Tauismus

(Foto: Naturteich Kellen, Klaus Oberschilp) Wenn von einer gebrochenen Existenz die Rede ist, schwingt in diesen Worten meistens Mitleid mit, in dem Sinne, dass doch die zuvor unversehrte Existenz der erstrebenswerte Zustand sei, dem die Fragilität, die allem und jedem innewohnt, eben nur einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. – Aber was, wenn dieser Strich des Schicksals, verwinkelt, verrätselt, wie von einer manischen Hand geführt, zu einer neuen Anmut führt – und zwar nicht geradewegs auf den Chausseen der Bequemlichkeit –, einer Anmut, die uns verlockend scheint und zugleich mahnt, ob der Gefahr des darin Versinkens sich nicht allzu sehr anzunähern, sondern, wie bei einer Versuchung, der zu widerstehen schwer fällt, den Abstand zu wahren, wie bei so vielem anderen in diesen Zeiten des Umbruchs auch?

7 Kommentare

  1. Auch Risse und Spalten haben ihren Sinn. Manchmal sind sie erwünscht, manchmal nicht, je nachdem ob ich Holz hacken oder Schlittschuhlaufen will😺

     

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