Was Sie für Sonntag wirklich wissen müssen: Die offizielle kleveblog-Handreichung zur Kommunalwahl (kaum Krawatten, reichlich Räder, helfende Hunde)

rd | 11. September 2020, 19:35 | 38 Kommentare
Radfahren (lassen)

Früher, sagen wir: Ende des vergangenen Jahrhunderts, wäre ein CDU-Kandidat am unteren Niederrhein, der sich auf Wahlplakaten mit Dreitagebart und ohne Krawatte fotografieren lässt, von seiner Kernwählerschaft, den Landwirten, noch vor dem Wahltag geschlachtet worden. So gesehen, dokumentieren die Fotos, mit denen Wolfgang Gebing nun ein zweites Mal versucht, Bürgermeister von Kleve zu werden (das erste Mal hatten allerdings bekanntlich nicht die Wähler, sondern die Parteifreunde selbst verhindert), dass die Partei sich weit in die mehr oder minder moderne Mitte vorwärts bewegt hat. Auf den Plakaten lächelt Gebing, schick unrasiert und in einem lässigen, weißen Hemd, dessen obere Knöpfe geöffnet sind, in die Kamera. Die Botschaft ist er selbst: Wolfgang Gebing. Die CDU ist der Ansicht, in den vergangenen fünf Jahren im Rat erfolgreiche Arbeit geleistet zu haben, mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass dafür die amtierende Bürgermeisterin Sonja Northing alle Meriten einheimst. So soll es nicht weitergehen. Die Frage ist, wie viele Wähler der Kandidat über die Grenzen seiner eigenen Partei für sich einnehmen kann.

Ohne Krawatte, um bei den Äußerlichkeiten zu bleiben, präsentieren sich auch alle anderen Kandidaten, Sonja Northing, na klar, aber auch das Quartett der anderen Herren, Rolf Janßen, Daniel Rütter, Udo Weinrich und Michael Kumbrink. Die drei letztgenannten haben eher Außenseiterchancen. Rolf Janßen hingegen profitiert von einem Trend, der von allen anderen Parteien und Kandidaten eher abperlt: Fragt man junge Menschen, ca. 16 bis 25 Jahre alt, was sie zu wählen gedenken, hört man nur eine Antwort: Grün.

Das aber ist das Verdienst der Fridays-for-Future-Bewegung, die recht erfolgreich das Jungvolk politisch sensibilisiert und dafür begeistert hat, die Trümmer der Elterngeneration fortzuräumen. Raffinierterweise gibt es denn auch ein Wahlplakat, das Janßen lässig diskutierend mit typischen FFF-Vertretern zeigt.

Das einzige Problem (und jetzt bitte nicht verzweifeln, liebe FFF-Aktivisten!): Die Gruppe der 16 bis 25 Jahre alten Klever umfasst ca. 6000 Menschen. Dem stehen beispielsweise mehr als 20.000 Klever gegenüber, die älter als 50 Jahre sind und möglicherweise stabilere politische Überzeugungen haben. Insofern könnte der Schachzug der Grünen, einen fast ein wenig bieder, auf jeden Fall aber gediegen wirkenden Rolf Janßen aufzustellen, äußerst klug gewesen sein – er könnte ein paar der älteren Wähler abfischen.

Den beiden Kandidaten steht die in letzter Zeit nahezu omnipräsente Sonja Northing entgegen. Ihr Slogan setzt auf die Kraft der wahllos zusammengewürfelten Präpositionen, die irgendwie überzeugend klingen: mit in für auf Kleve, Zutreffendes bitte ankreuzen. Sonja Northing ist der Ansicht, in den vergangenen fünf Jahren in Kleve vieles bewegt zu haben (die Antwort auf eine entsprechende Frage hier im kleveblog war ca. zwei DIN A4 Seiten lang) und dafür nicht die ihr zustehende Anerkennung geerntet zu haben. Kann man so sehen, im Prinzip hat der Wähler am Sonntag die Möglichkeit, die Seele der ersten Bürgerin zu streicheln.

Keiner der Kandidaten, so die kleveblog-Prognose, wird im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen. Am wahrscheinlichsten erscheint es, dass das eine Stichwahl geben wird entweder zwischen Northing und Gebing oder aber zwischen Northing und Janßen. Alle drei Kandidaten haben auf jeden Fall ein Fahrrad ins Feld geführt, bei Wolfgang Gebing ist es allerdings ein in den sozialen Netzwerken verbreitetes Stockfoto eines im Sonnenuntergang radelnden Pärchens, Northing und Janßen haben sich jeweils mit ihren eigenen Rädern ablichten lassen – wobei die Bürgermeisterin eventuell noch einmal die Ausrichtung ihrer Fahrradleuchte kontrollieren sollte, so wie auf dem Foto gezeigt, strahlt sie nutzlos in den Nachthimmel. Bei Janßen wirkt es so, als kniee er vor dem Lenkrad, damit dieses auch noch ins Bild rückt.

Gibt es Inhalte? Grundsätzlich versprechen alle Kandidaten ebenso wie die Parteien, das Leben noch ein Stück lebenswerter zu machen. Wie konkret, das blieb weitestgehend blumig. Irgendein Projekt, das in fünf Jahren abgeschlossen sein könnte und Kleve in irgendeiner Form nachhaltig verändert – Fehlanzeige. (Fehlanzeige ist auch so ein Journalistenwort, das eigentlich verboten gehört. Hier wird es jetzt zum letzten Mal verwendet, versprochen.)

Wichtig ist natürlich die Information, dass die Bürgermeisterin Sonja Northing einen neuen Hund hat, von den Niederrhein Nachrichten in der vergangenen Woche exklusiv verbreitet. Das Tier heißt Ludo, der Mischling ist der neue Begleiter, wenn Sonja Northing mit ihrem inner circle im Wald spazieren geht. Wie wichtig Hunde im Wahlkampf sind, stellen im Übrigen auch Silke Gorißen und Peter Driessen, zwei der drei Bewerber um das Landratsamt, unter Beweis. Silke Gorißen ließ sich für Wahlplakate mit ihrem Lebensgefährten und den Familienhund Friso ablichten, Peter Driessen hatte ein etwas verwirrendes Motiv, bei dem er einen Hund streichelt, dazu allerdings den Claim stellen ließ: „Driessen liebt den Austausch mit Menschen im Kreis Kleve…“

Auf den Hund gekommen

Die letzte Diskussion, bei der die beiden Kandidaten aneinander gerieten, wurde darum geführt, ob nun der eine Kandidat einen Kreisdirektor einführt, den die andere Kandidatin (aufgrund ihrer juristischen Vorbildung) nicht nötig hätte – und war eher ein Beweis dafür, wie weit sich Politik mitunter von dem entfernt, was die Wähler wirklich interessiert. Eine CDU im Übrigen, die sich noch bis in diesem Jahr auf die Dienste eines nunmehr 78 Jahre alten Mannes verlassen musste, sollte da übrigens den Ball ganz flach halten.

Ob es nun am Ende die erste Landrätin geben wird, oder ob der 16 Jahre in Bedburg-Hau als Bürgermeister amtierende Peter Driessen die Nachfolge von Wolfgang Spreen antritt, wird sich – so die kleveblog-Prognose – auch erst in der Stichwahl entscheiden. Verantwortlich dafür ist der Bundesliga-Schiedsrichter Guido Winkmann, der als unabhängiger Kandidat die Planungen der beiden großen Lager etwas durcheinandergewirbelt hat, und dem insbesondere im Südkreis Chancen eingeräumt werden, einiges an Stimmen einzufahren. Auf das Amt selbst hat er natürlich nur Aussichten wie der 1. FC Kleve auf den DFB-Pokal.

Weiteres in Kürze: Kranenburg ist spannend, weil die jahrzehntelange CDU-Indolenz nun auch eine Wählervereinigung auf den Plan gerufen hat. In Bedburg-Hau ringen drei Kandidaten um die Nachfolge von Peter Driessen, ein klarer Favorit ist nicht erkennbar. In Goch möchte ein Rechtsanwalt (Jan Baumann, CDU) einen Richter (Ulrich Knickrehm) aus dem Amt jagen, doch der hat keine Lust, sich demnächst wieder mit Verbrechern auseinanderzusetzen. Die Sonja Northing von Kalkar heißt Britta Schulz, auch sie eine parteilose Bürgermeisterin, die eine zweite Amtszeit anstrebt – mit guten Aussichten.

Fazit: So spannend war die Kommunalpolitik schon lange nicht mehr, also wählen gehen! Leider gibt es in diesem Jahr keine öffentlichen Wahlpartys, beispielsweise ist die schöne Veranstaltung im Kreishaus Corona-bedingt abgesagt. Ergebnisse können online abgerufen werden (und kleveblog wird natürlich auch live berichten).

Einen Kommentar schreiben





38 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 38. Anmerkung

    @37 jean-baptiste Ob Mann oder Frau, das spielt in diesem Fall definitiv eine Rolle.

    Damit würde ich es jetzt auch gerne bewenden lassen.

    Ich freuen mich sehr über den Erfolg von Silke Gorißen, gerade auch vor diesem Hintergrund.

    Worin wir uns einig sind: Die RP kriegt’s nicht wirklich gebacken mit der Wahlberichterstattung.

     
  2. 37. jean-baptiste

    @35, 36. Anmerkung ” jeden Tag vier bis fünf, teilweise mit Klarnamen….sexuell… Angebote..”
    Nein, ich verharmlose das auf keinen Fall, aber die Sache mit den Klarnamen (=seriöse Identitätsangabe) kann ich nicht verstehen und auch nicht glauben, denn da wäre ja zumindest ein Verfahren wegen schwerer Beleidigung oder sogar mehr, zwingend erforderlich und aussichtsreich.
    Aber ob Frau oder Mann, das spielt keine Rolle, auch wenn sich aus ihren Zeilen deutlich vermuten lässt, dass Sie eine Frau sind, und das irgendwie persönlich auch auf sichselbst beziehen.
    Dass Internet kein rechtsfreier Raum ist,werden die dann wohl schmerzlich beigebracht bekommen.
    Übrigens, meine Prognose #34 vom 17.34 bewahrheitet sich bis jetzt, auch wenn die NRZ noch eindrucksvoll dmonstrieren muss, dass man im Jahr 2020 in Kleve noch immer nicht gebacken bekommt, ein simples Balkendiagramm sauber darzustellen.
    https://www.wp.de/archiv-daten/kommunalwahl-kleve-hier-gibts-aktuelle-wahlergebnisse-id230373192.html
    Und so wie es aussieht, bekommen wir eine Landrätin.

     
  3. 36. Anmerkung

    @32. Und tun Sie bitte nicht so, als wären die Spam-Mails mit diversen sexuellen Angeboten, die viele Männer und Frauen jede Woche erhalten, dasselbe wie die gezielten sexistischen Angriffe auf eine Frau, die zudem gerade als Landrätin kandidiert, also ein politisches Amt übernehmen möchte, das im Kreis Kleve bisher nur Männer inne hatten.

     
  4. 35. Anmerkung

    @32 Es sind keine Einzelfälle, sondern jeden Tag vier bis fünf, teilweise mit Klarnamen.

    Viele halten das Internet auch immer noch für einen rechtsfreien Raum.

    Das sind Männer, für die es das Wort Landrätin nicht gibt. Nicht jeder greift deswegen zu kriminellen Mitteln, aber einige offenbar schon.

     
  5. 34. jean-baptiste

    @30. Eine Wahlprognose
    genauso gewagt, aber der Realität geschuldet, wenn auch nicht in Allem unbedingt erhofft:
    Gebing-Northing
    Gorißen-Driessen

    es könnte aber auch genausogut ohne Stichwahl ausgehen, und dann sähe ich eigentlich die jeweils Erstgenannten vorn.

     
  6. 33. Guenther Hoffmann

    6 .S.Kater ) Ich habe da so meine eigene Polit Philosophie 🙄 Ich gehöre zu der Generation die 0 Angst vor der Zukunft hat. Wer allerdings einer friedlichen, lebenswerten Zukunft meiner Kinder im Weg steht ist mein Feind, völlig egal welche Farbe .Wenn da aber doch jemand ist der mir nur 🤏🏽 meines Wunsches an die Zukunft meiner Kinder bieten kann zu dem stehe ich ,der /die hat meine Stimme ,allerdings sehe ich da nichts, 00, Niemanden .😢By the way,☝🏽 für Kleve ich habe die Frau gewählt die meinen ehrlichen Respekt hat .😎.🍻

     
  7. 32. jean-baptiste

    @27. Escorial grün “gerichtete sexistische Angriffe”
    Die Möglichkeit, dass Frau G. schon ziemlich konkrete Vorstellungen hat, aus welcher politischen Ecke der (oder die) Täter komm(-t/-mmen) ist wohl noch bei niemanden aufgekommen?
    Es wäre wohl nicht das erste mal, dass der Täter aus (politisch) eigenem Hause stammt und so seinem Frust nachgibt.
    Aber grundsätzlich gesprochen, die Idee mit der Nachverfolgung der IP ist genial, aber darauf zu vertrauen, dass jemand seine eigene Kennung für solch kriminelles Unterfangen benutzt, ist leider sehr blauäugig.
    Ein auch nur ein wenig inventiver User dürfte da inzwischen schon Bescheid wissen, ja es gibt sogar offizielle Browser, die so etwas integriert haben, lateinische Werke halt. 🙂
    War da nicht auch mal ein Fall eines klever Azubi, der erfolgreich einen Webshop in den USA mitbetrieben hat und wo BKA, FBI und die niederländische Polizei fast 3 Jahre digital gesucht haben, bis er dingfest gemacht werden konnte, und der gerade erst in Frankfurt/Main angeklagt wurde?
    Da braucht man sich keine Illusionen zu machen, dass man solchem Dreck, wie bei der Landratskandidatin, entgeht, wenn man seine Spam-Einstellungen nicht entsprechend hoch einstellt.
    Gleiches gilt übrigens inzwischen auch schon für´s Telefon, bei dem man nicht mehr darauf vertrauen kann, dass bei böse wollenden Anrufern der Kennung zu vertrauen ist.

     
  8. 31. Elvira Rohra

    Es war und ist für mich ein unbeschreiblich, positives Gefühl, in einem freien, demokratischen Land, einfach und in Ruhe, als freier Mensch, bei freien Wahlen, frei zu wählen.

    Dieses Gut haben nicht viele Menschen auf dieser Erde. Wir müssen behutsam damit umgehen, und uns nie wieder diese wichtige Freiheit nehmen lassen.

     
  9. 30. Eine Wahlprognose

    Eine zugegebenermaßen gewagte Prognose

    Northing – Janßen

    Gorißen – Winkmann

     
  10. 29. Friedrich Muhs

    @27. Escorial grün Das hat, glaube ich, mehr mit der mentalen Wirkung auf die angegriffe Person selbst und die Öffentlichkeit zu tun. Eine Politikerin, die zur Polizei geht und gegen sie gerichtete sexistische Angriffe anzeigt, ist zunächst einmal das Opfer einer Straftat. Eine Politikerin, die gegen sie gerichtete sexistische Angriffe (mit Unterstützung ihrer Partei) publik macht, ist ein Opfer einer Straftat UND eine Politikerin, die sich nicht klein kriegen lässt, sondern sich zur Wehr setzt. Wichtig ist m.E., dass Menschen, die andere mit Hass und Sexismus angreifen, nicht die Chance bekommen Politikerinnen in die Knie zu zwingen indem sie betroffene Politikerinnen vor allem als Opfer und somit als schwach möglicherweise zu schwach für ein politisches Amt erscheinen lassen. Ich bin wahrlich kein CDU-Fan, aber es öffentlich zu machen und sich nach der Wahl um die juristische Seite der Angelegenheit zu kümmern, ist genau die richtige Entscheidung gewesen.

     
  11. 28. Anmerkung

    @27 Escorial Grün Sie regen sich über Silke Gorißen anscheinend mehr auf als über die Nachrichten-Schicker.

    Das gibt zu denken.

    Alle die von Ihnen aufgezählten Berufsgruppen wissen doch nun, dass Silke Gorißen die Leute anzeigt.

     
  12. 27. Escorial grün

    23, 24. Klar muss dieser widerliche Kram strafrechtlich verfolgt werden, aber ein Gang zur Polizeiwache vor der Wahl lenkt mehr ab als eine Kontaktaufnahme zur NRZ?
    Sie wird in Zukunft doch die Vorgesetzte von allen Polizisten im Kreis. Was glauben Sie, was sich die Beamten, aber auch Rettungssanitäter und pflegende in der Somatik und der Psychiatrie alles anhören müssen, bzw wie oft diese angespuckt, angegriffen werden.
    Oder fragen Sie mal einen Bundesligaschiri, der vermeintlich einen Verein verpfiffen hat.

     
  13. 26. Joseph Johann

    Vielen Dank für die umfängliche Betrachtung. Somit kann auch der Unentschlossene eine Wahl treffen. Wir werden nach dem heutigen Tag sehen, wie es in Zukunft um unsere Politik bestellt ist.

    Zum Erscheinungsbild und gewählter Bekleidung fällt mir Loriot mit folgendem Spruch ein:

    “Erst durch das Tragen von Uniformen macht das Militär jene kriegerischen Auseinandersetzungen möglich, die man gemeinhin als #Niederlagen# bezeichnet. Luftige Kleidung mit persönlicher Note zerstreut dagegen die Bedenken des argwöhnischen Feindes und verhilft zu schönen Überraschungen.”

     
  14. 25. Anmerkung

    Die Schwere einer Straftat beurteilt ein Gericht nicht danach, wann sie angezeigt wurde.

    Silke Gorißen steht da also nicht unter Druck.

     
  15. 24. Friedrich Muhs

    Politikerinnen, die gezielt während des Wahlkampfs mit Hass und Sexismus in sozialen Medien traktiert werden, sind in der Zwickmühle. Stecken sie Zeit und Energie in die Aufarbeitung der Angriffe, erreichen die Absender beabsichtigt oder unbeabsichtigt, dass die angegriffene Politikerin sich nicht mehr voll auf den Wahlkampf konzentriert. Wenn sie sich nach der Wahl darum kümmert, wird ihr das auch vorgeworfen so nach dem Motto „dann kann es ja nicht so schlimm sein!“

    Der CDU könnte der Vorwurf, sie nutze die Situation indem sie zwei Tage vor der Wahl mit den hassgetrieben und sexistischen Angriffen auf Frau Gorißen an die Öffentlichkeit geht, gemacht werden. Ich sehe das anders. Wer in welcher kriminellen Art und Weise auch immer angegriffen wird, hat dass Recht sich zu wehren.

     
  16. 23. Anmerkung

    @21 Escorial grün Das ist die Entscheidung von Silke Gorißen. So kann sie sich wahrscheinlich besser auf den Wahlkampf konzentrieren.

    Ich kann das gut nachvollziehen. Finde es bewundernswert, dass sie cool bleibt und ihren Wahlkampf durchzieht.

    Aber es ist vollkommen unerheblich, wie Sie oder ich oder jemand Anderes das sehen. Wichtig ist, dass diese Leute strafrechtlich belangt werden.

    Sexuelle Belästigung ist eine Straftat.

     
  17. 22. Max Knippert

    Ich kann mich 3. rainer nur anschließen.

    „10 gute Gründe zu wählen

    Weil es mein Recht und Privileg ist!
    Weil jede Stimme zählt!
    Weil andere entscheiden, wenn ich nicht wähle!
    Weil Wählen mein bester Schutz gegen Extremisten ist!
    Weil Nichtwählen aus Protest nicht funktioniert!
    Weil Wählen heißt, Verantwortung zu übernehmen!
    Weil ich aktiv die Politik beeinflussen kann!
    Weil auch ungültig gemachte Stimmen eine Aussage treffen!
    Weil Wählen Bürgerpflicht ist!
    Weil ich mit meiner Wahl entscheide, wer Bürgermeister wird!“

     
  18. 21. Escorial grün

    @Anmerkung
    Wenn ich derart beleidigt werde, und auch nur einen Ansatz sehe, diese abartigen Mails strafrechtlich verfolgen zu lassen (sie scheint auch Juristin zu sein!!!!), dann gehe ich sofort zur Polizei. Warum ausdrücklich darauf hinweisen, bis nach der Wahl zu warten. Verstehe ich nicht.

     
  19. 20. Justin

    Ist bekannt ob noch andere Politikerinnen im Kreis Kleve von Sexismus und Hass-Mails betroffen sind? Je exponierter eine Person ist umso stärker betroffen wird die Person sein, von daher wäre die Landratskandidatin am gefährdetsten. Es ist schon besonders widerlich, was da an schmutzigen Sachen über die sozialen Medien ungeniert abgelassen wird.

     
  20. 19. Anmerkung

    Die hässliche Seite des Wahlkampfes:
    https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-regional-politik-und-wirtschaft/kleve-schmutz-und-sexismus-attacken-gegen-cdu-kandidatin-72869744.bild.html
    https://www.nrz.de/staedte/kleve-und-umland/kleve-landratskandidatin-erhaelt-hassmails-und-pornobilder-id230358560.html

    Hoffentlich kriegt man alle diese A… dran. Da weiß manch einer wohl nicht, wie einfach er über die IP-Adresse zu identifizieren ist.

     
  21. 18. Thomas

    #13 Wüsste ich gerne:
    Gucken Sie sich den Beitrag bei den Wirtschaftsjunioren bei YouTube an. Alle drei haben sich nicht für ein Stop ausgesprochen.

    Frau Gorißen kann ja nichts gegen ihre eigene Partei äußern, somit ist Sie oft gezwungen Wege beizubehalten, die schon gegangen wurden. Gerne lässt Sie sich vom ehem. BM Theo Brauer unterstützen, welcher nach seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat der Sparkasse als Berater zur Volksbank wechselte.

    Herr Winkmann hat sich im Vorfeld scheinbar mit dem Besitzer des Flughafen getroffen und hat die Idee, die Infrastruktur zu erweitern mit einem Outlet, wenn ich mich recht entsinne. Da hätte man ja mal Pluspunkte sammeln können mit einer Haltung gegen die Millionenverschwendung!

    Bin mal gespannt was wir für ein Ergebnis bekommen. Ich tue mich schwer mit allen drei Kandidaten, aber Herr Winkmanns Beiträge und Ideen bei Facebook und co., sind doch recht kindlich naiv! Auch lässt er wohl nur unkritische Kommentare von Freunden bei Facebook zu!

    Somit sehe ich wie rd geschrieben hat, die beiden anderen Kandidaten deutlich vor Herrn W..

    Letzten Endes geht es doch allen um Macht, Geld (B-Besoldung) und eine ordentliche Pension!

     
  22. 17. Was war da los?

    @5. Klever „Jede noch so gute Idee aus der Verwaltung wurde von Gebing, Meyer Wilmes und ihren treuen Abnickern zunichte gemacht.“

    Können Sie Beispiele nennen?

     
  23. 16. Morgen ist‘s vollbracht

    @12. Wahl Kleve
    Heißt im Klartext Ein Rat mit FDP-, Grünen- und OK-Volksvertretern beamt uns ins 21. Jahrhundert? Da bin ich aber skeptisch, obwohl die CDU im Stadtrat alles dafür tut uns ins 20. Jahrhundert zurückzubeamen. Wohin uns eine bisher noch nicht im Rat vertretene Partei beamen möchte, möchte ich weder wissen noch ausprobieren (müssen).

     
  24. 15. Nl

    Um den „Wahlkampf in der City“ zu vervollständigen: am Elsabrunnen stand die CDU und etwas weiter höher die AfD, wo wir von einem Hern angesprochen wurden „darf ich Ihnen ….“ Ich habe den Herrn sofort unterbrochen „nein mit Sicherheit nicht“ Die Antwort war höhnisches Gelächter…….

     
  25. 14. Wahlkampf in der City

    Vor Mensing sieht man heute gegen 14.30 Uhr Northing und Weinrich am schon halb abgebauten OK-Stand in einem freundlichen, längeren Gespräch. Sonja Northing im sehr blauen Kurzmantel und natürlich mit dem neuen Hund. Udo Weinrich sehr legère in ausgewaschenen Jeans. Warum der Stand jetzt schon abgebaut wird, erschließt sich nicht auf Anhieb. Wahlkampf ist anstrengend, aber die Stadt ist voller Leute.

    Etwas weiter die Grünen, ohne Kandidat, natürlich, denn Rolf Janßen ist ja parteilos. Noch etwas weiter am FDP-Stand Rütter und ein Parteikollege, der Andrang hält sich in Grenzen. Würde Daniel Rütter gerne sagen, dass es positiv war, dass er sich auf kleveblog auch unabhängig von den Fragen geäußert hat, aber irgendwie ist es mir dann doch zu viel Parteinähe. Vielleicht liest er es ja hier. Sowohl bei den Grünen als auch auch bei der FDP jedenfalls noch keine Zeichen von Abbau des Standes.

    Den CDU-Stand habe ich nicht gesehen, aber der war sicher auch noch irgendwo.

     
  26. 13. Wüsste ich gerne

    @2. Guido Winkmann

    Ihren Wahlkampf haben Sie selbst bezahlt, um möglichst unabhängig zu sein. Das hört sich gut an. Im Gegensatz zu Frau Gorißen, die ihre eigene Meinung zum Airport Weeze nicht äußern kann, sollte diese von der CDU abweichen, und Herrn Driessen, der sich als Bürgermeister in Bedburg-Hau beim LVR-Wald von Investoren hat vor den Karren spannen lassen, können Sie zu beiden Themen ehrlich Ihre Meinung sagen.

    Also: Wenn Sie Landrat wären, würden Sie dafür oder dagegen sein, den Airport – sofern die Situation sich nicht zum Besseren wendet – weiterhin finanziell zu unterstützen?

    LVR-Wald: Wieviel vom Wald hätten Sie gerne im Nordteil (LVR-Klinikareal)?

     
  27. 12. Wahl Kleve

    Die Parteien:

    CDU: ???

    SPD: ???

    FDP: ? Außer über Herrn Rütter ist nicht viel bekannt, Herr Rütter macht aber den Eindruck als könnte er auf die Klever „Besonderheiten“ gut verzichten.

    Die Grünen: Die Erfahrungen der letzten Jahre sind nicht prickelnd. Die Nachwuchs-Grünen bringen hoffentlich frischen Wind in diese Fraktion. Jemand anderes an der Spitze der Fraktion wäre gut;

    OK: Sollen den Übergang von „Finger in die Wunde legen“ zu „wer macht mit uns zusammen Kleve bürgerfreundlich und fit für die Zukunft?“ vollziehen

    Alle anderen Parteien: keine Optionen

     
  28. 11. Chewgum

    @1 Guenther Hoffmann Hände aus den Taschen und wählen gehen! 😉

    Stellen Sie sich mal vor, keiner außer den Wählern einer bestimmten Partei geht wählen…

    Ein kleiner Spaziergang ist schön, das Wetter soll auch morgen sehr angenehm sein. ☀️

    Ab Montag übrigens wieder 🏖️

     
  29. 10. Anmerkung

    @rd Ach so, das Foto ist gemeint. Das ist in der Tat eine merkwürdige Position … auch beide Hände am Lenker sind nicht günstig.

     
  30. 9. rd

    Auf dem Foto „mobil in Kleve“ ist der Lenker in Brusthöhe.

     
  31. 8. Chewgum

    @3 rainer Was versprechen Sie sich davon?

     
  32. 7. Anmerkung

    Also, dass Rolf Janßen quasi vorm Lenker knien soll, ist Blödsinn. Aber er sitzt nicht am Amphitheater. Immerhin radelt er aber selber!

    Dass Gebing sich eines Stockfotos bedient, korrespondiert mit den leidenschaftslosen Antworten für kleveblog.

    Vorsicht Hund! Das gilt manchmal auch in der Politik 😉 …

    Aber alles besser als der Slogan ,in mit für Kleve’ … oder war es ‘mit in für Kleve’? Egal …

     
  33. 6. Schwarzer Kater

    @1. Guenther Hoffmann Ich sag mal so, wenn schon nichts dabei ist, was ich gerne wählen möchte, dann steht aber auf jeden Fall was auf dem Wahlzettel, was ich definitiv nicht im Stadtrat haben will.

     
  34. 5. Klever

    Winkmann macht Werbung in eigener Sache:)

    Also Sonja Northing hat einen Scherbenhaufen von TB übernommen und die Mehrheit im Rat gegen sich gehabt. Was daraus folgte war eine Verhinderungspolitik der CDU und Grünen vom feinsten. Jede noch so gute Idee aus der Verwaltung wurde von Gebing, Meyer Wilmes und ihren treuen Abnickern zunichte gemacht.

     
  35. 4. Dramaqueen

    Bemerkenswert finde ich vor allem, dass Peter Driessen mit einem Hund Werbung macht, obwohl er gar keinen Hund hat. Das finde ich als Hundebesitzer nicht besonders aufrichtig, ich finde, da nutzt Peter Driessen das fremde Tier aus, anders als Frau Northing oder Frau Gorißen. Frau Gorißen hat geschrieben, dass sie ihren Friso vor einige Jahren aus dem Tierschutz aufgenommen hat, das finde ich hingegen toll.

     
  36. 3. rainer

    Bei stetig sinkender Wahlbeteiligung, sollte man Nichtwähler einbeziehen. Liebe Nichtwähler, ihr könnt ja einen ungültigen Wahlzettel abgeben. Wählen ist einfach, irgendwo in deinem Wohnort steht plötzlich ein Schild “Wahllokal”, dat kann vorher der Vorraum vonner Krankenkasse gewesen sein oder ein Klassenzimmer vonner Grundschule. Morgen ist es ein Raum demokratischer Grundversorgung. Wählt! Oder geht hin und wählt nicht. Jeder kann seine Stimme abgeben, auch Nichtwähler (kreuzt einfach mehr als 10 Kästchen an), oder malt ein Kästchen mehr für Attila oder Ksavier.

     
  37. 2. Guido Winkmann

    Lassen Sie uns abwarten, was am Sonntag passiert. Alle sind gespannt! Auch die BILD… https://m.bild.de/sport/fussball/fussball/schiri-will-landrat-werden-winkmann-verzichtet-fuer-wahl-auf-dfb-pokal-72853318.bildMobile.html

     
  38. 1. Guenther Hoffmann

    ☝🏽..ich sehe das mal so, was die Kandidaten alles besonderes für die Gemeinschaft der Klever Bürger geleistet haben
    passt auf eine Serviette .. oder ? 😂 Die Sondierung der Klever Niederung mit dem 🚲 hat was 😁 und Tierliebe ist dem Klever nicht fremd .Ich suche allerdings immer noch nach einem echten Grund warum ich tatsächlich für die Wahl der Klever politischen “Creme de la Creme” 🙄 die Hände aus der Tasche nehmen sollte ? 🤔 😎