Tage der Pflaumenkuchenkritik (2)

rd | 01. Oktober 2013, 18:25 | 14 Kommentare
Komplementärkonstrast durch Streusel

Komplementärkonstrast durch Streusel

Zeit, sich den wirklich wichtigen Dingen im Leben zuzuwenden: Pflaumenkuchen! Die Pflaume, laszive Frucht des späten Sommers, erfreut den Gaumen des Gourmets durch die fette Süße langer Sonnentage und erfrischt zugleich durch milde Säuernis. Danke, Evolution! Oftmals endet das Leben der asphyxisch-bläulichen Frucht auf einem Mürbeteigboden, doch beim Pflaumenkuchen gibt es feine Unterschiede. Welche das sind, wird kleveblog in dem zulassungsbeschränkten Masterstudiengang Plum Protection ergründen und mit wissenschaftlicher Vehemenz und Penetranz Tag für Tag neue Stücke durch den gutturalen Spectrometer jagen und dir, verehrter Leser, davon Zeugnis geben.

Heute: Bäckerei Heicks (Fischmarkt).

1,95 Euro kostet das Stück Pflaumenkuchen vom Blech bei der Bäckerei Heicks & Teutenberg am Fischmarkt. Dafür erhält der Käufer ein sehr appetitlich aussehendes Gebäckstück, welches den Weg von der Kuchentheke bis zum Bestelltresen sehr lang werden lässt und dem Kunden eine fast schon übermenschliche Selbstkasteiung abverlangt. Als Variante hat der Heicks’sche Kuchen ein Topping aus Streuselbröseln, die zusätzliche Brennwertakzente setzen – und durch den Komplementärkontrast eine beinahe schon expressionistisch anmutende Farbdynamik erzeugen. Das Auge ißt mit! Der Rührteig war im Bodensegment leider etwas zu sehr ausgehärtet, den Pflaumen wiederum hätte es gut getan, wenn sie ein paar Minuten länger am Baum verblieben wären. Trotz dieser marginalen Abstriche: Insgesamt ein sehr schmackhafter Mittagsimbiss. Um die Frage nach der Sahne gleich zu beantworten: Es gibt sie gratis. Der Autor übte sich allerdings in Askese.

Gesamtnote: 2- (gut minus).

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14 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 14. knecht

    @ Norbert Lamers

    „Wenn knecht behauptet, seine Frau würde für 1,95 € ein ganzes Kuchenblech backen…“

    Wenn Sie nicht lesen können, oder das Gelesene nicht verstehen, einfach mal (…). Das bringt mehr, als mir dummes Zeug zu unterstellen.

    Hier, extra für Sie meine Aussage: R.D., für dass Geld, was Du bis heute ausgegeben hast, hätte meine Frau mir ein ganzes Backblech mit Pflaumenkuchen gebacken…

     
  2. 13. Norbert Lamers

    @pd

    Sie sprechen mir aus der Seele.
    Wenn knecht behauptet, seine Frau würde für 1,95 € ein ganzes Kuchenblech backen, war er wahrscheinlich die letzten 15 Jahre nicht mehr einkaufen……….und seine Frau spricht nicht mit ihm.
    Aber hier gibt es wohl immer mehr Leute, die über alles immer etwas zu nöhlen haben….

     
  3. 12. Giuseppe Heuvens

    Noch nen Tipp für Kuchenfreunde – im Landgolfclub Moyland gibts herrlichen Heidelbeerkuchen ……

     
  4. 11. knecht

    @ 10

    Wie ich schon sagte, albern!

    Früher gehörte zu jedem Ladenlokal eine kostenintensive Backstube.

    Die kleinen Backöfen für die chemischen Teiglinge aus Fertigmischungen sind effizienter, als die großen Backöfen in den Backstuben.

    Personalkosten? Bei den gezahlten Hungerlöhnen ist dieser Begriff doch wirklich übertrieben. Fragt man einen Minijober (nicht nur beim Bäcker) nach Nachtzuschlägen, bezahlten Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kommt doch in den meisten Fällen nur ein Kopfschütteln heraus.

    Die Backbetriebe sollen sicher verdienen, aber nicht so hemmungslos. Wer bei diesen horrenden Preisen nichts merkt, soll weiter blechen. Ich nicht!

     
  5. 10. pd

    jetzt wo dus sagst @ knecht

    bäckereien und cafes sind wirklich paradebeispiele für den ausufernden turbokapitalismus. 1,95 für ein leckeres stück kuchen, also wirklich!

    da werden die mit sicherheit reich mit, schließlich bewegen sich raummiete, energie-, personalkosten etc. seit jahren gegen 0.

    wir sind die 99% .. weg mit den bäckern

    vorher geh ich jetzt aber erst noch nen stückchen kuchen futtern. dem blog hörig wirds wohls cafe linde

     
  6. 9. knecht

    @8

    Deine Logik find ich ein wenig albern.

    Das Jemand etwas verdienen muss ist steht außer Frage. Allerdings kann man es auch übertreiben.

     
  7. 8. pd

    knecht nach der logik könnte man den ganzen dienstleistungsbereich und gastronomie bereich ja einfach abschaffen.

    wer braucht hotels, zuhause schläft sichs billiger.
    wer braucht kneipen, beim aldi gibts nen ganzen sixpack für einsfuffzig
    wer braucht fensterputzer, meine Frau machts …..

    man muß auch gönne könne. sich selbst natürlich aber eben auch dem Bäcker, Fensterputzer, Kneipier…

    geiz ist ungeil also mehr pflaumenkuchen für alle !

     
  8. 7. rd

    @Knecht Es spricht nichts dagegen, private Objekte in den Test einzubeziehen!

     
  9. 6. knecht

    R.D., für dass Geld, was Du bis heute ausgegeben hast, hätte meine Frau mir ein ganzes Backblech mit Pflaumenkuchen gebacken und der war bisher immer nur lecker.

    P.S. gehst du zum Bäcker/Halsabschneider, vergiss die Kreditkarte nicht!

     
  10. 5. Guilleaume Heuvens

    @ 4

    Den besten Kuchen gibts im Cafe Amadeus am Kalkarer Markt – besser gehts nimmer …

     
  11. 4. fragender

    Heicks wird in meinen Augen komplett überbewertet. Viel Show um nichts.

     
  12. 3. Genervter Fisch

    Na ja, zum Oktoberfest soll’s eigentlich heißen:

    „Zwetschgendatschi………mei, san die guat!“

     
  13. 2. Jeckes Moers

    Herr Daute, hast Du schon Gelder bei irgend welchen Regierungsstellen für diesen Studiengang angemeldet? Mehr Geld für Bildung und dem Wissen rund um einen Pflaumenkuchen ist es allemal wert- mehr jedenfalls, als für Currywurst und dafür zahlt Dir jeder Politiker gerne etwas.

     
  14. 1. eat the Rich

    zu teuer…Punkt!