Corona-Knick an der Hochschule Rhein-Waal: 30 % weniger neue Studenten aus dem Ausland

rd | 19. November 2020, 15:34 | 8 Kommentare
Nicht so voll wie sonst: Zu Semesterbeginn geschmückter Hörsaal der Hochschule Rhein-Waal, im Vordergrund der Präsident, dahinter, in sich geziemendem Abstand die Vizepräsidentin für Internationalisierung und Diversität, Prof. Dr. Tatiana Zimenkova und Vizepräsident Prof. Jörg Petri, die sich den Studenten digital vorstellten

Die Hörsäle sind leer, der Campus ist verwaist, die Mensa hat geschlossen. Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Hochschule Rhein-Waal nicht mehr als solche zu erkennen ist. Die weißen Gebäudewürfel am Spoykanal wirken wie eine Hülle, der das Leben fehlt. Der einzige Stoff, der offenbar derzeit auf dem Campus in Kleve tatsächlich noch erfolgreich vermittelt wird, sind Drogen, wie es unlängst in einer Gerichtsverhandlung auf der Schwanenburg zur Sprache kam, wenngleich der Präsident der Hochschule, Dr. Oliver Locker-Grütjen, sich ausdrücklich dagegen verwahrt, das Gelände als „Drogenumschlagplatz“ zu bezeichnen.

Zum Ende der Einschreibungsfrist präsentierte die Hochschule nun auch einige Zahlen, die den Rückgang bestätigen. Demnach haben sich für das neue Semester 30 % weniger Studenten aus dem Ausland für ein Studium in Kleve oder in Kamp-Linfort entschieden. Auch die Zahl der Erstsemester aus Deutschland ging zurück, allerdings nur leicht; die Hochschule meldet einen Rückgang um 1,5 %. Von der Studierendenvertretung in Kamp-Lintfort gibt es zudem eine Schätzung, nach der nur einer von vier Erstsemestern tatsächlich persönlich an einem der beiden Studienorte erschienen ist und dass nur 60 % aller Studierenden insgesamt physisch in Kleve oder Kamp-Lintfort anwesend sind.

Im vergangenen Jahr hatten sich noch 890 Studenten aus dem Ausland für die junge Hochschule am Niederrhein entschieden. In diesem Jahr kamen den vorläufigen Zahlen der Hochschule zufolge nur noch 600 neue Studenten. Der Anteil der ausländischen Studenten an der HSRW bleibt konstant bei 53 %.

„Es ist verständlich, dass sich bei einer weltweiten Pandemie etwas weniger junge Menschen für ein Studium im Ausland entscheiden oder bereit sind, von ihren Familien wegzugehen. Auch finanzielle Entwicklungen in unterschiedlichen Ländern durch die Pandemie spielen hier eine Rolle“, so die Vizepräsidentin für Internationalisierung und Diversität, Prof. Dr. Tatiana Zimenkova. Locker-Grütjen sieht in den Zahlen eine Bestätigung für den Konsolidierungskurs der Hochschule. Der Fokus liege, so heißt es etwas gewunden, auf „einer kontinuierlichen Studierendenzahl bei gleichzeitiger Progression unserer Qualität“.

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  1. 8. Jean-Baptiste le Rond d’Alembert

    @6. Hackebreit “totally vain and embarrassing?”
    So this is the new style policy of decent conduct my fans on the blog plead for ?
    Ok,…. forgotten, the author does not call himself Jean-Baptiste le Rond d’Alembert, but seriously, what does your posting contribute to the actual discussion?

     
  2. 7. Jean-Baptiste le Rond d’Alembert

    @5.Niederrheinerin ” … mehr deutsche und auch vielleicht einen …niederländisch…”
    Das mit der voertaal im Niederlassugsland kann ich verstehen, und auch durchaus unterstützen.
    Aber Niederländisch ???
    Was für einen Sinn soll das haben.
    Zu dato reicht es doch schon, mit biligerem Sprit im Vergleich zu “over de grenspaal” punkten zu können, sowie mit Studienkosten pro Semester, von denen die HAN und andere nicht mal im tiefsten Tiefschlaf zu träumen wagen.
    Mein favorisierter Werbeslogan bleibt auch unter aktuellen Bedingungen: leuker zouden we het misschien nog kunnen maken, goedkoper hoeft beslist niet. Der Original-slogan bei dem ich hierfür eine Anleihe genommen habe, gehörtzu Postbus 51, de belastingdienst, und heisst “leuker kunen wij het niet maken, wel makkelijker”.

    Unter heutigen Bedingungen lässt sich ein erfolgreiches Studium ohne fundierte Englischkentnisse schon gar nicht mehr vorstellen, Niederländisch aber wäre höchstens “een pré”.

     
  3. 6. Hackebreit

    I’ve seen the guy in front on the photo before.
    Isn’t that the guy who started shortly after tenth anniversary of the university there?
    And isn’t that the guy who appeared in more than half of the photos in the anniversary brochure like the one shown here?
    Isn’t he totally vain and embarrassing?

     
  4. 5. Niederrheinerin

    Man könnte sich jetzt mal Gedanken machen über mehr deutsche und auch vielleicht einen niederländischsprachigen Studiengang.

     
  5. 4. Andre Gerritzen

    @3
    “eingefahre Denkmuster ab und zu über Bord”
    Vorschlag für erste kleine Änderungen: “eingefahre Denkmuster ab und zu in die Spoy werfen”

    In Anmeldezeitraum gab es ja auch Einreisebeschränkungen in die EU & D so das den Studenten aus aller Welt nicht klar war ob sie zum Studienbeginn überhaupt anreisen durften.

     
  6. 3. Einfach schwierig

    Hochschule Reine-Quelle ist gar nicht so übel. Wie fast überall lässt sich noch einiges verbessern. Aufmerksam zuhören und eingefahre Denkmuster ab und zu über Bord werfen erleichtert das Leben.

     
  7. 2. Niederrheinstier

    Mmuuuh, hier die neue Liste niederrheinischer Lokationen mit sehr, sehr zweifelhafter Aura, mmuuuhwegenvermmuuuhtlichüblerInsassenquälerei:
    1. Haus Constanze in Wesel-Diersforth
    2. Gut Graefenthal in Goch-Asperden
    3. Hochschule Rheine-Qual
    MmuuuhdieHochschuleistderRookie!

     
  8. 1. Schwarzer Kater

    Das ist die Gelegenheit die Fühler in der Region auszustrecken.