Corona-Hoffnungsschimmer: Nur noch 57 neue Infektionen, so wenig wie seit Mitte März nicht mehr

rd | 19. April 2020, 15:09 | 20 Kommentare
Satter Rückgang: Die Zahl der Neuinfektionen ist deutlich gesunken

Soeben vermeldete der Kreis Kleve, dass seit Samstag vier weitere Corona-Infektionen diagnostiziert wurden, also seit Beginn des Ausbruchs im Kreis insgesamt 479 Fälle (mit 15 Toten). Doch die Tabelle zeigt, dass endlich – und passend zur vorsichtigen Rückkehr ins Geschäftsleben – Anlass zur Hoffnung besteht, denn die Zahl der Neuinfektionen pro Woche ist deutlich zurückgegangen. Insgesamt verzeichneten die Ärzte im Kreisgebiet in der Woche vom 13.-19 April nur noch 57 neue (erkannte) Ansteckungen, das sind so wenig wie ganz zu Anfang des Ausbruchs. Der Netto-Krankenstand (Diagnose minus Genese, minus Gestorbene) beträgt am heutigen Sonntag 209 (gestern 205).

Im Tiergartenwald heute nur begrenzt möglich
Ausflug zum Müggelsee: die Klever Bundestagsabgeordnete Dr. Barbara Hendricks mit Mundschutz in der Berliner Tram (Foto: Barbara Hendricks)

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  1. 20. jean-baptiste

    Info zu St. Anton und Ischgl
    Es waren ja mehrere Gruppen Klever in Ischgl und sind mit dem Virus zurückgekommen.
    Der österreichische Anwalt und ehemaliger Abgeordneter im Ö-Parlament, Peter Kolba , bereitet in dieser Angelegenheit gerade eine Sammelklage im Namen des Verbraucherschutzverein (VSV) zur Sicherung der Ansprüche auch der internationalen Infektionsopfer vor.
    https://www.derstandard.de/story/2000116616692/sammelklage-wegen-ischgl-wir-reden-hier-mittlerweile-von-drei-toten

     
  2. 19. Joseph Johann

    Die Betrachtungen habe ihre Richtigkeit. Aber jede Krise hat ihre Goldfinger.

     
  3. 18. Chewgum

    @17 Benno Das eigentliche Problem ist, dass dies möglich ist.

    Eine kurzfristige Lösung gibt es vielleicht nicht, aber mittelfristig muss man da schon genauer hinschauen.

     
  4. 17. Benno

    @ 16 Chewgum: nun, da sehen wir wieder, welche das Vertrauen schamlos ausnutzen und den Steuerzahler sowie Staat hintergehen. Damit schnell die Hilfen kommen, läuft es unbürokratisch. Also doch besser wieder alles bürokratisch?

    Benno

     
  5. 16. Chewgum

    @Benno Alles, was ich beschrieben habe, ist im Bereich des offiziell Machbaren möglich.

    DAS ist die Aussage, um die es mir geht. Es geht nicht um die einzelne Person. Die ist austauschbar. Aber so läuft es derzeit in einigen Bereichen.

    @jb Nein, kein Golf, sondern Bundesligaspiele (Loge all inclusive).

     
  6. 15. jean-baptiste

    @11. Chewgum “speziellen Kundenberater”
    Die treffen sich ja hoffentlich beim gemeinsamen Golfspielen und machen dort die Deals klar ?
    Und natürlich kommt der spezielle Kundenberater stilecht im Porsche, oder heutzutage eher im teuersten Tesla,
    die irgendwo vom Transporter heruntergefallen sind?
    Aber für den Rest bin ich hier ´raus, Geschäfte unter €100, – und über 1 Mio kommentiere ich grundsätzlich nicht.

     
  7. 14. Benno

    @ Chewgum: … welche Leute Sie kennen… diese, die Sie gerade beschreiben, sollten sofort keine Hilfen mehr bekommen und für 10 Jahre für andere Hilfen gesperrt sein. Sie bescheissen nicht nur den Steuerzahler, also auch Sie, den Staat auch noch, sondern machen sich noch über die ehrlichen Antragsteller durch Ihr dubioses Verhalten lustig.

    Hoffentlich legt unser Staat solchen Gaunern das Handwerk…..

    Benno

     
  8. 13. Peter

    Super! Wir fallen nicht mehr so schnell… schnall den Fallschirm ab!

    Jetzt rate mal, warum wir eine geringere Neuinfektion haben… Natürlich geht die wieder hoch, sobald man wieder mehr Kontakt zulässt. Heißt auch, man nimmt mehr Tote in kauf, so dass die Kurve bis zur Schmerzlinie reicht. Viel Glück!

     
  9. 12. jean-baptiste

    @10. Chewgum “Immobilien im Wert von ca. 8 Millionen Euro”
    Meinen Sie wirklich, dass sich diese Konstruktion in einem 11-Zeiler adäquat beschreiben lässt?
    Ich denke, der ganzen Sache kann man im Rahmen einer Blog-Diskussion in keiner Richtung gerecht werden.

     
  10. 11. Chewgum

    @9 jb Der Corona-Kredit der KfW kann über die eigene Bank beantragt werden. Da über diese auch sämtliche Immobiliendarlehen laufen, trifft derjenige dort auf seinen speziellen Kundenberater, von dem er dann und wann zu Sportereignissen eingeladen wird, beste Plätze natürlich. Man kennt sich, lange schon und hat sich in einer Win-Win-Situation eingerichtet. Der Corona-Kredit ist schon überwiesen. Und für Kurzarbeit (30 Prozent angegeben) erfüllt er die formalen Bedingungen. Wer will nachprüfen, seit wann sich die Auftragslage wie genau entwickelt hat? In dieser Situation niemand.

     
  11. 10. Chewgum

    Ergänzung: Das Unternehmen gehört zur Baubranche, die keinen Beschränkungen unterliegt. Der Inhaber besitzt Immobilien im Wert von ca. 8 Millionen Euro und noch laufende Darlehen tragen sich durch Mieteinnahmen, von denen jeden Monat auch ein paar tausend Euro übrig bleiben. Das bewilligte, sehr günstige ‘Corona-Darlehen’, fürs Unternehmen natürlich: 400.000 Euro. Da das für die Sanierung der neuen Immobilie verwendet wird, können im Nachgang noch in erheblichem Maße Steuern gespart werden.

    Finanzhilfen werden derzeit mit der Gießkanne verteilt, aber es erreicht viele, die wirklich was brauchen, nicht.

     
  12. 9. jean-baptiste

    @7. Chewgum “‘Corona-Kredit seit Anfang des Jahres Luft nach oben war, hat er Kurzarbeit beantragt”
    na ja, dann kann er sich ja demnächst auf ein wenig Freizeit in gesiebter Luft freuen, sowohl der “Corona”-Kredit als auch die Kurzarbeit ist an feste Bedingungen gebunden, die er anscheinend nicht erfüllt.
    Und Missbrauch von Sozialleistungen, und um nichts Anderes handelt es sich bei den vorbeschriebenen Tatbeständen, ist strafbar.

     
  13. 8. Seebär

    @6. Klever
    Der Lock-down ist deshalb alternativlos, weil nur die Spitze des Eisbergs getestet werden kann. Hätten wir die Kapazitäten um alle oder zumindest große Teile der Bevölkerung regelmäßig zu testen und würde die Bevölkerung sich möglichst immer am jeweiligen Standort aufhalten und die Hygienevorschriften einhalten, könnten Schulen, Unis geöffnet werden, Unternehmen könnten vom Einzelhandel und der Gastronomie abgesehen normal arbeiten. Hongkong hat ohne Lockdown 1000 Infizierte und 4 Tote und das bei unmittelbarer Nähe zum chinesischen Festland.
    Wenn wir die Laborkapazitäten ab sofort massiv ausbauen und uns sinnvolle Strategien und Verhaltensweisen für die Zukunft zurecht legen, wird es in Zukunft nicht mehr solche wirtschaftlichen und persönlichen Belastungen geben. Restaurants werden nicht verschwinden. Die Betriebe, die vom Lockdown stark betroffen sind, werden staatliche Hilfe erhalten müssen. Es geht gar nicht anders. Soweit ich weiß, stellt das aber auch niemand in Frage.

    https://www.google.de/amp/s/amp.tagesspiegel.de/wissen/von-hongkong-lernen-wo-die-coronavirus-pandemie-ohne-lockdown-bewaeltigt-wird/25752346.html

     
  14. 7. Chewgum

    Warum haben so viele Unternehmen nicht mal Rücklagen, die für einen Monat reichen? Ich kenne jemanden, der seine Gewinne immer in Immobilien investiert. Das Mehrfamilienhaus, das er Ende letzten Jahres erworben hat, muss saniert werden. Er konnte jetzt günstig einen ‘Corona-Kredit’ bekommen, passte gut. Und da auftragsmäßig sowieso seit Anfang des Jahres Luft nach oben war, hat er Kurzarbeit beantragt, da verteilt sich die Arbeit besser. Und seine Steuern kann er später zahlen.

     
  15. 6. Klever

    ich frage mich wann die ersten Gastronomen rebellieren… Mit der von der Bundes und Landesregierung an den Tag gelegten Taktik wird es 90% der Läden nichtmehr geben. Es ist

     
  16. 5. Chewgum

    @1 Auch im Kreis Kleve fahren Leute rein und raus. Und nahezu 100 Prozent Schutz gibt es wohl nur mit Schutzanzug, Schutzbrille, FFP2-Maske und Handschuhen bzw. Desinfektion, wenn man die auch richtig entsorgt. So erscheinen Leute vom Gesundheitsamt bei Infizierten, die zu Hause sind.

     
  17. 4. Niederrheinstier

    Mmuuuuh, safety alert, mmuuuh! In Kleve sind die Infektionen leider in der letzten Woche von 36 auf 51 angestiegen, mmuubuuuh! Wenn vor einer Woche die eine Hälfte schon gesund war, dann hat in Kleve fast jeder Infizierte einen jetzt Infizierten angesteckt, mmuubuuuh! Also große Vorsicht, mmuuuhwarn! Sonst könnte die Statistik nur für Kleve in einer Woche recht übel ausfallen, mmuuuhattentie!

     
  18. 3. Seebär

    @1. Jörg
    https://www.google.de/amp/s/amp.focus.de/gesundheit/coronavirus/einfache-masken-schuetzen-nicht-top-virologe-christian-drosten-erklaert-wie-man-sich-ueber-luft-mit-corona-anstecken-kann_id_11835312.html

    Das bedeutet dann wohl, dass die ergriffenen Maßnahmen helfen, aber eine Ansteckung nicht 100%ig verhindern können. Selbst wenn eine infizierte Person (ungetestet und ohne Krankheitssymptome) sich vollkommen korrekt im Supermarkt, Baumarkt etc. verhält, ist eine Übertragung über die Luft (siehe Link) möglich wenn auch viel weniger wahrscheinlich als bei sehr geringen Abstand zwischen dem Überträger und anderen Menschen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Aerogene_Übertragung

     
  19. 2. rd

    @Jörg Das ist eine gute Frage, die ich morgen gleich weitergeben werde.

     
  20. 1. Jörg

    Mich würde mal interessieren, wo und wie sich diese Menschen immer noch infizieren. Darüber erhalten wir leider keine Informationen. Sind es Personen, die in pflegedienstlichen Berufen arbeiten? Sind es Pendler, die von Berufs wegen auf ÖVM angewiesen sind? Wo kann ich mich bei all den politisch gewollten Einschränkungen infizieren?