Friert jetzt endlich mal alles zu?

Bald ist's vorbei mit der eiskalten Pracht (Foto: Hubert Reyers)

1955 war sogar der Rhein zugefroren, heute freut man sich ja schon über einen Tümpel mit einer tragenden Eisdecke, um die Schlittschuhe wieder auspacken zu können, aber wird es nach einer knappen Frostwoche so weit kommen? Leider, leider, nein, und so muss das schöne, von Wetterbauer Hubert Reyers bei Salmorth aufgenommene Foto der vereisten Weiden am Rhein uns zunächst einmal genügen. Es vermittelt eine Ahnung, was uns hätte blühen können, hätte das kontinentale Hochdruckgebiet mit seiner eiskalten, superklaren Luft wenigstens noch eine Woche durchgehalten. Es war so trocken, dass Autofahrer morgens nicht einmal Scheiben kratzen mussten. Doch damit ist es nun vorbei. Während die Sonne noch auf den Schreibtisch des Reporters scheint, vollziehen sich im Hintergrund große Umwälzungen, die uns die Freude auf ein paar Runden Eislaufen (Empfehlung der Redaktion: Naturteich in Kellen) nehmen.

Die Kolke tragen nicht. Aber die Gräben am Drususdeich gegenüber von Hausnummer 121 haben dickes Eis.
Wasserburgallee – mit vereistem Acker

Reyers schreibt auf seiner Website wettter-niederrhein.de: „Das Wetter stellt sich heute um von kontinentaler Kälte mit sehr trockener Luft und Sonne pur auf feuchte, wolkenreiche und mildere Luft von der Nordsee. Die sonnige Winterluft hält sich nur noch heute Vormittag.“ In den nächsten Tagen schaut sich das Thermometer den Gefrierpunkt wieder von oben an, und wenn es noch einen Strohhalm gäbe, dass diese Temperatursteigerung nur von kurzer Dauer wäre, zerknüllt Hubert Reyers auch diesen mit der Nonchalance eines Menschen, der seit einem halben Jahrhundert jeden Tag auf Thermo- und Barometer schaut: „Zu Beginn der kommenden Woche kommen die frostigen Temperaturen der letzten Tage NICHT zurück.“

Also willkommen zurück in diesem nasskalten Mischmasch, das uns bereits seit November das Leben zur Hölle macht. Der Dezember war übrigens mindestens genauso schlimm. Der kann – zumindest in seiner derzeitigen Form – auch gleich gecancelled werden.

Deine Meinung zählt:

11 Kommentare

  1. 11

    Sentimental Journey ! 1955 mit Vater + Straßenbahn zur Rhein Fähre, Top Volksbelustigung, Treibeis, große Eisschollen schoben sich Richtung NL. 🤔

     
  2. 10

    Das Drehtor ist noch immer da. Diese Tatsache hat jedoch nie bedeutet, das man die Wiesen (welche schon sehr lange an einen Landwirt verpachtet sind) betreten darf.
    Selbst habe ich dort schon als Kind und junger Erwachsener geangelt und bin zum Schlittschuh laufen gegangen. Ganz gleich wer sich dort wann auch immer aufgehalten hat, was das betreten des eingezäunten Grundstücks angeht, nehme ich an, das man damals und heute von einer Duldung sprechen kann.

     
  3. 9

    Am Ende des Hohen Weges rechts ging Bauer Reyers selbst in den letzten Jahren noch eislaufen.

     
  4. 8

    Gibt es eigentlich noch die ‚Todesschanze‘ im Reichswald Nähe Sternberg?

    (Sind wir als Kinder immer Schlitten gefahren)

     
  5. 7

    Da befindet sich doch sogar ein Drehtor im Zaun, dass man das Gelände betreten kann – oder trügt mich meine Erinnerung?

     
  6. 5

    Das stimmt Ralf – und es war 100fach nicht erlaubt

    Bis vor gefühlt 15 Jahren hatte der Angelsportverein Kleve das Gewässer Küsters in der Pacht. Nach ´zig fruchtlosen Versuchen das Eislaufen durch Schilder und den damiligen Vorstand persönlich – aus versicherungstechnischen Gründen – zu unterbinden, hat der Verein irgendwann die Flügel gestreckt. Der Teich ist – soweit mir bekannt – unverpachtet und noch immer im Privatbesitz des Rechtsanwalts Herrn Rütter aus Köln / Frechen. Ich wüßte nicht, dass Herr Rütter eine Freigabe zum Eislaifen auf seinem Grundstück / Gewässers erteilt hätte.

    Das Gewässer Rütter, bzw. „Naturpark“ gehört inzwischen der Stadt Kleve und vom Angelverein Kellen- Griethausen zum aus üben des Angelsports angepachtet. Hier stehen eindeutige Verbotsschilder zum Schlittschuhlaufen.

    Nuja, macht ein jeder was er will.

     
  7. 4

    Hat einen in den 1970er Jahren nicht interessiert, ob Schlittschuhlaufen irgendwo verboten war oder nicht. Da hat man nicht mal drüber nachgedacht (auch nicht unsere Eltern), so normal war es.

    Schön war es damals auch auf dem Wyler Meer. Einmal hatte es so gefroren, dass man schon mit den Schlittschuhen von Kranenburg aus über den Radweg an der B9 dahin gleiten konnte.

     
  8. 2

    Der neuesteFFF-LG Trend:

    Nicht festkleben : Festfrieren !

    🙂

    Aber bei dem Wetter sitzt die akademische Jugend zu Hause an der warmen LNG-befeuerten Heizung vorm (von Mama und Papa finanzierten) iPad.

    Oder geht morgen FFF-mässig in Kleve irgendwas ab? Eigentlich wäre ja Schuleschwänzen und Demo draussen angesagt.
    Sollte das nach den Regeln von Greta nicht eh eigentlich jeden Freitag sein? Bis das Klima besser wird?

    (In den 70ern waren wir Kinder bei jedem Wetter auf der Strasse.
    Heute sieht man kaum noch spielende Kinder irgendwo.)

     
  9. 1

    Info Schlittschuh laufen:

    Empfehlung der Redaktion: Naturteich in Kellen

    Falls die Teiche Rütter bzw. Küsters am Ende des Hohen Weg gemeint sind, an beiden Teichen ist das Schlittschuh laufen verboten und war es übrigens – trotz anderer Praxis – schon immer.