Volks(bank)wagen schon „nicht mehr verfügbar“, 99.900 Euro waren aufgerufen

Weg ist er

Das ging aber schnell! Gestern noch war der Volks(bank)wagen auf mobile.de über einen Fachhändler im Angebot, heute morgen vermeldet die Automarktseite schon: „Dieses Fahrzeug ist nicht mehr verfügbar.“

99.900 Euro sollte der Sportwagen kosten, der einst von der Volksbank Kleverland „zu Marketingzwecken“ angeschafft worden war. Ein stolzer, aber durchaus angemessener Preis für den Mercedes 280 SL („Pagode“), denn der Wagen war, wie das Inserat deutlich macht, nicht nur irgendein Oldtimer. Insbesondere der kryptische Hinweis „Match no.“ lässt das Herz eines Autoafficionados höher schlagen, denn dies bedeutet, dass sowohl der Motor wie auch das Getriebe des Sportwagen noch original sind (der Nachweis erfolgt durch eingestanzte Nummern). Laut Inserat hatte der 280 SL trotz einer Erstzulassung im Juni 1969, also vor 56 Jahren, erst 90.520 Kilometer Fahrleistung auf dem Tacho. Wertsteigernd dürfte auch die Tatsache sein, dass das Fahrzeug aus der Baureihe W 113 zu den selten Exemplaren gehört, die mit einem Vier-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet sind.

Wenn das Fahrzeug tatsächlich schon für knapp 100.000 Euro den Besitzer gewechselt hat, dürfte sich die Volksbank Kleverland über unerwartete Einnahmen in Höhe von rund 80.000 Euro freuen (der Rest bleibt beim Vermittler, berichten Autoexperten). Das entspricht immerhin sechs Prozent des kompletten Jahresüberschusses 2024. Je nachdem, wieviel Geld die Bank in den Wagen investiert hat, könnte es also sein, dass der Ankauf des Sportwagens nicht einmal die schlechteste Investition gewesen ist. Offenbar gab es auch Überlegungen, mit dem Wagen ins Oldtimer-Leasing-Geschäft einzusteigen, was nach Expertenschätzung auch ein lukratives Geschäftsmodell hätte sein können. In der Bank selbst ist dazu aber nichts bekannt. Allerdings ist die Volksbank, wie der Name schon sagt, zuallererst eine Bank.

Die Entscheidung, den Wagen zu verkaufen, ist keine direkte Folge der Abberufung und fristlosen Kündigung des Vorstandschefs Frank Ruffing am 1. Oktober. Ein Sprecher der Bank wies darauf hin, dass sie schon vorher gefällt worden ist. Ruffing war zuvor 20 Jahre Vorstandschef der Genossenschaftsbank gewesen.

Deine Meinung zählt:

7 Kommentare

  1. 7

    @5

    „Wollen Sie sich eine Glocke in den Dachgiebel hängen?“

    Neee, ich frag aus 3 Gründen.

    1.) Ich halte die Entfernung der Glocken aus CK für unnötige and fast anwidernde Leichenfleddderei, weil grundlos überstürzt erfolgt (wie das gesamte Ausschlachten der Inneneinrichtung), total unnötig und daher ist die Gier der Beteiligten nach Geld überdeutlich zu merken.

    2.) Mich wundert nach wie vor dass es selbst den verbliebenen CK-Pfarrangehörigen offensichtlich total egal bzw. das Geld wichtiger ist. (Obwohl sie da letzendlich nix von sehen werden und das Vermögen im Schlund der Amtskirche verschwindet)

    3.) Mich interessiert wirklich ob es einen signifikanten Markt für gebrauchte Glocken gibt (glaube ich nicht) und wer die kauft und was damit passiert wenn die keiner kauft.

  2. 6

    Mal angenommen, rein spekulativ, der Mercedes wurde für 125.000,- € angeschafft… da bliebe nicht cmviel zur Ausschüttung übrig.

  3. 5

    @3 Wollen Sie sich eine Glocke in den Dachgiebel hängen?

    Ich habe gehört, es gibt auch noch die Holzstühle aus dem Musikraum des Sebus…

    Ich hätte ja Interesse an einem Holzpult, auf dem man noch den vertikalen Strich in der Mitte sieht, der im Alter 12, 13 gerne gezogen wurde. Je enger man befreundet war, desto deutlicher musste die Abgrenzung in dieser Phase erfolgen.

    😉

  4. 4

    Bedeutet das, dass ich als Genosse indirekt im kommenden Jahr auch davon profitiere? Bei einem Überschuss von 80.000 und 13.369 Genossen, wären das 5,98. gibt es dafür noch etwas anderes an Invest bei der Bank, hat jemand Erfahrungen.

  5. 3

    Kann man mal nachrecherchieren wer denn die Glocken von Christus-König gekauft hat? Oder sind die noch zu ersteigern?

  6. 2

    Man könnte davon ausgehen, dass es sich um einen Angebotspreis handelte.
    Vielleicht wurde tatsächlich weniger oder mehr erzielt?

  7. 1

    Finde ich gut…so ein Wagen gehört zumindest Sonntags im Sommer, mal auf die Straße…zum bestaunen!