Dachschaden im Museum Kurhaus: Ist das Kunst oder kann das weg?

Die Grenze zwischen Installation und Installateur ist fließend

Die moderne Kunst hat so ihre Tücken, da findet einer beispielsweise einen abgewetzten Fahrradsattel und einen rostigen Lenker, setzt sie zusammen und nennt das Stierkopf. Für den einen Schrott, für den anderen eine Skulptur mit Millionenwert. Kleve hatte auch so einen Spezialisten, einen Künstler, der eine Badewanne mit Heftpflaster, Mullbinden und Kupferdraht ausgestattet hat (unbetitelt, 1960), ein Kunstwerk, das so unscheinbar war, dass eine Putzfrau sich bemüßigt fühlte, das Objekt grundzureinigen. Es würde einen nicht verwundern, wenn diese Skulptur von Beuys der Urgrund der berühmtesten aller Fragen zur modernen Kunst wäre: Ist das Kunst oder kann das weg?

Man weiß es nicht mehr, und so zieht der aktuelle Besucher des Museums Kurhaus in Kleve erst einmal sehr bedächtig an einem bodenständigen Ensemble vorbei, das aus mehreren Plastikschalen, weißen Wischbezügen sowie einem roten und einem blauen Putzeimer besteht. Eine professionelle Einhegung mit einem um vier Ständer gespannten Seil verstärkt den Eindruck des Künstlerischen.

Erstmals einer größeren Menschenmenge zugänglich war die neue Installation, als die Kreis Klever Grünen am 14. Januar zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang ins Museum geladen hatten. Museumschef Harald Kunde entschuldigte sich damals zum einen dafür, dass es wegen einer nicht ordentlich funktionierenden Heizung recht frisch in seinem Haus war und erklärte zum anderen fragenden Gästen, was es mit der Bodeninstallation im großen Saal auf sich habe. Sie sei mitnichten ein Kunstwerk, sondern dem profanen Umstand geschuldet, dass das Museum derzeit einen Dachschaden habe. Aus Sicherheitsgründen seien sogar Werke aus der aktuellen Ausstellung abgehängt worden.

Knapp einem Monat später war das Eimer-Ensemble immer noch vorhanden – wie zu hören war, ist die Beseitigung des Lecks in der Decke deutlich schwieriger als gedacht.

Aber sollte man die Eimer überhaupt noch entfernen? Immerhin tritt die provisorische Installation in einen spannungsvollen Dialog mit der weiter hinten stehenden, ebenfalls sanitär inspirierten Skulptur Badewanne von Joseph Beuys (Inventarnummer 2015-03-18, Bronze, doppelwandig, Blei, Kupfer; Gussplanung 1961-1987).

kleveblog wäre sogar bereit, ein Museumsschildchen zu Texten:

Harald Kunde (*1962): Alles im (in) Eimer, 2024, Plastik und Baumwolle auf Parkett, erworben zum Aktionspreis aus der Sammlung hagebaumarkt Swertz

Handreichungen zur Interpretation: Dass es reinregnet, zeigt die Verletzlichkeit der modernen Zivilisation im Angesicht der Urkräfte der Natur. Der Einbruch des Wassers in die gehegte Umgebung unterstreicht auch, dass Konzepte der Isolation, so verlockend sie auch erscheinen mögen, in der modernen Welt letztlich sinnlos sind. Und dass es immer feucht ist, sagt ja auch etwas.

Spannungsvoller Dialog zwischen Eimer und Wanne (Foto: Josef Gietemann)

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26 Kommentare

  1. 25

    Warum besuche ich nicht das Kurhaus Museum? Oder heißt es Museum Kurhaus? Wie dem auch sei. Ich glaube, es liegt daran, dass ich von montags bis freitags keine Zeit habe irgendetwas anderes erbauliches zu tun als zu Arbeiten, zu Essen und zu Schlafen und natürlich den Kleveblog zu lesen und am Wochenende bin ich ungefähr so aktiv wie ein Bär. D.h. in der dunklen Jahreszeit nicht sonderlich interessant an irgendetwas und in der hellen Jahreszeit gerne draußen in der Natur (oder zumindest unserer doch recht schönen Kulturlandschaft, die bisweilen sogar ein bisschen wild sein kann). Aber, und das ist der Punkt, ich bin niemals im Museum. Obwohl ich Kunst mag und gerne angucke, bin ich ein Nicht-Besucher. Offensichtlich gibt es davon in und um Kleve genug um nicht zu sagen zu viele. Zum Leidwesen des Museums Kurhaus und anderer Museen.

    Wenn ich mir mal folgendes vollkommen abwegiges Szenario vorstelle: Ich kaufe müde und mit mäßig guter Laune am Samstagabend im Supermarkt ein und es trifft mich fast der Schlag als ich auf dem Monitor, der über einer der Kassen hängt und auf dem sonst immer Werbung läuft, sehe wie ein Kunstwerk auf die Schlange an der Kasse herabschaut. Verheißungsvoll wird dem geneigten Supermarktkunden noch das ein oder andere Kunstwerk der laufenden Ausstellung im Museum Kurhaus auf dem Bildschirm präsentiert. Ich merke wie mir das Wasser im Mund zusammenläuft und zwar nicht, weil die schokolierten Mandeln oder der Heringssalat, die ich auf das Band lege, mich aus dem Häuschen bringen, sondern, weil mein Hirn noch mit den Farben und Formen ringt, aber längst erkannt hat, dass es sich um Nahrung handelt. Um ziemlich gesunde Nahrung um ehrlich zu sein. Kein Zucker, keine anderen Süßungsmittel, weder Geschmacks- noch Farbstoffe, sondern… Augennahrung. Oder Nahrung für das Hirn? Wie auch immer. Die Information auf dem Monitor über der Kasse ist sehr konkret, denn es steht dort geschrieben, dass der Augenschmaus im Museum Kurhaus zu sehen sei.

    Und das Museum hat auch sonntags geöffnet.

    Wenn ich dann am Sonntagmorgen träge nach dem Frühstück den Kleveblog lese, wird mir beim Anblick des Berichts über die aktuelle Ausstellung im Museum Kurhaus bewusst, das es heute einfach nicht geht. Das Herumsitzen, in den eigenen vier Wänden meine ich. Als ich mich tatsächlich auf den Weg mache und die Gruft abwärts gehe, fühle ich in meiner Jackentasche die Dose mit den Schokoladenmandeln. Für den Rückweg. Aber erstmal gibt‘s das, was nicht weg kann.

     
  2. 24

    @23:

    Wenn der politische Wille da ist, spielt Steuergeld erfahrungsgemäß keine Rolle. Ob cum-ex (Behinderung der Strafverfolgung) oder Verschleuderung von Steuergeldern für dubiose Projekte im Ausland. Alles egal, da ja von demokratisch gewählten Organen beschlossen/veranlasst. Ganz im Sinne der Euro-Bazooka. Auf ein Milliönchen mehr oder weniger kommt es nicht an.

     
  3. 23

    Kosten Stadt Kleve: – 1.342.870 € / Besucher: 16.412 (01/23-06/23 = 8.206)
    = – 81,82 €/Besucher

    da gehört schon ein großer politischer Wille zu, für 16.412
    Besucher so einen Aufwand zu betreiben und solche Kosten rechtzufertigen

     
  4. 22

    @21 Demokratische Entscheidung
    Wenn das einzige Kriterium zum Erhalt einer Einrichtung sein soll, ob sich etwas rechnet – in Euro und Cent – oder nicht, dann müßte auf vieles verzichtet werden. Rechnen sich Sportanlagen, die Parkanlagen in der Stadt, die Stadtbibliothek, das Krankenhaus? Das Oktoberfest ist doch wohl eine kommerzielle Veranstaltung. Wenn Sie auf das alles verzichten können, sind Sie genügsam. Das Leben besteht aber nicht nur aus der Befriedigung der Grundbedürfnisse. Man kann sich auch fragen, was man gewinnt, wenn es diese Einrichtungen gibt. Ob die Stadt noch attraktiv genug ist, um dort zu leben und zu arbeiten. Ob Firmen noch entsprechend ausgebildete Mitarbeiter finden, die kein asketisches Dasein fristen wollen. Was macht denn den Charakter einer Stadt aus? Was unterscheidet die eine Stadt von der anderen? Im 2. Weltkrieg ist soviel von Kleve zerstört worden, dass die Stadt sich glücklich schätzen kann, die Schwanenburg, die Parkanlagen und ja, das Kurhaus restauriert zu haben. Die Frage nach der Finanzierung ist natürlich berechtigt. Ob nun aber die Stadt oder der Landschaftsverband etwas finanziert, es werden immer Steuermittel sein, die dazu verwendet werden. Ich kann Ihnen nur empfehlen, tun Sie sich etwas Gutes. Für Geist und Seele. Im Klever Museum hängt nicht ausschließlich abstrakte Kunst. Im Übrigen, Demokratie bedeutet nicht, dass immer die Mehrheit entscheidet. Demokratie schützt auch die Minderheiten. Der Steuerzahler finanziert teilweise auch z.B. extremistische Parteien. Braucht keiner oder nur wenige. Zum Schluss noch eine Statistik:114 Millionen Deutsche besuchen jährlich eines der  6710 Museen in Deutschland laut Spartenbericht Museen 2017  (Zahlen von 2015).
    19 Millionen Deutsche erleben in einem von 36 Profi-Stadien in Deutschland ein Fußballspiel live. Insgesamt gibt es etwa 108 Stadien mit mehr als 15.000 Plätzen.

     
  5. 21

    Auch andere Einrichtungen erwirtschaften ihre Ausgaben nicht wie ein klassischer privatwirtschaftlicher Betrieb, z.B. alle Schulen, die Bundeswehr, die Polizei, die Justiz usw. Das ist auch nicht das Problem, denn dazu werden Steuern erhoben, daraus fließen die Einnahmen. Die Frage entsteht am „Grenzbereich“, also dort, wo nicht sofort alle zustimmen, dass dies gebraucht wird (Schulen, Feuerwehr, Polizei usw. sind Bereiche auf die sicher niemand verzichten möchte) Für das „Mehr“ über den notwendigen „Kern“ hinaus, gibt es dann demokratische Wahlen und die entsprechenden Mehrheiten aus diesen Wahlen geben vor, wofür das Geld ausgegeben wird und wieviel Steuern/Abgaben dafür erhoben werden. Im Falle eines Museums für (meist) moderne Kunst, ist klar, dass es nie die Mehrheit der Bevölkerung anspricht. Ebenso klar ist, dass diejenigen, die angesprochen werden, nicht bereit oder in der Lage sind eine völlige Kostendeckung zu tragen (z.B. für einen Museumseintritt ein paar hundert Euro zu bezahlen). Ebenso klar ist, dass alle Gebäude Abnutzung/Verschleiß usw. unterliegen, je älter ein Gebäude wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Zahn der Zeit irgendwo zugeschlagen hat. Also: Das ein Museum Geld kostet und zwar so lange es existiert, dass es im Falle moderner Kunst nur wenige interessiert, egal wieviel Werbung man macht, dass Gebäude Schäden entwickeln, dass man bei expanierenden Sammlungen irgendwann aufhören muss zu sammeln oder ausbauen muss, dies alles und vieles mehr, weiß man und hat man gewusst, als man das Museum gegründet hat, es entsprechend eingerichtet hat. Übrigens weiß man das auch bei Schulen, Straßen, Rathäusern, Bibliohteken, Archiven, beim eigenen Auto oder der eignen Gartenlaube. Und hier ist einer der Punkte, der mich ärgert: Sich hinterher hinzustellen und so zu tun, als ob die Kosten und die Baureparaturen unvorhersehbar waren und eine ganz große Überraschung und mit der Einrichtung/Gründung einmal alles erledigt und bezahlt sei, das regt mich auf. Man – Wer auch immer das ist und war – wollte und will z.B. ein Museum, ohne langfristige Konsequenzen geht das aber nicht. Übrigens auch im Falle, dass man irgendwas nicht will z.B. ein Museum, das hat auch Konsequenzen, aber andere. Handeln und Sein ohne Folgen ist nicht möglich. Klar, die Frage, ob eine 50.000 EW Kommune ein Parademuseum für ein Minderheiteninteresse braucht, die ist erlaubt, ich persönlich sähe da z.B. den LVR eher in der Verantwortung bzw. sowas wie die Moyland-Trägerschaft. Oder Zahlt Xanten den APIX alleine? Bedburg-Hau Moyland? Warum Kleve dann so? Ist vielleicht das Klever Selbstverständnis als Zentrum am Niederrhein und bedeutende Residenzstadt usw. vielleicht das eigentliche Problem? Mein subjektiver Eindruck ist, dass hier auch zu viel gefragt wird, was für hochmögende Düsseldorfer usw. angeboten werden kann. Liebe Entscheidungsträger, wäre es nicht viel naheliegender, sich daran zu orientieren, was die Leute vor Ort brauchen und wollen? Ich persönlich könnte sowohl auf Alkoholveranstaltungen a la Oktoberfest (bekanntermaßen typisch niederrheinische Tradition) als auch auf abstrakten modernen Kunstbetrieb verzichten. Aber ich bin ja nur einer und nicht Alleinentscheider!

     
  6. 20

    @19. Smartdrisser
    Sehr gute Definition! Danke für den Hinweis. Einige Punkte möchte ich aufgreifen:
    „im Dienste der Gesellschaft“
    „agieren und kommunizieren“
    „bieten abwechslungsreiche Erfahrungen“

    Wir beide können noch so oft ins Museum gehen, wenn der Rest der Bevölkerung sich nicht mehr angesprochen fühlt bzw. nicht angesprochen wird, sinken die Besucherzahlen. Solange Kleve einen ausgeglichenen Haushalt hatte, konnte man damit leben. Die Zukunft sieht da nicht mehr so gut aus und die Museumskritiker werden in Zukunft Kürzungen dieser Haushaltsposition einfordern.

    @16. Pendlerin
    Ich befürchte dieser Meinung ist das Museum auch.

     
  7. 19

    @15 joseph b.
    Ein Museun ist eine not-for-profit und permanente Einrichtung. Die ICOM – der internationale Rat von Museen – hat 2022 in Prag auf einer außerordentlichen Generalversammlung folgende ICON-Museumsdefinition angenommen:

    „Ein Museum ist eine gemeinnützige, dauerhafte Einrichtung im Dienste der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, konserviert, interpretiert und ausstellt. Offen für die Öffentlichkeit, zugänglich und integrativ fördern Museen Vielfalt und Nachhaltigkeit. Sie agieren und kommunizieren ethisch, professionell und unter Beteiligung von Gemeinschaften und bieten abwechslungsreiche Erfahrungen für Bildung, Vergnügen, Reflexion und Wissensaustausch.“

    Seien Sie einfach neugierig und betrachten die Dinge, die z.B. in dem wirklich sehenswerten Klever Museum ausgestellt werden ohne Vorurteile. Vielleicht braucht es mehr Information in Form von Vorträgen, um wieder einen Zugang zu einem Kunstverständnis zu finden. Aber die Initiative muss auch aus der Gesellschaft kommen und nicht ausschließlich an einen Museumsleiter delegiert werden. Verstehen Sie das Museum als ein Teil der DNA von Kleve. Wir sparen und noch dumm und dämlich.

     
  8. 18

    @14. Klaus Röntgen

    Nachhaltig gedacht, könnte das aufgefangene Wasser, für Reinigungszwecke oder Pflanzenwasser dienen. 😉

     
  9. 17

    Man „könnte“ tatsächlich vielleicht doch einfach die Beuys Wanne verschieben, wie bereits angemerkt ? Vielleicht hätte „er“ (Beuys) es selber so gemacht und noch einen Teebeutel rein gehangen ?
    Trotzdem denke ich, sollte so ein Schaden doch schnell behoben werden können…

     
  10. 16

    Das Museum Kurhaus kann sich gleichauf mit dem Museum Kunstpalast oder Folkwang sehen lassen. Immer wieder spannende Ausstellungen in einem besonderen Gebäude. Immer wieder sehenswert!

     
  11. 15

    @12. rd
    „Mussen sind ein Zuschussgeschäft“
    Das ist grundsätzlich richtig, es stellt sich nur die Frage WIEVIEL Zuschüsse notwendig sind und WO die Zuschüsse herkommen. Ein Museum sollte schon den Anspruch haben, die Zuschüsse aus dem städtischen Haushalt möglichst gering zu halten, Fremdmittel einzuwerben und alle Mittel optimal einzusetzen. Dazu bedarf es umfangreicher Erfahrung, konsequenter Organisation und eines großen Leistungswillen.

    „man kann die Menschen ja nicht zu ihrem Glück zwingen“
    Zwang ist sowieso nicht möglich. Man muss Menschen motivieren, locken und begeistern. Dazu bedarf es regelmäßiger Werbung, persönlicher Ansprache und Präsenz, langfristiger Planung, Vernetzung in der Bürgerschaft, etc.
    Macht bzw. kann man das nicht, bleiben zuerst die überregionalen Besucher und dann die Bürger weg. Besucherzahlen sind schon ein Maßstab für die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung und da sieht es nicht gut aus. Der kürzliche Ruf nach einem/er „Kulturdezernenten/in“ im Rathaus lenkt nur von den eigenen Misständen ab.

     
  12. 13

    Vielleicht sollte man den Standort der Badewanne wechseln, anstelle der Eimer?
    Dann wäre die Wanne bald voll …….. 😉

     
  13. 12

    @joseph b. Als Künstler sollte man wissen, dass Museen tendenziell ein Zuschussgeschäft sind, aber eben auch eine Einrichtung für die Bürger zur Erbauung. Ohne Kunst wäre unser Leben eventuell nicht materiell, aber eben doch viel ärmer. Ich als Klever Bürger finde es gut, dass es ein solches Museum gibt – und es zieht auch Besucher von außerhalb an. Mehr Besucher wäre vermutlich besser, aber man kann die Menschen ja nicht zu ihrem Glück zwingen.

     
  14. 10

    Bei den Eimern sollten unbedingt andere (politisch neutrale) Farben gewählt werden. Nicht dass irgendwelche ver(w)irrten Geisterinnen da den Wunsch nach einer Rot-Blauen-Koalition reininterpretieren. 😉

     
  15. 9

    @7. GansA
    „Mehrere Millionen jährlich“ sind es nun nicht. Laut Haushaltsentwurf 2024 sind es 1.652.500€ (Kosten) abzüglich 282.000€ (Erträge) = 1.372.500€

    Aber trotzdem, wenns mal 20.000 Besucher wären! Eher weniger als die Hälfte und wahrscheinlich wird noch jeder nicht zahlende Besucher z.B. Hochzeitsteilnehmer mitgezählt.

    Seit dem Abgang von GdW kann man den Laden echt vergessen. Wird Zeit, dass dort massiv eingespart wird oder neue Leute ans Ruder kommen.

     
  16. 8

    Nachdem mir vor Jahren eine Museumspädagogin klar gemacht hat, dass „man nicht einem breiten Publikum überlassen kann zu entscheiden was Kunst ist“, ist das Thema für mich nicht mehr diskutabel!

     
  17. 7

    Auszug aus der PR:

    „404 Teilnehmer nahmen digital und drei (!) analog an einer Befragung über das Kulturprogramm für die Erstellung eines Kulturleitplans für die Stadt Kleve teil.”

    Kaum Interesse in der Bürgerschaft für das Thema Kultur.

    Ein Museum mit keinen 20.000 Besuchern pro Jahr, was mehrere Millionen € jährlich durch Steuermittel bezuschusst wird.

    …wer sich‘s leisten kann… Ganz schöner Luxus

     
  18. 5

    Ich dachte beim Neujahrsempfang wirklich zuerst an ein Kunstwerk der arte povera-Bewegung und wollte ursprünglich in meiner Rede einen Witz darüber machen, dass man sich bei so einem Kunstwerk nun wirklich nicht mehr wundern müsse, wenn das ein/e engagierte/r Service-Mitarbeiter/in wegräumt. Aber dafür habe man wohl die Absperrung aufgestellt. Habe mich dann aus Unsicherheit halt entschieden, ihn zu fragen, ob er aufklären könne, ob es sich um ein Kunstwerk handele oder nicht.

     
  19. 2

    Da man die gestellte Fragen nicht klar beantworten kann, wäre eine Reaktion vielleicht der Versuch eines Dadagedichtes dazu.

    Eimerdada

    Rotottottütschrottdibodibott
    Ruhdibuht auf papplappigen Putzdibutzdingerklingern!

    Lemiskatparkett glanzquartettet weisleuchtibeuchtend!

    Unsinn spinnkrankdibankt metyphysiziermusizierend?

    Jenseitsverliebtes Seelengenie himmelschwinget
    oder wirrklirret entrücktverrückt?

    Fragedibagezeichen?

    Weltraumwachend in Kleinfeinstadt?
    Und was sagt der Bauer auf der Lauer?
    Quatschdibatsch wegdamitklatsch, klatschklatsch
    Oder jubileliert geniuslociselig?
    ??????
    ????
    ????

    Berlin, den 21.2.2024