglich macht die Patienten auf der adäquat zu versorgen, auch wenn in der Öffentlichkeit stets das Gegenteil behauptet wird.

    An vielen Ecken und Enden klemmt es, weil die Personaldecke um dem steigenden Kostendruck gerecht zu werden ausgedünnt und das verbliebene Personal ausgequetscht wird, was der Attraktivität der Berufe im Gesundheitssystem ziemlich abträglich ist.

    Wie in der freien Wirtschaft spart der (Wasser-)Kopf der Verwaltung besonders bei der Leistungserbringern. Das geht von der ärztlichen Dienst über das Pflegepersonal bis hin zu teilweise ausgegliederten Funktionsdiensten, wie dem Raumpflegedienst.

    Merkwürdigerweise schrumpfen die Verwaltungen in der gleichen Zeit nicht adäquat mit.

    Viele Beteiligten sind mit der Situation unzufrieden (Patienten ebenso wie das Personal im Gesundheitswesen). Leider machen viel zu viele und viel zu viele Lobbyisten es nahezu unmöglich wirklich gesunde Gesundheitsreformen zu beschließen und umzusetzen.

    Letztlich kann der Klever Verwaltungsdirektor auch nur innerhalb ihm von außen vorgegebenen Bedingungen mit dem Geld haushalten, dass ihm unsere Gesellschaft zur Verfügung stellt. Ob er das gut oder schlecht tut kann ich nicht beurteilen, da ich mittlerweile an einem ungeKKiKKten Haus arbeite.

    Vermutlich wird es aber zu aufgrund der politisch vorgegebenen Rahmenbedingungen zur Schließung von Krankenhausbetten kommen müssen.

    Eine Gesellschaft bekommt im übrigen genau die die medizinische Versorgung, die sie sich leisten will und kann.

     
  9. 16. Jens-Uwe Habedank

    @ ralf.daute + Insider: Da sind in der Tat einige Dinge, die zu beachten sind. Sowohl die Dauer der stationären Behandlungen als auch die Vorhaltung von Leistungen.
    Sicherlich, sehe ich ein, muss das berücksichtigt werden; auch im Interesse der Patienten und Beitragszahler.
    Andererseits befürchte ich, dass Konzentrationen Überhand nehmen und für “Otto Normal” schlecht erreichbar sein könnten. Dass man nicht überall eine Unfallklinkik braucht ist klar – aber besteht nicht die Gefahr, dass dann auch Grundversorgung abgebaut wird…?
    Unfallklinik ist eh ein eher schlechteres Beispiel – denn die ist für uns in Nimwegen; man braucht also hier nichts zu konzentrieren, was es eh nicht gibt.
    Nicht dass wir einmal “Rumänien in D” erleben…:

    http://www.taz.de/Die-rumaenische-Gesundheitsmisere/!85782/

     
  10. 15. Insider

    Jens-Uwe Habedank: Die Medizin hat sich weiter entwickelt, die Therapien werden aufwendiger und mehr Krankheiten können erfolgreich behandelt werden, dies aber mit hohem Aufwand.
    Ein Beispiel: Nach einem Autounfall mit einem Mehrfachverletzten benötigt man: 2 Unfallchirugen, mind. 1 Allgemeinchirugen, 2 Anästhesisten, einen Neurochirugen, hochqualifiziertes Pflegepersonal, ein CT und ein MRT – Gerät, ein modernes Sonographiegerät, leistungskräftige moderne Op-Säale und eine moderne Intensivstation, die den hohen Auflagen der Behörden ( Hygiene, Brandschutz usw. ) genügt. Dieser Aufwand muß 365 Tage im Jahr vorgehalten werden, auch wenn Gott sei dank gerade keiner verunglückt. Es ist glaube ich klar, dass dies nicht an beliebig vielen Standorten medizinisch möglich ist, da qualifiziertes Personal in dieser Anzahl gar nicht zu bekommen ist. Die Kräfte müssen daher gebündelt werden. Zentralisierung rettet so verstanden Menschenleben! Von Wirtschaftlichkeit haben wir bis dahin noch gar nicht gesprochen.

     
  11. 14. ralf.daute

    @Juh Früher lag man z. B. mit einer Bandscheiben-oP vier Wochen im Gipsbett, heute wird man nach 2Tagen nach Hause geschickt. Bei fast allen Krankheiten ist es ähnlich. Aber die gleiche Bettenzahl vorhalten??

     
  12. 13. Jens-Uwe Habedank

    @Insider: Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Man kann ja drüber nachdenken ob sich Synergien finden lassen – dann aber zum Wohle der Patienten und des Versorgungsauftrages, aber bitte nicht aus Kostengründen der Betriebswirtschaftler wo wahrscheinlich gewachsene Versorgungsmentalitäten für Manager tabuisiert werden.
    Es fällt schon auf, dass vor 10, 15, 20 Jahren diese 6 Krankenhäuser überhaupt nicht “zuviel” waren – plötzlich aber doch! Warum ist das so gekommen…?
    Wenn ich lese, das Dr. Enders “Hauptgeschäftsführer” einer erst relativ neuen Wasserkopf-Institution ist – wieviel “Nebengeschäftsführer” mit welchem kostenmäßigen Aufwand gibt’s da noch und was nützen die dem Patienten?

     
  13. 12. Insider

    Es führt kein Weg daran vorbei. 6 Krankenhäuser im Kreis Kleve sind zuviel. Die doppelt und dreifach vorgehaltenen Abteilungen sind zu klein, um wirtschaftlich und vor allem auch fachlich auf optimalem Stand geführt zu werden. Gynäkologie, Geburtshilfe und Kinderheilkunde an einem Standort zusammenzuführen war unter dieser Prämisse unumgänglich. Weitere Zusammenlegungen sind unbedingt notwendig,um vor allem in den großen Fächern – Innere Medizin und Chirurgie – Leistungen auf modernem Niveau anbieten zu können und engagierte Ärzte rekrutieren zu können. Ein Zentralkrankenhaus ist eine denkbare Option, aber wer außer einer privaten Klinikkette kann das finanzieren? Und wäre ein solcher Investor wünschenswert? Die Gebäude mögen in Krefeld gut aussehen, die Mitarbeiter in Krefeld äußern sich zu ihrem neuen Arbeitgeber deutlich differenzierter.
    Die anstehenden Entscheidungen zur Strukturierung der stationären Versorgung im Kreis Kleve werden für viele Beteiligte sehr hart werden. Herr Dr. Enders ist Geschäftsführer der KKIKK, die Entscheidungen zu diesen strategischen Fragen trifft aber der Aufsichtsrat und der besteht aus Vertretern der 4 Kuratorien, die ihren Städten und Krankenhäusern verbunden sind. Wer schnelle und einfache Lösungen fordert, ist nicht ausreichend informiert. Es bleibt zu hoffen, daß am Ende Vernunft über Eigeninteressen gestellt wird.

     
  14. 11. Meiner Einer

    @RD

    Glauben kann man viel, z.B. an günstige Hypotheken der BW-Bank, tolle Flugmeilenprogramme oder das der Spuk endlich in Vergessenheit gerät.

    Ich hab meine Info von einer dem Krankenhaus nahestehenden Person, die ich durchaus für glaubwürdig halte. Es soll sich bei dem Mangel wohl hauptsächlich um die Be- bzw. Entlüftung handeln.

    Schaun mer mal, was dabei hinten raus kommt.

     
  15. 10. Tom

    Ja!!!
    Es ist aus meiner Sicht unerheblich, ob in einem (relativ) kleinen Haus rund um die Uhr ein Arzt (pro Abteilung) vorhanden ist oder in einem großen Haus durch den erweiterten Aktionsradius (der automatisch auch längere Abwesenheiten im NA-Einsatz bedeuten) 4-5 Ärzte für eine Abteilung anwesend sein müssen.
    Es ist aber durchaus von Vorteil, bei der Abmeldung einer radiologischen Abteilung oder einer OP-Anlage auf ein anderes Haus ausweichen zu können.
    Deshalb ist die zentrale Führung der Einzelabteilung mit ihren dezentralen Strukturen(ein Chefarzt mit ltd. Oberärzten in den einzelnen Häusern) durchaus positiv zu bewerten. Dieses funktioniert betriebswirtschaftlich erfolgreich bei der Radiologischen Klinik (sogar noch in Kooperation mit dem Emmericher Krankenhaus und der Möglichkeit telemedizinisch ausgerüstet die Anzahl an diensthabenden Medizinern zu minimieren) und auch die Unfallchirurgie arbeitet so (erst gerade ist die Gocher Chirurgie in die neue Leitung übergegangen) mit besten Erfahrungen

     
  16. 9. ralf.daute

    @Tom Redundanz gut? Bei technischen Systemen, bei denen bei dem Ausfall des einen das nächste einspringt, ist das sicher so. Aber bei Krankenhäusern bedeutet dass doch, dass es (möglicherweise hochqualifizierte) Leute gibt, die nicht ausgelastet sind. Will man das?

     
  17. 8. Tom

    Wie bereits in anderen Foren schon mehrfach erwähnt wurde: Eine Redundanz der Abteilungen im Verbund ist gar nicht schlimm und oft sogar erstrebenswert. Die Zentralisierung der Abteilungen kann nicht zum Erfolg beitragen (siehe Gyn), leider haben die versammelten Geschäftsführer dieses noch nicht erkannt und wenn wohl dann ist es sehr spät, aber hoffentlich nicht zu spät.
    Ein weiterer Fehler den man begangen hat, statt einen zentralen Chefarzt Gefäßchirugie zu benennen, der alle Häuser abdeckt und von ltd. Oberärzten dezentral unterstützt wird, hat man in Kevelaer einen neuen Chefarzt eingestellt (und ist von einer zweiteiligen Chirugie auf eine dreiteilige Chirugie umgeschwenkt). Leider glänzt Dr B. (B. steht nicht für Braun!!!! der hat zudem eine Professur inne) durch Abwesenheit – viele Mitarbeiter sehen ihn oft wochenlang nicht. Ist er dann doch mal anwesend, (…). Aber was ist schon ein Chefarztsalär, davon kann man ja höchstens 2-3 Funktionsmitarbeiter bzw. Pflegekräfte bezahlen. Dass die Abteilung durch einen selten anwesenden Chef auch Mangelauslastungen hat und die klinischen Fälle, die da sind, unwirtschaftlich abgewickelt werden, ist genauso zweitrangig wie sein Verständnis für die klinkübergreifende Verbundarbeit.

     
  18. 7. ralf.daute

    @Der Laie Das wäre eine Idee!

     
  19. 6. ralf.daute

    @Meiner Einer Kann man das glauben? Standards sind doch dazu da, immer und überall eingehalten zu werden…

     
  20. 5. ralf.daute

    @Tom Dann werden wir Emmerich mal durch Goch ersetzen…

     
  21. 4. Der Laie

    ist das jetzt Zufall, oder warum häufen sich die Empfehlungen niedergelassener Ärzte, eine anstehende OP doch lieber in der Helios Klinik in Krefeld ausführen zulassen?

    Liegt es vll.an dem ach so tollen Feedback der Patienten, nach einem Aufenthalt in Kleve.

    Die Gynäkologische Abteilung in Goch wurde auch wegen des Umfeldes nicht nur von Gocherinnen sehr geschätz.

    Wer einmal die Patientenaufnahme in Kleve auf dem Flur als Ohrenschmaus für alle umstehenden Unbeteiligten genossen hat, und danach die Neubauten in Krefeld kennengelernt hat, sehnt sich nach dem Charme der 50-er, wo sich sechs Personen eine Nasszelle teilen dürfen, nicht zurück.

    Ja natürlich, auch der Kreis Kleve braucht für akute Notfälle ein Krankenhaus zur Erstversorgung, aber warum dann nicht einmal klotzen anstelle zehnmal zu kleckern?

     
  22. 3. Meiner Einer

    Gerüchten zufolge sollen die neuen OP´s für die Chirugie in Goch nicht den aktuellen Hygienestandards entsprechen, so dass die Chirugie wohl doch (vorerst) in Kleve bleibt.

    Kosten mehrere Mio Euro.

    @Gallus

    Hast Du je ein Unternehmen gesehen, bei dem der Vorstand der Leidtragende seiner eigenen Fehlentscheidungen ist?

     
  23. 2. Tom

    Die Interpretation ist sehr frei, da Emmerich nicht zum Verbund gehört!

     
  24. 1. Gallus

    Verzichtet Dr. Enders auch auf etwas von seinem Einkommen? Die Leidtragenden sind doch das Personal und die Patienten. Da kann der erzählen was er will. Das Personal ist eh schon hoffnungslos überlastet. Die Patienten leiden doch heute bereits unter der mangelnden Personaldecke. Aber für 35 Mill. einen Neubau planen. Verwaltungschef schäm dich!!!!