1. FC Ying & Yang

rd | 13. Dezember 2008, 11:10 | 6 Kommentare
Bagger

Der 87-seitige Brandbrief des 1. FC Kleve an die Fraktionsvorsitzenden gibt auch die eine oder andere Antwort auf Fragen, über die bisher öffentlich der Mantel des Schweigens gedeckt wurde. Zum Beispiel, welche Sponsoren denn nun genau für die anderen Hälfte der Kosten des Stadionumbaus aufkommen. Eine Hälfte sollen wir alle zahlen, die Sache liegt jedoch bekanntlich auf Eis. Widmen wir uns also der anderen Hälfte: Dazu heißt es in dem Dokument:

Die Finanzierung der Maßnahme soll mit ca. EUR 1,4 Mio. aus einem avisierten Zuschuss der Stadt Kleve erfolgen. Weitere ca. EUR 1,4 Mio. finanzieren sich aus aufrechenbaren, langfristigen Sponsorenverträgen mit den an der Ausführung der Bau- und Investitionsmaßnahmen beteiligten Unternehmen, die fast ausschließlich im Klever Wirtschaftsraum ansässig sind.

Was aber heißt nun das? Gibt es hier in der Gegend Elektroinstallateure oder Tiefbauunternehmen, die aus reiner Vereinsliebe sagen: “Ok, ich bau’ dir das für die Hälfte, und für den Rest stellst du schön ein paar Werbetafeln von mir auf oder gravierst die Stadionwürstchen mit meinem Firmenlogo?”

Und nicht einmal die erste Hälfte ist in trockenen Tüchern: Sie wurde vom Verein als Kredit aufgenommen – und die Auftragnehmer mussten dafür bürgen. (Klartext: Wenn – was hoffentlich nicht eintreten möge – alles explodiert, holt sich die Volksbank Kleverland das Geld von den Firmen zurück.) Als betroffene Betriebe werden in dem Betrieb namentlich genannt: Ge03 GmbH, Formfaktum, Hagen Ingenieure, Elektro Verfers, Jansen Bedachungen, Stahlbau Schmitz, Swertz sowie Loock Erd- und Tiefbau GmbH.

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  1. 6. Dortmunder

    Dank an Ralf Daute!!!

     
  2. 5. josef

    zur info: einer der sponsoren hat bereits am donnerstag insolvenz angemeldet. zu sehen unter: http://www.insolvenzveröffentlichungen.de

     
  3. 4. Wombat

    @killerplautze

    In unserem Fall wird das nicht so einfach sein, denn die Verbindlichkeiten liegen beim Verein und nicht in einer GmbH. Selbst wenn Vorstandsmitglieder ausscheiden, bleiben sie in der Haftung für Geschäfte, die sie in ihrer Amtszeit getätigt haben.

     
  4. 3. willy verführt

    Die arme Elektrofirma Verfers. Die sind ja schon vor Jahren von “Wonderland” Brüter Henny van Mostard übelst reingelegt worden!

     
  5. 2. killerplautze

    @rainer

    Wie wärs denn mal mit dieser Strategie?

    > http://www.swr.de/swr1/rp/nachrichten/rheinland-pfalz/-/id=1533608/nid=1533608/did=4295242/1myha9r/index.html

     
  6. 1. rainer

    Hallo, wie wär es mit einer “Bäcker Heicks” oder “Q” Currywurst – Strategie, die stehen doch alle halbe Nase lang auf den Tittelseiten hiesiger Heimatgazetten,