Strafe für Klever Eltern, deren Kinder zur Realschule Kellen gehen müssen: 120 Euro (monatlich)

rd | 25. Mai 2011, 15:37 | 23 Kommentare

Während die jetzt überraschenderweise CDU bundesweit auf die Abschaffung der Hauptschule hinarbeitet, sind Eltern aus Kleve immer noch erschüttert darüber, wie die hiesige Verwaltung das Realschuldilemma behandelt. Bekanntlich hatte es weitaus mehr Anmeldungen gegeben als die 240 Plätze, die die Stadt sich an den beiden Klever Realschulen bereitzustellen in der Lage sah.

Einige Eltern konnten überredet werden, ihr Kind auf eine Hauptschule zu schicken, sodass die gefürchtete Realschultombola vermieden werden konnte – allerdings um den Preis, dass einige Eltern, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Realschule an der Hoffmannallee wohnen, damit konfrontiert wurden, dass ihre Kinder in Kellen unterrichten werden müssen.

Dies war für die Betroffenen als Nachricht schon unangenehm genug – doch jetzt sehen sie sich allen Ernstes noch gewissermaßen mit Strafgebühren konfrontiert, weil ihr Kind einer anderen Schule zugewiesen wurde: Denn die Schulbusfahrt nach Kellen ist nicht kostenlos, dafür wohnen die Oberstädter ganz knapp nicht weit genug von der Schule entfernt – 50 Euro kostet die Monatskarte. Überdies wird in Kellen der Ganztag durch einen Verein durchgeführt, sodass für die Nachmittagsbetreuung weitere 70 Euro anfallen, die berufstätige Eltern wohl oder übel zahlen müssen. Macht in Summe 120 Euro monatlich, die zusätzlich dafür zu bezahlen sind, dass das eigene Kind auf eine Schule geschickt wird, die man eigentlich gar nicht wollte!

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23 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 23. Machen Sie sich keine Sorgen!

    Methoden zur Befüllung der Hauptschulen mit Schülern.

    Ich hab noch einen, den man m.e. reingelegt hat.

    Das Kind mit Realschulempfehlung sollte man doch erst einmal zur Sicherheit bei der Hauptschule anmelden und dann könne man später immer noch wechseln- kein Problem, so hieß es!

    Anschließend kam dann eine lange Nase, von wegen Elternwille usw. Das Kind wird nun wohl auf einer Hauptschule dahin vegetieren müssen, obwohl es auf die Realschule gehört, aber dort gibt es plötzlich keinen Platz mehr, weder in Kleve noch in den umliegenden Kommunen.

     
  2. 22. Jens-Uwe Habedank

    Wartet noch jemand auf die Anmeldebestätigung zur Schule für sein Kind oder bin ich der einzige?

     
  3. 21. Dickschaedel

    Bitte alle Schüler und Studenten mit dem Teil ausrüsten mit Iphone G4 und Apps
    http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/kleve/nachrichten/stadtrundfahrt-so-faehrt-man-mit-dem-segway-1.1306476

     
  4. 20. kleverjugend

    Die 120 Euro sind natürlich ein harter Brocken, dass kann man nicht anders sagen.
    Aber zum Thema Radweg Oberstadt – Kellen: ist es zu viel verlangt, das Rad in der Fußgängerzone zu schieben? Ich musste früher auch jeden Morgen mit dem Rad dort hoch und nachmittags runter. Den Zeitvorteil holt man durch’s Fahren echt nicht heraus.

     
  5. 19. Der Laie

    es scheinen hier doch noch einige, einen verklärten Blick auf die eigene Jugendzeit zu haben.
    Als Schülerlotse hatte ich noch an der Kreuzung Lindenallee/
    Hoffmannalle im Wechsel, einen problemlosen Lotsendienst.
    Bei der heutigen Verkehrsdichte würde ich mir dies auch als Erwachsener nicht mehr zutrauen.

    Es ist natürlich, nachhaltiger für die Entscheidungsträger
    in Politik und Verwaltung in Klinkerwüsten und Betonköpfe
    Verzeihung Betonplatten zu investieren als in eine ausgereifte Schulbuslogistik.
    ” Zufriedene Eltern und Großeltern werden es Ihnen hoffentlich danken.”

     
  6. 18. Reiner von Mosel

    zu 6
    Nein Jens-Uwe, das kann nicht richtig sein, denn das setzt eine ganz andere Bewustseinsebene voraus. Der korrekte Fachausdruck sollte Dummheit lauten.

    Ich habe ein entsprechendes Beispiel. Die eigene Überprüfung der Wegstrecke ergab eine Unterschreitung der Mindestlänge. Doch dem Antrag wurde zugestimmt. Einem Nachbarn, 200 Meter weiter( erhatte die Mindestlänge) wurde die Ablehnung geschickt.

    Erstaunlich wie sích auch der Sinn für Verkehrssicherheit nach der Grundschule und anstehender Fahrtkostenerstattung wandelt. Die Empfehlungen von Herrn Baumgarten, Erzieherinen und Lehrer für einen sicheren Schulweg verlieren beim Geld plötzlich an Bedeutung.

     
  7. 17. Dickschaedel

    Bin früher von Weeze bis nach Goch geradelt
    AB November bis Februar gab es für mich die Fahrt mit dem Bus.

     
  8. 16. Bratz

    Nicht zu letzt ist es für die Bildung immer besser, die Zeit in oder für die Schule zu verbringen, anstatt auf dem Weg dorthin. Kurzer Schulweg heißt: ausgeschlafen zum Unterricht, mehr Zeit für den Unterricht und die Schulaufgaben. Auch wenn darunter die Abhärtung der “guten alten Zeit” leidet.

    Was die Kosten der Beförderung zur Schule betrifft: Pendlerpauschale

     
  9. 15. Schnellfrust-Kunde

    Insider

    Aufgrund der Verkehrsdichte., des schlechten Radwegenetzes und der Unerfahrenheit der 5. und 6.Klässler im Verkehr würde ich mich hüten die Kinder von der Oberstadt mit dem Rad zur Kisters-Realschule fahren zu lassen. Eine sichere Verbindung gibt es rinfach nicht!

    Über das Thema (Schul-)Busverkehr sollte man sich einmal separat unterhalten. Nur soviel: Die Veolia(NIAG) sollte ihren Kunden lieber den Fahrpreis auszahlen, anstatt ihn zu kassieren.

     
  10. 14. stopsi1900

    @Insider:
    Doch es gibt einen Radweg von der Oberstadt in Richtung Kellen:
    Von der Hoffmannallee an der Linde links ab bis zur Kreuzung Krankenhaus, dann links in Richtung Bedburg-Hau und dann wieder links über den Klever Ring in Richtung Kellen.
    Echt toll für 10-jährige Mädchen und Jungs!!!

     
  11. 13. Insider

    @lottakind
    Gibt es keinen anderen Weg in die Unterstadt oder was soll das heißen? Wundert mich doch sehr welche Argumente manche Leute hier auf den Tisch zaubern. Mittagessen müsste an der Realschule Oberstadt auch gezahlt werden. Also mal gar kein Argument.

     
  12. 12. lottakind

    Mit 120 Euro kommt man nicht hin.Ohne die Busfahrkarte sind jeden Monat 93 Euro fällig .Betreuungskosten und Mittagessen.Die Busfahrkarte kommt noch hinzu.In der Oberstadt wohnen mehrere Alleinerziehende Mütter die arbeiten gehen und auf eine Betreuung angewiesen sind.Jeder Hartz 4 Empfänger bekommt Vergünstigungen ,aber wir die arbeiten nicht.Dann sollten die Politiker sich mal Gedanken machen wie man diesen Müttern helfen kann.
    Ich bin als Kind auch jeden Tag bei Wind und Wetter zur Schule gelaufen.Meine Mutter konnte mich damals auch mit ruhigem Gewissen gehen lassen.Wir wohnten auf dem Land und alle Kinder gingen in die gleiche Richtung.Heute werden die Kinder vom Rad gezogen usw.Kürzlich der Vorfall in der Kavarinerstrasse vor einer Bäckerei.
    Die Eltern deren Kinder nun nach Kellen gehen dürfen nehmen alle Kosten in Kauf ,damit ihr Kinder eine gute schulische Ausbildung bekommen.Denn auch diese ist wichtig für das weitere Leben ihrer Kinder.
    @Insider
    Kinder die von der Oberstadt nach Kellen fahren müssen ist es nicht erlaubt die Stadt runter zu fahren-Fussgängerzone.Die Polizei steht dort regelmässig und es kommt vor dass die Kinder dann zur Kasse gebeten werden.

     
  13. 11. KlePeter

    Natürlich gibt es auch Räder in der Fahrradfahrer freundlichsten Stadt Deutschlands… Ach nee, das war wohl nicht Kleve.

     
  14. 10. Sansibar

    Als betroffenes Elternteil, würde ich mich ganz sicher auch ärgern, als nicht betroffenes sage ich auch…es gibt gute Räder und Regen hat mich noch nie umgebracht!
    Gut, im tiefsten Winter ist es natürlich auch nicht so gut..
    mann kann es sehen wie man will…
    die Kohle ist natürlich heftig,wenn man 120 hätte sparen können!
    und…heute hat keiner 120 mal eben so über…
    würde mich auch ärgern…

     
  15. 9. MalWasSag

    Das Problem ist wohl eher städtisch.
    Auf dem Land ist man das von früh auf gewohnt.
    Wir mußten auch ab dem 4. Schuljahr jeden Tag bei Wind und Wetter mit dem Fahrad 3,6 km hin und 3,6 km zurück.
    Eine Busfahrkarte hätte auch nichts genutzt da es keinen Bus gab.

     
  16. 8. Bratz

    @ Insider

    Dann setzt man die Kinder zur Abhärtung und optimaler Berufsvorbereitung an der Hoffmannalle in den Schulbus nach Kellen, um dann direkt mit dem Auto oben an der Strasse bei Quatier Wurst zu hole. Anschließend ins Büro, wo der Dienstwagen wartet, der einen zum “Außentermin” im Klever Stadtgebiet bringt.

    Und das, obwohl Herr Daute anschaulich aufgezeigt hat, wie gut und sicher Klever Radwege sind, besonders für Kinder aus der Oberstadt mit Ziel Kellen.

     
  17. 7. Meiner Einer

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

    Die Problematik der Busfahrkarte gibt es schon seit Jahren. Ich habe zum Beispiel eine bekommen, mein etwas jüngerer Bruder dann nicht mehr, hätte statt zum KAG dann ja auch zum Sebus gehen können und dann wäre die Entfernung zu kurz gewesen. So ist das im Leben nun mal. Bin übrigens trotzdem täglich mit dem Rad gefahren. 🙂

    Und was die Betreuung angeht: Die Eltern wissen ihre Kinder gut aufgehoben, AG´s werden angeboten, Hausaufgaben gemacht. Das kostet eben. Im Leben gibbet eben nix umsonst. KiTa, KiGa und Babysitter gibt es auch nicht umsonst. Hauptsache meckern.

    PS: Ich wäre froh, wenn der Kindergarten meines Sohnes nur 120,00 Euro im Monat kosten würde….

     
  18. 6. Jens-Uwe Habedank

    Für die Ausstellung von Schülerfahrtkarten ist ja das Amt 40 der Stadt Kleve zuständig. Hier hat man wohl immer wieder eine eigene Sicht der Dinge. Dazu mal zwei Beispiele aus meiner Nachbarschaft:
    1) Beantragung einer Schülerfahrkarte von Düffelward zur Hauptschule Rindern: Der Mutter wurde erklärt, dass es keinen Sinn mache eine solche zu beantragen; die Strecke wäre zu kurz ( 2,5 km?)um genehmigungsfähig zu sein. Die Mutter hat aber trotzdem den Antrag gestellt -und der mußte positiv beschieden werden, weil die Strecke bei 3,8 km lag und es daran auch nichts herumzulamentieren gab.
    2) Beantragung einer Schülerfahrkarte von Düffelward zum Stein: Hier, wg. Oberstufe, gitl die 5km-Grenze. Dem Vater wurde erklärt, dass ein solcher Antrag nur negativ beschieden werden könne, da die Strecke ja deutlich unter 5km sei. Im übrigen gelte auch die Strecke nicht zum Stein, sondern zum KAG, da dies die nächste Schule gleicher Schulform sein ( Die Tochter geht aber schon 6 Jahre auf’s Stein und man ist umgezogen…).Und KAG sei ja auch deutlich unter 5 km…
    Der Vater hat den Antrag gestellt – und es mußte positiv beschieden werden. Die Strecke zum Stein beträgt 6,83 km (mit dem Bus via Bahnhof sogar 8,14). Die Strecke zum KAG 7,5 km.

    Frage: Wieviel Eltern lassen sich von der Antragstellung abhalten, wenn sie solche, offenbar ge- und verlogene, Informationen bekommen?!”Made in Kleve”…
    Wonach nun (korrekterweise) der Schulweg berechnet wird, werdne muss, ist mir nicht ganz klar. Die einen sprechen von “kürzester Strecke” – und interpretieren dann ob zu Fuß oder auf öffentlichen Straßen. Die anderen gehen von der Entfernung Bushaltestelle-Bushaltestelle und somit Verkehrsweg aus. Da scheint jede Behörde, jeder Sachbearbeiter doch recht eigene Auslegungen zu praktizieren – je nach Lust und Laune ( wie bei der Wegstreckenermittlung)

    Noch ein Fall aus dem Kreis: 18-Jährige Tochter, Schülerin FOS am weißen Tor, muss 2 x die Woche in den Kindergarten nach Nütterden und wohnt in Materborn. Es gilt die 5km-Grenze. Zum Weißen Tor mit der Fiets, ist klar, aber auch nach Nütterden? “Ja” sagt das Kreisschulamt: Man kann ja von Materborn aus durch den Reichswald nach Nütterden; jeden Morgen dann um 07.15h …das sei halt die “kürzeste Strecke”!

     
  19. 5. Insider

    Ja das ist ärgerlich für die Eltern, die neben der oberen Realschule wohnen und deren Kinder jetzt zur unteren Realschule müssen. Sicher ist hier auch unglücklich abgelehnt worden: Es wurde nicht nach dem Wohnort sondern nur nach der Grundschule geschaut.

    Aber warum MUSS ein Schulkind, das die weiterführende Schule besucht, für einen Schulweg von rd. 3 Kilometern (OHNE Moritzpark !!!) dennn überhaupt eine Busfahrkarte haben? Ich bin zu meiner Schulzeit auch quer durch die Stadt geradelt, bei Wind und Wetter … geschadet hat es sicher nicht.

    Ja, es ist ärgerlich wegen der Nähe zur Realschule und die Kosten für die Betreuung in Kellen sind noch viel ärgerlicher – weil man die Betreuung an der oberen Realschule für nix gehabt hätte. Aber das mit der Busfahrkarte finde ich übertrieben. Lasst uns alle aufpassen dass unsere Kinder nicht zu sehr in Watte gepackt werden. Denn schließlich werden sie es demnächst im Berufsleben auch nicht!!!

     
  20. 4. clavinius

    @ iprimus38

    Mir auch nicht! 🙁

     
  21. 3. ralf.daute

    @Flügelstürmer Richtig, der kürzeste Fußweg!

     
  22. 2. Flügelstürmer

    Und wie wird diese zu knappe Wegstrecke durch die Verwaltung berechnet?
    Durch den Moritzpark und dann den steilen Weg runter zum Hallenbad. Da freuen sich die betroffenen Eltern und Kinder sicherlich auf die dunkle Jahreszeit.

     
  23. 1. iprimus38

    mal sehen welche kommentare hierzu geschrieben werden… mir fällt dazu auf jeden fall nix mehr ein.. ist ja schon der knaller….;-(((