Leichter Rückgang, weil weniger getestet und gemeldet wurde

Heute mal nur das auskragende Provisorium

Leichter Rückgang, weil über Weihnachten weniger getestet und gemeldet wurde:

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve

Weitere Ergänzung: Das Corona-Info-Board der Stadt Goch führt auf, wie sich die jeweiligen Zuwächse sich auf die 16 Kommunen des Kreises verteilen. Hier der Link: Corona-Info-Board.

Alle Informationen zum Start der Impfungen hier (Pressemitteilung des Kreises Kleve):

Auch im Kreis Kleve hat am Sonntag, 27. Dezember 2020, die bundesweite Impfkampagne gegen das Corona-Virus begonnen. Bekanntlich hatte das Land NRW allen Kreisen ein identisches Kontingent von 180 Impfdosen zur Verfügung gestellt. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat gemeinsam mit den ersten Altenpflegeeinrichtungen die Impfungen mit mobilen Teams in den Einrichtungen vorbereitet. Insgesamt gibt es im Kreisgebiet 74 Altenpflegeheime mit etwa 3.800 Bewohnern und gut 3.800 Beschäftigten. Der Start der Impfkampagne erfolgt mit mobilen Impfteams in Pflegeeinrichtungen, um die am meisten gefährdeten Mitmenschen vor einer Corona-Infektion schützen zu können. Am Sonntag hat ein mobiles Impfteam der KVNO mit drei Ärzten ab der Mittagszeit in einer Altenpflegeeinrichtung im Kreis Kleve mit den Corona-Schutzimpfungen begonnen.

„Der bundesweite Impfstart ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Der Kreis Kleve hat heute 180 Impfdosen erhalten, mit denen die ersten Personen in einer Altenpflegeeinrichtung geimpft wurden. Für die nächsten Tage sind weitere Lieferungen angekündigt“, so Landrätin Silke Gorißen. „Bei gut 312.000 Kreis Klever Bürgerinnen und Bürgern stehen wir vor einer Mammut-Aufgabe, die in den nächsten Monaten viel Kraft und Ausdauer erfordern wird. Wir hoffen auf eine hohe Impfquote, damit das neue Jahr 2021 für möglichst viele Menschen ein gesundes, unbeschwerteres Jahr wird.“

Das Land NRW hat allen Kreisen und kreisfreien Städten am 24. Dezember mitgeteilt, dass die Impfzentren in den Tagen nach Weihnachten im Interesse eines reibungslos laufenden Impfprozesses die ihnen konkret zugeteilten Impfdosen-Kontingente nicht unmittelbar nach Anlieferung im Zentrallager des Landes NRW abrufen müssen. Landrätin Gorißen: „Selbstverständlich liegt es auch im Interesse des Kreises Kleve, dass die Impfungen möglichst schnell erfolgen. Jedoch bietet diese Kontingentierung insbesondere der Kassenärztlichen Vereinigung und den Altenpflegeeinrichtungen die Möglichkeit, einen kontinuierlichen Impfprozess in Gang zu setzen und flexibler zu handeln, wenn beispielsweise eine Einrichtung die umfangreichen vorbereitenden Arbeiten für die Impfungen noch nicht ganz abgeschlossen hat.“ Die nächsten Impfdosen-Lieferungen sind für den 29. und den 31. Dezember angekündigt. Wann die ersten Termine im Impfzentrum Kreis Kleve in Kalkar anstehen, hängt davon ab, wie schnell und in welcher Größenordnung weitere Impfstoff-Lieferungen des Landes NRW erfolgen. Auch hier erfolgt eine Terminvergabe durch die KVNO.

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4 Kommentare

  1. 4

    Eine Aussage über die Gefährlichkeit der Pandemie ist allein mit Sterbezahlen nicht möglich und schon gar nicht sinnvoll.

    Die Argumente der Wissenschaft sind einleuchtend: Allein das Senken der Fallzahlen erlaubt allen künftig mehr Freiheiten. Verantwortung ist aber die Bringschuld zur Freiheit und diese Verantwortung sollte von jedem ein Stück weit übernommen werden, egal ob 8 oder 80 Jahre alt.

     
  2. 3

    @2. Eine Ergänzung: Pflegebedürftig zu sein bedeutet nicht unbedingt bettlägerig zu sein. Im Gegenteil die meisten Pflegebedürftigen sind nicht bettlägerig, sondern brauchen einfach nur Unterstützung, wenn sie duschen, sich waschen und ankleiden müssen. Sie können sich nicht mehr selbst die Fußnägel schneiden und ähnliches. Ganz banale und einfache Hilfe, die wir alle früher oder später brauchen werden, wenn wir alt sind.

     
  3. 2

    @1. Vater „Übersterblichkeit nur in der Altersgruppe über 80. Und die hat einen logischen Grund.“

    Die Übersterblichkeit in der Altersgruppe über 80 Jahre hat mehr als einen Grund:
    1. ganz offensichtlich das Alter
    2. ganz offensichtlich Vorerkrankungen (die in der Altersgruppe ab 80 Jahren aufwärts häufig vorkommen dürften)
    3. auf den zweiten Blick erkennbar: hohes Infektionsrisiko in Seniorenheimen und durch Pflegedienste*

    *Im Kreis Kleve bisher nur moderat, was vor allem der Umsicht der Pflegekräfte und der Einrichtungen zu verdanken ist.

    Der dritte logische Grund wird meistens übersehen. Der stark betroffene Kreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge veröffentlicht auf seiner Homepage am 30. November 2020 Tabellen mit von der Pandemie betroffenen Alten- und Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten, Kitas und Schulen, usw.

    Am 30.11.2020 waren…
    24 Alten- und Pflegeeinrichtungen,
    15 Pflegedienste,
    2 Tagespflegeeinrichtungen

    von der Pandemie betroffen.
    Die alten und oftmals gesundheitlich beeinträchtigten Menschen saßen im Hotspot Sachsen direkt wiederum in einem Hotspot nämlich im Seniorenheim oder der Pflegedienst kam zu ihnen nach Hause.
    In Schweden hat man den Zusammenhang zwischen hoher Sterblichkeit bei über 70-Jährigen und der Pflegebedürftigkeit erkannt. Das Virus drang im Frühjahr 2020 in die Alten- und Pflegeeinrichtungen ein und verbreitete sich in machen Einrichtungen unkontrolliert. Es gibt leider keine statistische Auswertung dazu, aber es wäre sehr aufschlussreich wie groß der Unterschied zwischen der Sterblichkeit bei pflegebedürftigen Senioren, die zu Hause von einem Angehörigen gepflegt wurden und den Senioren, die durch Pflegedienste oder in Seniorenheimen gepflegt wurden, ist. Dass ein Unterschied besteht, daran kann kein Zweifel sein. Viele pflegende Angehörige haben alles mögliche getan, um sich nicht mit dem Virus anzustecken, um Vater, Mutter, Großmutter oder Großvater nicht mit dem Coronavirus zu infizieren. Das hat niemand von ihnen verlangt und ganz sicher nicht die pflegebedürftigen Angehörigen. Das war und ist aber die Lebensversicherung.

    Quelle: Link von der Homepage des Landkreises Sächsische Schweiz Osterzgebirge zur Lage der Coronapandemie vom 30.November 2020:
    https://www.landratsamt-pirna.de/corona-virus-taegliche-berichterstattung-zur-situation-im-landkreis-saechsische-schweiz-osterzgebirge-21347.html