Hochschule zieht positive Corona-Bilanz: Studenten weg, Betrieb läuft

Kein Studierender, nirgends
Virtuelles Frühstück: Dr. Oliver Locker-Grütjen (Präsident), Prof. Jörg Petri (Vizepräsident für Studium, Lehre und wissenschaftliche Weiterbildung), Prof. Dr. Tatiana Zimenkova (Vizepräsidentin für Internationales und Diversität), Michael Strotkemper (Kanzler), Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters (Vizepräsident für Forschung, Innovation und Wissenstransfer) (Foto: HSRW)

378 Tage ist es her, da präsentierte die Hochschule Rhein-Waal auf Facebook ihre Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus: Präsident Dr. Oliver Locker-Grütjen und Kanzler Michael Strotkemper hatten sich vor einem Desinfektionsmittelspender fotografieren lassen, der im Foyer des Audimax aufgestellt worden war.

Niemand hatte sich damals vorstellen können, wie gewaltig der Einschlag durch die sich rasend verbreitende Erkrankung tatsächlich sein würde.

Gestern nun, also recht genau ein Jahr nach jenem denkwürdigen Fototermin, lud die Hochschule zu einem Pressefrühstück, das allerdings infolge der Pandemie virtuell abgewickelt werden musste. Das Präsidium um Locker-Grütjen zog die Bilanz eines Jahres, das die Einrichtung vor ungeahnte Herausforderungen stellte. Das Fazit indes viel grundsätzlich positiv aus: Die Studenten sind zwar weitestgehend verschwunden, aber der Betrieb läuft.

„Wir konnten nicht sofort digital“, sagt Professor Dr. Tatjana Ziemenkova, dass für Internationales zuständige Präsidiumsmitglied. Die Herausforderungen für die junge Hochschule waren auch andere – wie lässt sich beispielsweise eine virtuelle Veranstaltung durchführen, wenn die Studenten in fünf oder sieben Zeitzonen zu Hause sind?

Die Digitalisierung macht vieles möglich, aber eben auch nicht alles. Ziemenkova: „Mit Kommilitonen am Spoykanal zu sitzen und Gitarre zu spielen, das kann man im digitalen Raum nicht ersetzen.“

„Es findet wenig bis gar kein Studentenleben statt“, sagt denn auch Locker-Grütjen. Seit einem Jahr laufe die Hochschule im „geschützten Kernbetrieb“ mit Präsenz nur da, wo sie unbedingt erforderlich sei und natürlich unter Wahrung aller Vorsichtsmaßnahmen. Ein Hochschule, so der Präsident, sei mit Sicherheit ein potenzieller Hotspot.

Kanzler Strotkemper hob hervor, dass mittlerweile 80 Prozent der HSRW-Beschäftigten im Home Office arbeiten. „Die Frage ist: Holen wir die zurück?“, so Strotkemper. Immerhin benötigt die Hochschule so weniger Büroraum, und sie wird auch als Arbeitgeber für Menschen interessanter, die den Gang in die Provinz scheuen.

Auch Professor Dr. Jörg Petri, das für Studium und Lehre zuständige Präsidiumsmitglied, beschäftigte sich schon mit der Zeit danach: „Was wollen wir zurück haben?“ Für ihn steht fest: „Es wird in absehbarer Zeit kein zurück zum status quo vor Corona geben.“

Wie sich das ganze zahlenmäßig auswirkt, darüber liegen der Hochschule nach deren Aussage noch keine Erkenntnisse vor. Die Regelstudienzeit sei verlängert worden, viele Studierende befänden sich in einer „Warteschleife“, sodass man noch nicht sagen könne, wie viele das Studium infolge von Corona abgebrochen haben, so Locker-Grütjen.

Die Zahl der neuen, von außerhalb Europas kommenden internationalen Studenten (der Löwenanteil der Ausländer) ist um rund ein Drittel zurückgegangen. Angesichts der Tatsache, dass man mit 7500 Studenten ohnehin an eine Grenze angelangt sei, treffe dieser Rückgang die Hochschule allerdings nicht so hart, führte Locker-Grütjen aus. „Im kommenden Wintersemester planen wir unsere Planzahlen wieder zu erreichen“, so der Präsident.

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33 Kommentare

  1. 33

    Wenn Miissstände existieren, gehören die veröffentlicht und, wenn möglich, auch quantifiziert. Soweit bin ich d’accord mit @rd und auch mit der enttäuschten Dame.

    Aber man möge mir meine ärgerliche Ungeduld verzeihen, wenn ich als alt Alt-68er die Art und Weise kommentiere, wie die von Dozenten- und Hochschulwillkür Betroffenen reagieren. Ich sehe keinen ernsthaften Versuch, abseits von zornig-resignierenden Wortbeiträgen in sozialen Medien etwas zu erreichen. Bin ich blind? Wo bleiben Kreativität und Kawuppdich? Schließlich leben wir in einer Demokratie, das ist Rahmen der Gesetze Vieles möglich. Naming and Shaming beispielsweise.

    Ich habe noch keine Plakate in der Innenstadt gesehen à la
    “Gesucht: Mein HSRW Mathedozent, Herr (Name).Letztes Lebenszeichen vor18 Monaten. Sachdienliche Hinweise zum Aufenthalt unter 02821-….”
    mit einer lautstarken Meute von Enttäuschten davor. Sowas ist völlig demokratisch und geht (oh Wunder) auch ohne sich hinter einem Tor-Entrypoint und/oder einem Pseudonym zu verstecken. Ich frage mich seit vielen Jahren, warum das in Kleve studierende und wohnende Jungvolk politisch derart unsichtbar ist.

    Der Vorwurf an mich: “Studierenden vorzuwerfen sie würden “haten” oder lediglich “Dampf ablassen” ist nicht nur herablassend sondern entzieht einer gesamten Generation die Legitimität ihrer Meinung(en).”

    Jawoll, das lasse ich genau so stehen, das ist wenigstens mal eine Reaktion auf meine Provokation!

     
  2. 32

    @26. und 29. Stefan Schuster Ein junger Mensch kritisiert eine Institution und Sie knüppeln ihn bzw. sie derartig verbal nieder? Warum fragen Sie nicht einfach nach, wenn Ihnen die Kritik zu unspezifisch erscheint? Enttäuschte Studentin wäre sicher bereit gewesen es näher zu erläutern.
    Enttäuschte Studentin hat natürlich das Handicap aus naheliegenden Gründen nicht zu konkret bei ihrer Kritik werden zu können. Andernfalls wäre sie u.U. identifizierbar, wenn aus ihrer Kritik erkennbar wäre in welchen Studiengang sie studiert.

     
  3. 31

    Da verwette ich zehn Haselnüsse drauf das die Klever Haselnussschule und besonders der Olli sich nicht drüber freut, wenn im Kleveblog sich mal wieder der akademische Nachwuchs bescheren tut. Wenn ich der Olli wär, würde ich die graue Klevizenz also rd himself fragen wo denn dem Schlauwuchs der Schuh drückt. Natürlich liest dann halb Kleve mit. Ein bisschen Spaß muss sein😉 Aber mal mit einer Astlänge Abstand betrachtet kann der Haselnussschule nix besseres passieren als direkt vom Kunden Verbesserungsvorschläge für die angebotenen Dienstleistungen zu bekommen. Viele Unternehmen geben viel Geld für Marktforschung aus. Der neueste Laufschuh von Rehbock, ist die Kundschaft zufrieden? Macht die Joggingrunde mit den neuen Schuhen doppelt so viel Spaß?
    Sorry, ich habe die Nuss aus den Augen verloren also zurück zum Thema. Die enttäuschte Studentin möchte die Hochgenussschule nicht täuschen, sehr löblich. Und da niemand gefragt hat wie es den Studis in Coronazeiten mit dem dinimalen Unterricht geht, war sie so frei und hat ihre Post im Kleveblog abgegeben so dass jeder den offenen Brief lesen kann, ist doch praktisch oder?Und wenn der Fäkaltät das peinlich ist, dann tut die das nächste mal einfach ihre Kundschaft fragen bevor die am Rad dreht oder unter die Räder kommt.

     
  4. 30

    @Stefan Schuster Das ist mir etwas zu einfach. Die Situation stellt viele vor enorme Probleme, und es gibt viele, die sich um Lösungen bemühen – und meiner Einschätzung nach aber auch vieles, das einfach besser laufen könnte. Wenn zum Beispiel ein Professor ein ganzes Semester verspricht, Videos der Vorlesung hochzuladen, es immer wieder verschiebt und am Ende einfach sagt: Bedient euch aus der PowerPoint-Präsentation, dann ist das eher peinlich. Und ich weiß, dass zumindest eine Zeitlang das Online-Angebot der Bibliothek nur im W-LAN der HSRW verfügbar war, was nicht mehr viel weiterhilft, wenn man in Indien oder China festhängt. Wenn von 50 Studierenden eines Studiengangs von vor drei Semestern nur noch ein gutes Dutzend aktiv an Prüfungen und Veranstaltungen teilnimmt, deutet das auf einen erheblichen Schwund hin, der bestimmt nicht eingetreten ist, weil alle der Ansicht sind, dass es gut läuft. Und in diesem Thread hat sich ja auch bereits ein junger Mensch beschwert, der über mangelnde Informationen klagte.

     
  5. 29

    Werte Person #25 + #27

    Oh jemineh, mir fallen sooo viele Sachen ein. Alle Bücher im Bestand aller Unibibliotheken kann ich mir über die Stadtbücherei Kleve bestellen. Spielt eine Behörde ToterMann oder meldet sich ein Dozent nicht, dann sorge ich dafür, dass die Gegenseite vermutet, ich sammle gerichtsverwertbares Material. Also erst mal eine einfache Mail, dann eine zweite Mail mit dem Stichwort ‘Erinnerung’ im Header, dann eine dritte Mail mit zurückgesendeter Lesebestätigung, und so weiter – die Kunst der Eskalation. Ich könnte noch endlos weitermachen, aber das ist es mir nicht wert. Nicht zu diesem Thema. Einigen wir uns lieber auf Folgendes: Die Anderen sind schuld. Alleinig.

     
  6. 28

    @Enttäuschte Studentin Angesichts der Tatsache, dass einige andere Beschwerden hier bereits aufgelaufen sind, hätte ich gerne mehr gewusst (evtl. erst einmal per Mail). Was heißt: „kein Zugriff auf das (nicht digitale) Angebot der Bibliothek“? Wer verwehrt „mit der Begründung des großen Cs“ die Einsicht in Prüfungen? Wie sehen die Zahlen derjenigen, die das Handtuch geworfen haben, genau aus? Was sagt der AStA?

     
  7. 27

    @ Stefan Schuster

    Keine Sorge, meine Kritik kommt nicht von ungefähr. Meine bisherige Lebenserfahrung beinhaltet viele Kenntnisse, welche auch bürokratischer und akademischer Natur sind. Ich stehe mit meiner Meinung auch nicht alleine da. Die Kommilitonen, die aus meinem Studiengang und Semester sind, kann ich nunmehr an zwei Händen abzählen – die meisten haben das Handtuch geschmissen. Nicht aufgrund fehlender resilience oder utopischen Vorstellungen des Studiums, sondern weil man allein gelassen wird. Niemand fühlt sich verantwortlich, weder die Lehrenden noch die Administration (auch hier gibt es natürlich Ausnahmen, aber die sind schwindend gering). E-Mails müssen an 3 interne Stellen geschrieben werden, nur um dann eine -wirklich freche- Antwort zu erhalten, die einen lediglich vertröstet.

    Wieso man seit 1,5 Jahren auf Einsicht der Prüfung wartet mit der Begründung des großen Cs, man jedoch gleichzeitig Präsenzprüfungen mit 25+ Studierenden anbietet – das entzieht sich auch sämtlicher Logik.

    Selbst wenn man es versucht – die Möglichkeiten für Studierende etwas an der derzeitigen Situation zu ändern sind stark begrenzt. Beschwerden gibt es zu genüge, werden jedoch immer schön “weggewischt”. Die Fakultäten arbeiten mehr oder weniger autark. Das Präsidium weiß wahrscheinlich nicht einmal, was intern alles schief läuft – ein bisschen wie umgekehrte “Stille Post”.

    PS: ich bin nicht mehr jugendlich selbst wenn ich wollte. Mal davon abgesehen, dass man mit 18 als mündiger Erwachsener gilt und auch entsprechend so behandelt werden sollte. Studierenden vorzuwerfen sie würden “haten” oder lediglich “Dampf ablassen” ist nicht nur herablassend sondern entzieht einer gesamten Generation die Legitimität ihrer Meinung(en).

     
  8. 26

    #25:

    Dampf abblasen ist das Vorrecht der Jugend. Einiges Ihrer Kritik an der HSRW läuft ins Leere, weil falscher Adressat. Anderes ist ernstzunehmen, aber ich kann unmöglich beurteilen ob es ein Einzelschicksal ist – möglicherweise entstanden aus Unkenntnis darüber, wie man im scheinbar übermächtigen Bürokratiedschungel und entgegen anderer Widrigkeiten der Umstände seine Ziele auf ‘wirksame’ Art verfolgt.

    “…. organisatorisches Desaster, Unterstützung der Studierenden so gut wie gar nicht vorhanden…. frech …”

    Kritik an der HSRW ist nötig, ich habe da auch schon mehrere Polemiken rausposaunt. Aber so …? Welche fremden Meinungen zu Ihrer Lebensplanung haben Sie eingeholt, in Ihrer persönlichen Umgebung, auch von Nicht-Akademikern? Ich sehe zu meinem Bedauern in der studentischen Altersgruppe eine Tendenz, dass die Meinung alter Säcke gern als irrelevant abgetan wird, weil das sind ja genau die Leute, die uns den ganzen Mist erst eingebrockt haben.

    Würden wir uns persönlich kennen, stünde ich als Bürokratieberater und Allgemeiner Lebenscoach zur Verfügung. Man kann mich mieten, ganz kostenlos, lol.

    In der Zwischenzeit kritisieren Sie allgemeinen Umstände und speziell die HSRW bitte dort, wo es notwendig ist und auch tatsächlich Angriffspunkte vorhanden sind.

    Nachtrag
    Allgemeine Lebensweisheit: “Wer hated, wird nicht ernstgenommen.” (David Kriesel)

     
  9. 25

    Ab sofort nun im vierten Semester, habe ich nun 2/3 meines bisherigen Studiums keinen Schritt in meine Hochschule gesetzt, keinen Zugriff auf das (nicht digitale) Angebot der Bibliothek. Ich warte nach wie vor auf die Möglichkeit, meine Prüfungen der letzten 1,5 Jahre einzusehen. Professoren und Dozenten sind häufig unzuverlässig und nicht erreichbar, das Lehrmaterial wird einfach nur noch reingefressen, in der Prüfung abgerufen und im Nachhinein gelöscht – 0 Praxis, 0 Bezug zur Realität. Die Fakultät Life Science ist ein absolutes organisatorisches Desaster, Unterstützung der Studierenden so gut wie gar nicht vorhanden und teilweise einfach nur noch frech.
    Meinen Abschluss kann ich mir sonst wohin stecken – der ist nichts mehr wert, wenn er es denn jemals war.
    Ich bin nur noch enttäuscht von der HSRW und gäbe es eine andere Uni mit ähnlichem Studiengang, würde ich nicht zweimal überlegen zu wechseln…

     
  10. 24

    @Seneca Alle warten auf Ihre Erläuterungen und Hinweise. Die andere Seite muss zumindest die Chance bekommen etwas zum Guten zu verändern, wenn sie aber keine genauen Informationen hat, weil die Kommunikation zu den Studenten wegen Corona eingeschränkt ist, kann sie nicht viel machen.

     
  11. 23

    @20 Seneca War das ein Hilferuf oder ging es darum die HSRW in möglichst schlechtes Licht zu rücken?

     
  12. 22

    @Seneca Es geht gerade vielen Studierenden an Präsenzunis so. Ist das nicht das kleinere Problem im Vergleich zur Pandemie, den vielen Corona-Toten, zur Lage der Erkrankten, der Angehörigen, des Pflegepersonals, der Leute, für die es um die Existenzgrundlage ihrer Familien geht?

    Muss man immer gleich mit dem Hammer Selbsttötung kommen? Da gibt es Leute, die mehr Grund dazu hätten.

    Ich will die Probleme der Studierenden nicht klein reden. Aber manches muss man mal in Relation setzen. Ich habe gestern noch mit einer Person telefoniert, die chronisch psychisch krank ist (nicht wegen Corona, sondern schon seit Jahrzehnten) und jetzt mit Isolation zu kämpfen hat. Dieser Mensch kämpft sich durch und jammert nicht mal.

    Ich kenne junge Leute, die sich gerade engagieren, sich Jobs gesucht haben und nebenbei noch Knochenmark spenden (und dafür zwei Tage ins Krankenhaus gehen).

     
  13. 21

    @20. Seneca

    „Das ist sehr schlecht für uns Studenten gelaufen.“

    Hinweise von Seiten der Studierenden sind sehr wichtig.

    „Die Professoren haben die Chance, ein einheitliches System für den Unterricht zu erfinden und einzusetzen verpasst. Das bedeutet wir haben für 10 Professoren, 10 verschiedene Systeme die wir nutzen sollen. Ob das so gewollt ist?“

    Gewollt ist das mit Sicherheit nicht so.
    Können Sie genauer beschreiben, was nicht einheitlich ist? Die Lehrveranstaltungen und das Lehrmaterial sind grundsätzlich unabhängig von der Digitalisierung von Hochschullehrer zu Hochschullehrer unterschiedlich. Das ist an jeder Hochschule so und ist der Freiheit von Forschung und Lehre geschuldet. Ganz allgemein gesprochen kann die didaktische und fachliche Qualität stark variieren, dass ist ein Problem womit viele Hochschulen zu kämpfen haben. Wenn Sie möglichst genau beschreiben wo es hakt, kann Abhilfe geschaffen oder zumindest einige Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden.

    Bitte schreiben Sie, was Sie brauchen und welche Hilfe Sie und Ihre Kommilitonen von der Hochschule benötigen. Dann hat die Hochschule eine Chance die Situation zu verbessern.

    Post 18 bzw. die Reaktion darauf hat bestätigt, dass der Kleveblog gelesen wird, von daher bin ich zuversichtlich, dass Anregungen zur Verbesserung aufgenommen werden.

     
  14. 20

    Das ist sehr schlecht für uns Studenten gelaufen. Die Professoren haben die Chance, ein einheitliches System für den Unterricht zu erfinden und einzusetzen verpasst. Das bedeutet wir haben für 10 Professoren, 10 verschiedene Systeme die wir nutzen sollen. Ob das so gewollt ist?
    Zudem verlängern sich einige Dinge wie schon beschrieben. Ich, zum Beispiel, warte immer noch auf Ergebnisse vom letzten Jahr!

    Ich würde gerne wissen, wieviele Kommilitonen dieses Jahr suizidieren werden weil hier einem die Perspektiven genommen werden. Ein Parade Beispiel wie man mit bürokratischen Mitteln ein weiteres Grab schaufeln kann.

     
  15. 19

    Die Klever Hochschule ist ihrer Zeit weit voraus. Transparentes Beschwerdemanagement und ziemlich prompte Reaktion. Das ist soweit ich weiß einzigartig.

     
  16. 18

    ‘Betrieb lauft’ not true. My Master’s program on Information Engineering and Computer Science starts on Monday . Today is Friday, two days before. Still no timetable : Stundenplan for us. Online video next week? nobody knows.

     
  17. 14

    @13 rd Ich bin gespannt. Hoffentlich etwas mit mehr Substanz und Einfühlungsvermögen als die Statements seine Kollegen.

     
  18. 12

    Mmuuuh, hat(te) Herr Professor Kisters eigentlich auch etwas zu sagen, mmuuuhNixStatementOderBedächtigesSchweigen?

     
  19. 11

    Interessant ist auch, dass sowohl der Vizepräsident für Studium und Lehre eine essentielle Frage stellt als auch der Kanzler bei dem das „wir“ nicht eindeutig ist. „Wir“ das Präsidium oder „wir“ alle Mitglieder der Hochschule? Bevor unausgegorene Statements der Öffentlichkeit präsentiert werden, sollte intern eine Klärung erfolgt sein und dazu bedarf es der Einbeziehung aller Angehörigen der HSRW.

     
  20. 10

    „Kanzler Strotkemper hob hervor, dass mittlerweile 80 Prozent der HSRW-Beschäftigten im Home Office arbeiten. „Die Frage ist: Holen wir die zurück?“, so Strotkemper. Immerhin benötigt die Hochschule so weniger Büroraum, und sie wird auch als Arbeitgeber für Menschen interessanter, die den Gang in die Provinz scheuen.“

    „Holen wir die zurück?“

    Diese wohl eher rhetorische Frage ist freundlich formuliert unangebracht.

    Homeoffice sollte in Zeiten ohne Pandemie eine Option sein, keine Pflicht. Denn Homeoffice ist nicht nur ein Segen. Es kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhöhen. Es kann aber auch das Gegenteil bewirken. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Homeoffice zwischen Familie und Arbeit zerrieben werden und denen der intensivere direkte Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen fehlt, zu Homeoffice zu verdonnern, kann nichts Positives bewirken. Wer für sich einen Gewinn darin sieht überwiegend oder hin und wieder von zuhause aus zu Arbeiten, weil lange Wege von und zum Arbeitsplatz wegfallen und in den eigenen vier Wänden ein ruhiges und konzentriertes Arbeiten möglich ist, hat die Möglichkeit zum Homeoffice. Das Argument Büroraum einsparen zu können, ist hoffentlich nicht die bewusste oder unbewusste Haltung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

     
  21. 9

    Danke, jetzt kennen wir – die bewusst positive Aussendarstellung? – der fünf Präsidiumsmitglieder. Aber was sagen die Betroffenen, also die Studenten, wenn es denen nicht längs die Sprache verschlagen hat? Oder das einfache Lehrvolk, das diesen eigenartigen Fernunterricht über so große Distanzen leisten muss? Klingt die – möglicherweise hier und da hinter vorgehaltener geäußerte Innendarstellung – auch so positiv? Oder tun sich da von Tag zu Tag tiefere Abgründe auf? Fragen, viele Fragen!

     
  22. 8

    Bevor sich irgendwer irgendwas wünscht, erst schauen, wie das Bedürfnis der Studis ist. Wollen die überhaupt eine Fernhochschule? Was ist mit den naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen? Praktika in Chemie etc. geht zuhause schlecht. Digitales Lehrmaterial als Ergänzung ist bestimmt gut, aber viele Studierende möchten auch den direkten Kontakt zu Kommilitonen und den Lehrenden haben.

     
  23. 7

    @5. hat schon nachgedacht Im Prinzip schon, gilt aber nur für einen Teil der internationalen Studenten. Z.B. in Ländern wie Indien gibt es genug Universitäten und dann müsste die Hochschule konsequenterweise auch eine andere Finanzierung haben. Teilweise wie eine herkömmliche Hochschule und teilweise finanziert vom BMZ.

     
  24. 6

    Ist es nicht etwas verfrüht, sich jetzt schon die Frage zu stellen, was man “zurückhaben” will?

    Klingt ein bisschen nach: endlich haben wir unsere Ruhe, keiner stört mehr, kann so bleiben.

    Ob das eine gute Außendarstellung ist? Es könnte jemand auf die Idee kommen, dass die Hochschule gar nicht mehr gebraucht wird…

     
  25. 5

    @2 Eine nachhaltigere Form der Entwicklungshilfe und der Prävention von Flüchtlingsströmen durch Bildung kann man kaum betreiben.

     
  26. 4

    War an Präsenzhochschulen und bin jetzt fernstudierend, an der einzigen staatlichen Fernuniversität in Deutschland. Corona hat mich quasi wieder ans Studieren gebracht. Da ich insgesamt Vollzeit arbeite, sowieso der einzige Weg, noch den Master zu machen. Homeoffice hat Anfahrtswege wegfallen lassen und sonst war ja auch nicht viel los … also Zeit zum Studieren.
    Wer glaubt, dass man aus einer Präsenzhochschule einfach mal so eine Fernuni machen kann, unterschätzt die vielfältigen Angebote einer Fernuni. Diese hatte natürlich wesentlich weniger Probleme in der Corona-Krise. Die Präsenzveranstaltungen fanden als Videokonferenzen statt, incl. Ablegen von Prüfungsvorleistungen. Die Klausur gab es als Freiversuch (NRW-Regelung) und Open Book (aber zeitlich so knapp gestaltet, dass Open Book fast irrelevant ist). Hat alles prima funktioniert. Aber dahinter steht natürlich langjährige Erfahrung mit Online-Vorlesungen, Online-Tutorials, Online-Beratung etc.
    Unter den Studierenden geht’s komischerweise auch kaum um das Thema Corona. Eigentlich alles wie immer…

     
  27. 3

    @sehr nachdenklich Guter Punkt. Ein Bericht Bemühungen der engeren Verzahnung mit der Region folgt noch. Problematisch ist natürlich auch, dass nun auch andere Hochschulen auf den Zug aufspringen (z. B. die neue Uni Nürnberg).

     
  28. 2

    @1. Nachdenklich Welches Interesse sollten die Steuerzahler an einer Fernuni für junge Menschen außerhalb Europas haben, die dann sehr wahrscheinlich nie nach Deutschland kommen und erst recht nicht in Deutschland leben und arbeiten werden. Dann würde es überhaupt keinen Benefit mehr für die Region oder zumindest für Deutschland geben. Vor Corona ist zumindest der ein oder andere Absolvent hier geblieben und hat den Arbeitsmarkt bzw. die Wirtschaft bereichert.

     
  29. 1

    Corona zeigt hier auch Potentiale der HSRW auf. Eine international aufgestellte Fernhochschule (die man nicht so nennen müsste) wäre eine große Chance für eine Hochschule mit schwierigen Standorten (Kleve, Kamp Lintfort), die bei aller Heimatverbundenheit global wenig vorzeigbare Attraktivität und unzureichende Infrastrukturen aufweisen. Punkten könnte man mit sozusagen etablierter und in englischer Sprache (oder ähnlich) dargebotener Lehre sowie mit Studiengangsbezeichnungen, die aufmerken lassen.