Tödlicher Verkehrsunfall auf der Ringstraße: Rasantes Überholen, Zeugen gesucht

Spuren des tödlichen Unfalls

Aktuell: Der bei dem Verkehrsunfall am Sonntag (18. Januar 2026) in Kleve getötete Mann konnte am Montag (19. Januar 2026) identifiziert werden. Durch den polizeilichen Opferschutz konnten die nächsten Angehörigen des 21-jährigen Mannes, der in Kleve wohnhaft war, jetzt informiert und betreut werden. Bei den beiden Verletzten, die in eine Klinik in Nimwegen verbracht worden waren, besteht nach derzeitigem Kenntnisstand weiterhin Lebensgefahr. Der gesuchte Fahrzeugführer, der von dem verunfallten Fahrzeug vor dem Unfall überholt worden war, hat sich bei der Polizei gemeldet. 

Die mit grüner Farbe auf den Asphalt gesprühten Markierungen, die das Unfallgeschehen dokumentieren, beginnen auf der Ringstraße in Höhe der Einmündung Beatrixstraße, und sie enden gut 80 Meter davon entfernt hinter der Einmündung Frankenstraße, wo an einem Straßenbaum Grabkerzen flackern und Blumen niedergelegt sind – die stummen Zeugen eines furchtbaren Verkehrsunfalls, der sich am Sonntag (18. Januar 2026) gegen 18:06 Uhr in der Innenstadt ereignete. Ein Mensch kam ums Leben, zwei weitere mussten von der Feuerwehr schwer verletzt aus ihrem zerstörten Auto befreit werden, die Straße selbst blieb über mehrere Stunden für den Autoverkehr gesperrt. Die Ringstraße ist die meistbefahrene Straße in der Klever Innenstadt, und es grenzt an ein Wunder, dass nicht noch weitere Verkehrsteilnehmer verletzt wurden.

Die Polizei berichtete gestern Abend, dass der Pkw, der mit drei Personen besetzt war, aus bisher nicht geklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam und mit einem Baum, einer Laterne und zwei Verkehrszeichen kollidierte. Der Notarzt konnte bei einem Mann nur noch den Tod feststellen, eine weiterer Mann sowie eine Frau wurden lebensgefährlich verletzt Kliniken zugeführt. Die beiden Verletzten mussten zuvor durch die Feuerwehr Kleve aus dem Fahrzeug gerettet werden. Die Retter schnitten das Dach des Fahrzeugs auf. Am Sonntag konnte zunächst einmal noch nicht die Identität der Opfer ermittelt werden – mittlerweile weiß man etwas mehr.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat das Fahrzeug, ein Vauxhall („britischer Opel“) mit polnischen Kennzeichen, ein anderes Fahrzeug auf der Ringstraße in Richtung Markt Linde überholt. Der Fahrer dieses Fahrzeuges ist derzeit nicht bekannt und wird dringend gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen! Die beiden verletzten Personen konnten zwischenzeitlich identifiziert werden, es handelt sich dabei um eine 30-jährige Frau und einen 29-jährigen Mann, beide mit polnischer Staatsangehörigkeit. Sie schweben beide weiterhin in Lebensgefahr. Die Identität des an Ort und Stelle verstorbenen Mannes ist weiterhin nicht bekannt.

Neben dem Fahrer des überholten Fahrzeugs werden auch etwaige andere direkte Unfallzeugen, die bisher noch nicht von der Polizei erfasst wurden, gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Hinweise bitte unter Telefon 02821 5040.

Deine Meinung zählt:

4 Kommentare

  1. 4

    @ 1

    Kann ich nur bestätigen! Nachts auf der B9, 70Km/h egal, die kommen von hinten mit Kampfbeleuchtung, unwichtig ob ich abbiegen oder bremsen muss, die machen keine Gefangenen, die Brüder ziehen durch!

    @2

    Denken Sie wirklich, dass Sie Unfällen dieser Qualität mit irgendwelchen Verkehrsmaßnahmen entgegenwirken können?

    Solche Unfälle dienen später der Polizei als Feigenblatt, für’s Abkassieren der kleinen Sünder.

  2. 3

    @2 : Schwachsinn. Wetten, dass Drogen oder Alkohol im Spiel waren? Da spielen ganz andere Faktoren eine Rolle. Dieser Unfall hätte mit diesem
    Überholmanöver auf jeder Straße passieren können. Ausschlaggebend sind hier Selbstüberschätzung, Dummheit und andere Substanzen

  3. 2

    Unfallschwerpunkt Ringstraße.

    Vor Jahren, als dort fleißig gebaut wurde, wurde hier im Blog bereits gemahnt, dass an Kreuzung Frankenstraße eine Ampel hingehöre. Hauptbegründung damals: Gefährdung der Kinder einer nur 50 m entfernt liegen Förderschule bei der Überquerung. schnarch.

    Die damalige Stadtregierung ist natürlich nicht verantwortlich, denn es ist keine Kommunalstraße. Die Anderen sind schuld, wie immer. Mal sehen, ob jetzt wenigstens die Stadt ihren Einfluss ausspielt und Querkontakte zu den zuständigen Straßenbau-Oberbehörden nutzt.

    Die Kreuzung Ringstraße/Frankenstraße ist lebensgefährlich. Und jedesmal muss ich da rüber, wenn ich ohne Umweg in die City will. Ich bräuchte eine Textwand in riesiger Länge um zu schildern, was ich dort schon erlebt habe.

    Die Raserei muss endlich aufhören, und der LKW-Durchgangsverkehr muss zuverlässig ferngehalten werden. Mit Kontrollen natürlich. Noch fordert niemand Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet, ich auch nicht. Abes es muss erzwungen werden, dass zumindest Tempo 50 eingehalten wird. Wagenlenker müssen merken: Ihre Vehikel sind potenzielle Tötungsmaschinen. Dieses Bewusstsein ist nicht vorhanden, im Gegenteil. Wenige Sekunden früher am Ziel ankommen ist unendlich wichtig.

  4. 1

    Hm – mal soll ein Beifahrer gestorben sein, mal der Fahrer – steht so in der NRZ in zwei verschiedenen Artikeln…Was ist nun Fakt?
    Wenn’s den Fahrer erwischt hat – tut’s mir wirklich nicht leid.

    Auf der Ringstraße, wahrscheinlich mit überhöhter Geschwindigkeit, zu überholen – ist nur noch krank!
    Da wohnen Leute, überqueren Kinder die Straße uvam. …

    Auch wenn man mir nun mal wieder Ausländer-Bashing vorwerfen möchte: Die PL-Autos im Kreis sind ein Problem:
    Zeitarbeiter, die nach NL zu Ihren Jobs fahren – und einem zwischen 04-06h selbst auf der Hoffmannallee (n Richtung NL) mit ca. 100 km/h überholen – oder aber dann wieder auf dem Rückweg von NL nach D…
    Zu oft begegnen mir diese gefährlichen Manöver/ Geschwindigkeitüberschreitungen!
    Zuletzt heute morgen gegen 05.30h Richtung Ven-Zelderheide; Da gilt 50 bzw. 70 km/h – und wieviel Autos mit PL-Kennzeichen haben mich abenteuerlich, dazu noch bei Minus 1-2 Grad, überholt..?

    Anderes Problem: Unfall mit einem PL-Auto…Sollte an für sich durch EU-Recht geregelt sein; Sollte!
    Ist aber nicht! Ewiges Warten, Abstreiten von Tatsachen, Ignorieren von polnischen Versicherungen.
    Meinen Nachbarn hatte man in 2021 vom Motorrad geholt, wochenlang Krankenhaus mit unzähligen Brüchen und Langzeitfolgen- der wartet heute noch auf den größten Teil einer Entschädigung seitens der polnischen Versicherung des „Täters“..!

    Schon in den Mitte 1990er Jahren haben die meisten Oste-Europäischen Länder eine Regel für Autos mit Kennzeichen D ausgegeben:
    6 Monate dort zu fahren geht in Ordnung – danach muss dasa Auto auf das jeweilige Land, mit landesüblichen Bedingen angemeldet werden.
    WARUM – geht das in Deutschland nicht und der regelrechte Geschwindigkeits-Terrorismus wird geduldet?

    Im Weiteren: Bin ich in Ungarn, Kroatien, Slowenien, Slowake etc. – passiert es mir nur zu oft, dass ich als 3. Auto in einer 5er Kolonne herausgezogen werde; man darf vermuten wg. meines ausländischen Kennzeichens…?
    Oder – Hat Irgend Jemand schon mal NL-Autos mit Winterreifen gesehen?

    Mein Fazit: Verkehrsbehörden/ Verwaltung beschäftigen sich anscheinend nur noch mit sich selbst – statt originäre Aufgaben wahr zu nehmen…