Drei Leberwürste für ein Rathaus (neu)

rd | 11. Mai 2009, 15:04 | 31 Kommentare

Wir Klever stehen ja am Tage der Europawahl vor einer weiteren schweren Entscheidung: Möchten wir nun 14,4, 14,8 oder 8,3 Millionen Euro für ein neues Rathaus ausgeben?

Die Millionensummen sind die prognostizierten Baukosten (“Investivkosten”) für die drei zur Auswahl stehenden Varianten. Nun sind Zahlen an sich zwar unbestechlich, aber sie können trotzdem täuschen – eine billige Bruchbude, die in zwei Jahren neu gebaut werden muss, ist unterm Strich eben doch teurer. Man kennt das von Aldiprodukten. Deshalb wurden die Angaben der teilnehmenden Architekten vom “unabhängigen Wirtschaftsinstitut für Site und Facility Management geprüft” (RP). Dessen Experten “errechneten auch die Nutzungskosten pro Jahr (Pflege, Heizung etc.), den gesamten Aufwand für 25 Jahre und die Kosten pro Jahr”. Das Ergebnis:

  • Modell Neubau: Aufwand für 25 Jahre: 33,7 Millionen Euro
  • Modell Sanierung & Anbau: Aufwand für 25 Jahre: 34,6 Millionen Euro
  • Modell Sanierung: Aufwand für 25 Jahre: 21,6 Millionen Euro

Die Frage ist nun aber: Wie belastbar sind diese Zahlen? Sicher, da gibt es das “Wirtschaftsinstitut für Site und Facility Management” (zweifelsohne ein klangvoller Namen, aber im Internet so nicht auffindbar), doch nach dem, was man mir so zuflüsterte, schienen dessen erste Berechnungen zumindest das Missfallen eines der drei Finalisten erregt zu haben. Bei der Kalkulation seien ganze Stockwerke nicht berücksichtigt worden. Der solchermaßen düpierte Planer soll daraufhin flugs mit einer Klage gedroht haben, und schon wurde noch mal nachgerechnet – bis uns jetzt per Flyer die oben angeführten, offenbar revidierten Zahlen ins Haus flatterten.

Kürzlich habe ich in einem lesenswerten Buch gelesen, Helge Schneider habe die Gleichung aufgestellt:

Berlin = ½ Leberwurst + ½ Wien

Durch korrekte Umformung kam der Autor (Thomas Kapielski, Mischwald, Suhrkamp Verlag) zu der Erkenntnis:

Wien = 2 * Berlin – Leberwurst

Bleibt die Frage, wie viele Leberwürste in der Gleichung der Rathausmathematiker enthalten waren.

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31 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 31. Meiner Einer

    @ L.Seerden:

    Da hatte ich wohl eine Bildungslücke. Gut das es Wikipedia gibt. Und jetzt, wo ich etwas schlauer bin, muß ich sagen:

    Das könnte / wird wohl glatt so kommen.

    Ich möchte an dieser Stelle noch Variante 7 vorstellen: Abriss der Stadthalle, Neubau eines RH an gleicher Stelle mit Einbeziehung des Sandparkplatzes mit 2-geschoßiger Tiefgarage, inklusive neuer Stadthalle und integrierter VHS, Kosten max. 10 – 12 Mio Euro. Verkauf des alten RH an einen Investor, der kann bauen was er will, nur keine überdimensionierten Verkaufsflächen, der Rest bleibt wie er ist.
    VorteiL: weniger Gesamtkosten, weniger Unterhaltskosten, Zusammenführung städtischer Einrichtungen, keine Betonklötze an unserer Aussenalster, dass Rathaus muss m. E. nicht in einer Fußgängerzone angesiedelt sein. Und dieser Vorschlag war günstiger als 600tsd Euronen.

     
  2. 30. L.Seerden

    @Meiner Einer

    “Was soll der Klever Bürger mit seiner Wahl also vermasseln, was hochbezahlte Vollpfosten nicht schon längst können?”

    Die besagten Spezialisten können sich beim zu erwartenden Misserfolg in ihren Cheffe-Sesseln zurücklehnen und sagen:

    “Was haben wir damit zu tun? Was wollt ihr denn, es war doch EUER Bürgerwille.” Dann folgt sehr wahrscheinlich noch ein berühmtes Zitat eines ehemaligen Einwohners der Gemeinde 74214 Berlichingen.

    Diese Gemeinde hat übrigens auch eine Burg.

     
  3. 29. Meiner Einer

    “Am Ende wird es in Kleve um die Höhe der Steuermittel und intuitive Ästhetikurteile gehen. Baukultur entsteht aus dies em Verfahren kaum.”

    “Aus basisdemokratischer Sicht mag das wünschenswert erscheinen, aber aus stadtplanerischer Sicht wird es zu fatalen, vor allem zu modischen Auswirkungen kommen.”

    Stellen wir also fest:

    1. Der Bürger im Allgemeinen und der Klever im Speziellen hat keine Ahnung von Baukultur.
    2. Aus basisdemokratischer Sicht in Ordnung, aber als Stadtplaner hat der Klever ebenfalls keine Ahnung.
    3. Der Bürger wird nicht nach Ästhetik (wobei die vielen Vorschlägen total fehlt), sondern nach KOSTEN entscheiden.

    Hierzu stelle ich fest: Tolle Stadt- und Bauplaner haben auch so arschitektonisch wertvolle Gebäude wie das Spoycenter entworfen. Oder die teilweise geniale Straßenführung in und um Kleve. Was soll der Klever Bürger mit seiner Wahl also vermasseln, was hochbezahlte Vollpfosten nicht schon längst können?

    Und die Frage nach den Kosten ist wohl mehr als berechtigt. Wer soll das denn bezahlen außer dem Steuerzahler. Wer zahlt denn bei Leerstand die fehlenden Mieten, geschweige denn die Betriebskosten? Der Architekt??

    Es kann nicht sein, dass hier der Bürger als Trottel einer verfehlenden oder verfehlten Stadtplanung dargestellt wird. Aber es entspricht dem Leserkreis der SZ. Das hochelitäre Volk will entscheiden, die Kosten können ja andere tragen. War das Spoycenter nicht ein Anlage und Abschreibeobjekt für (Zahn-)Ärzte??

    “Das Plebiszit allein kann aber kein Ersatz für die Expertise sein. Bauherren, öffentliche zumal, sollen Verantwortung tragen. Wenn sie sich auf populäre Weise davonstehlen, machen sie aus ihren Städten keine Orte der Demokratie, sondern solche der Beliebigkeit.”

    Sie stehlen sich nicht davon, sie haben die Entscheidung schon längst getroffen. Das Verfahren halte ich für reine Farce.

    @ L.Seerden:

    So schlecht sind die Pommes von Wissink aber nicht…. Da fallen mir in Kleve spontan einige schlechtere Pommesschmieden ein.

    Geheimtipp übrigens hier: die Pommesbude bei Pra…ker, leicht siffig, aber Pommes +Currywurst im Angebot echt lecker.

     
  4. 28. Workshopper

    jedenfalls, Herr Kühn vom Team 3 rules ! Schon vor Beginn der Veranstaltung scharte sich alles nur um ihn.

    Er hatte mit Abstand die meiste Zustimmung zu verzeichnen, was deutlich zu merken war. Für mich mit Abstand die beste Präsentation inhaltlich gesehen und mit Abstand der beste Entwurf. Da hatte man den Eindruck, da hat sich jemand wirklich vernünftig mit dem Thema beschäftigt und vor allen Dingen zu Ende gedacht. Im Rahmen seiner Möglichkeiten jedenfalls.

    Sollte die Befragung wider Erwarten, hust, ein anderes Ergebnis liefern, so kann etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.

     
  5. 27. Meier mit E

    Auch aus der Süddeutschen:

    > http://www.sueddeutsche.de/,ra9m1/finanzen/875/468440/text/

    Gigantische Finanzlöcher: Bund, Länder und Kommunen müssen sich
    auf Steuerausfälle von rund 320 Milliarden Euro bis zum Jahr 2013 einstellen.
    Katastrophales Minus: Bund, Länder und Kommunen müssen sich
    auf Steuerausfälle von rund 320 Milliarden Euro bis zum Jahr 2013 einstellen, wie aus Kreisen der Steuerschätzer am Rande der Beratungen in Bad Kreuznach verlautete.

    Allein im laufenden Jahr könnten die Steuerausfälle für die öffentlichen Haushalte rund 45 Milliarden Euro betragen.

    > http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2009/05/2009-05-13-deutscher-staedtetag.html

    Steuerausfälle für deutsche Städte

    Der Präsident des Deutschen Städtetags, Christian Ude, verwies auf die Steuerausfälle wegen der Wirtschaftskrise. Zugleich stiegen die Sozialausgaben infolge der höheren Arbeitslosigkeit.

    Nach den Worten Udes werden sich die finanziellen Verluste aller Kommunen zusammen auf etwa acht Milliarden Euro belaufen. “Wir rechnen schon jetzt mit Rückgängen der Gewerbesteuer von mehr als zehn Prozent, können aber auch Rückgänge von fast 20 Prozent nicht ausschließen”, sagte Ude.

    Gegen drittes Konjunkturprogramm

    “Das Programm läuft”, fügte der Städtetagpräsident mit Blick auf das Konjunkturpaket II hinzu. Trotzdem dürften Bürgermeister jetzt nicht aus dem Vollen schöpfen. “Nirgendwo herrscht Überfluss, nur weil jetzt endlich das Schulgebäude saniert werden kann”, betonte Ude.

     
  6. 26. L.Seerden

    Nachtrag:

    Ich bin schon ganz gespannt, wann die Klever Lok..daktion des Neuen Deutschlands einen ähnlichen Ableger startet.

     
  7. 25. L.Seerden

    @Rainer Hoymann

    Jetzt ist das jugendliche Life-Style Beilage der Süddeutschen für das aufstrebende Bachelor-Master Volk. Was da drin steht, hat in etwa den Gehalt einer Pommes von Wissink.

    > http://www.jetzt.de

     
  8. 24. schnurz

    Hier ist der Text aus der Süddeutschen (Kleve + neues Rathaus, dann aus dem Cache kopiert).

    SimCity ist überall- Das Volk plant: Architektur und Städtebau als Plebiszit

    Zur Wahl steht zum Beispiel ein neues Rathaus für Kleve am Niederrhein. Die hübsche Stadt an der niederländischen Grenze, in der knapp 50 000 Einwohner leben, lässt ihre Bürger momentan über drei Rathaus-Varianten abstimmen. Bis Anfang Juni sollen die Klever über die Gestaltung der “neuen Unterstadt”, die prominent mit dem alten Rathaus besetzt ist, entscheiden. Zur Wahl stehen: erstens ein kompletter Neubau, zweitens eine Sanierung mit Anbau, drittens eine einfache Sanierung. Zu diesem Zweck werden bereits fertige, von Architekten entworfene Ansichten und Perspektiven ausgestellt. Auch werden die Kosten der Varianten genannt. Am teuersten ist die Sanierung mit Anbau. Der Bürgermeister Theodor Brauer sagt zu diesem volksnahen Verfahren: “Wir möchten möglichst viele Klever Bürger für die Abstimmung mobilisieren.”

    Kleve wählt sich ein Rathaus

    Die Stadt hat deshalb sogar Flyer verschickt und organisiert Informationsveranstaltungen. Die 50 000 Klever werden also in Form von 50 000 Bauherren an Stelle des eigentlichen öffentlichen Auftraggebers schon bald darüber befinden, wie ein wichtiger Teil der Stadt in Zukunft aussehen und funktionieren wird. In seiner Radikalität ist dieses Verfahren bisher einmalig in Deutschland. Vor allem aber liegt ihm ein Missverständnis über die Öffentlichkeit der Architektur zugrunde. Abgesehen davon desavouiert die Vorgehensweise den Architektenwettbewerb vollständig. Die Juroren werden durch die Allgemeinheit ersetzt – und die Kostenfrage dürfte schließlich über Aspekte der Baukultur triumphieren. Schließlich werden auch 50 000 Architekturwähler den üblicherweise nicht gerade auf der Straße anzutreffenden Architektursachverstand kaum vervielfältigen können. Am Ende wird es in Kleve um die Höhe der Steuermittel und intuitive Ästhetikurteile gehen. Baukultur entsteht aus dies em Verfahren kaum.

    Dennoch – vielleicht auch: deshalb – wird die Mitmach-Stadt immer beliebter. In Kopenhagen soll etwa demnächst eine öffentliche Freifläche gestaltet werden. Angefragt wurden aber nicht Landschaftsarchitekten – sondern die Bürger Kopenhagens: Sie sollen ihre Lieblingsbänke, Lieblingslaternen oder Lieblingsgrillstellen vorschlagen. Dann wird nach Mehrheit entschieden. Ähnlich demokratisch geht es auch in Hamburg zu (Domplatz), in Berlin (Tempelhof) oder in München (Hochhausfrage, Allianz-Arena): Der Bürgerentscheid wird zur bestimmenden, weil im Wortsinn entscheidenden Kraft in den Debatten um Architektur und Stadtbild. Über die Frage nach der Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses ließ man sogar den Bundestag abstimmen: Ein stadtplanerisches und architektonisches Thema wurde zur nationalen Frage. Das “partizipatorische Bauen”, in der Nachkriegszeit entwickelt, nimmt heute breiten Raum ein. Bauherren, die etwas zu entscheiden haben, sind dagegen immer seltener anzutreffen.

    Bei SimCity gibt es im Grunde kein klares Ziel. Es ist dem Spieler überlassen, ob er ein gemütliches Städtchen oder eine Metropole errichtet. Auch in der Realität wird zunehmend den Bürgern die Entscheidung darüber aufgebürdet, in welcher Stadt sie leben wollen. Aus basisdemokratischer Sicht mag das wünschenswert erscheinen, aber aus stadtplanerischer Sicht wird es zu fatalen, vor allem zu modischen Auswirkungen kommen.

    Plebiszitäre Kraftlinien gehören zwar schon immer zu Architektur und Stadtplanung, die als öffentlichste aller Künste auch genuin politisch wirken. Das Plebiszit allein kann aber kein Ersatz für die Expertise sein. Bauherren, öffentliche zumal, sollen Verantwortung tragen. Wenn sie sich auf populäre Weise davonstehlen, machen sie aus ihren Städten keine Orte der Demokratie, sondern solche der Beliebigkeit.

    Text: GERHARD MATZIG

     
  9. 23. Rainer Hoymann

    In der Süddeutschen muss ein Artikel gestanden haben, der das Klever Projekt mit SimCity vergleicht. Leider ist der Artikel bereits gelöscht (warum?), aber wenn man bei Google die Suchbegriffe sim city kleve eingibt, taucht folgender Hinweis auf:

    SimCity ist überall- Das Volk plant: Architektur und Städtebau als … SimCity ist überal l- Das Volk plant: Architektur und Städtebau als Plebiszit. Seite 2. Zur Wahl steht zum Beispiel ein neues Rathaus für Kleve am …
    jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/474368/2/1

     
  10. 22. killerplautze

    @Meiner Einer

    Der Klever Knotenpunkt
    VON MATTHIAS GRASS

    Alles klar, wenn ich schon solche Sätze lese:

    “Ein großes Foyer wird der Neubau der Hochschule an ihrem Sitz in Kleve haben müssen………Wie bei guten Ausstellungen im Klever Haus Koekkoek saßen die Gäste auf der Treppe und lauschten den Reden – ein sehr gutes Omen.”

    Oder, nein halt, lassen wir doch mal ausnahmsweise Theo ran:

    “”Sie (die (Hochschule) steht bei uns an erster Stelle – Bildung ist in Kleve ein ganz wichtiges Gut”, strahlte Kleves Bürgermeister Theo Brauer.

    Den Rest kennen wir: “Um dieses zu untermaueren, lassen Sie mich einige kurze Sätze sagen………

    “Es folgt eine etwa zweieinhalb stündige Rede in dem der Begriff Mathematik zwar keinerlei Erwähnung findet, aber dafür viel von
    Einkaufs-Highlights, Parkbank-Eröffnungen, Draisinen, Boule-Bahnen, Sportzuschüssen, Werkstattverfahren, Wohnmobilen, Showtreppen, Bimmelbahnen, Kreativvierteln und weiteren Inspirationen durch den Nestor des modernen Studium Generale, Chef Einstein himself gesprochen wird.

    Der Kommentar des Kamp-Lintforter Bürgermeister(nicht anwesend- er hatte den Braten wohl gerochen) dürfte daher in etwa so lauten: “Für den (Brauer) ist jeden Tag Kindergeburtstag”

     
  11. 21. Meiner Einer

    Gestern in der Royal Press ein Artikel über das Embricana-Bad in Emmerich:

    Ein Schwimmbad freilich, das einen denkbar schlechten Start erwischte, weil die Kosten damals förmlich explodierten: Aus geplanten sieben Millionen D-Mark Baukosten wurden knapp 15 Millionen (Auszug, Rest kann jeder selber lesen unter rp-online.de)

    Das wird in Kleve auch kommen. Aus geplanten 35 Mio wurden dann mal schnell 50 Mio, aber ist ja egal, ist doch toll für die Stadt, der ganze Leerstand, da kann man doch richtig mit werben…

    Am besten das ganze finanziert in Schweizer Franken oder Yen, ohne Optionen auf diese Währungen, und bei dem nächsten Wirtschaftswunder steigen dann die Wechselkurse. Konnte ja keiner ahnen…..

    Aber bei unseren Politikern ist das nächste Wirtschaftswunder weit, weit weg.

    Schön übrigens das heutige Grinsegesicht-Foto in der Nerz, von und mit TB, wie er das güldene Band der FH durchschneidet. DAS kann er.

    Und auch unser grüner Stelli, in einem seiner Bücher (denke das Trio Criminale kennen die meisten hier) geht es um den Baulöwen Mom äh Eugen Geldek und die Bebauung des Minoritenplatzes. Statt eines schnöden Betonklotzes fordert einer der Protagonisten des Buches eine grüne Lunge für Kleve, “so ein bißchen altmodisch halt”, mit Teich und Bänken für die Renter….

    Wo ist diese Einstellung eigentlich geblieben, wenn ich mir die geplanten Betonklötze anschaue?

    Lasst euch gesagt sein, der Bürgerentscheid interessiert am Ende keinen. Es wird das teuerste Prestigeobjekt gebaut werden.

    @willi wurtig:

    die Kohle ist auch futsch, wenn die schlechteste Partei Deutschlands und die Linken die Wahl gewinnen würden.

    Bin ich froh, dass unser Hauer Sonnenkönig HG die Gemeinde mit seinen Prachtbauten auf Jahre (Jahrzehnte) verschuldet hat. Da kommt unser Rat nicht auf so schwachsinnige Ideen….

     
  12. 20. Gordon Shumway

    Was soll der ganze Kokolores? Papier ist geduldig.

    Zahlen dienen dem, der sie in Auftrag gibt, das ist auch nicht neu.

    Da schon genug Geld für suspekte Arbeitskreise und überflüssige Beurteilungen noch zweifelhafterer Was-weiß-ich Institute verpulvert wurde, werde ich weiterer Verschwendung nicht zustimmen und bei der Abstimmung die preiswerteste Lösung wählen.

    Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, welch horrenden Kosten durch diese ganze Prozedur im Dienste einiger Egomanen veranlasst werden.

    Uns allen ist doch klar, daß wir dafür Gewerbesteuer zahlen? Daß wir dafür arbeiten?

     
  13. 19. Gordon Shumway

    @ L.Seerden die Vogonen sind schon lange da

     
  14. 18. killerplautze

    @Messerjocke

    *grübelmoduson*

    Hmmmh, an dem sicherlich unbeabsichtigtenVergleich von RAF (the Original) sowie gewisser Bestrebungen der Ehrenwerten Gesellschaft, die Stadt nach IHREM Willen umzugestalten, ist schon was Wahres dran.

    *grübelmodusoff*

    Ich hatte heute auch noch Gelegenheit mein gesundes Halbwissen über die von Dir genannte Herzogstrasse aufzubessern. Dieses in Hörweite des besagten Spezialdemokraten.

    Im Vorfeld dieser Umbaueristis hatten dort wohnende Bürger vorgeschlagen, diese Strasse mittels Schwellern (Drempel) aufzuwerten und für den Durchgangsverkehr unattraktiv zu machen.

    Das hast Du bestimmt mitbekommen, es war ein grosses Thema.

    Dann kam die (….) (von Verfasser zensiert). Die Vorschläge der Anwohner wurden nicht berücksichtigt, soweit zum Thema Bürgerbeteiligung. Das Ergebnis, dh. die aktuelle Leerstands-Qoute kannst Du ja an Ort und Stelle bewundern.

    Zum Thema RAF habe ich auf der Webseite von Rainer Hoymann noch ein Gedicht gemopst
    (Entschuldigung!)

    Kleve!

    Stillschöne Stadt! Gebreitet über den Hügeln,

    Wellig, wie weiches Gewand, schmiegst du der Erde dich an.

    Ob dich das Leuchten des Tags, das Gold dich des Abends umkleidet,

    Ob dich das Glänzen des Monds, feierlich, friedlich mir zeigt:

    Immer erfreust du die Augen, du stimmest mein Herz, das erhobene,

    Stetig zum Dank dir, dem Gefild um dich her.

    Gruss dir und euch, Wälder und grünende Ebnen,

    Die ihr, Kleinodien selbst, kostbar das Kleinod umfasst.

    Immer aufs neu, Vertraute, trieb aus der Ferne

    Mich, den Entfloh’nen, zu euch eine betörende Welt.

    Trauliche Winkel, du, Burg, Kirchen, ihr rauschenden Dome,

    Weite des Landes, wie oft habt ihr die Seele befreit. –

    Wenn sich das Bild des Lebens mir trübte im Hasten,

    In dem Gehabe umher, gabt ihr es rein mir zurück.

    Stillschöne Stadt! Gebreitet über den Hügeln,

    Preisen dich Auge und Herz, preise mein Lied dich denn auch.

    Nun aber:

    Stätte des Grams, ein Schuttfeld und Grab deiner Bürger,

    Bist du geworden, die einst jegliches Schöne uns gab.

    Leer und zerfetzt deine Burg, die Kirchen und all die Strassen,

    Wüst und verödet, zerstäubt, sind deine Wohnungen all.

    Was ein Jahrtausend erschuf und liebevoll mehrte und hegte,

    Liegt nun zerbrochen umher, wettergebleicht und entweiht.

    Was die Geschlechter vererbt, wie Heiligtümer gehalten

    Und in den Herzen bewahrt wie an gefestigtem Platz,

    Hinausgeschleudert und nackt, ein Schauspiel der kränkenden Neugier,

    Ist es dem Staube schon gleich, unbetrauert und tot.

    Sage, wo irren sie nun, die damals dem Schrecken entronnen,

    Die dich in glücklicher Zeit fröhlich mit Leben erfüllt?

    Unter erzwungenem Dach, geduldet nur, hungernd und frierend

    Treibt sie der Batte so oft, herzlos, dem andern wohl zu.

    Fern sind, du Stadt, sie von hier! Die Stille der grausen Verwüstung

    Lastet auf und; ach, wo, ist, der dich gebührend beweint?

    Komm, Freund, hinaus in den mondscheindurchfluteten Abend,

    Wo das barmherzige Licht, milde, so manches verschweigt.

    Komm in den blendenden Tag, wo unbarmherzig die Sonne

    All das Zerrissene dir, alle die Wunden dir zeigt.

    Stimmen vernimmst du alsdann, wie Seufzer von klagenden Geistern,

    Die den geborstenen Schutt, ruhelos, fordernd umziehn:

    “Lasset ihr Lebenden uns nicht heimatlos bleiben und schweifen,

    Lasset die Stätte nicht wüst, gebt unsern Herd uns zurück.

    Spannt eure Seelen mit Mut, gebrauchet die Kraft eurer Arme,

    Lernt von den Blumen, die, bunt, auf den Ruinen schon blühn.

    Lasst in der Öde uns nicht!”

    Kommt, Freunde, zum ehrenden Werke.

    Nicht die Vergangenheit nur, die Zukunft fordert es auch.

    Lasset den Lieben uns bald, den Teuren uns bald, die noch ferne,

    Lasst uns den Geistern der Stadt richten das freundliche Haus.

    Sei’s denn! Wir dankten bis jetzt den Ahnen die Perle der Städte,

    Danke der Enkel denn uns, wenn sie aufs neue erglänzt.

    VON WILHELM FRIES (1888-1966)

     
  15. 17. L.Seerden

    Wie ich einer Meldung entnehmen konnte, sind bereits neue Felder in Angriff genommen worden.

    Bauingenieure entdecken den Mond

    Im Fraunhofer-Zentrum in Kaiserslautern hat heute das zweitägige Symposium “lunarBase – bauen für ein leben auf dem mond” begonnen.

    Es gebe ein “völlig neues Interesse am Mond”, sagte Helmut J. Schmidt, Präsident der TU Kaiserslautern, bei der Eröffnung. 40 Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung sieht er in diesem Forschungsfeld “vielfältige interdisziplinäre Anknüpfungsmöglichkeiten”. Diese Möglichkeiten zu erkunden ist ein Ziel des Symposiums, das insbesondere auch Architekten und Bauingenieure ansprechen soll. In drei parallel laufenden Vortagsveranstaltungen werden heute und morgen Aspekte der Geologie und Rohstoffnutzung, architektonische Fragen sowie medizinische Gesichtspunkte behandelt.”
    Zitat Ende

    Für Kleve (liegt nicht auf dem Mond-sondern knapp dahinter) könnte es so übesetzt werden:

    Aus 6 eingereichten Beiträgen wurden insgesamt 3 ausgewählt, die einen Wettbewerb vortäuschen und auf den ersten Blick den Eindruck vermitteln können, dass die Meinung des Bürgers eine Rolle spielt.

    Es wird Zeit, dass die Vogonen kommen.

    @janssen

    Glauben Sie, dass eine einzelne Kritik, möglichst noch von jemandem vorgebracht, der sich nicht so in der Materie auskennt, in dieser Jubel-Athmo etwas erreicht?

     
  16. 16. willi wurtig

    leute egal wie dieser bürgerbefragungsquatsch ausgeht: bekommt die dunkle seite der macht bei der kommunalwahl mit hilfe ihrer grünen trolle eine mehrheit, dann ist unser geld futsch. wer was anderes glaubt ist naiv…..

     
  17. 15. Messerjocke

    @Janssen: Tja, wenn es in der NRZ steht, dann registrieren das gefühlte 10 Bürger in Kleve. Das kannst Du vergessen. Das bringt nix.

    Der Killerplautze hat nun schon Bomben zwischen den Blumenzwiebeln. Das kommt davon, wenn man immer ständig apokalyptische Visionen hat. Wie war das mit erfüllten Prophezeiungen ? Aber der hat auch die Wurzel des Problems beschrieben: Die Opposition !

    Alleine diese Haltung der SPD könnte mich rasend machen. Kein Wunder, dass die keiner mehr wählen tut. Nicht nur an diesem Thema könnten die sich so richtig hochziehen. Statt mal mit dem Rest der Opposition gemeinsam was abzustimmen- Nichts ?

    Wer weiß wo für es gut ist. Europa ist auch erst vereint worden und zur Blüte gereift, nachdem zuvor alles in Schutt und Asche lag. Insofern im Namen von Killerplautze Dank an die Royal Air Force und vorab dank an die CDU !

     
  18. 14. janssen

    vielleicht findet sich ja jemand, der seine Meinung heute abend vor der Öffentlichkeit mal kundtut.

    Die Idee mit den Briefen ist übrigens gar nicht schlecht und ich bin sicher, dass der Postkasten bei der NRZ überquellen wird.

    Die Frage ist, was bringt’s ?

     
  19. 13. killerplautze

    @stefank und @all

    Es geht aber auch noch ganz anders: in Form eines Bürgerbegehrens, welches das Ziel hat, das gesamte Verfahren zu kippen.

    Ich glaube nämlich nicht, dass die ergebene Presse an der wirklichen Bürgermeinung interessiert ist.

     
  20. 12. killerplautze

    @messerjocke

    Bei mir nebenan herrschte ja bis soeben eine Bombenstimmung.
    (der Zünder wurde gesprengt by the way)

    Also hatte ich reichlich Gelegenheit als Teilzeit-Vetriebener, mir das Volk bei R. anzuschauen.
    Da war denn auch ein, nein DER hausmännische Ratsherr der Spezialistischen Partei Deutschlands.

    Daher kann ich Dir die Frage nach der Haltung dieses traurigen Haufens wie folgt beantworten: “Wir sind dagegen, irgendwie doch dafür, aber egal uns wählt ja eh niemand.”
    O-Ton des Delinquenten: “Ich mache ein bisschen in Politik”

    Yo, Man.

    Da der Zensurrator ja anscheinend zugeschlagen hat, möchte ich den gekürtzen Satz des BM wie folgt ergänzen:

    Bürgermeister = “In einem Satz kann ich das nicht sagen. Also hole ich mir meine Eingebungen und Ideen bei Einstein. Die Bürgerinnen und Bürger müssen wissen, es ist eine ganz neue Form des Menungsaustausches. Ich gehe ohne Meinung rein und komme mit seiner Meinung wieder raus. Gut, was?”

     
  21. 11. Messerjocke

    @stefank: ! ! ! Die Idee ist super nur leider wird das Ergebnis mit ggf. 14 Briefen dieser Art nicht ausreichen.

    Ich hoffe, dass es im Rat Fraktionen gibt, die dieses Thema aufreißen und dadurch einer größeren Öffentlichkeit bewusst machen.

    Wie stehen eigentlich die einzelnen Fraktionen dazu ? Ich habe keinen Überblick also hier eine kleine Zusammenstellung meiner Vermutungen:

    CDU = Variante Größenwahnsinn ?
    SPD = Wissen wir selbst nicht ?
    FDP = Nur für Sanierung ?
    Grüne = Müssen wir erst CDU fragen ?
    Linke = Voll dafür, wenn vorher die Steuern auf 90% angehoben werden !
    OF = Entschuldigung, worum geht’s ?

    Bürgermeister = “In einem Satz kann ich das nicht sagen. Also (…) “

     
  22. 10. stefank.

    @Feinschmecker und @ Alle

    Wer als Bürger keine der drei Varianten möchte, insbs. kein neues Rathaus oder keine Unterstadtbebauung, kann Briefwahl beantragen und die gewünschte Variante selber auf dem Stimmzettel eintragen.

    Da dieser Stimmzettel dann ungültig ist, könnt ihr diesen erweiterten Stimmzettel dann kopieren und an folgende Adressen schicken oder dort einwerfen:

    Rheinische Post Lokalredaktion Kleve
    z.Hd. Herrn Hofberichterstatter Matthias Grass
    Große Straße 84
    47533 Kleve

    Sicherer ist aber die Abgabe bei:

    NRZ Lokalredaktion Kleve
    Frau Gaby Boch
    Hagsche Straße 45
    47533 Kleve

    Wenn genügend Zettel zusammenkommen wird vielleicht ein Bericht in der Zeitung stehen.

    Gegen soviel Manipulation kann nur noch ein kritische Medienarbeit helfen.

     
  23. 9. Meiner Einer

    Ich bin der Ansicht, dass die ganzen Rechnungen ohnehin totaler Schwachsinn sind. Hat je irgendjemand ein (öffentliches) Bauvorhaben gesehen, bei dem der gesteckte Kostenrahmen eingehalten worden ist? Oder ist irgendjemand hier so naiv und glaubt, der Investor würde eine Fertigstellungsgarantie zum Festpreis geben?

    Als Beispiel kann ich nur nochmals den Kölner U-Bahn-Bau erwähnen. Geplante Kosten 630 Mio €, mittlerweile über 1 Mrd € und ein weltweitbekanntes Stadtarchiv…

    M.E. ist die Entscheidung schon längst gefallen.

     
  24. 8. Meier mit E

    @Rainer Hoymann

    Man muss kein Fachmann für öffentliches Bauen im Allgemeinen sein , oder sich in der speziellen Klever Variante der Ehrenwerten Gesellschaft auskennen, um zu wissen, dass die Zahlen für Normalsterbliche nicht nachprüfbar sind.

    Das Verfahren krankt auch hier. Die Stadt lässt das Zahlenwerk durch eine Firma prüfen, welche anscheinend nur Eingeweihte kennen.
    Diese bescheinigt prompt der Stadt, richtig gerechnet zu haben.
    Kommt Ihnen das bekannt vor? Das Stichwort lautet Rating-Agenturen.

    Eine neutrale Prüfung hat also nicht stattgefunden, denn der Auftrag kam ja von der Stadt Kleve.
    Hätte man es ernst gemeint, so wäre ein Prüf-Auftrag z.B. an Royal Haskoning oder irgendeine andere grosse Firma gegangen.

    Selbst wenn die Milchmädchen Rauer und Brauer nun via Flyer, Veranstaltungen und was-weis- ich-noch den Leuten erzählen wie supertoll doch gerechnet worden ist, dem Zahlenwerk insbesondere bei den Varianten 1 und 2 darf man nicht glauben!

    Die Bürger kann nicht nachvollziehen, wie die Zahlen zustande gekommen und wie seriös sie sind.

    Mit keinem Wort erwähnt man zum Beispiel, dass der Investor das Betriebsrisiko dieser Immobilie wie üblich vollständig auf die Stadt abwälzen wird. Damit meine ich, dass er auch den Gebäudeunterhalt der Stadt aufs Auge drücken wird, denn ansonsten rechnet sich die Sache für ihn ja nicht.

    Dazu zählt, wie Kle Peter richtig erkannt hat,zum Beispiel die Tiefgarage,deren Betrieb in bewährter Manier den Stadtwerken vor die Füsse gekippt wird.

    Ohnehin, so schreibt Janssen, ist die abschliessende Bürgerbefragung nicht bindend. Es wird dem Wahlvolk vorgegaukelt, es hätte Einfluss auf irgendwas. Dem ist nicht so. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse und der Präferenz für die Variante 1, welche von der CDU in trauter Zusammenarbeit mit einer Lokalzeitung mehr oder weniger offen zu Tage tritt, dürfte die Befragung daher für den Rat äusserst unverbindlich sein und den Stellenwert einer Wahl zur Miss-Leberwurst haben.

     
  25. 7. Killerplautze unterwegs

    Sehr geehrter Herr Messerjocke,

    Sie haben nicht nur den Daquiri vergessen, sondern auch das Pfefferminzplaetzchen nicht erwaehnt.

     
  26. 6. janssen

    @KlePeter: so ist es, guter Artikel

    ohnehin fragt man sich doch, was der ganze Scheiß soll, wenn die Befragung nicht bindend für die Entscheidung ist. Ist sie es nun wirklich nicht?
    Und wenn die Antwort nein lautet, welches Kasperltheater wird da gerade aufgeführt, um den Bürger einzuwickeln und glauben zu machen, er hätte ein Mitbestimmungsrecht?

     
  27. 5. KlePeter

    Ich finde das Verfahren gar nicht undemokratisch. Jeder Bürger kann sich entscheiden, ob er lieber Ananas, Bratkartoffeln oder Glühwein mag. Das Ergebnis wird sicher richtungsweisend für die Stadt Kleve.

    Über den Flyer habe ich mich auch schon ausgelassen:
    http://www.politikblog-kleve.de/2009/05/10/unterstadt-serioese-buergerbfragung/

     
  28. 4. Messerjocke

    @Feinschmecker: Das steht nicht auf der Menükarte !

    TAGESMENÜ

    Vorspeise
    – Einfluss überbacken mit Filznudeln
    – Frenetische Trugschlusspaste neben Agitation

    Hauptgang
    – Gaukler an Konzeption mit Schwarzwurzeln
    – Gazette ohne Chili, beidseitig einseitig angebraten

    Nachspeise
    – Acetylsalicylsäure in Aqua

     
  29. 3. Rainer Hoymann

    @ Messerjocke

    aus der Grenzland Post vom 30.04.2009:

    “… Das ist die Entscheidung über die Zukunft der Unterstadt, was dort gebaut wird, steht sehr lange

    „Wir möchten möglichst viele Klever Bürger für die Abstimmung über das Klever Rathaus mobilisieren”, sagte gestern Kleves Bürgermeister Theo Brauer. Mobilisieren und informieren: Denn zu den Flyern, die verschickt werden, wird die Stadt mindestens zwei Abendveranstaltungen mit den beteiligten Büros in der Klever XOX-Fabrik organisieren. Fest sind die Termine 12. und 25. Mai. „Dort dürfen allerdings jeweils maximal 600 Personen hinein – wenn beide Veranstaltungen zu viele Besucher haben, werden wir weitere Termine festlegen”, sagte gestern Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer. In derXOX kann an diesen Tagen direkt und unmittelbar über Pläne und Kosten der Projekte diskutiert werden.

    Zusätzlich wird von der Stadt Anfang der Woche eine Broschüre herausgeben, die die drei Planungen ausführlich mit Plänen, Fakten und Zahlen nebeneinander stellt. Diese ausführlichen Broschüren sind dann auf Wunsch bei der Stadt erhältlich. … ”

    http://www.heimat-kleve.de/geschichte/pressemitteilungen/unterstadt_ab_13.12.2008/rp_30.04.2009/rp_30.04.2009.htm

    Dort kann man auch die kompletten Pläne der drei Varianten begutachten. „Wir werden sie auf der dritten Etage für jedermann ausstellen”, sagt Bauamtsleiter Dirk Posdena. Das sind sowohl Städtebaupläne als auch Ansichten und Perspektiven. Ab nächster Woche werden dort auch die städtenaulichen Modelle zu sehen sein, die zeigen, wie sich die einzelnen Entwürfe in die Stadt einpassen. Oder auch nicht…

     
  30. 2. Feinschmecker

    Und nach wie vor stelle ich mir die Frage: Wie bringe ich meinen Willen zum Ausdruck, wenn ich nur eine Renovierung des Rathauses möchte ohne die ganze Unterstadt-Planung? Das ist doch kein demokratisches Verfahren!

     
  31. 1. Messerjocke

    Was haben die denn da überhaupt mit reingerechnet ? Sind Zinsaufwendungen, Abschreibung und das ganze Gedöns berücksichtigt ?

    Wenn diese Investition nun getätigt wird, dann fehlt dieses Geld für andere Projekte, die der Stadt bzw. den Bürgern ggf. einen Zugewinn eingebracht hätten. Sind solche Auswirkungen ansatzweise berücksichtigt worden ?

    Ist mal für Spaß ermittelt worden, welche Mehraufwendungen die Stadt hätte, wenn man einfach für weitere 5-10 Jahre nix tut oder nur das Nötigste unternimmt (neue Fenster rein, Isolierung unter das Dach kleben- fertig ist die Laube !) ?

    Sind diese ominösen Berechnungen überhaupt zur Prüfung irgendwo zugänglich ?