Neues Restaurant: Kleve wird noch ein wenig asiatischer

Unten Restaurant, darüber drei Etagen mit sechs Wohnungen

Seit gestern sind die Fenster mit Papier ausgekleidet, die Bauarbeiten gehen weiter: Das Ladenlokal an der Ecke Wasserstraße/Gasthausstraße (vormals Ulla Popken) wird zu einem Restaurant umgebaut – und die Innenstadt wird noch ein wenig asiatischer. „Wir haben als Mieter die Betreiber einer Kette von vietnamesischen Restaurants gefunden“, so Markus Brinkmann, seit gut einem Jahr der neue Besitzer der Immobilie. Die Kette betreibt bereits 18 weitere Restaurants.

Brinkmann hatte schon bei der Übernahme der Immobilie vermutet, dass eine weitere Nutzung der Fläche für stationären Einzelhandel schwierig werden würde. Stattdessen konzentrierte er sich auf eine gastronomische Nutzung – doch dafür war eine Nutzungsänderung erforderlich. Die Umwidmung zog sich derart in die Länge, dass der erste Kandidat – der aus Kleve stammende Betreiber eines indischen Restaurants – nach einigen Monaten des Wartens wieder absprang. Die Suche begann von vorne.

Nun aber konnte Brinkmann Vollzug melden. Am Donnerstag bereits wurden die Umbauarbeiten wieder aufgenommen. Zuvor hatte es wochenlang weitestgehend Stillstand gegeben. Mit einer Eröffnung des Restaurants wird realistischerweise im ersten Quartal 2027 gerechnet, vielleicht ein wenig früher. „Der neue Mieter investiert viel und möchte ein modernes, innovatives Konzept umsetzen“, so Brinkmann.

Das Obergeschoss des Gebäudes, das zuvor das Katholische Kreisdekanat beherbergte, ist inzwischen komplett umgebaut – die Büros wurden in Wohnraum zurückverwandelt. Dort sind nunmehr sechs Wohnungen auf drei Etagen zu vermieten.

Das vietnamesische Restaurant wird in Kleve das siebte Speiselokal sein, das asiatische Küche anbietet (die kann natürlich nicht über einen Kamm geschoren werden, aber Standard ist mehr oder minder mittlerweile auch, dass alle alles anbieten, was der deutsche Gaumen als asiatisch durchgehen lässt). Aktuell gibt es an der Hoffmannallee drei Restaurants (Lin’s Wok, Boomfood, Fujisan (ehemals Fujijama), an der Gruftstraße Maki & Tea sowie am Opschlag Momi. Außerdem gibt es noch den China-Palast an der Flutstraße.

Deine Meinung zählt:

25 Kommentare

  1. 25

    @rd

    Man kann ja auch schon mal zukunftsweisende Konzepte erstellen was man dann in 10 Jahren mit dem ganzen überflüssigen Wohnraum macht….

    vielleicht wird aus ‚Op de Botter‘ dann ‚Et nieuw Mau Nau‘

    😁

  2. 23

    Aber richtig.

    Das Ende vom KA habe ich auch frühzeitig vorhergesagt. Aber dafür ist der Sebuser vom Steiner ja auch sanktioniert worden wie Du weisst ….

    😁

  3. 21

    Bin mal gespannt wie sich das kulinarische Angebot verändert wenn in 10 Jahren die FHRW geschlossen wird mangels Finanzierbarkeit.

    😁

  4. 19

    Zur Einordnung, wie auch schon von RD angerissen: DAS SIND KEINE VIETNAMESISCHEN RESTAURANTS!
    Das sind Fritteusenschmieden mit Fastfood, bei denen der Klever meint, er würde etwas asiatisches essen.
    Das ist grundsätzlich richtig, weil der ganze Kram containerweise in 1000er- Kartons vom Liang Shang Po hier rübergeschippert kommt. Billigster Convience-Kram mit fragwürdigem Inhalt.
    Das hat mit asiatischer Küche so viel zu tun wie Mario Barth mit lustiger Unterhaltung.

    Wenn ich asiatische Küche und „Kette“ im Zusammenhang höre, schwant mir Übles!

    Grundsätzlich aber alles viel viel besser als Leerstand 👍

    Was die Fritten angeht: Ne gute Fritte ist ne Kunst! Die muss aber auch aus einer guten Kartoffel sein! Ich habe in Kleve noch NIE eine richtig gute Fritte gegessen – das schwankt so zwischen „geht so“ und „bäh“ – das Problem ist das gleiche: Natürlich schält bis auf wenige Ausnahmen heute keiner mehr Kartoffeln, wäscht die Stärke heraus, frittiert sie vor und frittiert sie dann frisch, wenn der Kunde bestellt – ist ja kaum noch bezahlbar.
    Aber der Rest sind halt Grossmarktfritten und wenn man dann noch einen Euro auf 100kg sparen kann: warum nicht 👍

    Der Meinung, die Fritten im Imbiss eines unserer ansässigen Metzger wären lecker, kann ich mich nicht anschließen. Solche Kartoffeln hätte meine Oma aussortiert und Viehfutter davon gemacht. Und dann mit einer FRUCHTSOSSE????? Adieu, mein geliebtes Vaterland!

    „Annehmbare“ Fritten gibt’s bei Hünnekes in Kranenburg, in der Qualitaria in Millingen und in der Thornschen Mole 👍

    Das Alles ist meine völlig subjektive, geschmacksbasierte und absolut unmassgebliche Meinung 😁

  5. 18

    Kleve schafft sich somit selber ab….
    Es wird noch langweiliger und eintöniger. Da helfen auch die „geschichtlichen Stadtführungen“ für Touristen nichts, wenn man nicht an die Bedürfnisse, der hier in der Gegenwart lebenden Menschen, denkt.
    Schade ….

  6. 15

    @11 Pommes gibt’s doch überall…

    In den CurryQ-Läden, am Schloßberg, im Café Solo, auch bei Wanders (Fish & Chips), im Fischladen, bei Kochlöffel, in diversen Gaststätten, auch an der Hoffmannalle, bei McDonald’s, auch in den meisten Dönerläden, im Sternbuschbad etc.

    Die Frage ist eher: wo schmecken sie am besten? Mein Favorit: CurryQ/Quartier, mit Fruchtsoße und Bami.

  7. 12

    @7 Gut, dass es den Klever Laden nicht betrifft.

    Viel interessanter ist doch, welche Kette das vietnamesische Restaurant eröffnet…

  8. 11

    Wir brauchen endlich Pommesbudden die hier aussterben. Man hat nur noch Döner und Asiaten. Besonders die Hoffmannalle ist schlimm mit Dönerläden.

  9. 10

    Was wurde eigentlich aus den angekündigten Plänen, dass die Franchise-Restaurant-Kette „t’Zusje“ aus den Niederlanden eine Filiale in Kleve eröffnen wollte?

    In Düsseldorf wurde seit der damaligen Berichterstattung eines der Restaurants eröffnet und nun soll auch Belgien „erobert“ werden…

  10. 9

    Wenn man lieber das isst, was man selber kocht, hat sich ein „Schaufensterbummel“ in der Fußgängerzone also erledigt? 🙁

  11. 7

    @ 3 Anmerkung :
    ‚### alles Essig bei „Oil & Vinegar“ ###
    schön formulierte Überschrift !
    schade für die ca. 80 MitArbeitenden in den 19 Filialen.
    NiederLändische MutterGesellschaft   *** Assisi BV ***   seit Monaten in der Krise,
    die Tochter   *** Francisco Deutschland GmbH ***   hat am 27. Mai beim AG Cochem Insolvenz beantragt.
    Ist FranciscO nicht eher ein Sohn ?   ; – )
    Wie heißen wohl die anderen Töchter aus „Assisi“ ?

  12. 6

    Eher nicht, weil die Betreiberinnen (glaube, es waren zwei) sich vor ca. anderthalb Jahren aus dem Verbund gelöst haben.

  13. 5

    Das war mir auch eingefallen – das bessere Wort wäre vermutlich „fernöstlich“ gewesen. Wo ist Kim Phu (das dann auch dazu gehören würde)?

  14. 4

    Hallo Ralf
    Bin gerade in Klugscheisserstimmung!

    Es gibt noch mehr asiatischen Restaurants in Kleve
    – Taj – Indien ist auch irgendwo bei Asien
    – Cömce – Anatolien liegt eindeutig im Asiatischen Teil der Türkei
    – Shawarma Alzaiem – Syrien ist auch in Asien
    – Marani – Georgien ist auf der Grenze zu Asien.
    – Kim Phu – Vietnamesisch (Glaube ich)

    Auf jeden Fall ist die Auswahl für eine kleine Kreisstadt schon ganz ordentlich.
    Und vielleicht ist mehr Gastronomie in der Innenstadt eine Teil der Lösung um die Stadt zu beleben.

  15. 1

    Sieht der Vietnamese hier ZUKUNFT ? 🤔 Der Wasser reiche Niederrhein bietet sich, Klimawandel ,👍🏼 wie in Brandenburg zum Reisanbau an. Der Politik+ EU gelingt es immer mehr unseren Bauernstand zu liquidieren. Es kann sich der ( evtl. ehemalige 🔴 Vietkong 🤫 ) Vietnamese dann auf deutscher Scholle 😢 + eingeflogenen Wasser Büffeln heimatlich austoben + ☝🏼 dabei ohne 🚜 was für die gute Luft tun . 😂 Also, ich z.B. sehe da eine goldene Zukunft. 😎 🍻 🥳 By the way…🥢 nie senkrecht i.d. Reis stecken , bringt Unglück. 😳