Hochschule Rhein-Waal: Bilanz des Scheiterns

rd | 24. Juni 2019, 14:11 | 149 Kommentare
Angesichts der verheerenden Zahlen stünde der HSRW ein wenig Selbstreflexion gut zu Gesicht (Foto: Klaus Oberschilp)

(Teil 3 der Serie zum Jubiläum der Hochschule Rhein-Waal) Interne Zahlen der Hochschule Rhein-Waal legen nahe, dass sie das Ziel einer „exzellenten Ausbildung“, wie vom Wissenschaftsministerium NRW propagiert, nicht ansatzweise erreicht: Sehr, sehr viele Studenten bringen das in Kleve begonnene Studium nicht zu Ende — und nur wenige schaffen tatsächlich einen Bachelor-Abschluss. Besonders alarmierend sind die Zahlen an der Fakultät Technologie & Bionik, wo in den zehn Jahren seit der Gründung gerade einmal 164 Studierende den Bachelor-Abschluss erreicht haben. So vielfältig positiv die Auswirkungen der Hochschulgründung für die Stadt Kleve auch sein mögen — aus akademischer Sicht stellt sich die Sinnfrage.

Als sich zu Beginn des Sommersemesters David S., aus Australien stammender Student des Maschinenbaus an der Hochschule Rhein-Waal, das Leben nahm, entwickelte sich auf kleveblog eine kontrovers geführte Diskussion. Es ging im Kern darum, wie gut oder schlecht die Ausbildung an der HSRW ist, und ein Kommentator mit dem Nickname Herzeleid regte an, sich doch einmal die statistischen Daten der Hochschule selbst dazu anzusehen.

Doch Zahlen zum Studienverlauf und Studienerfolg hat die Hochschule bisher nicht veröffentlicht, obwohl sich die Hochschule genau daran messen lassen müsste. (Künftig wird auch die Finanzierung der Einrichtung daran gekoppelt und nicht wie bisher an der Zahl der Neueinschreibungen.) Intern jedoch verfügt die Hochschule seit Jahren über diese Informationen, sie sind aufbereitet in einem so genannten „Überblicksbericht“, der von der dem Kanzler zugeordneten Stabsstelle Controlling zusammengestellt wird. In der Hochschule sind diese Zahlen nur einem kleinen Kreis bekannt.

kleveblog nahm jedoch die Anregung des Kommentators auf und verlangte unter Hinweis auf das Informationsfreiheitsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen Einblick in die Unterlagen. Die Hochschulverwaltung musste das Ansinnen gewähren, sodass nun die Öffentlichkeit erstmals erfahren kann, wie es – jenseits aller blumigen Festreden zum Jubiläum [„Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen, Marie-Louise“) – tatsächlich um die Hochschule Rhein-Waal und die Qualität der Ausbildung bestellt ist.

Das Bild ist – mit einem Wort – erschreckend.

Während an den Fachhochschulen in Deutschland Wikipedia zufolge rund drei Viertel der Studenten ihr Studium erfolgreich absolvieren, legen die Zahlen aus dem Überblicksbericht (Datenstand Oktober/November 2018) nahe, dass es in Kleve genau andersherum zu sein scheint: Die weitaus meisten Studenten bringen ihr Studium an der HSRW nicht ordnungsgemäß zu Ende. Insbesondere in der Fakultät Technologie & Bionik sieht das Bild verheerend aus: In den zehn Jahren ihres Bestehens hat die HSRW in dieser Fakultät insgesamt gerade einmal 164 Bachelor-Absolventen mit einem Abschlusszeugnis entlassen.

Die Zahl der Studenten, die sich für die Studiengänge der Fakultät neu eingeschrieben hat, beträgt 148 (Wintersemester 11/12), 189 (12/13) und 252 (13/14). (Die beiden ersten Jahrgänge sind nicht Bestandteil des Berichts.) Zusammengerechnet also 589 Studenten, die eigentlich schon fertig sein müssten. Setzt man diese Zahl in Beziehung zu den tatsächlichen Absolventen, ergibt sich eine Erfolgsquote von gerade mal 27 Prozent – und selbst dieser Wert könnte noch zu hoch gegriffen sein, da die Einschreibungszahlen aus den ersten beiden Jahrgängen fehlen.

Die weiteren Statistiken in dem Bericht zeigen, dass das von der  Gründungspräsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz initiierte Wachstum auf Teufel komm raus offenbar erfolgreich jeden Gedanken an die Qualität der Ausbildung zu überdecken vermochte.

Den Zahlen zufolge (Stand Ende 2018) haben sich seit dem Wintersemester 2011/12 insgesamt 12308 Studierende an der HSRW für die verschiedenen Bachelor-Studiengänge eingeschrieben. Die Gesamtzahl der Bachelor-Studenten (Stand Ende 2018) beläuft sich auf 5950. So weit, so logisch: Es gibt Fluktuation, weil manche Studenten die Hochschule auch wieder verlassen.

Wie aber verläuft das Studium? Eine so genannte Kohortenanalyse gibt Aufschluss darüber. Dabei wird betrachtet, wie sich eine Gruppengröße über den Zeitverlauf verändert. Wie viele von denen, die sich für einen Bachelorstudiengang eingeschrieben haben, sind ein Semester später noch dabei? Und wie viele zwei, drei, vier Semester später?

Im Wintersemester 2010/11 begannen 504 Frauen und Männer ihr Bachelor-Studium an der HSRW. Ein Semester später waren es nur noch 431 (minus 14 %), zwei Semester später 379 (minus 25 %), drei Semester später 342 (minus 32 %), vier Semester später 319 (minus 37 %). Im achten Fachsemester schließlich waren von der ursprünglichen Gruppe noch 229 Studenten übrig (minus 55 %). All diese Veränderungen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Studienabbrecher zurückzuführen. Erst vom achten Semester an (Regelstudienzeit plus ein Semester) sind es tatsächliche Absolventen, die zu einer weiteren Verringerung der Zahl beitragen.

Die Kohortenanalyse belegt auch für die vier weiteren Jahrgänge 12/13, 13/14, 14/15 Rückgänge von über 50 Prozent. Das heißt umgekehrt: Mehr als jeder zweite Student beendet sein Studium nicht wie vorgesehen an der HSRW.

Doch auch wer eingeschrieben bleibt, kommt nicht unbedingt zum Bachelor: In der aktuellen Zahl der Bachelor-Studenten findet sich auch eine hohe Zahl von Studenten, die die Regelstudienzeit überschritten haben. Hochschulweit sind dies derzeit 1254 Studierende, die neun Semester und länger studieren (Anteil 21%). In der Fakultät Technologie und Bionik liegt der Wert sogar bei 23 Prozent (468 von 2020). Wie viele von ihnen einen Abschluss tatsächlich noch schaffen, kann nicht gesagt werden. Die Lebenserfahrung sagt, dass die Wahrscheinlichkeit immer weiter sinkt.

Die Gesamtzahl der Bachelor-Abschlüsse, die es bisher an der HSRW gegeben hat, beträgt 2146. Die in dem Bericht erfassten Einschreibungen (also wieder ohne die ersten beiden Jahrgänge) beträgt 4167. Auch dieser (vermutlich wiederum zu hoch angesetzte) Wert – 51 Prozent – sticht nicht positiv hervor.

Eine Tabelle mit der Überschrift Abschlussquoten, in der die Zahlen der exmatrikulierten Studenten mit denen der Absolventen in eine Beziehung gesetzt werden, offenbart, dass das Verhältnis noch negativer ausfällt als in der rechnerischen Gegenüberstellung von Einschreibungen und Bachelor-Abschlüssen. Wer die Hochschule verlässt, muss sich exmatrikulieren (auschreiben). Gründe dafür sind im Wesentlichen der Abbruch des Studiums oder dessen erfolgreiche Beendigung. Denkbar sind aber auch Pausen oder der Wechsel des Studienortes.

Zusammengefasst kommen in der Fakultät Technologie und Bionik auf 795 exmatrikulierte Studenten 172 mit einem Bachelor-Abschluss – das entspricht einer Abschlussquote von 22 Prozent. In der Fakultät Life Sciences liegt dieser Wert bei immerhin 40 Prozent (468 von 1161), in der Fakultät Gesellschaft & Ökonomie bei 41 Prozent (757 von 1842), und am besten steht noch die Fakultät Kommunikation und Umwelt in Kamp-Lintfort da, die einen Wert von 46 Prozent (800 von 1724) erreicht.

Alle Fakultätszahlen addiert, ergibt sich ein Wert von 40 Prozent. Damit dürfte die HSRW deutschlandweit zu den schlechtesten Fachhochschulen gehören.

Die Werte könnten vermutlich besser sein, wenn die ursprüngliche Zielsetzung der Hochschule tatsächlich realisiert worden wäre, in großem Maßstab Studierende zu gewinnen, die sich zusätzlich zum Beruf oder zur Ausbildung an der HSRW einschreiben. Dies sollte auch die Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft stärken. Die Zahlen aber offenbaren auch in diesem Segment, dass dieses Ansinnen zu keinem Zeitpunkt ernsthaft verfolgt worden ist: Insgesamt gibt es laut Überblicksbericht 103 solcher Studenten (1,5%), ganze zehn davon in der Fakultät Technologie und Bionik.

*

kleveblog meint: Auch wenn die Fensterreden, die allerorten zum Jubiläum der Hochschule zu hören waren, den Eindruck verfestigt haben, alle Verantwortlichen seien damit hochzufrieden, die HSRW als einen bunten Karneval der Kulturen zu inszenieren, gibt es zur Bewertung der Ausbildung junger Menschen nur eine Währung: den Studienerfolg. Die Zahlen, die die HSRW dazu vorliegen hat (und vermutlich aus gutem Grund nicht einmal intern einem größeren Kreise zugänglich gemacht hat), sollten Demut lehren, zumal der Betrieb vom Steuerzahler finanziert wird. Sie zeichnen das Bild einer weitgehend dysfunktionalen Ausbildungsstätte, die insbesondere in unverantwortlicher Weise mit dem Schicksal junger Menschen aus dem fernen Ausland spielt. Zweck einer Hochschule ist es weder, Professoren Spielzeuge zu finanzieren noch sie zu Millionären machen – sie haben in erster eine Verantwortung gegenüber den Studenten.


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149 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 149. Professor X

    Liebe Hochschulaufsicht,

    Anzahl Studierender, Analyse von Kohortengrößen, Anzahl Abschlüsse – ein merkwürdiges Verständnis wissenschaftlichen Scheiterns der Hochschulbildung.

    Vielleicht sollte für eine Bilanz des Scheiterns auch und vor allem der Blick auf das Niveau von Prüfungen und deren Bewertung gerichtet werden. Dann würde sich ein Wettbewerb des Scheiterns diverser öffentlicher und privater Hochschulen ergeben. Es wird Zeit, sich um dieses unbequeme Thema zu kümmern, da derzeit offenbar die Genialität zügellos um sich greift, wenn man den Durchschnittsnoten der Studierenden ernst nehmen wollte.

     
  2. 148. Seebär

    @YK
    Haben Professorinnen/Professoren in Ihrer Fakultät mit den Studierenden über die Abschlussquoten, deren Gründe und Möglichkeiten zur Verbesserung gesprochen?

     
  3. 147. Hackebreit

    @YK (140 and 145)
    What do you think about this comment from last autumn??? (It wasn’t me)

    https://www.kleveblog.de/hsrw-senat-bittet-prof-menzel-posten-zu-bekleiden-den-es-gar-nicht-gibt/#comment-304018

    But this is me: Have the strange things been resolved until today? If not, why they haven’t?
    To be honest, I don’t think they have been resolved. What do you think about them?
    Do they inflict the daily work of the university in any way?

     
  4. 146. ???

    @145. YK

    Welche Kriterien sind entscheidend, dass man sich für ein Studium in Kleve entscheidet?

     
  5. 145. YK

    @???

    Klar sind das Alltagsprobleme und ja man sollte sich vorher informieren. Das tun viele nicht. Viele Assiaten haben aber keine Wahl, wo sie studieren wollen, hauptsache das heiß geliebte Deutschland, weil die Bildung hier so gut sein soll. Ob sie die Wahl haben oder nicht… sei dahingestellt.

    Die Sprachdefizite… Viele machen den Toefl Test oder andere, weil das die Voraussetzung ist hier studieren zu dürfen. Wir wissen aber alle das diese Test niemals einheitlich sind und niemals einheitlich sein werden. Bestes Beispiel ist das Fachabitur in Deutschland. Mit einem Fachabitur in NRW darf man in Bayern nicht an die Fachhochschule, aber in NRW schon. Hat den selben Namen, sogar dasselbe Land, aber hat nicht diesselbe Qualifizierung.

    Teilweise begegnen einen Menschen mit c1 Niveau Deutsch, welche keinen geraden Satz rausbringen, aber es gut schreiben können.
    Aber im Allgemeinen kommen viele richkids daher ja und machen sich keine Gednken darum wie anstrengend das Studium ist und dann auf die Schnauze fallen, das stimmt. Keine Gedanken dran verschwendet.

    @rd…

    Ich denke das ist ein Problem, welches es überall gibt. Das ist der klassische Fall von wie bringt man die Info von den Bürgern und das was tatsächlich benötigt wird an die Spitze der Politik, damit einer zuhört und tatsächlich was bewirkt und ändert?

    Oder der klassische Fall vom Chef in der großen Firma, der über mehrer Ebenenen seine Infos bekommt und eigentlich gar keine Ahnung hat von dem was im Lager hinten los ist….

    Es mag an meiner Wahrnehmung liegen, aber ich habe nicht viele der „Geschäftsführenden“ der HSRW regelmäßig auf dem Uni Gelände gesehen, bzw. ich weiß noch nicht mals wie viele ausehen. Es reicht noch für das Dekanat der eigenen Fakultät, aber darüber hinaus… keine Ahnung.

    Anyway… finde ich haben sie Recht mit ihrer Aussage, dass es katastrophal ist, wie reagiert wird. Es hört keiner zu. Es wird einfach gemacht und gesagt (doppelt soviele Ingenieure, etc.) ohne sich damit zu befassen, was dafür eigentlich alles gemacht werden muss.

    Das Bescheuertste an der HSRW sind ja die Raumplanungen. Keine Ahnung wer diese gemacht hat.. aber regelmäßig hat man im Hotel oder Kino Unterricht, da die Säle zu klein sind. Deswegen wäre es vielleicht gut, wenn das Geld jetzt anhand der Abschlüsse gegeben wird und nciht anhand der Einschreibungen. Durch effektiveres Filtern der Studenten und die qualitative Aufwertung des Unterrichts durch geringe Zahlen an Studenten könnte meiner Meinung nach schon vieles bewirken an den Abschlussquoten.

    But who am I to tell?

     
  6. 144. ???

    @140 YK

    Sie sprechen bzw. schreiben auch über Alltagsprobleme.
    Ich kenne es nur so, wenn man sich entschließt in einem noch fremden Land zu lernen oder zu studieren, dass man sich dann vorher über Land und Leute ausreichend informiert und auseinandersetzt, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

    Es hört sich jetzt ein bisschen härter an, aber man ist doch schon im Erwachsenenalter, wenn man studieren möchte. Und wenn man unsicher ist oder eventuell Probleme bekommt, sollte man sich auf jeden Fall an eine Vertrauensperson wenden!

    Über die Sprachdefizite sollte man sich vor Beginn des Studiums Gedanken machen. Eigentlich weiß man doch, dass man auch ein Praktikum absolvieren muss, oder ist das eher überraschend?

    Es ist auch gut, dass für Abwechslung gesorgt wird, im “kleinen kalten Kleve”. Es wird niemand gezwungen, hier zu studieren ………. oder?

    Und … man lernt jeden Tag etwas Neues ……… nämlich für das Bestehen des normalen Lebens! 🙂

     
  7. 143. Chewgum

    @140 YK Sehr aufschlussreiches Statement ‚from inside‘. Es zeigt nochmal, dass verschiedene Faktoren betrachtet werden müssen, um die Abschlussquoten richtig einzuordnen und (weitere) Verbesserungen auf den Weg zu bringen.

     
  8. 142. rd

    @YK Die Zahlen entstammen, wie geschrieben, der offiziellen Statistik der Hochschule. Auf die Unwägbarkeiten (insbesondere wegen Wechseln) habe ich in dem Artikel hingewiesen, nichtsdestotrotz sind sie katastrophal. Sie öffentlich zu machen, heißt nicht, sich am Scheitern zu ergötzen, sondern überhaupt erst einmal eine Grundlage zu schaffen, dass sich an der HSRW etwas verbessern kann. (Während der Vorsitzende des Hochschulrats, Prof. Aloys Krieg) wohl in völliger Verkennung der Realität glaubte, mit der Installation eines neuen Chefs kehre endlich wieder Ruhe ein.) Wie die Hochschule dann auf ihre eigenen Zahlen reagiert hat („Doppelt so viele Ingenieure im Ziel“, RP) ist einfach nur peinlich. Alternative Facts?! Wo, wenn nicht an einer akademischen Einrichtung, sollte auf der Basis von Fakten gearbeitet werden? Wenn jetzt, wie geschrieben, ein Problem darin besteht, Praktikumsplätze zu erlangen, wäre es dann nicht die Pflicht der Hochschule gewesen, dies in den (absurden) Wachstumsplanungen zu berücksichtigen?

     
  9. 141. kleevse jong

    @140 YK
    recht herzlichen Dank für ihre Sicht der Dinge und klaren Worte und das mein ich ehrlich!

     
  10. 140. YK

    Ich finde es schade, dass so viele fokussiert sind auf die Zahlen der Hochschule, wie viele nun wirklich ihren Abschluss machen und wer nicht, statt sich drauf zu konzentrieren, wie man der HSRW helfen könnte in ihren jungen Jahren sich zu verbessern und den Studienerfolg in Kleve zu erhöhen.

    Ich bin selbst ausländische Studentin der Hochschule Rhein-Waal und schreibe einfach ein paar Gedanken dazu runter auch wenn ich nicht so wortgewand bin wie andere hier.

    Sind diese Zahlen für die Abschlüsse überhaupt bereinigt? Ich kenne genug Abiturienten aus Kleve, welche sich an der Uni anmelden, um das Semesterticket abzugrasen. Dies tun auch noch Menschen in höherem Alter, da es schlichtweg billiger ist, da das System und die Preise für den öffentlichen Nahverkehr nicht stimmen und das Semesterticket schlichtweg billger ist. Kann man denen nicht übel nehmen. Wird wahrscheinlich an anderen Unis auch so sein. Kann man also vielleicht ausser Acht lassen.

    Ein anderer Gednakengang sind die Studienwechsel. Viele Studenten aus asiatischen Ländern kommen her und schreiben sich zum Beispiel für den Studiengang international Taxation and Law ein an der Fakultät Society and Economics, da der eigentliche Studiengang international Business and Social Sciences oder International Relations bereits voll ist. Daraufhin versuchen Sie dann später zu wechseln im dritten Semester. Sind dies auch Durchfallquoten?

    Dann gibt es noch die klassischen Fälle aus Deutschland selbst. Meiner Meinung nach (und das ist meine Meinung) hätte die Hälfte aller Abiturienten in Deutschland diesen Titel nicht verdient. Ich kenne genug Leute die bereits zum dritten Mal den Studiengang wechseln ohne was zuende zubringen, weil sie sich nichts eingestehen können, dass sie fürs studieren nicht gemacht sind. In den Schulen wird ja nur noch vermittelt mann müsse studieren um was zu erreichen in Deutschland leider.

    Ein anderes Problem was hieraus hervorgeht… Die Leute die einfach nur aus Spaß studieren und nur halbherzig dabei sind (und das sind an der Uni in Kleve einige) .. Sie ziehen die Motivation derrer runter die tatsächlich etwas erreichen wollen im Studium. Leider kommt man ohne Teamwork und ohne Grupenarbeiten nicht durchs Studium an einer university of applied sciences. Wenn einige den Stoff des ersten Semesters nicht beherrschen im 5 Semester, dan macht das ganze wenig Spass, vor allem wenn man ganze Arbeiten alleine übernimmt.

    Durch mein Studium an der Hochschule Rhein-Waal habe ich auch gelernt, wie priviligiert ich bin in der europäischen Union zu leben. Im 6 Smester muss man ein 20-wöchiges Praktikum absolvieren. Ich habe es leider schon oft genug mitbekommen, dass viele schlichtweg kein Praktikumsplatz bekommen. Sei es durch Sprachdefizite oder durchs Herkunftsland ( was ich eher glaube). Wer nicht dem deutschen Standard entspricht wird nicht genommen.
    Teilweise benötigt es 100 Bewerbungen und zahlreiche Gespräche, um irgendwo genommen zu werden, sogar mit 1er Schnitt.

    Diese Studenten haben extrem viel Stress und extra Hürden und Aufgaben, welche es in ihren eigenen Ländern nicht gab … und dies fängt an bei den kleinsten Sachen an, wo wir nicht drüber nachdenken. Von Niesen in der Öffentlichkeit, Essen in der Mensa, Kleidung, Religion, bis zu Umgang mit Professoren und Lehrer. Sie haben sich teilweise nachts um 5 angestellt bei den Ausländerbehörden, um ihren Aufenthaltstitel nach einem halben Jahr mal zu bekommen.

    Sie kommen von weit weg. Sind alleine hier. Sind oftmals depressiv, auch wegen dem Wetter im Winter. Erfahren meist den meisten Druck von zuhause aus, weil Sie ihr Studium zuende bringen müssen. Sie heulen teilweise, weil Sie so gestresst sind und wissen damit nicht umzugehen, weil Sie hier nicht ins System passen und schlichtweg nicht mit dieser Art zu lernen klar kommen. Ich weiss von drei Fällen in denen Studenten Selbstmord begangen sind an der HSRW. Sehr traurig ist das.

    Anderer Standpunkt sind die internationalen Unterrichtsmethoden, welche im Endeffekt dem deutschen Standard entsprechen, woran man sich erstmal gewöhnen muss. Das ist hart.

    Ich finde, dass im Laufe der Jahre schon einiges passiert ist an der Hochschule Rhein-Waal was tatsächlich dazu beiträgt, dass die Zahl der Absolventen steigt.

    Es gibt fachbezogene Deutschkurse und auch Deutschkurse im Algemeinen. Es gibt Projekte/ Kurse für den Ablauf von Vorstellungsgesprächen. Es gibt extra Anlaufstellen für die Kontrolle der Lebensläufe und Anschreiben der Studenten. Es gibt Anlaufstellen für psycholigische Probleme, aber auch eine Kindertagesstätte für die, welche bereits Kinder haben. Es gibt Anlaufstellen für die die keine Wohnung finden können in Kleve. Es gibt ein ausreichendes Sportangebot und Angebote für Spielabende und BBQ und Wettkämpfe etc, welches sehr unterschätzt wird wie dringend das nötig ist, damit alle sich zugehörig fühlen und nicht alleine fühlen im kleinen kalten Kleve.

    etc
    etc
    etc

    Ich finde es wäre vielleicht hilfreich sich eher darauf zu konzentrieren bei den Studenten, wenn Sie anfangen in Kleve zu studieren, zu versuchen einen „Standard“ hinzubekommen. Wie man kommuniziert, wie Gruppenarbeiten ablaufen, was die deutschen Rechenstandards sind, was die Umgangsformen sind etc. pp. Es wäre hilfreich, wenn generell wieder eine Anwesenheitspflicht eingeführt wird mit bestimmten Ausnahmefällen natürlich, damit Zahlen bereinigt werden. Es sollte Beschränkungen geben für höhere Semester mit wievielen creditpoints man da reinkommen darf. Es sollte generell ein System geben, welches besagt das man eine bestimmte Anzahl an Punkten immer erreichen muss nach, zum Beispiel, dem dritten Semester.
    Mir persönlich hätte es viel geholfen (bin nun fast fertig), wenn man die Möglichkeit hat seine Note in einer Klausur im Nachinein nochmal zu verbessern. In Deutschland läuft vieles über den NC. Man hat das immer im Hinterkopf. Wenn man wissen würde das die Note nicht definitiv ist, zum Beispiel man schreibt eine 3.0, welches bestanden ist, aber hat die Möglichkeit dies nochmal zu wiederholen, dann könnte man es bei der nächsten Klausur auf eine 2.0 bringen. Viele schieben Klausuren, weil Sie wissen sie können besser, aber haben zur Zeit nicht die Mittel dies zu schaffen ( sind Zeitfaktoren, andere Aufgaben, Arbeit, Motivation,etc). Ich denke das würde bei vielen den Druck rausnehmen.

    Und ja, Absolventen gibt es verdammt wenig vielleicht im Schnitt zu anderen Unis, aber es ist sowohl für die Schlaueren, die etwas weniger schlaueren, die Deutschen, die Europäer, die ausländischen, junge und alte Studenten gleich schwierig, eben weil diese Hochschule so international ist. Das macht die Hochschule an diesem kleinen Fleck in Kleve auch so besonders. Zurecht zukommen mit so vielen Unterschieden und vieles zu harmonisieren. Man lernt jeden Tag was Neues dazu aus anderen Kulturen und andere Sichtweisen kennen.

    Im glad I could be a part of it.

     
  11. 139. Chewgum

    @MF Ich schließe mich Ihrem Formulierungsvorschlag an.

     
  12. 138. Martin Fingerhut

    @ 137. rd :
    Danke für das Angebot.
    Die Entscheidung, ob wir uns weiter mit SchäfchenZählen befassen,
    überlasse ich ChewGum.

     
  13. 137. rd

    @MF Ich habe die Zahlen vorliegen und kann sie gerne nachliefern.

     
  14. 136. Martin Fingerhut

    @ 135. Mirror :
    Danke für den link zum OriginalSermon.

    @ 133, 134. Chewgum :
    ### Ich dachte schon, die Hitze hätte Sie fertig gemacht … – Mitnichten. ###
    Keine Bange.
    Auch ohne Cousinen habe ich den TodesMarsch durch die GlutHölle der Wüste Minori
    ( -tenPlatz )
    Richtung “ op de geschmolzene Botter “
    ( aktuell passender : “ op de Gitter “ [ des Grills ] )
    und zurück ( dann sogar mit 10kg Gepäck aus dem Plus bei BensDorp )
    noch lebendig überstanden.
    Nach ein paar Infusionen eines amerikanischen GeheimElixiers ( das mit 2mal Co darin )
    war ich sogar in der Lage, wieder feste Nahrung zu mir zu nehmen.
    aktuelles ärztliches Bulletin : “ außer akuter LebensGefahr „.
    Kleve und KleveBlog werden mich nicht gar so bald los, wie manche hoffen.

    mais : revenons à nos moutons –
    Kehren wir zu den Schafen der HochSchule zurück :

    Eines von denen hat so geblöckt,
    daß es aussieht, als seien Studenten aus den Kreisen KLE und WES schwieriger zu behochSchulen
    als Studenten aus dem Rest der BRD.
    Unterstellen wir mal, daß es eben nur das „r“ war,
    das dem Schaf fehlte, um scha“r“f zu formulieren.

    Wir beide hätten wahrscheinlich eine PR-LobHymne für die RP in etwa dieser Art geschrieben :

    Die Studenten stammen aus insgesamt 96 verschiedenen Staaten.
    Deshalb sind die Anforderungen an die Lehre höher als in solchen HochSchulen,
    die keine so außerOrdentlich breit gestreute Studentenschaft haben.
    Die größte Gruppe, 25%, stammt aus der WeitWechei,
    gefolgt von den 22% aus JottWehDehsien.
    Auf Platz 3 liegt IrgendWonistan mit 20%.
    13% ( Platz 5 ) der Studenten haben ihre Heimat in der BRD,
    davon wiederum 60% ( also 7,8% von allen ) in den Kreisen Kleve und Wesel.

    einverstanden ?

     
  15. 135. Mirror

    Hier noch mal auf der Homepage:

    https://www.hochschule-rhein-waal.de/de/aktuelles/newsmeldungen/fakultaet-technologie-und-bionik-ist-und-bleibt-gefragt

    Ich bin beeindruckt.

     
  16. 134. Chewgum

    @MF P.S.: Ich dachte schon, die Hitze hätte Sie fertig gemacht …

    Mitnichten.

     
  17. 133. Chewgum

    @MF rd postete: ” 87 Prozent der Studierenden aus dem Ausland kommen aus insgesamt 95 Ländern. Von den deutschen Studierenden in der Fakultät stammen fast 60 Prozent aus den Kreisen Kleve und Wesel. Diese Zusammensetzung stellt deutlich höhere Anforderungen an die Lehre.”

    Die Voraussetzungen von Studierenden aus 96 Ländern (!) sind ja damit unterschiedlich, was sich auf die Anforderungen an die Lehre auswirkt, die dann höher sind als an anderen Hochschulen.

     
  18. 132. Martin Fingerhut

    @ 131. Chewgum :
    ### Macht aber doch Sinn. ###
    Aha, Sie halten es also für sinnvoll,
    die höheren Anforderungen an die Lehre
    u.a. mit dem Anteil der Studenten aus den Kreisen KLE und WES zu begründen ?!
    Und damit diese von den Studenten aus dem Rest der BRD zu unterscheiden !?
    Welchen Eindruck haben Sie von den Schulen am unteren NiederRijn ?

    Wie es kreisWeit um die Schulen bestellt ist,
    kenne ich nicht.
    Die BerufsSchulen des Kreises in KLE und GEL scheinen mir sehr gut daZuStehen
    und auch aus Goch habe ich positives gehört.

    Einzig bezüglich der STADT Kleve erlebe / erleide ich seit vielen Jahren völliges Kaos.
    Beinah alle halbe Jahre stoppelt der „Rat“ ständig neue Konzepte zusammen.
    Regelmäßig werden einzelne Klassen, JahrGänge oder ganze Schulen
    von einem maroden StandOrt in ein nächstes vergammeltes BehelfsQuartier verschoben.
    Diese Verschiebereien kreuz und quer durch’s gesammte StadtGebiet
    ( und manchmal sogar darüber hinaus )
    nenne ich „SchulKlassenWeitWurf“.

    In den Sitzungen jener KrabbelGruppe, welche den ganzen Schul-Ausschuß produziert,
    liegen sich CDU und SPD fast ständig in den Haaren :
    Der ideologistische DauerStreit dreht sich im Kreis darum.
    ob die SchieferTafeln mit schwarzer oder roter Kreide bekrakelt werden.
    Zumindest kann ich hinter dem Gezerre nicht mehr „Sinn“ entdecken.

    Nur neulich waren die StreitHähne ( und StreitHühner ) mal still :
    So sehr geplättet waren alle von der überraschenden Nachricht,
    daß in den nächsten Jahren gut 100 Schüler jährlich mehr in die Schulen drängen werden
    als von allen Klever „FachLeuten“ bisher erwartet worden war.

    Daß seit langem Jahr für Jahr über neue GeburtenRekorde berichtet wird,
    kann damit selbstVerständlich rein gar nichts zu tun haben.

    Nur ein teures GutAchten konnte auf diese vollKommen überraschende Aussicht kommen.
    Ohne GutAchter hätte es eines Tages bestimmt wie üblich geheißen :
    “ Das hat doch niiiieeemmaandd aaahhhhnnen können ! „

     
  19. 131. Chewgum

    @MF Macht aber doch Sinn. Die Voraussetzungen sind ja damit unterschiedlich, was sich auf die Anforderungen an die Lehre auswirkt, die dann höher sind als an anderen Hochschulen.

    Ich freue mich schon auf Ihre sicher spitzfindige Antwort 😉

     
  20. 130. Martin Fingerhut

    @ 129. Chewgum :
    ### Der Satz davor gehört auch noch dazu. ###
    Vermutlich ist das so gemeint.
    Formal zwingend ist es nicht.
    Aber nehmen wir ihn dazu :
    ### 87 Prozent der Studierenden aus dem Ausland kommen aus insgesamt 95 Ländern. Von den deutschen Studierenden in der Fakultät stammen fast 60 Prozent aus den Kreisen Kleve und Wesel. Diese Zusammensetzung stellt deutlich höhere Anforderungen an die Lehre. ###
    Dann lautet die Aussage doch wohl :
    Die Anforderungen an die Lehre sind deutlich höher [ höher als was ? ],
    weil 87% der Studenten aus dem Ausland und von den übrigen 13% wiederum 60% ( also 7,8% von allen ) aus den Kreisen KLE und WES kommen.
    immer noch : Aha !

     
  21. 129. Chewgum

    @MF Der Satz davor gehört auch noch dazu.

     
  22. 128. Martin Fingerhut

    ### Von den deutschen Studierenden in der Fakultät stammen fast 60 Prozent aus den Kreisen Kleve und Wesel. Diese Zusammensetzung stellt deutlich höhere Anforderungen an die Lehre. ###

    Aha !
    Hatte jemand den PresseMampf korrekturGelesen ?

     
  23. 127. rd

    Das Betrübliche an der HSRW scheint zu sein, dass nun wieder der Geist eingezogen zu sein scheint, dessen Protagonisten glauben (möglicherweise im Verbund mit liebedienerischen Journalisten), die Leute für dumm verkaufen zu können. Und so ließ Dr. Oliver Locker-Grütjen, der neue Präsident, eine Pressemitteilung verschicken, die als Reaktion auf die Berichterstattung im kleveblog zu verstehen ist (ohne dies allerdings zu benennen). Inhaltlich schlägt sie die gern genommene Volte, Dinge scheinbar zu relativieren, von denen im Ursprungstext allerdings gar nicht die Rede war. Hier der Text der Pressemitteilung (in Klammern und kursiv einige Anmerkungen zum Verständnis):

    Die Fakultät Technologie und Bionik an der Hochschule Rhein-Waal ist und bleibt mit ihren ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen sehr gefragt. Dies belegen die steigenden Bewerbungszahlen. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese um 16 Prozent gestiegen, während sie im landesweiten Trend gesunken sind. Auch die Zahl der Absolventinnen und Absolventen steigt seit Jahren kontinuierlich an (was einfach an den steigenden Studierendenzahlen liegt. Der kontinuierliche Anstieg der Absolventen sieht so aus: 2014: 9; 2015: 14; 2016: 15; 2017: 40; 2018: 86, insgesamt 164 (hochschuleigene Zahlen). Entscheidend, siehe Ursprungsbericht, ist allerdings das Verhältnis von Einschreibungen zu Abschlüssen). Alle sieben ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge wurden kürzlich erfolgreich reakkreditiert, zuletzt die beiden Masterstudiengänge Maschinenbau und Bionik.

    Der Erfolg der Bachelorstudiengänge an der Hochschule Rhein-Waal wurde erst vor Kurzem in einem landesweiten Zahlenvergleich bestätigt: Von den im Studienverlaufsplan vorgesehenen Prüfungen werden im Landesdurchschnitt ein Drittel nicht angetreten oder nicht bestanden, an der Hochschule Rhein-Waal liegt dieser Anteil bei 29 Prozent. (Einzelne Prüfungen spielten in der Berichterstattung keine Rolle. Es ging um Studienabbrecher. Dazu aber lieber kein Wort…)

    Um die Studierbarkeit und damit die Abschlussquoten weiter zu verbessern, hat die Hochschule Rhein-Waal im Jahr 2017 im Hinblick auf die besondere Zusammensetzung der Studierenden die Studienverlaufspläne überarbeitet, die Grundlagen wie Mathematik gestärkt und Deutschkurse curricular verankert. Erste Erfolge der eingeführten Maßnahmen sind bereits zu erkennen. (Ah, schon 2017! Da hatte wohl jemand mitbekommen, dass es nicht rund läuft. Und die Deutschkurse sind nur freiwillig, ein kleines Detail, das man auch lieber verschweigt. Und wer war es noch mal, der sich gegen die obligatorische Einführung wehrte??)

    Damit reagiert die Fakultät Technologie und Bionik auf die internationale und diverse Studierendenschaft. 87 Prozent der Studierenden aus dem Ausland kommen aus insgesamt 95 Ländern. Von den deutschen Studierenden in der Fakultät stammen fast 60 Prozent aus den Kreisen Kleve und Wesel. Diese Zusammensetzung stellt deutlich höhere Anforderungen an die Lehre. (Dieser Umstand kommt natürlich völlig überraschend, insbesondere wenn man jahrelang aktiv damit beschäftigt war, junge Mensch aus aller Welt anzuwerben. Peinlich.)

    „Die Hochschule Rhein-Waal hat seit ihrer Gründung in der Region und mit ihrer internationalen Ausrichtung eine besondere Aufgabe übernommen. Diese stellt die Hochschule, wie im Übrigen alle Hochschulen, die international und stark MINT-orientiert sind, vor außergewöhnliche Herausforderungen gerade im Studienverlauf und insbesondere bei ingenieur- und naturwissenschaftlich geprägten Studiengängen“, betont Dr. Oliver Locker-Grütjen, Präsident der Hochschule Rhein-Waal. „Darüber hinaus wird sie einen stärkeren Fokus auf unterschiedliche Karriereoptionen auch während des Studiums legen. Hierzu zählen unter anderem duale Studiengänge, Einbindung in die regionale Wirtschaft und Existenzgründungen“, so Locker-Grütjen weiter. (Zahl der im 10. Jahr der HSRW dual im Bereich Technologie und Bionik studierenden Frauen und Männer: 10 (in Worten: zehn). Aber einfach mal losplaudern und so tun, als sei es ganz dolle. Putzig.)

     
  24. 126. PeterL

    @124:
    Wie immer wird es bestimmt besser wenn man den Bock zum Gärtner macht. Der hat die meiste Erfahrung im Garten. Das hört sich echt logisch an.

     
  25. 125. Seebär

    @123. Hackebreit
    Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die Schwarminteligenz an Hochschulen hoch sein müsste. Zuviel Selfish (nicht Schellfisch) im Schwarm kann – wie die Abschlussquoten nahelegen – zu massiven Problemen führen.

     
  26. 124. Niederrheinstier

    Mmuuuh, mmuuuh, der neue Hochschulpräsident hat also keine Lehrerfahrung, mmuuubuuuh!?
    Was ist das, mmuuuuh?
    Irgendein Statist(iker) hat hier doch festgestellt, dass es bei den Studierenden, die vermmuuuutlich keine Tore sind, in der T(oasten)&B(rat)-Fakultät nicht oft genug zu Abschlüssen kommt, mmuubuuh.
    Das kenne ich doch irgendwoher, mmuuuuh!? … Woher nur, mmuuuuh. … Ah, jetzt hab’s ich, mmuuuuh:
    Das erinnert mich irgendwie an eine schlechte Fussballmannschaft, bei der es laut Statistik nicht oft genug zu Torabschlüssen kommt, mmuuuh.
    Und was wird dann gemacht, mmuuuh?
    Genau, ein neuer Trainer kommt, der mit den Akteuren vor allem Torabschlüsse üben soll, mmuuuh.
    Dazu wäre es natürlich gut, wenn der Trainer wüsste, wie Torabschlüsse gehen, mmuuuh.
    Aber stattdessen kann der neue Trainer den Akteuren wohl vor allem beibringen, wie sie FORSCH die (Bass-) Gitarre spielen können, mmuuujuhhh! Und die besonders Talentierten möchte er sogar verstärkt den Verlockungen des Studienabbruchs zu gunsten von Startups aussetzen, mmuuuh, wohlwissend, dass viele erfolgreiche Unternehmen eben von Studienabbrechern gegründet wurden, mmuuuuh.
    Aber ob er dann der richtige Trainer ist, mmuuuuh???
    Training von ganz anderen Dingen als denjenigen, deren niedrige Zahl hier der Statist(iker) vehement bemeckern tut, mmuuuuh, haut vermmuuuuhtlich nicht hin, mmuuuh.
    Überhaupt, mmuuuuh, vermmmuuuhtlich hat das bisher ohnehin nur einmal geklappt, mmuuuh:
    Beim Sommermärchen, mmuuuh!
    Aber da wusste der Trainer, der mehr Torabschlüsse – zumindest nach außen hin – durch das Aufstellen von mehr Buddha-Figuren und so erwirken wollte, aus einer früheren Tätigkeit unzweifelhaft, wie Torabschlüsse gehen, mmuuuuh.
    Ich will mehr Abschlüsse von denen, die vermmuuuuhtlich keine Tore sind, wenn sie ebendiese schaffen, mmuuuuh! Komplizierte Welt, mmuubuuh!

     
  27. 123. Hackebreit

    @115 and 116
    Silicon Waaley, oops? Selfish Valley!
    Selfish!!!

    In case of any doubt: That’s no call to sell fish, Mr. Seebär!

     
  28. 122. keine Ahnung

    @54, 120, 121
    Könnte es sein, dass die für die HSRW geplanten Ziele an den im Hochschulrahmengesetz (HRG) definierten Aufgaben teilweise vorbei gehen? Offensichtlich werden noch nicht alle im HRG definierten Aufgaben von der HSRW befriedigend erfüllt. „(7) Die Hochschulen fördern den Wissens- und Technologietransfer.“ ist eine von acht Aufgaben. Nach meinem Dafürhalten sind die in (1) und (2) definierten Aufgaben am wichtigsten. Keinesfalls ignoriert werden sollte (4) (soziale Förderung Studierender). In Post 54 (Pflichten der Hochschule) sind die Forderungen an die Hochschulen bezogen auf „Ziel von Lehre und Studium, Lehrangebot, Studienberatung“ aus dem Hochschulgesetz von NRW zitiert worden. Es ist deutlich geworden, dass diese Forderungen bis jetzt nicht vollumfänglich von der HSRW erfüllt worden sind und damit auch nicht (1) in § 2 des HRG. Da alle Teilnehmer bis auf einen (Herr Wolters) keine Erfahrung im Bereich der Lehre haben, könnte eine Orientierungslosigkeit bei den Teilnehmern vorliegen.

    Zitat aus dem Hochschulrahmengesetz:

    㤠2 Aufgaben

    § 2 wird in 1 Vorschrift zitiert

    (1) 1Die Hochschulen dienen entsprechend ihrer Aufgabenstellung der Pflege und der Entwicklung der Wissenschaften und der Künste durch Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat. 2Sie bereiten auf berufliche Tätigkeiten vor, die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und wissenschaftlicher Methoden oder die Fähigkeit zu künstlerischer Gestaltung erfordern.

    (2) Die Hochschulen fördern entsprechend ihrer Aufgabenstellung den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs.

    (3) Die Hochschulen fördern die Weiterbildung ihres Personals.

    (4) 1Die Hochschulen wirken an der sozialen Förderung der Studierenden mit; sie berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse von Studierenden mit Kindern. 2Sie tragen dafür Sorge, dass behinderte Studierende in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können. 3Sie fördern in ihrem Bereich den Sport.

    (5) Die Hochschulen fördern die internationale, insbesondere die europäische Zusammenarbeit im Hochschulbereich und den Austausch zwischen deutschen und ausländischen Hochschulen; sie berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse ausländischer Studenten.

    (6) 1Die Hochschulen wirken bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben untereinander und mit anderen staatlichen und staatlich geförderten Forschungs- und Bildungseinrichtungen zusammen. 2Dies gilt insbesondere für die nach der Herstellung der Einheit Deutschlands erforderliche Zusammenarbeit im Hochschulwesen.

    (7) Die Hochschulen fördern den Wissens- und Technologietransfer.

    (8) Die Hochschulen unterrichten die Öffentlichkeit über die Erfüllung ihrer Aufgaben.

    (9) 1Die unterschiedliche Aufgabenstellung der Hochschularten nach § 1 Satz 1 und die Aufgaben der einzelnen Hochschulen werden durch das Land bestimmt. 2Andere als die in diesem Gesetz genannten Aufgaben dürfen den Hochschulen nur übertragen werden, wenn sie mit den in Absatz 1 genannten Aufgaben zusammenhängen.“

    Hochschulrahmengesetz:
    https://www.buzer.de/gesetz/2476/b6915.htm

    1. Kapitel Aufgaben der Hochschulen:
    https://www.buzer.de/gesetz/2476/a35176.htm

     
  29. 121. rd

    @Niederrheinstier Genau, außer Wolters: 0,0. Deshalb wissen sie ja auch so gut, wie es geht.

     
  30. 120. Niederrheinstier

    Mmuuuuh, mmuuuh, ich habe da mal eine Frage, mmuuuuh:

    Wieviel Lehrerfahrung hat eigentlich der neue Präsident der HSRW, mmuuuuh?
    Weiss da jemand was Genaues, mmuuuuh?

    Und wie steht es mit den Übrigen der selbsternannten Zukunftswerkern, mmuuuh?

    Na ja, ausser vielleicht Herrn Wolters, mmuuuh.
    Herr Wolters war auf jeden Fall Lehrer am Berufskolleg, bevor er dessen Leiter wurde, mmuuuuh!
    Sicher wissen, mmuuuh. Der hat immer die Mechaniker gedrillt, damit die 24/7 dafür sorgen, dass die Futtererntemaschinen artig funktionieren tun, mmuuuuh.
    Damit ich immer genug zu fressen und wiederzukäuen habe, mmuujuuh!
    Guter Mann, der Herr Wolters, mmuuuuuh!

     
  31. 119. rd

    @Mirror Nette Idee, in den Diskussionen hier ist auf jeden Fall mehr Sachverstand versammelt als in dieser Runde mittelalter weißer Männer.

     
  32. 118. Chewgum

    @116 rd Die Herren der “Zukunftswerkstatt” von RP und Volksbank Kleverland basteln in den oberen Etagen rum, während das Fundament bröckelt.

     
  33. 117. Mirror

    @116. rd

    „Wo steht die Hochschule Rhein-Waal in fünf Jahren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Zukunftswerkstatt von Rheinischer Post und Volksbank Kleverland.“

    Interessant, dass sich Personen, die bis auf Oliver Locker-Grütjen weder an der HSRW noch im zuständigen Ministerium beschäftigt sind, dazu aufschwingen die Zukunft der HSRW bestimmen zu wollen.
    Ich denke es ist an der Zeit einen HSRW-Kleveblog-Beirat zu gründen. Unter den Leserinnen und Lesern gibt es viele sehr qualifizierte und engagierte Menschen, die die HSRW mit Verstand und verantwortungsvoll in eine erfolgreiche Zukunft führen können.

     
  34. 116. rd

    Sehr schön zu sehen auch, wie die wie immer gewohnt düdelü Zukunftswerkstatt der RP, die übrigens nur aus Männern besteht, sich dem Thema (das an der HSRW intern für erhebliche Unruhe gesorgt hat) widmet. Kleiner Tipp: 🙈

    https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/hoschule-rhein-waal-will-das-wissen-in-die-region-bringen_aid-40534939

     
  35. 115. Seebär

    @Herzeleid
    Was ist denn die Meinung der Studenten?

     
  36. 114. ...

    Wie sehen denn die Studienabbrecherquoten der Hochschule Hamm-Lippstadt und Hochschule Ruhr West aus? Die Zahlen müssten mit denen der HSRW vergleichbar sein, da es auch Neugründungen sind.

     
  37. 113. Klaus

    @109. rd
    sehr interessant. danke fürs recherchieren. wäre noch interessant zu wissen, welchen effekt ein nc auf die abbrecherquote hat. also, ob die abbrecherquote durch einen nc sinkt.

     
  38. 112. Hmmm.....

    @110. Seebär

    Sie haben es richtig ausgedrückt, da von der Materie keine Ahnung: ……”in den Praktika abmühen, denen der Kopf in den Vorlesungen raucht und die in den Übungen schwitzen,” ……

    Dies gilt genauso als Unauffälligkeit, wie z.B. Thai Massage in den Wirtschafts- und Bankenmetropolen ………..

    Es werden sehr gerne Landsleute in anderen Städten besucht usw.

    Wenn man nur ein bisschen hinterfragt und nachvollzieht, warum man sich im privaten Bereich auf einmal mit anderen Vornamen ansprechen lässt und immer wieder mit anderem Styling vom “Heimaturlaub” kommt, wird die Sache schon durchsichtiger.

     
  39. 111. Chewgum

    @109 rd Ja, und das hat natürlich Gründe. Die Zahlen belegen aber noch keine Gründe. Ich glaube, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Die Abbruchquoten in T & B lassen aber wohl auch ohne weitere Untersuchung der Gründe auf Probleme an der Fakultät schließen, die es an den anderen Fakultäten der HSRW nicht oder nicht in dem Ausmaß gibt.

    Speziell an der HSRW ist jedenfalls, dass sie eine noch junge Hochschule ist, dass sie fast nur englischsprachige Studiengänge anbietet, dass ein überproportional hoher Anteil der Studierenden aus Nicht-EU-Ländern kommt. Ich glaube, dass die HSRW darauf nicht gut vorbereitet war. Die Profs hatten teilweise noch nicht gelehrt vor ihrer Berufung. Alles war neu. Deshalb ist die HSRW nicht 1:1 mit anderen, etablierten Hochschulen vergleichbar, bei denen der Anteil an Nicht-EU-Ausländern nicht so hoch ist.

     
  40. 110. Seebär

    @108. Hmmm…
    Wirtschaftsspionage? Dafür werden wohl keine asiatischen Studierenden, die sich in den Praktia abmühen, denen der Kopf in den Vorlesungen raucht und die in den Übungen schwitzen, gebraucht.

     
  41. 109. rd

    Noch mal für diejenigen, die die Zahlen für nicht so verheerend halten und der Ansicht sind, sie würden sich für die jeweiligen Kohorten noch bessern, hier der Link zu einer fundierten Fachpublikation zum Thema. Demnach beträgt die Abbruchquote im Bereich Ingenieurwissenschaften an deutschen FHs 33 bzw. 34 Prozent. In Kleve liegt sie, siehe Kohortenentwicklung, schon Mal per se bei über 50 Prozent. Und sie steigt noch weiter, weil klar ist, dass auch nicht alle von den Verbliebenen einen Abschluss schaffen. Hier der Link, FHs werden im Kapitel 2.2 behandelt:

    https://www.dzhw.eu/pdf/21/studienabbruchquoten_absolventen_2016.pdf

     
  42. 108. Hmmm.....

    Es gibt auch einfach asiatische Studenten, die von jeweiligen Beauftragten “gefördert” werden, mit sehr guten Englischkenntnissen keine Ahnung von der Materie haben, aber “wirtschaftliche Nachrichten” übermitteln und “Beweise” ein- bis zweimal jährlich persönlich überbringen.

    Ein nicht abgeschlossenes Studium ist einfach nur Nebensache und interessiert nicht.

     
  43. 107. Justin

    @105 A. Gerritzen Es ist sehr freundlich von Ihnen, dass Sie für die HSRW in die Bresche springen. Aber wie passt das mit den vom HSRW Controlling errechneten Zahlen zusammen? Die Abschlussquote der internationalen Studierenden ist nicht niedriger als die der deutschen Studierenden.

     
  44. 106. Chewgum

    @103 Was trifft eher zu?

    Sie listen einige Aspekte auf, die für eine Analyse wichtig wären, bleiben aber bei den möglichen Gründen noch zu sehr auf der Seite der Studierenden. Bei einer Untersuchung, die üblichen Standards genügen würde, wird ein Fragebogen erstellt, der detailliert verschiedene Aspekte, die zum Studienabbruch geführt haben könnten, abgefragt. Die Antworten würden über eine mehrstufige Skala erfolgen, die bei der Analyse eine Gewichtung der Aspekte ermöglicht. Erst aus dem Ergebnis der Analyse kann geschlossen werden, welchen Anteil die Qualität der Lehre und welchen Anteil Gründe, die auf der Seite des Studierenden liegen, haben.

    Beispiel für einen Fragebogen: https://www.hwg-lu.de/fileadmin/user_upload/service/studium-und-lehre/qualitaetsmanagement/Studienabbruch_Papierversion.pdf

    Solch eine Befragung könnte standardmäßig bei Studenten, die sich ohne Abschluss exmatrikulieren, durchgeführt werden.

     
  45. 105. Andre Gerritzen

    Da ich ja schon mal etwas mehr mit Studenten der HSRW und auch denen aus fernen Ländern zu tun haben, kenne ich ein paar Probleme solcher Studenten, die hier wohl ehr unbekannt sind.
    Das hat jetzt direkt nichts mit der Qualität des HSRW zu tun, aber es gibt auch im Umfeld noch einige Faktoren die sich auf die Dauer des Studiums und einen möglichen Abbruch auswirken.

    – Zum einen bekomme ich mit wie viele Studenten aus Asien noch in der Woche vor dem Semesterbeginn verzweifelt nach einer Wohnung suchen. Sie reisen erst kurz vor Semesterbeginn an und haben vorher keine Weg gefunden hier was passendes zu finden. Wie die dann unterkommen und wie sich das dann auf ihr Studium auswirkt kann ich nicht sagen.
    Nur das es in Kleve massiv an Studentenwohnheimen mangelt und der normale Wohnungsmarkt nicht viel her gibt.

    – Dann die finanzielle Situation der Studenten. Einige Pakistanis, Inder oder Chinesen haben wohlhabende Eltern und Geld ist kein Problem. Die sitzen dann mit teurem MacBookPro in der Vorlesung.
    Das ist aber nicht überall so. Habe mal mit Indern gesprochen, die über ein spezielles Stipendium der Indischen Regierung studieren können. Da gibt es wohl etwas über 550€ pro Semester und das Geld geht an die Familie und nicht direkt an die Studenten. Mit 550€ kommt man in Indien relativ weit aber hier reicht es gerade für 1 Mal Miete zahlen. Da stoßen viele Studenten aus ärmeren Familien schnell an ihre Grenzen und wenn man Studenten bei “Der Tafel” sieht dann sind genau die das.
    “Ein voller Bauch studiert nicht gern”, ein ziemlich Leerer aber auch nicht.
    Bafög bekommen Sie wohl nicht.

    – Dann habe ich von einem Fall gehört das eine Studentin aus China nach dem Besuch in der Heimat nicht mehr ausreisen durften.
    Es gab einen Todesfall in der Familie, sie reist zurück zur Familie und darf anschließend das Land nicht mehr verlassen.
    Fällt dann wohl auch unter Studienabbrecher.

    – Mir fällt noch der Fall ein wo ein Student aus Indien/Pakistan Abends nach Hause kommt und sein Zimmer ist ausgeräumt und ein andere Student wohnt da jetzt. Da hat der Vermieter ihn einfach vor die Tür gesetzt, weil er jemanden gefunden hat der mehr Miete zahlt.
    Das geht nach deutschem Recht natürlich nicht, aber das weiß der Inder/Pakistani nicht und auf einmal steht er mit seinen Sachen auf der Strasse. Sowas kann einem auch schon mal das Studium versauen.
    Zum Glück bietet der AStA inzwischen für solche Fälle eine Hilfe und Beratung an. Und gibt den Studenten Tipps für Mietverträge.

     
  46. 104. Was trifft eher zu?

    @XXX, Mona, Querdenker, etc.
    Das Problem ist nicht, dass Fehler gemacht werden oder dass etwas verbessert werden muss, sondern dass viel Energie darauf verwendet wird, sich vor sich selbst und vor anderen zu rechtfertigen und die Verantwortung für Fehler von sich zu weisen. Positive Änderungen wird es mit dieser Geisteshaltung nicht geben können. Die Gefahr, der die Fakultät Technologie und Bionik ausgesetzt ist, ist nicht die unbefriedigende Abschlussquote und auch nicht der von den anderen, erfolgreicheren Fakultäten in Zukunft wahrscheinlich ausgeübte Druck auf die Fakultät Technologie und Bionik, wenn es um die Verteilung von Ressourcen (Geld, Personal) geht, sondern die zwangsläufige Unzufriedenheit in der Fakultät selbst. Wenn Menschen – in diesem Fall ein Großteil der in der Fakultät Technologie und Bionik tätigen Mitarbeiter und Professoren – sehen, dass sie sich tagtäglich viel Mühe geben und gute Arbeit leisten, aber das Resultat nicht entsprechend ist und dann auch noch in den Medien zum Teil über den Misserfolg berichtet wird, dann ist das im höchsten Maße frustrierend.

     
  47. 103. Was trifft eher zu?

    These 1: Die Fakultät TB hat eine gute bis sehr gute Lehre.

    Erklärung der niedrigen Abschlussquote:
    1. Die Berechnung der Abschlussquote ist falsch
    2. Die Qualifikation eines größeren Teils der internationalen Studierenden ist unzureichend (die Echtheit von Dokumenten und Urkunden wird teilweise angezweifelt)
    3. Viele internationale Studierende haben nicht die „deutsche“ Art zu lernen
    4. Studierende der Fakultät TB aus der Region (Kreis Kleve), die das Studium abbrechen, hätten bevor es die HSRW gab gar nicht erst studiert und somit auch kein Studium abbrechen können
    5. teilweise sehr später Start in das Semester (z.B. wegen Visum)
    6. Studienabbrecherquoten von 60% und mehr sind in Ingenieurstudiengängen vollkommen normal

    Die Fakultät TB sieht keine Veranlassung zu Änderungen.

    These 2: Die Fakultät TB eine heterogene Lehre. Teilweise gute bis sehr gute Lehre und teilweise durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Lehre

    Erklärung der niedrigen Abschlussquote:

    1. Fakultät trifft keine Auswahl unter den Studienbewerbern (keine Tests / Aufnahmeprüfungen o.ä.) und hat dadurch auch keine Möglichkeit die Qualifikation und Eignung der Bewerber zu prüfen
    2. Die tatsächliche Qualifikation der Bewerber entspricht nicht immer den Angaben / Urkunden
    3. kulturelle Unterschiede können zu Schwierigkeiten führen
    4. teilweise sehr später Start in das Semester (z.B. wegen Visum)
    5. Die Lehre ist in einigen (wenigen) Fächern verbesserungsbedürftig

    Die Fakultät wird eine Problemanalyse durchführen und anschließend geeignete Maßnahmen ergreifen

     
  48. 102. XXX

    Ob die, durch viele Studenten ‘nachgewiesenen Sprachkenntnisse’ auch wirklich ausreichend sind mag ich zu bezweifeln. Generell, ob so manche der Studenten wirklich ausreichend qualifiziert sind für ein Studium. Papier ist geduldig… Dies wird aber, wenn überhaupt, nur von anderen Kommentierenden hinterfragt.
    Lehre kann noch so gut sein, gewisse Grundvorrausetzungen für ein Studium müssen gegeben sein um ein Studium erfolgreich in angemessener Zeit absolvieren zu können. Sind diese nicht gegeben, so ist es im Rahmen der gegebenen Rahmenbedingungen nicht möglich diese im laufenden Betrieb ‘nebenbei’ zu vermitteln. Und das ist auch nicht Aufgabe einer Hochschule. Jeder Student sollte sich über Grundanforderungen für ein Studium im klaren sein, sowie über Fachspezifische Vorraussetzungen. Dass man ohne grundlegende Mathe- und Physik-Kenntnisse, in unterschiedlichen Ausprägungen, in MINT-Fäachern nicht weit kommen wird, insbesondere was die Studiengänge an der Fakultät für Technologie und Bionik angeht, sollte auch ausländischen Studenten klar sein wenn sie sich mit dem Thema wirklich auseinander setzen.
    Zudem sollten grundlegende ‘handwerkliche’ Fahigkeiten auch vorher schon angewendet worden sein.
    Eignungstests wie an anderen Unis/FH sind da sicher eine Möglichkeit ‘vorzusieben’, bei dem großen Anteil an ausländischen Studenten praktisch aber wahrscheinlich eher nicht zuverlässig durchführbar.

     
  49. 101. Chewgum

    @100 Beides. Aber Sprachtests für Ausländer sind jetzt schon obligatorisch für deutschsprachige Studiengänge und bei englischsprachigen müssen Bewerber auch ausreichende Sprachkenntnisse nachweisen. Wenn man die Sprache nicht richtig beherrscht, wird ein Studium schwierig.

    Mit Eignungstests kann man Studierwillige auch abhalten, es mal auszuprobieren und sich an das Anforderungsniveau zu gewöhnen.

     
  50. 100. Kein Witz

    @99. Emil
    Die Fähigkeit deutsch zu lesen und schreiben zu können hat nichts mit der Befähigung für ein Ingenieurstudium zu tun. Ein Eignungstest (analytisches und logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen, mathematisches Verständnis) wäre sinnvoller.

     
  51. 99. Emil

    Man sollte einfach die Studiengänge auf deutsch halten. Als Voraussetzung zum studieren einen sprachtest einführen. Ich bin sicher das dann die Erfolgsquote steigen wird!

     
  52. 98. Mirror

    @97. Kreuzritter

    Deswegen findet die Diskussion im Kleveblog statt.

     
  53. 97. Kreuzritter

    Jede ernstzunehmende Organisation würde bei solchen Zahlen eine Diskussion zwingend einfordern, nur an der HSRW scheint die Angst zu überwiegen, dass ein liebgewonnenes Spielzeug kaputt gemacht wird!

     
  54. 96. Chewgum

    @88 Mirror Die HSRW konkurriert z.B. mit der HAN (Hogeschool van Arnhem en Nijmegen), einer Fachhochschule, die 65 Bachelor-Studiengänge in drei Sprachen anbietet sowie 20 Master-Studiengänge.

    Die HAN bietet auf ihrer Website auch Informationen in drei Sprachen an (NL/D/Engl), die HSRW auf Deutsch und Englisch, nicht aber auf Niederländisch. Da müsste eine ganz andere Offensive gefahren werden, wozu die HSRW anscheinend nicht bereit ist, so lange genügend Studenten aus China, Indien etc. kommen.

     
  55. 95. Chewgum

    @92 AG Auch das ist ein Aspekt für Studienabbruch unter mehreren möglichen.

    Wenn ich an meine alte Clique zu Schulzeiten zurückdenke (Leute, mit denen ich auch jetzt noch in Kontakt bin), kann ich sagen, dass von denen auch ein paar mehr zumindest ein Studium probiert hätten, wenn es die HSRW damals schon gegeben hätte.

     
  56. 94. rd

    @Fazit Ich habe mich lediglich mit den Bachelor-Studiengängen beschäftigt. Beim Master an der Fakultät Technologie und Bionik ist der Ausländeranteil signifikant höher.

     
  57. 93. Fazit

    @92 André Gerritzen
    Das würde ich gerne glauben. Aber Fakultät Technologie und Bionik: 13% (siehe Link in Post 81) der Studierenden sind aus der Region. Die machen den Kohl nicht fett. Von den 87% die von überall aus der Welt nach Kleve gekommen sind, können nicht einfach die nach dem ersten oder zweiten Semester in die Heimat zurück, die festgestellt haben, dass das Studium nichts für sie ist. Also wird – wie in 77. (Neu) beschrieben – versucht irgendwie klar zu kommen bis nur noch ein Studiengangswechsel (innerhalb derselben Fakultät) ein Ausweg ist.

     
  58. 92. Andre Gerritzen

    Heute habe ich erfahren das es an der HSRW etwas gibt das sich Next-Step nennt und extra für Studienabbrecher/Wechsler ist, um sie dort zu beraten.

    Gibt auch eine Webseite dazu.
    https://www.next-step-niederrhein.de/

    Vielleicht bekommt RD ja da mehr Infos warum Studenten an der HSRW abbrechen oder zu einer anderen Uni wechseln.

    Ich habe in meinem engeren Bekanntenkreis auch 3 ex-Studenten der HSRW, die es mit einem Studium probiert haben und dann in Kleve eine Ausbildung angefangen/abgeschlossen haben.
    Die haben ganz schnell gemerkt Studieren ist nichts für sie. Ohne die Hochschule vor Ort hätten sie wahrscheinlich sofort nach dem Abi ein Ausbildung angefangen.
    Da wäre mal Interessant wie viele Klever/Gocher/Emmericher 1-2 Semester an der Uni verbracht haben und dann auch abgesprungen sind.

     
  59. 91. Fazit

    @89. Beobachter
    Man darf nicht (RP)
    https://www.hochschule-rhein-waal.de/de/hochschule/organisation/hochschulrat

     
  60. 90. Klaus

    @84. Guenther Hoffmann
    keine sorge, wenn er sein studium vernünftig durchzieht, und das ist tatsächlich möglich, dann bekommt er sogar mit einem bachelor schon jobangebote. empfehlenswert ist noch fachliches engagement neben dem studium durch praktika oder werksstudentenjobs. er sollte natürlich entsprechende gymnasiale grundlagen, selbstdisziplin, selbstorganisation und echtes interesse am studienfach haben. viel erfolg.

     
  61. 89. Beobachter

    DAS müsste noch viel öffentlicher werden, als nur hier. Das wäre mal was für unsere beiden “renommierten” (…) Zeitungen hier – oder will (darf?) man dort so etwas gar nicht offen schreiben …

     
  62. 88. Mirror

    Die Frage, die ich mir die ganze Zeit stelle, ist warum kommen kaum Studierwillige aus den Niederlanden? Das Studium in Kleve ist kostenlos, die Lebenshaltungskosten sind hier moderat und man kann schnell mal nach Hause zu Eltern, Freunden und Verwandten fahren, Nimwegen liegt um die Ecke, Düsseldorf und Köln sind auch nicht so weit weg. Im Grunde genommen sehr attraktive Bedingungen. Nur warum kommt so gut wie niemand aus Holland?
    Ist das Marketing der Hochschule in den Niederlanden nicht aktiv? Oder haben die Niederländer, die in Kleve studieren oder studiert haben, in den sozialen Medien berichtet wie das Studium in Kleve ist und das hatte eine abschreckende Wirkung?

     
  63. 87. Chewgum

    @GH Ihr Sohn kann stolz sein, es ‘trotzdem’ geschafft zu haben.

     
  64. 86. Kein Witz

    @Mona
    Wenn sich die Fuckultät die Mühe machen würde, die Studierenden einen Eignungstest machen zu lassen und nur die Bewerber die den Test bestehen nehmen würde, wären Sie erstaunt, wie viele undeutsche Studierende sehr ingenieurmäßig denken können. Ihre Kommilitonen oder Exkommilitonen gehören nicht unbedingt zur geistigen Elite ihres jeweiligen Heimatlandes und ohne Eignungstest oder sonstige Hürden und auch noch ohne Studiengebühren ist eine Hochschule mit englischsprachigen Studiengängen eine Art Bildungsdiscounter.

     
  65. 85. rd

    @Günther Richtig! Die Studierenden und die Absolventen haben das nicht verdient.

     
  66. 84. Guenther Hoffmann

    Hallo Ralf, ich mache mir ganz ehrlich, schlicht als Laie,wenn ich alles so lese, Gedanken ob mein Sohn sich evtl.schämen muss hier i.d. Klever Hochschule studiert zu haben. So eine offensichtlich beschissene negative Studien Welt, die mir hier so vorgeführt wird hat er eigentlich bei all der Mühe die er sich gemacht nicht verdient. 🤫😳🤭

     
  67. 83. No Risk no fun

    @81. Mona
    Es ist immer schwierig sich selbst mit Distanz und einigermaßen objektiv zu beurteilen. Mit Hilfe der Evaluierungen von Lehrveranstaltungen und den Auswertungen, die das Controlling der HSRW vornimmt, haben die Fakultäten die Möglichkeit zur Selbstreflexion. Es liegt an den Fakultäten wie sie mit diesem Feedback umgehen. Von „Augen zu und weiter so“ bis „lasst uns die Lage analysieren und ohne Denkverbote über Lösungsansätze nachdenken“ ist alles möglich. Niemand ist absolut fehlerfrei, das gilt auch für Lehrende. Es zeugt von geistiger und persönlicher Reife, sich selbst auch dann nicht für fehlerfrei zu halten und das eigene Handeln zu hinterfragen, wenn ein Teil der Lernenden offensichtliche Defizite hat.
    Ich habe ebenfalls von den teilweise deutlichen Defiziten eines Teils der Studierenden in der Fakultät Technologie und Bionik gehört. Auf der einen Seite möchte die Fakultät Technologie und Bionik Studierende aus anderen Ländern haben und ist auch wegen der sehr geringen Anzahl regionaler Studierender auf die internationalen Studierenden angewiesen und auf der anderen Seite gibt es anscheinend bei einem größeren Teil dieser Studierenden Probleme bei der Vorbildung. Dazu kommt noch, dass nicht jeder Studienanfänger für den von ihm gewählten Studiengang geeignet ist. Es ist die Aufgabe der Fakultät sich mit diesen Schwierigkeiten zu befassen und praktikabele Lösungen zu suchen. Das Niveau der Studiengänge zu senken ist sicherlich keine Lösung. Es ist zweifellos eine große Herausforderung, ein angemessenes Niveau, Aufwand, Abschlussquote, etc. unter einen Hut zu bringen.

     
  68. 82. rd

    @Mona Angesichts der verheerenden Zahlen sollte Kritik nicht nur erlaubt, sondern geradezu geboten sein. Die Abbruchzahlen sind auch nicht nur bei den ausländischen Studenten hoch, sondern durch die Bank. Und wenn eine Fakultät den Eindruck vermittelt, einen bequemen Weg zum, wie Sie sagen, „deutschen Ingenieur“ anzubieten, um sie dann reihenweise vor die Wand laufen zu lassen, muss sich die Leitung vielleicht auch mal fragen, ob das alles OK ist, insbesondere, wenn man den lieben Studenten vorher noch privates Geld aus der Tasche gezogen hat. Die Zahlen jedenfalls sind für das eben noch gefeierte System Klotz eine Bankrotterklärung. Und für das deutsche Hochschulwesen peinlich.

     
  69. 81. Mona

    Ich finde es schade, wie hier auf eine Institution geschimpft wird, die jungen Erwachsenen eine Chance auf eine Ausbildung an einer Hochschule ermöglicht. Wenn ich richtig informiert bin, arbeitet die Hochschule Rhein-Waal nicht mehr mit SF zusammen, sodass die vorbereiteten Studierenden auf andere Hochschule gehen, um dort zu studieren.

    Die meisten Studierenden, die bei Technologie und Bionik ein Studium beginnen, wollen “Deutsche Ingenieure” werden. Denn auch wenn die deutschen Automobilbauer den Umstieg auf alternative Antriebsformen verschlafen haben, hält sich der gute Ruf von deutschen Ingenieuren hartnäckig in anderen Ländern.

    So hat T&B 2018 insgesamt 60 deutsche Studierende und 309 internationale Studierende eingeschrieben.
    (https://www.hochschule-rhein-waal.de/sites/default/files/documents/2019/02/25/az_zahlen_der_hochschule_rhein-waal_2018.pdf)

    Leider sind sich die meisten der internationalen Studierenden nicht bewusst, dass “Der Deutsche Ingenieur” nur so gut ist, weil er nicht nur über Wissen verfügt, sondern auch durch seine kulturelle Prägung auf eine geordnete Arbeitsweise bedacht ist (Pünktlichkeit, Zeichnungen mit Bleistift und Lineal, A4-Papier und andere DIN-Normen, Dokumentation z.B. eines Rechenweges, eigenständige Denkweise und Problemlösung- kein reines Auswendiglernen von Lösungen, sondern Lernen und Verstehen von Lösungsansätzen und das Übertragen auf neue Problemstellungen…).
    Das führt zu einer Doppelbelastung beim Lernen, sodass einige internationale Studierende auch kulturell überfordert sind und das “Arbeiten” auf die “Deutsche Art und Weise” erst mühsam erlernen müssen.

    Vorbereitungskurse finde ich sehr sinnvoll und die werden auch von der HSRW angeboten, aber viele internationale Studierende kommen erst nach den Vorbereitungskursen in Deutschland an, weil ihr Visa-Antrag so lange in Bearbeitung ist. Einige kommen sogar erst am Ende des Semesters und versuchen dann alle Klausuren mitzuschreiben.

    Naja, es gibt viele Gründe, warum internationale Studierende ihr Studium abbrechen, aber ich glaube nicht, dass es an der Fakultät T&B liegt.

     
  70. 80. Chewvum

    @79 Da kann man sich schnell in den kirgisischen Walnusswäldern wiederfinden 😉

     
  71. 79. Kein Witz

    So Fakultät Technologie und Bionik,
    seht zu, dass Ihr den Kurs korrigiert, sonst werden die anderen Fakultäten in Zukunft mit Euch personell aufgestockt. Drei Fakultäten reichen ja auch.

     
  72. 78. Fazit

    @77. Neu
    Und dann noch die Studiengangswechsel, um doch noch an der Fakultät Technologie und Bionik einen Abschluss machen zu können. Ein Wechsel an eine andere Hochschule ist für ausländische Bachelor-Studenten i.R. nicht möglich, da es Bachelor-Studiengänge mit englischer Unterrichtssprache nur an der HSRW gibt.

    @58. Egal
    So ist es! Dem Gründungsdekan sei dank.

     
  73. 77. Neu

    Wie dem auch sei: Das Geschäftsmodell von SF funktioniert, erbringt aber nicht Leistungen, die es verspricht. Hier wird für viel Geld auf zweifelhafte Weise und ohne transparente Curricula Hochschulvorbereitung betrieben, die keine ist. Die Abbrecherzahlen in Technologie und Bionik beschreiben die Biografien überforderter Studenten.
    Diese hier, die nicht vorzeitig die Flinte ins Korn werfen, gibt es zu Hauf:
    1. Semester: nicht zur Klausur antreten,
    2. Semester: Klausur nicht bestehen,
    3. Semester: 2. Versuch plus weitere Klausuren,
    4. Semester: 3. Versuch plus 2. Versuche plus neue Klausuren
    5. und folgende Semester: Veni Vidi Violini: ich kam, sah und vergeigte…

    Die sprachliche Barriere ist nicht das Problem. Die für Technologie und Bionik problematischen Disziplinen sind Mathematik, Physik und die Fachdisziplinen der jeweiligen Ingenieurwissenschaften, die die Mathematik als Handwerkszeug benötigen. Früher gab es an den Hochschulen Brückenkurse in den Disziplinen, die SF anbietet. Diese dienten nur dem Zweck, auf ein Studium vorzubereiten und waren sehr arbeitsintensiv. Sie wurden durch die Hochschule selber angeboten und nicht von einem An-Institut oder einer GmbH, die lediglich finanzieller Durchlauferhitzer mit Töpferkursen, Sprachtests, die die Hochschule selbst anbieten könnte oder Freizeitaktivitäten ist.

     
  74. 76. Justin

    @75., Chewgum

    In Kommentar 73 ging es um den Vergleich zwischen…

    – einem gemeinnützigen Verein, Deutscher Akademischer Austauschdienst e. V. (DAAD) (Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Hochschulen und Studierendenschaften) mit dem eindeutigen Zweck den Internationalen Austausch an Hochschulen zu fördern

    – einem privatwirtschaftlichen Unternehmen (SF) mit dem eindeutigen Zweck Geld zu verdienen

    Der DAAD unterstützt sowohl finanziell als auch inhaltlich den internationalen Austausch von Studierenden (und Wissenschaftlern). Im Gegensatz dazu verdient SF daran, dass Menschen aus Nicht-EU-Ländern an der HSRW studieren wollen und dafür eine Hochschulzugangsberechtigung und eine Vorbereitung auf das Studium benötigen.

    In dem einen Fall (DAAD) ist es unsinnig und kontraproduktiv, wenn Studierende aus nicht zur EU gehörenden Staaten Studiengebühren zahlen müssten. In dem anderen Fall (SF) wäre es durchaus angemessen, wenn die Teilnehmer der SF-Vorbereitungskurse, die aus Nicht-EU-Ländern kommen, anschließend Studiengebühren zahlen würden.

    Es geht in Kommentar 73 nicht darum wie viele Bildungsausländer über welche Organisation oder ohne Organisation nach Deutschland kommen.

     
  75. 75. Chewgum

    Von den ca. 350000 ausländischen Studenten an deutschen Hochschulen sind die wenigsten ùber den DAAD gekommen, sondern ohne Austauschprogramm oder Stipendium. Die große Mehrheit bewirbt sich und dann erfolgt bei Nachweis der Zulassungsvoraussetzungen ggf. die Einschreibung.

    Aber es braucht jetzt auch keine neuen Argumente für Kritik an SF.

     
  76. 74. rd

    @Justin Auf den Punkt gebracht.

     
  77. 73. Justin

    @70., nöb

    „Und wenn unser Staat das anbietet, sollte das Geld für “Vorbereitungskurse” auch an unseren Staat gehen und nicht in andere Taschen.“

    Das ist der entscheidende Punkt. Das Geschäftsmodell der SF würde nicht oder zumindest deutlich schlechter funktionieren, wenn das Studium an der HSRW für Studierende aus Nicht-EU-Ländern gebührenpflichtig wäre.
    Das Bundesland NRW erbringt in gewisser Weise einen Teil der Leistung wofür SF Geld bekommt. Das hat nichts mit der Idee des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) zu tun. „Der DAAD fördert die Internationalität der deutschen Hochschulen, stärkt die deutsche Sprache und die Germanistik im Ausland, unterstützt Entwicklungsländer beim Aufbau leistungsfähiger Hochschulen und berät Entscheider in der Kulturpolitik, Bildungspolitik und Entwicklungspolitik.“ Der DAAD verfolgt keine kommerziellen Zwecke und es wäre unsinnig, wenn Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland, die an einem DAAD-Austausch teilnehmen, Studiengebühren an einer deutschen Hochschule zahlen würden. SF hat einen kommerziellen Zweck, so dass Kritik an SF nichts mit AfD-Nähe zu tun.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Akademischer_Austauschdienst

     
  78. 72. Seebär

    @70. nöb
    „Selbst wenn ausländische Studenten im Endeffekt “etwas kosten” würden hätte ich damit kein Problem. Das gleicht sich aus und außerdem geht es uns gut. Und der Blick über den (akademischen) Tellerrand hat noch nie geschadet, die Wissenschaft lebt ja vom Austausch.“
    Genau so sehe ich das auch.
    Was die Studiengänge betrifft, habe ich den Eindruck, dass allgemein an Hochschulen zunehmend Studiengänge geschaffen werden, die eigentlich eine Berufsausbildung ohne den betrieblichen Part sind und deren Niveau zu niedrig für ein Studium ist. Das betrifft m.E. vor allem Nicht-MINT-Studienfächer. Dazu kommen die Themen einiger Studiengänge, die teilweise doch recht „windig“ sind (Beispiele hatten Sie genannt). Aber dennoch ist die HSRW meiner Meinung nach nicht sinnlos.

     
  79. 71. Chewgum

    Englischsprachige Studiengänge + keine Studiengebühren = extrem interessant vor allem für ausländische Studierwillige, besonders aus Nicht-EU-Ländern

    Wenn die HSRW weiter vor allem auf englischsprachige Studiengänge setzt, werden wir weiter besonders für Nicht-EU-Staaten ausbilden. Das kann man in bestimmten Fällen als Entwicklungshilfe begreifen, aber vor allem ist es Steuerverschwendung. Das macht auch kein asiatischer Imbiss wett.

     
  80. 70. nöb

    @Links
    Weiß jetzt nicht, was das oder ich mit der AfD zu tun haben soll, leider denkt die AfD nicht wie ich…
    Selbst wenn ausländische Studenten im Endeffekt “etwas kosten” würden hätte ich damit kein Problem. Das gleicht sich aus und außerdem geht es uns gut. Und der Blick über den (akademischen) Tellerrand hat noch nie geschadet, die Wissenschaft lebt ja vom Austausch.
    Das hat aber hiermit nichts zu tun. Vielleicht bin ich ja zu naiv, ich stelle mir das so vor, dass eine asiatische Mittelschicht ihren Kindern für viel Geld etwas Gutes tun möchte. Eben genau so, wie hiesige Kinder mit schlechtem Abschluss in Osteuropa gegen (sehr) viel Geld ohne Zulassungsbeschränkung studieren. Und wenn unser Staat das anbietet, sollte das Geld für “Vorbereitungskurse” auch an unseren Staat gehen und nicht in andere Taschen. Und wie andere Länder das auch machen, darf man dafür kräftig Studiengebühren nehmen. Ich vermute mal stark, dass fast alle Klever Absolventen/Abbrecher anschließend wieder in Ihrer Heimat sind. Insofern beschränkt sich die Bereicherung für uns in der Tat auf ein paar asiatische Imbisse.

     
  81. 69. Chewgum

    Mit den Zahlen im Beitrag bewegen wir uns ja in der deskriptiven Statistik. Dort können Kausalzusammenhänge nicht aufgedeckt werden.

    Um Erkenntnisse über die hohe Anzahl von Studienabbrechern zu erlangen, könnte die HSRW nun eine oder mehrere Befragungen initiieren. Anonym (nicht digital über ein HS-System – auch nicht mit dem Hinweis, dass die Daten anonymisiert werden – sondern über postalisch zugestellte Fragebögen) mit halbstrukturierten Fragebögen zu den Themen Studienabbruch bzw. Studienzufriedenheit und Studienerfolg, wobei die verschiedensten möglichen Aspekte berücksichtigt werden. Die Daten werden dann mit statistischen Analysen ausgewertet.

     
  82. 68. Links

    Um mal der “AFD-Denke” (An ausländischen Studenten bereichern sich nur ein paar Professoren; Sonst kosten sie nur dem Steuerzahler; Kostenloses Studium nur für deutsche;… ) hier etwas Entgegen zu setzen:

    https://www.bmbf.de/de/auslaendische-studierende-ein-gewinn-fuer-deutschland-438.html

     
  83. 67. nöb

    @Seebär
    Natürlich nicht.
    Sinnfrei in mehrerer Hinsicht: die auch anderswo zu beobachtende Tendenz zu immer spezialisierteren Studiengängen ist in einer sich schnell wandelnden Berufswelt kontraproduktiv. Irgendwann haben wir keine Generalisten mehr, die in der Lage sind quer zu denken oder neue Aufgaben zu bewältigen. Die in Kleve angebotenen Studiengänge sind teilweise einfach lächerlich (Gender and Diversity, nachhaltiger Tourismus). Da kann man besser Soziologie oder Sozialgeographie studieren, weiß man nachher mehr.
    Sinnfrei auch, weil ein vorwiegend an ausländische Studenten gerichtetes Angebot einfach nur ein cleveres Geschäftsmodell ist, dass ich als Steuerzahler nicht finanzieren möchte. Die ausländischen Studenten kommen ja nicht, weil Kleve eine berühmte und traditionsreiche Uni hat. So wie deutsche Studenten ja auch nicht in Ungarn Medizin studieren, weil es dort so schön und die Forschung so weit ist. Aber dann soll man solche Modelle bitte privat finanzieren.
    Positiv finde ich lediglich, dass endlich mal etwas Leben in diese Stadt kommt und das kulinarische Angebot steigt.

     
  84. 66. Seebär

    @61. nöb
    Warum sinnfrei? Weil diese Hochschule nicht in einer hippen Stadt ist wo die Mieten insbesondere für Studierende unbezahlbar sind?

     
  85. 65. Justin

    @59., Chewgum

    Sie haben es auf den Punkt gebracht!

     
  86. 64. Fazit

    @53. XXX
    Befristet Beschäftigte sind nicht die, denen zugemutet werden sollte Fehlentwicklungen in den Fakultäten oder ggf. auch Dezernaten anzusprechen und auf eine Änderung hinzuwirken.
    Aber die unbefristet Beschäftigten (verbeamtet oder nicht) sollten sich darüber im Klaren sein wem sie zu Loyalität verpflichtet sind. Die Beschäftigten einer staatlichen Hochschule (Anstalt des öffentlichen Rechts) sind dem jeweiligen Bundesland, dem Hochschulgesetz und natürlich dem Arbeitgeber verpflichtet. Nach meinem persönlichen Rechtsempfinden umfasst die notwendige Loyalität zum Arbeitgeber nicht, dass Unregelmäßigkeiten, Anstößiges in der Grauzone oder Verstöße gegen geltendes Recht durch unbeteiligte Beschäftigte totgeschwiegen und ignoriert werden sollten. Im Gegenteil, das sollte nicht hingenommen werden. Insbesondere Professorinnen und Professoren sind aufgrund ihrer relativ großen Unabhängigkeit prädestiniert dafür frei ihre Meinung zu äußern und Kritik zu üben und eben auch eine gewisse ethische Verantwortung zu tragen. Es wäre gut, wenn auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Mund aufmachen würden, wenn etwas falsch läuft. Es ist aber verständlich, dass sich das nicht jeder traut, weil die Mitarbeiter in der Hackordnung ganz unten stehen.
    Es sind vor allem die Professorinnen und Professoren, die im 51. Post gemeint sind.

     
  87. 63. rd

    @nöb Da muss ich doch widersprechen: So, wie die Hochschule in Kleve aufgestellt ist, ist sie ein Skandal. Die Idee an sich (siehe Text über die ursprüngliche Bewerbung), richtig umgesetzt und nicht von Egomanie und Gier pervertiert, hätte das Zeug zu einer wirklichen Bereicherung für die Stadt. Ob die Qualität von kleveblog unter der Berichterstattung leidet, mögen andere entscheiden. Auf die Zugriffszahlen schaue ich nur noch alle paar Monate. Ich lasse mich davon leiten, was ich für berichtenswert halte (und das sind nicht immer nur große Geschichten) und vertraue darauf, dass die Besucher meine Seite mit Genuss und Gewinn lesen. Wenn nicht, bleiben sie irgendwann weg, aber das sehe ich derzeit nicht ansatzweise. Trotzdem danke für das Feedback!

     
  88. 62. Chewgum

    @58 Egal Das Problem der Scheinstudenten betrifft vor allem Hochschulen mit (vielen) zulassungsfreien Studiengängen.

     
  89. 61. nöb

    Ich finde das Engagement von Ralf Daute für Kleve und seinen Blog ganz prima. Ich finde wie er auch die Hochschule in Kleve völlig sinnfrei und überflüssig. Aber leider hat sich der Blogchef derart in seinen Kampf gegen die Hochschule verrannt, dass dadurch das gesamte Niveau von kleveblog IMHO deutlich gesunken ist. Schade.

    Bei dem aktuell starken Interesse an Zahlen, schon mal die Aufrufstatistik vom Blog kontrolliert?

     
  90. 60. Keine Ahnung

    @53. XXX
    Welche Infos fehlen den Lesern denn?

     
  91. 59. Chewgum

    Die HSRW kann bestimmt Zahlen dazu bereitstellen, wie viele Studenten sich nach dem 4., 5. … 8. oder höheren Semester exmatrikulieren bzw. noch immatrikuliert sind, ohne (bisher) eine Prüfung abgelegt zu haben.

    Gab es solche Studenten, war das bisher eher kein Nachteil für die Hochschule, weil es für jede Neueinschreibung Geld gab. Geschädigt wurden eher Andere.

    Aber künftig gilt ja – wie rd oben ausführt: Die Finanzierung der Hochschule wird an Studienverlauf und -erfolg gekoppelt und nicht mehr an die Zahl der Neueinschreibungen.

    Und das ist die Nachricht, die die HSRW nun wirklich aufrütteln sollte und eine Ist-Analyse – unter Einbeziehung der verschiedenen Aspekte – in Gang setzen sollte.

     
  92. 58. Egal

    @43, @55.
    Geht man davon aus, dass es diese Scheinstudenten an allen Universitäten und Hochschulen gibt, ist die Statistik von Herrn Daute im direkten Vergleich zu anderen Bildungseinrichtungen durchaus haltbar.
    Von daher schneidet die HSRW, insbesondere die Fakultät “Technologie und Bionik” was die Zahl Ihrer Absolventen betrifft trotzdem extrem schlecht ab.

     
  93. 57. Chewgum

    @55 FK3 In meinem Post waren ganz allgemein Studierende gemeint. In der Regel schreiben sich Scheinstudenten ein, um Geld zu ‘sparen’.

     
  94. 56. rd

    @FK3 Woher beziehen Sie dieses Wissen?

     
  95. 55. FK3

    @43. Chewgum

    Ich kann bestätigen, dass es teilweise einen nicht zu vernachlässigen Teil von ausländischen Studierenden gibt, die sich einschreiben um einen Aufenthaltstitel zu bekommen. Diese arbeiten dann solange bis sie nach 3-4 Semestern zwangsexmatrikuliert werden. Diese tauchen dann natürlich als Studienabbrecher in der Statistik auf.

     
  96. 54. Pflichten der Hochschule

    Hochschulgesetz NRW vom 16.09.2014

    Ziel von Lehre und Studium, Lehrangebot, Studienberatung

    (1) Lehre und Studium vermitteln den Studierenden unter Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt und der fachübergreifenden Bezüge die erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden dem jeweiligen Studiengang entsprechend so, dass sie zu wissenschaftlicher oder künstlerischer Arbeit, zur Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in der beruflichen Praxis, zur kritischen Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnis und zu verantwortlichem Handeln befähigt werden. DIE HOCHSCHULEN SIND DEM STUDIENERFOLG VERPFLICHTET.

    (2) (…) Die Hochschulen fördern eine Verbindung von Berufsausbildung oder Berufstätigkeit mit dem Studium. Sie sind den Grundsätzen guter wissenschaftlicher Lehre, insbesondere mit Blick auf die Sicherstellung eines transparenten und geregelten Lehr- und Prüfungsbetriebs, verpflichtet.

    (…)

    (3) (…) Inhalt, Aufbau und Organisation des Studiums sind so zu bestimmen, dass das Studium in der generellen Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann.

    (4) (…)

    (5) Die Hochschule berät ihre Studierenden sowie Studieninteressentinnen und Studieninteressenten, Studienbewerberinnen und Studienbewerber in allen Fragen des Studiums.

    (6) (…)

    (7) Die Hochschule kann in der Einschreibungsordnung bestimmen, dass die Studierenden spätestens bis zum Ende des zweiten Semesters des von ihnen studierten Studienganges eine Fachstudienberatung besuchen müssen.

    (8) (…)

    https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=0&menu=1&bes_id=28364&anw_nr=2&aufgehoben=N&det_id=397617

     
  97. 53. XXX

    @51 Fazit
    Wie stellen Sie sich das in dem immer wieder herangezognene Beispiel der SF denn konkret vor? Wie sollen bsp. die Wissenschaftlichen Mitarbeiter einer Fakultät den Einfluss der Ärger produzierenden Mitglieder verringern, wenn dies wohl von ‘ganz oben’ abgesegnet wurde?! Wo nichtmals klar ist ob dies nun rechtens ist oder nicht, was es zuerst zu klären gälte. Dass es rechtens ist, heisst oft nicht zwangsläufig dass es auf Zustimmung anderer stößt oder umgekehrt. Wie sollen Mitarbeiter insbesondere dann dagegen angehen, wenn viele von ihnen um eine Verlängerung ihres Arbeitsverhältnisses bangen müssen? Weil diejenigen, die an der Basis gute Arbeit leisten, oft nur befristet eingestellt sind; trotz der steigenden Studentenzahl kaum bis keine zusätzlichen Stellen geschaffen werden?!
    Zudem bin ich der Überzeugung, dass es durchaus ausreicht, dass eine sehr kleine Minderheit innerhalb einer Gruppe einen durchaus ‘strittigen Fehler’ gemacht hat um die ganze Gruppe zu diskreditieren, wenn es in der ‘Berichtserstattung’ wiederholt absolut einseitig dargestellt wird und vielen Lesern weitere Infos zu fehlen scheinen.

     
  98. 52. Shit happens

    @rd
    Die Freiheit von Forschung und Lehre ist keine Erlaubnis zu tun und zu lassen was man möchte. Deshalb sind Evaluierungen der Lehrveranstaltungen sehr wichtig. Wäre es möglich die Evaluierungen einzusehen und zu veröffentlichen? Wenn die Lehrenden und die Fächer anonymisiert werden, würden dadurch keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

     
  99. 51. Fazit

    @28. XXX
    „Denn der bei WEITEM überwiegende Teil der Beteiligten wird mit Engagament und Leidenschaft ihren Aufgaben nachgehen und es ist einfach zum *** dass das Verhalten von einigen wenigen immer wieder mit der HSRW gleichgesetzt wird.“
    Ein Wort zu „einigen wenigen“. Ja, jedes Mitglied einer Gruppe kann den Ruf der Gruppe schädigen oder auch positiv beeinflussen. Wenn eine Gruppe unangenehm auffällt, dann passiert dies nicht, weil ein Gruppenmitglied oder eine sehr kleine Minderheit innerhalb der Gruppe einmal einen Fehler gemacht hat. Eine Gruppe fällt üblicherweise erst dann negativ auf, wenn mehrere Vorkommnisse unangenehm waren. Es liegt dann an den unbeteiligten Gruppenmitgliedern, den Einfluss der Ärger produzierenden Mitglieder zu verringern. Wenn den „Ärger-Verursachern“ mehr oder weniger freie Hand gelassen wird, dann sollten sich die unbescholtenen Gruppenmitglieder nicht wundern, wenn sie mit denen in einen Topf geworfen werden.

     
  100. 50. Lohengräm

    @47

    TU ?

     
  101. 49. Star

    Vielleicht könnten Sie dem gesamten Bericht im Original veröffentlichen, Herr Daute, damit man sich die Zahlen auch noch mal selbst anschauen kann? „G.N.“ hat ja offenbar seine Zweifel. Ich glaube Ihnen zwar in Ihrer Darstellung (wie immer!), aber das scheint ja ein wirklich wichtiges Dokument zu sein. Oder könnten Die nicht mal beim neuen Präsidenten nachfragen, ob die Hochschule das nicht selbst veröffentlichen möchte? (Falls Kleveblog beim neuen Präsidenten noch nicht bekannt ist und er ggfs. noch nicht mitliest). Das wäre doch ein schönes Zeichen für mehr Transparenz von Seiten der neuen Leitung!

     
  102. 48. Chewgum

    @47 WW Für Elektrotechnik nach München?

     
  103. 47. Whity Weißmann

    @44

    richtig, nicht in Aachen.

    In München, im schönen Bayern habe ich studiert. Als Begrüssung gabe es vom Statikprofessor eine Einleitung, in der er fragte, wer von den Neulingen denn aus NRW kommen würde. Als ich dann als einziger aufzeigte, fügte er hinzu, dass ich mit meinem Abitur hier in Bayern sowieso keine Chance hätte zu bestehen.
    Wie sich dann jedoch zeigte, hatte es sich in diesem Punkt geirrt. Viele Abiturienten aus Bayern habe ich irgendwann nicht mehr wieder gesehen. Ich meine mich zu erinnern, dass damals vor 25Jahren die Abbruchquote bei ca. 50% lag.
    Mathe, Mess- und Regeltechnik (also dann Mathe in der Anwendung) war der Killer. Da sind viele dran gescheitert.

    Hier sehen wir aber auch, dass die Fähigkeiten, die hier in der Oberstufe in Kleve vermittelt werden durchaus wettbewerbsfähig sind. (-:

    Aber, um noch mal auf das Wichtigste zurück zu kommen, trotz allem ging es in Bayern im grossen Ganzen menschlich zu. Mit dem Statik Prof konnte man sehr gut feiern, wie sich jahre später zeigte.

     
  104. 46. Fazit

    @42. rd
    Keine Antwort ist auch eine Antwort. D.h. das Controlling der HSRW hat korrekt gearbeitet und rd hat es korrekt wiedergegeben.

     
  105. 45. Bock/Gärtner

    Und was ist mit dem: Studienabbruch in den Ingenieurwissenschaften: Empirische Analyse und Best Practice zum Studienerfolg, herausgegeben von Susanne Klöpping, Marlene Scherfer, Susanne Gokus, Stephanie Dachsberger, Aloys Krieg, Andrä Wolter, Ralph Bruder, Wolfram Ressel, Eberhard Umbach…. Viel seiner Expertise scheint der Vorsitzende des Hochschulrats, Prof. Krieg, ja nicht eingebracht zu haben. Vermutlich Hauptsache Posten.

     
  106. 44. Lohengräm

    @33
    >Zu meiner Zeit des Ingenieurstudiums gab es all die hier aufgeführten Probleme nicht ansatzweise. Es wurde gelernt, gearbeitet und gefeiert.

    Dann haben sie definitiv nicht an der RWTH studiert.

    🙂

     
  107. 43. Chewgum

    Vor allem sollte näher betrachtet werden, was nach acht Semestern zur Exmatrikulation führt. Bis dahin hat man ja in der Regel schon einige Prüfungen erfolgreich hinter sich gebracht.

    Um alle Aspekte zu beleuchten, muss auch diese Frage erlaubt sein: Gibt es an der HSRW so genannte Scheinstudenten?

    Hochschulen mit zulassungsfreien Studiengängen ziehen diese an. An der Uni Düsseldorf sind ca. ein Viertel (!) der eingeschriebenen Studenten nur an den Vergünstigungen, die mit dem Studentenstatus einher gehen, interessiert.

     
  108. 42. rd

    @G.N. Wörtlich heißt es in den Erläuterungen zu den Kohortenentwicklungen (S. 22): „Betrachtet werden jeweils die ersten acht (bei Bachelor) bzw. vier (bei Master Fachsemester (Regelstudienzeit + 1). In diesem Zeitraum verringert sich die Kohortenstärke fast ausschließlich durch Abgänge ohne Abschluss. Danach kommen erste Absolventinnen und Absolventen.“ Und jetzt kommen Sie.

     
  109. 41. Realist

    Ich war auch mal gasthörender Mensch, weil ich dachte, ich könnte für mich Neuigkeiten in der Lehre entdecken. Nein, ich kannte alles bereits aus meinem eigenen Jugendsein, und war erstaunt, mit welchem Nichtwissen, jugendliche, inländische Menschen eine Zulassung zur HSRW bekamen und bekommen, um dort die eigentlich, vorauszusetzende Inhalte vorgetragen zu bekommen. Die meisten Studierenden hörten gar nicht zu, frühstückten, machten Spiele auf ihren Mobilphones, unterhielten sich einfach störend miteinander. Und niemand bat um Ruhe und Konzentration. Es war egal, es wird vorgetragen, und dann war eben die Vorlesungszeit zu Ende.

    Die inländische Bildung ist in die Negativität abgerutscht. Im gesamten Bildungssystem müssen Veränderungen geschehen!

     
  110. 40. rd

    @G.N. Und ich habe geantwortet, dass dies die Deutung der Hochschule selbst ist. Vielleicht einfach mal die Realität akzeptieren??

     
  111. 39. G.N.

    Es ist so einfach, Hinweise auf Fehlinterpretationen mit “Quatsch” wegzubügeln. Dies ist einfach nur schlechter Stil.

    Die Regelstudienzeit eines Bachelorstudiums beträgt 7 Semester. Je nach Ermittlungszeitpunkt der Studentenzahl (? am Ende des Semesters ?) werden ab dem siebten Semester Absolventen die Zahl der verbliebenen Studenten durch Exmatrikulation nach unten drücken.

    Da Sie ja dies als “Quatsch” bezeichnet haben, müssten Sie eigentlich eine plausible Erklärung dafür haben, woher dieser Einbruch der “Verbliebenenzahl” vom siebten zum achten Semster resultiert.

    Zudem erlaube ich mir, Sie darauf hinzuweisen, dass ich nicht die Zahlen bezweifle, sondern Ihre Interpretation ab dem siebten Semester.

    Haben Sie bei der Hochschule nachgefragt, welche Reduzierungen aus erfolgreichen Abschlüssen resultieren?

     
  112. 38. Shit happens

    sehr geehrte professoren von der fakultät technologie und bionik,
    eure bemühungen die hohe abbrecherquote kleinzureden ist unseriös.
    jetzt mal ganz langsam, dass jeder das auch versteht: wer an einer uni studiert und es dort nicht schafft, versucht es oft nochmals an einer fachhochschule und kann dort häufig ein studium erfolgreich abschließen. wer ein studium in eurer fakultät nicht erfolgreich absolvieren kann, geht dann an eine uni, weil da die abbrecherquote nur 50 bis 60% beträgt? wer ein ingenieurstudium an einer fachhochschule abbricht, studiert meistens nie wieder. das ist kein beinbruch, wenn ungefähr die hälfte der studienanfänger eine reelle chance hat, das ingenieurstudium mit einem abschluss zu beenden. die abbrecherquote von ca. 50% ist das resultat des siebens. ohne sieben geht es leider nicht und wenn eine eliteuni eine etwas höhere abbrecherquote hat, ist das verständlich. ihr habt aber eine abbrecherquote von 78% !!!
    was habt ihr dazu zu sagen?
    ach ja, den schwarzen peter an andere weitergeben gilt nicht!

     
  113. 37. rd

    @G.N. Quatsch. Die von der HSRW selbst erstellte Liste bricht genau ab dem 8. Semester ab, weil, so die Erklärung, von da an die Absolventen dazukommen. Aber es fällt natürlich schwer, die Wahrheit hinter diesen Zahlen zu akzeptieren, das verstehe ich schon.

     
  114. 36. G.N.

    Leider kann Herr Daute gewisse Zahlen nicht korrekt interpretieren, sondern erzeugt hieraus “Zahlen des Scheiterns”.

    Fällt den Lesern von kleveblog nicht auf, dass für alle Bachelor-Kohorten ein größerer Einbruch der Studentenzahlen vom siebten zum achten Semester erfolgt?

    Das Bachelorstudium hat eine Regelstudienzeit von sieben Semester, und wer einen Bachelorabschluss hat, wird sich in der Regel exmatrikulieren.

     
  115. 35. Jens-Uwe Habedank

    @ 33, Whity Weißmann: Welcome in Kleve, 50 years after GG and everything else…

    Seit wohl spätestens Anfang der 80er des letzten Jhrhunderts bemühen sich etliche Seelen um eine “angepasste Demokratisierung” in Klever Landen – vergeblich; persönlich denke ich, dass aus 80 Jahren Rückstand wohl nun so um die die 50 Jahre Rücktand geworden sein dürften – sind aber immer noch ca. 30 Jahre “Kampf” für 30 Jahre
    “Klever Fortschritts”…
    Die Uhren tickten hier anders, ticken anders und werden auf Jahrzehnte noch anders ticken – Alles Andere ist, hier, Anarchie oder geht in Hexenverbrennungen unter; gelobt sei der Landvogt…

     
  116. 34. Der Laie

    Da steht eine Ministerin die einen Hörsaal nur von aussen gesehen hat einem Ministerium vor,wie soll da eine fachliche Leistungsüberprüfung vor Ort möglich sein.
    Die Fähigkeiten eines Verkäufers mißt man am erzielten Umsatz sowie am Deckungsbeitrag pro Auftrag.
    Wo nach wird die Leistung eines Dekan eines Lehrbeauftragten bemessen und kontrolliert?
    Die Wiege allen übels dürfte die zu frühe Verbeamtung der Professoren sein,wenn dann ein innerer Drang besteht sich in der Fachwelt einen Namen zu machen,für den ist dann eine Stoffvermittlung im Hörsaal nur lästige Pflicht.
    Da können sich Studenten noch glücklich schätzen,wenn ein wissenschaftlicher Mitarbeiter Wert darauf legt,das seine Vorlesung so gestaltet ist,das der vorgetragene Inhalt nicht nur gehört sondern auch verstanden wurde.
    Was passiert mit einem Verkäufer der über eine längere Zeit seine Umsatzziele nicht erreicht,entweder erhält er neue andere Aufgaben, oder er erhält den Rat sich nach einer neuen Stelle umzusehen.
    Aber wie setzt man einen leistungsschwachen verbeamteten Professor vor die Türe,natürlich in höchsten Tönen
    wegloben, damit er auf einer anderen Kostenstelle weiter durchgefüttert werden muss.

     
  117. 33. Whity Weißmann

    Wenn ich hier die Texte zur Klever Hochschule lese, dann finde ich es unfassbar, wie hier mit den jungen Menschen und deren beruflichen Zukunft umgegangen wird.
    Das ist für die Betroffenen eine riesige Katastrophe, welche deren gesammtes berufliches Leben prägen kann. Und dies sicherlich unnötig.

    Zu meiner Zeit des Ingenieurstudiums gab es all die hier aufgeführten Probleme nicht ansatzweise. Es wurde gelernt, gearbeitet und gefeiert.
    Nicht umsonst sagt man, dass es die schönste Zeit des Lebens ist. So soll es auch sein, dass die jungen Leute sich entwickel können, zu Menschen, die Freude haben, an dem was sie beruflich machen.

    Das hier in Kleve soetwas möglich ist, und tolleriert wird ist eine Schweinerei.

    Meinen Kindern, würde ich davon abraten in Kleve zu studieren!

     
  118. 32. Chewgum

    @29 rd Autotelefon? Bei der Stiftungsprofessur hat man damals wenigstens noch einen Prof in Bochum um eine Empfehlung gebeten.

     
  119. 31. XXX

    Anmerkung zu meinem eigenen Kommentar:
    “An vielen Unis/FHs gibt es Zugangsbeschränkungen um die Zahl der Einschreibungen zu kontrollieren und/oder Eignungstests. Dies gibt es an der HSRW nicht.”
    Es muss nicht an der HSRW heißen, sondern an der Fakultät Technologie und Bionik

     
  120. 30. Mirror

    @24. GerneNiederrhein
    Wer schädigt das Ansehen der Hochschule?
    RD?
    Sind Sie sicher das Sie Ursache und Wirkung nicht miteinander verwechseln?
    Ich bin auch froh, dass es die Hochschule in Kleve gibt. Und ich hoffe sehr, dass die Hochschule die nächsten Jahre und Jahrzehnte übersteht. Und deswegen bin ich in gewisser Weise dankbar, dass es diese „gnadenlose“ Berichterstattung im Kleveblog gibt. Das ist die einzige Chance, dass sich etwas ändert.

     
  121. 29. rd

    @XXX Soweit das zu übersehen ist, kommen wohl folgende Faktoren zusammen: Qualität/Einsatz der Studenten; Qualität/Einsatz der Lehrenden; Qualität der Studiengänge. Zu 1: Von einem Ingenieur, der Flugzeuge baut, möchte man, dass er die Gesetze der Physik/Mathematik beherrscht, darauf hat Prof. Megill in einer Facebook-Diskussion zurecht hingewiesen. Man kann die Maßstäbe also nicht unendlich absenken. Was man aber könnte: VORHER eine Auswahl treffen (nur wäre dann die Wachstumsstrategie erledigt). Zu 2: Hastiges Wachstum erforderte hastige Personalakquise, teilweise per Autotelefon. Es gibt Unmut unter den Studenten über didaktisch überforderte Professoren und solche, die offenbar am liebsten woanders sind. Zu 3: Die Aufblähung der Hochschule hat auch viele Studiengänge mit sich gebracht, die auf dem Papier zunächst ganz hip klingen, sich dann in der Realität aber als eher so Lala entpuppen. Da stellt sich natürlich auch manche Enttäuschung ein.

     
  122. 28. XXX

    Eine hohe Abbrecherquote mit dem Fehlen einer exzellenten Ausbildung gleichzusetzen ist meiner Ansicht nach falsch. Schliesslich bedeutet eine exzellente Ausbildung nicht, dass es möglichst viele schaffen, was den Abschluss abwertet; sondern dass diejenigen, die es schaffen, gut auf die Anforderungen im Berufsalltag vorbereitet sind.

    Auch ist mir das Entsetzen mancher über eine Abbrecherquote von 50% nicht verständlich. Dies ist in vielen Studiengängen der Fall und hat wenig mit schlechter Lehre etc zu tun, als dass viele feststellen, dass ein Studium generell nichts für sie ist oder der gewählte Studiengang nicht den eigenen Erwartungen (meist inhaltlich) entspricht. Nicht selten entspricht der gewählte Studiengang nichtmals den eigenen Interessen, sondern wird von ‘außen’ aufdiktiert, dann sind Probleme schon vorprogrammiert.

    An vielen Unis/FHs gibt es Zugangsbeschränkungen um die Zahl der Einschreibungen zu kontrollieren und/oder Eignungstests. Dies gibt es an der HSRW nicht. Alleine dadurch dass alle Studenten, die and der HSRW studieren wollen, ob nun TATSÄCHLICH ausreichend qualifiziert oder nicht, zugelassen werden, ist auch klar dass die Abbrecherquote höher sein wird als wenn eine Vorauswahl getroffen wird. Bei der grossen Anzahl an ausländischen Studenten wäre diese Vorauswahl aber wohl kaum praktikabel.

    Es “gibt es zur Bewertung der Ausbildung junger Menschen nur eine Währung: den Studienerfolg”?! Wenn mit Studienerfolg ein Abschluss gemeint ist, ist dies meiner Ansicht nach schlichtweg falsch. Es wurde teilweise an HS ein Prozentsatz der Studenten festgelegt, die in der Regelstudienzeit ihren Abschluss schaffen müssen. Wurde dieser unter den ‘alten’ Anforderungen nicht erreicht, wurden die Anforderungen eben so lange gesenkt, bis es passte. Würde man nun als Bewertung den Studienerfolg= Abschlussquote anlegen, würden diese HS besonders gut abschneiden. Der Abschluss wäre aber vergleichsweise wenig ‘wert’.

    Man sollte also vielmehr die Voraussetzungen, die für die Lehrenden geschaffen werden auf Grund des bestehenden Systems, als die Arbeit der Lehrenden an sich, auf Grund von Abbrecherquoten, kritisieren. Denn der bei WEITEM überwiegende Teil der Beteiligten wird mit Engagament und Leidenschaft ihren Aufgaben nachgehen und es ist einfach zum *** dass das Verhalten von einigen wenigen immer wieder mit der HSRW gleichgesetzt wird.

     
  123. 27. Klaus

    @24. GerneNiederrhein
    “…an der Fakultät Technologie und Bionik abarbeitet und reibt”
    Das ist das gute Recht des Autors und zum Glück ist sowas in unserem Land problemlos möglich. Der Autor trägt nur Fakten vor, die er vermutlich belegen kann. Ob er alle Fakten vorträgt wissen wir nicht. Seine persönliche Bewertung ist deutlich erkennbar und diverse Hintergründe dafür sind vielen Lesern bekannt. Aber auch an überzogener Kritik ist oft ein Funken Wahrheit. Drücken wir die Daumen, dass die Fakultät in eine bessere Zukunft steuert. Vielleicht wird dann auch darüber berichtet.

     
  124. 26. Chewgum

    Nachtrag: Wichtige Punkte für die Beurteilung der Qualität von Lehre sind Didaktik und Fairness bei Prüfungen.

    Meine Studienerfahrung: Es gab Profs, die didaktische Nieten waren. Es gab Studienfächer, die man trotzdem bestehen konnte, vorausgesetzt, die Angaben zur Prüfungsliteratur waren richtig und die Fragestellungen fair. Und es gab Studienfächer (bei mir war es Statistik), wo man auf didaktische Fähigkeiten des Lehrpersonals angewiesen war – ggf. ersatzweise der Tutoren – und auf effiziente Lerngruppen. Dann konnte man bei entsprechender Vorbereitung bestehen. Der Weg zur optimalen Prüfungsvorbereitung ist aber etwas länger – da bräuchten Studienanfänger aus meiner Sicht Unterstützung bzw. Beratung.

    Außerdem gehört auch immer eine Portion Wohlwollen des Lehrpersonals gegenüber den Studierenden dazu. Das sollte im Kontakt spürbar werden.

     
  125. 25. Chewgum

    Studienerfolg hat sehr unterschiedliche Determinanten. Hier aber sind die Zahlen schon sehr auffällig. Trotzdem müsste man ein paar Dinge zusätzlich wissen.

    So wäre es interessant zu erfahren, wie oft der Studienabbruch durch eine endgültig nicht bestandene Prüfung erfolgte und wie oft vorher stattfand. Bei Studienabbruch vor einer endgültig nicht bestandenen Prüfung gibt es sehr unterschiedliche Gründe, die zu erfahren auch aufschlussreich wäre.

    Der einfache kausale Schluss ‘überproportional viele Studienabbrecher = entsprechend schlechte Lehre’ ist nicht zulässig ohne weitere Informationen. Es ist auch zu hinterfragen, dass ein solcher kausaler Schluss bedeuten würde, dass in allen Studiengängen eine zumindest unterdurchschnittliche Qualität in der Lehre vorzufinden ist. Das wäre schon ein großer Zufall. Es könnten hier ggf. eher studiengangübergreifende Faktoren eine Rolle spielen.

    Wie sieht der Betreuungsschlüssel aus bei hohen Studierendenzahlen, die so nicht eingeplant waren? Wie steht es mit der Beratung/Betreuung während des Studiums?

    Auch interessant: Wen zieht es für eine Studium in die westlichste Provinz Deutschlands (Vorbildung, Abinote)? Seit wann gibt es Zulassungsbeschränkungen für welche Fächer?

    Der Aspekt ‘Bildungsausländer’ (wird in Studien so genannt) ist in der Regel tatsächlich kein signifikanter Grund für einen Studienabbruch.

    Insgesamt aber gilt: Die Zahlen machen einer genauen Prüfung der Studienbedingungen an der HSRW notwendig.

     
  126. 24. GerneNiederrhein

    Es fällt mir unangenehm auf, mit welcher Ausdauer und Emotionalität sich RD mit kleveblog an der Hochschule Rhein-Waal und insbesondere an der Fakultät Technologie und Bionik abarbeitet und reibt. Den Titel ‘Bilanz des Scheiterns’ finde ich unverschämt.
    Ich bin froh, das es die Hochschule Rhein-Waal in Kleve gibt.
    Aus meiner Sicht scheint sich diese Serie über die Hochschule in Kleve im kleveblog zu einer Privatfehde zu entwickeln. Schade. Meistens verlieren dabei alle Beteiligten.

     
  127. 23. Star

    Das Thema ist sicher auch eins für die Mitarbeiter in der Hochschule und den neuen Präsidenten (wusste er, worauf er sich einließ?!)- und dem Ministerium? Aber wahrscheinlich ist wieder keiner verantwortlich…
    Vielen Dank, dass Sie sich -insbesondere im Sinne der Studierenden, die nun wissen, wie es um ihre Chancen steht- um die Aufarbeitung verdient gemacht haben, Herr Daute.
    Ich höre von den Kommentatoren aber auch ein wenig “ist doch alles nicht so schlimm” und “woanders ist es auch nicht besser” (RWTH – ist da nicht der Hochschulratsvorsitzende her?! Dann wundert es ja nicht, dass das “normal” ist). Ist das so? Würde man das irgendeinem privaten Unternehmen oder auch gerne einer anderen öffentlichen Einrichtung durchgehen lassen, wenn da – mit Zahlen belegt – so viel Misserfolg “produziert” wird – sehenden Auges?

     
  128. 22. Meiner Einer

    Ist es eigentlich Zufall, dass gerade die beiden geschäftsführenden Professoren der SF in der Fakultät Technologie und Bionik tätig sind?

    Vor lauter Geld zählen von der chinesischen Studentenware konnten die ja auch gar nicht mehr ihrem Lehrauftrag nachkommen.

     
  129. 21. rd

    Wir reden hier aber nicht von 40 Prozent, sondern von Werten, die sich, soweit es die Deutung der Zahlen zulässt, in der Fakultät Technologie & Bionik zwischen 70 und 80 Prozent bewegen. Da sollte man vielleicht nicht die – hochschuleigenen – Zahlen zu relativieren versuchen, sondern in aller Demut fragen, was da aus dem Ruder gelaufen ist.

     
  130. 20. rd

    @Klaus Es gibt beide Zahlen in dem Bericht (164, 172). Der Widerspruch wird nicht aufgelöst.

     
  131. 19. Mona

    @15. keine Ahnung und @ 13. Herzeleid
    Ich möchte die Hochschule Rhein-Waal nicht verteidigen und ich möchte auch nicht die Gründe aufzählen, warum Studierende (egal welcher Herkunft) ihr Studium vorzeitig beenden.

    Ich möchte lediglich erwähnen, dass ich die Vergleichszahlen im Artikel nicht passend finde (“…Während an den Fachhochschulen in Deutschland Wikipedia zufolge rund drei Viertel der Studenten ihr Studium erfolgreich absolvieren…”).

    Der erwähnte Wikipedia-Artikel sagt Folgendes über den Studienabbruch bei den jeweiligen Studienanfängern (Stanf): “… Studienabbruchquoten im Bachelorstudium an Fachhochschulen nach Fächergruppen:
    Elektrotechnik, Stanf 2008/09, 40 % …”
    “… Studienabbruchquoten im Bachelorstudium an Universitäten nach Fächergruppen:
    Elektrotechnik, Stanf 2006/07, 53 % …”

    Wenn die Studienabbruchquote der Fakultät Technologie und Bionik im speziellen unter die Lupe genommen wird, sollten meiner Meinung nach auch die entsprechenden Quoten zu den dort unterrichteten Fächern zum Vergleich genommen werden (z.B. s.o. 40 % bei FHs und 53 % bei Unis).

     
  132. 18. Klaus

    @rd
    1. Anmerkung:
    “Alle Fakultätszahlen addiert, ergibt sich ein Wert von 40 Prozent. Damit dürfte die HSRW deutschlandweit zu den schlechtesten Fachhochschulen gehören.”

    Auf den ersten Blick spricht einiges dafür, dass das eine sehr niedrige, vielleicht auch zu niedrige, Abschlussquote ist.
    Aber mir fehlt in diesem Bericht der Maßstab? Gibt es solche Maßstäbe (z.B. aus dem Ministerium) oder zumindest Vergleiche mit anderen Fachhochschulen.

    2. Anmerkung
    Die Zahlendarstellung ist nicht durchgängig. Mal sprechen sie von 164 Bachelorabsolventen in der Fakultät Technologie und Bionik, mal von 172. Was ist korrekt?

    3. Anmerkung
    Gibt es eine Nachverfolgung, ob exmatrikulierte Studenten der HSRW ihr Studium an einer anderen Hochschule fortgesetzt haben? Wenn ja aus welchen Gründen (Sprachprobleme, niedrigeres Anforderungsniveau, bessere Standortqualität, etc.)?

    4. Anmerkung
    Positiv finde ich, dass bereits Aktionen gestartet werden, um die regionale Attraktivität der HSRW zu verbessern:
    https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-campus-kleve-will-schueler-aus-kreis-kommunen-fuer-hsrw-begeistern-interview-mit-peter-wack-und-hans-josef-kuypers_aid-39370345

    oder:
    https://www.hochschule-rhein-waal.de/de/event/mint-girls-summer-school-1

    Darüber könnte hier auch mal berichtet werden.

     
  133. 17. Querdenker

    Was sagen diese Zahlen denn bitte aus? War die Hochschule nicht für weniger Studenten geplant als dort nun sind? Von daher ist es doch gut, wenn weniger Studenten dort anfangen, damit dieser Überlast entgegen gewirkt wird.

    Das nicht jeder einen Abschluss schafft ist normal, dass es in komplexen Themen auch mal unter 50% sind ist auch nicht ungewöhnlich. Immerhin wollen die Studenten ja einen Abschluss gerade weil den nicht jeder schafft. Da die Hochschule lehrt und prüft, sagen die Zahlen dort nicht viel aus, sie sind leicht für die Schule selber zu beeinflussen. Wirklich aussagekräftig wären nur Prüfungen über das Wissen der Absolventen von unabhängiger Stelle.

     
  134. 16. GerneNiederrhein

    Interessant wären dann wirklich die Abbrecherquoten von anderen Universitäten und Fachhochschulen in den technischen Studiengängen, auch der Vergleich mit geisteswissenschaftlichen Fächern oder den ‘neuen’ Fächern wie frühkindliche Erziehung. Aber darum scheint es hier in diesem Blog doch nicht zu gehen.

     
  135. 15. keine Ahnung

    @11. Lohengräm
    Eine Abbrecherquote von mehr als 50% ist für eine Technische Universität, die zudem für ihr hohes Niveau bekannt ist, vollkommen in Ordnung. Mal abgesehen davon, dass viele Studienabbrecher der RWTH Aachen anschließend erfolgreich an einer anderen Hochschule studieren. Eine „Erfolgsquote“ von 22% also ungefähr 20% weniger als die RWTH Aachen muss andere Gründe als ein hohes Niveau haben.

     
  136. 14. Chewgum

    @9 rd Die Zahlen sind notwendig, um das ganze Bild zu sehen.

     
  137. 13. Herzeleid

    @7 Mona, does the system provide similar safety net to all students? if a domestic students gets sick and fails to go to job, government/system will help them in financial crisis. an international student can not get any such emergency benefit.

    so if you wanna pick on international students’ failure rate, please also consider their conditions.

     
  138. 12. Herzeleid

    @ 8. — I also wanna know why AstA fails to provide “enough” financial safety net for students in emergencies. get those numbers next @ rd

     
  139. 11. Lohengräm

    Schwer zu sagen wie man das bewerten soll.

    Die RWTH Aachen war/ist immer stolz gewesen auf ihren angeblichen Siebfaktor von mehr als 50%, nach deren Lesart aus der tumben Masse der Erstsemester die angebliche “Elite” herausgefiltert wird.

    (Das Geheminis um wieviel Semester ich dort die Regelstudienzeit überzogen habe nehme ich hoffentlich mit ins Grab… 🙂 ) .

     
  140. 10. Justin

    @7., Mona

    Es ist schon befremdlich, die Ehre der HSRW insbesondere einer Fakultät retten zu wollen, indem den Studierenden die Schuld zugeschoben wird. Die Zahlen sprechen leider für sich selbst und lassen auf einen systematischen Fehler schließen.

     
  141. 9. rd

    @Mona Nein, hier werden nicht Äpfel mit Birnen verglichen. Die Unterschiede zwischen deutschen und ausländischen Studenten sind nicht signifikant. (Zahlen kann ich gerne nachliefern.) Das Problem dürfte sein, dass ein Abbruch für einen Studenten aus dem Ausland ungleich gravierendere Foögen hat (Aufenthalt, Finanzen).

     
  142. 8. keine Ahnung

    Was sagt eigentlich der AStA dazu?

     
  143. 7. Mona

    Werden hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen?

    Durch die Internationalität der Hochschule wäre es wohl angebrachter, die Abbrecherquoten von internationalen Studierenden mit der Abbrecherquote der Hochschule Rhein-Waal zu vergleichen. Ich verweise dabei ebenfalls auf Wikipedia zum Thema Studienabbruch (Punkt 2 der Einzelnachweise, https://www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-201404.pdf):

    “…Die Studienabbruchquote der Bildungsausländer, d.h. der ausländischen Studierenden, die ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer ausländischen Schule erworben haben und erst für das Studium nach Deutschland gekommen sind, beträgt im Bachelorstudium 41 %. … Die höchsten Abbruchquoten von Bildungsausländern, die 2008/2009 ein Bachelorstudium aufgenommen haben, lassen sich bei den Studienanfängern aus Lateinamerika mit 59 % und Westeuropa mit 55 % beobachten. ”

    Nicht alle Studierende sind gleich!

     
  144. 6. otto

    Lieber Ralf,

    dieser Artikel war leider unumgänglich und er zeigt, dass nach dem Aufbau einer Hochschule mit der Baufertigstellung
    die Hauptaufgabe, die Lehre zu vermitteln, erst beginnt.

    Traurig, dass hier die Gründungspräsidentin, aus welchen Gründen auch immer, oft die 2. oder nur die 3.Liga
    verpflichten wollte.

    Die wissenschaftliche Pseudo-Elite aus dem heimatlichen Unterhaltungssektor wurde sogar mit nach China
    genommen, um dort auf Hochschulniveau intellektuelle Gespräche zu führen.

    Wer wundert sich, wenn heute das Ergebnis sich so zeigt wie recherchiert. Der jetzigen Hochschulleitung
    mögen wir alle wünschen, dass sich der notwendige Erfolg, nach Aufarbeitung aller Altlasten, in Zukunft
    erfolgreich darstellen lässt.

     
  145. 5. Mirror

    @3. rd
    Zwei Kontrollmöglichkeiten haben versagt:
    1. die äußere Kontrolle durch das Ministerium
    2. die innere Kontrolle innerhalb schwerpunktmässig betroffenen Fakultät

    Die dritte Kontrollmöglichkeit ist letztes Jahr „entsorgt“ worden. Herzlichen Glückwunsch meine Herren Professoren! Es ist wohl unnötig, die Herren namentlich zu erwähnen.

     
  146. 4. Jens-Uwe Habedank

    Mal ‘ne Frage zu der Anwendung des Informationsfreiheitsgesetzes:
    Wirkte der Hinweis – gegenüber der HSRW – schon oder bedurfte es der Klage, Z.B. Verwaltungsgericht, dazu?

    Ich kann mich nämlich erinnern, dass z.B. die Stadt Kleve – bezogen auf die Gesamtschule – seinerzeit Informationen erst nach Gerichtsverhandlung herausgab (-geben mußte). Wenn’s hier “freiwillig” war – immerhin ja schon eine positive Entwicklung in Klever Landen..!

     
  147. 3. rd

    @Hauptschulabschluss Die Zahlen stammen ja von der Hochschule selbst. Kontrolle könnte das Wissenschaftsministerium NRW ausüben (immerhin Rechtsaufsicht), de facto zeigen die vergangenen Jahre, dass Nichtssehennichtshören praktiziert wird.

     
  148. 2. Hauptschulabschluss

    Hut ab Herr Daute für diese (hoffentlich korrekte) Recherche!! Aber bedarf es einen freien Journalisten / Kneipier 😉😉😉😎 um dies heraus zu finden? Gibt es da keine andere Kontrolle???

     
  149. 1. Chewgum

    Ups, das muss man erstmal sacken lassen …

    Dank an kleveblog für die Aufbereitung der Informationen.