Pleustophytenkreuzer MS Theo d’oro: Möge die Schlacht beginnen!

Goldener Theo: Ein Engineering Specialist der USK, der aus Gründen der nationalen Sicherheit unerkannt bleiben möchte, legt im Blaumann letzte Hand an, bevor die Fahrt in die grüne Hölle beginnt

Goldener Theo: Ein Engineering Specialist der USK, der aus Gründen der nationalen Sicherheit unerkannt bleiben möchte, legt im Blaumann letzte Hand an, bevor die Fahrt in die grüne Hölle beginnt
Goldener Theo: Ein Engineering Specialist der USK, der aus Gründen der nationalen Sicherheit unerkannt bleiben möchte, legt im Blaumann letzte Hand an, bevor die Fahrt in die grüne Hölle beginnt

Der Gegner ist heimtückisch, er operiert völlig lautlos und sucht die sichere Deckung einer für Menschen in hoher Dosierung absolut tödlichen Molekülverbindung. Er kennt nur ein Ziel – den fröhlichen Ruf von Kleve als „Stadt am Wasser“ zu ruinieren. Würde der Feind obsiegen, müssten Generationen von Klevern von ihrer Heimatstadt als „Stadt an der Pleustophytenpampe“ sprechen.

Es gab in der ruhmreichen Geschichte der Stadt nur einen, der angemessen und beherzt auf diese Gefahr zu reagieren wusste: Bürgermeister Theo Brauer entwarf, baute und schickte auf Einsatzfahrt ein in der Welt einmaliges Wasserfahrzeug, welches den Kampf mit der tückischen Spoykanalbiomasse aufnahm. Dem großen Lenker zu Ehren tauften die Stadtwerke den versatilen Pleustophytenkreuzer MS Theo d’oro („Goldener Theo“).

Obwohl der Feind in der 2015er-Kampagne stark dezimiert werden konnte, nutzte er eine mehrmonatige Verschiebung des Sonneneinfallswinkels, um sich zu sammeln und schlug zu Beginn dieses Jahres mit einer nicht für möglich gehaltenen Stärke erneut zu. Auf der Gegenseite zollten die Wechselfälle des Schicksals auf den verschiedenen Einsatzfahrten ihren Tribut: Die von den unermüdlichen Einsatzfahrten im Feindgebiet schwer beschädigte MS Theo d’oro lag fest vertäut am Kai der Hochschule und wartete, zur Untätigkeit verdammt, auf Ersatzteile und neue Präzisionswaffen.

Jetzt aber verspricht die Admiralität der Umweltbetriebe, den Kampf wieder aufzunehmen!

Speziell geschulte Marinemechaniker der USK-Servicedivision haben das Unmögliche vollbracht und eine innovative Waffentechnologie installiert, ein so genanntes laser guided multi speed conveyor belt („Förderband“), das in einem kontinuierlichen Prozess den Gegner aus dem für ihn gewohnten und vertrauten Umfeld herausreißen und ihn im Lichte einer permamenten UV-Exposition zur Strecke bringen soll. Derzeit arbeitet Bürgermeister Sonja Northing als Oberbefehlshaberin aller galaktischen Streitkräfte in ihrem unterirdischen Combat Room die neuen Einsatzpläne aus, so dass es vermutlich schon in wenigen Tagen heißen kann: Möge die Schlacht beginnen!

kleveblog wünscht der Besatzung in der grünen Hölle vor allem Stärke – und natürlich immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

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8 Kommentare

  1. 8

    In #6. weißt Stefan Schuster zu Recht darauf hin,
    daß der Truxor regelMäßig an Land “krabbeln” muß.
    Dabei wird die Böschung massiv beschädigt.
    Doch beschränkt sich das auf jeweils wenige Meter
    und auf insgesamt nur 2 oder 3 Stellen.
    Mir scheint das angemessen.

    Eine andere Konsequenz ist,
    daß er nur zwischen WorcesterBrücke und Kaskade eingesetzt werden kann.
    Denn “darüber” geht der NaturSchutz vor
    und “darunter” ist das Ufer mit seinen SpundWänden für ihn unerklimmbar.

    Deshalb sorgt auf dem unteren Abschnitt
    – ober- und unterhalb der HochSchule –
    weiter ein mehrKöpfiges Team der USK auf der oben bespöttelten “goldigen” EigenKonstruktion für einen sauberen SpoyKanal.

    Alle zusammen machen m.E. einen prima Job !
    Herzlichen Dank allen zu Wasser und zu Land, die daran mitwirken !!
    und besonderen Dank, daß trotz der großen Technik auch die kleinen Nester der BleßRallen etc. geschont werden !!!

     
  2. 7

    @6
    Mmuuuh, Herr Schuster, mmuuuh. Dann verstehe ich auch, warum in der Broschüre, deren Link ich noch nicht wiedergefunden habe, von Amphibienpanzern die Rede war, die auf dem Land mit Gummiketten fuhren, während im Wasser Schneckentriebe für den Vortrieb sorgten, mmuuuh. Vermmuuuuuhtlich, weil diese Schneckentriebe keine Druckstöße verursachen und daher wohl tierweltschonender sind, mmuuujuuh. Außer für Stoer den Frieden und so, mmuuuh. Weil Stoer von Schneckentrieb angesaugt und durch ebendiesen Schneckentrieb gedreht = Kaviar, mmuuuh?! Oder nicht, mmuuuuh? Jedenfalls lassen Bronstein und Semendjajew mit dieser Gleichung, die die Zerlegung des Stoers in inkrementell kleine Teilchen beschreibt, aus Russia lassen grüßen, mmuuuuh!

     
  3. 6

    Unbestreitbar, die Einsätze des Truxors sind eine Erfolgsgeschichte. Die Kosten/Nutzen Bilanz ist überwiegend positiv, die Nachteile müssen im Auge behalten werden. Nachteile? Es gibt 2 davon.

    Erstens muss der Truxor die eingesammelte Biomasse entsorgen, dazu muss er an bestimmten Stellen die Uferböschung hinauffahren und dabei 2-3 laufende Meter Böschung zerstören – sichtbar am Kermisdahl zwischen Worchesterbrücke und Kaskade. Zweitens ist der Truxor laut, das Hauptgeräusch entsteht durch durch die Schläge der umlaufenden Gummiketten des Antriebs auf die Wasseroberfläche. Wasser leitet Schall sehr gut, die Minidruckstöße sind geeignet, die Tierwelt auf und unter der Wasseroberfläche zu stören. More Research needed.

    Trotzdem ist der Truxor ein Beweis, dass moderne Methoden punktuell in die Stadtverwaltung einziehen können. Es dauert halt nur drei Jahre.

    Kleine Anekdote: Ich hatte mal mit einem Truxorfahrer während seiner Frühstückspause geredet und ihn im Scherz gefragt, ob ich mit dem Gerät mal schnell eine Runde drehen dürfe. Hat er vehement abgelehnt. Guter Mann, pflichtbewußt.

     
  4. 5

    Mmuuuuh, kleine Nachfrage, mmuuuh!
    Wegen der vielen, vielen Beiträgen um den AfD-Zank hat rd es wohl vergessen, mal wieder etwas zum Thema Spoykanal zu schreiben, mmuuuubuhhh. Das hat jetzt die RP getan, mmuuuh:
    https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-der-truxor-5000-befreit-den-spoykanal-von-algen_aid-45171075
    Mmuhh, wenn ich den RP-Artikel aber so lese frage ich mich, ob sich da nicht jemand seinen Häuptlingsschmuck mit einerganzen Reihe fremden Federn aufhübscht, mmuuubuuuh. In meinem Blog Nr. 4 hier von 2016 hatte ich doch schon genau auf die Reinigungsverfahren hingewiesen, die der Truxor laut RP nun erfolgreich verrichten tut, mmuujuuuh.
    Und irgendwann um diese, bei dreijähriger Halbwertszeit lange zurückliegende Zeit, mmuuuh, ich glaube sogar, es war schon 2015, mmuuuh, hatte ich sogar mal einen Link zu einer Broschüre gesetzt, in dem sogar einAmphibienpanzer wie der Truxor abgebildet war, mmuuuh. Warum claimt der Häuptling von Brabant(er Strasse) diesen eigentlich bekannten Stand der Gewässerreinigungstechnik nun allein für seinen Stamm und sich, mmuuubuuuh? Das finde ich nicht fair, mmuuubuuuuh. Das bringt mich um meine wohlverdiente, besonders große Kraftfutterration, mmuuubuuuh! So etwas macht ein guter Häuptling nicht, mmuuubuuuh!

     
  5. 4

    Dieser Pleustophytenkreuzer wird seine Schlacht wohl nie gewinnen können, weil hier ohne all zu viel Überlegung (und wohl auch kaum zur Freude der Steuerzahler und des Landesrechnungshofes) einfach drauf los gebaut wurde. Ein besser geeignetes Boot läßt sich hingegen für ca. EUR 1500.- je Kampfwoche mieten. Ein solches Boot kann mit einem Mähkorb, der in etwa doppelt so breit wie der Conveyor des Pleustophytenkreuzers ist, die Unmengen an Pleustophyten auch unterhalb der Wasseroberfläche (schaue von der Hafenstraßenbrücke in beide Richtungen und weiter spoyauf – also am Brücktor, am Königsgarten, an der Luisenbrücke und am Echo sowieso) abmähen, aufsammeln und am Ufer (zum Aufsammeln und Beseitigen) ablegen. Mit dem Mähkorb kann das Mietboot auch die Pleustophytenflöße, die sich die Wasservögel gerne basteln, um damit spoyab zu schippern, bei nur geringer Oberflächenbedeckung zusammenschieben und am Ufer ablegen. Der Pleustophytenkreuzer wird hingegen so viel länger und weiter unterwegs sein müssen bis schon wieder spoyauf genügend Nachschub gelöst hat. Und als dritte Möglichkeit kann an das Mietboot auch noch ein Schleppmesser angehangen werden und der Boden im Bereich der ehemaligen Bundeswasserstraße abgemäht werden. Zwei oder drei Wochen Miete bei ggf. zweischichtiger Nutzung des Mietboots und das Pleustophytenproblem wäre für eine Saison weitgehend gelöst. In schlimmen Jahren kann ja noch einmal im Spätsommer eine Woche nachgesorgt werden. Und wenn das Mietboot ausgiebig ausprobiert wurde und es sich bewährt, kann sogar über den Kauf eines solchen Bootes nachgedacht werden – sofern auf Dauer tatsächlich billiger als vielleicht einen Monat im Jahr mieten. Demgegenüber werden die eher aussichtslosen Schlachten des Pleustophytenkreuzers wohl noch viel Blut der Steuerzahler kosten.

     
  6. 3

    Die Stadt Kleve scheint gerne besondere Anforderungen an ihre technischen Einrichtungen zu stellen. Man gewinnt den Eindruck, ein Ersatzteil ist schneller an der ISS im Weltraum als wenn die Stadt Kleve eines benötigt. Erst stand dieser unfassbare City-Train kaputt rum, es ermangelte an einem Ersatzteil, jetzt dieses hochtechnisierte Motorschiff. Was für ein Ersatzteil benötigt bitte Monate? Oder möchte der Engineer nicht (nur) aus Gründen der nationalen Sicherheit nicht erkannt werden?

     
  7. 1

    ……………………und sollte die Arbeit erfolgreich abgeschlossen werden, wäre den Alt-Initiatoren anstatt nach Ameland eine Reise -Schleuse und zurück- zu gönnen, als Anerkennung für ihr unermütliches Schaffen
    zum Wohle unserer Stadt.