“Mögliche strafrechtliche Relevanz” – weitere 8 Fragen der SPD

rd | 29. März 2010, 14:40 | 27 Kommentare

Uiuiui, da kommt viel Arbeit auf den schweigsamen Landrat Wolfgang Spreen zu. Die Kreis-SPD hat eine neue Fragensalve abgefeuert, diesmal will sie wissen, was es mit dieser merkwürdigen Parkplatzgeschichte auf sich hat. Hier das Dokument des (aufklärerischen) Schreckens:

Sehr geehrter Herr Landrat,
im Rahmen der öffentlichen Diskussion über das rasante Wachstum der Flugbewegungen und der gestiegenen Passagierzahlen wurde bekannt, dass Parkplatzflächen außerhalb der eigentlichen Flugbetriebsfläche von 614 ha des “Euregionalen Zentrums für Luftverkehr, Logistik und Gewerbe” von der Flughafen Niederrhein GmbH angemietet worden sind. In diesem Zusammenhang wurden Zweifel an der Vergabepraxis geäußert, die eine mögliche strafrechtliche Relevanz begründen.
Die SPD-Kreistagsfraktion wünscht eine lückenlose Aufklärung dieses Vorganges und fragt deshalb den Landrat:
1. Stimmen die Andeutungen in der Presse, dass das angemietete Grundstück außerhalb der eigentlichen Flugbetriebsfläche liegt?
2. Weshalb sind die innerhalb des “Euregionalen Zentrums für Luftverkehr, Logistik und Gewerbe” vorhandenen Flächen für ein weiteres Parkplatzangebot nicht mehr vorhanden?
3. Wie sieht die Verwertung der Gesamtfläche aus?
4. Hat die FN beim Kauf (Überbieten des ursprünglichen Anbieters) auf irgendeine Art und Weise mitgewirkt?
5. Welche Beziehungen bestehen zwischen der FN-Geschäftsführung und dem Grundstückskauf?
6. Wer hat den Auftrag zur Anmietung des Grundstückes erteilt?
7. Bestehen bei der FN Konzepte, den riesigen Flächenverbrauch für Parkplätze durch alternative Abstellmöglichkeiten zu schaffen (Bau eines Parkhauses durch einen Investor)?
8. Teilt der Landrat die Auffassung der SPD-Fraktion, dass durch die bekannt gewordenen negativen Vorgänge das Ansehen der FN Schaden zu nehmen droht?

Mit freundlichen Grüßen Roland Katzy (Vorsitzender), Torsten Rupp (Geschäftsführer)

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27 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 27. pd

    hr hr

    “Guten Tag, …….Mit einer Anzeige in dieser Beilage erreichen Sie unsere Leser am Niederrhein von Elten bis Düsseldorf. Und das zu einem sehr günstigen Tarif….

    Mit freundlichen Grüßen
    WAZ Mediengruppe – MedienSales@Service”

    keinen euro dem unsymphaten.

     
  2. 26. RumsdieKuh4Ever

    Heute war die Spitzenkandidatin der SPD in Weeze.

    „Ich kann den Investor zwar nicht beurteilen, aber ich gehe davon aus, dass er seinen Vertrag erfüllt.”

    Norbert Killewald erinnerte an den Fragenkatalog zur Airport-Parkfläche…..Killewald: „Viele Bürger haben kritische Fragen.” Dieses Thema wurde aber weder von Hannelore Kraft noch von Ludger van Bebber aufgegriffen.

    Na sowas aber auch!

     
  3. 25. pd

    kleiner zusatz noch:

    wie es der zufall will klopfte die woche der kurier am sonntag an um anzeigefläche zu verkaufen. nicht zuletzt weil ich den kommentar von herrn kolsberger sehr gelungen fand geht jetzt ein teil des werbebudgets in richtung emmericher straße.

    wenn der nrz lui das nächste mal anruft wirds nichts geben, hat man wenigstens ein bisschen das gefühl am längeren hebel zu sitzen (wo wir gerade bei kindereien ala handyfotos, prostata usw. sind)

    Ätsch 🙂

     
  4. 24. ralf.daute

    Zwei Kleinigkeiten: Erstens: Der Landrat ist, aus welchen Gründen auch immer, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Niederrhein GmbH, und Herr van Bebber wurde ja auch nicht müde zu betonen, dass alles mit “den Gremien” abgestimmt sei. Zweitens: Das mit dem Handyfoto habe ich auch nicht verstanden. Es war eine Pressekonferenz und keine Geheimveranstaltung! Da waren zwei TV-Teams, die ihre Kamera die ganze Zeit mitlaufen ließen, und der liebe Kollege regt sich auf über ein Handyfoto, auf dem er nicht mal richtig zu erkennen ist (danke, Apple, für die miese Kamera!)?!

     
  5. 23. pd

    @messerjocke

    gewisse mindeststandards gerade beim personla sollten ERST RECHT gelten wenn zur anschubfinanzierung viele steuermillionen benötigt wurden, deshalb hinkt das beispiel pd und messerjocke pfeffern ihr sauer verdientes erspartes irgendwo rein auch ein wenig.

    übrigens heißt fähiger manager für mich auch nicht zwangsläufig dass jede grauzone bis zum letzten ausgenutzt werden muß. es ist keine schande ordentliche löhne zu zahlen, mitarbeiter unbefristet einzustellen und sich auch sonst für vernünftige arbeitsbedingungen einzusetzen, da sollte in gewissen kreisen endlich mal ein umdenken stattfinden.

    ich persönlich kann aber kaum beurteilen ob van bebber gute oder wenige gute arbeit leistet. aber selbst ich kann beurteilen dass sowohl zeitarbeitsfirma als auch grundstücksgeschäft fragen aufwerfen und das ist es was mich so richtig nervt. ich erwarte von einer tageszeitung ein mindestmaß an recherche. ich habe gerade bei der nrz aber eher das gefühl es werden persönliche eitelkeiten gepflegt ” wie böse, ich bin mit einer handykamera aufgenommen worden..” ui ui ui wie wichtig. auch dass die spd völlig berechtigte fragen stellt ist alles aber mit sicherheit kein grund zur häme.

    von dem bild im artikel will ich gar nicht anfangen, man könnte meinen herr peters hätte gerade einen lebensretter ablichten lassen und nicht jemanden der mitarbeiter für 7,50 zwischen flughafen und salatputzen hin und her schickt.

    was beim grundstück raus kommt wird man sehen. wenn mans in die hände des zur genüge angesprochenen schreiberlings legt so oder so wahrscheinlich nichts.

     
  6. 22. KlePeter

    @Messerjocke: In §9 Abs. (2) AÜG ist die Klausel mit dem Traifvertrag (=6 Worte) zu streichen und schon haben wir den Gleichstellungsgrundsatz (sog. equal pay und equal treatment) gesetzlich geregelt.
    Daher ist das Gesetz gar nicht so doof. Es ist nur durch Nachbessserungen im Jahr 2004 kaputt gemacht worden.
    Ich bin mir aber nicht sicher, ob die heutigen Lobbyistenclubs zulassen werden, dass die Bundesregierung diese Klausel streichen wird.

     
  7. 21. Markus -Peters- ist - der - Grösste

    @pd

    Das Wichtigste hat Du vergessen. Wenn Herr van Bebber nicht mehr für den Kreis tätig ist, wieso wusste das die SPD nicht?

    Im Kelleraum ihres Oppositions-Gefängnisses dürfte sich doch ein Aktenvermerk, einen RP-Artikel oder eine Information der Kreisverwaltung finden, welche über das Ausscheiden im Jahre 2005 informiert. Oder sah man etwa keine Notwendigkeit dieses unter dem Punkt Personalveränderungen zu erwähnen?

    Wenn dem so ist, hat man 4 Jahre lang die Parteien und ganz sicher die Öffentlichkeit an der Nase herum geführt, da alle davon ausgehen mussten, dass Herr van Bebber selbstverständlich letzten Endes die Interessen des Kreditgebers zu vernünftigen Entwicklung des Airports vertritt. Gerade auch hinsichtlich dieses 26,5 Millionen Kredites.

    Ich glaube kaum, dass die Opposition still gehalten hätte, wäre sie sich bewusst gewesen, dass der Babysitter van Bebber die Seite gewechselt hat.

    Da bin ich mal gespannt, ob sich hier jemand meldet, der mehr darüber weiß beziehungsweise mich korrigiert. Im Voraus vielen Dank!

     
  8. 20. Messerjocke

    @pd: Unser Flughafen ist zum Glück so entwickelt worden, dass er langfristig nicht zu irgend einem Teil dem Kreis oder sonst einer öffentlichen Hand gehört. Das geht i.d.R. nämlich voll in die Hose.

    Zum Anschub war viel, sehr viel Geld nötig, dass von allen Seiten eingebracht wurde. Der Kreis hat zur Hilfe einen Kredit zur Verfügung gestellt (Bürgschaft m.w. nicht möglich) und die anderen Gesellschafter ebenfalls große Mengen Geld, dass von Banken oder sonst wo her kommt. Lassen wir den Punkt mit der Herkunft des Geldes erst mal weg (…)

    Das der Herr van Bebber nun als Geschäftsführer dieser GmbH, verantwortlich den Gesellschaftern (und Mitarbeitern) gegenüber für den Geschäftserfolg, alle Möglichkeiten im dem Rahmen, den die Gesetzgebung bietet nutzt, ist einfach seine Pflicht. Wenn wir zwei, pd und ich, all unser Erspartes dort reinpfeffern würden, wen würden wir als Geschäftsführer und Hüter unserer Pinunsen einsetzen ? Einen von der Linkspartei oder der SPD oder einen fähigen Manager ?

    Ironie der Geschichte: Die Gesetze, bzw. die Lücken in den Gesetzten, die diese üblen Spielchen mit der Leiharbeit erst ermöglichen, kommen übrigens von einer SPD+Grüne Regierung und werden m.w. momentan aufgebessert, um genau solche Schlecker-Modelle zu verhindern.

    Grundstück: Wir werden sehen, wie das gelaufen ist. Vor allem würde mich interessieren, wie der Flughafen an die Informationen kam, aber die Handlung an sich ist schon ok, wenn nicht sogar brillant.

     
  9. 19. pd

    ändert das die sachlage so erheblich? fakt ist doch dass der flughafen nicht unerheblich vom kreis kleve gestützt wird. mich würde in dem zusammenhang schon interessiern wieviel gewinn beispielsweise agello macht, was die zeitarbeitswettbewerber sagen, haben die überhaupt eine chance geschäfte mit dem flughafen zu machen?
    das nach tarif irgendwas um 7.50 gezahlt wird glaube ich jetzt einfach mal, wäre selten dämlich wenns nciht so ist. aber wie sieht es mit dem arbeitsklima sonst so aus wenn nur die führungskräfte beim airport beschäftigt sind? wer muckt kann gehen? werden überstunden ausgezahlt? werden die arbeitszeiten fair erfasst?

    und wo man gerade dabei ist, gut 50 leute arbeiten fest beim flughafen, nochmals rund 60 kommen als saisonarbeiter. ist eine quote von über 50% zeitarbeitern wirklich so normal? und was ist mit den restlichen angeblich 1000 arbeitsplätzen? auch alles so tolle mal-hier-mal-da-und-alles-für-siebenfuffzich jobs?

    was diesen markus peters angeht kann man nur mit dem kopf geschütteln. was ist das für ein journalist der sich scheinbar diebisch darüber freut dass es keine story gibt?!
    ich muß zugeben dass ich nicht ohne tageszeitung kann. der kurze flirt mit der nrz hat sich jedenfalls erledigt. ein jubelfoto und einen bericht der eher an eine werbeanzeige erinnert. dazu triefen die zeilen nur so vor schadenfreude dass sich spd und rd vermeintlich zu weit aus dem fenster gelegt haben. wie unprofessionell ist das denn!

    dann schreibt er noch was davon dass einem privaten investor ein grundstück vor der nase weggeschnappt wurde. jo, von einem anderen privaten investor der jetzt gute geschäfte mit dem flughafen macht. für herrn peters und die nrz alles kein problem, kein anhaltspunkt für gemauschel, alles in bester ordnung.

    die welt ist schön.

     
  10. 18. Bernd Derksen

    @Jens-Uwe Habedank
    Da die Stundung sämtlicher Zinsen und Zinseszinsen bis zum 31.12.2010 vereinbart ist, ist es sicher nicht zinslos. An verschiedenen Stellen heißt es “marktübliche Konditionen”.

    (Aber wer weiß… vielleicht sind es “marktübliche Konditionen” für Anschubfinanzierungen sonst nicht existenzfähiger Flughäfen… 😉 Aber nach Ansicht des “Kreises Kleve” dürfte es die Bürger des Kreises Kleve nix angehen, zu welchen Konditionen ihr Geld verliehen wird … ) 😉

     
  11. 17. Markus-Peters-gibt-nicht-auf-Fan

    @Messerjocke

    Ja, der ”dezent” platzierte Umstand, dass Herr van Bebber seit 2005 ausgeschieden ist, ändert natürlich die Sachlage erheblich.

    Da kann die SPD natürlich nur noch ””einpacken”” und die Segel streichen.

    PS: Auch ich kann mich nicht erinnern, dass das Ausscheiden damals vom Kreis kommunziert wurde, aber vielleicht guckt ja mal jemand in den Archiven nach.

     
  12. 16. GWD

    Der Kommentar von xyz trifft in der Tat auch nach meiner Meinung die wunden Punkte.

    Unabhängig davon, ob man Befürworter oder Gegner des Flughafens ist, wird man einer öffentlichen Hand Geschäfte in einer Grauzone nicht durchgehen lassen können, auch unabhängig davon, ob dies strafrechtlich relevant ist oder nicht. Dabei ist der Vorwurf einer möglichen strafrechtlichen Relevanz zum gegenwärtigen Zeitpunkt ohnehin eine unnötige Verschärfung der Tonlage durch eine plump und unglaubwürdig handelnde und lediglich effekthaschende SPD.

    Was fehlt, kann nur der Landrat bieten: eine sachlich fundierte Aufklärung durch Vorlage nachvollziehbarer Fakten. Ist dies nicht möglich, dann sollte Landrat Spreen zumindest plausible Gründe dafür liefern, sonst fällt ein denkbar schlechtes Licht auf seine Partei und er hilft nur der SPD.

     
  13. 15. Jens-Uwe Habedank

    „Wir möchten kein Geld verdienen, sondern die Ressourcen optimal ausnutzen.“ – so LvB in der NRZ…

    Okay:1) Warum ist er dann Gesellschafter von Agello? 2) Warum pachtet man ein Grundstück wenn man 6,5 ha Fläche hat? Nur mal zwei Fragen…

    Hr. Peters mag zwar nicht der Pressesprecher des FN sein – Hofberichterstatter scheint aber nicht weit entfernt zu sein. Erst gar nichts, dann die Häme über eine schlecht informierte Fragerunde aus der SPD, das macht schon nachdenklich.
    Wenn man den NRZ-Artikel liest, kommt man auch auf Dinge die dort nicht gesagt werden: Wann ist denn nun das arbeitsvertragliche Verhältnis zwischen Kreis und LvB genau aufgelöst worden, rückwirkend oder was? “Es besteht nicht….” – ja, das ist genau heute, und wann bestand es?
    Im Großen und Ganzen bleibt es dabei: Da werden im Jahr Mio gescheffelt, die am Flughafen, gefördert durch (zinslose?) öffentliche Darlehen, vorbei gehen und in anderen Taschen landen – nicht gerade optimal…

     
  14. 14. Messerjocke

    Der Kommentar von XYZ hat’s in sich.

    Kreis und die Gesellschafter des Flughafens sind tatsächlich froh, wenn sie nicht mehr voneinander abhängig sein werden. Die Politik oder eigentlich m.w. nur die SPD stellt Forderungen (wie war das noch, mit den 51% Anteilen ?) die aus Sicht eines privaten Investors schon nicht mehr komisch sind. Da muss man erst richtig Angst um das liebe Geld der Bürger bekommen, wenn sich solches Gedankengut …

    Der Flughafen wird nicht nur deswegen alles daran setzten, mit nun erfolgversprechenden Zahlen und den nötigen Genehmigungen zum Flugbetrieb, das Geld zur Umschuldung von einer gewöhnlichen Bank zu bekommen.

    Auch der Kreis bzw. die Politik wird froh sein, wenn man aus der Nummer raus ist (Begründung lasse ich mal ausfallen).

    Da kommen schlechte Nachrichten natürlich für beide Seiten nicht gut an. Desto mehr in der Öffentlichkeit schmutzige Wäsche gewaschen wird, desto problematischer kann z.B. die Aussicht auf eine Finanzierung über irgend eine gewöhnliche Bank sein (immer im Hinterkopf: Beide, Politik und Flughafen möchten sich eigentlich so schnell wie möglich von einer gegenseitigen Abhängigkeit lösen). Dies erklärt für mich auch, warum so zögerlich kommuniziert wird.

    Na ja, dass die NRZ jetzt erst auf den Zug aufspringt hat schon überraschend lange gedauert. Da musste man seitens der SPD wohl erst mal die Telefone bei der NRZ-Redaktion heiß laufen lassen. Das ist das gleiche Spiel wie mit der RP und CDU, nur umgekehrt aber keineswegs besser. Nebenbei: Deshalb lehne ich persönlich ein Abo der NRZ genau so ab, sowie eins der RP, der Süddeutschen, der … usw. usw. Das ist m.e. alles übler, überflüssiger Propaganda-Mist.

    Mir war übrigens gar nicht bekannt, dass van Bebber schon länger nicht mehr für den Kreis im Rennen ist. Nicht nur diese neue Erkenntnis -sofern sie denn stimmt- ändert für mich doch einiges, wenn nicht sogar alles.

     
  15. 13. Kiste

    “Ich bin absolut auch pro Flughafen. Der Airport bietet für den doch recht strukturschwachen Niederrhein Entwicklungspotenzial ”

    Das täte eine Bahnlinie Duisburg-Nijmegen auch.
    Dafür würde der Kreis aber niemals 26 Mios. geben, geschweige denn auch nur 1 Cent.

    Lieber lässt man Draisinen fahren.

     
  16. 12. Bernd Derksen

    Nein, Herr Peters von der NRZ agiert nicht als Pressesprecher von Herrn van Bebber … 😉

    http://www.derwesten.de/nrz/niederrhein/Flughafen-Niederrhein-betreibt-Zeitarbeitsfirma-id2806050.html

     
  17. 11. Bernd Derksen

    (letzter Versuch, vorheriges bitte löschen)
    @Meiner Einer
    >Letztendlich konnte der Flughafen nur diesen bisherigen Weg gehen, da der Kreis und somit der Steuerzahler für Kredite bürgen und im Falle einer Pleite mit einem Betrag X geradestehen müssen. >

    Die Stadt Weeze bürgt für 3 Millionen Euro Kredit. Der Kreis agiert s e l b s t via zwischengeschalteter und wohl nur noch zu diesem Zweck existierender Gesellschaft als K r e d i t g e b e r . Von zusätzlichen Bürgschaften des Kreises habe ich noch nichts gelesen.

    > Das Gelände rund um den Flughafen bietet soviel Platz, da hätte man auch dort einen Low-Cost-Parkbereich machen können. >

    Offensichtlich hat man einzig einen möglichen Konkurrenten ausschalten wollen. Als Ralf Daute es öffentlich machte, wusste man sich nicht anders zu helfen, als die Übernahme des Konkurrenten-Modells zu verkünden. Zumindest drängt sich mir dieser Verdacht auf.

    > Schade ist nur, dass lediglich die SPD die ganze Sache aufgreift. >
    Ja.

    > Dass CDU und FDP sich nicht zu Wort melden, rechne ich den Wahlen im Mai zu. >

    Ich nicht.
    Aufklärung ist nach dem Selbstverständnis vieler Politiker dann nicht bzw. nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu leisten, wenn man selbst bzw. eigene wichtige Akteure betroffen sind bzw. in der Verantwortung stehen. Daher schweigt die Mehrheitsfraktion noch. Für mich kein Ausweis sonderlicher demokratischer Reife. (Dies ist keine parteipolitische Bewertung, da bin ich sowieso in keinem Lager, sondern eine machtpolitische, die anderswo für SPD & Co. ebenso gilt.)

     
  18. 10. Wim Heuvens

    Selbst ich als Flughafen-Nichtbefürworter bescheinige L.v.B. eine ausgezeichnete Arbeit, vorausgesetzt, die Angestellter werden menschenwürdig bezahlt.

     
  19. 9. Killerplautze

    “Airport-Geschäftsführer Ludger van Bebber hat heute Nachmittag auf unsere Anfrage deutlich gemacht, daß es bei der Anmietung der Parkplatzflächen keine Mauscheleien gegeben habe. Zwischen ihm und dem Verpächter gebe es keine persönlichen Verflechtungen, so van Bebber”.

    “Es handele sich vielmehr um ein klares käufmännisches Geschäft des Airports.”

    Quelle: Stimme der DDR, pardon Antenne Niederrhein

     
  20. 8. Jens-Uwe Habedank

    Die Frage nach den wirklich Beschäftigten ist super! Genau das ist es – es werden quasi von Amts wegen Zahlen ( hier für die Jobmaschine) in Umlauf geworfen und alles stürzt sich ehrfürchtig darauf….Wieviel sind’s nun wirklich? Werden der Landrat (weil im Aufsichtsrat) und andere mitgezählt? Erst wenn man die Fakten und tatsächlichen Zahlen kennt kann man abschliessend urteilen – solange aber solche Blendwerke betrieben werden bleiben Befürchtungen, zurecht!

     
  21. 7. Meiner Einer

    @ xyz:

    Ich bin absolut auch pro Flughafen. Der Airport bietet für den doch recht strukturschwachen Niederrhein Entwicklungspotenzial und somit die Aussicht auf Wachstum und somit auf die Schaffung von Arbeitsplätzen. Vor diesem Hintergrund sollte man den Verantwortlichen dort aber nicht alles durchgehen lassen und mit dem Hinweis auf Jobs etc. abwiegeln.

    Letzentlich konnte der Flughafen nur diesen bisherigen Weg gehen, da der Kreis und somit der Steuerzahler für Kredite bürgen und im Falle einer Pleite mit einem Betrag X geradestehen müssen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass man den Verantwortlichen (und das nicht nur am Airport) genau auf die Finger sieht. Das Gelände rund um den Flughafen bietet soviel Platz, da hätte man auch dort einen Low-Cost-Parkbereich machen können. Der Airport in Düsseldorf hat das ganze ja vorgemacht. Hätte man gut kopieren können. Warum sucht man nicht einen Investor für ein Parkhaus. Das Hotel am Flughafen soll ja schließlich auch nicht in Eigenregie gebaut und bewirtschaftet werden.

    Der Flughafen steht hier nicht zur Disposition, sondern das Handeln einiger weniger verantwortlicher Leute dort. Nur weil LvB sich eventuell unrechtmäßig bereichert oder irgendjemand Betriebs- oder Dienstgeheimnisse ausplaudert, wird nicht der Flughafen geschlossen. Was machen wir denn, wenn an der Sache nichts dran ist und LvB ganz regulär in Alterspension geht? Den Laden dicht??

    Schade ist nur, dass lediglich die SPD die ganze Sache aufgreift. Dass CDU und FDP sich nicht zu Wort melden, rechne ich den Wahlen im Mai zu. Als CDU- und FDP-Anhänger (je nachdem, wer das aktuell bessere Programm hat) finde ich die Resonanz trotzdem schwach, solche Mißstände gehören, egal welcher Farbe man nachhängt, aufgeklärt. Aber wahrscheinlich wurde ein großes Schweigen seitens der Nassauer Allee verhangen.

     
  22. 6. DÜSSELDORFER

    @RD: Der Flughafen selbst hat (Bilanz 08) 54 festangestellte Mitarbeiter (6 Angestellte, 48 im gewerblichen Bereich) – fehlen nur noch 1046

    Hachja – man kann ja auch mal 5 gerade lassen ! Die werden schon irgendwo
    “IHRE” 1046 Leute haben (vielleicht auch in den Akten) oder vielleicht
    meinten die ja auch “insgesamt” werden 1100 Menschen beschäftigt – also
    incl. Polizei und Lieferanten und Piloten/Flugpersonal und so…..Übrigens
    such ich noch nen Job (vielleicht Undercover beim Flughafen a la Wallraff?)

    Bleib dran RD !

     
  23. 5. Kassenpatient

    @ralf.daute

    “…..– fehlen nur noch 1046”

    Wie hiess noch mal gleich dieser Ärzte-Funktionär, der Studenten anmietete, diese im weissen Kittel Doktor spielen liess und gegen die pöhse Ullalala Schmidt demonstierten, und diese Nummer den Medien als Ärzte-Protest verkaufte?

    😎

     
  24. 4. ralf.daute

    @xyz Bleibt die Frage, wie die FN GmbH von zweimal 700.000 Euro Gewinn (2008/2009) 26,5 Mio. Euro zurückzahlen will. Betriebswirtschaftlich vermutlich nur mit einer Überweisung aus den niederländischen Antillen zu lösen. Ach ja, und die 1100 Menschen möchte ich auch noch mal nachgerechnet wissen. Aber das macht keiner… Der Flughafen selbst hat (Bilanz 08) 54 festangestellte Mitarbeiter (6 Angestellte, 48 im gewerblichen Bereich) – fehlen nur noch 1046

     
  25. 3. Kiste

    Beschäftigt Swertz eigentlich Zeitarbeiter?

     
  26. 2. Jens-Uwe Habedank

    Ist doch mal endlich was: Es wird nachgefragt und hoffentlich auch nachgehakt – Klevebog sei Dank!
    Kurier am Sonntag hat’s aufgegriffen, bleibt zu hoffen dass die anderen Druckerzeugnisse demnächst wacker und wackerer sind wie vielleicht aucht mal die Linke und die Grünen…

    Das wär’ schon mal ein Super Start in aufklärerische Zeiten…

     
  27. 1. xyz

    Wahnsinn, wie sich die SPD derzeit förmlich vor lauter Aktionismus überschlägt!!! Samstag noch der Infostand in der Fußgängerzone mit dem heißen Thema “Gesundheitsreform – SPD kann alles besser” und fast vollständiger Spitzenbesetzung vor Ort und nun wieder ein Schreiben. Was ist das los? Man könnte meinen, wir hätten Wahlkampf 😉

    Was ist dem Herrn Katzy über die Leber gelaufen? Möchte er politisch gesehen höhere Weihen erreichen?

    Bei allem Geschimpfe und gejammere hinsichtlich des Flughafens sollte man folgendes bedenken:
    – ist die Idee für den externen Parkplatz daraus entstanden, dass dort ein Konkurrent drohte, dem Flughafen wichtigen Umsatz zu nehmen. Somit wurde reagiert, was eine logische Konsequenz ist. Das naheliegenste für die Info über einen Kaufinteressenten mit seiner Geschäftsidee ist doch wohl, dass der Verkäufer dies an entsprechender Stelle Publik gemacht hat, um seinen Profit zu steigern. Logisch, oder? Und es ist doch hier im sozialistischen Kleve mehr als verwerflich, dass er einfach an den höherbietenden verkauft hat. Herr Heuvens, ich bitte um den ersten Stein!
    – bietet der Flughafen derzeit 1.100!!!!!!! Menschen Arbeit!!! Und davon sind dann vielleicht 100??? über die Zeitarbeit beschäftigt. Möchtet Ihr erreichen, dass wir von 1100 auf Null kommen?
    – können wir froh sein, hier einen funktionierenden Flughafen zu haben. Es gibt in Deutschland einige Flughäfen die für die betreffenden Gemeinden und Kreise ein Millionenloch geworden sind und für die jetzt dringend Investoren gesucht werden. Wer möchte, einfach mal einen symbolischen Wert bieten oder versuchen, was man noch so als Bonbon dazu bekommen kann. Ich glaub beides wäre möglich.
    – ist der Termin für die Rückzahlung weder überschritten, noch gefährdet. Und ich kann mir nur sehr gut vorstellen, dass der Flughafen die Summe zum Termin zahlt. Vor allem, um den Kreis endlich nicht mehr im Boot zu haben.