Faszination Basketball

rd | 12. Mai 2009, 06:54 | 2 Kommentare
Immerhin ein Anfang: Korbanlage in Reichswalde

Immerhin ein Anfang: Korbanlage in Reichswalde

KLEVE (dpa). Voller Stolz stellte die in Gründung befindliche Basketball-Abteilung des SSV Reichswalde (huch, mir fällt gerade ein, das Foto habe ich womöglich in Nierswalde gemacht) gestern auf dem Gelände der Grundschule ihre erste eigene Korbanlage vor. Von Dunkings (den Ball durch den Ring stopfen) wird vorerst abgeraten, “aber große Sprünge können wir uns derzeit ohnehin noch nicht erlauben”, so Abteilungsleiter Stefan Arntz. Der Abteilungsvorstand fällte einstimmig den Beschluss, ein rhetorisch gewandtes Vereinsmitglied damit zu beauftragen, einem arbeitslosen Fischer in Grieth ein Netz abzuquatschen, das dann von enthusiastischen Hausfrauen in Heimarbeit umgenäht werden soll. Mitarbeiter der Umweltbetriebe der Stadt Kleve sicherten zu, in den nächsten Jahren die wichtigsten Linien aufzutragen. Die Farbe stiftet Maler Kersten. (Kleiner Hinweis: Je nach Zeitpunkt des Arbeitsbeginns bitte unbedingt den Abstand der 3-Punkte-Linie beachten; dieser beträgt ab der Saison 2012/2013 nicht mehr 6,25 Meter, sondern 6,75 Meter.) Der zweite Korb soll dann gebastelt werden, wenn der Spielbetrieb aufgenommen wird (nach derzeitgem Planungsstand in der Saison 2017/18).

(Kleiner Scherz nach dem grandiosen 119:117 von Dallas gegen Denver (Nowitzki 44 Punkte, 13 Rebounds) – indes, viel nützen wird’s wohl nicht.)

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  1. 2. flachlandbiker

    Na, na, na….

    Das Mannschaftsspiel, das um die Jahrhundertwende in den USA wegen der Benutzung von Pfirsichkörben für etwas Zerstreuung in der Pfirsichernte sorgte wurde aber im Hinblick auf das Equipment unbestreitbar getoppt.

    Nun mag die Konstruktion des Korbhalters auf den ersten Blick puristisch wirken, liegt hierin aber ein gut durchdachtes Kalkül.

    Der Reichswalder demonstriert hiermit, dass er im Grunde genommenen den chauvinistischen Dunking (zu deutsch „Stopfen“) gar nicht im Auge hat. Diese Technik gilt zwar als besonders gegnerdemoralisierend und wird rigoros ohne Rücksicht auf ggf. mit eingestopften Körperteilen des Verteidigers ausgeführt. Als besonders demütigend gilt dabei bekanntlich ein minutenlanges Pendeln am Ring oder dessen komplettes Abreißen mit effektvollem Zersplittern des Plexiglasbretts.

    Diese martialischen Gesten erspart sich der Reichswalder damit, dass er im Überschwang eines erwarteten Korberfolges bereits im Flug an den Gegnern vorbei den Ball von oben in den Korb versenkt, ohne diesen jedoch tatsächlich berühren zu müssen.

    Denn, fair geht vor und in Reichswalde weiß man: Keep it simple…..

    Warum herumbaumeln und den Affen machen, wenn man die Zeit für weitere Körbe gewinnt –

    der Gegner weiß beim Gegenangriff in Reichswalde naturgemäß nicht, in welche Richtung er springen muss……

     
  2. 1. Karol

    Oh, wie süüüß! Bekommen die dann auch einen orangenen Tischtennisball dazu. Alles was größer wäre, würde den Korb ja zerschmettern. 🙂