Bekommen hier irgendwelche Leute günstiger Gas oder Strom von Stadtwerken? Nein.

rd | 20. Januar 2012, 16:42 | 8 Kommentare

In den (nicht alle veröffentlichten) Kommentaren zur Geschichte über 67.000-Euro-Rechnung der Stadtwerke Kleve wurde mehrfach behauptet, es gebe für »Freunde« besondere Tarife. Leser Tom fragte beispielsweise: »Ist es eigentlich richtig das es Gas-Privatkunden gibt, die aufgrund ihrer juristischen Fachkenntnisse bei der Geschäftsführung zur Privataudienz eingeladen wurden um Sonderlieferverträge abzuschließen (inklusive einer Stillschweigevereinbarung über die Geschäftsgebaren der Stadtwerke)?« Einige weitere Äußerungen, die juristische Implikationen hätten nach sich ziehen können, habe ich lieber gar nicht erst veröffentlicht.

Aber ich habe bei Rolf Hoffmann nachgefragt, ob das stimmt. Wer wenig Zeit hat, hier die zusammenfassende Antwort: Nein.

Für alle anderen Leser hier die sechs Fragen beantwortet von Jörg Schunkert, Leiter Marketing und Vertrieb:

  1. Kommen auch die Mitglieder des Aufsichtsrates in den Genuss eines vergünstigten Tarifs (z. B. eines Mitarbeitertarifs)? Nein.
  2. Wenn ja, wie viele Personen machen von dieser Regelung Gebrauch? Entfällt.
  3. Wenn ja, seit wann gibt es diese Regelung und warum wurde sie eingeführt? Entfällt.
  4. Wenn ja, ist dies eine Vorgehensweise, die sich mit der anderer Stadtwerke deckt? Entfällt.
  5. Gibt es weitere Personen oder Personengruppen, die Vergünstigungen erhalten, die über das Tarifgefüge hinausgehen? Sämtliche Privatkunden werden nach dem gültigen Allgemeinen Tarif beliefert.
  6. Wenn ja, warum? Entfällt.

kleveblog dankt für die eindeutigen Antworten!

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  1. 8. Jürgen Böll

    Die Niederlande, größter Erdgaslieferant der EU, steigen aus der Erdgas-Förderung aus.
    Das wind vor allem für deutsche Haushalte in der Zukunft teuerer.

    Deutschlands Nachbarland erlebt zurzeit eine kleine Revolution, den ausgerechnet die Niederlande wollen nun aus dem Erdgasgeschäft aussteigen. Dabei sind sie der größte Erdgasproduzent und -exporteur in der EU. Bis zum Jahr 2030 wollen die Niederlande die Produktion in Europas größtem Erdgasfeld in der Provinz Groningen beenden, wie kürzlich Eric Wiebes, niederländischer Minister für Wirtschaft und Klima, offiziell verkündete.
    Mit der richtungsweisenden Entscheidung reagiert die Regierung unter Ministerpräsident Mark Rutte auf die Entwicklungen in der Provinz Groningen, direkt an der deutsch-niederländischen Grenze. Dort entdeckten die Niederlande 1959 eine der größten Gasquellen der Welt, das Slochteren-Feld, benannt nach einer kleinen Gemeinde in der Region. Sieben Millionen niederländische Haushalte sind von diesem Gas abhängig, dazu kommen Verbraucher in Deutschland, Belgien und Frankreich.
    Doch die Niederlande zahlen ihren Preis dafür – in Form immer wiederkehrenden Erdbeben. Durch die exzessive Förderung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten der Boden in der Region abgesenkt. Seit 1986 gab es in der Region Groningen mehr als 1.000 Erdbeben. Fast 100.000 Schadensmeldungen gingen bei den Behörden ein. Im Jahr 2012 erreichte ein Beben nahe der Stadt Huizinge den Wert von 3,6 auf der Richterskala – und löste damit eine Debatte über die Zukunft der Erdgasförderung aus. Vor zwei Jahren entschied die Regierung daher, die Förderung deutlich zurückzufahren und letztlich auszusteigen.
    Seit Wochen nun debattieren die Niederländerinnen und Niederländer hitzig über den Plan: Wie sollen wir Gebäude ohne Erdgas heizen, Essen kochen und den notwendigen Strom erzeugen – und vor allem: Wer soll das dann bezahlen?

    Quelleninformation: https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-05/niederlande-lieferant-erdgas-deutschland-preissteigerung

     
  2. 7. Marcel

    Ist ja echt schon eine Frechheit, wie lang die Stadtwerken wieder mit unserem Geld arbeiten!
    Am 17. Januar kam die Abrechung, an diesem Tag hieß es auch das das Guthaben zügig zurück überwiesen wird!!! Nun ist fast ein Monat vergangen und es tat sich bisher nix!

     
  3. 6. ralf.daute

    @Giro-User Dann werde ich dem mal nachgehen.

     
  4. 5. Giro-User

    Sorry für die späte Reaktion: Der (…) hat mal von einer Privataudienz berichtet

     
  5. 4. ralf.daute

    @Giro-User Ich habe aus der Information eine weitere Anfrage gemacht. Ein vollständiger Name (der hier nicht veröffentlicht wird) wäre evtl. hilfreich…

     
  6. 3. stopsi1900

    Frage 7)
    Wann erhalten die Kunden ihr Guthaben aus der Abrechnung für 2011 erstattet? Antwort: Mal sehen.

    Wie ich bereits bei der Geschichte über die 67.000,00-Rechnung geschildert habe, erwarten wir eine Rückerstattung durch die Stadtwerke Kleve GmbH.
    Die Rechnung datiert auf den 12.1.2012, von einer umgehenden Erstattung ist die Rede.
    Am 19.1.2012 habe ich unter Fristsetzung mit Berechnung von Zinsen und Mahnkosten erinnert.
    Bis heute – 23.1.2012 – ist keine Zahlung eingegangen.
    Am 26.1.2012 wird sich eine Anwaltskanzlei damit beschäftigen.

     
  7. 2. kleinendonk

    Nur der Nikolaus in Kleve
    http://www.bilderhoster.net/img.php?id=4wk81syl.jpg

     
  8. 1. Michael Bay

    Lieber Herr Daute, endlich einmal kurz und knapp eine Überprüfung, ob das was angenommen wird Realität ist oder nicht. Ist eine menschliche Fähigkeit, die uns vor (großem) Schaden schützen kann. Sich selbst und unsere Mitmenschen. Vielen Dank daher für diese Anfrage bei Herrn Hoffmann.
    Schönen Sonntag noch
    Michael Bay