Spektakulärer Zwischenfall auf der Klever Schwanenburg: Ein Angeklagter überwältigte und verletzte zwei Justizbeamte, flüchtete aus dem Schwurgerichtssaal, rannte dann durch das weitläufige Gebäude, bis er ein Fenster fand, aus dem er in die Tiefe und in die Freiheit springen konnte. Justiz und Polizei eröffneten sofort die Fahndung, doch der Mann konnte noch nicht wieder aufgespürt werden (Stand 17:31 Uhr).
Der Vorfall ereignete sich gegen 15 Uhr. Im Innenraum der Schwanenburg liefen schon die Aufbauarbeiten für die Großveranstaltung „Tanz in den Mai“, die wenige Stunden später beginnen sollte. Die Verhandlung gegen den 35 Jahre alten Mann aus den Niederlanden, der wegen einer Automatensprengung angeklagt war, sollte nach einer Pause wieder aufgenommen werden.
Untersuchungshäftlinge werden in Handfesseln zum Gerichtssaal gebracht. Erst unmittelbar bevor die Angeklagten auf der Anklagebank Platz nehmen, werden die Fesseln abgenommen. Diesen Augenblick nutzte der Mann, um die beiden Beamten zu überraschen und niederzuringen. Einer erlitt Verletzungen am Knie, der andere am Arm, beide befinden sich derzeit in ärztlicher Behandlung.
Daraufhin rannte der Mann los und fand offenbar einen Ausweg aus der Burg. Das ist nicht selbstverständlich, denn der eigentliche Ausgang ist durch eine Vereinzelungsschleuse gesichert. Doch irgendwo in der Burg muss er ein offenes Fenster entdeckt haben, das er schließlich zu einem halsbrecherischen Sprung in die Freiheit nutzen konnte.
Die Verhandlung wurde ohne den Angeklagten zu Ende gebracht. Der Mann wurde in Abwesenheit wegen der Sprengung eines Geldautomaten zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt. Wenn er gefasst wird, wartet also eine lange Zeit im Gefängnis auf ihn.
Die Vorbereitungen für die Veranstaltung im Innenhof der Schwanenburg liefen wie geplant weiter.
Infos zum Prozess:
Strafverhandlung gegen einen 35-jährigen niederländischen Staatsangehörigen wegen vorsätzlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit Diebstahl mit Waffen in Tateinheit mit gemeinschädlicher Sachbeschädigung.
Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte am 08.02.2025 als Fahrer mit einem Pkw VW Golf zusammen mit drei unbekannten Mittätern in die Bundesrepublik eingereist und zu einer Bankfiliale in Eisenach gefahrensein. An dem Fahrzeug sollen zuvor entwendete Kennzeichen ange-bracht gewesen sein.
Aufgrund eines gemeinsamen Tatplans sollen die drei unbekannten Mittäter die Eingangstür der Bankfiliale aufgehebelt, an einem Geldautomaten Sprengstoff installiert und diesen aufgesprengt haben. Aus den Geldkassetten sollen ungefähr 93.000 Euro entwendet worden sein. An dem Gebäude soll ein Sachschaden von mindestens 91.000 EUR entstanden sein. Zudem soll ein vor der Bankfiliale geparktes Fahrzeug infolge der Detonation beschädigt worden sein. Die Täter sollen im Anschluss mit dem Pkw VW Golf in die Niederlande geflüchtet sein.
Der Angeklagte wurde von Niederlanden am Grenzübergang Goch überstellt und in der Bundesrepublik festgenommen.


Fenster mit Kindersicherung (abschließbare Griffe) werden schon so lange empfohlen. Die kosten doch wirklich kein Vermögen mehr.
Die Stadt Kleve rüstet derzeit stark auf im Kampf gegen renitente Bauern, altersschwache Rentner und falsch parkende Hausfrauen.
Kostet zum Glück alles nichts. Bezahlt alles der Steuerzahler.
@11. Zu
Wer hat denn überhaupt die „Task-Force Entenpolizei“ informiert?
Wer bezahlt diesen Einsatz?
Zwei Sicherheitsbeamte, ein regelrechter Justiz-Palast mit angeblich allen möglichen Sicherheits-Vorkehrungen….
Kein Problem offenbar für einen Straftäter, da mal eben die „Fliege“ zu machen.
Peinlich, peinlich, peinlich! Grüne Hemden ziu tragen, scheint wohl nicht ausreichend zu sein – eine gewisse körperliche, wohl anscheinend nicht überprüfte Eignung?, scheint wohl dazu zu gehören?
Letzten Juni, ich kam gerade 6h vorher aus einem Balkan-Urlaub zurück: Schlugen 2 Polizeibeamte, 2 martialische „Ordnungskräfte“ ( Ich würde sagen „Schlägertrupp“) der Stadt Kleve und 2 Mitarbeiterinnen der Kreis-Veterinär-Verwaltung bei mir auf.
“ Gefährdung der allgemeinen Verkehrssicherheit“, “ Möglicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz“ uvam wurde mir an den Kopof geworfen, mein Grundstück durchsucht, ich selbst wurde “ gesichert“ ( also immer davon abgehalten meine Hände benutzen zu dürfen…)
Was war passiert? Während meines Urlaubes fanden meine 2 Laufenten ein Loch im Zaun, verliessen das Grundstück und überquerten die Straße – 30er Zone in Düffelward – zum gegenüber liegenden Graben zum Grasen, gingen danach aber stets zurück auf’s Grundstück….
Es dauerte ca. 3 Monate – mit unzähligen Belegen, Nachweisen und Schriftverkehr – bis ich belegen konnte ( und mußte), dass ich keine Tierquälerei vorgenommen hatte und keinen aktiven störenden Eingriff in den Straßenverkehr in Düffelward vorgenommen hatte – „Fliegende Holländer“ im Dorf, seit über 40 Jahren polizei- bekannt und -geduldet, wenn sie mit 50-70 km/h durch’s Dorf rasen werden behördlicherseits vollstens geduldet –
Frage: Wo liegt nun der Schwerpunkt der Polizei-./ Sicherheitskräfte?
Task-Force „Entenpolizei“ – und dafür Diletantismus ins Sicherheitsfragen? 2 Beamte, 1 Angeklagter = Versagen auf totaler Ebene. An für sich normalste Bewachungsaufgaben können nicht erfüllt werden – schreit nach höheren Maßgaben zur Qualifikation; Ein“grünes“ Hemd zu tragen reicht wohl nicht mehr!
Schon der dritte Straftäter der aus der Burg während einer Verhandlung geflohen ist.
Gute Quote, lass dich in Kleve vor Gericht bringen dann kannst du von dort auch fliehen.
„…. die sich aber vor der Stadthalle verlor“
Wer aus dem Klever Amtsgericht flieht, muss sehen, dass er ganz schnell aus Kleve rauskommt. Auf dem Parkplatz an der Stadthalle könnte ein Niederländer angesprochen worden sein, der einem Landsmann vielleicht gerne einen Gefallen getan hat.
☝🏼 „Escape from the ( 🙈🙉🙊 ) 🦢 Castle“ frei nach „Edgar Wallace „mit Joachim Fuchsberger + Eddi Arend ( als Vollzug 🙄) der feste was a. d. 🔔 bekommt ,😢+ Flucht ⏩ NL 😳 ☝🏼 also, mein Klever Drehbuch steht. 👍🏼 😂 .. 🍻 🥳
@5.
🙂
Hat der „Entsprungene“ eventuell den Schwanenritter (im Kanal) nachgespielt?
😉
Der durch Krimis gebildete Hobbykriminelle hätte ja das Fenster geöffnet, wäre aber in der Burg geblieben und hätte in Ruhe alles abgewartet. Falsche Fährte! Aber der Spürhund der Polizei hatte am Gerwin Witterung aufgenommen, die sich aber vor der Stadthalle verlor. Das heißt, der Verbrecher ist tatsächlich aus der Schwanenburg gesprungen!
@3
Mmuuuh, wenn ich das Foto in der RP richtig interpretiere, wurde dem Angeklagten für seinen Auftritt im Prozess vermmuuuhtlich (versehentlich?) das weiße Gewand des Klever Schlossgespenstes übergestreift. Kein Wunder, dass der Angeklagte sich damit dünne, weil ungewöhnlich stark und unsichtbar machen konnte, mmuuuh, außer in der Geisterstunde von Mitternacht bis 1 Uhr. Mmuuuhtmaßlich hätten die Justizbeamten den Angeklagten deshalb am besten kurz nach Mitternacht wieder aufgreifen können, mmuuuh, beim Herumspuken in der oder rund um die Schwanenburg herum.
@3 rd
Und die (dann auch noch explizit herausgestellte) Eigenleistung beschränkt sich wie immer auf einen Satz -> „Das bestätigte ein Gerichtssprecher am Freitag auf Nachfrage UNSERER Redaktion.“ 😀
Man fragt sich, was der RP Journalist den Gericht-Sprecher gefragt hat. Vielleicht: „Haben sie den Kleveblog gelesen? Stimmt das? Oke danke, das reicht uns schon für paar neue Abos! Bis zum nächsten Kleveblog-Bericht dann!“
In der Wissenschaft nennt man das Abschreiben ohne Quellenangabe Plagiat. Und wenn ich mich richtig erinnere gab es auch im Journalismus mal die gute Sitte, das Ursprungsmedium zu nennen.
Ach warte . . . RP und gute Sitte . . . Ich Dummchen!
Nun auch von der RP auf kleveblog entdeckt und hinter der Bezahlschranke versteckt 😂
https://share.google/B2HKhQ2CXTjRJwg7H
Jemand, der an rücksichtslosen Automatensprengungen beteiligt war und den eine mehrjährige Haftstrafe erwartet, sollte grundsätzlich als Sicherheitsrisiko im Gericht eingestuft werden. Dann hätten die beiden Beamten vielleicht nicht so überrascht werden können.
Jetzt kann man fast noch sagen, dass es glimpflich ausgegangen ist. Auch wenn das Ergebnis alles andere als wünschenswert ist.
War der angeklagte Untersuchungshäftling durchtrainierter als die beiden Justizbeamten? 😉